Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 26 (3.7.1931)
- Date
- 1931-07-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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■WMMM Nr. 26 JÜDISCHE 3 "T* itavä, begleitet yofii Ff eßbu#gef ofth. Tempelchof, in musikätiseh vollendeter Weise, stirrimütigs^öll reaitief te. Als efStef Redner begrüßte Heft Genefaldirektof Oskar Pfeffer (Dibseg), Vizepräses des Kuratoriums, die *erseftieheiteti Vertretet der Behörden und der jüdischen und nichtjüdischen Körperschaften. In einer groß* angelegten slowakischen Rede legte er die menschen« freundlichen Grundsätze dar, von denen sich die Spital« leitung in ihrem Wirken leiten zu lassen gedenkt. :Stürmisch begrüßt ergriff darauf der Präses des Kura־־ toriums, Herr Isidor Engel, das Wort, um in deutscher Sprache in gleichem Sinne wie der Vorredner, seiner Freude über die Vollendung des großen Werkes Ausdruck zu geben und die Anwesenden zu begrüßen. Das gleiche tat Herr Dr. Moric Fleischacker in einer wohl« geformten ungarischen Ansprache, wobei er hervorhob, daß in diesem Spital der jüdischen Auffassung ent« sprechend arm und reich mit gleicher Liebe und gleicher;Sorgfalt betreut werden sollen, Die Festrede Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Akiba Schreiber, die nun folgte, war ein Meisterwerk wohlerwogener, wirkungsvoller Be« lehrung über den Geist, von dem ein jüdisches Spital;getragen zu sein hat und mit dem der g«ttliche Namen vor den Völkern geheiligt werden soll. Er dankte dem Präses des Kuratoriums und seinen Mitarbeitern für ihre mühevolle Arbeit und die Umsicht, mit der sie ihre Tat« kraft in den Dienst jüdischer Menschenliebe gestellt haben. Nach einer ehrfurchtsvollen Huldigung an den humanen Geist des Präsidenten Masaryk segnete er das Spital und flehte zum Allmächtigen, daß es seine Sendung im vollen Maße übe. Darauf kamen die Vertreter der Behörden zu Wort. Herr Sektionschef Dr. D u 1 a Von Der Widerhall, den die Ankündigung unserer Reise nach dem jüdischen Osten gefunden hat, ist ein recht er« Treulicher. Von vielen Seiten wird der Wunsch ausge« ־׳drückt, an dieser ״einzigartigen“ Fahrt teilzunehmen, und man wundert sich über die späte Verwirklichung dieses Planes. Da spricht man fortgesetzt von der Verbrüderung ^a 11er Völker durch gegenseitiges Besuchen und tritt in zahllosen Vereinen für den Austausch von Lehrern und Schülern ein und doch konnte unser Plan innerhalb der Orthodoxie so spät erst zur Reife kommen. Nun soll der aber mit g«ttlicher Hilfe, nachdem die größten Schwie« Tigkeiten überwunden sind, in die Tat umgesetzt werden¬ Wir haben bereits in der vorigen Woche das Pro«;gramm für das erste Land skizziert, in welches unser Weg •führt, wir wollen nur nachtragen, daß bei dem Besuch der Jeschiwoth in Preßburg und in Tyrnau u. a. den Teil« :nehmern Gelegenheit gegeben wird, den ungarischen Derech. Halimud dort kennenzulernen. Nach dem güten Vorschlag eines Teilnehmers ,an unserer Fahrt; des Herrn ׳Oberrabbiner Dr. Carlebach נ״ו soll je an einer ungari* 1sehen, einer polnischen und einer litauischen Jeschiwah ein Chiluk vorgetragen werden, damit man einen unge« fähren Einblick in die verschiedenen Lernmethoden ge־ winnt. Und so mancher jugendliche Teilnehmer wird da« durch wohl in seinem Streben gefestigt werden, später für längere Zeit eine dieser Glanzstätten der Thora zu be« suchen. In Polen wird uns zunächst die .,stolze neue Hoch« schule des Lubliner Raw die Gewißheit geben, daß der fite Geist und. die alte Form des polnischen Lernens auch in dem neuen würdigen Gewände seine Kraft bewahrt hat. Denn von Krakau aus soll der Weg gleich nach Lublin führen. Gern hätten wir den Reisegefährten so manches ,jüdische Kleinod der galizischen Provinz gezeigt, aber Be« .schränkung ist natürlich hier wie überall geboten. Soll -doch diese erste Reise nur der Anfang sein für den ständigen Versuch, nun in steter Folge die persönliche Verbindung zwischen den versprengten Teilen jüdischer Länder und jüdischer Menschen aufrecht zu erhalten. Und nun Lublin! Vor sieben Jahren wurde in Gegenwart von 50.000 Menschen der Grundstein gelegt. Ein einziger .Mann hat eine Werbearbeit entfaltef, die ohne Ueber« treibung Selbst über geschichtliche Maße hinausreicht. ■•00״ Werbereferate hat *Rabbi Meir Schapira gehalten, über ein Jahr Amerika bereist, fast zwei Jahre hindurch ' die europäischen Staaten und die eigene Heimat. 120,000 Dollar sind in das Werk geflossen. Vor einem Jahr wurde die Anstalt eröffnet. Die Schüler, über 150, haben in ihrem Rabbi einen Lehrer und Vater. Die Be« :Sucher werden erleben, daß innerer Wert mit äußerer Pracht hier harmonisch zusammenfließen. In-kurzer Fahrt wird uns dann das Auto aus der heiligen Ruhe der Jeschiwahstadt in die Metropole des Reiches führen, nach Warschau, der größten europäischen Judengemeinde, nach Warschau,: dem Hauptsitz der jüdischen Parteien, d. h. der jüdischen Kämpfe. Der Sinn unserer Erkundungsfahrt :kann natürlich nicht derjenige sein, nur die lichten Seiten jüdischen Lebens einer geistig interessierten kleinen!Schar zu zeigen. Wer jüdische Not am Kulminationspunkt :sehen will und sehen muß, der wird seine Schritte in das Ghetto von Warschau lenken, in jene Höfe, deren ein einziger oftmals mehr jüdische Seelen birgt, als eine nach Tausenden zählende Bevölkerung einer westeuropäischen :Stadt. Und wer dann die riesenhaften Bemühungen jüdisch interessierter Persönlichkeiten und Körperschaften be« •obachtet, diesem riesenhaften Leid zu steuern, wird er« messen können, welcher Aufopferung das jüdische Herz im Osten fähig ist, Das talmudische Wort: ״Jeschiwoth Krachim "koscheh“ (״schwer gedeiht das ,Jesehiwah«Leben‘ in einer Großstadt“) kann auf Warschau nicht mit vollem Recht nngewendet werden. Die Mesiwtah mit ihrer vielhundert« Tcöpfigen Bachurim«Schar unter dem geistigen Einfluß des *ehrwürdigen Gerer Rabbi stehend, Emek Halochoh, das :Sorgenkind unseres verstorbenen Nacham Rosenfeld s. z, 1,״ der Kibutz Nowogrodek, eine schöne Blüte am Baume litauischen Mussar«Geistes, und die vielen, vielen kleinen und größeren Pflegestätten talmudisgher Gelehr« samkeit verleihen der Stadt durchaus das Gepräge einer geistigen Hochburg, Es wird• schwer sein, in der kurz 'bemessenen Frist eine ungefähre Vorstellung Y0n allen den HöJhen und Tiefen, die sich hier bergen, zu gewinnen. ’Ist es überdies auch notwendig, aus dem berufenen Mund führender Politiker eine Aufklärung zu erhalten über die tiefe Wandlung, die sich in den letzten Jahren bei der gpeüifrit fäf de» Hievten nt lass Bef Adas Jisfoel. Wien.!!;.Nestroygasse il. der Sanitätsabteilung des Landesamtes, Oberbürgermeister Herr Dr. Krno, Herr Regiefürtgsfat Dr, Risecky vom Unterrichtsministerium und Herr Dozent Dr. Lukeä von der medizinischen Fakultät der Komettsky«Universität begrüßten die Errichtung dieses Spitais mit Genugtuung über die Bereicherung der humanitären Institutionen Bratislavas. . Das Schlußwort hatte Herr Abgeordneter Dr. Julius Reiß. Er gelobte in seiner Ansprache strikte Respektierung der jüdischen Religion in dem Wirken des Spitals und beantragte, aus diesem Anlasse Huldigungs« telegramme an Präsidenten Masaryk und an die Re« gierung abzusenden. Diesem Vorschläge stimmte die ganze. Versammlung begeistert zu. Herr Oberkantor Leim« sieder trug darauf das Gebet für das Wohlergehen des Präsidenten Masaryk und des tschechoslowakischen Staates nach der Melodie der Nationalhymnen vor. Damit fand die schöne offizielle Feier ihren Abschluß. Am Abend versammelte sich das Kuratorium und eine größere Festgesellschaft im Regierungsgebäude zu einem außerordentlich schön arrangierten Bankett, däs mit zahlreichen Toasten würdig verlief und bis spät in die Nacht hinein dauerte. Die Krankenaufnahme im neuen Spital beginnt —• wie verlautet — nächste Woche. Landesregierung in der ganzen Judenfrage vollzogen hat? Denn es kann ja nicht gleichgültig sein, wie der Kurs im größten Judenlande der Welt jetzt läuft. Bei der Ueber« fülle all dessen, was unserer — hier wartet, wird es viel« leicht notwendig sein, eine mehrtägige Ruhepause einzu« schalten. Die einen werden sie in dem Luftkurort Otwock verbringen, nur einige Kilometer von Warschau entfernt. Vielleicht wird es aber auch möglich sein, die Residenz eines unserer größten Führer zu besuchen. Gora«Kalvaria, wo der Gerer Rabbi seine Getreuen allwöchentlich zu Hunderten, an den Feiertagen zu Tausenden empfängt. Leider wird es nicht möglich sein, aus seinem Munde per« sönlich Worte der Begrüßung, der Weisheit und der Er« mutigung zu empfangen, da der Rabbi nach der kaum faßbaren Bürde des Jahres diese Sommerwochen der eigenen Erholung widmen muß. Und nun soll die Fahrt in die Provinz beginnen, die das reichste Netz talmudischer Schulen birgt, nach Litauen., Es ist für die Leitung schwer, eine Auswahl zu treffen. Jede Jeschiwa hat, wie des öfteren ausgeführt wurde, ihre eigene Not und die politischen Schwierig« keiten gestatten es nicht, auch jenseits J3׳r Grenze die berühmten Orte Slobodka, Teschi und PonGwiez zu sehen. Wir hoffen, daß eine zweite Fahrt all jene befriedigen wird, deren Wunsch es war, auch an diese Stätten zu kommen. Aber wenn es gelingt, programmäßig den drei großen Schulen und ihren Führern einen Gruß zu ent« bieten, Mir, Radin־ und ׳Wilna, so wird wohl jeder einen unauslöschlichen Eindruck fürs Leben gewonnen haben. In Mir lernen zurzeit viele Hunderte von Bachurim aus den . verschiedensten Ländern Europas und Amerikas. Radin ist durch seinen Gründer und Meister, durch den Chofez Chaim, heute schon eine geschichtliche Berühmt« heit. Seit vielen Jahrzehnten geht von diesem Gaon unserer Tage das Wort der Lehre aus. Zu ihm, dem ״litauischen Rabbi“ pilgern Jahr für Jahr viele, viele Hunderte, um ein stärkeres Wort für die Not des Lebens zu erhalten. Und in Wilna werden die Erinnerungen aus der stolzen Vergangenheit wie die Schöpfungen des Mannes, den die ganze gesetzestreue Judenheit zu ihrem rabbinischen Führer gewählt hat, eine Ueberfülle dessen ,geben, wonach jeder geistig Interessierte sich sehnt. Wir wollen und dürfen hoffen, daß das Ziel unserer Fahrt erreicht und eine Fülle von Anregungen allen Teilnehmern erwachsen wird. * Studienfahrt zu den jüdischen Kultur- Stätten des Ostens. . - , Die Keren«Hathora«Zentrale ,erläßt für die Teil« nehmer an der Studienfahrt auf vielfache Anfragen fol־ gende Informationen: 1. Die Abreise von Wien erfolgt äm Sonntag, den 26. Juli d. J., morgens. Teilnehmer aus dem weiteren: Auslande müssen daher schon vorSchabbos in Wien ein« treffen. 2. Für Unterkunft und Verpflegung dieser . Teil־ nehmer in Wien wird gesorgt sein, wenn sie bis späte« stens 15. Juli der Leitung ihre Ankunft bekanntgeben. In dem Preis von 40 Dollar ist die Hin« und Rückreise ab, bezw. nach Wien sowie Unterkunft und Ver« pflegung für die Zeit vom 26. Juli bis Ende der Reise enthalten. Die!Kosten des Aufenthaltes in Wien sind von den Teilnehmern selbst zü tragen. Die Leitung wird für ermäßigte Preise auch in Wien Vorsorge treffen. 4. Der Betrag von 40 ׳•Dollar muß bis spätestens 15. Juli bei der Keren«Hathora«Zentrale eingezahlt sein, (Auslandszahlungen per Postanweisung.) Auch jene Teilnehmer, die nur streckenweise mitfahren, müssen zu« nächst den vollen Betrag einzahlen und erhalten dann entsprechende Rückvergütung, 5. Die Reiseleitung ist bemüht, auch für die Fährt Passau—Wien eine Ermäßigung zu erwirken. Der Er־ folg hängt von der Zahl der Teilnehmer aus Deutschland ab. Diesbezügliche Verständigung an die Interessenten wird noch erfolgen. 6, Die Rückfahrt erfolgt Von Wilna über Warschau nach Wien. Jene Teilnehmer aus Deutschland, die in Wafschäu abzweigen, erhalten S 30 (ermäßigter Preis Warschau—Wien) rückvergütet. Falls eine . genügende Anzahl von Personen aus Deutschland teilnimmt, wird auch ־ für Rückfahrt Warschau^Staatsgrenze eine 25prozentige Ermäßigung erreicht werden können. 7, Das tschechisch״ Durchreisevisum, das polnische Einreise* und Aufenthaltsvisum (In Fällen, wo dies er*׳' forderlich ist, aüeh das Österreichische Einreisevisum be* sorgt die KerettiHathorä־Ze«tfäie, Zu diesem Zwecke ttiüsseft ihr bis spätestens 15. Juli Vor* und ZüMÄiyJji|* burtsdäten, Domizil und Staatsangehörigkeit der Teilnehmer bekanntgegeben sein. ׳;׳ : # g. Teilnehmer* die die Reise, nicht, vollständig itt# machen, 4erhalten deinen dem ermäßigten Fahrpreis und den Yefpftegskostett entsprechenden Betrag rückvergütet Voraussetzung ist, daß uns bis s p ä t e sten s . t|. Juli mitgeieilt wird, welche Strecken bei den Betreffenden in Betracht •kommen. Teilnehmer, die die Reise wohl ab Wien!^ aber nicht bis zum Schluß mitmacheh, müssen schärt afft Milt« Woch, den 22. Juli» in Wien sein, damit die Leituhg Se« paratvisum für sie besorgen kann. . . Jene Teilnehmer, die sich erst auf dem Wege der Gesellschaft ahschließen, müssen bis spätestens 20. Juli die Station bekanntgeben. | Teilnehmer, die die eine oder andere Ortschaft außerhalb des Programms besichtigen wollen, können dies nur auf eigene Kosten tun. Inwieweit dies technisch möglich ist, hängt von den lokalen Verhältnissen ab. 9. Ueber die erwähnten Ermäßigungen hinaus kön* nen Sonderermäßigangen irgendwelcher Art nicht ge« wahrt werden. 10. An der Gesellschaftsreise können auch Damen teilnehmen, doch wird ausdrücklich betont, daß diese nicht alle Besichtigungen mitmachen können. 11. Die Reiseleitung behält sich kleine Aenderungen des Reiseprogramms vor. 12. Anmeldungen sollen tunlichst bis 8. Juli er« folgen. |(g)| flflCHRlCHTEfl 10j Sommerheim Möitern. Wie bereits berichtet, hat die Jugendgruppe der Agudas Jisroel in Möitern bei Krumbach im Wechsel« gebirge für den heurigen ,Sommer eine Villa gepachtet und dieselbe als Sommerheim für ihre Mitglieder eingerichtet. Die Villa liegt in 830 Meter Seehöhe, umgeben von Nadel« wäldern. Das Gut Möitern ist etwa 100 Kilometer von Wien entfernt und ist mit der Aspangbahn in drei. Stunden zu erreichen. Ein Freibad und eine Wiese als Spielplatz stehen den Gästen des Heimes zur Verfügung. Die Heimleitung sorgt selbstverständlich auch für die geistigen Bedürfnisse der Mitglieder. Es wurde eine ganze Bibliothek herausgebracht. Ebenso auch ein Sefer«Thora. Das Heim soll nicht nur für die körperliche Erholung der Jugendgruppenmitglieder sorgen, sondern es soll dadurch auch das Gemeinschaftsbewußtsein, das jüdische Arewus, gepflegt und gefördert werden. Große Sorge macht der Heimleitung die Beseiti« gung des Defizits. Das Heim hat ein Budget von zirka S 15.000, das durch Beiträge der Mitglieder teilweile ge« deckt wird. Der Rest muß auf irgend eine Art aufgebracht werden. Sehr bedauerlich ist es, daß die Kultusgemeinde, an die sich die Heimleitung in ihrer Not gewendet hat, der Sache sehr wenig-Verständnis ':entgSgdnbrmgt und für das Heim bloß S 200 (zweihundert) bewilligt hat. Es_ ist traurig, daß die Kultusgemeinde für das größte Ferien« heim für jüdische junge Leute nur S 200 übrig hat.. Die Heimleitung wird sich aber dadurch sicher nicht entmuti« gen lassen und wird das Defizit •trotz der Wirtschafts* krise, ebensö-wie im Vorjahr, auf irgend eine Art decken, ohne den Betrieb einzuschränken. Es liegen bereits jetzt 200 Anmeldungen vor und können weitere Anmeldungen nur durch Einstellung von Notbetten befriedigt werden. Die Leitung rechnet mit einer Frequenz von fünftausend Verpflegstagen über den ganzen ,Sommer. Der Betrieb des Heimes ist bereits, wie angekündigt, in der vorigen Woche eröffnet worden. K. R. Ludwig Hirschfeld gestorben. Am 26. Juni starb, im Alter von 58 Jahren nach langem Leiden der Herausgeber der Wiener jüdischen Wochenschrift ״Die Wahrheit“. Der Verstorbene hatte seine Persönlichkeit und sein reiches Wissen stets in den Dienst der jüdischen Publizistik gestellt, die in ihm einen angesehenen Vertreter verliert. / , , Ludwig Hirschfeld war auch in vielen jüdischen Vereinen, so zum Beispiel im Vorstande des Tempel* Vereins ״Aeschel Awrohom“, des Kränkenunterstützungs« Vereins ״Nächstenliebe“, der ״Wohlfahrt“ usw. eifrig tätig. Einberufung des Zentralrates der Agudas JisroeLWelt« Organisation. , Der Präsident des Zentralrates der, Agudas Jisroel־ Weltorganisation, Sejmdeputierter Oberrabbiner ־Lewin; in Rzeszow, hat den Zentralrat der Agudas Jisroel, für Dienstag, den 5. Elul (18. August), nach Königswärt'i'bei Marienbad einberufen, Am Tage vorher findet änr gleichen Orte eine Plenarsitzung des GeschäftsausscHusses’ der Agudas Jisroel unter Teilnahme von Vertretern• des Rab« binischen sRates statt. Es ist zu erwarten, daß, nachdem aus Ersparüngsrücksichten seit der Kenessio Gedaulo eine Vollsitzung des Zentralrates nicht stattfand, es diesmal zu recht lebhaften Auseinandersetzungen über die organisa« torischen und politischen Probleme der Äguda«Bewegung kommen wird. Insbesondere erfordern die politischen una wirtschaftlichen ■Erez«Jisroel«Fragen, in denen es an gegen* sätzlichen Auffasungen innerhalb der Aguda«Führung nicht fehlt,־ in vielen Punkten eine baldige grundsätzliche Klärung. Dem Zentralrat werden ein ausführlicher Ge* schäftsbericht der politischen Leitung, sowie; Sonder* berichte des Keren Hathora, der Palästina«Zentrale sowie der Internationalen Jugend* und •Frauenorganisationen der Agudas«Jisroel vorliegen. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß nach §10 der Agudo*Verfassung neben den gewählten 100 Mitglie* dem des Zentralrates jede Land^sorganisation weitete Mitglieder in der Anzahl von einem Viertel ihrer Ver« tretung in den Zentralrat hinzuwählen kann, wobei Bruch* teile auf ein volles M.andat erhöht werden. Die Landes* Organisationen sind bereits vor Jüngerer Zeit aufgefordert worden, von diesem Rhchte'dör Zuwahl;: falls sie es für richtig halten, Gebrauch zu machen, T . Nervenleidenden und Gemütskrankenseftafft das überaus milde, natürliche ״Fren^Jqsef״*BittWrw»sscr rcgel* mäßigen Stuhlgang, güte Verdauung und erhöhte Eßlust, Nach Erfahrungen berühmter Nervenärzte ist der Ge* brauch des Franz*J0sef*W8ssers auch bei Erkrantepgert des Gehirns und des Rückenmarks ftüfs angelegentlichste zu empfehlen. In Apotheken, Drogerien unefc: MmeraU wasserhandluiigen erhältlich, י Antijüdische Ausschreitungen in Saloniki. In Saloniki kam es am 23. und 24. Juni zu. juden* feindlichen Ausschreitungen schwerer Natur, die mit ׳einp scharfen antijüdischen Hetze verbunden waren. Griectii« sehe Studenten verteilten unter der Bevölkerung Flug♦