Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1931-05-08 · 18 (8.5.1931) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
18 (8.5.1931)
Date
1931-05-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2629891-2630389-2630406--3902-2635977
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Nr. 18 jüdisch! presse Seite 3 Von der Leitung des Vereines ״M achsike Je* schiwoth“ erhalten wir die nachfolgende Kundgebung, die wir allen unseren Lesern 7.ur Beherzigung empfehlen: Nove Zamky למ״בי תיצ״א d'׳' •fV'2 Ueber Wunsch der מחזיקי הישיבות, der das Hand* in־Hand*Arbeiten mit den תופ״היש*בות Ms Vorbedingung seiner Tätigkeit betrachtet, hat am ער״ח אייר חע״ל unter dem Vorsitze des Preßburger לב גי״ eine gemeinsame Sitzung der חופ״ הישיבות und des Präsidiums der סי•,זיקי הישיבות stattgefunden. Von seiten der רבנים waren die ehrw. Rabbiner von Preßburg, Galanta, Suranv, von der Leitung der מחזירן הישיבות Präses Herr Julius Herzog aus Nove Zamky anwesend. Di^'^schilderten in bewegten Worten die traurige Lage der ישיבות• Der Zusammen* bruch zahlreicher Existenzen und die Verarmung der ישיבות Stellen an die ישיבות gesteigerte Anforderungen. Die Leitung der מחזיקי הישיבות versprach, mit voller Kraft an den Ausbau der מחזיקי הישיבות r/u schreiten, um den ישיבות eine feste, sichere materielle Grundlage •zu geben und um den רבנים die Sorgenlast abnehmen zu können. Um zu zeigen, wie die Entwicklung des Vereines ihnen am Herzen liegt, haben sie beschlossen, den Aufruf, den wir in Uebersetzung aus dem Hebräischen hier folgen lassen, zu veröffentlichen. Aus ihren Worten schlug eine solch erhebende Welle des Vertrauens uns entgegen, daß ihr Mut den unserigen zum heiligen Werke ent* scheidend stärkte. Wir übergeben den Aufruf der רבנים der Oeffentlichkeit mit dem Wunsche, er möge seine Sendung erfüllen und alle, die Sinn־ und Verständnis für die תוה״ק haben, anspornen zur Arbeit und Hilfe. (Uebersetzung aus dem Hebräischen.) אחינו בצי ילסראל. Quälende Sorgen senken ihre bleiernen Flügel über die ישיבות Finstere Schatten umfangen die Pflanzstätten des religiösen Geistes. Not und Elend haben in den ge* heiligten Hallen der יתור, ק ihr Zelt aufgeschlagen. Die schwärzeste Farbe ist nicht schwarz genug, um die Läge der ישיבות so trist und traurig auszumalen, wie sie ist. Der materielle Unterbau der• ישיבות Ist ins Wanken ge* raten. Die Stürme der Wirtschaftskrise, die vernichtend , durch die Länder jagen, bringen ja^ jene Gebäude ziierst zum Einsturze,, die auf״ den"sbnwachen ^Säulen ',der'! frei wil* ligen Gaben und Spenden ruhen. Die ישיבות stehen vor einem dunklen Tor, vor einer ungewissen Zukunft. Mit der ganzen Wärme unseres Herzens danken wir darum den mutigen, entschlossenen Männern, die sich von den Hindernissen nicht abschrecken ließen, die Schwierigkeiten des Anfanges überwunden, den Landes* verband der מחזיקי הישיבות gegründet, die unsere ישיבות bereits allmonatlich mit ansehnlichen Beträgen unterstützt und an der Arbeit sind, eine Organisation aus dem Boden zu stampfen, zerstreute Energien zu sammeln, um unsere תיה״ק eine Schutzmauer aufzurichten, die allen Stürmen der Wirtschaftskrise trotzt. Mit der vollen In* brunst unserer Seele flehen wir zu השי״ת, er möge diese selbstlose Arbeit mit Erfolg krönen und dem Vereine die Förderung und Unterstützung verschaffen, die er verdient. Möge seine werktätige Mithilfe die belebende Sonne wer* den, die die finsteren Schatten der Not und des Elends verscheucht. Möge der Verein מחזיקי הישי״ der Rettungs* anker werden für die .mit den Wellen ringenden ישיבות♦ Um die Wurzel unserer Zukunft, die יתוח״ק nicht verdorren und verkümmern zu lassen, um unseren עץ ך,ח׳ die תוח״ק. zu beleben und zur Blüte zu bringen, um mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln der מחזיקי הישיבות ZU dienen, haben wir in der sicheren Erwartung, daß uns alle Rabbiner des Landes beipflichten, folgende Beschlüsse erbracht, und empfehlen sie allen Gemeinden, Korporationen und Gemeindemitgliedern unseres Landes: A. חורה *Unterstützung ist eine Aufgabe, der sich keine jüdische Körperschaft und kein einzelner entziehen darf. Es ist darum jüdische Pflicht jeder Groß־ und Klein* gemeinde, in ihrer Mitte eine Ortsgruppe der מחזיקי הישיב׳ zu errichten. Wir sind überzeugt, daß jeder בר ישראל es als seine Pflicht erachten wird, den Verein monatlich nach seinen Vermögensverhältnissen zu unterstützen. B. Wir ersuchen die Gemeinden, p״j־j, die stolzen . Hüter der ורה ^Institutionen, die treuen Förderer jüdi* scher Ziele und Aufgaben, dem Landesverbände eine jähr* liehe Subvention zu gewähren. C. Wir ersuchen ferner die Gemeinden, alljährlich an שכח, פ, במדבר Mie נדרים ונדבות dem Verein zu widmen. D. Der jüdische Mensch freut sich nie allein, er gönnt einige Tropfen seines überschäumenden Freuden* bechers, den ihm השית״ darreicht, den Unterstützungs* bedürftigen und Unterstützungswürdigen: Gedenket darum bei allen freudigen Anlässen derer, die ihre Gegenwart und Zukunft der תוח״ק widmen. Verwendet bei der Ver* heifatung eurer Söhne und Töchter die Telegramm* blankette des Vereines. E. Jeder שיבה*, die vöm Vereine unterstützt wird, ist es untersagt, Sondersammlungen zu veranstalten. Der Verein מחזיקי הישיבות ist eine zarte Pflanze, durch euer Beiseitestehen wird sie verwelken, bevor sie in Blüte gestanden, durch eure Mithilfe wird sie herrliche Früchte reifen המשמחים אלקים ואנשים• Der Verein מחזיקי הישיב" ist eine große Hoffnung; von eurer Mitarbeit ist es abhängig, ob sie geknickt oder verwirklicht wird. Der Verein מחזיק• היש בוח ist ein heiliges Versprechen, an euch liegt cs, es einzulösen. Das Fundament zu dem ישיבות schutzgewährenden Baue ist gelegt, eure Werbe* tätigkeit, Hilfe, Spenden werden die Ziegel sein, aus denen das herrliche Gebäude erstehen soll, zur Ehre der תוה״ק zum Ruhme des slowakischen ,Judentums. Helfet darum das Gerüst des Vereines aufzurichten, den Bau des Ver* eines zu vollenden. Arbeitet, helfet, werbet, spendet! Die Hände regen sich i:ur euch, für eure Söhne, für die יתוה״ק für unsere gemeinsame Zukunft. 1* , Die חוח״ס ruft — wer will nicht folgen? Unsere ge* meinsame Mutter, die יתוה״ק streckt flehend ihre Arme aus — wer will nicht helfen?. Die ישיבות wollen sich aus der eisernen, erstarrenden Umklammerung der Not und der Sorgen befreien, sie wollen aufatmen, wollen Be* wegung, Entwicklung! Wer will nicht mitarbeiten? עהיבא סופי־, בן תג" מהר&ב״ם יהושע בוקסבוים אב״ד דק״ק פרעסבורג ■ י׳ אב״ד דק״ק נאלאנטא מאיר נדיי ׳ שמואל דוד הלוי אונגאר אב״ד דק״ה שוראני אב״ד דק״ק טירנוי Gedenktag in Nitra. Montag-, den 17.!Ijar, war es ein Jahr geworden, daß einer der bedeutendsten und innerlich gefestigtesten Füh rer, die das Judentum in der Slowakei! besaß, von uns ■gegangen ist, daß Rabibi AwroJiom Aliaron Ka tz 1צ״ל/ Oberrabbiner von Nitra und erster Vorsitzender der Agudas-Jisroel-Landesorgunisation in der Slowakei, inmitten rüstigen, ehrlichen Schaffens לכבוד ד, ותורתו seine reine iSeelb dem Schöpfer wied ergab. ■' ■ י., ־ uH•׳. V ׳‘,' •"• ז ׳. ‘ D.1e. Wu1־Klen, die sein allzuffttfajiqr;U^img-arig hat,; sind. noch? afJkjn, di?*, Brp$p!(e, die:. er; ,in der stark’ bedrohten Schutzjnaaier .um,?/das •orthodoxe Judentum ׳hinter sich zurück-gelassen hat,, .klafft noch unausgefüllt und wer die Entwicklung der inner jüdischen Verhältnisse in unserem Lande mit ungetrübtem Blicke, mit u11׳,getäuschtem Herzen betrachtet, weiß diesen Verlust zu werten und sieht von Tag zi\ Tag deutlicher, wie sehr starke, .geradeaus auf das •heilige Ziel, auf die Verwirkliclmng der Thora gerichtete/Männer seines Schlages uns nötig wären.!Das empfindet seine Gemeinde heute vielleicht noch schmerzlicher, als an jenem ,17. Ijar des vorigen Jahres, da sie seine irdische Hülle ins Grab gesenkt hat, und das fühlt und erkennt vor allen Dingen der unbeugsamste und positivste Teil der slowakischen Orthodoxie, die Aguda und ihre Jugend, in dankbarer Begeisterung für all das, wofür sein restloser Opferwille und seine rückhaltlose Hingebung auch noch kommenden Geschlechtern ragendes Vorbild bleiben wird. 1S0 war es denn auch selbstverständlich, daß neben der Nitra ■er Gemeinde die Agud as-Jdsroel- Jugend o 1־ g a n 1 s a t i 0 11 dem ersten Jahrzeittag des verewigten Führers mit dev ,Veranstaltung einer wiirdigen Gedenk f e i e 1־ entgegenging. Die Veranstaltungen nahmen schon in den Naohmittagsstunden des 16. Ijar ihren Anfang •und' dauerten bis spät in die Nacht des 17. Ijar hinein. Der erste Weg führte zum בית החיים, an den Grabhügel des betrauerten Führers. Dort ließ die Geineinde, seinem Wunsche gehorchend, einen einfachen Grabstein mit dürftiigter Inschrift stellen. Der Nestor der (Rabbiner ■unseres Landes, Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Josef Tiger’m'a.nn •aiis .Nove Zamky, hielt ■den ersten Hesped. Seine Worte waren schlicht, gemessen, ungekünstelt •und wahr wie aus Erz ■gegossen, das zuvor vom wannen ■Hauch des heiingegangelten jüngeren Freundes und!Gesinnungsgenossen zum Schmelzen •gebracht wurde, Ihm ,folgte der eindringliche Nachruf Sr, Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Josef Abel es aus Sa rlu 11 y, dein anzu merken war, daß, während er sprach, die ganze Persönlichkeit Rabbi Aro.11 Katz’ זצ״ל überwältigend lebendig vor seinen Augen stand, wie er die Ewigkeitsansprüclie der ■wahren Thora-Ideale nach dem Programm der Agudas Jisroel und im ■Sinne unverblaßter Orthodoxie an das jüdische Volk fordernd geltend macht. Man verläßt :hierauf, schweigsam, in sich •gekehrt, das ״Haus der Ewigkeit“, iiber das sich erhabene Ruhe ausbreitet,!und wendet sich dem jüdischen Staclttteil zu, in dem die Lebensarbeit des Oberrabbiners Kafz זצ״ל segensreich fortwirkt, Der breitgedehnte geräumige ״Prunksaal“ der Geineinde ist dichtgefüllt. Hunderte stehen aneinandergepreßt, soviele der Saal fassen kann. Die Gemeinde- Offeriere verläßlich orth, לשר garantiert reines ä Kd, 20.— per kg per Nachnahme, Aladär Speiser, Geflügelhandlung, Nove Zämky. Jeitung überließ den Saal der A g n <1 a 5 - J i s r o e 1- J u g e n d o r g a n!i s a t i o n in der Slowakei, die ihre Gruppen aus der Westslowakei nach Nitra berief und die Verehrer des, Verewigten einlnd, um sein'Leben and Wirken im Rahmen einer akademischen!Ged en kfeiet aus berufenem ■Munde würdigen zu hören. Zur Verteilung gelangt die erste Nummer der ״Jugendblätter“ dieser Organisation mit Beiträgen aus der Feder hervorragender Repräsentanten des Agudageclankens im In- und Auslande. Herr Emil He r 7.1,!Bratislava, eröffnet die .Feier mit einer kurzen Begrüßungsansprache. Hierauf wird unter größter Spannung ein hebräischer Begrüßungsbrief des Vizepräsidenten der Agudas- J i s 10־ el - Land eso r.ga 1 ז if. a t i o n in der ■Slowakei und vor einigen Wochen zum Amtsnachfolger des Rabbi Aron Katz זצ״ל als Oberrabbiner von Nitra gewählten Herrn Oberrabbiners S. D. Ungar aus Trnava verlesen. Im Mittelpunkt der Feier stand die Gedenkrede Sr. Ehrw. des Herrn Rabbiners Dr. A. Klein aus Nürnberg, der aus weiter Ferne gekommen ist, um dem Jugendfreund׳ und Sohne seines großen Lehrers ■Rabbi Mosche Katz זצ״ל den Tribut der Dankbarkeit zu!zollen. Diese Gedenkrede war ein Erlebmis ergreifendster Art im besten Sinne des Wortes. Diwre Thora, scharf und treffend im Inhalt und klar und schön :in der Form, wechselten ab mit w1a.rm.ge-, fühlten und die Herzen1 .bezwingenden Schilderungen aus dem g-ttgewe:ihtcn Leben und dem segensreichen Wirken des Verewigten für Thora und Judentum. Mittendurch gewann man ein getreues B1ild von den Aufgaben der!Agudas Jisroel und ihrer vielfältigen: ■Bedeutung für das!gesamte orthodoxe Judentum, in Gegenwart und Zukunft.!Ein jedes Wort des meisterhaften Redners war von ■inniger Religiosität beflügelt, prägte sich tief in die Seele der Versammelten ein und rief in ihr edle Regungen wach, wie man ,ihrer• mit־ .in seltenen Momenten des Lebens teilhaftig wird. Nicht enldeu,wollender!Beifall war Widerhall der Wirkung, die diese Gedenkrede auf alle Zuhörer ausii.bte. Herr Emil Herzl verdolmetschte den Dank der Aguda- Jugend an den Redner. Nach einer kurzen Pause erhielt Herr Wolf S. Jacobson aus Hamburg das VVort zu einem Vortrage über die Agudas Jisroel. In seiner lebendigen und gewinnenden Art :behandelte er sein Thema, ebenfalls .ausgehend von der Stellung, die Ober- 1-abbiner Katz זצ״ל unerschrocken zu Orthodoxie und Aguda einnaihm, und entfachte den Willen seiner begeisterten •Zuhörer zu fruchtbarer Tat im Dienste der guten Sache. Herr Mendel ■Kern aus Duii.-Streda eiferte hierauf in einer ..gedankenreichen, bis zum Kern der Probleme eind ringenden!Rede die. Jugend zum geschlossenen ׳ und einheitlichen Kampfe für die ..geistigen Güter des Judentums, wie sie das!Programm der Aguda gewahrt wissen will, an. Herr Max Weiß. Bratislava, referierte zum Schluß über aktuelle Fragen der Aguda-Jugendarbeit. Am Abend veranstaltete die Agiid a-Jugendgruppe von Nitra einen Sijum auf ש״ם בבלי liedern während ___ _ _ estinahl zog sich bei za-hi reicher Beteiligung aus nah und fern bis spät in die Nacht hinein.1 ׳Esנihielteai da'bei ,die Herren Oberräbbillei■• .Menachem׳׳ ׳F׳i sc h e v aus •iSärvar, Schwiegersohn des (Betrauerten,־!Geza W e i sz- -!Bratislava namens aller Jugendgraippen, Hermann ,Löwy-Nove Zamky und Rabbiner Markus V o rh a nd -Nitra ■der ernsten Bedeutung der Veranstaltung angemessene, vom Herzen kommende Und za Herzen dringende, an לברי תורה angele.i1 nte Reden, die auf alle Anwesenden nachhaltigen Eindruck■‘!machten.־ dessen einzelne Traktate von ihren Mftg Unser vor kurzem gegründeter Verein ״TIFERES ZEIRE JISROEL“, Vereinigung der thoratreuen Jugend in Prag, beabsichtigt eine jüdische Bibliothek zu gründen, die im Turnus Bücher in die tschechoslowakische Republik leihweise verschicken wird. Anmeldungen von Inter* essenten, die bereit wären, per Buch für 14 Tage tsch. K 4 zu zahlen, sind zu richten an: Ernst Lieben, Prag V., Bilkovä 3. Aguda-Jugendtaguiig für die Ostslowakei. Sonntag, den 23. .Ijar,. findet in P r e s o v unter Vorsitz des ..Herrn. Oberrabbiners Lau eine Tagung der Aguda-Jugend in der Ostslowakei statt. Hauptredner wird Herr Wolf S. Jacobson aus Hamburg' sein. Der. 32. Omertag in Bratislava. Gemäß der alten Preßburger Sitte wurde auch in diesem Jahre der 32. Omertag als Bußtag der Chewra Kadischa begangen. Die Mitglieder der Chewra fasteten bis zur Mittagsstunde und versammelten sich dann im Hofe des früheren orth.-jüdischen Spitals im Zuckermand.el,.wo Se Elu-w. Herr Oberrabbiner Schreiber in der סיגי' יכיר einen halachischen Vortrag hielt und daran anschließend רברי תורה ומוסר zur eifrigen Ausübung de,s;נמילת חסד ermahnte. Gemeindewaßl in Uzhorod. Die infolge des bekannten Rabbinerwahlstreites aufgeschobea^; Wahl der Gemeindeleitung in Uzhorod fand am 26. April statt. Die beiden in der Rabbinerfrage gegensätzlichen Gruppen!ständen ,sich abermals .in /ungemein heftigem Wahlkämpfe gegenüber, obgleich die ursprüngliche Ursache des Gegensatzes aus ‘der Welt geschafft ist. Der Wahl ging eine erbitterte Agitation voraus. Auch an dieser Agitation, wie im ganzen Kampfe um die Rabbinerwahl, beteiligten sich auf beiden Seiten wieder am eifrigsten auch solche Personen, deren ganzes׳ persönliches und häuslichen Leben mit jüdischer Religion kaiim noch etwas gemein hat und deren jüdische Gemeinschaftsideale weitab von den Zielen einer orthodox-jüdischen Religionsgemeinde liegen. Die Wahlbeteiligung war sehr groß. Der Kampf ging im großen und ganzen um zwei Listen. Listenführer der einen Liste war der bisherige Gemeiudepräses Herr Wilhelm ■M e 1• in eist e i n, an der Spitze der anderen Liste stand der, geistige und politische Führer der karpathorussischen Zionisten, Herr Dr. Mor Jus ko witsch. Das Skrutinium leitete Herr Ober- 1-abbiner Josef Kohn. Das Wahlergebnis brachte einen vollen Sieg der ״Gemeindepartei”, aus deren Anhängerschaft fast die gesamte sechziggliedrige Geineinderepräsentanz gewählt wurde. ■- Bei Fettsucht, Gicht und Zuckerharnruhr verbessert das natürliche ,,Franz*Josef“»Bitterwasser die Magen* und Darmtätigkeit und fördert nachhaltig die Verdauung. Forscher auf dem Gebiete der Stoffwechselheilkunde ver* sichern, mit dem FranzsJoaef*Wasser glänzende Ergebnisse erzielt zu haben. Das Franz־Josef*ßitterwasser ist in Apo*. theken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.