Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 42 (30.10.1931)
- Date
- 1931-10-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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K88MBI1Z• Affilier für mAm» PmHQfflraiUllB ■R'dgBfgJrajH'mg äribeiftslös gewordene ׳Arbeiter •it-rat Angestellte; 2L 57,000 Angehörige ,freier Beruife, idic gegenwärtig ohne jedes Einkommen sind? 3. 1400 als ״Stadtarme״ Registrierte. Vizewoi wode AIpinski schilt,g vor, in den jüdischen Vierteln offent,liehe Anss1poi©u.n.gen ־ei niau richten und stellte ihiefür (Rogiern ngsltilife!in Aus sieht. Kiel lehnt Sclmchtverbot ab. Die Reichszentrale für Sohächtangelegenheiten teilt mit: Am 16. Oktober ist der von den National- Sozialisten im Mai dieses Jahres in der Stadtverordnetenversammlung zu Kiel eingebrachte Antrag äuf Einführung des Schachtverbots abgelehnt worden. Der Tierschutzverein hatte es sich besonders angelegen sein lassen, in einem Rundschreiben an die Stadtverordneten unter Hinweis auf ein in Bielefeld einstimmig beschlosseties Schächtverbot darauf zu drängen, daß der Antrag der Nationalsozialisten unterstützt werde. In der Zwischenzeit ist jedoch in Bielefeld das Verbot zurück* gezogen und auch im thüringischen Landtag der Schachtverbotsantrag abgelehnt worden. Die Ansicht, daß das Schächtverbot auf Grund der Wissenschaft jeder Bereclitigung entbehrt und auch wirtschaftlich nur hemmend wirken kann, scheint sich Bahn zu brechen. Die Ablehnung des Scliüchtverbotes in Thüringen. Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur bereits mit״ geteilt hat, hat der thüringische Landtag in der Volk Sitzung vom 13. Oktober das von den Nationalsozialisten beantragte Schächtverbot abgelehnt. Wieder Scliächtverbotsantrag in Frankfurt. Nachdem in den vergangenen Jahren wiederholt Schächtverbotsanträge in der Stadtverordnetenversamm־ lttng abgelehnt worden waren, hat die Fraktion der Nationalsozialistischen Partei durch ihren Stadtverord־־ neteh Wolfram heute wieder folgenden Antrag gestellt: Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, daß 1. sofort durch eine ein־־ gehende Prüfung an Ort und Stelle unter Hinzuziehung hervorragender Sachverständiger ein Gutachten vorzu־ bereiten ist mit dem Ziel des Schächtvcrbotes; 2. der Stadtverordnetenversammlung alsbald eine entsprechende Vorlage zu unterbreiten ist. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissen־ Schaft des Judentums teilt, da ihr irrtümliche Ge־ rüchte bekannt geworden sind, hiedurch mit, daß sie von ihr herausgegebene ״Monatsschrift für Geschachte und Wisse nschaf t des Juden* t u m s“ nach wie vor regelmäßig erscheint. Die Monats* Schrift, die mit dem Dezemberheft ihren 75. Jahrgang beendet, wird vom Jänner 1932 an sogar in einer gefäl־־ ligeren Ausstattung, vor allem in weniger kompressem Druck, herausgegeben werden. Der Plerstellungspreis wird dadurch nicht erhöht, sondern verbilligt. Wenn ihre Mitglieder ihr treu bleiben und der Zuwachs an Mit־ gliedern sich in dem gewohnten Umfang hält, hofft die Gesellschaft, ihre Leistungen wie bisher aufrechterhalten zu können. Anmeldungen neuer Mitglieder . nimmt die Geschäftsstelle der Gesellschaft: Berlin*Schöneberg 1, Beizigerstraße 46, II, 2, entgegen. Weiterbildung antisemitischer Legenden im Zusammenhang mit den Eisenbahnattentaten Matuskas. Obwohl jetzt unzweifelhaft feststeht, daß der ehemalige ungarische Pionieroffizier Silvester Matuska die Eisenbahnattentate in Jüterbog, Bia־־Torbagy usw. ganz allein vollführt hat und :daß . Matuska, ein ehe־־ maliges Mitglied des Hejas־Detachements, an den Juden־־ morden und Raubzügen dieses Detachements in der Zeit des weißen Terrors in Ungarn teilgenommen . und sich dabei ein kleines Vermögen gemacht hat, fährt die anti־־ semitische Presse fort, Legenden über die Mitschuld der Juden an diesen Attentaten in die Welt zu setzen. Ohne den Schatten eines Beweises dafür anführen zu können, erzählt die antisemitische Presse Oesterreichs, Matuska hätte gestanden, einen jüdischen Komplizen in der Person des Dr. Gustav Bergmann, Assistenten Prof. Albert Ein־־ steins, gehabt zu haben. Die führenden Kriminalisten Ungarns, Deutschlands und Oesterreichs traten dieser Legende entgegen. Dr. Bergmann will gegen die antjsemi־ tischen Zeitungen, die die obige Behauptung aufgcstellt haben, Verleumdungsklage erheben. Zehn Forderungen zur Beseitigung des Chillul Schabbos im Heiligen Lande. Anläßlich des sich mehrenden Chillul Schabbos im Heiligen Lande fand in Haifa in der. Großen Synagoge eine von allen Parteien besuchte Kundgebung statt. Die tausendköpfige Versammlung gab ein einmütiges Be־ kenntnis zur Heiligkeit des Sabbath!ab, der als das Erb־ gut der Väter und als das geistige Fundament des jüdi־ sehen Volkes der Besitz der ganzen Nation sei und auch von einzelnen nicht in seine Heiligkeit angetastet werden dürfe. Die Versammlung forderte von den In־ stanzen der jüdischen Verwaltung, daß sie den öffent־ liehen Chillul Schabbos, der die Entwicklung des Jischuw hemme und den Aufbau des Heiligen Landes in Mißkredit bringe, mit allen zur Verfügung stellenden Mitteln wehre. Ein ganzes System einander־ ergänzender Verordnungen soll das gewünschte Ziel erreichen: 1. Durch Gemeinde־ Verordnung soll bestimmt werden, daß alle ׳ Geschäfts־ und Produktionsstätten an den Vorabenden der Sabbate und Feiertage zu den vom Rabbinat festgesetzten Zeiten geschlossen werden. Zur gleichen Stunde soll der ge־ samte Automobil־ und Warenverkehr, soweit er sich in jüdischen Händen befindet, stillgelegt werden. 2. Apo־ theken in Händen jüdischer Besitzer dürfen an Sabbaten und Feiertagen nur auf Grund einer besonderen, vom Ge־ meinderat zu erlassenden Ordnung geöffnet werden. 3. Gaststätten dürfen nur zu bestimmten, im Einvernehmen mit dem Rabbinat festzusetzenden Zeiten betrieben werden. 4. Der Gemeinderat hat darüber zu wachen, daß die Kolonien in ihre Kontrakte mit den jüdischen Chauffeuren einen besonderen Passus aufnehmen, der jede Dienst־ leistuug an Sabbaten und Festtagen ,ausschließt. 5. Der Keren Kajemeth soll in alle Pachtverträge eine Bestim־ mung des Inhalts aufnehmen, daß auf dem von ihm zur Verfügung gestellten Böden am Sabbat keinerlei Arbeit verrichtet werden darf. 6. Der Jüdische Nationalrat soll mittel« der Presse des Landes auf die schweren nationalen, politischen und wirtschaftlichen Gefahren, die der Chillul Schabbos involviert, nachdrücklichst hinweisen. 7. Der Jüdische Nationalrät soll von allen Arbeitgebern fordern, daß sie ihre Arbeiter und Angestellten an den Vor־ abenden der Sabbate und Feiertage einige Stunden vor Festesbeginn aus dem Dienst entlassen, damit sie zur rechten Zeit ihre Besorgungen machen können. 8. Der Jüdische Nationalrat und das Oberrabbinat sollen Strafen bestimmen, die der Gemeinderat jedem aüfzuerlegen hat, der die vorstehenden Verordnungen öffentlich Übertritt. Den Gesetzes Verächtern soll jeder moralische und wirt־ schaftliche Beistand seitens der nationalen Instanzen des Landes entzogen werden. 9. Der Jüdische Nationalrat, das Oberrabbinat und die Jewish Agency sollen bei der Re־ gierüng erwirken, daß die jüdischen Arbeiter und Ange־ stellten in der Verwaltung und den öffentlichen Betrieben an Sabbaten und Feiertagen von der Arbeit dispensiert werden und daß ihnen zum Ausgleich die Sonntagsarbeit gestattet werde. 10. Der Jüdische Nationalrat soll vom Erziehungsdepartement der Agency fordern, daß die Schulen des Landes angewiesen werden, der jüdischen Jugend die Bedeutung des Sabbats nahezubringen. Gesetzliche Sabbatruhe in Tcl-Awiw Der Gemeinderat *von Tel«Awiw hat einige Ver־ Ordnungen, betreffend die Durchführung der Sabbatruhe, erlassen. Im Stadtkreise von Tel־Awiw müssen alle Ge־ schäfte und Werkstätten an Sabbat־ und Feiertagen ge־ schlossen bleiben. Nur den Restaurants und Gaststätten ist es gestattet, an diesen Tagen Speisen zu verabfolgen, doch müssen die Speisen im Restaurant selbst einge־ nommen werden. דבר חדש אשר עדיין לא הי׳ לעולמים! ספר הדחת קודש נ״ח חבולל עניני "חברה קדושה" חקנוחיה ומנהגיה, ודברים המסתעפים לה, דיני מסס שמירה טהרה, הלוי׳ המח, עד זיבולא בתרייתא, והקמח מצבה ובו׳; קובץ גדול עם סיפורים ומעשות נפלאים, גם תשובות להלכה ולמעשה מגדולי ישראל־ נחוצים ומועילים, נמצא להמבר אצל המחבר והמו״ל: Rabb. Josef Schwarls,Oradea, Nagypraczterö, Romania Möbel erhalten Sie umsonst nirgends; dagegen äußerst preiswert bei erstklassiger Qualität und größtem Entgegenkommen in jeder Hinsicht im Möbelhaus M. Redler, Wien, I״ Wipplingerstraße 35, Mezzanin (gegenüber der Börse). Kein Gassenladen, kleine Regien, daher um so billiger. Bei Berufung auf unsere Zei־ tung 5 Prozent Rabatt. שומר שבת Verläßliche, alleinstellende Frau wird zur selbstständigen Führung eines jüdischen Haushaltes gesucht. Dauerpos'ten. 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