Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 11 (13.3.1931)
- Date
- 1931-03-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2629891-2630389-2630400--3862-2635925- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Nitra 3× ep/1048039
OCR text
Nr. II JÜDISCHE •PRESSE Seite 3 tagsruhe zur Ucbcrrumpelung alles Bestehenden zu he־ nützen und ohne jede Sachkenntnis und ohne rechtzeitige Vorberatung mit den Provinzgemeinden gleich einen ■weitgespannten neuen ״Landesverband“ mit ungeklärten Zielen und Absichten für die Dauer ins Leben zu rufen. Daß ein solches, auch beim besten Willen nicht loyal zu nennendes Vorgehen nicht allgemeine Billigung finden kann, sondern als ungemein schädlich erkannt werden muß, liegt auf der Hand. Das wird jetzt auch allenthalben bestätigt. Aus solchen Erwägungen heraus haben auch einige Herren, die ursprünglich an den Vorbesprechungen teil« genommen haben oder jetzt in das Präsidium des neuen Verbandes hineingewählt wurden, noch vor der ersten Präsidialsitzung den nachfolgenden Brief an den Verband gerichtet, der deutlich sagt, wie im Interesse des jüdi« sehen Sabbat nicht gearbeitet werden darf: בע" מש״ק לסדר כי תשא חרצ״א לפ״ל. An das lühl. Präsidium des Landesverbandes der sabbathaltenden Kauflcute und Gewerbetreibenden in der C S. R.. Bratislava. Sehr geehrte Herren! Die Unterfertigten bedauern außerordentlich, an .-der heutigen Präsidialsitzung des Landesverbandes der sabbathaltenden Kauflcute und Gewerbetreibenden in der C. S. R.. zu der wir geladen wurden, nicht teil« nehmen zu können. Bei allem aufrichtigen Willen, an •der Arbeit im Interesse der ש״ק Anteil zu nehmen, er» scheint uns die 'Gründung eines dauernden Verbandes, der sieh über die ganze Republik ausdehnen soll, bei •eingehender Betrachtung der gegebenen Verhältnisse noch weiterer Erwägung bedürftig. Eine solche verant« wortungsvolle Aktion kann — wie von unserer Seite Thnen bereits kundgegeben wurde — nicht übereilt ge« führt werden. Es erscheint uns zuförderst geboten, mit den rabbinisehen Stellen in Verbindung zu treten, die für unsere ■Entscheidungen in jüdischen religiösen Fragen des כ'ל kompetent sind, bevor wir unsere Zu« Stimmung zur Gründung aufrechterhalten, bzw. unsere persönliche Mitarbeit an der Leitung des Vorstandes Zusagen können. Wir hoffen, Ihnen unsere endgültigen Entschlüsse ehebaldigst bekanntgeben zu können. Hochachtungsvoll . Bela Kästner m. p. Arnold Kämpfner m. p. Filip Benedikt m. p. Moses Friedmann m. p. Max Löwy m. p. ׳ Der 7. März in den jüdischen Gemeinden. Der 81. Geburtstag des Herrn Präsidenten M a s a r y k wurde in allen Gemeinden des Landes würdig gefeiert. Entsprechend den Anordnungen der orthodoxen Landeskanzlei wurden in die sabbatlichc Gebetsordnung ein .patriotischer Festakt mit Gebeten für das Gedeihen des Staates und das Wohl des Präsidenten und in manchen Bethäusern auch Festreden eingeschaltet. Die ־!tiefe Inbrunst dieser Festakte zeigte an allen Orten die aufrichtige Verehrung, die in den breitesten Volksschich« ften gegenüber dem Staatsoberhaupte gehegt wird. Soweit die Berichte schon vorliegcn, wurde auch in fast allen Ge# meinden für das J ii d i s c h e Nasar y k ־ G e n c s u n g s« heim in der Tatra gespendet und Sammlungen vor« . anstaltet. Die große Anzahl der bei uns eingegangenen — im übrigen fast gleichlautenden — Berichte über patriotische Feiern aus diesem Anlasse macht es uns unmöglich, die# :selben einzeln zu veröffentlichen. GhinuchsSefer־Thora an der Preßburger Jeschiwa; ‘Am vergangenen ש׳ י*, סרה feierte die Preßburger Jeschiwa im Rahmen des Morgengebetes in der ״Schiurstube“ die Einweihung eines schönen Sefer«Thora. Mit diesem Sefcr hat es eine eigene Bewandtnis. Dasselbe ist die Schenkung •eines Anonymus, offenbar eines ehemaligen Schülers dev Jeschiwa. Es kam anonym aus Jerusalem, wo es auch ge# Schrieben wurde, bekleidet mit einem reichbestickten ״Mäntelchen“, dessen Inschrift darauf hinweist, daß der Stifter damit ein Gelübde, das er während des Krieges getan hat, erfüllen will, und ausgestattet mit prachtvollen silbernen כלי הירש die allgemein bewundert werden. Aus Anlaß dieser Feier war das Morgengebet in der geschmückten Schiurstubo von zahlreichen. Freunden der Jeschiwa besucht, die beim Thoraaufruf für die Zwecke -;der י Jeschiwa reichlich spendeten. Herr Kantor Leopold Fett mann hat die üblichen Psalmen mit einem ad hoc :zusammengestellten Chor, tiefempfunden vorgetragen. Die Oberrabbinerstelle von Nitra. Wir können erst •jetzt authentisch mitteilen, •daß die seit dem Hinscheiden •des Herrn Oberrabbiners Aron Katz זצ״ל vakante Ober« rabbinerstelle in Nitra demnächst zur Besetzung gelangt. Als einziger Kandidat kommt Sne. Ehrw. Herr Ober« rabbiner S, D. Ungar aus Trnava in die Wahl. Er Lat auf wiederholtes Drängen aller orthodoxen Gruppen der Nitraer Gemeinde gestattet, ihn zu kandidieren und ׳die Annahme der Berufung in Aussicht gestellt. Diese;Aussicht auf einen kongenialen Nachfolger der beiden .Amtsvorgänger Oberrabbiner Moses und Aron Katz — hat in der Nitraer Gemeinde allgemeinen Jubel hervor־ gerufen, so daß die annähernd einstimmige Wahl des!Herrn. Oberrabbiners Ungar als gesichert gelten darf. ' Neues aus der GemeindeTrnava, 50 Jahre orthodoxe Gemeinde. In diesem Jahre wird es ein halbes Jahr« hundert, daß unsere orthodoxe Gemeinde gegründet v wurde. Sie ist aus dürtem Boden hervorgewachsen, aber . m. G. H. dank der umsichtigen Pflege ihrer geistigen Führer dennoch zur Blüte gelangt. Besonderen Auf« schwung hat unsere Gemeinde im letzten Jahrzehnt ge# nommen. Wenn wir einen Ueberblick werfen auf die *,Zustände, die hier ehedem herrschten und das, was wir jetzt besitzen, erfüllt es uns mit Genugtuung, daß wir heute, eine hoffnungsreiche orthodoxe Gemeinde, dastehen, •deren Aufwärtsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Vor allem ist die T h o r a p f 1 e.g e , und Jugend« *erziehung hervorzuheben. Es ist das große Verdienst unseres Herrn Oberrabbiners, daß er hier mit tiefem Ver# ständnis für für die Notwendigkeiten der Gegenwart den alten Institutionen zur Pflege •der Thora neuen Lebens« geist eingehaucht und neue Institutionen ins Leben ge# rufen hat, die jung und alt auf allen Lebensgebieten des orthodoxen Judentums in Aktion brachten. Die J e־ s c h i \v a. eine der größten im Lande, erfreut sich bereits allgemeiner Achtung im In« und Ausland. Dem Thora# unterricht der Schuljugend ist die zweiklassige Talmud# T h o r a «S e h u 1 c und der separate Religionsunter« rieht der Volksschule gewidmet. Für die Bne Thora der Gemeinde ist die S c h a s s « C h c w r a da, wo morgens nach Schachris und . am Abend ein Schiur ge# lernt wird. Außerdem veranstaltet die Agudas«Jis« roci« Ortsgruppe gemeinsam mit dem E z C h a j i m# Verein täglich zwischen Mfncha und Maariw und am Schabbos einen Schiur für Baalehattim, wo Herr Rabbiner Simon Schreiber vor einer sehr zahlreichen Zuhörer« schaft vorträgt. Die schulentwachsene Jugend ist in der A g u d a s « J i s r o e 1 « .1 u g c n d g r u p p c und im S c h o m r c # '1" h o r a « V e r c i n zu harmonischer Tätigkeit vereinigt. Diese Jugend darf als mustergültig bezeichnet werden und als beste Bürgschaft für die Zukunft der Ge# mcindc. In diesen Vereinen sitzen allabendlich etwa fünf« zig junge Leute — zum Teil ehemalige Schüler der Je« schiwoth und zum anderen Teil solche, die früher nicht oder nur wenig gelernt haben — beim Thoralemcn. Da wird ״Daf Jomi“, Mischnajoth, Chumisch, Nach, Dinim, Schulchan Oruch, Tcfiloh־Ucbcrsctzung u. a. vorgetragen. Außerdem werden von Zeit zu Zeit Vorträge über Tages# fragen und die Bewegungen im Judentum veranstaltet, um die Jugend im Geiste der Agudas Ji.srocl über die Ereig« nissc auf dem laufenden zu halten und sie mit Wider« standskraft gegen die Gefahren der Zeit zu rüsten. Und was das Wichtigste ist: Die gesamte Jugend hängt mit grenzenloser Liebe und Verehrung an ihrem geistigen Führer, dem Herrn Uberrabbihcr Üngar, der die meisten Institutionen für sie geschaffen hat und sic zu jeder Zeit mit Rat und Tat ancifcrt. Die anderen Gebiete des Ge« meindelebcns — wie W o h 11 ä t i g k e i t, Käse h r u s, V e r w a 11 u n g usw. — stehen in ihrer Entwicklung hinter dem Limud Hathöra nicht zurück und zeigen eine Kurve nach aufwärts. Das ist die Bilanz unserer Gemeinde zur Jahreswende ihres ersten Jowels. Möge sie weiter blühen und gedeihen zum Ruhme für ganz Israel. Gastvortrag. Am ׳ סרהD ש״לן hielt der hier hei seinem Schwager, unserem Herrn Oberrabbiner, zu Gaste weilende Herr Oberrabbiner Moses Fischer aus Sp. St. Vcs, der jüngst zum Oberrabbiner von Belenycs gewählt wurde, über Einladung des Gemeindevorstandes im Boshaknescs eine großangelegtc דרשה. . Die ausgezeichnete Rede wurde von der ganzen Gemeinde• mit Begeisterung auf« genommen. Sijumfeier. Am ,מוש״לן:ס> סרך feierte die Schass« Chewra auf ש״ס משנה und מס׳ מגלה. Alle Bne Thora unserer Gemeinde waren anwesend. Sne. Ehrw. Herr Oberrabbiner LI n g a r, Herr Oberrabbiner Fischer aus Sp. St. Ves sowie die Herren Israel A b e 1 c s. Aron Raab, Samson K l ei n und. Philipp Brody hielten An« sprachen. : .■■■■■■•',• ״Cirine“«Beize macht Dich frei Von der Boden«Scheuerci. Siehe Inserat! Gesellige Zusammenkünfte. Neben der bisher ver« anstaltcten gemeinsamen סעורה שלישית ist letzte Woche auf Initiative des Herr Hermann W e i s z, Vizepräses des Schomre־Thora«Vereins und Präsidialmitgliedes der Agudas« JisroebJugendgruppe, auch die Veranstaltung gemeinsamer ׳ דמלבהD’Mahlzeiten eingeführt worden, erstmalig als Abschiedsfest anläßlich der. Vermählung des Initiators. Aus den Rcinerträgnissen dieser Veranstaltungen wird eine Stiftung zur Bekleidung 1־armer Kinder errichtet. Bei dem Feste sprachen die. Herren Hermann W e i s z, Rab« bincr Simon S c h r c i b e r, Bcla. B e c k und Alex Bern« f e I d. Vertrauenskundgebungen. Die Nachricht von der Kandidierung unseres allverchrten Herrn Oberrabbiners S. D. Ungar zum Oberrabbiner von Nitra und die Be« fürchtung seines eventuellen Wegzuges aus unserer Mitte, hält unsere ganze Gemeinde in Erregung. Letzten ש״ק nach Mincha versammelten "sich alle Baalebatim der Ge« meinde im Sitzungsaale und begaben sich korporativ zum Herrn Oberrabbiner, um ihn; der Liebe und Anhänglich« keit der Gemeinde zu versichern und ihn zu bitten, dem Rufe nach Nitra nicht Folge zu geben. In bewegten Worten schilderten die Herren Gemeindepräses Herrn. K o t h, Lcop. Schick,. Simon . S,c h ö.n f e l d, Josef Fürs.t, Isidor Winter und Ignatz Schwarz den Kummer der Gemeinde für den Fall, daß ihr religiöses Oberhaupt sich entschließen sollte, seinen bisherigen Wirkungskreis zu •verlassen. Diese schöne Kundgebung, an der alle Kreise der Gemeinden vereint teilnahmen, machte auf Sne. Ehr« würden sichtlich Eindruck. Das zeigte sich auch in seiner ergriffenen Antwort. Dieser Kundgebung war schon eine solche der gesamten Jugend der Gemeinde vorangegangen. Im Namen dieser richteten, die Herren M. B. Weiß« ־m a n d 1 und Belä Beck tiefempfundene Ansprachen ah Herrn Oberrabbiner Ungar,! versicherten ihn ihrer kind« •liehen Dankbarkeit und Liebe und baten ihn im Interesse ihrer weiteren jüdischen Entwicklung, sie nicht zu ver« lassen. Seine Ehrwürden gab das Versprechen, bei seiner endgültigen Entscheidung den Wunsch der Jugend, von der ein großer Teil zu seiner Schülerschaft zählt, in be« sondercr Weise in Betracht zu ziehen. Leiden Sie an Rheumatismus? ״Alpa“־Massagc ver« schafft Ihnen Linderung, belebt den Blutkreislauf, ge# währt dem Körper die erforderliche Nahrung, stärkt die Muskeln und wirkt wohltuend auf die Nerven. Oberrabbinerwahl in Pecovska Nova Ves. Wie wir einem Berichte aus Sabinow entnehmen,, wurde Herr Alexander G o 1 d s t e i n, Zögling der Tyrnauer Jeschiwa und Sohn des Sabinower Oberrabbiners, in Pecovska Nova Ves zum Oberrabbiner gewählt. Großes Sijumfest in $urany. Aus S u r a n y wird uns berichtet: Am מוש״ק 0׳ חצוה war das Bethamidraseh unserer Jeschiwa der Schauplatz eines herrlich arrangier« ten, imposanten Festes. Die Bachurim der Jeschiwa ver« ‘anstalteten gemeinsam mit der Agudas«Jisroel־Jugend« ‘gruppe eine Sijumfeier auf ganz Schass Bawli und außer# dem auf מס׳ בכא מציעה welche auf die Teilnehmer einen , tiefen Eindruck machte. Es waren alle Bachurim, die Agudamitglieder und die Bne Thora der Gemeinde an« ' Sttwng JoitueM unter Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg wird das Speisefett Kunerol hergestellt. Kunerol ist reines Kokosnußfett und kann von jedem Streng* gläubigen ohne Bedenken zur Zubereitung von Milch- und Fleischspeisen verwendet werden. NEROL 1002! REINES KOKOSNUSSFETT Kunerol ist nur echt in Originalpackung! Vor täuschenden Nachahmungen wird gewarnt! wesend. Als erster Redner hieß Herr Geza W o 11 n e r, Präses der Agudas־Jisroel«Jugendgruppc, die Erschienenen willkommen und dankte in warmen Worten den Vor« tragenden der Gruppe, die Jahre hindurch die Mitglieder auf jede Weise belehrten und sie geistig förderten. In erster Reihe dankte er dem Gründer der Jugendgruppe, Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner M. Frey, der ihr, einem Vater gleich, stets mit Liebe und Aufopferung zur Seite steht und zu ihrem Erfolg in hervorragendem Maße beiträgt. Hierauf erfreute Sc. Ehrwürden der Herr Ober« rabbiner die Fcstversammlung mit einer tiefsinnigen, aneifernden חריפות und מגירות «Rede. Ihm schloß sich sein Sohn, Herr Rabbiner Moses Frey, mit einer gehaltvollen Rede an, in der er besonders die Opfer־« freudigkeit der Bachurim würdigte. Die Herren Lazar Grünwald und Wilhelm Rosner sprachen in ihren an דברי תורה angelehntcn Reden ihre Freude über eine Jugend aus, die während des Tages ihrem Berufe nach« geht und in den Abendstunden sich dem Thoralernen widmet. Von den Bachurim der Jeschiwa sprachen die Herren M. Spiegel und A. Schwär z, beide aus Presov. Zum Schlüsse richtete Herr Josef W e i s z, Kon« trollor der Agf.1da#Jugcndgruppc, eine schöne Ansprache an die Anwesenden und dankte besonders dem Präses der Jugendgruppe, Herrn Geza Wollner, für seine ver« dienstliche Arbeit. Für die Erheiterung der Erschienenen sorgte die Vorführung einer gelungenen Szene des Herrn Armin Tauber, die großen Beifall erntete. Den gesang« liehen Teil versah ein Chor der Bachurim stimmungsvoll. Sijumfeier in Sabinow. In Sabinow feierte der Mischnajothvercin ein Sijumfest. Dieser .Verein steht unter der Leitung des Herrn Oberrabbiners J. Gold« stein und hat schon schöne Früchte gezeitigt. An der Feier nahm der ganze Bezirk teil und auch Herr Ober« rabbiner Brau n aus Lipjany zeichnete den Verein durch seine Anwesenheit aus. Die Herren Oberrabbiner Braun und Goldstein hielten schöne Reden. An der Spitze des Vereins stehen die Herren B. A. Buxbaum als Präses, K. P e r 1 s t e i n als Kassier und M. Herschkovitsch als Kurator. Gesellige Veranstaltung der Frauen־ und Mädchen« Aguda in Bratislava, Wie alljährlich, versäumte es die Agudäs«Jisroel־Frauen־ und Mädchengruppe in Bratislava auch in diesem Jahre nicht, ihren Mitgliedern und Gästen im Anschluß an das Purimfest einige angenehme Stunden zu bereiten. In nicht genug zu bewundernder Weise ver« wenden die Damen, die solche Veranstaltungen vor« bereiten, viel Zeit und . Mühe darauf, um Tüchtiges zu leisten. Das gelang ihnen auch diesmal vorzüglich. Die Kinder gingen natürlich voran. Ihnen galt das Fest am Nachmittag mit Vorführungen aus ihrer kleinen Welt, die sie köstlich amüsierten. Das war wieder einmal eine der gewohnten Prachtleistungen des Fräulein Roszi Köhl־ mann! Selbstverständlich mußten auch die erwachsenen Mädchen antreten und nach den sachkundigen Anord# nungen ihrer feinsinnigen Regisseurin, Frau Trude Donnebaum, Vollkommenes bieten. Am Abend wurde manches von dem, was am Nachmittag vor den Kindern erprobt war, für Damen wiederholt. Allerdings kamen bei dieser Veranstaltung hervorragende und künstlerisch ungewöhnlich wertvolle Nummern hinzu, nämlich erst־ rangige gesangliche Darbietungen von Frau Rosa W o s n e r aus Wien, musikalisch in vollendeter Weise begleitet von Frau Gisela Braun. Die Teilnehmerinnen im dichtgedrängten Saal waren von der Veranstaltung ihrer Frauen« und Mädchen«Aguda begeistert und spendeten allen mitwirkenden Damen aus aufrichtigem Herzen Lob und Anerkennung, zumal diese sich jede Blumengabe im voraus verbeten hatten. Zehnjähriges Jubiläum der Chewra Kadischa in Nove Zamky. Am letzten 7. Adar waren es zehn Jahre, daß die orthodoxe Chewra Kadischa gegründet wurde. Der הס5ד den Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Josef T-igcrmann üblicherweise an diesem Tage allen Dahingeschiedenen des Jahres hielt, gewann dadurch eine besondere Weihe, da sie das Jahrzehnt der Anfangsent« Wicklung würdig abschloß. Darauf fand eine schöne unld in ihrer ganzen Aufmachung stimmungsvolle Festmahlzeit statt, an der fast alle Mitglieder teilnahmen. Mitten durch wurde auch die Generalversammlung des Vereins abge# halten, An Stelle des abwesenden Präses führte der ver# dienstvolle Vizepräses der Chewra Herr Hermann Löwy den Vorsitz. Er eröffnete auch die Versammlung mit einer gehaltvollen Rede, in der er die Zustände schilderte, die seinerzeit zur Gründung einer eigenen orthodoxen Chewra Kadischa geführt hatten, und den Aufschwung, den der Verein seither unter Überwindung mancher Widerwärtig« keiten genommen hat. Gemeindepräses Herr Rafael Kohn, einer der Gründer der Chewra, würdigte die .Be־» deutung der Chewra Kadischa für die orthodoxe Ge־־