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Jüdische Presse · 1931-03-06 · 10 (6.3.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
10 (6.3.1931)
Date
1931-03-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 10 JÜDISCHE PRESSE S 91 Präsident Masaryk — 81 Jahre. 1Die gesamte Einwolinersdiaft der tsclieclu)־ slowakischen Republik wird nächsten Samstag, am 7. März, in freudiger Dankbarkeit den 81. Geburts- ־tag des Herrn Präsidenten Masaryk begehen. Sie wird nicht nur das 8 t a a t s o b e r h a n ין t. den weisen und ■Weitblicken irden obersten l.eiter unserer Republik als Vorbild staatsbürgerlicher Tugend!feiern, sondern sie wird sich auch den g e i s t i g e n R e p r ä s e n t a n t e n M a s a r y k vor Angen führen und sich an dieser ragenden moralischen Persönlichkeit emporranken. Gläubige Menschen werden der g-ttliehen Vorsehung dankbar sein, •daß sie unserem jungen Staat schon bei seiner Entstehung einen Mann zum Führer auserkoren hat. in dessen ׳Hand die Zügel sicher liegen und dessen Eiihrerstab das Ziel in einer Richtung zeigt, die von reiner und reicher Lebenserfahrung gewählt wird. Die Juden in der tschechoslowakischen Republik werden auch diesmal den 7. März als den dag der Bestätigung ihrer Lebenslehre von der g־ttliehen ■Fürsorge betrachten. In Tempeln und Rathäusern werden Gebete verrichtet werden für das friedliche Gedeihen des Staates und das Wohlergehen seines vom Lebensspender mit hohem Alter, Gesundheit und Weisheit gesegneten ersten Präsidenten. Sie!werden aber diesen Tag nicht vorbe!'ziehen lassen ohne Beweise ■werktätiger Menschenliebe, wie dies im Judentum bei allen Anlässen gehobener Stimmung zu jeder Zeit Brauch war und bis auf den heutigen Tag geblieben ist. Die Spenden, die vor der Thora rolle geleistet werden, sollen an diesem Tage der Erriehtung des Jüdischen Genesungsheims in der Tatra, das den verehrten Namen des Herrn Präsidenten Masaryk tragen wird, gewidmet sein. Außerdem .werden die Gemeinden »allerorts jedem einzelnen Juden durch spezielle Sammlungen Gelegenheit geben, an Masaryk« Geburtstag an diesem Werke Anteil zu nehmen, das!seinen Namen in edelster Weise;mit einer Wohlfahrtsinstitution des Judentu ms verbindet. Das orthodoxe Zenträlbüio in Bratislava hat auch dementsprechend in einem Rundschreiben, das allen Gemeinden und. Rabbinern des Landes zugegangen ist,!ungeordnet, in den Saibbatg-ttesdienst einen patriotischen Festakt einzusclmlten nnd beim Aufruf zur Thora und!mittels Sammtungen dem vorbereitenden Komitee Gaben für die Errichtung cles Genesungsheim« 7.11z u führen. Solchergestalt wird auch der 81. Geburtstag -.des Herrn Präsidenten zum Ausdruck bringen, was allezeit sein Lebensideal bildet: Liebesdienst an der Menschheit! Sabbatheiligung und Sonntagsruhe. Unsere Leser sind über den Stand de!׳!Frage der Sonntagsruhe .informiert. Die ,.Jüdische Presse“ hat •seit Jahren keine Gelegenheit versäumt, um die gesamte jüdische .Oeffentliehkeit a11׳f ■die religiösen und wirtschaftlichen Gefahren hinzuweisen,!die ans einer •.*Ventilation Acnderung des gegenwärtigen;gesetzlichen Zustandes erwachsen würden. Die .Jüdische Presst'“ stand 011• — wie unsere Leser wissen — die ganze Zeit allein da. als es :galt, die jüdische Bevölkerung zur wachsamen Vertretung der Sabluitiiiteressen anziiregen, selbst zu einer Zeit •noe.11, u׳ls es vor!Monaten schon unzweifelhaft fos Island, daß die Verfechter der ,allgemeinen!und vollständigen ־ Sonntagsruhe jetzt mit besserer Aussicht: auf Erfolg!ihren Willicu durch,zusetzen!im Begriffe sind. Nahen der orthodoxen La nd e s kan z 1 cm, die die Verbindung!mit der Regierung iii dieser Frage •au frechterhielt, war es die A g «da s •j •ier o e 1 •a 1 1 ■c,L:11,.: die für: den Sabbat 0 v ga 11 is atb 1׳isch wirkte iiud zu ihrer zielbcwußten und planmäßigen Arbeit׳ in dieser׳!Präge •a 1 l e K r e 1 s e d e s Judentums,!auch diejenigen, die. im engeren Sinne nicht zugehörten,!h era n zog und ■in Aufrufen und unzähligen Versammlungen und Sitzungen sowohl d:i e sab:ba tihäf t o!nd e 11!Ka uf le a te als ■a uc.l1 ähre A n g est e'l 1 t׳c n ׳in Aktion treten ließ. Dieser Kreis scheint sich jetzt, •seit einigen Tagen, uni eine Gruppe von Juden erweitert!zu haben, die bislang jeder!Betätigung für den Sabbat fernstaud. Das gesahieht jedoch in einer Weise, •der gegenüber man —־■ wenn man gewöhnt ist, ernste ׳Anliegen des Judeniums ernst und sachlich behandelt zu wissen — vom orthodoxen •Gesichtspunkte manche!Bedenken liegen :muß. W!i1־ erachten es;gerade deswegen am Platze, zunächst einmal den Wortlaut jenes zusamnieufassenden M e in o r a 11 d •u m s der Oeffentilichkeit zu übergeben, dae vom Orthodoxen Zentralbiiro —- von Herrn Ober-׳ rabhinei׳ W 0 b e r als Präses des Orthodoxen Zentralbüros und von Herrn Ob e 11 ־• a b bin e r 'Sc h r e i b e r als Vorsitzenden des Landesrabbinerkomitees gezeichnet — vor ׳der Sitzung־ des Ministerriyt'es, die über die Einführung der vollständigen 1 Sonntagsruhe entscheidend beschließen sollte, samtliehen M i n i « t e r ״ zuging und das offenbai* vorläufig die Verschiebung der Entscheidung um .einige Monate zur Folge hatte. Das Memorandum, dem •natürlich eine ganze Reihe misfübrlicher schriftlicher Darlegungen und persönlicher Audienzen v orangegangen waren, lautete )folgendermaßen: Herr ■Min is t er! Angesichts der bevorstehenden entscheidenden :Beratung ,im «Ministerrat über die alsbaldige!Einführniiig der allgemeinen und vollständigen Sonntagsruhe!in Bratislava und ihre allmähliche ,Ausdehnung auf die ganze -Slowakei sei uns gestattet, in letzter Stunde die Argumente 1111 rer wohlwollenden Erwägung zu ׳unterbreiten, die uns bewegen. Sic. zu bitten, sieh ,für die ׳Beibehaltung des gegenwärtigen Zustandes in , dieser Frage mit Ihrem ganzen Einfluß emzusetzen. 1. Uns, den Vertretern!und Vcnvirkliohern jener religiösen Weltanschauung, aus der der Gedanke das allwöchentlichen Ruhetages für die ganze׳ Menschheit bervorgega.ngen ist. ׳wird Verständnis für die soziale Wohltat •der Gewährung eines läge« in der Woche zur körperlichen Ruthe und geistigen Sammlung nicht abgesprochen werden können. Wenn wir in der zwangsweisen' Auferlegung der uneinigeschränkten •Sonntagsruhe ■ auf die "gesamte iBevölkerung dennoch einen in der Sache selbst n i e :11 t a u s r e i c 11 e 11 d b e g 1־ ii n d e t e 11 Akt der Ungerechtigkeit erblicken müssen, so geschieht dies aus der üeberzeiiig 11:11g heraus, daß ein nicht unbe- ׳träehtlicher Teil der handel- und .gewerbetreibenden ■Bevölkerung, nümfieh die am religiösem ׳Sabbat unv.crbriiclrlich rigoros fcsthnltenden Juden, dem Motiv •der sozial en Fürsorge, da« für die staatliche Regelung de« wöchentlichen Ruhetages all ein ausschlaggebend ist. auch ohne N öt ,i ig u 11 gd 11 r c. h das •staatliche Gesetz i in vollsten Maße an i t [) e i 11 1 i e 11 •s t e r G e 11 a 11 •i g־k e!1' t g e r e c h t wird. 2. In Bratislava und der •Slowakei gibt es viele, tausend in ■Gesinnung und Betätigung gläubige Juden, die. dein Gebote der Religion •gehorchend,!ihren Gcschültsladen und!ihre ,gewerblichen!Betriebe •ausnahmsloLS jeden Samstag, von Freitag eine Stunde vor!bis Samstag Abend ׳nach Eintritt der Nacht, streng geschlossen halten. Sie lassen sich die beste Vierdienstmöglichkeit des Samstags entgehen, uni die Heiligung des iSabhats lind •die an ■ihm vorgeschrieben(' Rolle nicht zu verletzen. Die Angestellteil dieser Geschäfts- ■und Gewerbennterneiirmuugen sind von jeder wie immer gearteten!Dienstleistung befreit Demgegenüber ׳läßt ihnen der jetzige gesetzliehe Zustand am Sonntag Vormittag z wei St u 11den zur!Ausübung ihres geschäftlichen oder gewerblichen •Berufes, die ׳wahrlich tauch ■im :besten Falle nur einen geringen Ersatz zu bieten vermögen •für den Verdienst, der älnieir den ,Pag' zuvor entgangen ist. Diese zwei Stunden •reichen aber im äußersten ׳Notfälle aus, um sie. die an Opfern für!ideale Werte ■gewöhnt sind, vor dem Wirtschaft-, I :i 0 11 e n Z 111s a 111 m e n b r u c 11 zu bewahren und sie zur unermüdlichen Fortführung des überis c!11 w e 1• e 11 R i 11 g e 11 s f ii r d i e x!i s t 11 סי z a u c;11 in d 0 r g e!g e!n w ii r ti g e:11 Zeit der •Krisis zu ermutigen. Der ,Entzug dieser zwei Stunden der ■sonntägigen Beschäftigung würde jedoch für diese Teile der Bevölkerung eine K a t a s t r o p :11 e b ed e ti t e n, d e r c n w i 1־ t s e 111 a f 11 i c h ■e 11 F o 1 g■ e n gege n üb e r s•1 e kei 11 cs we■gs w 1 d erst a ndsfähig wären, ganz abgesehen von dem inorali- | sehen und religiösen Schaden, der im Gemüte von Menschen zwangsläufig eirtstehen müßte, die des ,liebe!11 ß rotes w c g e ,11 g e 11 ü t d g־ t s e i 11 w ii 1׳- d e n, d e an G e 11 e i ß e 11! ו r e 1• R e 1 i g ■i o 11 d e 11 g ew 011111 e ,11 Cie!11 0 1• s a!111 z u v ersagen 3. Den zwei Stunden! am Sonntag Vormittag kommt liacli^ den hiesigen Verhältnissen im Erwerbsleben der iKaufnuaiinschaft,!iiaanentlidi ■in dem der vielen ,hundert täglich um •ihr!Dasein ringenden kleinen1!Kau fl eilte und Händler, eine entscheid e 11 d e \7!i r t s <c 11 a If t 11׳ c b a iB e d e 11 t u in |g׳ *z •11. Die Aybeiterscbaft, Beamtenschaft und die ׳landwirtsoliaf!1liehe Bevölkerung vom Lande bat außer dem Sa.mstagnuchmittag, der für den sabbatbaltendcn Juden nicht in Betracht kommt, nur a!m Sonntag Vor- 111 •i 11 a g d ä 0 1M ö g '1 i c 11 k e i t,!E i n k ä u f e z u b esorgen.!Die Kauf'leute, die von den!Artikel 11 leben, deren jene Konsumenten bedürfen, •ziehen 5 0 bis 7 0 1P r o z e 111 i 11 res ■G e s a •in t e r 1 ö s e s nach- W'eislicli aus den Verkäufen dieser zwei Stunden. Würde es nicht einen Widerspruch gegen den G e i s t u 11 d ■il e 11 i 11 11 e r e n S •i n 11 d e r D e m ok. 1־ a t i e bedeuten, wenn ■ein wertvoller, sich •durch Fleiß, Staatstreu und ׳Friedfertigkeit auszeichnender Teil der!Bevölkerung im Erwerbe des täglichen Brotes 11 u r d e s h a I b u n 11 e•i 1 b a 1׳ g e s c 11 ü d!i g t w ii r d e, w e i t e r •d 0 n so z i a!1 e n!A n!1' o 1• d erilligen Mes w ö c h e 111!1 >ic h e 11!Ruhetages 1u 11 s 11 e •i 1 i g s t e 1־ U e b e r 2 e 11 g u 11 g, die der Staat, verfuivsiingsgemäß zu aditen hat, f r e i avM.1 i g en t is ]1 r i cb t? 4. Der Zeitpunkt zur Herausgabe der geplanten Verordnung oder der Schaffung des Gesetzes ■wegen der Einführung der vollständigen Sonntagsruhe trifft die gesamte 1Ka11fman11sch׳aft inmitten einer Wirtschaftskrise, wie sie unsere ׳Republik au!Ausdehnung und Tiefe noch nicht gekannt hat. Eine weitere Erschwerung mild Beeinträchtigung der Erwerbsmüglichkeit müßte zu einer •wesentlichen Vor- . ringerung, wenn nicht ■Auflösung der!Betriebe führen, wödurch die S t o u e r k r a f t i ihrer Inhaber g c s e h ׳w ä c!111 u n <1 d :i e •Z a h I d 1' v ■A r b e •i t sl o s e n n ic-11 t 11 n b e t 1׳ ü c h t 1 i e h v e r in e 11 1־ t w ii r ■d e. 3׳. Damit im Zusammenhänge steht die Tatsache, daß die Einführung der allgemeinen' und uneingeschränkten Sonntagsruhe ׳in ,Bratislava und der Slowakei nicht nur die von uns .nur gestreiften wirtsohaftlichen -und die moraUsch-religiösen Interessen der Arbeitsgeber, sondern auch ■die eines recht . a n s e 11 n l •i c J1 e n T e i 1׳ e s d 0 r A r 1b e i t - ne •hm er, Angestellten mul Arbeiter gleichermaßen, vollständig außer ,acht lassiui würde. Tanseiid0 -Arversehene Kunerol. Das Verschlußsiegel bürgt Ihnen dafür, daß Kunerol von jedem Strenggläubigen ohne Bedenken genossen werden kann. Kunerol ist reines Kokosnußfett und kann sowohl zur Zubereitung von Milchspeisen als auch zur Zubereitung von Fleischspeisen verwendet werden. HP ^UNERDL 100% REINES KOKOSNUSSFETT Kunerol ist nur echt in Originalpackung! Vor tauschenden Nachahmungen wird gewarnt! beitnelimer der gleichen religiösen 1 Anschauung, ■wie die der!sabbathaltenden Kaufileute, wollen und können die!Beobachtung' das jüdischen Sabbats als absoluten religiösen Ruhetages ■unter keinen Umstünden preisgeben. Ihr Lebensinteresse!bedarf e b e 11 s o d er so •z i a ■1 e!1 F ii r sorge im Geist c der Demokratie wie diejenigen jener Arbeiterklns.seii, denen die Religion nichts'bedeutet, und v e r d i ent s i e a ach i m g 1 e i c •h c n M a ß 0. Ihnen würde es jedoch einem schwer zu verwindenden Sch,icksalsscbläge gleiahkomuven, ־wenn sie infolge •der!Einführung der vollständigen Sonntagsruhe entweder wegen des g es c'11 ü:f t L.i ch e 11 R u i 11 s i 11 r e 1־ ■A. 1־ b e i t g e b e r o d e r w e g e n deren ovoiituehler Aufnahme •der sumstägigen Arbeit ■unter Hintansetzung ■der religiöseu •Pflichten, e n 11 a s s 0 n 11 n d b r o 11 0 s w e rd c n an ü ß t cai. AVjir glauben, Herr Minister, daß außer den mannigfachen rein ökonomischen Momenten׳ — deren Vertretung nicht unsere Sache ist. die aber bei der ■!Beurteilung ׳dieses Problems zweifellos nicht minder •ins Gewacht fallen —, die ׳angeführten Gründe Beweiiskraft genug besitzen, um dnrzutmi, daß die der- •zeitige ׳und dringliche Einführung der v o 11׳ s t ä nd ׳i g e;11 Sonntagsruhe weder einen s 0 z■i a (1 c n F 0 ■ris e!Ii •i*׳i ijt! 110dl eine w•i rtsc!11«f t!1 ■i c.11 e E 1• r1111׳- g e ms cih a 11, am allerwenigsten aber, ■einen Akt g e s e t z!g e b e r i s c 11 e r «G e r e eil t i g k e :i t in dem .Maße bedeuten würde, daß sie nicht zumindest c ׳i 11 e 11 A 11׳ f s c h u b e rduklen ׳könnte. Wiir appellieren, Herr Minister, an Ihr Gerealitigkeitsgefii.lil und bitten!Sie, bei der entscheidenden (Beschlußfassung im Ministerrat maseren ׳Darlegungen in wohlwollender Weise Rechnung!»11 tragen. ■T11 hochachtungsvollcr lErgebcnlheit . . . . •Als Ausdruck dev — mensclvlieh nur a׳U7,uibegrciflielien — verzweifelten Stäninvung, die sich •der breiten •jüdischen. Massen angesichts der drohenden Sonntagsruhegefahr nunmehr bemächtigt :hat, dürfte auch die stark besuchte Versammlung zu beurteilen sein, die •über Einladung des von uns in der vorigen Nummer erwähnten Vorbereitungskomitees am I. März!im Saale des Hniidelsgramiuins stattfand. Die Herren Gemeindevorsteher Isidor Engel, iRechtsauwalt Doktor ßela iß e e r und!Abgeordneter Dr. Julius Heiß ihieilten zündende!Reden zum Kampfe für die Sablxitiheilignng, worauf — ,nachdem noch die Herren• Josef G1* ü iiib'egg, RecihtLsanwalt Dr. Siegfried Steiner und Max Lö.wy!das Wort ergriffen hatten — hastig und kopflos, öhmc :Betailigung der auswärtigen orthodoxen! ,Gemeinden ein ״•Landesverband׳ der sabbathaltendon Juden der Tschechoslowakischen Republik“ mit dauerndem Charakter gegründet, konstituiert und sofort auch schon ein von Di׳. Bela Beer verlesenes Statut zum Be- Schluß erhoben wurde. An der Spitze der •neuen Orga: nisalion stehen die Herren. Isidor Eng'.el als Prüdes. Dr.!Bein Beer als juridischer 'Leiter;und weitere acht Herren als ■Präsidium und außerdem ein größerer Ausschuß. * Die ־^© י נפ שAktion. Sonntag, den 12. Adar, begann in Bratislava die diesjährige Einsummlung der ר נפשDfD־Abgabe mit sehr gutem Erfolg. Die jungen Leute der Agudais Jisrcjet iLbernabmen wie ulljährlich d׳ie Aktion.■mit großer B£- geisterung für die gute Suche uiid waren den gah'zcin Tug rastlos un der Arbeit. Es kann mit Genugtuung konstatiert werden, daß die allgemeine Teilnahme d‘6r jüdischen Familien am כיפר נפש auch diesipal wieder bewiesen hat, daß diese Einrichtung — indem sie echt jüdische innere Ergriffenheit mit praktischer Betätigung verbindet — bereits seelisches Gemeingut zahlreicher Juden geworden ist. Bei der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist diese Opferwilligkeit, ja vielfach sogar Opferfreudigkeit, gewiß ein erfreuliches Zeichen jüdischer Treue gegen das Land jüdischen Heiligtums. Das Turn- und Tanzjudeutum, AVer es nicht glaubt, hätte am letzten Samstagabend in Bratislava Gelegenheit gehabt, sich davon zu überzeugen,, daß es auch jetit, da alle wahrhaft jüdischen InstitutiQ:n׳en ain«! Vö?»• eine finanziell um ihre Existenz zu ringen haben, immer noch Jaden gibt, die mit ihrem Gctde nichts Vernünftiges anzufangen wissen. Der'große ״jüdische‘‘ Mäsjfen*

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