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Jüdische Presse · 1931-01-16 · 3 (16.1.1931) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
17 (1931)
Issue
3 (16.1.1931)
Date
1931-01-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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mmm iiaüisi am. j1h€es4l^sfifiles Slö wüide; ,tifttM , des FaÜes^|40rfeä«,ä,| J1e|* Entführung und 2wsmg9_taufe einös -jud»s€«%rt*|and5Min ff ‘flpgM|F|1fifefC fiiäen stfelliing;iulfd‘rdfetPil^1#älT9ct1e« Fortschritt» ddf jiid&fl zu drb^rfetf,‘; . %!C stiltat zu.; 91^h|r0^ Straus gfcsfi?|^4 y g*. ■ ■ ■■ '־ -PsTJähnen De* •amitiMüfsÖi^drößltÄtif» mann und Philanthrop Nathan Straus, eine der be־ kanntesfen Persönlichkeiten Amerikas, ist gestern. im Älter vön 84 Jahren in New York gestorben; Straus war in׳ Bayern geboren und kam als sechsjähriger Knabe mit seinen Eltern nach den Vereinigten Staaten. Er brachte es als Kaufmann bald zu großem Ansehen und Reichtum, wurde ein Teilhaber des bekannten Warenhauses R. H. Macy & C ö. und gründete‘spater das nicht minder be־ kannt gewordene Warenhaus Abraham & Straus in Brooklyn. Im Jahre 1914 zog er sich mit einem großen Vermögen ins Privatleben zurück, um sich ganz seiner philanthropischen Betätigung zu widmen. Straus ging stets in eigener Art vor. So organisierte er die Verteilung von pasteurisierter Milch an die Armen von New York in großem Maßstab und unterhielt über ganz New York .und Brooklyn verstreut, zahllose. Lokale zur Ausgabe von Kohle, Brot, Gemüse und anderen Lebensmitteln an be# dürftige Familien; er gründete und unterhielt Suppen# küchen, Tuberkqlpsespitäler, allgemeine Ambulatorien usw, und arrangierte kostenlose Mittagsausspeisungen von Studenten, 7 Schulkindern tinä sonstigen Hilfsbedürftigen. Die philanthropische Tätigkeit von Nathan Straus er#;streckte sich auch auf Palästina, wo er für die notleidende arabische und jüdische Bevölkerung eine ersprießliche Fürsorgetätigkeit entfaltete. Einen Juden ermordet, weil er Jiddisch sprach. Das Gericht in Warschau verurteilte den Polen Kowalczyk wegen Ermordung des Juden Israel Sprüh# regen zu acht Jahre schweren Kerkers. Der Mord ge# schah unter ungewöhnlichen Umständen. Während sich Israel Sprühregen vor seinem Hause mit einem Freunde unterhielt, schlich sich -Kowalczyk an ihn heran und stieß ihm ein Messer in den Unterleib. Nach einigen Wochen *erlag Sprühregen der tödlichen Verwundung. Vor Gericht erklärte Kowalczyk, er sei, als er Sprühregen jiddisch sprechen hörte, von einer solchen Wut . gegen die Juden ergriffen worden, daß er den Sprecher töten mußte. Gegen die Zwangssonntag’sruhe beim Hafenbau. Eine Abordnung des Rabbinats und der jüdischen Gemeinde in Haifa besuchte den Chefingenieur des Hafen# baues in Haifa, ־ Mr.■;, Thompson, um gegen die. Zwangs* Sonntagsruhe jüdischer Arbeiter in den Steinbrüchen von Atlith Protest zu erheben und ihre Beseitigung zu ver# langen. Mr. Thompson erklärte, daß er für die Forderun# gen und die Empfindungen der jüdischen Oeffentlichkeit in dieser Angelegenheit Verständnis habe und sie dem High Commissioner übermitteln werde. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. A11 unsere Gemeindemitglieder!; , .In einer Zeit großen wirtschaftlichen Elends er# geht an unsere Gemeindemitglieder die Aufforderung, die Voreinzahlung für die Kultussteuer 1931 zu ent# richten. Kaum je war unsere Gemeinde mehr, auf die rasche Einzahlung der Steuer angewiesen als jetzt. Nicht nur. die Erfordernisse des Kultus# und. Unterrichts.vvesens, sind zu bedecken. Ganz besonders hängt die. .Aufrechterhaltung unserer Wohlfahrtsinstitutionen — Spital, Versorgungs# und Siechenhaus, Jugendfürsorge usw. — heute mehr denn je von der Opferwilligkeit aller ab. Die entsetzliche Not weiter Schichten der Juden# schaft hat naturgemäß einen Hochbetrieb in unseren Wohlfahrtsanstalten zur Folge.. Die Armen, die bisher von orige«: ";:yadfMtllpff ,int Stiebe gelassen, um Hilit׳ ä« die Gemeinde. Kann da dbfelfüfsot&tftftllf es diepttekäfe finanzielle IitdÖibÄ|gffofdeWf^ ^üedlf tMössen nicht Vieh* mehr die Anstrengungen gfsfceigerf werden? _ . .. verteilt sein, ׳Vv6fi. •>-deft'־:StlTCtjnliciiitlgerf•׳' ai»־־ drückend empfunden; Aber den׳Gedäftke,״ daß/eifi Großteil unserer Kultusstpüer entsprethendTinseren religiösen Satzungen der Erhaltung״von/!Werkeif-Jjü d i s׳ch e*r N ä chs t en# U.e b e dient, sollte! sie gerade heute,, rfötz. der Ungunst der Verhältnisse ',erträglich;erscheinen 'lassen. Wie viele von jenen, die! sich gegen die Höhe der Steuer au fleh fi'en, würden, vor die' Wahl gestellt: Zahlung der Steuer׳ oder teilweiser Abbau des Siechen# heimes, des Kinderambulatofiums usw., ohne Zögern die Steuern willig tragen. Oft werden Widerstände gegen die Voreinzahlung der Steuer durch die ubHBgruhdete Besorgnis hervor# gerufen, bei ungesäumter Einzahlung.eine Steuererhöhung zu riskieren. Die Verwaltung * unserer-Gemeinde, die mit größter Sorge der Zukunft entgegensieht, hofft, daß über alle diese Hindernisse und; Bedenken hinweg der alte jüdische Gemeinsinn sich wieder bewähren wird. Wien, 12. Jänner" 19$L . . . Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeinde־ und Be.- zirkssynagogen. Freitag, den '16. Jänner 1931, werden bei dem um 4 Uhr 30 Minuten•1 beginnenden• Abendgpttes# dienst in nachbenannten Gemeinde# und Bezirkssynagogen Predigten abgchalten, und zwar: VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr, J. Dxöbinsky)] VIII., Neüdeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer) p'TX., Müllnergasse 2t (Rab־ biner Dr. A. Z. Schwarz);•*•XFII.,* Eitelberggasse 22 (Rab# biner Dr. M. L; Lewin),.; XV!•> .Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. I. M. Bach); XVIIL,/Schöpenhauerstraße 39 (Rab1# biner. Dr. D. FeuchtwarigJ. > Israelitischer Jugeiidgottesdienst. Am Samstag den 17. Jänner d. J. findet um 3 Uhr nachm, der Jugend# gottesdienst für die israelitische■ Schuljugend in den Ge# meinde־ und Bezirkssyriagögen statt. Samstag den 17. Jänner 1931, halb 4 Uhr nachm.: Religiös#populärer Vortrag (Zyklus: ״Die Lehrer und Lehren der Mischnah und der Gcmarah“), II., Pazmanitcn# gasse 6 (Rabbiner Dr, Z, Taubes). 4 Uhr nachm.: Exege־ tischer Vortrag. XIX/, Dollmergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). . : v.äf Ifi!; - -»Y19W ל-־■* ». & W *«3 %% - yirmimiimuiiintnuuiifnmiiuimntnnmwinmBumTnnniimwmmuiHiiiimumuiuimnmmumwninrmmij: - Gesellschaft ווווווווווווווווווווווןווווווו!ון!ווו1וןו!ווווווווווווווווווווווווווו Gegründet 1882!!!ץ.; Gegründet 1882 YeMenmiioM Ende IdbI'1930 2450 Millionen Sdiilling Garantlenlttet Ende 1029 ■ 500 Millionen Sdiilling Prämienand 2inseneionai1nu!n im Jahre 1929 V: •125'/־ Millionen Shilling Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches : R$ch, Tschechoslowakische | Republik, Belgien, Holläpd, Frankreich, Snanien, | Italien, Ungarn, Polen,Jugoslawien, Bulgarien, Griechen- | land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten hin ׳ ,/ג £ ■ * ■ 'ן■ .״ ׳« «•־!.* '■ ־.' t. £ «- * ■ i i •. .41 '־■ V־-: J Bi6 ^£hm1al ״gegriiiidet4‘. :־ Nach Zehn Jahrein, in deheh die jüdische Oeffent# lichkeit fast unaufhörlich mit Aufrufen und Proklamatio# nen der ״Jüdischen Partei", der als alleinigen und einheit# liehen Siegelbewährerin der jüdischen. Politik in unserer Republik überschüttet wurde, hören wir nun aufs neue, daß diese große und einheitliche ״Jüdische Partei“ am sechsten Tag des Monats Jänner des Jahres eintausend# neunhunderteinunddreißig der christlichen Zeitrechnung in der Stadt Mährisch־Ostraü ״gegründet" wurde und sich anschicke, die Alleinherrschaft über die Politik alles Jüdischen in den Gebieten der tschechoslowakischen Re# publik anzutreten. Wahrscheinlich wird matt bald zum soundsovielten Male auch das Glück haben, das neuest e, beste und vor allem auch wirklich, j ü d i# sehen Interessen entsprechende Programm dieser am 6. Jänner 1931 in Mährisch־Ostrau neugegründeten ״Jü# dischen Partei" kennenzulernen. Man wird dabei — wenn man klugen Sinnes und guten Willens ist. vielleicht auch erfahren, was denn eigentlich aus alle den groß־ sprecherischen und vietverheißenden, jedesmal einzig richtigen, ebenso neuesten, wie einander aufs Häar/glei# chen und konsequenten Programmen dieser trotz ihrer in alle Welt hinausposaunten überwältigenden Leistungen offenbar doch noch nicht einmal ״gegründeten" ״Jüdi* sehen Partei" geworden ist. Vorläufig hört man bloß, daß es unter diesen idealen Verkündern der Einheit, der nationalen, kulturellen und politischen Einheit, des tschechoslowakischen Judentums bisher eine ein־ heit liehe ״Jüdische Partei" nicht gegeben habe und, daß an Stelle dessen, was alles die vergangenen zehn Jahre in allen Landen als alleinseligmachende ״Jüdische Partei" angesehen und ängepriesen wurde, nunmehr die eben erst in Mährisch#Ostrau aus dem politischen Ko# lumbusei ausgebrütete neueste ״Jüdische Partei“ getreten sei. Den ganzen politischen Kredit, den man bisher im tschechoslowakischen Judentum’ der nationalistisch#jüidi־ sehen Arbeit der ״Jüdischen Partei" und ihren Sach# waltern in. solch reichem Maße gespendet hat, nimmt die neue Firmeninhaberin für sich in Anspruch und sie wird sich ganz ohne Zweifel ״einheitlich“ bemühen, das höchste Vertrauen der jüdischen Massen zu rechtfertigen und ihre vollkommen ״einheitlichen“ nationalen, kulturel# len und politischen Wünsche zu befriedigen. ■ Du jüdi# sches, nationalistisches ״Minderheitsvolk■“ in der Tsche־ choslowakei, hoffe also und harre auf den politischen •Segen, der ־ nunmehr * von י deiner neuesten, ,,einheitlichen" jüdischen Partei auf dein sorgenvolles Haupt herab# rieseln wird! Weihe deine Brust und breite deine Arme aus zum Empfange des großen beseligenden Glückes, das dir beschieden ist! C i v i s, J u d a e u s. Ueber den neuen ״Gründungsakt“ der ״Jüdischen Partei"■ entnehmen wir den Meldungen der zionistischen Parteipresse folgende Einzelheiten, soweit sie auch die nichtzionistische Oeffentlichkeit• interessieren dürften: Am 45 ״. und 6, Jänner waren in Ostrau eine Reihe wichtiger und weittragender zionistischer und landespolitischer Tagungen, die den Grund# stein zur weiteren Entwicklung gelegt haben. Das Lan# deskomitee beriet über wichtige Fragen des zionistischen Landesverbandes, die politische Reichskömmission als oberste Instanz in politicis für die Zionisten beriet noch vor der G r ü n d u n g der neuen Partei über wich־ jetzt in Reorganisierung befindliche Zentralrabbinat der Wiener Judengemeinde nicht nur in Scheidungs# und Koscherfleischangelegenheiten, sondern, wie es der Stel# lung der Thora im Judentum angemessen ist, oberste Instanz im ganzen jüdischen Leben werden wird, daß nicht nur der neue Raw selbst den הר״ם zu ersteigen" fähig ist, sondern daß durch ihn die ganze Gemeinde .gehoben und erhoben, in eine glücklichere Aera des Neu#; und Wiederaufbaues treten werde. Metajel. Mus Vergangenheit und Qegenwart ■Rabbinische Bibelerklärung und psychoanalytische Traumdeutung־. Unter diesem Titel hielt, wie bereits kurz berichtet, am 10. Dezember v. J. Herr David Bondy einen Vortrag in der Vereinigung jüdischer Akademiker in Wien. Ab# gesehen von ihrem wissenschaftlichen Werte, gehört die Veranstaltung, auch deshalb zu Öen bestgelungenen, weil; der Vortrag ein Beispiel dafür war, wie sich jüdisches i; Wissen mit der Kenntnis profaner Wissenschaft zu einem *harmonischen Ganzen vereinigen läßt und wie durqh diese geistige Symbiose jeder der beiden Wissens־ zweige gewinnen und vertieft werden kann. Von der Traumtheorie ausgehend, daß während des Traumes gewisse Teile des Bewußtseins, welche im Wachzustände das Denken regulieren, ausgeschaltet sind und die, restlichen Teile des Bewußtseins unabhängig werden, führte der Vortragende aps, daß auch die Pro־־ phetie — nach talmudischer Ansicht —י so zustande komme, daß ein gfoßer Teil der Seele (das Tierische am׳ Menschen und der zensurierende;und regulierende : ,,RuachM) zum Schweigen gebracht werden und das;,Denken und Sprechen nur. von der ״göttlichen Seele" /beherrscht wird, Tatsächlich findet auch der Talmud die Prophetie dem Traume ähnlich, doch sagt er,'daß der; .!VVert jener viel größer sei als der des Traumös.־ : ־ ^׳; Infolge dieser Wesensverwandtschaft ^^Vwi^e^en/ Trau«)/und Prophetie ist es verständlich,^^ da0.uyt$/|wi־^ ^ehen׳ den Methoden der Trautndeptüiig und־ denen *der ‘ Bibelerklarpng . weitgehende;. Analogien vhe.stebep. rend der Vortrageriäe diesen. Vergleich'ausführlich durch־ führte, mögen hier nur einige Beispiele herausgegriffen sein. Kennzeichnend für den Traum ‘ist seine Verdich# tungsarbeit, die zur Folge ,hat, daß jeder Traum viel־ deutig ist; auch ein Bibclvcrs ist das Produkt einer Ver# dichtungsarbeit und es ist/daher nicht verwunderlich, daß mehrere Deutungen gleichzeitig richtig sein können. Vom Traume, erklärt die Psychoanalyse, daß der wahre Trauminhalt sich mit dem manifesten Trauminhalte nicht decke, ja daß der manifeste Trauminhalt meist nur Fassade sei, die mit dem wahren Trauminhalte sehr wenig zu tun habe; auch der wahre Inhalt eines Bibel# verses enthält oft Gedankeh und Vorschriften, die aus dem manifesten Text nicht ohne weiteres herausgelesen werden können. Wie die . Psychoanalyse in der Traum# deutung nicht mit der Phantasie des Deuters arbeitet, sondern in erster Linie die! Gedanken und Einfälle des Träumers verwertet, so darf auch die Bibelerklärung die Erläuterungen des Autors^ die mündliche Ueberlieferung, , nicht unberücksichtigt lassen. Der Redner betonte je# doch, daß es auch weseptäche Unterschiede zwischen Traumdeutung und Bibeldeütuüg gäbe und daß letztere mit ihrer, seit uralter Zeij{?b/1s ins feinste aüsgearbeiteten Methodik höher zu bewerten sei, als letztere, die ja noch ’ in den Kinderschuhen stecke. Bemerkenswert ist •noch, daß Herr Bondy im Zu# sammenhange zahlreiche Taimudstellen zitierte, an denen er in sehr einleuchtender Weise zeigen konnte, daß viele Ansichten, die dje. Psychoanalyse heute lehrt, unseren Lehren im atlmüdischen;?Joitalter geläufig waren und daß sie diese zur Bibel#;ur>d fTraurn^eutunß* verwendet haben.;• ■!׳ ־'/ ׳ ■ ■;•■ . Das Haiis Warburg, Am 14. Jimner vjjUendete Felix, M, Warburg das 60, Lebensjahr, Dieser/׳ Änlaß bietet Gelegen# heit, den Aufstieg öines;.|v£anne.s zu. betrachten, der in .jüdischen-, und nichtjüdischeh -Kreisen infolge seiner ־hohen’ sozialen Wirksamkeit zü den^^ größten ־ Wohltätern; gezählt wird. Felix M- ^arburg,jyprde 1871 in Hamburg. fegeM/eh, 41594 gihg• er ^iheriki! 'heiratete dort die' STochter Jacob. H. S c.h irLfj» -und wurde dadurch Teil* f|häher des Bankhauses Kukp. koeb Co, und von h|er'!־aus eine führende Fekso^iphkeit;/ln; der New Yorker;! Bankwelt undj;:amerikapjj$inen: Ge!eljschäft. Es gibt:;lf»; ׳ New York katim einF Woblfährtsgfsellschaftt an der sich nicht Warburg schon von seinem frühesten ameri# kanischen Aufenthalt an mit Energie und vor allem mit großen Geldspenden beteiligt hätte. Unter seiner Führung fanden die großen Drives zugunsten der amerikanischen und osteuropäischen jüdischen Hilfsgesellschaften statt. Seit 16 Jahren ist er Vizepräsident des Joint, der für die Bedürfnisse von Millionen vom Krieg heimgesu.chter Juden in Osteuropa aüfgekommen ist. Mit Marshall nahm er an den Vorbesprechungen für die, Gründung der Jewish Agency teil. Mehrmals besuchte er Palästina, um sich dort mit der Lage des Landes und den ״Ent־ Wicklungsmöglichkeiten bekannt zu machen. Der Uni־ versität spendete er 500.000 Dollar, für den Aufbau Pa־ lästinas hat er. wiederholt, große Summen gegeben und der Jewish Agency öfters durch große Darlehen bei Krisen geholfen. In Zürich wurde Warburg zum Prasi־ denten des Administrativkomitees der Jewish Agency gewählt, welchen Posten er kürzlich als Protest gegen •die von Passfield geführte Palästina־Pblitik niedergelegt hat. Die Familie Warburg hat gleich der Rothschilds eine große Tradition im Bankwesen. Der Ursprung der Familie führt nach Bologna, von dort ging es nach Warburg in Westfalen. Es wurde möglich, aus den Archiven die Familiengeschichte der Warburg bis ins 17. Jahrhundert zurückzuverfolgen. In Hamburg uud Altona ist die Familie dauernd unter /den,. Namen der gutsituierten und wohltätigen Spendern zu' finden. In der Folge wurde durch Auswanderung oder Heirat die Banktradition des Hauses fortgesetzt, so daß wir heute in Skandinavien, Deutschland, England und in den Vereinigten Staaten Glieder der Familie im Bankfache finden. Die Brüder des Jubilars Felix M, Warburg gehören zu den angesehensten Wirtschaftsführern der alten und neuen Welt. Max M,' Warburg ist der Chef des Hamburger Hauses. Er ist Ehrendoktor der Hamburger Universität und hat sich besonders um den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft und die Entwicklung der großen Hamburger SehiffsgeseUschaften verdient gemacht. Papi M. Warburg ist Präsident der International Aeceptapee Bank in New York und gehört zu den Schöpfern des ame* rikanischen Finanzwesens; Der älteste der Brüder, Aby M, Warburg, war der bekannte Hamburger Kunsthistoriker und Qründer der kulturwissenschaftlichen BibliathekäRr rJst als Professor, der Hamburger Universität im Jahre 19i9 gestorben. 5390484848535353235390535353482323232353534853482353

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