Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 48 (5.12.1930)
- Date
- 1930-12-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 4׳S MBB Die Ration Mmn\ in Keinem falle die VeiantwoitiHio MM 116s Haste im Mm Residenz-Atelier für moderne! UU1״a1 U1IUIU eile ond es ist Sache der Leser, sitli 111 ־־ Wien, L Fleischmarkt 1, Tel. R80׳2״29״ Aufnahmen täglich von 9 bis 6 Uhr. an Sonntagen von 9 bis 6 Uhr Vor Festtagen gab es früher große Aufregung wegen der Parketten und Linoleumböden Cirine-Wachs flüssig beseitigt fast jede Arbeit für lange Dauer. — in jedem einschlägigen Geschäfte erhältlich. Cirine-Werke J. Lorenz & Co. Eger, Böhmen. Wachs (Irine. Vergeuden Sie nicht Kraft und Gesundheit mit dem Scheuern derweicheri ßretterböden in Ihrer VV011nung. Lassen Sie sie einmal mit ״Cirine“-Beizepolitur ein, behandeln Sie sie dann mit ״Cirine“־YVachs flüssig nach, Sie haben für alle Zeiten Ruhe, Freude und parkettgleiche Fußböden. — Erhältlich in allen Drogen-, Farben- und einschlägigen Geschäften. Prosptkt gratis. Cirine-Werke J. Lorenz & Co. Eger, Böhmen. Beiie jnne •Berücksichtigung dieser Darlegungen einer ernsten Rc? vision unterziehen. An der Deputation der orth. Landeskanzlei nahmen unter Führung des Präses der orth. Landesorganisation, Herrn Oberrabbiner Weber, die Herren Ignatz K a? lisch (Galanta), Ephraim Kaiser (Bratislava) und Sekretär 'Heinrich S c 11 w a r z teil. Sic wurden dem Minister durch Herrn Abgeordneten Jan Liska vor? gestellt. Herr Oberrabbiner Weber schilderte in seiner Ansprache ausführlich die Folgen einer Acnderung des gegenwärtigen Zustandes in dieser Frage vom Gesichts? punkte des Judentums und der wirtschaftlichen und reli־ giösen Interessen der sabbathaltcndcn Kaufleute. Er wies namentlich auf das soziale Moment hin, auf das bei der Behandlung dieser Angelegenheit von seiten der An? hängcr einer vollständigen Sonntagsruhe soviel Gewicht gelegt wird. Gerade diesem Moment wird aber durch den jüdischen Sabbat, dessen Hüter sich selbst und ihrem Personal mehr als einen vollen Tag absolute Ruhe auferlcgen, i m höchsten Maße Rechnung getragen. Die gesamte Judcnheit des Landes würde cs aufs tiefste beklagen müssen, wenn ihren wirtschaftlichen und religiösen Lebensnotwendigkeiten nicht soviel Be־ achtung geschenkt würde, daß der Geschäftswelt die Mög? iiehkeit erhalten bleibe, am Sonntag einige wenige Stunden ihrem Berufe nachzugehen. Herr Minister D r. Matousck versprach hierauf, die Wünsche in den Grenzen der Mög? Iiehkeit zu berücksichtigen. Die Deputation beim Handelsminister gewann den Eindruck, daß die Frage mit Rücksicht auf die furchtbare Wirtschaftskrise, die der gesamten Kaufmannschaft un? erträgliche Lasten auferlegt und Handel! und Gewerbe vollständig lahmlcgt, viel von ihrer äußersten Aktuali? tat eingebiißt habe. Die Gefahr der Einführung der vülli? gen Sonntagsruhe bleibt aber u. E. dauernd ernst und erfordert die größte Wachsamkeit aller beteiligten Kreise. treue S ö h וו c d e s j ii d i s c h c n V o 1 k c s b e h a u p? t e n w olle n. Aller wer sorgt dafür, daß die Zukunft, die Jugend, unser bleibe? Wer sorgt dafür, daß die durch unsere ז״ל O'iWj mit מס רח נפש erkämpfte selbständige Orthodoxie nicht im Sumpfe der persönlichen oder der nationalen Assimilation von □היינו ג□ אותנו ככל הגוי untergehe? Als trauriges Beispiel'können uns Böhmen, Mähret! und Schlesien dienen, die einst Pflanzstätten von תוה״ק waren und heute dem historischen Judentum so ent? fremdet sind. Wenn cs dem so ist, wenn unsere Rufe kein Gehör finden, so ist cs jetzt . die dringendste und heiligste Pflicht der gosetzcstrcucn Jugend, anstatt Klagen zu er־ heben, ihre e i g e n e n. K r ä f t c zur E n t f a 1 t u n g zu bringen und zur'•'gemeinsamen Arbeit zu konzen? trieren. 'Denn cs ist ein Gebot der Stunde יכיל יהא יישב בטל ת״ל וברכך ד׳ אלקיך ככל המעשה אשר תעשה Denn nur eine die ^gesamte thoratreue Jugend um? fassende und auf gesunder. Basis begründete Organisation, die die Lösung aller ncua'uftauchcnden .Probleme der reli־ giösen Jugend erstrebt, ist imstande, dem Strom des Zeit? geistes einen Damm zu setzen und die Gefahr des Ab־ Talles von uns abzuwenden.■ F.itic solche Organisation braucht nicht mehr' ge? schaffen zu Avcrdeu; sic ist vielmehr lebendige Tat? Sache. Das ist die Weltorganisation ״Agudas J i sr o e 1“, die ihr Hauptaugenmerk der Jugend, der zukiinf? tigen Trägerin des Thoravolkcs zuwendet und demge־ mäß einen starken erzieherischen Einfluß auf die junge Generation ausübt. Auch;in der Slowakei haben wir er? freulicherweise eine Landes? und Jugendorganisation der Aguda, die zwar manchen^ Lichtstrahl über die in Dunkel gehüllte Zukunft wirft, aber ihr kleiner Umfang, ihre knappe Popularität und ihre beschränkte Tätigkeit, entsprechen beiweitem nicht den Forderungen der Stunde und sind keinesfalls in d<$r- Lage, dem cpidemicartig um sich greifenden Atheismus.'.Einhalt zu gebieten. Deshalb ist eine R e o r g a n i s i c r u n g d c r A. J. J. O. in de r Slowakei vonnöten. Dementsprechend wage ich, fol? genden dringenden Vorschlag zu machen: Es sollen zu־ erst die daran interessierter Männer und Svmpathikcr der Aguda aus den Kreisen der Jugend, die die moralische und ökonomische Krise ihrer Genossen mitfühlen und mitempfinden, zu einer sachlichen und ernsten Beratung zusammentreten und die" Mittel und Wege zur Rcorgani? sierung der schon bestehenden und zur Gründung neuer Agudagruppen Haupts iUc h 1 tc h in der Ost? Slowakei ausfindig machen. Die erste Arbeit der Beratung sollte meinen unmaßgeblichen Meinung nach darin bestehen, ein Komitee aus tüchtigen und tatkräftigen Rettungsanker des Thoravolkcs und gibt uns auch Bürg־ schaft für eine gedeihliche Zukunft. Aber unser innerer Drang nach Verbrüderung und Konzentration jenes Bun? des von ישראל באורייתא ואורייתא בקיב״ה חרא הוא darf nicht mehr in unserem Innern unterdrückt werden. Wir sollen Männern zu schaffen, das gleich eine großzügige Propa? ganda und Aufklärungsarbeit in den Reihen der Jugend zwecks Gründung neuer und Reorganisierung schon existierender Agudagruppen. durchzuführen hätte. Wenn ein ernster Wille da ist, ist auch der Erfolg s. G. w. sicher. Die Agudas Jisrocl ist der einzige und sicherste vielmehr unerschrocken vor die Oeffentlichkeit hintreten und laut ausrufen: מי לה׳ אלו! Wer für G?tt und sein e T h o. r a i s t, d er ko m me und stelle sich in die Reihen der K ä m p fer f ü r die E r h a 1t u n g und die Pflege jüdischen Geistes u n d j ii d i s c h c r Tradition im Hause Israel! Wir sollen vor aller Welt zeigen, daß die erhabenen Ewig? keitsidealc unserer תיה״ק nimmermehr einer heidnisch? materialistischen Philosophie der Jetztzeit, oder einer vergänglichen Wirtschaftskrise zum Opfer fallen werden. Stropkov, 10. Kislew 5691. H. T hale r. Gibt es noch jüdische junge Männer, welche durch die Wahl eines wirtschaftlichen Mädchens aus Patrizier? familie mit tsch. K 50.000 ein jüdisches Pfaus gründen können und wollen? Selbe mögen sich direkt unter Chiffre ,,Chanuka 5631“ an den Vater derselben, durch die Bratislavaer Verwaltung dieses Blattes melden und alles Wissenswerte angeben. Anonym zwecklos. Diskretion ver? bürgt. Bei rauhem, kühlem und veränderlichem Wetter entsteht den Rheumatikern große Pein. 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Aber gll diese Rufe, die zumeist aus tiefen Herzen schwer? geprüfter Jeschhvazügiingc, die nach Verlassen der יש בה rat? und hilflos den Daseinskampf führen müssen, zu unserc־n 'Führern empordringen, finden taube Ohren und verhallen wie in einer Wüstenei. Ist cs doch die größte Tragödie eines lebendigen Organismus, wenn er der Vernichtung und dein Untergang seiner lebenskräftigen Or? gane rettungslos entgegensehen muß. Eine solche Tra־ gödie erlebt jetzt der ernstdenkende, gesetzestreue Jude, ■wenn er religiöse Jünglinge verzweifelt und tiefbesorgt um׳ ihre Zukunft, ohne Fachkenntnissc und ohne jede moralische und professionelle Ausrüstung zum Lebens? kantpf, umherirren sieht. Es ist zuletzt eine Tragödie der!;eUgiösen Jünglinge, die mitten in einer entsitteten, de? moralisierten und areligiösen Welt sich als thora־ Für einen 35jährigen, hübschen, gesunden, modern jüdischen Manu, sehr vermögend, Besitzer eines gut? gehenden Exportgeschäftes in einer Großstadt der C. S. R., schuldlos geschieden, mit dreijährigem hübschem Knaben, wird eine passende Partie aus gut jüdischem Hause mit!zeitgemäßer größerer Mitgift gesucht. Anträge erbeten unter ״Siwug sclieni‘‘ durch die Bratislavaer Admini? stration dieses Blattes. Anonym zwecklos, Diskretion verbürgt. כשי WEISSWEIN (Riesling)כשי per Liter S 1.60 David Steinhof 2. Bez., Haidgasse Nr. 5, Telephon A-41-7-80 שמן זית für חניכה sowie sämtliche Oele en gros und en detail preiswert erhältlich bei Pinkas Link, Bratislava Republikplatz 11/11. fc. pileptisclie Krämpfe Leidenden gehe ich aus Interesse gerne bekannt, wie meine Tochter seit Jahren von ihrem Leiden befreit wurde. Rückporto heilegen, da ich kein Geschäft betreibe. J. Pohl, Habelschwerdt 74, Deutsch?Schlesien, Flurstraße. Grabsteine XI-, Zentralfriedhof, neben d. 1. Tor, Tel. U-18-0-85 WIEN, l.f *?eltenstetteng. S Tel. U-28-1-28 אפילו למהדרין מן חמהדרין Streng בשר Streng Speisehaui Hirsch PRAG, I. 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