Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 43 (31.10.1930)
- Date
- 1930-10-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 י JÜDISCHE PRESSE Seite 5 Tschechoslowakei Ein Fest der Aguda-Jugend in Bratislava. Daß in 1111se111')־ an Idealisten so unnen und an Nöten seelischer 11ml wirtschaftlicher Natur so reichen Tagen die Brntislnvner Agiidii-JiigendgTupp(' da« l'Vst .ihres / e h וז j ii 11 r i g (' n Bestandes feiern konnte, ist nicht nur ein klar('!• Beweis für die der Agudn-Idoe innewohnende Kraft, sondern auch ein Beredtes Zeugnis für die Opferwilligkeit und den hohen Idealismus unserer . Jugend. Bast- und selbstlose Tätigkeit auf dem Gebiete' -'des L i 111 11 d Hathora und dessen Pflege im Kreise ־׳Gleichgesinnter, intensive Mitarbeit zur Förderung der wahrhaft jüdischen Institutionen im Heiligen Land(', materielle und moralisch(' Stärkung s a b b a thaltender, großzügige Aktionen im Dienste werktätiger Menschenliebe und — nicht in letzter Reihe — systematische .Pflege jüdischer G e s e I I i g- 'keit kennzeichnen die Arbeit dieses Jahrzehnts. Kein Wunder dann, daII die gesamte Orthodoxie :unserer Stadt die Tätigkeit unserer Aguda-Jugendgruppe mit wachem .Interesse begleitet. Und so leistete ein zahlreiches und illiisstres Publikum, an dessen Spitze das ehrwürdige Babbinat. die Vertreter der orthodoxen Lniidesknnzlei und der orthodoxen Kultusgemeind(' zu sehen waren, der Finladung unserer Jugendgruppe Folge, um das Jubiläum ihres zehnjährigen Bestehens in würdiger Weise zu ׳begehen. Frhölit wurde die Feste!sfreude durch den Umstand, (lall die Agudajugcnd gleichzeitig die K i nw e i h u n g i h r e s 11 e u e n II e i m (' s feiern konnte. Nur die Kingeweihten wissen, welcher Biesenaufwand von Kraft und Fnergie di('ses Besultat gezeitigt hat. .Diese begeisterten jungen Agudiisten hatten kein Opfer gescheut. 11111 ihrer Organisation eine würdig(' Heimstätte zu schaffen. Und es ist ihnen mit G-ttes Hilfe geglückt. Helle, freundliche Lokalitäten, geschmückt mit;ausdrucksvollen Bildern unserer גדול* התורה bilden nun das neue .Heim der hi eisigen Agudagr.uppe und bedeuten ein merkbares Plus im jüdischen Leben '.Preßburgs. Die rührige Agudaleitung benützt(' •den Anlaß /ihrer Doppelfeier, um ihren Freunden und Gesinnungsgenossen eine Feistschrift zu überreichen. Diese ■ enthält höchst beachtenswerte Arbeiten jiidisch-politischer und -wissenschaftlicher Art und sei jedem, der sich für jüdische Gegenwartsprobleme interessiert, zur Lektüre bestens empfohlen. Heber den Verlauf der Feier wird uns berichtet: ln Anwesenheit eines außerordentlich zahlreich •■erschienenen Publikums, Delegierter fast sämtlicher Agudagruppen des Lnndeis und einer grollen Abordming •der Wiener und österreichischen Agudagruppen, feierte die Bratislavaer jugendgruppe der Agudus Jisroel das Fest ihres zehnjährigen Jubiläums sowie die!Einweihung ihres im ״Edlhofe“ neuerrichteten Heimes. k)ie Feierlichkeit wurde mit dem klangvollen Gesangsvorfrag des Finweihnngspsalmes eingeleitet, worauf der Abir.sitzende der Jugendgruppe, Herr CI1. J. W e i II. das Wort ergriff, um in schwungvoller, trefflicher Bede die ־־Grundlinien des Arbeitsprogrammcts der agudistischeu Jugend darzustellen. Fr begrüßt die Gäste und bittet Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreib('!•, die Ein- ■ weihungsdroscho zu halten. ■Diese!• feiert in grollangelegte!׳ Bede, die in einem neuerlichen, Vorbehaltlosen Bekenntnis zu Agudus jisroel gipfelt, die Bedentung des Tages. Das Heim ist ein Bes- H a 111 id r o s c h im weitesten Sinne des Wortes, denn von der Jugend, die hier ihr Ha.ns errichtet hat, können wir Alten lernen, was Opferwilligkeit für orthodoxes Judentum, '.Prinzipientreue und Idealismus!)('deutet. Von lebhaften Beifallsüußeruugen wiederholt unterbrochen, schildert Se. Ehrw. Herr Balvbiner II ir schier, der selbstlose Mentor der Agudajugcnd, in seiner bekannt faszinierenden und geistvollen Art den Werdegang der agudistisehen Jugendbewegung, ihren AVert für die Erstarkung des unverfälschten, kompromißlosen orthodoxen Geistes und wie dieser Gehst, in Tat umgewandelt, ■prächtige Ergebnisse •zeitigt. Der Präsident der agudistischeu Exekutive, Herr Babbiner Dr. Pinchas K o h 11, bringt in tiefschürfend('!•, gedankenreiche!• Weise zum Aus- -druck, welche Stellung Agudas jisroel in unser('!• Gegenwart einnimmt. Noach blutete — nach der Krk lärung־ unserer Weisen — von den .Prunkenhieben wilder Tiere, weil er, während diese hungerten, seinen Sinn G-tt zuwendete. Unsere Zeitgenossen können es nicht begreifen, daß Agudas Jisroel, während die Welt nur am Materiellen und Greifbaren' hängt, die Herzen G-tt und seiner Thora erschließen will. Agudas Jisroel will auf diese Art der Menschheit bange Frage nach dem letzten Sinn des Seins beantworten. Lebhaft begrüßt, dankt der greise Obmann der Wienei•!Agudisten, Herr AVolf Pa p p e n 11 e i 111, fiir die Schijo, dieser herzerhebenden Feier beiwohnen zu dürfen. Kr weist, pointierf durch geistreiche Tlioraworte und interessante Reminiszenzen aus seiner arbeitsreichen Wirksamkeit, auf die Gefährlichkeit der ״Ewig-Neutralen“ hin. Nachdem einige herzliche Begrüßungsschreiben von der Keren-Hathoia-Zentrale, der orthodoxen Landeskanzlei, -<lem stellvertretenden Vorsitzenden der •slowakischen Landesorganisation, Oberrabbiner S. D. U n g a r- Trnava, Begrüßungstclegramnic von mehreren Jugendgruppen zur A'erlesung gekommen waren, schildert Se. Ehrw. Herr. Oherrabbiner S c 11 i I 1-Bösing in rhetorisch wie inhaltlich glänzend('!• Bede •die Einheitlichkeit in der Vielheit des Agudngedankeus und dessen wertvolle Einwirkung auf di(' Kinzclpersönlichkeit und auf den Klall. Damit findet der erste Teil der Feier, zu dessen Gelingen der stimmungsvolle Vortrag einiger Chorgesänge wesentlich beigetragen hatte, seinen Ab-! seliluß. Am Abend desselben Tages trafen sich die Mitglieder und Gäste der Aguda-Jugendgruppe bei gedeokteil! Tisehi'. um ihre Eestes-stirumuitg jetzt im engeren Balimen zum Ausdruck zu bringen. In bunt(־!• Folge wechselten kulinarische und geistige Genüsse. Ersterc wurden von der emsigen Selmr der ngudisthsohen Damen unter Leitung der Frau Rabbiner F r i ed'111 n 11 11. Frau Samuel Weiß und Frau Max Goldberger in dankenswerter Weise beigetragen. Als erster sprach Herr Beza lei Stern, der launig und temperamentvoll die guten AViinsehe der Wiener Agudisten iiborbrachte. Heil• Babbiner Hirse 11 ler sprach in lierzliclieiii 7’one zu den Wiener Gesinnungsfreunden und wies auf die Wechsel Wirkung der beiden Naelibarstädtc hin. die seit jeher befruchtend für deren jüdisches .Leben war. Unter allgemeiner Spannung hielt Herr Babbiner Dr. P. Kolli! ein Expose über die politische Lage der Aguda und beleuchtete die gegenwärtige und voraus- .sichtlich künftig(' ׳Stellung der Lände!• mit selbständig organisierter Orthodoxie in der Führung der Agudas Jisroel. Nachdem noch die Vertreter des Landesverbandes. der Preßbnrger Jugend- und ״!B-Gruppe“, wie auch der N('utrae1• und Tyrnaucr Jugemlgruppcn zu Worte gekommen waren, fand Herr Jakob Snyders wannfühlende Worte für die segensvolle Wirksamkeit unserer Jugend. Bis in später Stunde blieb man bei Gesang und in guter Stimmung beisammen und verübschiedet(' sich mit dem Bewußtsein, neue Impulse für die künftige Arbeit gewonnen zu hüben. Der 28. Oktober. De!׳ GTiimkmgstug der tschechoslowakischen Republik, wurde wie alljährlich, auch in diesem Jahre in allen jüdischen Gemeinden würdig־ bcgangen. In den Synagogen und konfessionellen Schulen fanden feierliche Gottesdienste und patriotische Veranstaltungen statt. Ueberall legten die Rabbiner, bezw. Schulleiter Wert darauf, ihre Zuhörerschaft über den Geist der Republik zu belehren. Schaffet Frieden! Fried('. Friede dem Fernen und Nahen, «spricht der Ewige und somit heile ich es! (Jes. 57, 19.) Die aussichtis-loise, riesenhafte Gegenwart zeigt dem forschenden Blicke eines gewissenhaften, konservativen Juden, der für die zukünftige .Entwicklung jüdischer Gemeinden Sinn und Herz. 11at, ein ersch!•eckendes Bild. Die Schwierigkeiten des Alltags, die sieh dem Brotsuchenden ('iitgegeuUirnieu, scheinen alles ׳Können und Wissen .des um die Existenz Kämpfenden zu absorbieren und für das Hingen um ideale Ewigkeitswerte nichts übrig zu lassen. Unwillkürlich taucht hier die!Frage ■des heiligen Tanai Rabbi ■•Schimon bei! Jocliai auf: Ist es möglich, daß .der Mensel! säe zur Zeit des Süens. ackere zur Zeit ■des Ackerns!׳ AVas soll dann mit der ' Thora geschehen?“ Die Energie des einzelnen liulividu ums 'scheint viel zu gering, um den Kampf des Idealismus gegen den iMaterialismns erfolgreich zu Ende führen zu können. Einzig und allein die jüdischen Gemeinschaften sind es, die mehl• als je zuvor dazu berufen wären, diesen Kampf für den einzelnen zu führen, um zu retten, was zu retten ist. Wenn wir nun die orthodoxen Gemeinden auf die Fälligkeit für diesen Beruf prüfen, so bietet sich uns das eingangs erwähnte erschreckende Bild dar. Zerrüttung, Zerklüftung. Zerfahrenheit mul dergleichen ״edle“ .Erseheinungen fallen ins Auge. Es erübrigt «ich, die Kruge zu stellen, oh dergestalt bestellende Gemeinden imstande seien, auf der Höhe ihrer Aufgabe zu stellen, ihren kulturellen und kulüiellen Pflichten zu entsprechen, Institutionen zu schaffen, zu pflegen und zu fördern. Vielmehr liegt nun an den kompetenten, führenden Kreisen die Pflicht, diesen Ueliel.stäiulen abztihelfcn. Schreiber dieser Zeilen fand Gelegenheit, in verschiedenen Gemeinden untrüglich festzustellen, daß in den meisten Fällen fast ausschließlich nur verletzte Eitelkeit die Triebfeder zur Zerklüftung und!Partei- Bildung lieferte. AVcnn wir uns der «Mühe unterziehen, würden, die wahre Gesinnung der einz.eln.en Parteimitglieder festzustellen, so ' würde sieh ,das über-!׳ascliende Resultat ergeben, daß dieselben in ihrer Gesinnung das im Titel ihrer Partei ־/.um Ausdruck gelangende Prinzip (Zionismus, Misrachismus u. a. in.) überhaupt nicht billigen oder dasselbe im Wesen, g a r 1! i c 11 t k e n 11 e!1. Verletzte Eitelkeit ist es, die sie ins oppositionell(' Lager getrieben, und so haben sie sieh, je nach Tüchtigkeit der Parteiagitatoren, der einen oder der anderen Partei a!)geschlossen. Der größere Prozentsatz diese!• ninlkoutendcii Elemente ließe sieh durch die Wahl in den Vertretungskürper die Gemeinde unbedingt abriisten. in Anbetracht dieses;Umstandes und mit ltücksicht auf das ideale Ziel, den Frieden in Nah und Fern herzustelleii und die Heilung des Krebsschadens in den Gemeinden zu bewirken, würde ich es wagen, eine anfangs jedenfalls befremdende, aller um so radikalere Jlilfsidee auf diesem AVege aufzuwerfen. Wäre es nicht möglich, b e i v o 1 1 e r W a 11 r 1! 11 g d e s o r 111 o d o x e 11 Interesses, einem jeden einzelnen Mitgliede der Gemeinde Gelegenheit zu schaffen, während eines j WflCW DBFL I MFtHLZEIT a rjc \-MR N WIRD [WJK U. BUHLT SICH i.-.-■ . :■ w..p#־/£-.f G::V• AVahlzyklus (drei bis vier Jahve) an den Beratungen der Genieindevepräsentanz mit Sitz und Stimme Anteil zu nehmen? leb stelle hieniit diese Frage zur öffentlichen Diskussion und verrate es gerne, daß ich zur Lösung dieser Frage einen — nach meiner besclieideiieii Ansicht ■annehmbaren — Plan fertig habe. Mit der Veröffentlichung dieses Planes möchte ich aber warten, bis sich ein neuneuswerfes Interesse für diese Frage in den Spalten dieses Blattes zeigen wird. ¬ח c n Sc 11 o 1 זז m. N i t r a. * N a e 11 b e m e r k n 11 g: Eine öffentliche, aber wohlwollende Aussprache über die in diesem Artikel berührten Zustande innerhalb eines großen Teiles der orthodoxen Gemeinden erscheint auch uns dringend geboten. Wir steHen die Spalten unserer Zeitung hiezu — allerdings nur soweit ihr beschränkt('!• Baum es gestattet — gerne zur Verfügung. um so mehr, als wir zu der betrübenden Ueber/.eugung gelangt sind, daß der i 11 11 e r e ffe r t der orthodoxen Gemeinden als b ew u ß t e und p r o g r a tu ru a t i s e 11 e Pflegestätten für jüdisches □יי יראת שמי" weitesten und umfassendsten Sinne, also für das. wozu sie eigentlich ■da sind und worin ihre Daseinsberechtigung begründet ist. in sein־ kurze!־ Zeit 1״n zugrunde gehen müßte, wenn nicht eiligst Wandel geschafft wird. Unsere gegenwärtige orthodoxe Generation kann und darf sich damit nicht mein• begnügen, daß (Tie Gemeinde — wolilgemerkt: die selbständige orthodoxe Gemeind(' — bestenfalls etliche Institutionen erhält und die Mitglieder mit כשר Fleisch versorgt, .im übrigen aber den großen und .schweren Kampf für die Verwirklichung und Durchsetzu rig der Thorawahrheitert als P r i v a t s a c 11 e devjenigen betrachte und behandle, die מסירת הנפש besitzen._.1• J• ß* Wo ״Cirine“ Einzug hält, Spart man außer Zeit auch Geld! Siche Tnscrat. Bei rauhem, kühlem und veränderlichem Wetter entsteht den Rheumatikern große Pein. Durch Massage mit Franzbranntwein ״Alpa“ erreichen Sie große Erleichte־ rung. Der Blutkreislauf wird äußerst lebhaft, gewährt eine entsprechende Körperernährung, wodurch Muskclstärkung und günstige Nervenbecinflussung erzielt wird. Beraten Sic sich mit Ihren! Arzte über die Art der Massage. ־ Repräsentanz-Sitzung des Vereines ״Macbsike Jeschiwoth44. Montag, den 5. Marcheschwan, trat die Repräsentanz des vor kurzen! gegründeten Vereins ,,M a c 11 s i k e Jeschiwoth“ im Sitzungssaale der orth. Gemeinde in Bratislava zu einer Sitzung zusammen. Die Repräsentanten waren zun! großen Teil erschienen. Außerdem waren die Ehrw. Herren Oherrabbiner Schreiber, Landes־ präses Oberrabbiner Weber und Vizepräscs E h r e 11־ feie! und andere als Gäste anwesend. Den Vorsitz führte der Vereinspräses Herr Julius H erzog aus Nove Zamky. Alle Anwesenden sind von starkem Arbeitseifer für das Wohl der Jeschiwoth beseelt und erwarten von ihrer Tätigkeit nach kurzer Zeit schon den Erfolg, die Jeschiwoth der Slowakei aus der furchtbaren Not, in der sie sich derzeit befinden, zu retten oder doch mindestens ihnen eine materielle Unterstützung zu sichern, die es ihnen ermöglicht, sich auch in der großen allgemeinen Wirtschaftskrise zu erhalten. Der Vorsitzende gibt diesem Arbeitswillen in seiner, herzliche Begeisterung auslösenden Begrüßungsansprache Ausdruck. Gemeinde־ präses Herr David Krauß begrüßt die Erschienenen namens der orth. Kultusgemeindc und der orth. Landeskanzlci und wünscht den Bestrebungen des Vereines im Interesse des לימור התורה den besten Erfolg. Herr H erzog erstattet sodann einen informativen Bericht über die Grundsätze, von denen der Verein sieh bei seiner Arbeit leiten lassen will, über die Vorarbeiten, die bisher getan wurden und die ersten Erfolge, die bereits erzielt wurden. Dem Verein gilt das Einvernehmen mit den גר1לי המרינה als unverrückbare Voraussetzung für seine Arbeit, er will nichts als ein Instrument für die Leiter der Jeschiwoth zur wirtschaftlichen Förderung der Thoralehranstalten sein. Die gewählten Leiter des Vereines wollen ihre Kraft in den Dienst der guten Sache stellen und haben sich dazu zur Verfügung gestellt, nur weil sie sich der allge* meinen Anschauung der Griindungsversammlung an־ schließen mußten, daß der Sitz des Vereines an einem Orte sein müsse, wo keine Jusehiwa ist. Wenn alle Mit־ glieder der Repräsentanz ihre Pflicht erfüllen und die führenden Rabbiner des Landes wie die Jesehi waleiter ihnen mit Rat und Tat an die Hand gehen werden, so ist das Vereinspräsidium überzeugt, daß das Unternehmen zur Ehre der Thora gelingen werde. Se. Ehrw. Flerr Oherrabbiner Moses Eckstein aus Sered hält darauf ein sehr präzises Referat über die Lage der Jesehiwos und den Stand der Bewegung nach den wenigen Wochen, die dem Verein bisher zur Arbeit zur Verfügung standen. Die Aktion werde manche Schwierigkeiten zu überwinden haben, aber der gute Wille in den weitesten Kreisen be־ rechtige zum Optimismus. Das Referat schließt mit einen! wirkungsvollen Appell zur rastlosen Tätigkeit für das hohe Ziel. Tiefen Eindruck machte die Rede Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Schreiber, in der er, an die vorausgegangenen beiden Reden anknüpfend, sein rück־ haltloses Einverständnis mit der Vereinsleitung kundgab. Bei energischer, umsichtiger organisatorischer Arbeit und bei objektiver Leitung des Vereines werden die Schwierig» keiten eines jeden Anfangs überwunden werden können, und wenn allgemeines Vertrauen auf die Leitung anregend und aneifernd einwirken werde, so wird die Slowakei im neuen Verein ein wertvolles Glied seiner besten Institu־ tionen besitzen. Diesen begeistert aufgenommenen Aus־ führungen schloß sich Se. Ehrw. Herr Oherrabbiner Weber namens der Landeskanzlei ergänzend an und stellte eine Reihe von Anregungen und Vorschlägen zur Diskussion. An der Debatte beteiligten sieh mehrere An־ wesende und bemühten sieh, die Tätigkeit des Vereines in die Bahnen zu lenken, die ihn! ein jjutes Resultat am