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Jüdische Presse · 1930-11-14 · 45 (14.11.1930) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
45 (14.11.1930)
Date
1930-11-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 45 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 Die Londoner A. C.-Tagung. London, 5. November. (J. T. A.) Unter außerordentlich starker Beteiligung der A. C.-׳Mitglieder <1us allen Ländern wurde am 4. November in London die Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees eröffnet. Außer den Mitgliedern des Aktionskomitees nimmt auch Richter Julian W. Mack (Vereinigte Staaten) als Cast mit beratender Stimme an den Sitzungen teil. Auf der Tagesordnung stehen neben einem großen politischen Referat Wcizmunns ergänzende politische Berichte von Dr. Brodetsky, Kaplanskv und Colonel Kisch. Finanzreferate von D1\ Artur Hantkc und Colonel Kisch sowie eine Aussprache über die Vorbereitung des 17..Zionistenkongresses. Der Vorsitzende des Aktionskomitees, Herr Leo •Motzkin, eröffucte die Tagung mit einem kurzen Hinweis auf die politische Situation und erteilte das Wort Herrn Dr. Weizmanu, der ungefähr ausführte: in der Sitzung des Aktionskomitees vom 5. November brachten der Bürgermeister von Tel-Awiw, Meyer Dizengoff, der Führer der polnischen Misrachi, Deputierter H. Farbsteiu, und das polnische Aktions- Komiteemitglied Dr. M. Ilindes einen Antrag auf sofortigen Rücktritt aller zionistischen Mitglieder der Exekutive der Jcwish Agency und Einsetzung eines provieorisehen Komitees zur Fortführung der politischen Arbeit ein. Deputierter Farbstein erklärte zur Begründung dieses Antrages, der den Forderungen des Zcutralkomitees der Zionistischen Organisation Polens Rechnung trägt, es gebe wohl kein einziges Mitglied des Aktions- Komitees,"das mit Dr. Wcizmanns Rücktritt nicht einverstanden wäre. Die Vertreter der Arbeiterparteien wollten größeres Gewicht auf die Suche nach Mitteln und Wegen zur Verstärkung der Kolonisationsarbeit in Palästina gelegt wissen, statt auf eine Diskussion darüber, wer für die gegenwärtige Krise im Zionismus verantwortlich zu machen sei. Bürgermeister Dizengoff erklärte, die gegenwärtige Exekutive genieße nicht das Vertrauen der jüdischen Bevölkerung Palästinas. Andere palästinensische Vertreter widersprachen dieser Behauptung, so daß sich (Dizengoff genötigt sah, sie zu modifizieren. Dizengoff wies weiter auf die Gefahren von Konipli- Kationen hin, die sich ergehen könnten, wenn nicht innerhalb der nächsten Jahre der gesamte in jüdischen Händen befindliche Boden Palästinas kolonisiert werde. Das Tempo der Kolonisation müsse beschleuigt und die Palästina-Kampagne im kommenden Winter verstärkt werden. Auch J. Naiditsch trat für die Einsetzung einer politische Kommission ein. Er wende sich gegen die!bei einzelnen Mitgliedern der zionistischen Exekutive bestehende Neigung, Unterschiede zwischen dem Weißbuch und dem Simso-Bericht zu konstriereu und in <lem Simpson-Bericht eine geeignete Basis für Verhandlungen zu sehen. Weder auf der Grundlage des Simpson-Berichtes noch auf der des Weißbuches noch in der Form einer Round-Table-Konferenz seien gegenwärtig Verhandlungen aufzu nehmen. Der Exekutive dürfe nicht das Recht zugestanden werden, politische Schritte ohne Befragung der politischen Kommission einzuTeiten. Der nächste Zionistenkongreß müsse mögliehst eindrucksvoll gestaltet werden. Man müsse sich bemühen, mindestens eine Million Schekel ׳abzusetzen. Unmittelbar nach *dem Zionistenkongreß mögen Vor- Bereitungen zur Einberufung eines jüdischen Weltkongresses getroffen werden. Die Sympathien der ganzen jüdischen Welt für den Zionismus müßten jetzt der Palästina-Sache nutzbar gemacht werden. Großmann verlas eine Resolution, in der erklärt wird, das Weißbuch sei nicht überraschend gekommen, es sei das Ergebnis e.ner langen Entwicklung auf Grund;der Politik der früheren Regierungen. Die zionistische Exekutive habe diese Politik systematisch gedeckt, die gegenwärtige Krise bedeute den vollständigen Zusam- -menbrueli des Systems Weizmanu. .Dr. Wcizmanns Demission sei das Eingeständnis dieses Zusammenbruches. E)as. Aktionskomitee müsse.{lajjtcr!!־die.Demission ׳■•annehmen, aber auch die gesamte zionistische Exeku- ,live,;die für diesen Zusammenbruch und die offizielle .zionistische Politik verantwortlich sei, müsse zurücktreten. Bis zum nächsten Kongreß, cler spätestens im Februar abgehalten werden müsse, solle ein interimistisches Komitee die Leitung übernehmen. Ein Wahl- Komitee aus Vertretern aller Parteien und Gruppen solle mit der Durchführung der Kongreßwahlen betraut ״werden. Falls kein Wechsel in der zionistischen Leitung ‘■eintritt, werden sich die Revisionisten genötigt sehen, ihre Position z(t revidieren. Bei der Antwort auf das Weißbuch seien folgende ■Richtlinien׳festeuhalten:! Erstens habe!die!;Zionistische Organisation das Weißbuch abzulchnen, da es mit dem Mandat in Widerspruch steht und seine Veröffentlichung daher als illegaler Akt der Regierung anzuschen sei; zweitens habe die Zionistische Organisation jede Beteiligung der Juden am Legislative Council abzulehnen, diese Ablehnung müsse auch für die Jcwish Agency bindend sein; drittens müsse beim Völkerbund Protest erhoben werden. Namens der Exekutive erklärte Harry Sacher, so sehr er ursprünglich entschlossen gewesen’ sei, sein Amt niederzulegen, so sehr sei er' jetzt entschlossen, dies nicht zu tun. Die Exekutive könne nicht zurücktreten, solange sie nicht wisse, wer ihr im Amte folgen werde und welchen Arbeitsplan ihre Nachfolge durch- .zuführen beabsichtige. Keine Exekutive darf sich von einem anderen Prinzip als dem des Verantwortung.«- bewußtseins leiten lassen. Es kann nicht die Aufgabe der Exekutive sein, deu Emotiouen der Massen entgegenzu kommen, die in einein augenblicklichen Zustand der Erregung die Demission der Exekutive wünschen. hi einer nur gefühlsmäßigen Beurteilung der Situation lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Einzige jüdische Print•' . י '' für Weißnähen und!(leidermachen mit Öffentlichkeitspecht Wien, II., Malzgasse 7, Dr. Krüger •Heim Staatsglltige Zeugnisse Gehilflnnenrecht Samstag geschlossen liege eine große Gefahr. Die Monate bis zum Zionisten- Kongreß sind eine• schicksalsschwere Zeit für den Zionisnius. Tn diesen Monaten wird die Entscheidung darüber fallen, ob das englische Weißbuch in seiner gegenwärtigen Form aufrechterhalten wird oder nicht Als Männer, die sich nicht nur den Mitgliedern der Zionistischeh Organisation gegenüber, sondern auch für die Zukuuft des Zionismus verantwortlich fühlen, müssen wir uns fragen, wem wir die Fortführung unserer Arbeit an vertrauen können. Die Opposition entbehre einer politischen Einfühlung und eines klaren Programms. Das gegenwärtige Problem ist mehr außenpolitischer als innenpolitischer Natur, und der Eindruck, den ein Wechsel in der Leitung erwecken würde, könnte für unsere zukünftige Politik verhänignisvoll werden. Weizmanns Demission war nicht eine Demonstration nach innen, sondern eine solche nach außen: gegen die Politik des Weißbuches; sie hat eine nachhaltige politische Wirkung hervorgerufen. Glauben Sie. fragte Harry Sacher, gegen die Opposition gewendet, daß sich die gleichen politischen Wirkungen nach außen einstellen würden, wenn Sie die Demisison Wcizmanns f o rdern? Keine verantwortliche Exekutive wird die Stellung der gegenwärtigen Exekutive einnehmen wollen," bevor es feststeht,' wer Dr. Wcizmanns Nachfolge!־ sein wird. Wir dürfen die Schwierigkeiten nicht zu einer Katastrophe steigern. Welchen Männern sollen wir die Leitung der zionistischen Arbeit anvertrauen? Wir müssen auch die andere Seite nicht aus dem Auge lassen, nämlich die britische Regierung, die zu einer Aendermig ihres politischen Kurses bewogen werden muß.. Es wäre ein Fehler, Dr. Weizmanu aufzufordern, seine Demission zurückzuzieheu, aber eine noch größere Gefahr wäre cs, seine Demission von einem innerzionistischen Standpunkt aus gutzuheißen. Zurückziehung der Demission Weizmanns. Obwohl die Mehrheit des Aktionskomitees Weiz־ man״ zum Verbleiben im Amt aufgefordert hat, ist dieser vorläufig noch nicht entschlossen, seine Demission zu־ rückzuziehen. Ein Ausweg aus der Fiihrungxkrise konnte l*shcr nicht gefunden werden. Auch bezüglich der Wahl des Kongrcßortes herrscht noch nicht Klarheit. Wahrend von einem Teil der Aktionskomiteemitglieder Karlsbad in Vorschlag gebracht wird, macht sich eine starke Strömung zur Einberufung des Kongresses nach Amerika geltend. Der Schluß der Tagung des Aktionskomitees wird für Sonntag den g. November erwartet. Jüdische ״Nationalität“. Das Präsidium der ״Jüdischen Partei“ versendet einen flammenden Aufruf und eine Flut von Rundschreiben an die Presse, womit es zu beweisen sucht, von welch starkem Arbeitseifer es erfüllt ist. Der ״Jüdischen Partei“, wie unseren lieben ״Nationalisten“ überhaupt, geht be# kanntlich das statistische Schicksal der Juden in der tschechoslowakischen Republik sehr nahe. So setzen sie denn auch jetzt, vor der Volkszählung vom kommen־ den 1. Dezember, ihre ganze Kraft dafür ein.' daß'ihr nöu# erdachter jüdischer ״Minderheitsnationalismus“ in den künftigen statistischen Tabellen unseres Staates zahlen־ mäßig so prägnant'zum Ausdruck kommt, wie ihre große ״Politik“ es erfordert. In anderen Staaten fällt es selbst den führenden und waschechten Zionisten, wie etwa Dr. Weizmann und Lord Melchett in England, Nahurn Sokolow und Andre Spire in Frankreich, Dr. Handtke und Direktor Wassermann in Deutschland, Stephen Wise und Felix Warburg in Amerika usw., nicht im Traum ein, sich in ihrer Heimat als politische Sondernatio־ nalität zu etablieren oder gar den jüdischen Massen zuzu־ muten, das Körnchen nationalen Wesens, das als s e k u n־ d ä r e Erscheinung in der Eigenart und Einzelartigkeit des jüdischen Thoravolkes mit Mühe und Not vielleicht fest־ gestellt werden könnte, zu der riesengroßen Seifenblase einer jüdischen politischen ״Minderheitsnationalität“ auf־ zufauchen, obgleich sie doch sonst wahrlich keine allzu großen Bedenken tragen, sich in Gegensatz zu bringen zur jüdischen •Vergangenheit und zu!dem Geist, wie• das jüdische Volk sein Leben in der Diaspora im Verhältnis zu seiner Umgebung zu ordnen seit jeher für richtig erkannte. Unsere Zionisten ütid Nationalisten gehen weiter. •Sie verlangen vöriv jüdischen Volk mehr. Sie begnügen sich keineswegs, damit,'was seit der Offenbarung am Sinai bis auf den heutigen Tag als Inhalt und Wesensart des Juden־ tums galt und unbezweifelbar anerkannt war und wofür unsere Ahnen Jahrtausende hindurch׳ Gut und Blut in Strömen geopfert haben. Das * reicht nicht aus, um die Forderungen, die unsere Politiker neuester Prägung an uns, an das jüdische Volk, stellen, zu befriedigen. Denn das offene und stolze Bekenntnis zu G#tt und seiner Thora; die aufrechte, vorbehaltslose Hingebung an das teuereste und unvergänglichste Gut ,des Judentums ist zwar etwas, was täglich und stündlich, im Hause •und auf der Straße, im persönlichen und öffentlichen Leben freie jüdische W ü r d e, unverhohlene, nachdrückliche und opferwillige Betonung der restlosen Zugehörigkeit zur historischen jüdischen Gemeinschaft nach innen und außen vor aller Welt ausdrückt und auch auf dem Zählbogen der Volkszählung in der Rubrik ״Religionsbekenntnis“ deutlich verzeiclÄt wird, es ist aber nicht das, was den neujüdischen Minder־ heitspolitikern in den Kram paßt. Damit wissen sie, die neuen großen, politischen Sachwalter des Judentums, nichts anzufangen. Damit kann man natürlich nicht ־ hingehen zu den anderen ״nationalen. Minderheiten“ des In־ und Aus־ landes und auf internationalen Kongressen ungebeten und unbeaüftragt im Namen des gesamten ״bewußten“ tschecho־ slowakischen Judentums mithelfen, das große, jahrtausend־ alte jüdische Thoravolk zur modernen politischen ״Minder־ heitsnationalität“ zu fälschen. Gelingt es ihnen aber, Hunderttausende Juden und Jüdinnen zu bewegen, ent־ gegen der Wahrheit und entgegen allen Erfahrungen in , Vergangenheit und Gegenwart, sich außer dem jüdischen Religionsbekenntnis auch noch in eine jüdische ״Nationalität“ eintragen zu lassen — und mag dieses unschuldige neue Bekenntnis naiver Seelen noch so sehr in völliger Unkenntnis des Zweckes, den unsere nationalisti־ sehen Politiker damit verfolgen, abgegeben worden sein — so wird es geschickten politischen Arrangeuren im ge־ gebenen Augenblick nicht , mehr schwer sein, die ״jüdische Nationalität“ als primäres Merkmal der jüdi־ sehen G e m e i n s c h a f t und des jüdischen Zugehörig־ keitshekenntnisses in den Vordergrund zu rücken und ihren politisch # nationalistischen Sonderzwecken, von denen das Judentum weder hier noch anderwärts wissen will, dienstbar zu machen. Deshalb gilt es jetzt angesichts der bevorstehenden Volkszählung für jeden ernsten Juden, sehr auf der Hpt zu sein. Wir meinen nicht diejenigen Juden in MJRHLZElt, unserem Staate, die die politischen und nationalistisch־ kulturellen Zwecke der ncujüdischen Nationalisten kennen und billigen, und auch nicht diejenigen, die einen eigenen jüdischen ״Nationalismus“ tatsächlich empfinden und erleben — ich bin einem solchen noch nicht begegnet; diese mögen im G#ttes Namen sich in die Zählbogen eintragen, wie sie wollen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Alle Juden hingegen, die diesen neuen Bestrebungen zur Umwandlung der historischen jüdischen Gemeinschaft in eine politisch orientierte ״M i n d e r h e i t s n a t i o n a 1 i t ä t“ in Angleichung an die anderen Nationalitäten im Staate grundsätzlich oder empfindungsgemäß fernstchcn, sie sollten sich’s hundertmal überlegen, bevor sie sich von den tönenden Phrasen der zionistischen Aufrufe unnötiger# und überflüssigerweise verleiten lassen, die Rubrik ״Natio# nalität — Muttersprache“ im Zählbogen anders auszu־ füllen als jeder andere Einwohner dieses Staates, nämlich aus bestem Wissen und Gewissen nach ihrer Muttersprache. Der Staat identifiziert bei der gegenwärtigen Volks־ Zahlung die ״Nationalität“ mit ״Muttersprache“. Was unter ״Muttersprache“ zu verstehen ist, darüber be# lehren die Vorschriften auf den Zählbogen. Der Staat will also nur Tatsachen feststellen, die jedermann nach־ prüfen kann, und nicht Empfindungen und Leidenschaften rubrizieren. Kein Jude wird es versäumen, die Rubrik ״Religionsbekenntnis“ auszufüllen, um dadurch sein be־ glückendes jüdisches Bewußtsein frei zu dokumentieren. כי היא חכמתכם ובינתכם לעיני העמים. Das, und das allein, ist das Intelligenzzeugnis eurer Eigenart vor den Völkern. Wer außerdem ohne jeden politischen Hinter# gedanken wahrheitsgemäß ״Jüdisch“ oder ״Hebräisch“ als י Muttersprache angeben kann, der wird e'k selbstverständ־ lieh tun. Auf alles andere ist die Volkszählung nach den Gesetzen und Vorschriften diesmal nicht neugierig. Die Zionisten haben zwar für die Juden eine Aus# nahmsvorschrift ״erwirkt“, Avonach ihnen ausnahmsweise erlaubt wird, wenn ihnen so furchtbar daran gelegen ist, sich als ״jüdischer Nationalität“ einzutragen, auch wenn sie sich einer anderen Sprache als ״Muttersprache“ be# dienen. Aber wir Juden wissen leider nur zu gut, was es zu bedeuten hat, Avenn man anfängt, uns mit anderen Maß# Stäben zu messen, als die anderen! Staatsbürger und für uns ״Ausnahmsgesetze“ schafft. Wir werden auf diese jüdisch־nationalistischc Segnung freudig ver# '/Achten. Lesen wir genau die Vorschriften für die Volks# zählung und tragen Avir alles so ein, Avie es das Gesetz erfordert, ohne ״Ausnahmen“ sein zu wollen, gewissen־ haft und wahrheitsgemäß! Ci vis Judaeus. |0j NflCHRicHTEfTכ ־® Hochzeit im Hause Rabbiner Baumgartens. 'Donnerstag, den 22: '׳Cheschwaa fand in der Wiener; Schiffschul unter großer Beteiligung.der Wiener und der Preßburger Orthodoxie die Trauung der Tochter־ Sr. Ehrw.: des •Herrn Rabbiners Josef Baum garten, 1Helene, mit Herrn Heinrich Kohlmann, Sohn des angesehenen Preßburger Kaufmannes .Lazar Kohlmann, statt. Die Trauung vollzogen Oberrabbi ner Fürst, Schiffschul Wien, ■ und Oberrabbiner S e i d 1, Galahta. Die kantoralen Funktionen versahen Oberkantor Braun und Kantor Kunst a dt. Von der Wiener Aguda. Das Sekretariat der Agudas# Jisroel teilt mit: Mit Rücksicht auf den am Sonntag, den 16. November (25. Chesclwvan) d. J., uni 7 Uhr abends, im großen Saal der Agudas־Jisroel#Jugendgruppe, II;, Floß# gasse 1; stattfindenden Vortrag des HerfnDirektors Doktor Leo Deutschländer über ,1,Geschichte und Bedeutung der Tefilo“, findet an diesem Tage im Lokal der Ortsgruppe kein Vortrag statt. — Zu dem vorwöehigen Bericht über den am 2. November veranstalteten Vortragsabend ist noch nachzutragen: Anschließend an den Vortrag des ,Herrn Rabbiners Dr. Pinchas Kohn sprach Herr Redakteur Schabse Schönfeld über ״Die polnischen SejmAvahlen“. Er berichtete, daß die polnische Aguda in einigen Wahl־ kreisen auf der Regierungsliste kandidiert, Avährend sie in anderen selbständige orthodoxe Kandidatenlisten, im Ein# vernehmen mit sämtlichen chassidischen Parteien, aufge# stellt hat. Die ehrliehen Bemühungen der Aguda; eine ein# heitliche jüdische Front zu bilden, sind an der Hart# näckigkeit Jizchok Grünbaums gescheitert, der lieber das Risiko einer gänzlichen Niederlage tragen will, als sich mit der Orthodoxie, die ihm ein Dorn im Auge ist, zu ver# einigen. Wien. Soeben ist das Mitglied des gesehäftsführen־ den Ausschusses der Agudas Jisroel, Herr Rabbiner Tobias :Horovitz aus RzeszoAV, zu Avichtigen Beratungen hier ein# getroffen. Auf Befragen teilt er mit, daß bei den Wahlen, die in den nächsten Tagen stattfinden, die Aussichten für die Regierungsliste (Nr.l) als glänzend zu bezeichnen sind. Mindestens zwei Drittel der Juden in Galizien, darunter alle Orthodoxen, Averden für diese Liste stimmen. Das ist begreiflich, nachdem, ein einzigartig stehender Vorgang in der politischen Geschichte Polens, die Regierung auf ihre Liste acht Juden, darunter zwei Mitglieder der Exekutive der Aguda, gestellt hat. Aber selbst wo die Agudisten für r-IIÄ Wien, II., Malzgasse 7 SÄ gegenwärtiger u. ehemaliger H eimsch ützlinge, Dr. Krüger- Heim (fr. Elisabeth ־ Heim) « ü r; Sabbathaltende fördert die Sabbathaltenden! : *»♦»♦»»♦♦»♦♦♦♦»♦♦»♦♦»♦»»♦»♦♦♦♦»♦♦♦»♦»♦♦»»♦»»mm♦♦♦♦«!!P@!?"

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