Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 40-41 (5.10.1930)
- Date
- 1930-10-05
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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•Nr. 40/4׳! JÜDISCHE PRESSE Seite y Gegen die vollständige Sonntagsruhe. Nach verschiedenen Vorbesprechungen, die von der Sfellenvermittlungszentrale der Agudas Jisrocl- Jugendorganisation in Bratislava veranlaßt wurden, fand am 10. September unter Vorsitz des Herrn Rabbiners Simon Hirse hier im Sitzungssaale der orth. Gemeinde eine größere Beratung von Kaufleuten aus den in erster Reihe interessierten Kreisen über die Maßnahmen statt, die zur Abwendung der Gefahr getroffen werden sollen. Nach einer gründlichen Ausspräche, in der die Herren Rabbiner Hirsch ler, Arpad Neumann, Max Hauser, Jos. Grünberg, Heinrieh S t a 111 e r, Phil. N e ti m a n n, 1 leinrich Schwarz, Markus Fürst, J. J. Braun, Pli. Bened i kt ’u. a. m. das Wort ergriffen, wurde ein A k t i o n skomitee aus kaufmännischen Kreisen gewählt, das die Aufgabe übernahm, auf der Wacht zu sein und im Einvernehmen mit der orthodoxen Landeskanzlei, der orthodoxen Gemeinde und allen anderen in Betracht kommenden Stellen die Schritte zu unternehmen, die als notwendig und zweckmäßig erscheinen werden. Dem Aktionskomitee gehören an von seiten der Kaufleute die Herren: Armin Treuhaft, Markus Fürst, Philipp Neumann. Einanuel Katzburg, Siegfried Felsenbu-rg, Josef Salzer, Ephraim Kaiser, Arpad Neumann und Max Lüwy: von seiten der sabbathaltcndcu Angestellten die Herren Gcza Weiß, Arthur Zimmermann und Daniel Löwy. Außerdem sind die Herren Stnhler, Hauser, Benedikt und alle anderen Mitglieder der Gremiuinsleitung, sofern sie gegen die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe Stellung nehmen, Mitglieder des Aktionskomitees. Wie wir vernehmen, hat das Aktionskomitee sogleich mit der Sammlung von Unterschriftenmaterval als Unterlage für seine Arbeit begonnen. Auch in den Kreisen der sabbathaltenden A rbeitnehmer wird die Stellungnahme gegen die allgemeine und vollständige Sonntagsruhe in steigendem Maße reger. In den letzten Tagen wurde die ßratis I a v a e r Resolution von den jüdischen kaufmünnisfchen Angestellten noch folgender Orte einstimmig angenommen: N i t r a, T o r u a l a, Kosice, S e 11 e c. Antrag auf Sonntagsruhe im Parlament. Die Anhänger der allgemeinen und vollständigen Sonntagsruhe haben dieser Tage einen wichtigen und — wie" zu befürchten ist — vielleicht entscheidenden Schritt zur Erreichung ihres Zieles getan. Wie die Tagesblätter melden, haben nämlich die Abgeordneten Franz Mäcoun und Robert Klein auf Anregung des allgemeinen Angestellten Verbundes Reichenberg und im Einvernehmen mit dem Einheitsverband der Privataugestellten Prags i m A b g e ordneten h a u s einen Antrag auf Abänderung der §§ 96 d und e der Gewerbe- Ordnung־ zur Herbeiführung der allgemeinen S e c 11!s - U 11 r - L a d e 11 s p e r r e mit einer zweistiindigen Mittagspause (Geschäftszeit von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachmittags) und einen weiteren Antrag־ auf Abänderung des § 76 der Gewerbe- Ordnung zur Einführung der gesetzlichen vollständig e 11 Son ntagsru 11 e im ganze 11 Staate eingebracht. Angesichts dieser Anträge erscheint uns erst recht kein Grund vorhanden zur optimistischen Beurteilung der Situation.1 Die parlamentarischen Verhältnisse legen die Befürchtung nahe, daß ein solcher Antrag in der kürzesten Frist dem Abgeordnetenhaus zur Verbandlung vorgelegt und von diesem auch kurzerhand mit Majorität angenommen wird. Wir warnen abermals im Interesse aller jüdischen Kleinkaufleute in Bratislava und im ganzen Lande, die durch die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe katastrophal getroffen würden, vor einem Optimismus, der mit den Händen im Schoße untätig Zusehen läßt, wie Tausende sabbathaltende Kaufleute brotlos gemacht werden. Jetzt ist übrigens auch der Zeitpunkt gekommen, da die parlamentarische Vertretung der Gewerbe- und Wirtschaftspartei d a s V e 1• t r a u e 11 zu rech tfertigen h a b e 11 w i r d, d a s der Großteil der orthodoxen Juden in der S 1 o w a k e i in i 111־ P r o g 1־ a m m und in ihre Arbeit gesetzt h a b e n. J. J. B. Für die Jescliiwoth. Von der Leitung des neugegründeten Vereins ״M a c 11 s i k e H a j e s c 11 i w o 111“ wird uns berichtet: Auf den warmen Ruf der el1rw. Herren Rabbiner,־ die anläßlich der Gründung dieses für חיזוק הדת והרמת קרו התורה so dringenden Vereins die große jüdische Oeffentlichkeit an die heilige Pflicht der Unterstützung unserer Jescliiwoth ermahnten, zeigteil sich schon letzten Sonntag recht schöne Erfolge. Unter Leitung des Herrn Oberrabbiners Eckstein aus Scred wurde in Nove Zamkv eine Sammlung mit gutem״ Resultate (siehe Inseratenteil) eingeleitet, die noch fortgesetzt wird. Außerdem wurde von der Gemeindeleitung in Aussicht gestellt, in das nächste Gemeindebudget einen namhaften Betrag für diesen Zweck aufzunehmen. Wenn alle Kehilloth diese edle Tat nachahmen• würden, so wäre der Bestand dieser heiligen Aktion gesichert. Ein elektrischer Eruw. Die orthodoxe jüdische Gemeinde in Kosice bemähte sich seit Jahren vergebens um die behördliche Erlaubnis zur Errichtung eines Eruw. Diese stieß jedoch auf allerlei Schwierigkeiten technischer und dann wieder religionsgesetzlicher Natur, Eine neue Erfindu 11g׳ des Herrn Adolf Herskowiiz in Kosice behob jetzt mit einem Male alle Schwierigkeiten. Nach jahrelangen Bemühungen und Versuchen gelang es!ihm auf Grund seiner reichen talmudiscjien Kenntnisse und der Beherrschung der einschlägigen lnilachi,scheu Literatur, einen Eruw mittels elektrischer Apparate herzustellen, der sowohl den Anforderungen des Religionsgesetzes als auch den Wünschen der Behörden entspricht. Die ehrwürdigen Herren Oberrabbiner Brach und der Rosch-Besdin von Kosice Rabbi Samuel Engel (Radomysle) bestätigen in einem Zertifikat, daß diese Erfindung die Errichtung eines Eruw auch nach den strengsten Erfordernissen des Diu ermögliche. I Lebensrersißheniiigs- Gesellschaft f Gegründet 1882 Gegründet 1882 I Venldierangsbestanil Ende Juni 1930 2450 Millionen Shilling ן Garantiemittel W 1929 . 300 Millionen Sdiiiling f Prämien- und Zinseneinnatimen ( hn Jahre 1929 .125% Millionen SAilling | Tätigkeitsfeld der Gesellschaft: 1 Oesterreich, Deutsches Reich/ Tschechoslowakische | Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, i Italien, Ungarn, Polen,Jugoslawien, Bulgarien, Griechenj land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Kurze Prager Nachrichten. Nationalistischer Uebereifer. Zu welch bösen Folgen die Steigerung der nationalen Leidenschaften im staatlichen und politischen Leben gerade für uns Juden führt, beweisen recht deutlich die vorwöchigen Ereignisse in Prag. Ucberhitzten Nationalisten unter der Prager Studentenschaft paßt die Vorführung deutscher Tonfilme in den Kinos nicht. Da kommt cs zu Ausschreitungcn gegen — Juden und jüdische Geschäfts- und Kaffeehäuser! Unter anderem wurden auch die Fenster des zionistischen Vercinshatises ״B c t h H a a m“ mit Steinwürfen bedacht: Dabei bemühen sich unsere Zionisten und ihre Mitläufer seit Jahren 1111ausgesetzt, auch das politische Verhalten der Juden im Staate ״national“ zu beeinflussen und von einem frisch und frei erfundenen jüdisch-politischen Sondcrnationalismus diktieren zu lassen! Oberrabbiner und Dajanfrage. In der Sitzung der isr. Kiiltiisgemeinde teilte *mich einem Bericht in der ,.Selbstwehr“ Präsident Dr. Singer aus den Verfügungen, welche gemäß Ermächtigung während der Ferialmonate erlassen worden sind, mit, daß mit Rücksicht auf die V a k 11 1־ z des Obe r r a b b i 11 a t s, da keine Aussicht besteht, diesen Posten in kürzester Zeit zu besetzen, die Stelle eines Da jan (eines Richters in religiösen und rituellen Streitfragen) ausgeschrieben worden ist. Es haben sich 19 Bewerber gemeldet. Da auch dieser Posten nicht sofort besetzt werden kann, wurde provisorisch der Gemeinclcrabbiner Dr. Aladar Deutsc h mit der Stelle eines Oberrabbinerstellvertretcrs betraut. Da Dr. Deutsch seitens der Orthodoxie nicht als hinreichende Autorität für die Entscheidung der Frage der Scheehita betrachtet wird, wurde die Vereinbarung־ getroffen, daß diese Agenda für die nächsten zwei Monate einem Funktionär anvertraut wird, welchen der V e 1• e i n*״S i n n i“ selbst stellt, wogegen die Gemeinde einen monatlichen Betrag von tsch. K 1000 liiefür zu zahlen hat. Nach längerer Debatte wurden diese Verfügungen von der Repräsentanz genehmigt. Die Oberrabbinerfrage kam gelegentlich des Referates der Kultuskommission wieder aufs Tapet. Dr. Lieben referiert über diese Frage. Nach längerer Debatte wurden folgende Be- Schlüsse angenommen: 1. Die Frage der Kompetenz des Da jan wird der Kultuskommission zur Ausarbeitung übergeben. 2. Zur Frage, ob ein Da jan angestellt werden soll, hat sich die Finanzkommission zu äußern, zu welcher auch Dr. Lieben als Vertreter dev Kultuskommission einzuladen sei. Ist dein Haushalt auch nur klein, ״Cirine“ muß vorhanden sein! Siehe •Inserat. Jüdische Gemeinden ohne religiöse Funktionäre. Wie ein Korrespondent der JTA. berichtet, sind gegenwärtig nach einer offiziellen Statistik in Mähren und Schlesien von den KultusgemeiiKlen, die nach dem Gesetz von 1891 bestehen, 37 ohne Rabbiner und 10 ohne andere Gemeindefunktionäre. Die Zahl der in Mähren und Schlesien bestehenden Gemeinden beträgt im ganzen 59. Zionistische Schulen. Aus einem Interview mit dem Vorsitzenden der zionistischen Schulorganisation ״Tarbuth“, die in Proßnitz ihre Zentrale hat, geht hervor, daß das Budget des von dieser Organisation erhaltenen sogenannten ״hebräischen“ Schulwerkes in Podkarpatska-Rus einschließlich des ״hebräischen Gymnasiums“ in Munkacs derzeit tsch. K 400.000 beträgt. Die Hälfte davon wird in Podkarpatska-Rus selbst aufgebracht. Abgeordneter Dr. Jul. Reisz spendete fsch. K 50.000 zur Errichtung eines neuen Pavillons beim zionistischen Gymnasium in Munkacs. Kommerzialrat Max Stein s. A. Letzten Samstag verschied im Kottagesanatonum in Wien Herr IC o mmer/.ial r a t M a x S t e i n, Inluiber des berühmten Kaufhauses J. Tauskys Söhne in Preßburg. Dienstag, den 8. Tischri, wurde er in Preßburg unter großen Ehrungen von seiten der gesamten Bürgerschaft und der orthodoxen Gemeinde, der er angehörtc, zu Grabe getragen. Er war viele Jahre Vorsitzender des Handelsgremiuins und genoß im sozialen Leben der Stadt hohes Ansehen. Auch an mehreren jüdischen Wohltätigkeitsinstitutionen nahm er regen Anteil. Von jüdischer Seite widmeten ihm dje Herren Rabbiner Samuel Donath und Rabbiner Simon Hirsch ler eindrucksvolle Nachrufe. Oberrabbiner Lau geht nicht nach Piotrkow. Wie uns berichtet wird, erhielt Herr Oberrabbiner M. Ch. Lau in Presow vor kurzem eine ehrende Berufung zum Oberrabbiner von Piotrkow als Nachfolger seines Verwandten Herrn Oberrabbiners Mpjer §l c lL|־ piro, der bekanntlich zum Oberrabbiner yon gewählt wurde. Herr Oberrabbiner Lau lehnte jedoch die Wahl mit Hinweis auf das reiche und dankbare Arbeitsfeld, das er fiir'sein Wirken in Presov gefunden hat, ab. Wohlschmeckender Tee gegen Zuckerkrankheit. Ein bewährtes Mittel ist das sogenannte ,yBETKRAUT“. welches in jeder Apotheke erhältlich ist. (A. d. ״Aerztl. Ratg“) Der Beizier Rabbi in Prag. Es mag auch als ein Zeichen der Zeit betrachtet werden, daß der Rabbi von Beiz bei seinem jüngsten Besuche in Prag, am 2. September, Gegenstand allge־ meiner Aufmerksamkeit und man kann sagen, außer־ gewöhnlicher Ehrung war. Es war wohl kaum bloße Sen־ sationssucht, die eine solch große Menge Juden in der ״AUncusehul‘‘ vereinigte, als der Rabbi dort das Mincha־ gehet verrichtete. Auch geschah es sicherlich nicht bl,oß aus Courtoisie gegen einen großen Rabbiner, daß die Prager Chewra Kadischa den Führer zehntausender Chassidim als ihren hohen Gast betrachtete und ihn in ehrender Weise bewirtete. Es zeigt sich vielmehr darin eben wieder, daß gerade in den Kreisen der völlig Ent־ fremdeten die gähnende Leere, die das Reformjudentum in Kopf und Herz hintcrlasscn hat und der moderne jüdische Nationalismus nicht auszufüllen vermag, immer deutlicher empfunden wird. Eine Sehnsucht erwacht, vielfach natürlich noch unter der Schwelle des Bewußtscins, nach den wahren, alten geistigen Werten des Judentums, die man nur noch wie eine längstverwischte unklare Erinnerung an ein teures Gut im Herzen trägt, aber nicht mehr kennt. Die Ankündigung in einer Tages« zeitung, daß der Beizer ״Wunderrabbi“ auf der Durch־ reise von Marienbad nach seiner Heimat in Prag ein« treffen werde, bewirkte das kleine ״Wunder“, daß hun־ derte Menschen mit einem Mhle den Wunsch hatten, einige Minuten mindestens in der Nähe eines großen ״Frommen“ zu weilen. Mit Recht verglich ein An־ wesender die Stimmung, die an diesem Nachmittag in Prag auf den Gemütern lag, mit der, die man im vorigen Jahre bei den Nikolsburger Juden wahrnahm, als die Preßburger Agudas Jisrocl anläßlich des hundertsten Jahrzeitstages von Rabbi Mordchaj Bcnet einen großen Ausflug dorthin unternahm und wirkungsvolle Reden und eindringliche religiöse Mahnworte, aus ehrlichem, frommem Herzen fließend, alte heilige Erinnerungen wachriefen. Was wußten die meisten der dort Versammelten vom Chassidismus, und vom Beizer Rabbi, daß sie plötzlich ihr Tagewerk stehen ließen und nach der Altneuschul hineilten zum ״Wunderrabbi“, um, wie das ״Prager Tagblatt“ berichtet, ״den Saum seines Kaftans zu küssen?“ Es wäre falsch, dieses Ereignis oberflächlich hinzunehmen, um ihm jede Bedeutung abzusprechen. In solchen Massenerscheinungen steckt immer ein tieferer Sinn, als gemeinhin vermutet wird. Seelenregungen geben sich oft in stark verdeckten Formen kund. Wollen wir in unserer Zeit dem wahren Judentum nützen, somüßten wir solche Kundgebungen der jüdischen Seele richtig zu deuten lernen. Vielleicht ist in dem schönen und würdigen Empfang, den man dem Beizer Rabbi in der Prager Judenschaft bereitete, ein leiser, ein ganz leiser Anhauch von {הרהור תשובך Erscheinung ge־ treten? Vielleicht, denken wir. Wir denken es, weil wir’s gern wahrhaben möchten, weil darin allein .die- Hoffnung auf eine Wiedervereinigung aller jüdischen Herzen der Erfüllung in unseren Tagen näherkämc. Dann aber wäre es unsere Aufgabe, den Schutt eines Jahrhunderts von den Herzen und den Seelen zu entfernen, den ihr Juden־ tum wiederfindenden Brüdern jubelnd mit offenen Armen entgegenzueilen und ihnen zu helfen, emporzu־ steigen auf die Höhen jüdischer ewiger Wahrheit, zum Licht der Thora. Wer weiß, ob nicht der Besuch des Beizer Rabbi in Prag der erste Künder d.i e s e s Zeitenwandels war . . . Die Leitung des Vereins ״Maehsike-Jescliiwoth“. Zu unserem Bericht in der vorigen Nummer über die Gründung־ des Vereins ״M'achsike Jescliiwoth“ sind wir jetzt in der Läge, authentisch die Zusammensetzung der Vereinsleitung mitzuteileu. Es gehören an dem Präsidi um die Herren: Julius Her zog-Nove Zamky (Präses), Isidor S u ß m a n n - Galanta (Vizepräses), Josef Reichfeld - Nove Zamky (Kassier), Markus Fürst- Bratislava (Kontrollor) und Joel N e u w a 1 d e 1• - Nitra (Sekretär). Dem Verwaltungsauss.chuß die Herren: Is. Abeles-Trnava, Josef Bernfeld-Topolcany, Leop. Goldstein-Kosice, Jonas Großmann-Nove Zamky Josef Hönigsber-Nitra, Arnold Kämpfer-Bratislava, Leopold Pasclikusz-D.-Streda, Rafael Kohn-Nove Zamky und Salam. Reinitz-Pfeäov. Der Repräsentanz die Herren: Arnim Adler-Sarluthy, Kobi Adler-Nitra, S. ßoiiyhadi-Senec, M. Breuer-Dun. Streda, Andor Brocly- Kesmafok, Sam. Eichner-Sp. Podliradie, Simon Ehrlich- Kosice, Mor Frey-Bratislava, Simon Gansel-Sala n. V., Mor Grauss-Topolcany, N. Haass-Lucenec, David Krauss- Bratislava, Ign. Kalisch-Galanta, Willi. Kolm-Guta, David Neuhauser-Dun. Streda, Willi. Rosner-Surany, Wilheim Reich-Trnava, Jakob Herzog-Vrbove, Elias Stern- Komarno. L. Span-V. Meder, Jerem. Stern-Piestany, Ign. Stern-Galanta, A. Tauber-Samoryn, Harry Ullmann- Zabokreky, Schmiedel sen.-Sahy, Simon Wciss-Myjava,!Markus Weber-Stupava und Adolf Weiss-Sered. Aus der Aguda-Mädchengruppe in Nove Zamky. Die Agudas Jisroel-Mädchengruppe in Nove Zamky setzt ihre wohltuende Tätigkeit umsiclitig fort. Letzten Sabbat hielt ihre Präsidentin Erl. Mirjam Löwy einen vielbeachteten Vortrag über das richtige Verhalten der jüdischen Frau gegenüber den Auswüchsen der Mode. Darauf fand eine Sitzung statt, in welcher auf Vorschlag der Präsidentin Erl. Löwy der Beschluß gefaßt wurde, die unbemittelten Schulkinder während des eben beginnenden Schuljahres mit Milch zu versorgen. Die Mittel hiezu sollen im Wege einer Sammlung aufgebracht werden. Am nächsten Tage wurde auch die Sammlung eingeleitet. Das Resultat erwies sich sofort so günstig, daß die Aktion schon jetzt als gesichert erscheint.