Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 44 (7.11.1930)
- Date
- 1930-11-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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r Setfee 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 44 Die Redaktion ütanmt in keinem falle die letanlwefiBoii MM lies Kasdirns im üBBomentBile uni cs ist Satte fler Leser, 11 zd ioMeteo Residenz-Atelier für moderne Phnfnnranhift Wien, 1.Fleischmarkt 1,Tel. R-29-2-80 MWUIVIUd X*«VAAVA V * A1UIUIJI Aufnahmen täglich von 9 bis 6 Uhr. an Sonntagen von 9 bis 6 Uhr Jung, indem er die Erschienenen in den neuen Räumen aufs herzlichste willkommen hieß und einige bedeutungsvolle Worte über die Aufgaben der Jugendgruppen sprach. Den Tätigkeitsbericht erstattete Vizepräses Herr Max Weiß. Zunächst gedachte er des unerwartet frühen Hinscheidens des Oberrabbiners A. Katz,צ״ל?, des Begründers und ersten Präsidenten der Landesorganisation in der Slowakei. Referent berichtete über das im letzten Jahre Geleistete und sprach von der Vorarbeit zur Errichtung des Lokals, von der Organisationsarbeit (die Jugendgruppe zählt zur־ zeit 185 Mitglieder), der B־ und C־Gruppe, vom Unter־ Tichtswcsen (Vorträge, neue und Ausbau alter Schiurim), Veranstaltungen (Sijum 13. Schwat, Sijumfeier für Ba־ churim und gesellige Veranstaltungen), Herausgabe des Sefer מנהגי בעל חתם סיפר und der Festschrift, der Schomre־Schabbos־Aktion (Sonntagsruhe), Jeschiwah־ Aktion (Budget 22.000 tsch. K), Koifer־Nefesch־Aktion, Sman־Tefilloh־Anzeigcr usw. Ücr Beifall, den der Referent erntete, zeugte von der Zufriedenheit und Dankbarkeit der Generalversammlung der Leitung gegenüber. Den Kassabericht erstattete mit genauer Sachlichkeit Kassier Emil Koth und wies in seiner Einleitung zum Bericht auf die nunmehr notwendige Stärkung der Jugendgruppen־ finanzen hin. Sodann folgte das vom Herrn Ch. J. Weiß gehaltene Referat: ״Grundlinien unseres geistig־religiösen Aufstieges.“ Rfedncr behandelte in aufrichtigen, von Herz zu Herz dringenden Worten die Gebrechen der heutigen Jugend im allgemeinen und zeigte durch die Wesensunter־ schiede zwischen der orthodoxen Jugend und der Anders־ gesinnten die Notwendigkeit des Hislahavus bei der agudistischen Jugend. Des weiteren beschäftigte er sich eindringlich mit den Aufgaben des agudistischen Jochid und des Ziburs. Starker anhaltender Beifall lohnte seine Ausführungen. Vizepräses A. Z. Kohn rief im Namen der gesamten orthodoxen Jugend Preßburgs Herrn Ch. J. Weiß, dem nunmehr scheidenden langjährigen unermüd־ liehen, verdienstvollen Präses,. Worte der dankbaren An־ erkennung zu. Herr Max Löwy bringt ein Bcgrüßungs־ schreiben zur *Verlesung, das die Generalversammlung Herrn Jakob Rosenheim anläßlich seines 60. Geburts־ tages, zum 14. Cheschwan, absenden soll. Die General־ debatte trug zuweilen sehr ernsten Charakter. An der Debatte nahmen teil die Herren: Adolf, A. Z. und Koppel Kohn, Hermann Adler, Max Löwy, W. N e u m a n n, A. S a 1 a m o n, u. a. Herr Ch. J. Weiß unterbreitet einen Antrag, wonach durch die nunmehr ausgedehnte Tätigkeit und größere Verantwortung zur Unterstützung der Leitung ein Präsidialrat gewählt werde, der aus den Herren Max Löwy, Bela Kästner, Adolf Kohn, Nathan Kohl mann und Emil Weiß bestehe. Lebhafter Beifall bestätigt diese Wahl. Es wurde ferner beschlossen, die Mitglieder zu ersuchen, ihre Monats־ beiträge nach Tunlichkeit zu erhöhen, um der Leitung die Arbeit zu erleichtern. Die darauffolgende Neuwahl der Leitung unter reger Teilnahme der Mitglieder ergab fol־ gendes Resultat: Max Weiß, Vorsitzender; Gcza Weiß, A. Z. Kohn, Vizepräses; Emil Koth, Paul Stern־ fe 1 d, Kassiere; Alexander Holländer, Schriftführer; Wilh. Donnenbaum, Artur Zimmermann, Kon# trollore; J. Danzig, J. Fischer, B. Katz, A. Kauf־ mann, G. König, Dr. L ö w y, E. Ungar, J. Schön־ b e r g e r, M. W o 11 i t z, Ausschußmitglieder. Aus dem Leserkreis. An die ehrwürdigen Jeschiwoleiter. Ein ernstes Wort zu Beginn des Seman. Wie oft hören wir seitens der תומכי ישיבה, berechtigte Klagen 'betreffend die ungenügende materielle Unterstützung der ישיבות. Diesem Zustande abzuhelfen, haben — wie bekannt — die jeschiwoleitenden רבני□ שליט״א zwecks Hebung der finanziellen Lage ihrer Anstalten einen Verein auf breitester Grundläge ins Leben gerufen. Welcher Erfolg — oder ob überhaupt ein solcher — von dieser Neugründung zu erwarten ist, mag dahingestellt bleiben. Tatsache ist, daß die fürs Thoralernen verantwortlichen Führer auch diesen Weg nicht unbeschritten ließen, um für הרבצ'ת1רה die Basis zu sichern. Man ist also bestrebt, für die Dauer des Studiums der Jeschiwo-Schüler auch für ihr körperliches Wohlergehen zu sorgen. .*־•־ •׳■ II. Eine andere Saite müssen wir anschlagen, wenn wir von der Zeit sprechen, da der בחור die ישיבה verlassen will. Ein Großteil der Jesc-hiwo-Zöglinge verläßt diese mit 1? bis IS Jahren. Ein Teil verbleibt bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres. Diese suchen auf irgend eine Weise in Geschäftsunternehmungen aller Art ■unterzukommen. Suchen! . . . Gelingt es ihnen aber? Ein Blick in die Korrespondenz der Stellenvermittlungszentrale genügt, um feststellcu zu können, mit welchen Schwierigkeiten es verbunden ist, einen älteren jungen, dazu noch einen gewesenen ישיבה״ בחור in einem Geschüft unterzubringen. Der Chef hat eine Anzahl Ein- Wendungen. Es paßt ihm nicht, von einem ת״ח ein Paket schleppen zu lassen. Er kann nicht Zusehen, wie sein Kommis, der nie gelernt hat, seinem untergeordneten Volontär Befehle erteilt. Von denen man solche Entgegnungen hört, gehören schon zu den besten Söhnen des jüdischen Volkes. Was sollen erst solche sagen, die •auch ansonsten nicht siel Interesse au לימיד התורה haben und natürlicherweise den ״Bocher“ mit einem gewissen Befremden betrachten? Es gibt auch wohl solche Bachurim, die im Hause ihrer Eltern eine Beschäftigung finden; es sind aber deren nur sehr wenig. HI. Was ist erst das Schicksal des Märtyrers, welcher noch länger als bis zum 20. Lebensjahr an der Jeschiwo bleibt? Dieser kann doch selbstverständlich nicht mehr als ״Lehrjunge“ ins Geschäft. Wer kümmert sich um ihn? Die Zeiten, da vermögende, ehrenvolle בעלי בתים aus den ישיבות den Mann für ihre Tochter holten, sind längst vorbei. Wenn es noch vorkommt, daß sich jemand einen ״Bocher einsetzt“ und dem Eidam ״Kost auf zwei bis drei Jahre“ verspricht und auch wirklich gibt, damit er sich während dieser Zeit ״nach einem Geschäft umsehen soll“, so haben wir auch schon die Erfahrung gemacht, daß nach Verlauf dieser Frist der Schwiegersolm am Nacken seines Schwiegervaters bleibt und zuletzt noch froh sein muß, in einem weltentrückten Nest für kärglichen Lohn einen Melamedposteu an treten zu können. Unzählige talentierte junge Leute gibt es, die, wenn ihnen die nötige Anleitung zuteil geworden wäre, außerdem, daß sie eine nach menschlicher Berechnung sichere Existenz gehabt, auch fürs Judentums Eminentes geleistet hätten. IV. Es mögen doch die verantwortlichen Herren sich zu einer Konferenz einfindeu, bei welcher Gelegenheit nicht über die Zukunft der ישיבות, sondern über die Zukunft der בחירי הישיבוח beraten ׳wird. ״E in Schrei a u s t a u s e n d Kehle n.“ Elly Fischer Gutta Verlobte Josef Deutsch Mattersburg — Zagreb Statt Karten. ב״ה Rabbiner Josef Baumgarten Lazar Kohlmann und Frau laden Verwandte, Freunde und Bekannte zur Trauung ihrer Kinder Helene חיה ת׳ und Henrik צבי ב״י welche Donnerstag, den 22. Cheschwan (13. November) um alb 2 Uhr nachmittags in der Schiffschul, Große Schiffgassc 8, stattfindet, frenndschaftlidist ein. W i e n - B r a t i s La v a. Die Agudas Jisroel Mädchengruppe, Wien, 11. wünscht ihrer bewährten Fülirerin Fränlein Helene Baumgarten zu ihrer Vermählung mit Flenn Harry Kohlmann herzlichst מ1ל טיב Meinem besten und innigsten Freunde Herrn Oskar Weisz wünsche ich zu seiner Verlobung mit Fräulein Mina Spitz aus Trnava herzlichen מזל טוב Isak Breuer, Sered n. V. Heirat! Für zwei gut erzogene, intelligente Mädchen aus zwei religiösen Häusern größeren Provinzortes, mit betrüchtlichem Bar- und sonstigem Vermögen, tüchtig im Geschäft und Haushalt, werden religiöse Gatten mit nachweisbar guter Existenz gesucht, ln beiden Fällen ist eventuell Einheirat für tüchtige, junge Geschäftsleute durch Existenzgründung in den am Verkehrsreichsten Platze gelegenen eigenen Häusern dieser beiden Familien gegeben. Sofortige Anträge unter Chiffre ״Nicht unter 30“ an die Bratislavas• Administration dieses Blattes. Gassenkäbinett sehr rein, wird an jungen Mann oder Fräulein per sofort abgegeben. Klavierbenützung. Auf Wunsch auch ganze Pension, streng koscher. Kollmahn, Wien, II., Franz- Hochedlinger-Gasse 17/16. Hauslehrer der zugleich שיחט ist, wird nach Wiesmath (N.-Oe.) gesucht. Gehalt nach Uebereinkonnnen. Offerte an nachstehende Adresse zu richten: Max Jaul, Wiesmath, N.-Oe. Fräulein gesetzteren Alters sucht Stelle als Stütze oder Haushälterin nach, der Teschechoslowakei. Versiert im Haushalte, kocht gut, •versteht auch leichte Kranken־ pflege. R. \V., \Viener־Neustadt, Volksbadgasse 12. טיכטיגער שרב טיט קבלות והיראות פאן גרעסטען ארטה׳ רבנים, סיט מעהריעהריגער פראקסיס, פראקטישער מיהל, טורה הוראה, נוטער בע״ת< מיט קליינער פאמיליע זוכט פאסטען פער זאפארט. אנפראנען אן רי בראטיסל, ארט. ד. בל. | Intelligentes Fräulein | E aus streng ■frommem Hause,— 5 mit korrekter deutscher Sprache, wird zu ~ zwei Kindern im Alter von 4 u. 8 Jahren s. per sofort gesucht. Zuschriften unter ״Gute Pädagogin“ an die Wr. Adm. d. 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Cheschwon Minchah 4.25, שיק פ׳ וירא*• Morgengebet 7 und 9.30 Uhr. Minchah 3.30, 5.15 מוצאי שבת קורש. — An Wochentagen Morgengebet 6.15, Minchah 4.80 Uhr. ■■M'iwaMawa Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortliche* Redakteur: Dr. Joel Pollak, Wien, II., Leopoldsgass© 26.—י Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz, Bratislava.־— Druck: Druckerei־» und Verlags־A.*G. Ig. Steinmann, Wie»,.; IX., Universitätsstraße 6—8.