Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 35 (29.8.1930)
- Date
- 1930-08-29
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 35 1 20 Residenz ־Atelier rar moderne Photooranhie Wien, I. Fleischmarkt 1, Tel. R-29'2-80 UUUlUVJItt AIUIIUi 1״״UW * IA||1I1U Aufnahmen «glich von 9 bis 6 Uhr, an Sonntagen von 9 bis 6 Uhr HHHnsHHHBRnaaMMRnamaMHnHMHHpa■■■■■■■■■■■ Dankenswert erscheint uns, daß die Tagung in ihrer letzten Resolution die ganzen beiden letzten Sätze einem wirklichen und aktuellen Anliegen des slowakischen Judentums gewidmet hat, der Sonntagsruhe. Wir fernen uns, daß sie die Gefahr, die in der Aenderung des gegenwärtigen Zustandes in dieser Frage liegt, hegreift, und sprechen hier öffentlich die Hoffnung aus, daß es ihr gelingen möge, zumindest durch ihre nahen Beziehungen zur sozialdemokratischen Partei, an der Abwehr dieser Ge#, fahr mitzuwirken. Wenn sie in der Resolution sagt: ״Die Parteileitungssitzung fordert den Status quo ante in der Sonntagsruhefrage. Sie macht eindringlichst auf jene Gefahren aufmerksam, welche eine dies־ bezügliche Reform, insbesondere im gegenwärtigen Zeit# punkt hervorzurufen geeignet wäre.“ So klingt das allerdings nicht so entschieden wie ihre geharnischten Kundgebungen in nationalistischen Dingen. Trotzdem wäre eine Tat in dieser Frage schon etwas, was auch das thoratreue Judentum bei allem Gegensatz zur ״Jüdischen Partei“ freimütig anerkennen würde. J. J. B. Für die Jcschiwoth in der Slowakei. "Wir berichteten vor kurzem von einer abermaligen, diesmal von der ״Machsike Hadass“ ergriffenen Initiative zur Gründung eines Landesvereins zwecks finanzieller Unterstützung der slowakischen Jeschiwoth nach dem Muster der ungarischen ״Tomche Jeschiwoth". Wir er# halten jetzt vom vorbereitenden Komitee den nach# folgenden Aufruf, der gleichzeitig an alle Gemeinden des Landes versandt wurde. Es wäre im Interesse des sehr zu wünschen, daß alle aufrichtigen Juden an den Beratungen in Nove Zämky teilnehmen, damit die Auseinandersetzung über den richtigen Weg das Thema seiner eminenten Bedeutung gemäß erschöpfe und der Aktion zum Gelingen verhelfe. EINLADUNG. Seit Jahren kämpfen und ringen die ישיבות hart und schwer um ihren Bestand; in der letzten Zeit ist der Kampf ein erbitterter, verzweifelter geworden. Der Strom der Unterstützungen, der die ישיב1ת be־ lebte, wird immer schmäler und schmäler, die Hilfs# quellen versiegen. Gefahrdrohende, nachtschwarze Sorgenwolken haben sich auf die ישיבות niedergelassen. Not und Entbehrung haben in den heiligen Pflege* Stätten der תורה הקדושה ihr Zelt aufgeschlagen. Das Bettelwesen der Wander*Bachurim oder der sich als solche Ausgebenden nimmt zu und zerrt den 'כבול הה in den Kot. Die ernste Lage erheischt eine sofortigel Lösung; Die Frage ist reif zur Tat. Die Liebe zur תורה הקרושה die Sorge um die Zukunft der 'שיבות I machte es dem Vorbereitungskomitee zur heiligen Pflicht, nicht weiter zu zögern und für ״ך אלךל 2 יום א׳ פ׳ כי תבא הבע״ל Uhr nachmittags nach Nove Zämky eine gründende Generalversammlung der תומכי ישימת einzuberufen. — Das Vorbereitungs# komitee ersucht die löbl׳. Gemeinde, zwei Delegierte zu dieser Versammlung entsenden zu wollen. . Tagesordnung: 1. Begrüßung durch Se. Ehrw. H. Oberrabbiner Tiegermann, Nove Zämky. 2. Eröffnungsrede des Vorsitzenden des Vorbereitungs* komitees Sr. Ehrw. H. Oberrabbiner Ungar, Trnava. 3. Begrüßung durch Gemeindepräses H. Rafael Kohn, Nove Zämky. 4. Einleitende Worte des Mitgliedes des Vorbe* reitungskomitees H. Sußmann, Galanta. 5. Referent, erstattet von Sr. Ehrw. H. Oberrabbiner Eckstein, Szered. 6. Beschlußfassung betreffs der Gründung des zu gründenden תומכי ישיבה Vereines. 7. Unterbreitung der Vereinsstatuten. 8. Wahl des Zentralausschusses und der Repräsentanz, g. Anträge und Schlußwort des Präses. Das Vorbereitungskomitee erwartet mit Be* stimmtheit, daß sich die Gemeinden, die Förderer jüdi* scher Ziele, und Institutionen unserem Wunsche nicht verschließen werden. Mit glaubensbrüderlichem Gruße Das Vorbereitungskomitee. Briefkasten. ״Rabio“־Oberrabbiner Samuel Reich, Vrlove: Die vornehme Zurückhaltung, die Sie bei uns so tadelnswert finden, verbietet uns auch, uns mit Ihren Auslassungen zu beschäftigen. Mehr Ernst! Munkacs: Wir verlangen religiöse Stärkung der weiblichen Jugend und ihre zielgerechte Erziehung zu frommen, bewußten und ernsten orthodoxen jüdischen Frauen und Müttern im Sinne des Aguda#Programms, wie es von den maßgebenden גדולים וצדקים des thoratreuen I Judentums aller Länder gebilligt wird. Eine solche Ver# einigung von wirklich orthodoxen Frauen und Mädchen existiert unseres Wissens bei Ihnen immer noch nicht. Davon können Sie sich am besten auch selber überzeugen, wenn Sic Kleidung und Verhalten der weiblichen Jugend, selbst der Töchter aus führenden chassidischen Häusern, bei Ihnen auf der Straße beobachten. In Aguda#Frauen# und Mädchengruppen wird man anders erzogen und anders gewöhnt. Der ״jüdische MadehVerein", für den das Blatt des Munkacser Oberrabbiners Propaganda macht, ist allem Anscheine nach genau das Gegenteil von einer Aguda#Mädchengruppe und mit einer solchen keineswegs zu verwechseln. Damit dies nicht geschieht, drucken wir hier die ״Einladung , auf die Sie aus freund* lieh aufmerksam machen, aus der jüngsten Nummer des genannten Blattes im Original ab: איינלאדונג די היזיגע יודושע מעדיל־פעראיין לאדעט איין איהרע נ. מיטגלירער צו רעם "פארילאלט־גאכמיטאג“ וועלבער יועט זיין זאנטאג אם 17 ■טען ד. מ• אין האטעל "לאט^ריצא“ אום 3 אוהד נ. ט. נעסט ווערען נערן געזעהען. - די לייטונג. Vor ״jüdischen Mädchenvereinen, deren ״jüdische" Beziehung sich in d[er Veranstaltung von ״Fagylalt*Nach* mittagen" nach dem Vorbild der ליצ 1תD*Vereine er* schöpft, sollte eine ״orthodoxe" Zeitung in unserer Zeit ,׳warnen und nicht für sie noch die Pauke schlagen. Rözsi Lichtenstein Balkäny (Ungarn) Verl obte Arnold Klein Seöovce Die Agudas* Jisroel־ Jugendorganisation in der SIo* wakei gratuliert herzlichst ihrem geschätzten Landesaus* schußmitgliede Herrn Armin Holzer, Piestany, zu seiner Vermählung. J מ1ל טיב Suche eine bescheidene 30־ bis 40jährige orth. Frau zur Führung der Hauswirtschaft bei alleinstehender orth. Frau. Mark Binetter, Batorkesy. Suche tiir meine Tochter 29 Jahre alt, häuslich gut erzogen, einen , anständigen braven jungen Mann. Sie besitzt großes eigenes Haus mit sämtlicher!Einrichtung, Bargeld und komplette Ausstattung. 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