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Jüdische Presse · 1930-08-08 · 32 (8.8.1930) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
32 (8.8.1930)
Date
1930-08-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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'Nr. 32 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 NACHRICHTEN m Die Lage in Borsclia. (J. T. A.) Einem aus Bukarest eintreffenden Berieht ist zu entnehmen, daß in Borsclia Ruhe herrscht, die Lage jedoch sehr bedrohlich ißt. da die (Bauern infolge der Wirtschaftskrise, der Arbeitslosigkeit und des durch den Brand entstandenen Elends außerordentlich verbittert sind. Beim Leiter der Ortspolizei erscheinen täglich Abordnungen der Bauerschaft, die Rettung vor dem Hungertode fordern. Ein amtliches Untersuchung«- komitee, dem höhere Beamte aus!Bukarest augehören und das unter dem Vorsitz des Staatsanwalts von Oradea Mare steht, ist in Borseha eingetroffen, verhörte die Teilnehmer der antisemitischen Ausschreitungen und nahm Haussuchungen ■in den Wohnungen der Hauptanliihrer. der Priester Benderi und Dumitrescu, vor. Doch werden die Resultate der bisherigen Untersuchung geheimgchalten. ■Das Komitee hat nach Bukarest benichtet. tlafi die antijüdischen Ausschreitungen in Borseha eine Folge des iBauernelends seien und daß die gegenwiirtige Lage dringende Hilfsmaßnahmen erfordere, wenn eine ״Wiederholung der Ausschreitungen vermieden werden soll. Die behördlichen UutersucliungvssteUen schätzen den durch die iBrundkatastrophe von iBorscha eutstandenen Schaden auf 25 ־Millionen Lei. Diese Summe wird die Regierung ■als Entschädigung zu zahlen.haben, wenn sich hcrausstellt, daß das Feuer nicht, wie behördlich noch immer behauptet wird, auf einen unglücklichen Zufall, sondern auf Brandlegung seitens der Antisemiten zurück zu führen ist. Die Beamten der Kommission ’teilten der J. 'I'. A. mit, daß die Verteilung der Unterstiitzungsgeklcr unter Teilnahme der jüdischen ücputierten vor sich gehen wird. 111 einem ausführlichen, von der rumänischen.Zeitaug ..Lupta“ veröffentlichten Schreiben legt der jiidisehe Deputierte Fischer dar, er habe nie gesagt, daß der Brand von Borsclia nicht von Antisemiten gelegt, sondern durch einen unglücklichen Zufall entstanden sei. Fischer tritt damit der Behauptung von Regierung«- ■beamten uik] auch clos Innenmiinistei's Vnkla Yoevod entgegen, die angebliche eine diesbezügliche Acußerung in seinem Namen weitergegeben haben. Neue Beschränkungsmaßnahmen an der Klage־ mauer anläßlich des Tischa b’Aw. (J. T. A.) Für clen Tischa־b’Aw־Gottesdienst an der Klagemauer wurde der Gebrauch von Kerzen zum Lesen der Kinoth (Trauet־ gebete) und der Gebrauch von Sitzmatten verboten. Der 'Distriktskommissär von Jerusalem, Keith Roach, teilte dem Waad Leumi .und der Agudas Jisroel mit, daß die Zeremonie der Mondweihe (Kiddusch Lewanah) au der Klagemauer unstatthaft sei. Solche Beschränkungen sind in der Vergangenheit noch nie zur Anwendung gc־ kommen. Die Palästina־Regierung bemüht sich um Einigung im Klagemauer־Streit. (J. T. A.) Die Palästina־Regie1־ung setzt die von der Klagemauer־Kommission ins Werk ge־ setzten Bemühungen zur Erzielung einer gütlichen Eini־ gung zwischen Juden und Arabern im Klagemauer ־Streit fort. Auf jüdischer Seite ist man, wie der J. T. A. berichtet ■wird, bereit, bedingungslos das Eigentum der Moslems an der Klagemauer und dem Platz vor der Klagemauer anzu־ erkennen, verlangt jedoch von den Moslems die An־ erkennung des Rechtes zur Ausübung des jüdischen Gottesdienstes auf dem Platz vor der Klagemauer. Die Einigu ngsverhandlungen sind bisher nicht weiter ge־ diehen, weil die Haltung der Partei des Mfufti unver־ ändert abweisend ist. Kommunistische Tätigkeit in Palästina. (J. T. A.) ln den Straßen Jerusalems wurde eine Broschüre ver־ teilt, als deren Herausgeber sich ein Zentralkomitee der kommunistischen Jugendliga Palästinas bezeichnet. In dieser Broschüre wird über die Organisation des Hunger־ Streiks der 88 politischen Häftlinge, die weitverzweigte• kommunistische Propagandatätigkeit und ihren Wiel**?־ hall, besonders unter den Arabern, berichtet. Ferner ist von einer im Mai abgehaltenen Plenarsitzung, an der. 27 Delegierte, darunter acht Araber, teilgenommen haben und die geheimen Vorbereitungen leiteten, zu lesen. Es wird mitgeteilt, daß zum ersten Male Araber nicht als Gäste, sondern als verantwortliche Partner tätig waren und daß bei der Plenarsitzung die Unruhen des ver־ gangenen Jahres, in dem Bericht ״Die August#Revolte” genannt, ausführlich diskutiert worden seien. Die Sitzung habe der Anordnung der kommunistischen Internationale besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die dahinging, daß das Land, für welches die Bolschewisierung die beste Garantie freier Entwicklung darstelle, arabisiert werden müsse. Demzufolge sei auch die Arabisierung der kom־ munistischen Jugendliga in einer Resolution beschlossen worden. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Zahl 5804 ex 1930. Wien, im August 1930. Kundmachung. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien werden Aufsichtsorgane im Koscherfleisch wesen in Vormerkung genommen, welche in Nikkur voll־ kommen ausgebildet sind, die volle körperliche Eignung besitzen und das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Bevorzugt sind solche, welche gleichzeitig die Befähigung zur Vornahme von G e f 1 ü g eis c h 1 a c h־ t u n g e n haben.. Bewerber, welche die österreichische Bun־ desbürgers.chaft besitzen, wollen ihre Begehren nach Vormerkung nebst Befähigungszeugnissen von min* destens drei orthodoxen Rabbinern unter Nachweis ihrer streng religiösen Lebensführung, der bisherigen Verwen* düng und Angabe ihres Lebenslaufes bis längstens 31. August 1930 an den Vorstand der israel. Kultus* /gemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock (Amts* *direktion) gelangen lassen, woselbst die näheren Be# *dingungen zu erfragen sind. Der Vorstand , -der israelitischen Kultusgemeinde ׳Wien. f Tschechoslowakei j?mmmmmmmmmmmummmmmmmmmummmmmmmmmmmmmmmmwmmmmmmmmmmmmmmmmnmmmmmmmummmamuff Konsolidierung der religiösen Verhältnisse und Dajanwalu in Prag. Von bestinformieitev. vertrauenswürdiger Stelle erhalten wir die folgende Mitteilung über den nugen: blicklichen Stand der religiösen Verhältnisse in Prag: In den letzten Monaten scheint sich das religiöse Leben hier endlich heben zu wollen. Die wenigen Jereim beginnen sich zu organisieren. \on großer Wichtigkeit für die weitere Entwicklung wird die Person des demnächst zu wählenden Dajan sein. Diesem werden alle bisher dem Oberrabbiner unterstellten rituellen Belange. Kaschruthweseu. Giilin und C'haliza unterstellt werden. Unser־ Gewährsmann spricht die Hoffnung aus, daß sich geeignete Bewerber melden, die in unserer Reielishanptstadt viel für die Jüdisch keit leisten könnten. Rabbi Mordchaj Leb Goldstein S^״* Die jüdische Gemeinde in Nitrn — und mit ihr das thoratreue Judentum im ganzen Lande — beklagt abermals den Verlust eines ihrer Besten. Atu 9. Aw verschied nach langem, schwerem Leiden im Landesspital zu Bratislava Rabbi Mordchaj Leb Gold* stein זצ״ל itn Alter von etwa 60 Jahren. Er war eitv Kind der Nitraer Gemeinde und zeichnete sich in jugendlichen Jahren schon durch aufrichtige Frömmigkeit und großen Lerneifer aus. Er war ein bevorzugter Schüler des Rabbi Samuel Ehrenfeld זצ״ל in Mattersdorf und widmete sich sein ganzes Leben hindurch trotz allerlei zermürbenden Kümmernissen ausschheß- Ich dem Tlioralei neu לשמה• Tu der Gemeinde genoß er allgemeine Achtung. Er war Melamed an der falmud Thora ,and versah zeitweilig auch Funktionen der הוראה. Sein Heimgang rief in allen Kreisen Trauer hervor. Seine irdische Hülle wurde am 10. Aw׳ nach Nitra überführt, wo die ה ל 1 י׳ unter großer Beteiligung stattfand. Herr Rabbiner Markus Vorhand würdigte in einem wirkungsvollen הספד die Personlichkeit des Verblichenen. Es sprachen noch die Herren Aron Adler namens der סל מדים und Joel Neuwalder im Namen der Bne Thora. חנצב״ה. R. Joclmnan Tobias צ״ל? Aus Wien kommt die Trauerkun.de vom Hinscheiden des in der Preßburger Gemeinde seit mehr als einem Jahrzehnt in allen Kreisen der Orthodoxie hochgeachteten R. Joclianan Tobias זצ״ל. Kr erreichte ein Alter von 65 Jahren und starb am Freitag und wurde am Tisch’oh be’aw unter Beteiligung eines großen Kreises von Freunden und Verehrern zu Grabe getragen. Er kam als Kriegsflüchtling aus Polen nach Preß bürg und gewann sich bald infolge seines vornehmen Wesens und seines ausgeprägten Wohltätigkeitssinnes die Sympathien aller, die zu ihm geschäftlieh oder gesellschaftlich in Beziehung traten. Er war ein ausgezeichneter תלמיד חכם ehemaliger Schüler der Woloziner Jeschivva und ein מוקיר רבנן dem der Umgang mit בני תודה inneres Bedürfnis geworden ist. Seit einiger Zeit lebte er zum Teil in Wien. Dort ereilte ihn auch die Todesstunde. Zuerst gab sein Schwiegersohn Herr Dr. Benedikt dem Schmerze der Familie über den Verlust, den sie erlitt, bewegten Ausdruck. Dann widmete ihm sein Jugendfreund Oberrabbiner Hager aus Tinste einen ergreifenden Nachruf. תנצב״ה. Grabsteinsetzung für Oberrabbiner Rabbi Salomon Schreiber ז״צל Sonntag den 2. Aw wurde in Beregsas in Gegenwart der ganzen Gemeinde der Denkstein auf das Grab des vor kurzem verschiedenen Oberrabbiners Rabbi Salomon Schreiber או״ל gesetzt, ln tiefer Ergriffenheit umstanden hunderte Freunde uucl Verehrer den Grabhügel eines Großen in Israel, in dem ein langes Leben hindurch die geheiligten Traditionen seiner großen Ahnen und der glühende Eifer für alles Jüdische, wie sie es verstanden wissen wollten, fortlebte. Die erste Denkrede hielt der Schwiegersohn des Betrauerten, Herr Rabbiner Salomon Hirsch, der ein Jahrzehnt an der Seite des Heimgegangenen als sein Stellvertreter wirkte und jetzt von einem Teile der Gemeinde und — wie berichtet wird — von 30 Filiaigemeinden im Sinne seines Testamentes auch zu seinen» Nachfolger ausersehen ist. ln meisterhafte»• Weise entwarf der Redner ein treues Lebensbild des Heimgegangenen und schilderte zur Nachahmung aneifernd sein Walten und Wirken auf allen Gebieten jüdischen Wissens und Lebens. Den Rahmen dieser großangelegten Schuleinschreibungen im Dr. Krüger- Heim. Internat — Halbinternat — Externah Wien, II., Malzgasse?, Telephon A-48-0-??. Einschreibungen täglich von 9 bis 12 und von 3 bis 5 Uhr exklusive Samstag und Sonntag. Volks- und Hauptschule für Mädchen mit Oeffentlichkeitsrecht — Zweiklassige Frauengewerbeschule für Weißnähen und Kleidermachen mit Oeffentliclikedtsrecht — Streng rituelle Kochkurse (Tages- und Abendkurse), die einzigen rituellen Kurse in Oesterreich — Lehrerinnenseminar (Beth-Jacob), 1. Jahrgang — Moderne Sprachschule für Deutsch, Französisch, Englisch (spezielle Kinderkurse) — Kunstgewerbliche Kurse iu Vorbereitung. Streng ritueller Haushalt; mäßige Preise. und gut durchdachten Rede bildete eine Fülle vortrefflieber דבריי אנדה •die in wirkungsvollen ׳דברי מוסר ausklangen. Nach ihm sp»*ach Herr Oberrabbiner Kohn aus Nameny sehr eindrucksvoll und mahnte die Gemeinde Beregsas an ihre Pflicht, den letzten Willen ihres großen geistigen Führers ungesäumt zu erfüllen und seinem Schwiegersohn das Rabbinatsamt auch offiziell zu übertragen. Auch diese Rede machte auf die Versammelten sichtlich Eindruck. Nach Preßburger Vorbild. Die zionistischen Zeitungen berichten mit großem Behagen, daß die Zentralkonferenz der amerikanischen Reformrabbiner vor kurzem den Beschluß gefaßt hat, in das Reform- Gebetbuch, aus dem bekanntlich jedes hebräische Wort verbannt ist, nunmehr zwei Stücke in hebräischer Sprache aufzunehmen. Als erstes soll ״Kol Nidre“ wieder reformtempelfähig erklärt werden. Freilich nicht etwa das Gebet, wie es seit Jahrtausenden in ganz Jisroel am Vorabend des heiligen Tages in tiefer Inbriinst gesprochen wird. Nein, dazu sind die amerikanischen Reformrabbiner zu wenig Juden und zn viel Zionisten. Sie beschlossen vielmehr, bloß die bekannte Melodie des Gebetes und die ersten beiden Anfangs worte des alten Textes wiedereinzuführen, um den Besuchern ihrer Reformtempel die Illusion des alten ״Kol Nidre“ vorzugaukeln. Vielleicht können sie dann mit den Teinpelsitzen an den hohen Feiertagen um so bessere Geschäfte machen. Ein bißchen ״Business“ wird in Amerika nicht so übel bewertet wie bei uns. Der weitere Teil des Gebetes soll eventuell auf Wunsch der Reformrabbiner von dem Dichter Bialik neu verfaßt werden. Das ist aber noch nicht so sensationell und nicht so wichtig, daß die zionistischen Zeitungen darin den Anbruch einer neuen Morgenröte erblicken sollen. Mit Preßburg hat dieser Beschluß erst reckt nichts zu tun, denen ״Kol Nidre“ wird schließlich nicht nur in Preßburg gesagt. An Preßburg gemahnt tler zweite Beschluß der Reformrabbis. Sie beschlossen nämlich, außer der Melodie und den zwei Worten ״Kol Nidre“ auch das zionistische Lied ״Hatikwa“ mit Ueberschrift und vollem ungekürztem hebräisehen Text in ihr Gebetrituale aufzunehmen, Der Antragsteller war kein Geringerer als der bekannte Rabbi Stephen S. Wise, dessen Herzen der Christentumsstifter so nahesteht, daß er ihm als jüdischnationalen Heiligen in seinen Predigten und Reden huldigt, Und zu dieser Sache haben wir Preßburger schon ein Wort zu sagen. Diese zionistische Sensation können wir den amerikanischen Reformrabbfe nicht so ohne weiteres überlassen. Unseren Zionisten gebührt darin die Priorität und nicht den Amerikanern. Die Amerikaner sind gesegnet genug mit Dollars, weshalb wollen sie uns den armseligen Ruhm, das zionistische Nationallied zum ertenmal in die Gebets-u n ordnun'g eingeführt zu haben, nicht gönnen? Nein, nein, das können wir nicht zulassenl Wir müssen für unsere Zionisten die geschichtliche Wahrheit der Erstgeburt iü Anspruch nehmen. Sie waren es und nicht die Reformrabbis im Dollarland, die seit Jahren mit viel Takt und ein wenig Gewalt in der Preßburger orthodoxen Haupt- Synagoge vorläufig einmal im Jahre — allerdings nicht am Kol-Nidre-Abend, sondern als erste Hakofoh am Simchas Thora — die Einführung der ״Hatikwa“, ebenfalls mit der traditionellen Melodie und vollem ungekürzten! hebräischen Text, durchsetzten. Und wenn aus allgemeiner Freude darüber — wie im letzten Jahre geschehen — statt der üblichen sieben nur fünf Hokofos gemacht werden und unser Oberrabbiner voller Entzückung etwas voreilig den Tempel verläßt, so können wir rins trösten. Denn wir wissen jetzt: Rabbi Stephen S. Wise bleibt auch dann noch im Geiste bei uns . . . Bücher. י׳ ספר בית הבחירה על מם׳ סנהדרין יצא לאור ע״י v ט א אברהם סיפר אב״ד גוריציאה (איטאליא) (Hermon־Verlag, Frankfurt a. M,) Die Vorzüge von Meiris einen Kommentar zum ganzen Talmud umfassenden Hauptwerk בית הבה׳ sind bekannt. Die streng methodische, vom Allgemeinen zum ׳Besonderen fortschreitende Behandlung der talmudischen I hemata, die lichtvollen Lösungen schwieriger Einzel־ stellen, die systematische Darstellung der שיטות הפוסקים und nicht zuletzt der klare elegante Stil räumt Meiris Werk eine besondere Stellung in der ראשונים *Literatur ein. Leider ist der »בית הבח bisher nur teilweise im Druck erschienen. Um so freudiger wird man es begrüßen, daß durch die vorliegende Publikation der oft ausgesprochene Wunsch nach dem ganzen Werk der Verwirklichung um ein gutes Stück nähergerückt ist. Der Görzer Ober# rabbiner A. S c 11 r e i b e r, hat nach den einzigen voll־ ständigen, in der Bibliothek in Parma befindlichen Hand־ Schrift des ,בית הבחורד üen Kommentar zu מס׳סנהך׳ ver* Öffentlicht und mit kurzen fortlaufenden Noten versehen. Während der Kontext den unveränderten Abdruck des Originals darbietet, bringen die Noten neben genauen, sehr sorgfältig bearbeiteten Quellennachweisen die Fest# Stellung des richtigen Textes, bei der der Herausgeber alle nur wünschenswerte Behutsamkeit hat walten lassen. Daneben ist aber in den Noten eine reiche Fülle von kurzen, aber inhaltreichen Bemerkungen verarbeitet, welche die überragende Bedeutung von Meiris Werk erst ins rechte Licht rücken. Nicht nur die besondere Auf־ fassung einer Talmudstelle durch Meiri, auch ein von den gedruckten Texten abweichendes Zitat weiß der Heraus־ ׳.geber in scharfsinniger und dennoch jeder pilpulistischen Ueberspitzung abholder Weise auf die Konsequenzen zu überprüfen. Es würde den Rahmen einer kurzen Be# sprechung sprengen, wollte Schreiber dieser Zeilen auf Einzelheiten eingehen. Aber er kann es sich doch nicht versagen, auf einige besonders markante Stellen in den Noten hinzuweisen, die ihm schon bei der ersten Durch.־ sicht des Werkes aufgefallen sind, wie auf S. 14, Nr. r, S. 107, Nr. 14, S. 114, Nr. 7, S. 116, Nr. 9, S. 123, Nr. 4, wo in treffender Weise Meiris Erklärungen zur Lösung von Fragen, die spätere ,מפרש aufwerfen, herangezog$a werden. L,. Der Anhang des Werkes bringt unter dem Titel קושיות הרעק״א Bemerkungen zu 3׳Q »QQ von dem Urgroß*

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