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Jüdische Presse · 1930-07-25 · 30 (25.7.1930) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
30 (25.7.1930)
Date
1930-07-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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;:eite. 4 JÜDISCHE JPKESSfc Nr. 30 MM.BeteBBliill1B1iB»tUtawfatlieHmnntlBitmaimdteitni!■HnciiiiMi ni0&tamteIbh. sauiinrctata ■■■ Wien, IFIeisctamarkt >, Tel. R-29-2-80 Aufnahmen täglich von 9 bis 6 Uhr, au Sonntagen von 9 bis 6 Uht öertoanöell fofort snttt töftlidien ©ettöirf a Nur auf diese Weise ist cs möglich, das Judentum zu erhalten. Wir zweifeln, oh der Ruf eines einzelnen bei dem Obersten Rat die entsprechende Beachtung finden wird. Vor allen Dingen müßte die Gesamtheit der Kon־ servativen in diesen Ländern — am besten wohl die Landesorganisation der Aguda's Jisrocl für B ö h m en, Mähren und Schlesien — sehleu« nigst zu einer ernsten Beratung wegen der Gemeinde« Organisation zusammentreten und ihre gemeinsamen Forderungen in wohlerwogene Beschlüsse formulieren. Eine Aktionskommission müßte eingesetzt werden, welche im Namen der Orthodoxen zu verhandeln und eventuell auch an die Regierungsstellen heranzutreten berechtigt Wäre. Das ist der Weg, der vielleicht zum Ziele führen könnte. Alles andere ist zweckloses Lavieren und entspricht nicht dem Ernst der Sache. Zur Verhütung des Sonnenbrandes Und Erzielung gleichmäßiger Hautbrüunc sowie bei Flechten, Hau't ju'cken, Brandwunden u 11 d roten Händen leistet unschätzbare •Dienste die seit Jahren ärztlicherseits anerkannte OBERMEYER-CREME, welche jedte Apotheke führt. Jüdische Handelsangestellte und Arbeiter gegen eine Verschärfung der Sonntagsruhe. Auf Sonntag, den 20. Juli, berief die Schomrc־ Schabbos ־ St eile n v erm i t tlun gs z e n t r a 1 e der Agudassjisroebjugcndor ganisation in der'Slowakei die sabbathaltenden Angestellten und Arbeiter von Bratislava in den Turnsaal der ortho« doxen Gemeinde zu einer Versammlung ein. Den Gegen« stand der Beratung bildete die aufs neue eingesetzte Be« wegung zur Einführung der vollständigen Sonntagsruhe zunächst in Bratislava und in weiterer Folge auch in der Provinz. Es erschien eine große Anzahl von Angestell« ten und Arbeitnehmer aller Geschäfts« und Arbeitszweige. Auch in' den Kreisen der Arbeitgeber brachte man der Versammlung großes Interesse entgegen. Bildet doch der Hinweis auf die Forderungen der Angestellten das Haupt« argument in der Agitation für die Aenderung des gegen« wärtigen Zustandes in der Sonntagsruhefrage. Hier waren es ebenfalls Angest eilte und Ar beitnehmer jeder Art, allerdings jüdische sabbathaltende, die in ihren Ansprachen und der einhellig angenommenen Re« solution bekundeten, daß durch die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe auch ihre moralischen und materiellen Interessen aufs schwerste geschädigt würden. Den Vorsitz führte namens der Einberufer Herr Geza W e i s z. In einer kurzen, sachlichen Rede schilderte er die Aufgabe der Versammlung und ihre Wichtigkeit vom Gesichtspunkte des jüdischen Handelsangestellten, ,Wenn der jüdische Kaufmann genötigt würde, entweder auch am Sabbat zu öffnen oder wirtschaftlich zugrunde zu gehen, so würde der Handelsangestellte in beiden Fällen dadurch stellenlos werden und — da er unter keinen Umständen den religiösen Sabbat preisgeben will — noch schwerer als bisher zu einer neuen Stelle kommen. Eine Verschärfung der bisherigen Vorschriften fiir die Sonn« tagsruhe würde sich also in erster Reihe gegen die wirt« schaftlich Schwächsten, gegen die jüdischen religiösen Arbeitnehmer, richten. Zur Abwehr dieser Gefahr müßten zweckentsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Im gleichen Sinne sprachen auch die folgenden Redner, die Herren Adler, Salamon, Hirschler lind von seiten der Arbeitgeber die Herren Treuschaft, Benedikt und Katzburg. Zum Schlüsse wurde folgende Resolution e i n« stimmig angenommen: Resolution. Die am 20. Juli 1930 versammelten mehr als 150 jüdischen Angestellten und Arbeiter aller Branchen und Arbeitsgebiete in der Stadt Bratislava geben gegenüber der neuerlich eingeleiteten Aktion zur Aenderung des gegenwärtigen Zustandes in der Sonntagsruhe und zur Herbeiführung einer vollständigen Sonntagsruhe ihrer schwersten Besorgnis Ausdruck. Sie erblicken in der Einführung einer vollständigen Sonntagsruhe eine Gefährung der Existenz von vielen hündert Arbeitgebern In der Stadt Bratislava, wodurch die sabbathaltenden Arbeitnehmer und Angestellten ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und die Zahl der Arbeitslosen unter ihnen vermehrt würde. Die versammelten Arbeitnehmer erklären sich solidarisch mit sämtlichen sabbathaltenden Arbeitgebern id Bratislava in dem Verlangen nach Aujfrecht־ erhaltung des Status quo. Durch die Schlies fiung der, Geschäfte von Freitag־Abend bis Samstag־ Abend und während des größten Teiles des Sonntags leisten die sabbathaltenden Arbeitgeber allen Anfordes׳ rungen der sozialen Gerechtigkeit gegen ihre Ange־ stellten in vollem Maße Genüge. Die Forderung nach gleichmäßiger Vollständiger Schließung der Geschäfte am Sonntag widerspricht dom Geiste der sozialen Ge־ rechtigkeit und ihre Erfüllung würde die jüdische , leligionstreue. Kaufmannschaft gegenüber ihren andere־ gläubigen Mitbewerbern in weiter erhöhtem Maie ver־; hängnisvoll bette«htettigan. Die jüdischen sabbathaltenden Angestellten und Arbeiter von Bratislava appellieren in geschlossener Einhelligkeit an alle entscheidenden Stellen in Staat, Land und Stadt, der jüdischen sabbathaltenden Kauf־ mannschaft inmitten der gegenwärtigen, bis nahe an die Unerträglichkeit gediehenen Wirtschaftskrise den Kampf um das Dasein nicht noch mehr zu erschweren und an dem bisherigen Zustand der Sonntagsruhe keinerlei Aenderung zuzulassen. Das orth. Zentralbüro in Bratislava wird gebeten, diese Resolution sowohl an den Handelsminister als auch an den Minister für soziale Fürsorge, sowie an alle maßgebenden Stellen zu übermitteln. Der Vorsitzende dankte hierauf den Erschienenen und schloß die Versammlung. Einer unserer Gründer und Mitglied des Ver« waltungsrates! Herr ßr. ABexius Fiiredi ist am 22. d. M. im Alter von 41 Jahren nach langer :Krankheit in der Harmonie bei Modern sanft ver« | schieden. Die sterblichen Reste des Verewigten werden nach Bratislava überführt und auf dem Friedhof der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde zur ewigen Ruhe bestattet. Der Verstorbene war ein Musterbild jüdischen Pflichtbewußtseins und wir wollen ihm die gleiche Liebe bewahren, die er Zeit seines Lebens seinem Volke bekundet hat. Bratislava, den 23. Juli 1930. Jüdische Kreditgenossenschaft, Bratislava. א ז ה ר ה 8 הנני לעורר את לב השחבים כי משית שרב בזשארנאוויצא עוסד תחת איסור השגת גבול. הרוצה לדרוש בענין זה יפנה אל כהריהג דק״ק זל׳ מאראווצע־ סלונימוס׳ שטיינבערג, שרב רפה. Für 40jährigen Mann in fixer Stellung in slowakischer Großstadt wird ein streng orth. Mädchen, nicht unter 35 Jahren, gesucht. Zuschriften unter ״R.“ an die Wiener Administration. KONKURSE Die Sentaer aut. orth. israel. Kultusgemeinde schreibt hiemit Konkurs aus für die freistehende OBERRABBINERSTELLE unter nachstehenden Bedingungen: Die mit der Stelle verbundenen Bezüge sind: a) Nutznießung von 21 Distriktketten städtischen Feldes; b) durch die Stadt votierte Beihilfe von Dinar 10.800 jährlich; c) städtische Zulage für Religionsunterricht von Dinar 2200 jährlich; cl) staatliche Zulage für Religionsunterricht von Dinar 3000 jährlich; e) Unterstützung. des Verbandes jüdischer Kultus« gemeinden (Savez), welche nur jugoslawische Staats« bürger erhalten, Dinar 7200 jährlich; f) aus der Kassa der Kultusgemeinde Dinar 12.000 jährlich; g) Wohnung in Natur; h) Stole. Die Bewerber haben über die Rabbinerbefähigung (Hatoro) von drei orthodoxen Rabbinern zu verfügen. Die Konkursgesuche unter Anführung, bzw. Nach« weis der Befähigung, des Alters, des Familienstandes, bis« heriger Betätigung und Sprachenkenntnisse sind bis zum 15. September 1. J. an den gefertigten Vorstand ein« zusenden. Probezeit ein Jahr, binnen welcher Zeit die Staats« spräche anzueignen und die Staatsbürgerschaft zu er« werben ist. , Die Reisespesen werden nur den Berufenen vergütet. Senta (Jugoslawien), 1. Juli 1930. Emil Rosenberg, Armin Graf, Sekretär der Kultusgemeinde Präses der Kultusgemeinde In der Jüd. Kultusgemeinde Uh.־Brod, Mähren, kommt die Stelle eines Kantors, der gleichzeitig Sekretär« dienste versehen muß und befähigt ist, die Schuljugend in hebräischer Sprache zu unterrichten, zur Besetzung. Be« Werber um diese Stelle müssen einen sittlich«religiosen Lebenswandel führen, tschechoslowakische Staatsbürger sein, dürfen das 35. Jahr nicht überschritten haben und müssen die tschechische und deutsche Sprache in Wort und Schrift vollkommen beherrschen. Selbstgeschriebene Gesuche mit Zeugnissen in Original oder in beglaubigten Abschriften und mit Angabe der Gehaltsansprüche sind bis spätestens 15. August 1930 an die Verwaltungskom־ mission der Jüd. Kultusgemeinde, Uh.־Brod, zu richten. Nur Berufene haben Anspruch auf Vergütung der Reisespesen. Der Obmann der Verwaltungskommission: Markus Fuchs. Die Presover aut. orth. isr. Kultusgemeinde sucht per sofort einen erstklassigen י שוחט ובח*ס der eine größere Praxis aufweisen kann. Gehalt nach Uebereinkommen. Offerte samt קבלות «Abschriften nebst Angabe des Alters, Familienstandes und bisheriger Tätigkeit sind bis zum 5. August L J. einzureichen. Preäov, am 18. Juli 1930, Ludwig Ganz m. p. Df. Siegmurnd Neuwirth ». p. Geraeindcuotar. Gwn^inäeprüses. verlangen gratis Prospekt vom Bund ״Brisa״, Breslau 3, Schließfach 4. mm XI., Zentral?riedhoff, neben d. l. Tor, Tel. tl-18-0*85 WSIStt, I., Seltenstelkeng. 2 29jähr. Kaufmann ledig, von jüd.־orth. Hause, mit 35.000 Schilling Barkapital und Prima Referenzen sucht passendes Mädchen zwecks Ehe, mit großer Landwirtschaft bevorzugt. ״Ohne Schadchen.“ A szenci orth. izr. hitközseg iskolaszeke pälyäzatot hirdet a lemondäs folytan megüresedett tanitöi älläsra. 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An Wochentagen 5.15 השכמה Uhr. 6־שחרית Uhr, Mi*chah> 7.15 Uhr. Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortheher Redakteur: Dr. Joel, Polak, Wien, II., Leopoldsgasso 2$. -־» Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz, Bratislava. — Druck: Druckerei* und Verlaga־A.»G. Ig. Steiömann, Wien IX., ÜJ1»iversfföts«tra&e 6—8.

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