Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 29 (18.7.1930)
- Date
- 1930-07-18
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 29 Residenz-Atelier für moderne Photonraohie Wien, 1. Fleiselrniarkt I, Tel. R-29-2-80 MWV1WV1*« A*w**VA _ A MM*W5JA WrU1M Aufnahmen täglich ron 9 bis 6 Uhr, an Sonntagen von 9 bis B Uhr tiettomtbelt fofort suttt fijftlidjen ©etränt Srinftaölette ä 40 fettet Für die sabbatkaltencleii Arbeitslosen. Die Schomre Schabbos־Stellenvermittlungszentrale : der Agudas Jisroel inder Slowakei setzt ihre umsichtige j Arbeit im Interesse der sabbathaltenden kaufmännischen! und gewerbetreibenden Arbeitsuchenden fort. Soeben ver#! sendet sie an sämtliche Firmen, deren Adressen ihr be# kanpt sind, den folgenden beherzigenswerten Aufruf: Bratislava .?™."'5%0 י Sehr geehrte Firma! 93 "י“1־ ' Wir gestatten uns, Ihr frdl. Interesse für folgende .wichtige Angelegenheit zu erbitten: Die Entwicklung, der wirtschaftlichen Verhält־ nisse in den letzten Jahren versetzt die sabbatheiligenden kaufmännischen und gewerbetreibenden Angestellten in eine äußerst schwierige Lage. Hunderte aus allen Zweigen des Handels und des Handwerks finden keine Beschäftigung, nur weil sie die Beobachtung des Sab# bats nicht preisgeben wollen. Sie geraten täglich in die schwerste Versuchung, wegen des Stückchen Brotes das teuerste Gut des Judentums, die Heiligung des Sab# bats, aufzugeben und sich unserer Religion zu ent# fremden. Die ״Schomre Schabbos ־ Stellenvermittlungs# zentrale" der Agudas Jisroel#Jugendorganisation in der Slowakei schenkt seit Jahren dieser Situation der sabbathaltenden jüngeren Kaufmannschaft und Arbeiter besondere Aufmerksamkeit. Sie widmet sich der Auf# gäbe, sabbathaltenden Arbeitsuchenden aller Beschäfti# gungszweige kostenlos zu Anstellungen zu verhelfen und sie dadurch in dem großen wirtschaftlichen Kampfe um die Existenz zu stärken. Sie bedarf aber hiezu auch der verständnisvollen Mitarbeit und der eifrigen Unterstützung der weitesten Kreise. Nicht nur die Arbeitsuchenden, sondern auch die sabbathaltenden Arbeitgeber sollten an dem Werke ,der Stellenvermittlung tätigen Anteil nehmen, wenn ein . voller Erfolg erzielt werden soll. Wir wenden uns daher an Sie mit der dringenden Bitte, der Not. derer zu gedenken, die ihrer Sabbat# treue wegen leiden und oft genug das־ Allernötigste zu entbehren gezwungen sind, und appellieren an Ihre be#! währte religiöse Solidarität mit denjenigen, die gleich Ihnen in der ungeschmälerten Beobachtung der Sabbat# gesetze den Angelpunkt des Judentums erblicken, allfällige Vakanzen in Ihrem Geschäfte oder Be# triebe, wenn nur irgendwie möglich, mit Stellen# suchenden gleicher Gesinnung zu besetzen. >-•׳' Wir bitten Sie, an diese Aufgabe sozialer Anteil# nähme an dem Schicksal der sabbathaltenden Arbeits# losen bei jeder Gelegenheit zu denken und dafür auch bei Bekannten und Geschäftsfreunden wirksam einzu# treten. 1 Wenn Sie und alle Ihre Freunde in allen Fällen ,׳ die kostenlosen Dienste der ״Schomre Schabbos־Stellen# vermittlungszentrale der Agudas Jisroel“ (Adresse: Brati# slava, Turnergasse 1416־) in Anspruch nehmen, helfen Sie mit, ein schönes Werk religiöser Treue und sozialer Wohlfahrt zu vollbringen. Für die Schomre Schabbos־Stellenvermittlungszentrale der Agudas Jisroel: Aktionskomitee: Siegfried Felsenburg, Leopold Grünsfeld, Julius Kann, Max Kann, Emanuel Katzburg, Max Kaltmann, Alex Liebermann, Geza Löb, Max Löwy, Josef Salzer, Armin Treuhaft. Sektion der Ortsgruppe: Siegmund Adler, Philipp Benedikt, Markus Fürst, Juda Grünwald, Markus Gottesmann, Arnold Kämpfner, Belä Kästner, Jakob Preßburger. Sektipn der Jugendorganisation: Geza Weiß, Artur Zimmermann, Markus Grünsfeld, Hugo Goldstein. Keine Sommersprossen trotz Sonne bei weißem 2arten Teint. Die ärztlich bestens empfohlene OBER- MEYER-CREME verhindert selbst bei grellsten Sonnenstrahlen Sommersprossen. Die Haut bleibt zart, weich und wird schnell gleichmäßig braun. Frau Debora Kämpfner ,ע״ד Sonntag, den 17. Tamus, wurde in Preßburg Frau Debora Kämpfner zu Grabe getragen. Sie war die Witwe des vor acht Jahren heimgegangenen R. Mosche Kämpfner זצ״ל in Kolta und erreichte ein Alter von 72 Jahren. Während ihres ganzen Lebens zeichnete sie sich durch schlichte Frömmigkeit alsjn׳TTC aus, die es als ihre heiligste Pflicht betrachtete, ihrem Gatten in der Erziehung . ihrer Söhne lind Töchter zu gottesfürchtigen Menschen behilflich zu sein. Ihrem Mühewalten war mit des Allmächtigen Hilfe der Erfolg nicht versagt. Sie lebte bis vor kurzem in hohem Ansehen in Kolta und kam, erst durch die Beschwerden de« Alters und der Krankheit genötigt, nach Preßbürg, wo ihre Kinder sich ihrer liebevoll annahmen. Ihr Leben und Wirken schilderte Herr Salomon N e 11־ haus in einem warmen Nachrufe. Möge ihr Andenken ein Segen sein תנצב״ח._ Die israel. Volksküche in Piestany. Gerade im richtigen Moment, inmitten der Kurzeit, lenkt der soeben herausgekpmmcne 24. Jahresbericht der israelitischen Volksküche in Piestany die allgemeine Aufmerksamkeit auf die seit vielen Jahren nngemein segensreich wirkende Institution jüdischer Menschenliebe. Pieätany ist ein Kurort von Weltruf., Es ist aber nicht ein Kurort, den müßige Meüsären,1 die mit ihrem IJebrflnß an Geld nichs anzufangen wissen, zu ihrem Vergnügen aufsuchen. Es ist ein Knrört im engeren Sinne, ein Heilort. Wer kann die vielen tausend schwerkranken Menschen zählen, die an der g-ttgesegneten Thermalquelle von Pieätany . ihre Gesundheit und ihre Lebensfrische wiedererlangt haben? Selbst-, .versiändlieb sind ateit Sehr viele unbemittelte Juden, schwergeplagte kranke Juden aus allen Gemeindeu des In- und Auslandes gezwungen, in Piestany Heilung zu suchen. Da erhält ein Verein für sie eine Volksküche, wo ihnen täglich gute, nahrhafte 3 ש ר“ Speise unentgeltlich geboten wird. Die Vereinsleitung sorgt auch, soweit es geht, für ermäßigte Badekarten und sonstige Heilmittel. Daß dies keine leichte Aufgabe ist in einer so schweren Zeit, beweist der vorliegende Berieht, der mit Recht über ungenügende Unterstützung von den Gemeinden Klage führt. Im Berichtsjahre 1929 balancieren Ein- und Ausgaben mit tsch. K 55.935,72. Die Einnahmen setzen sich aus Jahresbeiträgen und Spenden der verschiedensten Art zusammen, Anerkennenswert ist die Förderung, die die Vereinsleitung von den Aerzten, der Stadtgemeinde und besonders von der Kurdirektion unausgesetzt erfährt. Gutherzige Menschen mögen au die israelitische Volksküche in Piestany denken, wenn sie in frohen und bangen Stunden Gutes leisten wollen. Briefkasten. A. B״ Nadsege: Wir sind dahin informiert, daß eine solche Ausgabe tatsächlich von der Familie vorbereitet wird. Hochzeitsfeier. In Tr.-Teplitz wurde am 9. Juli die Vermählung des Herrn Dr. Eugen Rosner mit Fraulein Helene Singer, ältester Tochter des Herrn Rabbiners S. Singer in Bosaca, gefeiert. Es sprachen der Brautvater und ihr Bruder. Hilda Paschkusz Max Schischa Surany ־ Mattersburg ____Verlobte_, Janka Glück Ignatz Weingarten Budapest Sered—Nov6 Zämky _Verlobte_ Berta Neumann Ludwig Schaffer Wien Bratislava _ ._Verlobte_ Tüchtiger Erzieher, Kinderfreund, zu zwei Knaben (sechs- und vierjährig) gesucht. Erwünscht junger Mann aus sehr gutem orthodoxem Hause, verläßlich, mehrsprachig, intelligent, eventuell nebenbei buchhaltungsfäiiig. Anträge mit Referenzen, Gehaltsanspruch an M. U. Dr. Rosenstein, Velika Dobron. Einheirat! Suche einen streng religiösen jungen Mann im Alter von 30 Jahren, aus streng religiöser und ^uter Familie, zwecks Einheirat in ein gutgehendes Spezereigeschäft auf dem Lande. Unter Chiffre ״M as'eJto-w“ au die Bratislavaer Adm. d. Bl._ In Kral Chlumec, Nähe von Kosiee, Zentrum der Stadt, ist ein Geschäftslokal im Ausmaße von 7 mal S!Meter, mit Nebenräumlichkeiten, zu vergeben. Mit Ausnahme der Eisenbranche für jede Art von Geschäften geeignet. Interessenten wollen sich an die Finna M. Braun, Kralsky Chlumec, wenden._' KONKURS Die orth. isr. Gemeinde in 2arnovica schreibt die Stelle eines שוחט ובורק וקורא und Paskener per 15. September 1930 aus. Herren, die auf diesen Posten reflektieren, müssen tschechoslowakische Staatsbürger sein, die slowakische und deutsche Sprache beherrsehen und die Befähigung haben, fünf bis sechs Kindern Religionsuntericht zu erteilen. Reflektanten mögen ihre Zeugniskopien, die nicht retourniert werden, nebst Angabe des Alters und des Familienstandes an den unterfertigten Präses einsenden. Gehalt nach Uebereinkommen. Den zum Probevortrag Berufenen werden die effektiven Bahnspesen vergütet. Nichtberufene werden zum Probevortrag nicht zugelassen und Spesen unter keinen Umständen vergütet. Nachdruck wird nicht honoriert. ZV Bartolomej Jellinek Präses iarnovica, zupa XVIII. Bade- und Kurorte Sklenne Teplice (Skleno) Slowakei Bahnstation: Hlinik-Sklenne Teplice (Strecke Bratislava-Zvolen) Autobusverkehr. 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Steinmaaa, Wien,. IX., LJaiversitäisstra&e 6—8.