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Jüdische Presse · 1930-06-06 · 23 (6.6.1930) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
23 (6.6.1930)
Date
1930-06-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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־Nr. 23 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 Ans der ״Schotnre 8 Die Protestversammiung des r Wiener ״Schomre Schabbos44-Vereines. *2 Es ist bezeichnend für ■das große ׳Interesse, das der Schomre-Schabbas-Bewegung in Wien entgegengebracht wird, daß die Versammlung, die Ere.w-ScW־uos im .;Bayrischen Hof“ stattfand, starken ׳Besuch aufwies, trotzdem sie in der ,.!Neuen Freien Presse“ als ,.gegenstandslos“ bezeichnet wurde. Im letzten Moment, es war nun .Frei tagmich mit tag, isi nämlich vom Landeshauptmann die Bewilligung herabgelangt, den Verschleiß von Kosclierfleiscli am Sonntag Erew-Schwuos im zweiten Wiener Gemeindebezirk — und nur in diesen) — vorzunelimen. Die .,Neue Freie Presse“ hat in Verbindung mit diese(־ Nachricht die. Versammlung als ״gegenstandslos“ erklärt, obwohl dies keinesfalls den Tatsachen entsprach. Und mit Recht nicht, denn die Bewilligung wurde doch nur den Fleischhauern im zweiten Bezirk erteilt, während das Ansuchen für alle schabboshaltendcn Lebensmittelhandle!• galt. Als erster sprach Herr :Präsident Di־. Or inst ei 11. der über die seitens der israelitischen Kulhisgcmeinde gepflogenen Verhandlungen berichtete. Er ׳bozcichnete die Bewilligung •für die Reisch 11 au er als einen Erfolg, für den er dem!Bürgermeister dankte, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es in Zukunft gelingen werde, die berechtigten Wünsche der jüdischen tKaufmannschaft vollauf durchzusetzen. Anhaitender Beifall belohnte den ■Redner für seine glänzenden Ausführungen. Herr Kultusvorsteher ׳Kom.-R.!Moritz Leit ne r dankte der Leitung des ״Schorn re-Schuibbos“ und dem Präsidium der Isr. Kultusgemcinde für ihre Bemühungen. Er bcklagte sich darüber, daß es noch nicht gelungen ist, die gesamte jüdische •Kaufmannschaft im ״Sch וחס re- Schaibbos“-Verein zu organisieren. Herr Rothschild referierte über das Ansuchen, das für die schnbboshaltenden Bäcker eingereicht wurde, und koiisiatierte, daß nach dem bestehenden •Gesetz die Bewilligting hätte wohl erteilt werden können, falls der gute. Wille hiezu da wäre. •Auch Herr .Rothschild forderte energisch Zusammenschluß aller gesetzestreuen Kaliflente ■und Handwerker im ,״Scbomrc-Schabbo.s“. Namens der Lebensmittelliändler ergriff Herr Samson Sc!11 11 eider das Wort, der in knappen Worten die Forderungen der Lebensmittelliändler ai herb rächte. Nachdem Herr Siegmund Stern;in einer ausgezeichneten Rede die zwei Resolutionen verlas, die einhellig angenommen wurden, erhielt Herr Kultusvorsteher Viktor B a utu i n•g e r das Wort, der über die geplante!K a 1׳ ende r- 1־ e f o r in •sprach. Er bat die Anwesenden, •die Unterseliriftenbögen zu unterzeichnen, falls sie dies noch nicht getan buben. Vom Heuzeh ׳kommend mul zu Herzen gehend sprach Herr Gremialrat Jakob Ha Iper!1 Uber die traurige Tatsache, daß es noch nicht •gelungen ist, für jüdische Kinder Schulfreiheit tun!Samstag zu erwirken. Nicht enden wollender Beifall dankte dom Redner für seine Ausführungen. Hierauf protestierte Herr Georg Mayer überaus temperamentvoll wegen Verletzungen der ’Sabbatgesetze begangen von Angestellten dev Kultusgemeinde. Der Vorsitzende, Herr Alfred •Stroh, berichtete, daß die Leitung des ״Schornre-Scluiibbos“ mit der Herausgabe eines Verzeichnisses sämtlicher schabboshalten- •de״ Firmen beschäftigt ist und ersuchte die Anwesenden, in dem bereits angelegten Kataster nachizuselien, ob sie und ihre!Bekannten schon verzeichnet'sind. Er gab dev Hoffnung Ausdruck, daß die Israelitische Kul- ־tusgemeinde dieses äußerst wichtige Unternehmen im erforderlichen Maße unterstützen wird. Mit der Bitte, ׳sich dem Verein ״Sehoanre-Scliaibbos“ anzuschließen, •schloß der Vorsitzende die glänzend gelungene Vor- ••Sammlung :in später Mittagstunde. E55q Resolutionen. Resolution I. .Die am i. Juni im ״Bayrischen Ilof“ tagende Ver- Sammlung jüdischer Kaufleute Wiens spricht der Leihing־ des ״Schomre Schabbos“ Dank und Anerkennung aus für die Bemühungen, die sie im Interesse der Konsum Versorgung der gläubigen Juden Wiens aufgewendet hat. Sie begrüßt in erster Linie die Tatsache, daß die Leitung des ״Schomre Schabbos“ die verantwörtlichen jüdischen Stellen, insbesondere die Israelitische Kultiisgemeinde, zu verantwortungsvoller Tätigkeit auf diesem Gebiete energisch veranlaßt hat. Die — wenn auch in letzter Stunde — erflossenc Verfügung des Herrn Landeshauptmannes ist als ein dankeiiswerter Teil zu 'begrüßen. Den Koscher-Fleischhauern iin zweiten Bezirk wurden mit Verfügung Zahl 4290/50 vom 30. Mai 1. J. am heutigen Sonntag 4 Stunden zum Verschleiße freigegeben. Die Versammlung erwartet, daß dafür Sorge getragen werde, daß künftighin solche Verfügungen rechtzeitig erlassen werden. — Die Ver- Sammlung fordert gleichzeitig, daß diese begonnene Arbeit systematisch fortgesetzt werde, um die zustündigen Behörden von der Berechtigung der Wünsche der ״Schomre Schabbos“ zu überzeugen. Es muß gelingen, daß in Angleichung an die Gesetze in den Vereinigten Staaten von Amerika, in England, Holland, letztens auch Litauen usw., auch in Oesterreich samtliehen jüdischen Firmen, die die Sabbatruhe einhalten, der Sonntag als Arbeitstag freigegeben werde, — Die derzeit bestehenden Gesetze geben den Landesliauptleuten das Recht, für einzelne Kategorien Ausnahms- Verfügungen zu treffen. Sämtliche im Verband der Sabbatfreunde ״Schomre Schabbos“ organisierten sabbathaltenden Kaufleute und insbesondere die Koscherwaren führenden Kaufleute sind als besondere Kategorie zu werten und es wird Aufgabe der Leitung sein, bei den einzelnen Landeshauptleuten solche Ausnahms- Verfügungen zu erwirken. In Ländern, in denen diese Forderungen nicht sofort durchgesetA werden können, ist zumindest zu erwirken, daß im Interesse der Konsumversorgung der jüdischen Bevölkerung mit frischen Koscher-Artikeln den in Betracht kommenden Kaufleuten (Kategorie der Koscherwarenhändler) an Samstagabenden in der! Sommermonaten zwei Stunden nach der allgemeinen Geschäftssperre zum Verschleiße freigegeben werden. Resolution II. Die-am t. Juni 1930 im ״Bayrischen Hof“ tagende Versammlung jüdischer Kaufleute Wiens beschließt: Sämtliche schabboshaltende Geschäftsleute haben sich im Verband der Sabbatfreunde ״Schomre Schalt bos zu organisieren, da nur eine fest organisier# Ständeyertretung in der Lage ist, die Interessen der schabboshaltenden Kaqfleute und der orthodoxen Be- ,völkerung nach außen und inn^ja hin, zu vertreten. shabbos“-Bewegung. Landeskonferenz der holländischen Schomre Schabbos-Organisation in Amsterdam. Am Sonntag, den 18. Mai, fand in Amsterdam die erste Landeskonferenz der holländischen Landeszentrale des Weltverbandes Schomre Schabbos siatt. Die glänzend durchgeführten Vorbereitungen zu dieser Tagung, die ihren Ausklang mul llöhepuukt in einem grandiosen Massenmeeting in der großen Diamantbörse fanden, lagen in den Händen des Sabbathkomitees in Amsterdam. Die Leitung der konstituierenden Sitzung der Konferenz, die von zwei bis fünf Uhr nachmittags dauerte, lag in den bewährten Händen des Herrn Ascher. Nach Eröffnung der Konferenz, zu der über 100 Persönlichkeiten aus der Sabbathbewegung, an ihrer Spitze die Rabbiner von fast ganz Holland, erschienen wareu, sprach zunächst der Obervabbiuer von Amsterdam, Herr Onderwyzer, warme Begrüßungsworte. Danach hielt der Vorsitzende, Herr Ascher, die eigentliche Eröffnungsrede, in der er die Notwendigkeit der Existenz des Weltverbandes Schomre Schabbos ausführlich begründete. Als Vertreter der Berliner Zentrale des 'Weltverbandes begrüßte der nächste Redner, Herr Vizeminister a. D.. Dr. Rachmilewitz, Mitglied des engeren Aktionskomitees, die Konferenz jm Namen der Leitung des Weltverbhudes. Sodutiu gab der Referent eine kurze Ueb'ersiclit über die bisherige Tätigkeit des Verbandes. Es folgten nun Rej'erate von Herrn Oberrabbiner Davids von Amsterdam und von Herrn Oberrabbincv Dr. Vredenburg aus Arnheim. Das angekündigte Referat des Herrn Oberrabbiiffer Tal-Utrecht wurde, da der Referent krankheitshalber der Tagung ferubleiben mußte, von Herrn Rabbiner Saarlouis verlesen. Nach längerer Debatte wurde ein größeres Lmuleskoiiiitce fiir die hol ländische Organi- Kation konstituiert. Um 8 Uhr abends fand dann die große öffentliche Massenkundgebung statt. Redner der verschiedensten religiösen Richtungen und aus den verschiedensten sozialen Lagern kamen zu Worte. Es zeigte sich, daß sie alle ohne '"Unterschied begeistert die Bedeutung der Sabbathidee proklamierten, die als eine der feststehenden Säulen fiir die Existenz des Judentums um jeden Preis geschützt und erhalten werden müsse. Wiederum hatte zu der tauseudköpfigen Versammlung der allverehrte Obcrrabbincr Herr Dr. Onderwyzer warme Begriißungsworte gesprochen, an die sich dann der Reigen der verschiedensten Fülirerpersönliehkeüen Hollands in markanten Ansprachen umschloß. Besonders hervorzuheben ist das Referat, in dem Herr Oberrabbiner Vredenburg über die Gefahren der drohenden Kalenderreform das ernsthaft interessierte Publikum aufklärte. Ferner sprachen der Abgeordnete V’oß sowie Vertreter der Arbeitgebe!•- und Arbeitnebmerkrei.se, die sich warm für den Schabbosgedanken einsetzten, ־ mul schließlich der jüdisehe Staatsbeamte Emauuel. Das .flauptreferat hielt hier als Vertreter der Berliner Leitung des Weltverbandes Herr Vizeminister a. D. Dr. Rachmile witz. Der Redner suchte den Nachweis zu führen, daß trotz der katastrophaleu Lage der heutigen kapitalistische'״, Wirtschaftsordnung Momente da seien, die eine Erleichterung der Durchführung der Sabbatlmihe mit sich bringen könnteil. Dazu gehöre: Milderung der Sonntagsruhe-Gesetzgebung, Verlegung der . Lohuzablungstermine,. Regulierung der 4Sstii1uligeu Arbeitswoche und Förderung der einer strikteren Sabbathheiligung zugute kommenden Woehenendbewegung. Bei dem modernen sozialpolitisehen Bestrebungen, welche die Lösung wirtschaftlicher Fragen der Entscheidung •überterritorialer Gremien überlassen, müsse auch die Sabbathidee durch eine solche Organisation gefördert werden, die imstande sei, ihre Rechte vor derartigen internationalen-Gremien zu verleidigen. Der Sabbathschutzbewegung komme vielleicht die historische Aufgabe zu, die bis jetzt noch immer nicht erreichte Einigung der Juden heit herbeizuführen. Sämtliche Reden vermochten es, die warmherzige Begeisterung der tauseudköpfigen Menge, unter der die , starke Anteilnahme der Jugend besonders auffiel, zu wecken und eine zum Schlüsse ־ vorgelegte Resolution über die Sabbathbewegung fand einmütige Annahme. Der Sabbatweltkongreß. Der erste allweltliche Sabbatkongreß des Weltverbandes Schomre Schabbos, der vom Zentralkomitee für den Monat Juni festgesetzt war, ist auf dringenden Wunsch der amerikanischen Freunde und Anhänger der Bewegung־ auf den 2425 ״. und 26. August d. J. verlegt worden. Tagungsort des Kongresses bleibt Berlin. Dem Zentralbüro des Weltverbandes i§t bereits die Zusage zur Teilnahme am Kongreß und die Angabe des Datums der Abreise der amerikanischen Delegation von seiten des Vorsitzenden der amerikanischen Landes- Organisation zugegangen. Die amerikanischen Delegierten werden sich bereits im Juli nach Europa einschiffen. Weitere Zusagen von Delegationen liegen bereits vor auf England, Ungarn, der Schweif, Holland und Polen. Erfolge der Schomre - Schabbos - Bewegung in Alexandrien. Dem Zentralbüro :.cles Weltverbandes Schomre Schabbos ist in einem Schreiben des . Großrabbiuers von Alexandrien, Professor Doktor David Prato, in dem dieser die Bestrebungen des Weltverbundes Schomre Schabbos mit ungewöhnlicher Wärme begrüßt und seine ganze persönliche Kraft in den Dienst der Bewegung einzustellen verspricht, die Mitteilung geworden, daß es seinen Bemühungen gelungen ist, bei der Leitung der englischen Schulen Alexandriens durebzusetzeu, daß die jüdischen Schüler vom Unterricht, am Sabbat befreit werden. Damit ist für einen großen Teil der jüdischen Jugend die Möglichkeit gegeben, der Segnungen der Sabbatruhe und der Sabbatidee teilhaftig zu werden. Es steht zu erwarten, daß dieser Erfolg eine Total Befreiung jüdischer Schüler vom Sabbatunterricht an nichtjiklisehen Senulen nach sich ziehen wird. ( Eine Schrift des südafrikanischen Oberrabbiners über den Sabbat. Dem..'Zentralbüro des Weltverbandes Schomre Schabbos ist «Soeben eine neue Schrift aus der Feder cles bekannten jüdischen Gelehrten Professor Doktor Landau-Johannisburg, Oberrabbiner von Siidafrika, zugegangen, die sich mit dem Sabbatproblem in seiner geistigen und praktischen Bedeutung befaßt. Die Broschüre, die dem Weltverband Schomre Schabbos gewidmet ist, ist ein erfreulicher Beweis für die Durchschlagskraft der Idee und für den hohen sittlichen Ernst, mit dem eine der bedeutendsten geistigen Persönlichkeiten des zeitgenössischen Judentums die Arbeit des Weltverbandes zur Lösung der gegenwärtigen Sabbatnot würdigt. Aus der Tätigkeit der dänischen Schomre Schabbos-Landesorganisation. Es ist nunmehr ein Jahr verstrichen, seit die Landesorganisation des Weltverbandes Schomre Schabbos für Dänemark ins Leben gerufen wurde. Es gelang in dieser Zeit, die verschiedensten Kreise für die Sache der Sabbatbewegung zu gewinnen. Die Ortsgruppe in Kopenhagen allein zählt zirka 100 Mitglieder und wird von der Gemeindeverwaltung in verständnisvoller Weise unterstützt. Unter der verdienstvollen Leitung des Herrn Oberrabbiner Dr. Friedinger sind manche erfreulichen Erfolge zu verzeichnen gewesen. In einer ganzen Reihe von Fällen wurden sabbatfreie Stellen vermittelt. Ferner gelang der Intervention des Oberrabbiners die Befreiung jüdischer Soldaten vom Dienste urid die Dispensierung jüdischer Schüler vom Unterricht am Sabbat. So ist diesen beiden Kategorien die Möglichkeit einer wirklichen Sabbatlieiligung gegeben. Die dänische Landesorganisation und ihr bewährter Leiter planen weitere großzügige Maßnahmen zur Erleichterung der ökonomischen Lage der Sabbattreuen. üAi PttANZLiClHE ENTFETTUNG SM! 7 TEL. [j Amtliche Verlautbarungen der Israel. Rultusgemeinde Wien. acl Z. 3921 ex 1930. , W i e n, im Juni 1930. Kundmachung. Die Privatistenprüfungen aus israe-; litiseher Religion für Schüler und Schülerinnen an Volks-, Bürger- und Hauptschulen für das zweite Halbjahr des Schuljahres 1929-30 finden durch die zuständigen Religiouslehrer in den Sammelstationen statt. * Die Termine für die Prüfungen können bei den Schulleitungen oder im Schulamte der Israelisehen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstetteng. 4, III. Stock, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags ab 5. Juni 1950 erfragt werden. Die P 1* ii f u n g s t a x e beträgt S 5 pro Halbjahr und ist im vorhinein an der Kassa der Israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, oder bei den Bezirksämtern: XV., Turnergasse 22, XVI., Hubergasvse 8, und XXI., Holzmeistergasse 12, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags beziehungsweise beim Bezirksamte XVIII., Schopenhauerstraße 39, von 3 bis 5 Uhr nachmittags*zu erlegen. Die Quittung i&t dem zuständigen Religionslehrer vor der Prüfung zu übergeben. Der schriftliche Bescheid des Stadtbeziehungsweise Ortsschul- 1■ a t e 1s über die bewilligte Dispens vom Besuch^ des öffentlichen israelitischen Religionsunterrichtes ist dem Prüfer vor zuweisen. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.;־ ■ ״״׳ * Z. 4146 ex 1930. Wien, im Juni 1930. Kundmachung. Die Konfirmation der Mädchen in den Gemeindetempeln findet im Jahre 1930 an folgenden Tagen statt: I. Bezirk (Stadttempel), Seitenstettengasse 4: Sonn.- tag, den 15. Juni um 11 Uhr vormittags. II. Bezirk (Leopoldstädter Tempel), Tempelgasse 5: Sonntag, den 15. Juni , um halb 10 Uhr vormittags. XV. Bezirk (Fünfhauser Tempel), Turnergasse 22: Sonntag, den 8. Juni um halb 10 Unr vormittags. Der Vorstand der israelitischen Kultursgeineinde Wien. *! Israelitis<jJ1er Jngendgottesdienst. Am Samstag, den 7. Juni 1930, um 3 Uhr nachmittags, findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks- Synagogen statt. * Stipendien der Gemeinde Wien. Wie der Wiener Magistrat verlautbart, gelangen im. Studienjahre 1930/31 für Schüler der Wiener Obermittelscnulen (Obergymnusien, Oberrealschulen und sonstige; Obermittelschulen, die dieselben Berechtigungen zum Besuche der Hochschulen gewähren), der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, der Wiener Lehrerbildungsanstalten, der Wiener Staatsgewerbeschulen, des Wiener Technologischen Gewerbemuseums, der Wiener Handelsakademien mit Oeffentlichkeitsrecht, der Kunstgewerbeschnle des österreichischen Museums für Kunst und Industrie, der Bundeslehranstalt für Textilindustrie, und der Graphischen Lehr- und Ver•; suchsanstalt i״ Wien ungefähr 150 .von der Gemeinde Wien errichtete Stipendien von je S 300 jährlich, und für Hörer der Wiener Universität, der Wiener Technik, der Wiener Tierärztlichen Hochschule, der Hochschule für Welthandel, der Hochschule für Bodenkultur, der Fachhochschule für Musik und darstellende Kunst, der Akademie für bildende Künste und der Akademischen Spezialschule für Medailleurkunst in Wien ungefähr 50 von der Gemeinde Wien errichtete Stipendien von je S 420 (S 396 für Hörer der Rechte) jährlich nach d^p hiefür bestehenden allgemeinen Vorschriften und unter besonderen Voraussetzungen und Bedingungen, welche in der Kundmachung des Wiener Magistrates vom 15. Mai 1930, Z. M. Abt. 8/9400 angeführt sind, zur Verleihung. Näheres hierüber ist in der Magistratsabteilung 8 zu erfahren. fin Charlotte-Merores-Itzeleß-Mädchen-Waisenhause werden nach Schulschluß einige Plätze gegen Voll- Bezahlung und Ermäßigung vergeben. In Betracht kommen Mädenen im Alter zwischen 6 und. 10 Jahren. Anfragen sind an das Kuratorium des Merores-Waisenhauses, 1״ Seitenstettengasse 4, II. Stock, zu richten.

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