Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 23 (6.6.1930)
- Date
- 1930-06-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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4 יי po%ulet»< t׳os* * tefcgrtto* f Britlaisvs £1». 4I972-I11-24, /.eittnKfn vom Verleger verseniot« jMrna! exp6dl• per l‘«Ut*«r,■ V. b. b. Oft&Jtat FÜR DIE INTERESSE« DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion a. Aämiu.üii״׳!Tom Wie«, H.,Leopolds- SRiie 86, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel.R 45-4-94. fscbecbosiowakeis Sntisluva, Postfach 140, äresbeint jeden Freitag. ~ Redaktfonnchlaia: Mittwoch Mittag. A bocnp.Kients preist 1 OsngjShrigi Ffcr Oesterreich 5 16 Tschechoslowakei tschech. K. 80, ginzelnuramer öst. Or. 50, da! übrige Jtasiand 3 Dollar. Zahlungen auf Konto ,Jüdische Presse*, Wien für Oesterreich t Postsparkassenkonto Nr. D-93614; Deutschland 1 Postscheckkonto Berlin Nr. 122619; Jugoslawien! Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen! Postspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn: Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schweiz: P06tscheckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: «Jtidische Presse“, Bratislava, Postspk.-Amt Prag Konto Nr. 53386 Nr. 23 Wien-Bratislava, 6. Juni 1930 r1״n כיח וינא־פרעסבורג י׳ פיון 16. Jahrg. Zar Einweihung der Lnbiiner Jesehiwah. Am 28. Si.wan (24. Jtini) soll in Lublin mit G*ttes Hilfe die Jesehiwah eingeweiht werden, und der geniale Schöpfer dieses großen Werkes hofft und er» wartet, daß Agudisten aus allen Ländern, trotz Wirt» schaftsnot und Paßschwierigkeit, trotz der weiten Eni» fernungen in der heiligen Stunde der Eröffnung mit ihm gemeinsam singen werden: מזמור שיר חנוכת das Festlied zur Einweihung des Hauses. Es ist das Fest Rabbi Meier Schapiras, und doch ist es das Fest der ganzen Agudas Jisroel, die in ihm, in der er lebendig ist. In der Seele des Sanoker Raw reifte der große, gewaltige Plan, die Tatkraft, die un» glaubliche Tatkraft des Petrikauer Raw setzte ihn in Wirklichkeit um, und der L u b 1 i n e r Raw, er weiht das Werk .ein: sein Werk. Die Neunmalweisen in unserem Kreise warnten und unkten, die Feinde im gegnerischen Lager drohten und verleumdeten, die Wirtschaftslage wurde von Monat zu Monat trüber: 'Rabbi Meier Schapira hörte nicht auf die Stimme der Ueberklugen, kümmerte sich nicht um die Bösrede der Gegner, fürchtete sich nicht vor der Not der Wirtschaft, ihm war das Wort eingebrannt in seine Seele, daß G»tt den segnet, welcher tut. Und so widmete er sechs Jahre seines Lebens einer Tat, dieser großen Tat, dem Bau der Lubliner Jesehiwah. Und heute kommen ״die Weisen Lublins“, deren Erinnerung .der Name seiner Jesehiwah zu neuem heutigen Leben weckt, und segnen ihn, den Mann, in welchem Geist von ihrem Geist lebendig war: לוח הקודש heiliger Geist restloser Bereitschaft, restloser Hingabe an G»tt und Seine Torah. Daß die Torah in den Winkel geworfen, ihre Stätten häßlich, ihre Lehrer in Not, ihre Jünger oft im Elend, dieses Wissen brannte als eine heiße Wunde im Herzen Meier Schapiras. Der Ruf von der ״Betrübnis der Torah“, der vom Sinai her durch alle Zeiten und Räume klingt, traf sein Ohr und weckte in seiner Seele als Echo einen tiefen Schmerz. Die brennende Wunde zu heilen, den tiefen Schmutz zu stillen: Nur eine Rettung sah Rabbi J Meier Schapira vor Augen. Eine große, schöne, herrliche Jesehiwah, in der Menschen lehren, Menschen lernen, deren Hunger und Durst nicht nach Brot und Wasser geht, sondern ״das Wort G»ttes zu hören“. Und weil er nur diese eine Rettung sah, machte er sich an dieses Rettungswerk, und vor uns steht die Jeschi was Chachme Lublin. Gesegnet ist Polens Judenheit. Ihren Töchtern wuchs aus dem Herzen Sara Schenirers ״das Haus Jakob“, ihren Söhnen aus dem Herzen Meier Schapiras dieses ״Zelt Sems“. Hier wie dort war es ein Einzelner, ein ״Einmaliger im Geschlecht“, in dem das Licht aufflammte. Aber dann, ״das Licht des Einzelnen wurde das Licht für die Hundert, dann griffen die Liebe und das Verstand» nis den großen Plan auf, dann öffneten sich die Seelen aller, die noch nicht ganz abgestorben waren, dann strahlte und leuchtete es, ״bis der ganze Osten in helles Licht getaucht war“. Am 23. Siwan weiht Rabbi Meier Schapira seine Jesehiwah ein, und mit ihm ruft die ganze Agudas Jisroel lobpreisend aus: ״Ich erhebe Dich, G»tt, denn Du hast mich aus der Tiefe herausgehoben, hast meine Feinde nicht zur Freude über mich kommen lassen.“ ״Dann jubeln G»tt zu Seine Frommen, spenden Dank Ihm Seine Heiligen“. Dieser Siwan»Monat des Jahres 5690, er möge uns zurückführen um 3242 Jahre an den Fuß des Sinai! Da» mals empfing das jüdische Volk die Torah, nicht nur מירושח Erbbesitz, sondern auch מאולשה täglich neu zu umwerbendes, zu erringendes höchstes Gut. So auch soll die Orthodoxie die Jeschiwas Chachme Lublin entgegen» nehmen; nicht als ein Geschenk, das ihr geworden ist, sondern als ein Gut, das sie nur besitzt, wenn sie es täg# lieh neu erwirbt, wenn sie sich mit der Lubliner Jeschi» wah und durch sie mit allen Torahstätten der Welt täg» lieh in neuer bräutlicher Liebe verbindet. Dieser Siwan»Monat des Jahres 569G, er möge uns zurückführen um 3242 Jahre an den Fuß des Sinai! Da» mals lagerte das jüdische Volk, ״ein Mann, ein Herz“, dem Berg gegenüber, von dem ihm das Wort G»ttes ge» reicht wurde. Die große Aufgabe, d i e Aufgabe, fand ein großes und starkes, in seiner Einigkeit doppelt starkes Geschlecht. Mögen die Siwan»Tage dieses Jahres die Söhne des Jüdischen Volkes einig finden, einig und ge» (J. T. A.) Im Hinblick auf den bevorstehenden Zusammentritt der Mandatskommission des Völkerbundes zu einer den Fragen Palästinas gewidmeten Sondersitzung hat die englische Regierung soeben ein Weißbuch veröffentlicht. In einem das Weißbuch einleitenden Statement ׳wird die britische Politik in Palästina in allgemeinen Zügen Umrissen. In dem Weißbuch sind eine klare Darlegung der Politik der britischen Regierung in Palästina und Richtlinien für die zukünftige Palästina-Administration nicht enthalten; das Statement der Regierung nennt nur jene Punkte in dem Bericht der Shaw-Kommission, die die Regierung als die wichtigsten hinsichtlich der Durchführung einer weiteren Untersuchung oder Einleitung einer Aktion erachtet. Das Weißbuch gibt die Erklärung des Premierministers Ramsay MacDonald in der Sitzung des Pariaments vom 3. April wieder, erörtert eingehend die Schwierigkeiten eines Ausgleiches der ״miteinander in Widerspruch stehenden Interessen“ in Palästina und stellt fest, daß zwischen den zwiefachen Verpflichtungen des Mandates das Gleichgewicht gehalten werden muß. Während die Regierung erklärt, noch nicht in שרמז TJBKXIVO A O v פשי (חחח השגחת הרב ר• ישעי פורסט שיסשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehr würden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Ueberal! erhältlich! Carl BlaimstlieinsVereiniBte Margarineantl Bultertabriken eint im Hinblick auf die gewaltige Aufgabe, die ihrer harrt: die Jeschiwa Chachme Lublin zu erhalten und noch weiter auszubauen! Nur eine vollkommene שמחה של מצוה gibt es, sagt der מיחתס סן0ר einer seiner 1לרשות die Freude beim; Chi», nuch einer Sefer Torah. Jede Mizwo ist, da wir sie getan haben, vorbei. Die Sefer Torah, im Augenblick, da sie zu: Ende geschrieben, da wir sie einweihen, da die: Mizwo. des Schreibens getan ist, da beginnt sie sich erst in ihrem, wahren Sinn auszuwirken: da wir die Sefer Torah nehmen, um in ihr, aus ihr zu lernen. Eine wahre שמחה sei־ uns auch in diesem Sinne die Einweihung der Jeschiwas Chachme Lublin. Der Bau steht vollendet, Jünger, fähige, lernfrohe Jünger eilen herbei, die Räume zu. füllen. D a s Werk ist getan, und in Wahrheit: das.Werk.be* ginnt erst. In tiefer Dankbarkeit entbieten wir dem Lubliner Raw, Rabbi Meier Schapira unser ־מ ז ל ט 1 ב ludern wir ihm geloben, nach schwacher Kraft, aber jeder nach! seiner Kraft mitzuhelfen, daß das Werk,־, das er der Ge* samtheit geschenkt, durch die Gesamtheit ihm erhalten, und gesichert bleibe, beten wir zu G»tt: יהי רצון שתשרה שכינה במעשה יריח Wolf S. Jacobson (Hamburg);. sichtlich aller von der Shaw-Kommission aufgeworfenen Themen zu formulieren, nimmt sie im allgemeinen die Befunde der Kommission hinsichtlich der Ursachen des Ausbruches, sowie die zionistischen Klagen gegen den Großmufti, die Palästinaregierung und die palästinensisch-arabische Exekutive, schließlich die weniger ins Gewicht fallenden arabischen Klagegründe zur. Kenntnis. Die Frage einer zeitweiligen Suspendierung der Einwanderung — heißt es in dem Regierungsstatement weiter — wird untersucht, Gesetzesverordnungen werden vorbereitet mit dem Ziele, die Enteignung der einheimischen landwirtschaftlichen Bevölkerung zu kontrollieren. Endgültige Beschlüsse werden jedoch: erst: nach Erhalt des Berichtes von Sir John Hope Simpson, der gegenwärtig im Aufträge der englischen Regierung in Palästina weilt und Untersuchungen hinsichtlich der Fragen der Einwanderung und des Bodens anstellt, gefaßt werden. 'Die Regierung, heißt es in dem Statement weiter, stellt auch Untersuchungen bezüglich der Auswahl von Arbeiterimmigranten durch die Konföderation der jüdischeu Arbeiter Palästinas und bezüglich der landwirtschaftlichen Kredite au. Die Regierung stellt fest, daß keinerlei Einricktung einer Selbstverwaltung, die mit den Bestimmungen des Mandates nicht zu vereinbaren ist, in Erwägung־ gezogen werden könne. Schließlich wird in dem Regierungsstätement erklärt, daß ein Plan der Landesverteidigung in Kraft treten wird, der die Errichtung und die Kontrolle versiegeiter Waffenarsenale in den jüdischen Kolonien einschließt. Der High Commissiouer erwägt gegenwärtig die Inkraftbringung eines Gesetzes zur verbesserten Kontrolle der Presse in Palästina. der Lage zu sein, konkrete und präzise Vorschläge hin- Wissen gnädige Frau bereits vom Räumungsverkauf in Perücken, Scheiteln, Transformation etc. der bekannten Kunstwerkstätte 1 ®/•/»Ao lange der Vorrat reicht. mar kjcnijj 20% Rabatt vom Originalpreis. Wien I, Kärntnerring 6 Verlangen gnädige Frau Gratis- (gegenüber Hotel Bristol) S‘l^3Z Katalog und Preisliste