Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 19 (9.5.1930)
- Date
- 1930-05-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2629891-2630341-2630359--3627-2635657- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Nitra 1× ep/1048039
OCR text
'wtA\k 1 : Nr. 19 JÜDISCHE PRESSE Seife 5 TT sehech o sl o 3t Bc 5. 1 ן 1«b$ ״ ■ 18^״• m: ■-! m׳■ 1 iß;1111 Sitzung des orthodoxen Verwaltungsausschusses. Montag, den 7. Ijar fand im Bureau des orthodoxen Landespräsidiums eine Sitzung des orthodoxcu Verwaltungsausschusses statt. Den Vorsitz führte der Präses Oberrabbiner Weber. Auf der Tagesordnung standen wichtige Angelegenheiten der orthodoxen Konfession. Im Vordergründe stand die sehr aktuell gewordene Frage der Kongrua. Es wurde beschlossen, in dieser die finanziellen und moralischen Interessen der orthodoxen Gemeincleii und ihrer RaLbiner stark, tangierenden Angelegenheit abermals ein dringliches Memo randum an die Regierung zu richten Das Präsidium begab sich auch sofort nach Prag, um das Memoraucht m persönlich zu überreichen und der Regierung die Situation darzulegen, die entstehen würde, wenn nicht ein Weg zur weiteren Beteiligung der Rabbiner an den Gehaltszuschüssen des Staates gefunclen wird. _ Für den Sehabhos. Auf Einladung der Schomrc-iSchabbos-Stcllenvermittlungszentrale der Agudas Jisroel versammelte sich Donnerstag, den 3. Ijar eine Anzahl von angesehenen sabbathaltemlen Kaufleuten ׳und Handwerkern im Sitzungssaale der ortli. Gemeinde, um über die Erweitc- 1• u 11g der Stelle n v e r .ni i 11!1 u n g s t ä t i gk c i t Beratung zu pflegen. Herr Rabbiner Simon II ir schier begrüßte die Erschienenen und legte in großen Zügen den Zweck der ׳Beratung dar. Da rau f erstattete namens der Stcllenvermittlungszentra.le der Ag.udas-Jisroel- Jugendorganisation Herr Gezu Weiß ein zusammenlassendes Referat über die Entwicklung cler Aktion in den letzten Jahren ׳mul über ihre bisherigen Erfolge. Herr l. I. Braun ׳schilderte die fmrehtbare Situation der zahlreichen stellenlosen Jungen Kaufleutc, Handwerker und Arbeiter aller Branchen, die nur deswegen eine Anstellung nicht erlangen könmeu, weil s׳ic aii den Sabbat festlmlten, und richtete einen warmen Appell an die sabbathaltenden Kaufleute und Gewerbetreibenden, sich dieser ihrer engeren Gesinnungsgenossen anzunehmen und keine Möglichkeit unversucht zu lassen, um!ihnen bei der Ausfindigmachung von Stellen behilflich zu sein. Es entspann sich darauf eine rege sachgemäße Diskussion, im der den 'Ursachen der schwierigen Lage nachgegangen wurde und eine Reihe von Maßnahmen in Erwägung gezogen wurde, durch welche einerseits die Besetzung von vakanten Stellen!in sabbat-freien Geschäften und Betrieben durch sabbatlialtcmdc Arbeitslose ziel-gemäß organisiert und anderseits die praktische Ertiiehtigung und Befähigung der iun Berufsleben stehenden jungen Leute zur Bekleidung von Stellen in auspruchisvollcren Geschäften erleichtert werden soll. An der Diskussion beteiligten siah außer den Genannten noch die .Herren Emanuel Katzbu rg׳, Siegmund Felsc riibcr ■g, Moses S t c r 11, Jak. P r e ß b u r g e r, Max K a n n, Leop. G v ii n h u t, Armin T v e u 11 a f t u. a. Schließlich wird einstimmig beschlossen, an die «abbathaltenden Kaufleutc und Handwerker zunächst in Bratislava und dann auch in der ׳Provinz ein Rundschreiben zu richten, worin die Bitte wiederholt werden soll, jeden vakant w e r tl c n d 0 in P o!s t e 11 11 nt er allen Ums t ä m 1d e .11 b e i der Stell e n v e r m i 11- 11111 g.siz e n t r a 1 e der Agudas Jisroel anzumelden. Es wurde weiters ein Komitee eingesetzt, das die Aufgabe' hat, sich mit dem Problem der Stcllenvermittlung eingehend zu beschäftigen ׳und die Tätigkeit der Stcllenvermittlungszentralc vom seiten der s a b b a t- ]!alten d e 11 A 1־ b e i t g c b e r zu unterstützen. Oberrabbinerwalil in Uzhorod. Wie aus Uzliorod (Ungvav) gemeldet wird, ist dort am 6. Ijar Se. Ehmv. Herr O b e r •r n b b i n e r josef Kohn aus Deutschkreutz in ungemein leidensebn ftlichein Wahlkampf mit Stimmenmehrheit zum Obcrrabbiner gewählt worden. Der Gewählte war früher Oberrabbiner iiu Zdami, später in Bomyhad und zuletzt in De.11t.scbk 1־.e11 tz und genießt den Ruf eines hervorragenden דול כתורה:. Den ganzen Wahltag herrschte in der Gemeinde die größte Aufregung. Die Gemeiudeleitung und die Polizei trafen alle Vorkehrungen, um Zusammenstöße der Pars leien und Ausschreitungen zu verhüten, Die Wahlbeteilis gung war sehr groß; sie betrug etwa go Prozent der Stimmberechtigten. Von 980 Gemeindemitgliedern haben 884 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Von diesen entfielen auf. Herrn Oberrabbiner. Kohn aus Deutsch» kreuz 505 und auf Herrn Josua Grünwald, den Sohn des verewigten Oberrabbiners 356 ,יצ״ל Stimmen, Nacht Verkündigung des Wahlresultates meldete die unterlegene Partei ihren Protest gegen die Wahl an und ersuchte auch den neugewählten Oberrabbiner, telegraphisch, die Stelle nicht anzutreten, bis nicht ein Besdin oder ein Schieds» gerächt über die Ansprüche des erbberechtigten Sohnes entschieden hat. Reise nach Erez Jisroel. Zu unserer vorwöchentlichen Mitteilung über die Reise des Munkatscher Oberrabbiners nach Erez Jisroel erfahren .vir noch, daß sich in seiner Begleitung außer den Dienern und einigen Baalebatim aus dem engeren Kreise seiner Anhänger auch zwei Rabbiner aus der Slo# wakei und ein Rabbiner aus. Ungarn, nämlich die Herren Oberrabbiner L 0 b o w i t s c 11 aus Cop, Oberrabbiner Weinberger aus Szerdahely und Oberrabbincr Zucker aus Haläsz! befinden. Der Kampf um das Dasein erfordert einen gesunden. widerstandsfähigen Körper. Diesen erlangen Sie durch tägliche Massage mit ״Alpa“-F1,anzb1:anntwein. Beachten Sie den Original-Plomben-Verschluß. Sijumfeier in der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Bratislava. Am ש״ל׳ פ׳ שמיני veranstaltete die Agudas J i s r o e >1 - J 1u •g e '11 d gruppe in Bratislava im Rahmen einer סעודה שיישית einen סיום auf מ׳ ראש השנה die von den aus den Jeschiwos zurücivgekommenen Bachurim während* den בי[ הזמנים ui der Jugendgruppe täglich gelernt wurde. Diese Veranstaltung war zugleich eine Abschiedsfeicr für die nach den auswärtigen Jeschiwos fahrenden Bachurim aus Bratislava. Sowohl die durch die Agudas Jisroel-Jugendgruppe eingerieiiteten ,.Ben - Hasmanim - Schiurim“ als auch die Schlußfeier erfreuen sich seit Jahren einer immer regeren Teilnahme. So konnte denn auch an der jiingsten Sijumfeier festgcstellt werden, daß die gesamte jesclnwohbesiichendc Jugend Preßburgs an diesem Eeste cler Agudas Jisroel teilnahm. Uabcr den imposanten Verlauf des Sij.ums diene nachstehender Bericht: Am vergangenen שבת nachmittags versammelten sich mehr als 7 0 Bachurim ב ל ע " ה ר im Saale der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Herr Max VV e i ß hielt eine längere Begrüßungsnnsprache, in welcher er auf die Gefahren hinwies, denen der Bachui־ von heute ausgesetzt ist und dankte im Na inan der Agudas Jisroel den Bachurim für ihre Standhaftigkeit beim Limrid Hatorah. Herr'Samuel Schreibei־, Sohn Sr.׳Ehrw. de.sHerrn Qhcrrabbiners Schreiber, beehrte die Anwesenden mit einem meisterhaften Vortrag in der סוני׳ und einer eindrucksvollen Rede, in welcher er den Uachtirim das Zusammenarbeiten für תירה ans Herz legte. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß die durch die A g u d a - Jugendgruppe geleistete Arbeit für die ח1רה cler Preßbarger קהלה קדושה zum Ruhme gereichen werde. Seine Worte wurden beifällig aufgcuoinmen. Herr Ernst Ungar, der Vortragende der ׳מסכת knüpfte an die letzten Worte der beendeten מסכת eine vom Herzen zum Herzen dringende Rede. Es sprächen noch die Bachurim F. K a 1 i s c 11, K. K o 11 n, M. Nase 11, II. B e e r, E. M ii 1ler, Chaim Stern. Alle ernteten reichen Beifall. Den gesanglichen Teil des Sijurns besorgte H. Brummer. Das Arrangement wurde in vorzüglicher Weise von den Herren B. K a t z, L. Glück und A. R o s e n z w e i g• geleitet. Dem Leiter des Schiiir, Herrn L. Wal d m a n n sowie allen übrigen Mitwirkenden sei hiedurch cler Dank ausgesprochen. Das Schlußwort hielt eindrucksvoll Herr A. Z. Kohn. Das 1'est hat abermals bewiesen, daß die gesamte j e s c h i wo 11 J u g e 11 d Preßburgs der׳ A g u,d a s J i sr o e l gehört. Mi hü seh. iDltft a&fto&etib. fjä&lid) gefät&te 3äl)nc entftcllen bas kJjönfte VtntliB- Seibc Sc&önljeitsfeljler ©erben oft fefjon bureb einmaliges tßutien mit ber betritt erfrifdjenben 3af)npafte Clilorodctul befcitlgt. 3Me 3äl)ne erhalten l<bon naä) Jur3em ©etraud) einen rounberoollen e1fcnl1eingla113. Serltttljcn Sie es 3unäd)ft mit einer tleinen Hube 311 Iic 4.—. ©rohe Hube Kd 6.—. Ueberatl 3u Ijaben. . Jüdische Gemeindewahl in Prag. Nachdem cl׳ie im November vorigen Jahres ab gehaltenen Wahlen der jüdischen Gemeinde,leitung in Prag wegen nachgewiescner Ungesetzlichkeiten annulliert wurden, fanden a!m 4. Mai die Neuwahlen statt. Die Wahl entwickelte sich ׳zu einem sehr heftigen Kampf von sechs Parteien um die Mandate ins jüdische Rathaus. Es standen einander 1. tschechische, 2. ׳deutsche Assiiinilanten, 5. jüdische Nationalisten (Zionisten), 4. Mittclstandler (orth.), 5. zionistische ■Sozialdemokraten (Po-ale Zion) und 6. freisinnige Juden gegenüber. Die Wahlbeteiligung war geringer als im November. Als stärkste Pariei mit 2700 Stimmen gingen diesmal die Demokraten ״deutsche Assimilanten) hervor; sie erhielten 7 Mandate und stellen demnach auch clen C!> meinclepräses. Je 6 Mandate erhielten die tschechischen Assimilanten (Verlust 2 Mandate) und Nationalisten (Gewinn 1!Mandat). Die Mittelstandspartei errang 5 Mandate und die freisinnigen Juden 1 Mandat. Nach Lage der Dinge sind die geringen Achderungen in der jüdischen Gemeindeleitung vom Standpunkte dos lii- «tonischen Judentums ohne Bedeutung. Ein religiöser Aufschwung׳ des Judentums in Prag beziehungsweise eine Rückkehr der Prager Gemeinde zu ihren alten religiösen Traditionen ist leider auch jetzt nicht zu erwarten. Sitzung des Maehsike-Hadas-Vereins. ' Sonntag, den 6. Ijar wurde in Novc Zamky eine Sitzung cler Repräsentanz des Macihsike- Haida s-V e r ei n es abgehalten. An dev Sitzung nahmen die ehrw. Herren Oberrabbiner Tiger mann (Nove Zamky), Reich (Batorkesy), Ab e l es (Sarluhy), F 1■ e y (Sarany), U n g־ a r (Trnava), Eckstein (Sered), S t r a s ,s c r (Sala), F ü r s t (Cuz), König (Joka), Sing ׳e r (Samoryn), ferner die Rabbiner K a t z (D. Streda), T e i cht 11a 1 (Piestany) und mehrere andere Mitglieder der Repräsentanz teil. Die Nove Zamkyer ortli. Gemeinde erwies den Versammelten zuvorkommende Gastfreundschaft. Die Sitzung wurde vom Vizepräses Herrn Simon Iier zl (Nitra) eröiffnet. Se. Elirw. Herr Oberrabbiner Tigerman.n begrüßte die Erschienenen .auf das freundschaftlichste und wünschte ihren Beratungen guten Erfolg. Hierauf erstattete Schriftführer Herr Sal. Paschkusz den Tätigkeitsbericht, aus dem hervorgeht, daß die Vereinsleitung eine rege Propaganda entwickelt, ׳mit dem Erfolg, daß dem Verein bereits in etwa 13 Gemeinden 650 Mitglieder beigetreten sind. Der Bericht bemängelt, daß die orthodoxen Zeitungen die Kundmachuugen des Vereines nicht unentgeltlich bringen wollen. Der Bericht schließt mit dem Vorschläge, der Verein möge die Unterstützung der Jeschiwos in der Slowakei in die Hand nehmen und auch zur Stärkung der צניעות gewisse Maßnahmen troffen. Hierauf berichtet Herr Rabbiner A. K a t z (D. Streda) über die Erfolge der Käm-Sektion, deren Vorsitze nid er er ist. Die Herren Gbcrrabbiner Frey und Rabbiner Teichthal steilen Anträge zur Verhütung des Gebrauches unrichtiger Tfillin und Mesusos. Zur Frage der Unterstützung der Jesehiwos durch den Ma011 sikc-Haxlas-Verein ergreifen die Iler reu Ober rabbiner Eck!st ein (Sered), Abel cs (Sar-luhy) und Herr I. S 11 ß m a :11n (Galanta) das Wort. Viel beachtet wind der Vorschlag des Herrn Hermann Löwy (N. Zamky), man möge die orthodoxe Landeszentrale ersuchen, in die neuen orthodoxen Landesstatuten eine Bestimmung aufnehmen, wonach ein jedes Mitglied einer orthodoxen Gemeinde verpflichtet wird, zu einem Talmud-Thora-Landesfonds eine bestimmte Steuer zu entrichten. Aus diesem Fonds sollen dann die Jeschiwos erhalten werden. Die ehrw. Oberrabbincr E c k s t c i n und F ii v s t unterstützen diesen Antrag, verlangen aber Maßnahmen, bis dieser Fonds geschaffen werden kann. Nach erregten Debatten wird cler Beschluß gefaßt, einen speziellen T o m c h e־ J es c 11 i w 0's- Verein zu gründen. Aus den Herren Oberrabbinern U n ga r_ (Trnava), E c k >s t.ei n (Sered) und den Herren Rafael Kohn (N. Zamky), Is. S'u ß.ma n n (Galanta) und Sal. Paschkusz (D. Streda) wird ein Vorbereitung«- komitee. gebildet, das (binnen 4 Wochen die konstituierendc Sitzung dieses Landesveveins nach Nove Zamky ciambcnufen hat. tu dev 11־ e ch,s ch c v׳i nuFrage sollen — bevor dev Verein endgültige Beschlüsse faßt — sämtliche Rabbiner des Landes• zur Aeußerüng aufgefordert werden.. Zu dem Anträge, alle Rabbiner der orthodoxen Gemeinden mögen bei dem nächsten ״Jom Kippur Koton“ Reden halten und auf die entsittlichenclen Zustände in den Strandbädern hinweisen, wurde dem Anträge des Herrn Hermann!Lö!wy mit großem Beifall zugestimmt, daß es zweckmäßiger sei, wenn alle orthodoxen Rabbiner in ihren Gemeinden scilnleainigst die Gründung von Ag lud a,s - Jis i' oe l- F 1־ a 11 c 11- 11 ti 1d -M ä d c 11 ■c!11 g r u p p e n d 11 1׳■ c 1111f ü 11׳- 1־ e n. Wenn die jüdischen Frauen und Mädchen in ihren Ag'uclagrnppen sich zusammensohließen und dort richtig belehrt würden, sei der Wirkung der Strandbäder und vieler anderer Schäden des modernen Lebens auf das weibliche Geschlecht von selbst ein iDa-man gesetzt. Nadidem noch die Anträge der Herren Ob er rabbiner Eckstein und R. Fleischer wagen der Herstellung revidierter S c h u 1 b ii eher und S i id in׳ i m - M a c h •s 0rim diskutiert werden, sagt Vorsitzender Herr He׳rzl der Novy Zaank.yer Gemeinde Dank für die freundliche Aufnahme uncl wird die Sitzung geschlossen. Die genialen Qnellenfassüngen von Gießliiibl Sauei•- brimn, welche am Kontinent nicht ihresgleichen haben und allen hygienischen Anforderungen entsprechen, bürgen für absolute Reinheit des weltbekannten Mineralwnssers ״Mattonis Gießhübler“. Vortrag in Stupava. Am ש״ל פ, שמיני weilte anläßlich einer Brismilifeicr Herr D. L. ■Groß aus Bratislava in Stupava. Ueber Ersuchen des Oberrabbiuers uncl cler Gcmcindeleitung Iiielt er im ,Bes'hamidrasch eine waringeflihlte Drosclioh mit schönen דברי חורה and henzgewinuenclcm מוסר. Es sei dem verehrten Redner auch an dieser Stelle für seine belehrenden Worte gedankt. Triesch (Mähren). Rabbiner A b r a 11 a m K u r zweil, nachdem er in Piirnitz 32 Jahre als Rabbiner tätig war und in Triesch fast vier Jahre segensreich in streng konservativem Sinne wirkte und sich in unserer alten Gemeinde lind deren Umgebung besonderer Wert- Schätzung erfreute,-׳zog am 3. Tag חוה״מ פסח in die Ewigkeit ein. Vor 65 Jahren in Preßbuvg geboren, wirkte er als würdiger Raw in seinen Gemeinden und sandte seine Söhne an konservative jüdische Lehranstalten nach ׳Deutschland, mm sie, die er ebenso wie seine Töchter stets fromm er׳zog, dem Religionslahrerberufe zuzuftilireii. In Triesch hatte vor mehr als 100 Jahren unter dem berühmten Rabbi Eliazar, genannt שמן רקח eine Jcschiwah mit 150 Bachurim geblüht uncl große Männer zogen aus unserer Gemeinde in die Fremde. Die letzte Talmud- Thora-Schmie leitete noch Rabbi Josef Frankfurter ן״ל vor 70 Jahren. Am 4. Tage חיל המועד wunde sei. Rabbiner Kurzweil, wie es sein Wunsch gewesen,!in aller Stille bestattet; zwischen clen Kindergräbern — so verlangte es seine letztwillige Anordnung — fand er auf dem alten Triescher ״guten Ort“ seine letzte Ruhestätte. ißlllliilSfliall HeimSC(^r.tZEHs^ I U r ■«IHWIW MWlUWHVWIlUUHlllia RÄ4Ö Wien, II., Malzgasse 7 J!gS i U r Sabbathaltende fördert die Sabbalhaltenden! EINHEIRAT Für meine 22jähr׳ige Tochter ייפח. תואר ויפ״ס die häus-!lieh und gut jüdisch erzogen ist, der ich mein gutgehendes Eisengeschäft zu übergeben gedenke, suche :ich behufs Einheirat einen intellig. relig. jungenMann,. der auch entsprechendes Barvermögen und Fachkenntnis.se!zu diesem Geschäft besitzt. Gefl. Zu- Schriften unter “״כת יחידה an die Bratislava er Adm. dieses Blattes. 1 ■ j ׳■];!;■׳ I 1