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Jüdische Presse · 1930-04-11 · 15-16 (11.4.1930) · page 9

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
15-16 (11.4.1930)
Date
1930-04-11
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 15/16 JÜDISCHE PRESSE Seite 9, setze zurückzuführen ist.. Ohne sie müßten wir rettungs־ los von dem hohen Piedestal stürzen, auf das wir durch sie gehoben werden. Ein Blick auf die entsetzlichen Zustände in Rußland und das grauenhafte Treiben der in der Jewsekzia täti־ gen Sprößlinge unseres Volkes muß genügen, um die Richtigkeit dieser Behauptung zu beweisen. Denn wie anders als durch die thoralosc Atmosphäre, in der diese Menschen, wenn auch nicht erzogen, so doch jedenfalls aufgewachsen sind, könnte der Zynismus erklärt werden, mit dem Juden, die sich im allgemeinen durch Familien־ sinn und Zusammengehörigkeitsgefühl auszuzeichnen pflegen, Bande des Bluts zerschneiden und ihre nächsten Angehörigen den ärgsten Qualen und Martern aussetzen bloß deswegen, weil sie ihrer destruktiven Politik keine willige Gefolgschaft leisten. Die Lehre, welche aus dieser Feststellung zu ziehen ist. liegt auf der Hand. Es ist dies die eindringliche Mahnung an alle, denen die Fortexistenz des unverfälschten Judentums am Herzen liegt, aber auch an diejenigen, die die Erhaltung des Geistes, der־ Gesittung, der Humanität inmitten eines konstruktiv tätigen Judentums ehrlieh wünschen, an den Grundlagen der orthodoxen Organisationen, gleichviel welche Formen sie besitzen, unerschütterlich fcstzuhaltcn und sie gegen eventuelle Angriffe, von welcher Seite im־ mer sic auch kommen mögen, zu verteidigen. Die durch eine festgefügte Organisation starke Orthodoxie vermag nicht bloß die Religiosität im orthodoxen Lager, sondern mittelbar auch die menschlich rühmenswerten Vorzüge des jüdischen Volkes zu fördern, ja sie sogar vor Ver־ schwinden zu bewahren. Das Vorhandensein einer orga־ nisierten kompakten Orthodoxie beeinflußt c r f a h־ t u n g sgc m ä ß entscheidend auch das nicht zu ihr ge־ hörige Lager zur Verlangsamung des Tempos in der rcli־ giösen Reform und in dein damit eng verbundenen rcli־ giösen und sittlichen Verfall. Es ist dies aber auch ein ernster Fingerzeig für die Steilen und Behörden allerorten, welche in jüdischen Fragen zu entscheiden haben, nicht bloß im Interesse des Judentums, sondern auch im wohlverstandenen Inter־ esse des eigenen Staates, welches die künstliche Züchtung von destruktiven Elementen perhorresziert, stets die In־ tcrcsscn der Orthodoxie durch Stärkung ihrer Organisa־ tion und sonstigen Lebensbedingungen zu fördern. Das ־Schwinden der Religiosität müßte, ebenso wie in allen Volksschichten auch im Judentum das Anwachsen des destruktiven schädlichen Elementes zur Folge haben. Gebe G־tt, daß diese Lehre auch bei uns beherzigt werde, zum beiderseitigen Wohlc, dem der tschechoslo־ wakischen Republik und des Judentums! Die Frühlingsstürme venirsnclic'11 den Rheumaleidenden große Pein. Massieren Sie sieh mit Franz- Branntwein Alpa. Der Erfolg wird Sie überraschen. Beachten Sie den Or.i1gM1al--.Pio.nlpenVerschluß., Was geschieht für die jüdischen Kranken? Vor einigen Wochen erst machten wir die jüdische Oeffentlichkeit zum wiederholten Male auf die schwierige Situation aufmerksam, in der sich der ,.Bikur-Cho- I i m“ - Verein in Kosicc befindet. Heute liegt uns ein Zirkular des ältesten Vereines auf diesem Gebiete vor, nämlich des seit dem Jahre 1867 in .Bratislava bostehenden und seit jener Zeit durch die persönliche niif- ■opfernde Tätigkeit der jeweiligen Yereiusleiter ungemein segensreich wirkenden Vereines ,,Marpe Lenefesch“. Aus dem Aufruf geht hervor, daß auch dieser Verein infolge der Gleichgültigkeit weiter Kreise im slowakischen Judentum, noch mehr aber wegen der sündhaften Nachlässigkeit vieler jüdischer Gemein- ■den, die den Verein, der sich ihrer Kranken anninimt, im Stiche lassen, 11 in sei 11 e n B e s t a 11 d r i n g 1. Einige Daten über die Tätigkeit des Vereines dürften die Oeffentlichkeit interessieren. Der Verein ״Marpe Lenefesch'1 versorgt in zehn Anstalten die jüdischen Kranken mit guter, bekömmlicher ritueller Kost je nach den ärztlichen Vorschriften, und zwar: I. im Landesspital, 2. Br der orthopädischen Klinik (Sanatorinm). 3. in der Frauenklinik (1 lebaininenschule), -L im staatlichen Wöchnerinnciiheini (Lniifrnneoni), 3. in der Kinderklinik, 6. im Säuglingsheim, JakoB-Siudtrichter- Platz, 7. im Barmherzigen-Spital, 8. im Garnisoiisspital, "9. im städtischen Spital (Baracken), 10. im evangelischen Spital (Diakonissenheim). Im Jahre 1929 verpflegte der Verein in diesen Anstalten ans Bratislava 164 Patieuteu an 24.180 Verpflegstageii, und von auswärts aus 1.7 7 ■Geaneiude.11 635 Kranke au 16.899 Jagen, lutercssant ist auch die Liste der I. e!1 e 11 s m i t ( e I, die im Jahre 1929 verbraucht wurden, und zwar: 1460 Kilogramm Rindfleisch, 2556 Kilogramm Kalbfleisch, 1278 Stück Hühner, 184 Stück Gänse, 72 Kilogramm ■ Selchfleisch,!095 Kilogramm Gansfetl, 16425 Liter Milch, 392 Kilogramm Butter, 350 Kilogramm Käse. 91.250 Stück Weißgebäck, 730 Pakete Zwieback, 3650 Laib Schwarz- Brot, 21.900 Stück Eier, 1825 Kilogramm Mehl, 1800 Kilogramm Zucker, 820 Liter Wein, 9 Liter Kognak, 1020 Flaschen Bier, 1800 Flaschen Soda, 650 Flaschen Paradeis, 4000 Kilogramm. Aepfel, 3800 Kilogramm Kartoflcln, 9520 Stück Zitronen, 1460 ■Kilogramm Grünzeug, 2500 Kilogramm Feingemüsc, 65 Liter Himbeersaft, 460 Glas Dunstobst, 136 Kartons Biskotten, zirka 3000 Kilogramm verschiedene Kolonialwaren. Die Gesamtausgaben des Vereines einschließlich des Defizits vom vorangegangenen Jahre beliefen sich auf tscli. K 309,973.07. Demgegenüber zählt der Verein bloß 932 Mitglieder. Die Kosten müssen demnach zum allergrößten Teil durch mühselige Arbeit der Leitung aus Subventionen des Staates und der Gemeinden und Einzelspenden an Geld und Naturalien aufgebracht werden. Mit Reclit sagt das Vereinspräsidium in seinem Aufruf: ך,Den einzelnen bitten wir, von den Gemeinden fordern wir, ihrer Pflicht den Kranken gegenüber pünktlich und reichlicher als bisher nachzukommen.“ : Zu demselben Gegenstand erhalten wir auch den :folgenden Appell: So geht es nicht weiter! Eigenartig, wie viel an allen Ecken mrd Enden der jüdischen Knltusgenieinden projektiert und teilweise auch uusgoführt wird, ohne jedoch bestehende n Institutionen die nötige Aufmerksamkeit zuzuwenden. Es ist kaum glaublich, daß Vereine wie ,.B i k u r C! hol im“. Kosicc. und ״Marpe L e n e f e s c 11“, B r a t i s 1 a v a. welch beide die Verpflegung jüdischer Kranker in den staatlichen Spitälern seit Jahren (Bratislava seit 1867) in aufopferungsvoller Meise zur vollsten Zufriedenheit der Patienten versehen, von der tagliehen Gefahr d e r B et 1־ r e b s e i n s t c 1 I u ״ g b od r o 11 1 s i n d. O 11 u e U 11 t 0 r s c 11 i e 11 soll b e s o 11 d e r s d e 11 g 1־ ö ß c r c ti G e 111 e i n d e 11 d e r Y o r w 11 1־ f g c 111 a c 11 t ■w e 1־ d e 11. d a ß sie i 11 r 0 r P f l i c h t d e 11 K r a ״ k e 11 g e g e 11 ti b e r t e i 1 w e i s e g a'r 11 i c!1 t o d e r 11 ii r i 11 s ä 11 tu i g e r 11 n d 11 11 g e 11 ii g e 11 d e r W eise 11 a c 11k o m 111 e 11. I .) e r *K r a 11 k '0 soll g a r 11 i e 11 t s b ii ß e 11! Keinerlei Argumente sind triftig genug, 11111 sie den Kranken gegenüber als gerechtfertigt hinstellcn zu können. ׳Keinerlei Sparmaßnahmen einer Gemeinde dürfen a 11 f K o s t e 11 d e r K r a 11 k e 11 p f l e g e g e 11 e n. Es ist; an der Zeit, daß anläßlich der ימים טובי□ הבע״ל von der Kanzel herab entschieden aufkläreiul gewirkt wird. Aber auch von der o r 111 o d o x e 11 1, a n d e s z e n t r a 1 e fordern wir, dieser für alle יהורם so immens wichtigen Angelegenheit endlich ihr Interesse zu bezeugen. Wir hoffen, daß diese Worte im Interesse der. Kranken nicht unerhört bleiben werden. Aronidus, Winterbilanz. Der Winter ist vorüber. Die Zeit, die. den Menschen in die Atmosphäre der erwärmten׳ Winteratu bc Jiineinzw äugt, wurde (buch die erfrischenden .Frühlingstage abgelöst. Diese Zeit, die auf das Gemüt des jungen Menschen auffrischend wirkt, die: Zeit, die ihn aus dem Zimmer ins Freie treibt, ist für die o r 111 od o x e 11 j 11 g e 11 d v e r e i 11 e Veranlassung zum Nachdenken, wie sie ihre Geführten um die Fahne ihres Ziolos auch außerhalb der wannen Gmorostube scharen. Denn oft, gar oft sucht man die Tnlmudstube oder clas Verc'insheim im Winter auf. ■bloß u׳m sieh vor dem .brausenden Wetter zu schützen. Der Sommer jedoch versperrt den heißen Weg zum Lehrhaus. Die Tatsache, daß im Sommer in den meisten Stätten religiöser Belehrung gähnende .Leere herrscht, die Jugend aber draußen im Freien zu finden ist. wirft die Frage auf: .,Wie .schützen und erhalten wir uns und unsere Goführten in der heißen Sommerszeit?“ Der "Winter ist vorüber. Die im Spätsommer des vorigen Jahres «!)gehaltene Kenessioh Gecleuloli hat auch hierzulande' auf unsere Aguclisten — zmninclest auf die jüngeren — Einfluß geübt und sie veranlaßt, zu versuchen, ihre Organisation zu neuem Leben zu erwecken. A g 11 d a s J i s 1• o e I kam und wollte die .Jugend ״orthodox“ erhalten, klarer gefaßt: sie wollte chm orthodoxen jungen Mann auch orthodox im Privatleben, orthodox in der G e s e 1 1 s c. h a f t. aber auch orthodox in der Gesinnung erhalten, wie es einzig und allein durch das Programm der Aguclas Jisroel möglich ist. Was geschah aber? Den ehrlichen Absichten der Agacla-Jugcmcl und ihrem Wollen wurde der Wille!'anderer als hindernd in den Weg gestellt und so :konnte der Großteil der zu er fasse 11 den Masse dem organisatorischen Netz immer noch entgehen. Wold können wrir ב״ה trotz alldem kleine Erfolge verzeichnen, aber — wir beginnen das Klagelied aufs neue — wir konnten nicht alle* retten, die errettet werden sollten. Dort drüben weht feindlicher Wind und packt die Jugend, entreißt sie der schützenden Elternhaiul, dort werden' die Allerkleinsten schon mit der Scheinheiligkeit einer ״hebräisch“ klingenden Sprache vertröstet, dort werden jüdische Mädchen uml Knaben, oft Kinder ganz .frommer Elteiui. ihnen entrissen und;111 sogenannten ״II a e 11 s c* h a r a - Kolonie 11“ verschleppt, um angeblich nach Palästina tüchtige Bauern zu exportieren. Die* Eltern stehen solchen Kindern machtlos gegenüber und gar manche gehen dort dem sicheren Verfall entgegen. Diesen V'erfüll rimgsver.suchen gegenüber sollten die immer nach dem nicht agudistischen Lager hinüber schielenden ״N e u t r n I e 11“ ihre ״K u 11 s t“ ausübeu und nicht bei dem Toi! der Jugend, der ohnehin in der Hauptsache* orthodox ist und nur durch die Agucla gefestigt zu werden braucht. Dort im gegnerischem Lager sollen sie die• Macht ihrer ״Neutralisierung“ zeigen, dort mögen sie ankümpreii und jeder wird ihnen dafür Dank wissen. Gegenüber solchen Elementen die Hände in den Schoß zu legen, um ״neutral“ zu bleiben, ist unrichtig. Ein neutrales Vorhallen muß in diesem Falle als stillschweigende Zustimmung gewertet werden.!Der Sommer naht, und da soll sich der Erfolg des Kampfes im Winter zeigen. Draußen, außerhall) des Lehrhauses wollen wir sehen, ob man Menschen ohne Ideal, oh 111' Prinzipientreue, ohne Gesinnung erhalten kann. Der junge Mensch muß wissen, wenn er draußen umhergeht, welcher Gesellschaft er a n z 11 g e 11 ii 1׳ e 11, welche er zu m e i cl e 11 hat. Eine tabnuclische Vorschrift kann nach dem Vorhergesagten auch in folgender Weise ausgelegt werden: קאי מאי דיסק ביימי דניסן wenn jemand zur Frühlingszeit aus dem כיח המדרש ins Freie zieht und dort neue Wege und neue Gesellschaften Axirfindet, muß er zwischen dem guten und dem schädlichen Verkehr zu unterscheiden wissen,ואומר und spricht (nicht בחך (מברך שלא חסר יביא בריות טובת ואילנות טיברח gesegnet sei, der;g u t e G e s e 11 ö p f e den ■Menschen auf dem Wege finden läßt. Wir wagen es zu behaupten, daß es höchste Zeit ist, daß die sogenannten ״Neutralen“ einmal einsehen, daß man im Kampfe gegen den nichtruhenden Feind v e r eint und dadurch gestärkt Vorgehen müsse, v 0 r g e 11 e 11 zum e i g e 11 e 11 Schutz und zur Rettung so vieler Menschen, die blindlings dort hineinfallen. Dies wäre die Lehre, die wir der Vergangenheit entnehmen könnten und dies das Ergebnis der diesjährigen W i 111 e r b i l a n z. Max W e i ß. in braunen Schachteln laut Attest Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau verläßlich koscher auch heuer wieder in garantiert reiner und ausgiebiger Qualität zu haben bei HüW Franck 1h (1, Knie Diese Fabrik steht unter Oberaufsicht des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau und unter ständiger Kontrolle von Sr. Ehrwürden ernannten jüdischen Aufsehern, so daß sä in 11 i c h e Erzeugnisse verläßlich koscher sind und also von jedem Glaubensgenossen das ganze Jahr hindurch gebraucht werden können Beuchten Sie beim Einkäufe im & & eigenen Interesse recht genau: die braune Farbe der Schachtel die Schutzmarke: KAFFEEMÜHLE und die Unterschrift: FRANCK Aufstockung des israelitischen Altcrsvcrsorgungsliauscs in Bratislava. Vom Verwaltungsausschuß dos israelitischen- Ver־= sorgungshauses in Bratislava worden wir um Veröffent־!ichting dos folgenden Aufrufes gebeten. Aus clor Fülle von humanitären Einrichtungen clor liicrortigen Judonscliaft ragt die Institution des vor 36 Jahren durch die J o 0 1 ־ W o 1 f ־ S t i f t u n g geschaffenen israelitischen Altersversorgungshauses hervor. Dieses Altersvcrsorgiingshaus, zunächst im bescheidenen Aus־ .maße und bloß für eine geringe Zahl von Pfleglingen hergestellt, hat sich im Laufe der Jahre derart entwickelt, daß es heute zum Stolz und zur Ehre der judenscluift gereicht. Erwähnenswert ist der vor Jahren erfolgte Zu־ bau durch die E 111 i l ־ P o-p p e r ־ S t i f t u n g, ferner der clen Namen der Familie Gestettncr verewigende Haustempel. Derzeit finden in diesem Versorgungshause■ 5r Greise and Greisinnen vollkommene Verpflegung uml Unterkunft. In unserer wirtschaftlich so schweren Zeit, \vo junge, ar.bcitsfrohe und arbeitskräftige Menschen, einen schweren Lebenskampf ums tägliche Brot zu bestehen haben, ist clas Elend von alten, abgebrauchten und total arbeitslosen und vermögenslosen Juden und Jüdinnen ein unerträgliches geworden. Die Not jener Greise und G1־ei־ sinnen, die mangels eines Erwerbs dahinvegetieren, ist einfach unbeschreiblich und am eklatantesten daraus zu ersehen, daß bei einer freiwerclendcn PficgliugsstcUe im Altersversorgungshaus Dutzende von Gesuchen um Auf־ nähme von ehrenwerten, alten, mittellosen Glaubens־ genossen eingehracht werden, welche leider wegen Platz־ mangels unberücksichtigt bleiben müssen. Dieser Umstand bestimmt die Verwaltung.des Ver־ sorgungshauses, an die jüdische Oeffentlichkeit mit der dringenden Bitte hcrauzutret.e!1, ihr bei der beabsichtigten Aktion zur Erweiterung des Altersversorgungshauses im Wege eines Stockaufbaucsג hilfreich zur Seite zu stehen. Durch diesen Stockaufbau wäre es möglich, die Anzahl der Pfleglinge um 26 zu vermehren, wodurch der drückendsten Not für eine Anzahl von Jahren abgc־ halfen würde. Wir appellieren an das edle Herz und die humane Empfindung unserer Glaubensgenossen, die sich in so vielen Fällen, wo es galt, Not und Elend zu lindern, in schönster Weise manifestiert hat und hoffen, daß in Bälde jene Mittel aufgebracht werden, um den Allerärmsten der Armen, den hilflosen Greisen und Grei־ sinnen, ein schützendes Heim zu schaffen. Spenden sind an das Präsidium des Altersvcrsor־ gungsliauses Herrn Emil Popper, Langegasse 33, zu richten. B r a t i s 1 a v a, im. März 1930. Der Verwaltungsausschuß. O liebe Hausfrau, gib stets acht, ״Cirine“ wird oft nachgemacht. Siehe Inserat. Für den Scbabbos. Die Bratislavacr kostenlose StelJenvermittlungs־ zentrale (Schon) 1e• Schabbos) der Agudas־Jisroel־Jugend־ Organisation, in der Slowakei hat im abgelaufeneu Jalue trotz der mangelhaften Unterstützung von seiten der sabbathaltenden Arbeitgeber dennoch recht erfreuliche Erfolge aufzuweisen gehabt. Es wurden bei ihr insgesamt 259 offene Stellen angcmeldct. Demgegenüber wurden 348 Stellensuchende registriert. Von diesen gelang es, 234 zu Posten zu verhelfen. Daraus ergibt sich, welch ein weites und dankbares Feld w ahrer soziale r u n cl religiöser Fürs o r ge de s o r t 11 o d o x e n J 11־ den tu ms durch die organisierte orthodoxe Jugend be־ arbeitet wird. Wie wir erfahren, wird die A g u d a s ־ J i s r o e 1־ Ortsgruppe in Bratislava in nächster Zeit ein ,spe־ zielles Komitee einsetzen, das die Jugendzentrale in ihrer agilen Tätigkeit im Interesse der sabbatlialtenden Arbeitslosen in den Kreisen der Arbeitgeber tat־ kräftigst unterstützen soll. Zum Rücktritt des Prager Oberrabbiners. Zu unserem Berichte über die Demission des Prager Oberrabbiners Dr. Brody wird uns weiter mit־ geteilt, daß einer der Gründe, die ihn zur Amtsnieder־ legung bewogen haben, in den Bestimmungen des neuen Gemeindcstatuts über den Wirkungskreis des Oberrab־ biners zu suchen ist. Dieses Statut degradiert den Ober־

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