Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 14 (4.4.1930)
- Date
- 1930-04-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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pUvUtbt« puvolen* rtadil dum י י Rratitlave 41t. 41172-111*2• Zaitmitftn vom Verle1«r vmtndtt. joarna) expÄdi* Dar l‘edit«1r V.b.b. ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. ß«dakt!on n. Ad min ilrilioiit Wien, )!.,Leopold•- $ai«e 16, 1. Stiege, 1. Stock. - Tel. R 45-4-94. /«checboclo* •kelt Bratislava, Postfach 140. ftrscbeint jeden Freitag. - Redakitunuchlnsi; Mittwoch Mittag. Abuonementsprelie 1 OanrjShrlgi Für Oesterreich S 16 Ticbechoslowakel tschech. K 80, Einzelnummer öst. Or. 50, 411 übrige Ansland 3 Dollar. Zahlungen auf Konto ,Jüdische Presse", Wien für Oesterreich» Postsparka! senkonto Nr. D-93614; Deutschland! Post• scheckkonto Beilin Nr. 122619; Jugoslawien! Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen: Postspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn! Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schweiz! Postsclieckk. Zürich VIII. 4117; lür die Tschechoslowakei! ״Jüdlsche Presse", Biatislava, Postspk.-Amt Prag Konto Nr. 53386 Nr. 14 Wien-Bratislava, 4. April 1930 >'כ״ה וינא־סרעסבוי־נ ו״ ניסן י/י 16. Jahrg. Vorläufige Drosselung der Einwanderung und Einstellung von Bodenkauf Wülr ftrtnteeti Mdten taaüs •LmkUon ••eingeiibÄii^tien. •Auszug. aus dem! iBaridhitc •der /K0(rmnit׳fs(s׳i0n-, ׳welche zuir :Uinter- ■smclhiumg dier Aimg'uis tav.wir, mihi cm! •eiimgescftett׳ worden! war, zunüchsit chiue •j־cid,en [KcmumentaT. Der •Bericht, aum •den mä'her danzwfeelherti mötlig •seü',u;w'iFd, äsft: iflüir■ ׳die, jüdli-sdie Sache tun g ii tu s t i. g. Die Red. London, >31י. März. Der heute veröffentlichte Berioht der von der engfechen Regierung eingesetzten Unters b c h u 41 :g •s k o 411 mi •i •s •s i o 11 über die Utiirttiheit im •Palästina stellt fest, •daß tliio Untnilien an» 23. August durch einen A Kgrüfü •d e r Araber auf Juden ein'gcileitet warden. für den k.e'i n e E 111 s c!11 u! •d i •g u n g fest»u.steilen ■ist. I w־־s b ■e s o u d crc ist die B e h a ti p t 1! 11׳ •g u 11־ zu tr clfe•n;ii, won a c h •d׳i c Ar•a b e r d 11׳•r c 1b v dran ׳s •g •e g 21 11 g e 11e׳ Mordtaten der Juden ge reis, It w-׳o:r d e •11 •־seien. Die Uatruheu waren n d c!111 vorbei•e•ia•e;t. Umruhen sind ,nicht gleichzeitig im a-Men Teilen Pa;läs;t;ima!s erfolgt, sondern sie verbreitetem sicHi von der Haupt{stadt langsam i!m Laufe einer Anzahl vom Tagen nach •den Atiißeribezifken. Die Unruhen bestanden in niederträchtigen An- griiien der Araber auf die Juden sowie der nutzlosen Zerstörung•jüdisöhen Eigentums. ' - •"■־־’. .. Eme: •Ä'a s{ne׳׳Lt:1Hi5gv •;der jüdiischem ׳ Geimclmide in Hebron isi :nur ■mit ktnapper Not verhindert worden. In eint g e m w •e n!i g -.e n F ä 1• 1׳ e 41!11 a b e 81 d!1' e Juden d 4 •e Ara b e ra m •g e •g (r i f feil und arabisches Eigentum z e ,1־ s!t!0 r t. ‘Diese innen tscihntld1ba1\cm Angriffe waren duirclvwegs Repressalien dc!r Juden in den Gegenden, iu denen die Araber )bereits Angriffe auf die Juden verübt hatte•!). Die JJnrtiheH •waren keine Revolte gegen die englische Regierung!in Palästina. Der Bericht beschäftigt sich •dann mit zionistischen!Beschwerde•!! und stellt fest, daß •der Be w,e •i s 11 i cih t g e 1 i e f e r t i s't, wonach der' M u f t!i vom J e 4־ tt s a 0 1׳ nt ׳d i e U n r׳u ii c 11 a n g •e z e 11 e 11 •habe, um sich im seiner Stellung zu behaupten. Die Organisationen, die •der Mufti geschaffen habe zum Schutze •der Heiligen Stätten, seien!nicht dazu bestimmt gewesen, Unruhen hie-rvonznrufen- Dem Mufti falle aber, wie allen Personen, die;aufreizend auf die öffentliche Meinung gewirkt hätten, ein Teä der Verantwortung fiir die Ereignisse in Palästina zu. Die Neaierunigeii der M01׳ha׳m'1med׳a41er iu •der Nähe ׳der •: Klageniauer seien teils •dazu •bestimmt gewesen, •die Juden 'zu ärgerm,׳ tehs'vdieuten sie denn Zweck, mohammedanische Bigemtu׳m׳srechte am •der Mauer und!ihrer Uragebumg geltend •zu'machen.. '־• ' Dem Mufti gebühre kein größerer Teil der Schuld als einigen jüdischen Autoritäten. Der Beweis sei nicht geliefert, da!ß der Miufti ■die Mohanmieilauer aufgefordert habe, sich am 23. August in Jerusalemi oinzu finden. Verbimdumgen zWischern de411 Mufti und Agitatoren sind gleichfalls nicht nachgewiesen worden. Nachdem die Unruhen ausgebrncihon •sind, hat der Mufti mit der Regierung zusammen gewirkt, urn die Ordnung wieder herzu■»teilen. D i.e , a r a ׳b i s ch e E x e k u 11 v e i tt Palästina hat g 1 olc fi t a 11 s ■k e i n e r l׳e.i Vorber e i t u 11 g e 11 f ii rdas Hervorr m f e■ 11 von U 11 r u 11 e n getroffen. Einige ׳Mitglieder der'.Exekiiitlvc; ha1}1e'n: zweifcI: los sich am der Propaganda unter der umgebildeten Bevölherung bete!iligt. Demi Mnfri umd •der arabischen .Exe-■, kutiive faiile zu^ Last, .daß׳ sie In der . Woche .'vor dem Unruhen ■niclvts getan haben, um durch eine öffentliche Erk-Järuug zugunsten von Ruihe lind Ordniumg Stcdumg zu weih men. Der Bericht stellt dann fest, daß der stellvertretende Gouverneur Luke nicht fahrlässig gehandelt habe, weil er vor denn 23. August keine Truppen aus Aegypten aiigefordert habe. Man könne ihm ferner keinen Vorwurf -daraus machen, daß er versäumt habe, die •in Palästina befindlichem Truppen auf einen Punikt zusa.mimcnzuzichcn, eine Entscheidung, deren Zweckmäßigkeit ernst nach •den Ereigiilssen erkennbar geworden sei. Die Kammilssiom bcstätilgt •daun •die R.ichtigkek der Entscheidung Luhes, wonach •die Bewaffnung der . jüdisch eh. Bevölkerung abgelelimt und die 4i jüdischen B;!11f:spoMzi!s׳ten eintwa-ffinet •werden mußten-' . ■ ' . \; .... Die 'P04*Äe־i ''•ümÜ - d»ie:-Mah1i^c1Ha(ft ׳der Pa nzer wag em hat keitten •üb'ermäßigeh'. G;ebrauch von der Feuerwaffe gemacht, dagegen hat die Regierung von Palästina zu w e 11 i g von dem Re c 111 G e bT a u c h g 0111 acht, a 11 f h e t z e n d e Ä r t i k c i i n •d e r P r c s s e v 0 r den A u g 11 s t e r e i g 11 •i s s.e 11 bereits zu verbiete 11• Die jüdische Dem׳cmst!rat׳icm am 15. August ■und' d;ie rmohaimmedamische Demonstratiron am 16. Au.gusf kemntem uacili Ansicht ■der Koimtmissfon nicht verboten werden. Die Kernmissiom lehnt -eine Beschuldigung ab, daß die Regier u 11 g von Palästina einen Mangel an Symp a t b i e gegenüber der E r r i c h t u 11 g d e r j ii d i- .ehe 11 Heimstätte gezeigt ha t. Die. Regierung habe 1i׳11׳ter schvviierigen Uunständcn versucht, eine neu- ,t r a 1 e Haltung zwischen den Völkern einzut1cbm׳en, derem ,Führer nur w-ewig Befähigumg ftii-r Komipromissc gezeigt hätten. Die KiCimiiii'iss'ioni ist der'Ansicht, daß die jüdische Eimwaiiderumg, solange sie der wirtschafflicheii ״Aufnahmrefäihiigheii“ des Landes augepaßt war, Palästina zum Segeu gereicht habe und ■auch f'iir •d;ic Araber vom Nutzen gewesen sei. |*עזל פסח כשר NUSSOL SPEZIAL Gelb, geschmeidiges Pflanzenfett! U e b era il erhältlich! 100 Prozent Fettgehalt תחת השכחת הרב הבאר ח ישעי׳ סייסט. שיפשיהל Hatgatiaa- und Balieilainik י י BlaWiis tail Die von den Zionisten erhobenen Ansprüche auf Einwanderungsrechte gingen jetzt so weit, daß sie geeignet seien, bei den Arabern die Befürchtung hervorzurufen, daß sie unter jüdische Herrschaft geraten und־ ihres Lebensunterhaltes beraubt würden. Die Kommission stellt fest, daß die jüdischem Autoritäten vom •den E.in׳waudenmg.sgru׳״ds׳ätze1i, die 1922 ahzeptier-t worden seiem, ahgewiehau seien, da sie iieucrdimigs .zuviel Lau d f ii r die J •u d e n b e a n s p r u c h t e u oder a u k a u ז t e n, ohne daß im anderen Lundes teilen ausreichend Land vorhanden sei, umi die landlos gewordene n Araber anzusiede'm. Infolgedessen habe sich eine besitzlose Klasse von Arabern gebildet, die eine Gefahr für das Land sei. Palästina könne• eine größere landwirtschaftliche- Bevölkerung, als zurzeiit dort ansässig, sei, nur dann ernähren, . wenn die Methoden der Bodcnauis'niitzung ■ eine gründliche-Reform erführen. Die Kommission .empfiehlt die S cli a f t u hg ei n e r’ V 0 r t r e t u h gder׳ Araber, da . die Araber es als schweres Unrecht empfinden, daß die Juden durch ihre Organisationen ständig über eine direkte Verbindung rniit der Regierung verfügten, während die Araber keine solche anerkannte Vertrefung besäßen. Als tieierliegemdc Ursachen der Unruhen bczeiah- ״■et d i e K ammissi om die fein ■d •s c I i g e n G e f ii ,h I e •der Araber gegen die Juden infolge der Emrttäusch •u n g' der national e n uikI politischem Aspirationen der Araber, sowie die Befürchtung der Araber bezüglich der wirtschaftlichen Zukunft. Diese tiiefcrfi■egeindem Ursachen hätten mif den folgendem unm i 11 e •I b a t e n •- A n l ä s s e n z u s a m m c n g e w i r k t, u m die Unruhen hervorz•ti rufen. 1. Die Z w 4' s c h e n f ä 11 e an der K l a g e m a u •e r, i n «besondere •d i e j ii •d I sehe Demo n s t r a t ■i 0 n am 15• A!1 g u s t und die T ä t ■i g ■k e i t d e r in oh ammedanischen Gesellschaft zutn Scihu tze der h I. S t ä 11 e. 2. A 11׳ f r e ii z e 41 d e Artikel iu arabischen Zeitungen׳, ■in eimer jüdischen Tageszeitung •und einer j ii d i s c h e n Wochenschrift. 3. Verhet!ztiugsproipaga 1111a iu der arabisciliem ,Bevölkeruug. 1L11 x 11 r e ' c'h e 11 d e G a r 11 i s 0 n 11 nd die;11 nv e r lä ß׳l i eh e P o 14 z ei. 6. Der Glaube, daß man durch politische Mittel die Entscheidung der Regierung von Palästina beeinflussen könne. Die Kommission ford׳ert •die englische Regierung am!f, in oi 11 er 11 11 zwei de u ti ge 11' E r k I ä r u 11g ihre Politik f ii r das M a ■11 d a t g e ■b 1 c t d a r z 11 1׳ e g c h und inshesouder e in der Bi!]1■wand erniii.gsirage uud in der Frage ׳des Landerwerbes nette Richtlinien bekanntzu'gehe 11. Die Einwanderung ist zu regeln. Uebermäßige Einwanderung wie in den Jahren 1925 und 1926 müsse verhindert werden und ein Ausschuß von landwirtschaftlichen Sachverständigen soll neue Methoden für die Bodenausnützung erforschen. Bis zur Berichterstattung dieses Ausschusses ist der Aufkauf von Grundbesitz einzustellen. 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