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Jüdische Presse · 1930-03-21 · 12 (21.3.1930) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
12 (21.3.1930)
Date
1930-03-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite b JÜDISCHE PRESSE Nr. 12 MBB Die ReilaHiifln flliernimmi in keinem falle die Verantwortung midi des Kaschrns im Bpnüntenteile and cs ist Sache der Leset, sidi m informieren BHB Residenz-Atelier für moderce Photoaraahie Wien, 1. Fleischmarkt 1, Tel.79-2-80 &6VVAUVU« AISWIAWA * Aufnahmen täglich von 9 bis 6 Uhr. an Sonntagen von 9 bis 5 übt wenn mit schlechten Pasten gewachst wird. Der harte Hochglanz, den Ginne-Wachs flüssig den Parketten und Linoleum mit weit weniger Mühe gibt, schont die Teppiche und ist dauerhaft. In jedem einschläg. Geschäfte erhältlich. Aufklärungsschrift C. D. gratis. Cirine-Werke J. Lorenz & Co. Eger, Böhmen. 1föga I&«i±äe5tf91s! Sdiaffen Sie das Mes aü wenn Sie Weichholz-Fußböden haben. Lassen Sie die Bretter einmal mit , .Cirine“-Beizepolitu1 ein, behandeln Sie sie dann nur noch mit ״Cirine“-Wachs flüssig und die weichen Bretterböden sind dann dauernd wie Parketten. Erhältlich in allen Drogen-, Färben- und einschlägigen Geschäften Prospekt gratis Cirine-Werke J. Lorenz & Co. Eger, Böhmen. Mewaksche ThorasVerein, ,Bratislava. Am Sonntag, den 18. Schwat fand unter großer Beteiligung der Mit» gliedcrschaft die 14. Generalversammlung des Vereines ״Thoralernender Angestellten“ (Ch'ewrch Mewaksche Thora) statt. Infolge Verhinderung des Präses Herr Adolf Braun eröffnete Vizepräses Herr Hermann Adler die Versammlung, der es verstand, dieselbe in energischer und dabei würdevoller Weise zu leiten. Aus dem Tätigkeits» bericht ging hervor, daß der Verein sowohl in moralischer als auch in materieller Hinsicht seinen Anforderungen gewachsen ist. Ein Zuwachs von 110 Mitgliedern inner» halb acht Monaten dient als schlagender Beweis dafür, daß die alte Leitung im vollsten Bewußtsein der Wichtig» keit und Dringlichkeit ihrer Aufgabe danach gestrebt hat, die im Erwerbsleben stehende orthodoxe Jugend, die dem Verein Th. L. A. noch ferne steht, für das Thoraideal und das wahre Judentum zu gewinnen. Nicht zuletzt ist dieser große Erfolg der unermüdlichen Tätigkeit des Herrn Vereinsrabbiners Sal. Unsdorf er zuzuschreiben. Je» doch auch der orthodoxen Jugend gebührt volle Aner» kennung dafür, daß sie entgegen dem modernen Zeitgeist sich zum alten unverfälschten Judentum zugezogen fühlt und ihre freie Zeit zum intensiven Thorastuclium. be< nützt. Die jungen Menschen werden später sicher nütz» liehe und angesehene Mitglieder der jüdischen Gesell» schaft werden. Aus dem Kassabericht konnte eine günstige finanzielle Lage, und eine vernünftige Wirtschaftstätigkeit festgestellt werden. Nach einer recht anregenden und sachlichen Debatte schritt man zum Absolutorium, worauf die Neuwahl erfolgte, welche keine wesentliche Verände» rung brachte. Die Wahl ergab folgendes Resultat: Adolf Braun, Päses; Herman Adler, Vizepräses; Viktor Kästner, Kassier; Josef Guth, Kontrollor; Siegmund Glück, Schrift» führer, Eduard Lebensfeld, Bibliothekar; Max Frommer, Ladisl. Freud, Armin Grünhut, Nikolaus Griinhut, Eugen Farkas, Simon Lebensfeld, Bela Prinz und Oskar Eckstein, Ausschußmitglieder. Ein Beweis dafür, daß das der alten Leitung entgegengebrachte Vertrauen volle Berechtigung hatte. Möge der Verein Thoralernender Angestellten auch in Zukunft Ersprießliches leisten zur Heiligung des G־ttes» namens und zum Wohle des Judentums. Profanierung der Gebete. Geehrte Redaktion! ln•!jüngster Zeit werden wieder Grammophon- 'platten verkauft, die heilige Gebete auf das groblichstc profanieren. Bei aller Bewunderung für die Errungensclmften der modernen Technik, die es einem jeden Menschen ermöglichen, selbst aus weitester Ferne sich an den Meisterwerken der Tonkunst zu ergötzen, wird man doch gerechterweise nicht leugnen können, daß Gebete, auch wenn sie von einem stinnnbegabten Chascn oder Kantor vorgetragen werden, heilig sind und heilig bleiben sollen. Sie gehören nur in den Tempel und nicht ins — W i r t s 11 a u s oder ü h n 1 i c־ h e L okale! Wir wollen uns der schönen Stimme unseres Vorbeters freuen mul seine Kunst genießen — aber an geheiligter Stätte, wo wir zur Andacht gestimmt sind, und nicht dort, wo sich Männer und Weiber fragwürdigen Charakters oft genug den frivolen Spaß leisten, Schweinefleisch und andere verbotene Speisen bloßköpfig bei den Klängen unserer heiligsten Gesänge zu verzehren. Ich begreife nicht, wie ein Yorbeter oder Kantor es über sich bringt und es mit seinem Gewissen vereinen kann, sein heiliges Amt in solch geschmackloser Weise nach den unheiligsten Orten zu verlegen. Ich begreife aber noch weniger, weshalb die ehrwürdigen Rabbi nute, die doch über die Heiligkeit des Gebetes und die Religiosität der Gemeindebeamten die Aufsicht auszuüben haben, und die Gemeindevorsteher, die verpflichtet wären, unseren Glauben vor Entwürdigung und Beschimpfung zu wahren, eine solche jedes religiöse Gefühl verletzende Profanierung unserer Gebete (von Sabbat und sogar von Jomkippur) stillschweigend z u dulde n. ln unfrommen Gemeinden fehlt der Respekt vor der Heiligkeit der Gebete vielleicht schon in dem Maße, daß ihre Kantoren sich für schnödes Geld eventuell auch solchen Mißbrauch erlauben dürfen. Tn orthodoxen Gemeinden aber dürfte das nicht vorkommen. Orthodoxe Gemeinden sollten vielmehr ihren Kantoren ordentliche Gehälter zahlen, damit sie aus materieller Not nicht darauf angewiesen seien, ihre Kunst und unsere herrlichen Gebete zu profanieren und an Grammophonfabriken zu verkaufen. Die Herren Kantoren müssen vor die Wahl gostellt werden, sich entweder im Tempel oder im Wirtshaus vernehmen zu lassen. Beides zusammen ist ausgeschlossen! Die ״Jüdische Presse“ sollte durch rücksichtslosc Veröffentlichung der Namen jener Kantoren, die sich eine solche — bei anderen Konfessionen umienkbare — .Profanierung der Gebete zuschulden kommen lassen, diesem Uebel ein für allemal abhelfen. Vielleicht genügt aber vorläufig die Veröffentlichung dieser Zeilen, um die betreffenden Rnbbinatc und Gemeindevorstünde zu veranlassen, ihre Kantoren zur sofortigen Ein- 7. i e h u n g d e r G r a m m o p h 0 ה p 1 a 11 e n zu zwingen. Preßbmg, 13. März 1930. Einer für viel e. Briefkasten. Lehrer: 1. Ja. Sie müssen aber darum nachsuchen und abwarten, bis man es Ihnen bewilligt. 2. Schwerlich. 3. Wein. Rabb. T.: Auf solche Artikel antwortet man mit gebührendem Ernst oder überhaupt nicht. Jminus, Wien. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. WIEN, I., Selfiensfetteng. 2 Tel. 11-23-1-28 XI., Zentral f riedhof, neben d. 1. Tor, Tel. U-18*0*83 Möbelkäufer, Brautpaare, Achtung! 30 Prozent &IB5§@@r3 Schlafzimmer v. 2000.—, massive Schlafzimmer v. 2800.—, Luxus»Schlafzimmer v. 4800.—, Speisezimmer v. 5900.—, kompl. Küche v. 550.—, Herrenzimmer v. 5000.—, Otto» manen v. 290.—, Afrique#Matratzen v. 150, Drahteinsatz v. 110.—, zusammenlegbare Eisenbetten samt Einsatz und Afrique«Matratzen 260.—. 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Orthodox israelitische Kultusgemeinde in Bratislava. Kundmachung Die p. t. Gemeindemitglieder werden auf diesem Wege aufmerksam gemacht, daß es strengstens untersagt ist, Mazzoth oder Mazzothgrieß aus der Fremde hieher einzuführen. Wir werden mit allen uns zu Gebote stehenden gesetzliclien Mitteln darauf achten, daß dieses Verbot nicht übertreten werde. Der Vorstand der orthodox israelitischen Kultusgemeinde. Bratislava, am 18. März 1930. Wien, II., Grosse Schiftgasse 6. Unter Aufsicht der Adas Jlsroel (Schilfschul). 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HUBBBHMai *Bpdwi■11 wm bih ודו m-?.i וי wun smr—riTwrnrn—r~■— —rTETn יצא לאור :Soeben erschien «רטנהגי בעל החת׳ם סופר מלוהט ומסודר.ע״י הרה״ג מו״ה יושע לי כ שילל, אב״ר רקיק פעזונג ובסופו צוואת הח״ס זי״ע תיעתק מכי״ק. - בהוצאת צעירי "אגודת ישראל בק״ק פרעסבורג Auf feinstem Papier gedruckt, in bester Ausstattung. Bruttopreis bei Voreinsendung des Betrages Kc 11.—. Ausland Kc 12.—. Zu beziehen per Adresse; Agudas JisroeS-Jugendgruppe, Bratislava Turnergasse 14/16. Geldüberweisung an Postscheckkonto Prag Nr. 62.003. Wiederverkäuler genießen Rabatt! Tag j Adar März Chulin Sonntag 23. 23. 94. Montag 24. 24. 95. Dieuatsg 25. 25. 96. Mittwoch 26. 26. 97. Donnerst«? 27. 27. 98. Freitag 28; 28. 99. Samstag 29. 29. 100. Adas Jisroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit vom 21. bis 28. Adar 5690. Freitag, den 21. 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