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Jüdische Presse · 1930-03-14 · 11 (14.3.1930) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
11 (14.3.1930)
Date
1930-03-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE Seite 5 N". ח der Väter eine von G־ttesevkenntnis und Thorawissen erfüllte Generation erstehe, treue Kinder, erzogen zu Thora und Gesctzcspflicht nach dem Wunsche der Hütern. G־tt möge Euch Kraft und Mut verleihen und Kuren Weg gelingen lassen, daß Ihr die guten Früchte Ivurcr Taten sehet und reichen Segen im Heiligtum stiftet, wie Ihr cs wünschet und erstrebet. Seiet stark und ermutiget auch Eure Gefährten und die gesammte Jugend! Nähert sie zur Liebe des Heiligtums und lasset sie sich aufraffen, die Thora und das Heilige Land zu stärken. Auch ich schließe mich denen an, welche die gute Einrichtung, die Ihr mit der Einhebung des ״Koifer Nefesch” getroffen habet, loben, denn die ein־ /einen kleinen Gaben summieren sich zu einen an« sehnlichen Betrag. Mit vielen Grüßen an alle treuen Gcsinnungs* genossen und diejenigen, die sich in Treue mit dem heiligen Werke beschäftigen in der Hoffnung auf die nahe Erlösung (gcz.) JOSEF CHAJIM SONNENFELD. Wer sich der Verbreitung der Kofer Nefcschddee widmen will, wird gebeten, sich schleunig an die ״A g u d a s J i s r o e 1 ־ J u g e n d o r g a n i s a t i o n in der Slowakei“ in Bratislava. Turnergasse 14/16, Postfach 140. zu wenden. Wiedersehen in Tyrnau.!Der letzte שבת זכור lind ■der darauffolgende Sonntag waren für die Tymauer Jesohiwa, aber auch für ׳die ganze Tyruauer orthodoxe Gemeinde Tage, deren man lauge ■mit groher Befriedigung gedenken wird. Die Zusamiuenkuiift der früheren Schüler der Jeschi\va in Geme!״sohaft mit den gegenwärtige!! hatte in ■mancher Be- Ziehung Aebnlichkeit mi׳t dem IRundgang, den ׳der Landwirt zuweilen um die Aeeker unten!,immt, die er mühselig und “■hoffenden ׳Herzens bestellt ׳hatte ■und ׳nach einiger Zeit mit bangem Gemüt nach schaut, ob die ׳Saat, die er ausgestreut, auch wirklich aufging und ob die ■Eniteaussieiit den ’Erwartungen entspricht, die er an sie zu knüpfen sich berechtigt -fühlt. Da war s׳ic nun;beisammen, ׳eine recht ansehnliche ,Schar von ■früheren! Schülern des ehrwürdigen Leiters der Tyrtiaaier Jesclviwa, des!Herrn Oherrabbrners If ti ga r, ׳und sie ׳hielt seinem prüfenden Blick ■in die Seele mutig ■stand. Von allen Enden des Landes ■und auch aus dem!iahen!und fernen!Ausland!kamen .sie ׳herbei, um ihrem ■Rabbi, den sie einem Vater gleich lieben und vorehren, Rechenschaft zu geben über Mir Tain ׳und Trachten, über ihre geistige und moralische Entwicklung in •den Jahren, seitdem sie von seiner Schule weg entweder hinaus ins ■Leben oder auf eine andere Thonalehranstalt gezogen waren. Da ■bot sich ein eigenartiges 'Bild, dessen (Anblick dem Betrachter Tränen der Rührung und ■der Freude entlockie.!Man sah ׳nur junge M e lisch׳e n, ׳junges, sprießendes, sprossendes, blühendes, ׳sprühendes jüdisches Leben um sich, das ganz unverfälscht!echt, ganz am verdorbeu rein, ganz unser -ist und unser sein und ■bleiben will. ׳Diese jungen Menschen, die draußen eine ,Welt der mannigfaltigsten geistigen und moralischen Verlockungen mit ihren tausenderlei bezaubernden Schlagworten hinwegruft, aus der ■Atmospäre der Thora, aus dem ,־Bannkreis der Mizwos, drängen siel! heute hier wieder im festen!Knäuel um ihren Rabbi, von seinen lächelnden Lippen und seinen gütigen ׳Augen 'Belehrung •und Unter weist! 11g heischend ׳für ihr weiteres Verhalten im Leben und 'Winken. 'Man fühlt aus ■jedem •Wort, ans jedem!Blick •und aus ׳jeder!Bewegung dieser jungen Menschen die eigentümliche innere Beziehung zum Rabbi, die ■feinen, lichtschiinmernden׳!Fäden heraus, die sie mit ihm seelisch verbinden, und ,ahmt׳, welchen Segen für das ganze Judentum der väterliche Einfluß!birgt, den er schlicht und ■zwanglos auf sie aiisiibt, wenn er!ihnen aus seinem eigenem!Innersten heraus die Quellen!jüdischen Wissens, jüdischen Denkens lind׳ Fühlens erschließt. Es war auch ׳deshalb .schon ein guter Gedanke einiger ׳Schüler und Freunde, der Tyrnau er Jeschi wa, diesen ״Wiedersch eil s tag“ zu veranstalten und so zu veranstalten, •mit seinem ganz eigenen, 'nach׳ innen gerichteten, Gemüt - und Seele der Teilnehmer erfassenden •Gepräge, wie es geschehen ist. Der leise Anhauch des Chassidischen. .der über der ganzen Veranstaltung wehte, ohne in plumper Nach*, ahmung deplacierter Äußerlichkeiten sein Genügen׳ zu finden, verlieh ihr eine durchaus gemütliche ׳Stimmung mul gab allen Reden und 'Ansprachen, die während der 'Zusammenkunft gehalten wurden, einen überaus warmen, brüderlichen Ton, wie inan ihn jetzt ׳in jüdischen Versammhingen leider nur selten hört. Es wäre 1m ׳Interesse der Jeschiwos sowohl als auch — und eigentlich noch •mehr — im Interesse der Herausbildung eines .guten orthodoxen jüdischen Gesellschaftslebens, das die ,gesamte wirklich orthodoxe, •im Thoralernen verwurzelte hernnwachsende Generation zum ׳Nutzen der Gesamtheit!umfasse» soll, nur zu wünschen, daß sich dieser ״Wiedersehenstag“ ׳nach nicht allzu langem. ■Zeitabschnitt ,in ׳der gleichen Weise wiederhole und auch bei anderen Jesohiwos unseres Landes entsprechende Nachahmung finde, (Diese Veranstaliungen hätten dann auch den nicht zu unterschätzenden moralischen Vorteil, daß die orthodoxen Gemeinden ׳und ihre älteren Mitglieder — wie dies jetzt ׳in Tyrnam so deutlich •der!Fall war — bei •■einer sich stets erneuernden Heerschau erst recht erkennen würden, was die Erhaltung und weitere Ausgestaltung der Jesohiwos!für das Judentum ׳bedeuten und wie sehr es ■ihre Pflicht sei, dafür die größten •Opfer zu!bringen.!Der Großteil der Teilnehmer war schon Freitag ant'elaugt. Das Vorbereitungskomitee ׳mit den!Herren Abraham 1 1־ a 11 n e r, W e i ß m au de l, V r e d e n b u r -g u. a. an der Spitze, hatte in entgegenkommendster Weise für ׳alles N'öugo vorgesorgt. ׳Die iGemetmdeleitumg und׳ ein ׳großer Kreis der!Gemeindemitglieder zeigten auch diesmal wieder, d!e Jeschiwa eine Institution ist, die sie zu würdigen wissen. Im Zentrum ■dei* ganzen Veranstaltung war begreulicher weise das ׳Rabbinerhau«s mit den schönen, aber sich schon als zu eng erweisenden Lehrsäleif der Jeschiwa. Dorthin strömte die Schar der 'Besucher. ׳Die Sabbatmahl zeit am Freitagabend bis in die späte Nacht hinein, das Gebet und die Th oraei »Werbung am Sabbatmorgen, das!Mittagessen, die ׳״Se’udoh ׳Sohelischis“ nahmen die Zeit vollständig in Anspruch und׳ füllten sie mit wahrem Hochgefühl des קדושת שבח freudig aus. Die!innige, re stlose Gemeinschaft mit Gleichstrebenden und die Thora- Worte dos gefeierten Rabbi, sein‘c aufrichtigen Mivssarniahnreden, die durch die grenzenlose Selbstverleugnung, mit der sie vorgetragen wurden, geradezu 'bezwingend und herzgewinnend wirkten•, die allgemeine Teilnahme der Gememdeimtglicder, ,das alles ■gestaltete den Schabbos- זכור in Trnava zu einem tiefen und auserlesenen Erlebnis für alle Versammelten. Die הבדלת die Feier des קידוש לבנה im ׳moudbelcuchtctcn Hofe der Jeschiwa, die ׳Stimmung ,einer in dichtem Kranze rings um ihren Rabbi versammelten, bald weinenden, bald jauchzenden, singenden, ׳um ihre Sabbatseele ringenden Jugend zu schildern, vermag mir ein Poet. Wer zugegen war, hat in diesen wenigen Stunden den Odem des Wahren und Heiligen ׳in sich aufgesogen. Sonntag brachten die Eisenbaiiuziige von allen :Riehtauge» neue Scharen von Schillern und Freunden der Jeschiwa nach Tyrnau. In der elften Stunde wurde die Festsitzung •im großen Lehrsaale abgeha'lten. 'Dichtgedrängt war der Saal und außerdem lauschte eine Menge von Teilnehmern ׳in! Hofe auf jedes Wort, das aus den Fenstern kam•.!An der Tele saßen •der •ehrwürdige Oberrabbiner, seine Mitarbeiter, die. vollzählig erschienene Gemeindeleitung :und ■die Gäste von Tyrnau •und :auswärts. Herr Oberrabbhier U11׳ gar begrüßte ■in sehr herzlichen Worten die Erschienenen, dankte tief gerührt seiner Gemeinde für das Große, •das sie ׳geleistet habe, daß sie in;ihrer Mitte uitter •den größten Oipfeni zur Ehre G-ttes und zu! ihrem und •ihrer Kinder geistigem und religiösem Vorteil ׳eine Lehrstätte für Thora und G-ttesfurcht •erstehen ließ, die ihm die Gelegenheit!biete, seinen guten Willen ganz der Verbreitung der heiligen Thora zu weihen. Seine ganze warme Seele!aber •offenbarte der Redner, als er ■sich mit tränenerstickter Stimme an ׳die Schüler wandte. Da . erschien er •m׳it einem Male als Lehrer, 1Vater, Gebieter, Bruder, Freund, Mahner, 'Rufer, Berater und Warner in einer Person von unvergleichlicher Seelentiefe und wahrhafter Innigkeit. Er zeigte •ihnen den Weg, den sie gehen, und warnte sie vor den Wegen, die sic ■meiden ׳sollen, wenn sie sich in ׳ihrem Wirkungskreis ׳als Mitglieder der jüdiisehen Gemeinschaft und׳ als orthodoxe Männer ln Geineitiden und Organisationen ׳i׳m Sinne der auf -der ׳Jeschiwa erworbenen Lehren bewähren wollen. Der Tenor dieser Rede!mußte sieh unvergeßlich in die Herzen einprägen. Mau sah es allen An wesenden und den Tränen, die aus ihren Augen flössen, an, daß die Worte ds Rabbi nicht wirkungslos verhallt sind. ׳Herr L. Schick hielt hierauf eine freundliche Begriißungsarispraobe an •die Versammlung im Namen •der orthodoxen Gemeinde, •die sich glücklich schätze, ׳die Schüler ihrer Jeschiwa abermals um ׳ihren Meister ,vereinigt und den Kontakt ׳mit der Jeschiwa auf recht erhalten zu sehen. Herr ■Abraham T r!a 11 n e r begrüßte die ■Erschienenen namens des Vorbereitungskomitees und ׳wünschte!ihren Beratungen wegen der ׳materiellen!Erhaltung der Jesohüwa besten ׳Erfolg. Herr Simon S c!11 ön f e,l d erstattete :hierauf einen Bericht über den Stand der J e s ch 1 warn e n s:a, aus dem hervorgehü, daß sie!bei den größten ׳Opfern der Freunde der Jeschiwa wegen der!Anmut der meisten Bachurim mit steigendem Defizit arbeitet. Er ba׳t die!Anwesenden, Wege zu suchen, wie diesem schweren Uebel ■abgeholfen werden könnte. Auf Antrag des ,Herrn Oberrabbiners Ungar wurde sodann unter rauschenden Ovationen ein 'Begrüßungstelegramm an den Präsidenten Masaryk anläßlich seines 80. Geburtstages verlesen.!Als Gast begrüßte Herr J. J. Braun aus Bratislava die ׳Versammlung amd richtete an die Schiller der Jeschiwa einige ermutigende Worte. Herr Weiß tri.ant ei unterbreitete ■der Versammlung praktische Vorschläge zur ׳Sicherung!einer •regelmäßigen und zweckdienlichen!Unterstützung der Jeschiwa von seiten ihrer früheren ׳Schüler und■ zahlreichen 1Freunde, damit der verehrte Jescihiwaleiter!zumindest von׳ der quälenden Sorge um die Aufbringung der finanziellen Mittel •zur Verköstigung der Schüler teilweise ׳befreit wird. Zum Schluß ergriff Herr ׳Israel Abel c s das Wort, tun auf die ׳Danksagung!des ׳Herrn Oberrabbiners an seine Gemeinde zu erwidern. Die orthodoxe Gemeinde in Trnava verlange nicht ׳Dank von ihrem geistigen Führer, sondern schulde ,ihm solchen, wenn sie diese Versammlung und all das überblickt, w.as er in den wenigen Jahren seines dortigen Wirkens in unermüdlicher, hingebungsvoller Arbeit für תורת und יראת ה׳ geleistet hat. Nach dem offiziellen Teil der ׳Festsitzung fand eine angeregte Aussprache unter den Schülern wegen ■der Organisierung einer möglichst weiten Graippe von Förderern der Jeschiwa statt., Nachmittags!um 4 •Uhr wurde ein herrliches Bankett im Prach'tsaal;der ״Panuonia“ veranstaltet. ׳Voranging ein Sijum;auf מס׳ קידושין♦ Da^ Arrangement •unter der •saChkundigen Leitung des Herrn Restaurateurs iBrady war vorzüglich gelungen, trotzdem mehr als 300 ׳Personen an י den schön gedeckten Tischen placiert werden mußten. Bei der Mahlzeit hielt Herr Oberrabbitier Ungar abermals eine wirkungsvolle חריפות und מ נידות-Rede, •die, wie alle seine früheren Ansprachen während der zweitägigen Veranstaltung, תלדה und מוסר und 'überhaupt A g 11 d a ge Ist atmete. Herr Jeschi wadoze nt Rabbiner Simon Schreiber scltloß sich ihm mit einer ׳ausgezeichneten תדרן an. Das gleiche taten!Herr Rabbiner Samuel Rubin aus Michalowce :und!Herr W׳e d n g a!1־ ten׳. Obenkautor!Herr Leimsieder und; Herr Daniel Löwy aus Bratislava erfreuten die Tischgenossen mit ihrem meisterhaften ,Gesänge, Herr Israel Ab eles feierte in einer begeisternden Ansprache den Jünglingsverein ״Schomre Thora“, :der in Ergänzung der Jeschiwa unter dem Einfluß seines Veremsrabbiners!Herrn Simon S ch׳r e ib e r die werktätige Jugend zum Tiharalernen ׳anhäR. Gesänge und Tänze beschlossen das •Fest im Jubel der Jugend, die sich in treuer Anhänglichkeit um ihren Lehrer sammelte. I. I. B. Versicherungen jeder Art durch die Aguda. Infolge eines Vortrages, den die •Agudas Jisroel- Weltorganisation und nunmehr auch die Landeso r g a 11 i •s n t!i o 11 d e r A g 11 d a s Jisroel in der S 1 owalcci mit der altbekannten Versicherungsge- Seilschaft ״P 11 ö n i x“ abgeschlossen hat, erhält jeder Jude die Möglichkeit, Lebens- und Sachschaden- Versicherungen Jeder Art unter günstigen Vorzugsbedingungen mit dieser •Gesellschaft abzuschließen und dabei — ohne die geringste direkte Leistung seinerseits — gemeinnützigen jüdischen Zwecken beträchtliche Vorteile zu sichern. Man wende sich daher,!bevor man!irgend welchen Versicherungsvertrag abschliefit, in der Slowakei •und Podkarpatska <Rns an eine A g u d a s J i s v o e 1-Z e 11t r a 1 e (V e r s i c 11 e r 11 11 g ,s a b t e I i u 11 g) in B r a t is 1 a v a, Turnergas'sc 14-16, P o s t f a c ,11 140, oder an die Orts-Jugendgr,uppen und Vertrauensmänner der Aguda in den einzelnen Orten, ׳bezw. an deren Vertreter, sofern sie eine Legitimation der' Versichernngsabte.ilung der!Aguda vorweisen. Vertrauenswürdigen und gewandten Personen in allen Orten der Slowakei und Podkarpatska Rus wird Gelegenheit geboten, durch Beschäftigung mit Werbetütigkeit Nebenverdienst, bezw. dauernden Erwerb zu finden. Sljum־Feier in Surany.!Die S׳11׳ranyer Soha׳ss-C׳hewr׳a »veranstaltete מוש״ק פ׳ בשלח •einen Si'jum auf מם, ביצה verbunden mit einer סעודת מלוה דמלכת •des Vereines ,;Ateres Bachurim“. Se, Bhrw.!Herr!Oiberrabbiner IM!. Frey •eröffnet© •das Fest mit ׳einem scharfsinnigen הדרן• dn seiner מגידות ■Rede spornte!er ׳die jungen Leute zai weiterem Streben und zur Verbreitung der תלה״ק an.’־ Er verlangte den ׳unbedingten Anschluß an ׳die Agudas-Jisr0eLWeltorganisatian. Dies wird ׳auch sicherlich!geschehen. IDi׳e!Beirren Lazar G r ü nwald und Wilhelm iRosaier erfreuten die 1Anwesenden mit ■ihren inihailtsreichen Reden. Im!Namen ׳des ״,Ateres Bachurim“-!Vereines ergriff!Herr Josef!W ei״sz das Wort. Die ׳Gesänge der!Herren Ef rovits und Kos11e׳r erhöhten die 'Stimmung. Nach Mitternacht erst wurde■ ׳das ,Benschen zu einem!hohen ׳Preise versteigert und ׳von Sr. Bhrw.!Herrn Oberra'bbiner Frey verrichtet. Das ,Gefingen des Festes ist den!Arrangeuren׳, den Herren׳ Josef G r ii n w a 1 d׳, ■Mar R 0 s 11• e 1־ und Josef W e is z, zu d a nkeii. H a m w a ׳s s e r. Im Bürgerhaus, wie im Palast, Ist ״Cirine“ allzeit ein lieber Gast. (Siehe Inserat.) Masarylo־Altersversorgungshaus in Senica. In der Festsitzung zu Ehren des Herrn Präsidenten Masaryk faßte die Gemeinderepräsentanz in Senica auf Antrag des Präses Herrn Felix Schön feld einstimmig den Be־ Schluß, ein ״Isr. Masaryk־Altersversorgungshaus” zu er־ richten und stiftete hiefiir tsch. K 5000. Namens der Chewra Kadischa votierte Herr Präses Hugo S c h 1 e s i n־ g e r für diesen Fonds tsch. K 1000. Sijum in Dun. Streda. Am ר״ח אדר fand im Hause des Herrn M. Frey in Dun. S t r e da und auf seine Kosten ein schönes Sijumfest auf ׳ ברכותDD statt. Herr Salomon Paschkusz als ständiger Vortragender be־ endete die מסכת mit einer scharfsinnigen ד ל ש ה Außer ihm sprachen noch Herr Jenö K a t z aus Szatmär und andere. Errichtung eines jüdischen Spitals in Uzhorod. Aus Uzhorod berichtet man uns: Die hiesige Gemeincle steht endlich vor der Verwirklichung, eines seit Jahren vielfach erwogenen, aber immer wieder hinausgeschobenen Planes, nämlich vor dem Bau eines jüdischeu Spitals, dessen Mangel in der jüdischen Bevölkcrung von Podkarpatska Russ und der Ostslowakei, besonders in den ärmeren Kreisen, die!nicht in der Lage sind, eine Reise nach Prag oder Wien zu unternehmen, sehr schmerzlich empfunden wird. Das benötigte Grundkapital, zu einem solchen Spital ist bereits zum erhebliehen Teil aus Legaten und älteren Stiftungen .gesichert. Auch die jüdische Gemeinde und ihre ׳Mitglieder sind entschlossen, größere finanzielle Opfer zui• Verwirklichung des Planes zu bringen. Anderseits hat sowohl die Stadt als auch der Staat und die Landesregierung größere Beihilfe zugesagt. Es könnte also in kürzester Zeit zum Beginn <les Baues geschritten werden. Vor einigen Tagen empfing Minister Spinner eine Deputation unserer Gemeinde und begrüßte den Spitalbau aufs wärmste. Er stellte der Bauleitung aus staatlichen Mitteln tatkräftige Hilfe in Aussicht. Am 9. März fand eine Generalversammlung und darauf ein Festbankett zu Ehren der neuaufgenommenen 16 Mitglieder statt. Auch hier wurde der nunmehr bevorstehende Beginn des Baues freudig aufgenommen. Man hofft, den Bau noch im Laufe des Sommers fertigstellen und das Krankenhaus sodann bald seiner humanitären Bestimmung übergeben zu können.

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