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Jüdische Presse · 1930-03-07 · 10 (7.3.1930) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
10 (7.3.1930)
Date
1930-03-07
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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.Nr. JO JÜDISCHE PRESSE Seite 5 I Tschechoslowakei f 8P S Der Aufruf des vorbereitenden Landeskomitees zur Frriehtung eines jüdischen Genesungsheimes in der Tatra, das den Namen des Herrn Präsidenten T. G. Masaryk tragen soll, hat in allen jüdischen Gemeinden freudigen Widerhall gefunden. Ueberall vereinigten sich die Spitzen der Gesellschaft aus den verschiedenen jüdischen Kreisen zu einem Lokalkomilee. um die Aktion zu Ehren des Präsidenten zu einem vollen Erfolg zu führen. Das vorbereitende Lamleskomitee erhielt aus zahlreichen Orten der Tschechoslowakei sehr ermutigende Zuschriften, aus denen hervorgeht, dal! die Juden in ihrer Gesamtheit ohne Unterschied freudig und begeistert die Gelegenheit ergreifen wollen, firn auf dieser gemeinsamen Plattform dem Herrn Präsidenten eine allgemeine Ehrung zu bereiten. Trotz der Kürze der Zeit haben bereits zahlreiche Gemeinden und Vereinigungen dem vorbereitenden Laudeskomitce ansehnliche Beträge avisiert. Außerdem werden ■bei den Einzelpersonen Sammlungen veranstaltet, so daß der 7. März in allen Gemeinden spontan ein allgemeiner jüdischer Widmuugstng zu Ehren des Präsidenten Masaryk für das zu. errichtende jüdische Genesungsheim in der Tatra werden.wird. Kein Jude wird sich von dieser Sammlung ausschließen. Das LaiuleskomÜee versandte jetzt ein zweites Bundschreiben an die jüdischen Gemeinden, worin um Ausgestaltung der Aktion' gebeten wird. Die kompetenten Stellen .werden von der .Widmung im Rahmen einer Begrüßung in Kenntnis gesetzt. Zuschrift(1 n an das ״Vorbereitende Landeskomitee für das jüdische Genesungsheim in der Tatra (Masaryk-Elining• zum SO. Geburtstag)“ sind bis auf weiteres nach Bratislava. Ondrcjskä 4, zu adressieren. Als Kassier fungiert Herr Arnold Kümpfner (ßrati- ,sh! va. Plackeho sady 26). G 0 1 d s e n d u u g c 1! siiul an die ,Dmi uibauk., Bratislava, auf das Konto ,.Jüdisches Genesungsheim” ׳zu richten. . Dr, Singer spricht . . . ' Es war zu erwarten, daß der jüdische ״Nationaliss mus“, sobald er einmal seinen Einzug* in das Abgeordneten# haus gehalten hat, nicht säumen wird, den tschechoslo# wakischen Parlamentariern fleißig ״Beschäftigung“ mit den i ״ n e r e n Angelegenheiten des Judentums zu geben, wie dies rechten Zionisten geziemt. Wenn man in den Tages# blättern den י Auszug aus der Rede liest, die Dr. Ludwig Singer am 22. Februar im Abgeordnetenhaus hielt, be# kommt man eine recht erbauliche Vorstellung von der ״Politik“, die uns.ere Nationalisten dort vertreten werden. Hätten die 300 Abgeordneten diese ״Jungfernrede“ auf# merksam angchört — glücklicherweise waren, wie das ״Prager Tagblatt“ berichtet, nur 10 Abgeordnete anwesend — so würden' sie sicherlich daraus geschlossen haben, daß die Juden die glücklichsten Geschöpfe auf Gsttes Erde sind und von keiner anderen Sorge bedrückt werden als der Angst, bei der künftigen Volkszählung nicht mehr als Werkzeug für eine frei erfundene jüdische politische ״Minderheitsnationalität“ dienen zu können. Die armen jüdischen Holzarbeiter und Steinklopfer in der Mar# marosch werden am nächsten 1. Dezember Dr. Singer zuliebe vergessen, daß sie keine Stiefel zum Anziehen haben und mit Frau und Kind in den verschneiten Straßen umherrennen aus Verzweiflung darüber, daß nach dem neuen Bekenntnisblatt der Volkszählung der Staat nicht mehr neugierig ist, oh sie außer ihrer Zugehörigkeit zum jüdischen Religionsbekenntnis auch noch jüdische ״Nationalisten“ nach Prager Muster sein wollen. Doktor Singer verriet allerdings auch, daß die Juden in Karpatho# ruß — und speziell dort — außer der ״Minderheitsnatio# nalitat“ bei der Volkszählung auch noch ganz besonders nach ״Kultur“, und ausgerechnet nach der ״jüdischen Kultur“ Dr. Singers, lechzen, wofür der Staat aus den Steuererträgnissen der Religionsjuden den Nationalität*# Juden zur Erhaltung der ,.hebräischen“ Gymnasien und dergleichen Anstalten in Munkacs und anderwärts die Mittel zur Verfügung stellen sollte. Will der Staat noch weiter verstockt bleiben und nicht glauben, daß dies die einzige Sorge der Juden ist, so soll er doch mindestens begreifen, daß die Kultusgemeinden und die jüdischen Rcligionsvcrbände in der Slowakei ihm, dem nationaljudi# sehen, sozialdemokratisch־hospitiercndcn Abgeordneten Dr. Ludwig Singer in Prag, den strikten Auftrag erteilt haben, das Parlament zur Entscheidung darüber anzurufen, welche Organisationsform dem jüdischen Kultus und den jüdischen religiösen Bedürfnissen am besten entspräche und wer seinem ״jüdisch#nationalistischen“ Verhalten nach berechtigt und berufen sein sollte, in den inneren Fragen der religiösen •jüdischen Gemeinschaften das aus# schlaggebcndc Wort zu besitzen. Würden Dr. Singer irgend welche nationale Beziehungen mit den ä t h e i s t i# sehen Gemeinschaften verbinden, so würde er im Parlament ganz . bestimmt nach derselben Logik gefordert haben, daß in ihnen und in ihren Angelegenheiten die Anhänger des Franziskanerordens oder — Ichawdil — die Sepinker Chassidim entscheiden sollen. Vielleicht wird er seinen herrlichen Gedanken stimmrechtspolitisch weiter# spinnen und bei der nächsten Gelegenheit — wenn er wieder einmal Lust haben wird, im Parlament über Dinge zu sprechen, von denen er viel versteht — das allgemeine Stimmrecht in den Angelegenheiten des tschechoslowaki# sehen Staates für die Ausländer fordern. Denn auch von ihnen läßt der Staat Steuern cinhcben ... Es gibt eben nichts über die Logik und die Konsequenz im Denken und Wollen! C i v i s Jadaeus. Trauerfälle in Senica. Aus Senica berichtet!inan uns: Unsere!Kultusgemeinde hat den Verlust zweier frommer, verdienstvoller □בעלי בחי zu ,beklagen, die •in den letzten zwei Wochen verschieden sind. Es sind dies •die Herren David Kramer, Gutsbesitzer ,iim ,Naclhibairdbrf Caco׳v, ׳und '!Maix Meis!1, Kauifmainn hier. Erster er war viele Jahre Mitglied׳ der Repräsenkuiz und Obmann •der Tempelvorstehuug, in welcher Eigenschaft er sein ■Ehrenamt in ■echt ׳jüdisch-traditioneller Weise ■leitete, wofür er allseitig der 10׳be!rsten ׳Aiierkeiiinnig teilhaftig wurde.!Ein mehrmonatiges schweres Leiden entriß ihn in seinem 72. ׳Lebensjahre seiner Familie und ׳zahlreichen Freunden.' Es ׳betrauern ihn sein eintziger Sohn Herr Izso Kramer. Direktor der Vereinigten Färbwarenfabriik A. G. «11 ׳Budapest, seine einzige Tochter Frau Etelka Brinzl und eine angesehene Verwandtschaft. Eine große Traue,rgemeinde, ahne Unterschied ■der ■Konfession, begleitete ihn auf seinem ׳Jettefair Wege. Der •zwe.itge׳n׳auu׳t׳e Herr Max ■Meisl, war ,auch ein achtbares Mitglied unserer ׳Kultiisigemeinde, war Jahre ׳Präses!unserer Volksschule und hat er als viel ‘ Erpricß'liches geleistet. Er •war einer von Die allgemeine jüdische Masaryk-Ehrung sehr lange solcher keiten werden zerissen, indem die organische Ujnsicdlung wenigstens eines Teiles der litauischen Judenheit, die auf dem besten Wege war, brutal zerstört würde. Die Erklärung für die Beschlüsse liegt im folgenden: Einerseits haben die Juden durch Import u. dgl. m. die sozialen Bedürfnisse der Neger erhöht, mittelbar deren -Luge verbessert, dadurch die von jenen bisher allein eingenommenen Stellungen (Diener, Packer, Lohnarbeite!•) auch Europäern erschlossen und so die auf Erhaltung der Sklaverei und Niedrighaltung des sozialen Niveaus der unteren Schichten bedachten Buren gegen sich aufgebracht. Andererseits fürchten die sehr kinderreichen Buren von stärkerer Einwanderung derartiger Schichten eine Verengerung der Existenzbasis liii׳ ihre Nachkommen in dem tatsächlich für Weiße 1111!■ beschränkte Siedlung.smöglichkeiten bietenden Laude. Di(* größte Gefahr aber bedeutet das neue Gesetz für die Juden im Lande kulturell durch Absehueidüng des Menschen- und damit Geisteszuschusses und sozial und politisch durch Abschnürung ihres Niveaus und ihrer Basis, tragisch über ist die Lage des litauischeu Judentums, das so seinen letzten schmalen ״Silberstreifen am Horizont“ scheiden sieht, ln jedem Lalle werden hier wieder einmal große Spannungen, bedingt cliireh das allerdings nach einer Lösung schreiende Negerproblein. auf dem Rücken des Judentums ,als der ,,Fläche des geringsten Widerstandes“ bequemerweise zur Entladung gebracht. Zusaminenfus.send stellte Dr. Hildesheimer fest, daß sich hier wie überall die tiefe Sehicksalsverbiindcuheit und All Verantwortlichkeit des Gesamtjudentums zur Evidenz zeige, und gab nochmals seiner Sympathien und jüdischen Zukunftshoffnung für seine Gastireunde, als die er das gesamte afrikanische Judentum erachte, Ausdruck. Um die jüdische Abstammung der Habsburger. Bekanntlich hat Präsident Masaryk in einem Gespräch mit dem Chefredakteur der ״Yossischen Zeitung“, Reichstagsnbgeordneten Professor Georg Bernhard, die Andeutung gemacht, daß seinerzeit das österreichische Kaiserhaus den größten Teil einer Aufläge von Movers Konversationslexikon habe aufkaufen und vernichten lassen, weil darin die Bemerkung enthalten war, daß die Habsburger jüdischer Herkunft seien. Wiener Familien sind noch im Besitze von Exemplaren der 1887 erschienenen vierten Auflag(‘ von Meyers Konversationslexikon, in deren siebentem Bande, Seite 987, es heißt, daß Geschichtschreiber des Hauses Mabsburg im 13. und 14. Jahrhundert 'die Abstammung der Habsburger von der römischen Familie Pierleoni herleiten, aus welcher im 12. Jahrhundert auch ein Papst, lAuaclel II.. stammte; die Pierleoni waren jiulischer Herkunft. Lieber die Geschichte des Geschlechtes der Pierleoni teilt ״Die Neue Welt“ mit: Unter Papst Leo IX. war (*in Jude erster Finanzberutcr und Gläubiger des Vatikans, lieber Drängen seines päpstlichen Beschützers trat der ehrgeizige Mann zum Christentum über und erhielt den Namen Beuedictus Christiuuus. Sein Sohn wurde vom Pajpst selbst getauft und (‘!•hielt den Namen seines Taufpaten Leo. Leos Töchter heirateten bereits in die höchsten Adelsgesehlechter Borns hinein. Leo hatte eine stolze Burg am Marcellus-Theater. Sein Sohn Petrus Leonis, auch Pierleoni genannt (welcher Name dann dem Gcschlechte blieb), wurde Beherrscher der bei der Burg liegenden Tiberinsel und war Kommandant der päpstlichen Festung, der Eugelsburg. ln den folgenden unruhigen Zeiten war jetzt der Judenstümmling Beschützer des denen, die ערב ומקר in ביהכ״ג להחפלל בציביר erschienen und war immer bstreibt, dorbselbst מעשרה הראשונים zu sein1. Er stammte aus der Naohbargemeinde Söbotiste und war nicht wenig stolz darauf, daß er seinerzeit, als הה״ג מו״ה קאפל רייך ז״ל seinen •Raibbiuatssifiz von Sobotiste nach Vrbove verlegte, als Schulkind auscrselven war, die Abschiedsrede an diesen גאון זצ״ל zu halten. Herr Meisl ע״ה erreichte ein Alter von 68 Jahren und wird tiefbetrauert von seinen zwei Töchtern Frau Rozsi ׳Meist in Innsbruck, Frau Anna Hahn, Senica, und von seinem einzigen Sohne Herrn Mar cell Meisl in Innsbruck und׳ von einem großen Verwandten- •und Freundeskreise. ׳Er wurde ב׳ פ׳ בשלח unter großer Beteiligung zu Grabe getragen. תנצב״ה Zehnjähriges Jubiläum eines Frauenvereines. Aus Novo Zamky wird uns geschrieben: Am 16. Februar beging der hiesige orth.#isr. Frauen# und Mädchenverein im Rahmen eines gemütlichen Theaterabends eine schöne, erhebende Feier zur 10. Jahreswende seines Bestandes. Frau Josef Reichfeld — seit sieben Jahren Präsidentin des Vereines — cröffnete die Feier mit einer herzlichen Begrüßung der Erschienenen, schilderte in knappen Zügen Gründung und Entwicklung des Vereines und spornte die Damen zum weiteren emsigen Wirken auf dem Gebiete der Wohltätigkeit und zum fleißigen Besuche der gesellt# gen Zusammenkünfte des Vereines an. Vereinssekretärin Frau Heinrich Back erstattete den Rechenschaftsbericht und hob besonders die Verdienste der Präsidentin und die Entwicklung und das Aufblühen des Vereines hervor und gedachte der ersten Präsidentin, der seligen Frau Jonas G r o ß m a n n ע״ה und des jüngst verstorbenen Vor# Standsmitgliedes Frau Mariska Bernfcld ע״ה mit pietätvollen Worten. Frau Adolf Graf sprach in Anleh# nung an Bibclstellcn lobend über die Aktivität der Frauen auf dem Gebiete der Wohltätigkeit. Klara Kohn überreichte der verdienstvollen Präsidentin einen Blumenstrauß mit einer gedankenreichen Ansprache. Tm gleichen Sinne sprach auch Frau Julius II c r z o g. Der solenne Abend verlief in dev ungenehmsten Stimmung und brachte auch materiell einen guten Erfolg. Jugendfeier in Nove Mesto n. V. Wie uns aus N o v e Mesto n. V. berichtet wird, veranstaltete der dortige Jugendverein ״Mewaksche Thora“ eine Chamischo# Assor־Feier. An dem schönen Feste nahmen auch ange# sehenc Balebatim teil. Herr Oberrabbiner Donath hielt eine begeisterte Rede, in der er die Jugend mit ganzer Kraft zum Lernen aneifertc. Außer ihm sprachen noch dev Vereinspräses Herr Max׳ Schrotte r und Herr Kraus. Versicherungen jeder Art durch die Versicherungen jeder Art durch die Infolge eines Vertrages, den ׳die Agu׳d׳as Jisroel- Walt Organisation u1׳ul nunmehr auch, ׳die Landes- 0 r 1g an i׳sa t:i 0 n •der A׳g u da s Jisroel in der Slo- \v ak e-r mit •der altlbckauinten V e r sich e■ru!11 g s g e- Seilschaft ״Pi1ö׳n׳ix“ abgeschlossen ׳hat, erhält jeder Jude1 die Möglichkeit, Lebenstitid Sachsohadenversäoherangen •jeder Art ׳unter günstigen Vorzugsbedingungen mit dieser Ges׳el׳lscl1a׳ft abzuscliließen und dabei — ohne di׳e geringste ׳direkte Leistung seinerseits — ׳gemeinnützigen jüdischen Zwecken beträchtliche Vorteile z׳u •sicherm. Man wende sich daher, bevor matt :irgend welchen Versicherungsvertrag abschließt, in der Slowakei und Podkarpatska Rtts an •die Agit das J׳i s r o e 1 - Z ent T ai e (Versic 11׳ e r u 11 g• s a ׳b t e i 1 u 11' g) •i ■n B r •a t i s 1 a v a, T .11 r n e r g a s s e 14-16, P 0 s t f a c ■h 140, oder an die Orts-Jugendgr׳up׳pen und Vertrauensmänner der Agtida in den einzelnen Orten, be׳zw. an deren Vertreter, sofern sie eine ״Legitimation der Verslcliertmgsabteihing der Aguda vorweiisen. Vertrauenswürdigen und gewandten Personen in allen Orten der Slowakei und Podkarpatska Rus wird Gelegenheit geboten, durch Beschäftigung mit Werbetätigkeit Nebenverdienst, bezw. dauernden Erwerb zu Hndcn. Papstes Urban II. Er erhielt den stolzen Titel ״Konsul, der Römer“. Pierleoni starb am 2. Juni U28. Sein Sohn Petrus wurde unter dem Papste Calixtus Kardinalpriester von St. Maria in Travestere, der Heimatstadt seiner jüdischen Ahnen. Er schloß Freundschaft mit König Roger von Sizilien. Als im Jahre 1130 der päpstliehe Stuhl frei wurde, wählte dev dem Kaiser feindlich gesinnte Teil der Kardinale den Petrus Pierleoni zum Papst. Der Judenenkel auf dem Papststuhle erhielt den Namen Anaclet II. Die Gegenpartei wählte den kaiserfreundlichen Kardinal Gregor von St. Angelo unter dem Namen Inuocenz II. Zum Gegenpapst. 1138 starb Anaclet- Pierleoni. Inuocenz versöhnte sich dann mit dem Geschlechte Pierleoni und seine Mitglieder wurden wieder höchste Würdenträger am päpstlichen Hole. Das ist die Geschichte des Judengesehlechtes, das mit den Habsburgern in Verbindung gebracht wird, ln seiner ״Geschichte der Stadt Rom“ schreibt Ferdinand Gregorovius: ״St. Paul war die Grabstelle Pierleonis, dessen Sarginschrift ihn, echt jüdisch, als einen durch Reichtum und Kinder unermeßlichen Mann ohnegleichen ()reist. Er hiuterließ viele Nachkommen, und so fabelhalt war deren Glück, daß einer seiner Söhne Papst, ein anderer Patricius der Römer, eine Tochter, 30 sagt man, Gemahlin des Königs Roger von Sizilien wurde. Später fabelte man, daß sowohl die Frangipani als auch die Pierleoni von den Anieiern abstammten, und man erzählte im fünfzehnten Jahrhundert, daß zwei Brtin’׳n־ einer Pierleoni Massimo, sogenannte Grafen vom Aveu- (in, nach Deutschland gewandert seien, wo sic das Haus Hahshurg gründeten. Selbst die Kaiser von Oesterreich fühlten sich geehrt, Verwandte der Pierleoni zu sein, bis sie entdeckten, daß sie in. diesem Falle ihre Almen im Ghetto Roms zu suchen hätten.“ ”

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