Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 7 (15.2.1930)
- Date
- 1930-02-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 7 _Die Beflahlion «taninit io Mein falle die Vcranlwortuna liezflgliüi des Haste im ünnflntenleile und cs ist Me 11m Leser, si za inlormira Residenz-Atelier für moderne Photonraahie Wien, 1. Fleischmarkt I, Tel. 79-2-80 *1WW1HVUM _ _1 Aufnahmen täglich von 9 bis 6 Uhr. an Sonntagen von 9 bis & übt Berufe angeführt. Selbstverständlich bemühte sieii der Verein auch das Heim der Waisen nach Möglichkeit angenehm zu gestalten. Doch reichten die bisherigen Räumlichkeiten hiezu nicht mehr vollkommen aus. Dank der zielbewufitcn Arbeit der Vcrciusleitung unter Vorsitz des Herrn Markus Frankl und dem edlen Opfersinne, den sie in weiten Kreisen zu wecken verstand, wurde vor zirka einem Jahre in der Schreibergasse ein eigenes Waisenhaus gebaut, das jetzt im Rahmen einer Feierlichkeit seiner philanthropischen Bestimmung übergeben wurde. Der beier wurde ein streng offizieller Charakter gegeben; auch die Regierung, die militarisehen und städtischen Behörden und ebenso verschiedene jüdische und nichtjüdische Körperschaften waren bei der Feier durch Deputationen vertreten. Von seiten der orthodoxen jüdischen Gemeinde waren Sc. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber, die Gemeindeleitung und zahlreiche Gemcindemitglicder anwesend. Nach dem stimmungsvollen Vortrag der tschechoslowakischen Hymne durch Herrn Oberkantor Stern und seinen Chor sprach als Erster der Abgeordnete Dr. Julius Reisz in slowakischer Sprache und beantragte, ein Huldigungstelcgramm an Herrn Präsidenten Masaryk äbzusenden. Dem wurde entsprochen. Darauf hielt Vereinspräses Herr Frankl seine Festrede, die tiefen Eindruck machte. Er zeichnete die Geschichte des Vereins und schilderte die Entwicklung der jüdischen Waisenfürsorge bis es nunmehr gelungen ist, für die Pfleglinge des Vereins ein herrliches Heim zu bauen, das allen modernen Anforderungen in jeder Hinsicht entspricht. Zum Schlüsse bat er alle edelgesinnten GJanbensgenossen, der Anstalt ihre Teilnahme auch in Hinkunft zu bewahren. Herr Regierungsrat Dulla.beglückwünsclitc die Vercinsicitung zti dieser neuen Errungcnschaft der Menschenliebe in Vertretung der Regierting. Herr Bürgermeister Dr. Kraus hielt namens der Stadt Prcßburg eine längere freundliche Ansprache. Mit weiteren Gesangsvorträgen des Tempelchores endete die durchwegs erhebende offizielle Feierlichkeit. Daran schloß sich eine genaue Besichtigung aller Räumlichkeiten der Anstalt an. Die Anwesenden sprachen der Vercinsicitung ihre Anerkennung aus für die Umsicht und Sachkenntnis, mit der bei der Einrichtung des Hauses vorgegangen wurde. Am Abend fand dann in geschlossenem Kreise ein Festbankett statt, bei dem Herr Rabbiner Hirse 111er namens der Gemeindcleitung und des Vereinsvorstandes die Festrede hielt. Sijum auf Schass in der Preßburgcr Agudn. Ein großer Kreis von Mitgliedern der Prcßburger Orts- und Jugendgruppe .der Agudas Jisroel versammelte sich am Vorabend des 12. Scliwat in der ״Schiurstube“ der Jcschiwa mit Sr. Ehrw. dem Herrn Oberrabbincr Schreiber find den ehrw. Mitgliedern des Beselin an der Spitze, um den Sijum auf Schass, dessen einzelne מסכתות unter den Mitgliedern zum Lernen ״verteilt“ wurden, festlich zu begehen. Für den Sijum war von vbrnehorein dieser Tag, der erste Jahrzeittag des unvergeßlichen Rabbi Eliescr Katz-Kohn זצ״ל auserschen. Mit welchem Beifall die Idee der Erneuerung des alljährlichen לימוד השם •m Rahmen der Aguda vor annähernd einem Jahre aufgenommen wurde, ergibt sich aus der Tatsache, daß sämtliche 4 מסכת׳- bis 5mal übernommen wurden. So war denn auch der Saal noch vor der anberaumten Stunde überfüllt. An den dicht aueinander, gereihten Tischen saß die Elite der לומדי תורה der Preßburgcr Gemeinde vereint mit der Aguda- Jugend, die sowohl im Lernen der מסכתות wie an der Vorbereitung des Festes selber ihren Teil redlich herausnahm. Außer der Agilität des Herrn Jcrema D uschinsky ist das Zustandekommen und nunmehr auch für die Dauer festgelegten Schass-Lernens in der Prcßburger Aguda dem Arbeitseifer der Jugend zu danken. Erwähnt sei auch die Anteilnahme der Agudas J i s r o e 1 - F r a 11 e n g r u p p e an der Vorbereilang dieser סעודה של מצוה unter Leitung der Damen Frau Sal.omon Weisz und Frau Philipp Benedikt, die die Versorgung der Küche übernahmen, während andere Damen die schmackhaftesten Torten und allerlei Backwerk zur Fcstmahlzeit in Ueberfülle beisteuerten. Solchergestalt waren fast sämtliche Agucla-Abteilungen, jede auf ihre Weise, an diesem schönen Fest der Thora beteiligt, gleichsam um aus ihrer innigen Beziehung zum Schuss-Lernen die Impulse für ihre gesamte Tätigkeit zu schöpfen. Se. Ehrw. Herr O b e r r a b b i n er Sc 11 r e i b e r trug das Schlußlernen vor. Sodann richtete der Präses der Ortsgruppen, Herr Markus Fürst, eine herzliche Begrüßungsansprache an die Versammelten. Er gedachte dabei insbesondere des Rabbi Elieser Katz זצ״ל anknüpfend an eine Erörterung über die Bedeutung des ״Gedenkens“ nach jüdisch-religiöser Auffassung. Redner schloß mit einer Aufforderung an die Anwesenden, den Aguda-Gedanken bei jeder Gelegenheit zu verbreiten und für ihn unablässig tätig׳ zu sein. Herr Oberr ab bin er Schreiber ergriff darauf das Wort zu einer Würdigung der Persönlichkeit des Rabbi Elieser Katz und schilderte die Liebe und Verehrung, die er gerade wegen seiner beispiellosen Bescheidenheit und seines aufrichtigen צרקית ln allen jüdischen Kreisen genoß. Der ehrw. Redner legte nun die Bedeutung des jetzt durch die Aguda erneuerten לימוד הש״ם dar, wofür früher in Preßburg ein spezieller Verein bestanden hat, und appellierte mit warmen Worten an alle Anwesenden, (fieses Bestreben unter keinen Umständen aufzugeben, sondern sowohl dieses wie überhaupt alle Tätigkeitsgebiete der Aguda mit reger Anteilnahme selber zu pflegen, ohne Rücksicht darauf, ob andere ihre Pflicht tun oder nicht. Die Worte des Herrn Oberrabbiners lösten allgemeine Zustimmung aus. Als nachster Redner erfreute Herr Samuel Schreiber die Versammelten mit einem geistvollen und beifällig aufgenommenen .Charifusvortrag. Ihm folgte Herr I. I. B r a u n mit einer spannungsvoll angehörten, auf die bekannten Grundsätze der Orthodoxie und der Aguda scharf zugespitzte Ansprache. Se. Ehrw. Herr Obe rrabbiuer Schreiber hielt hernach eine in die Tiefe dringende Charifusdroselioh in der סוגי' חלפה ררבא und erntete mit seiner Rede den Dank aller Teilnehmer. ישירים ותשבחות das Agudalied הקבצו und anderc Gesänge erhöhten die Stimmung. Während der gutgelaunten Benschcnversteigerung durch Herrn Markus V ii r s t sammelte Herr Jcr. Duschinsky die מסכתות -Zeichnungen für das nächste ״Lcrnjahr“ ein und cs ergab sich jetzt eine noch größere mehrfache ״Ueberzcichnung“. Herr Oberrabbiner Schreiber errang schließlich den Sieg im ״Wettkauf“ des מצית ברכת המזון und beehrte damit Herrn R a b b i 11 c r Wessel y. Der erhebende und vorzügliche Verlauf des Festes ist nicht in letzter Reihe das Verdienst des Vorbereitungskomitces, bestehend aus den Herren Jerem. D us c 11 i n s k y, Jos. B. F i s c 11 h o f. Philipp ßenedi k t, Juda Goldberger und ihrer jugendlichen Mitarbeite!’, der Herren Bcla Katz, El. B c u e d i k t, Laz. G 1 ü c k und A ron K o s s. יונה צבי הערצאג ערה הערצאג Trnava Vrbove Verlobte. Irma Weisz Aron Josef Weisz Dun. Streda Galanta Verlobte. StättKarten. Man David Feuer 11. Frau Markm Fürst u. Frau laden alle Bekannte und Freunde zur Trauung ihrer Kinder מנחם יחי׳ w דאבריש welche S. G. w. Dienstag, den 18. Februar, um 3 Uhr nachmittags im Hause II., Malzgas.se 2. stattfindet, höfliehst ein. Der Agudas JisroebMädchenverein in Dun. Streda gratuliert herzlichst seiner verdienstvollen Kontrollorin Frl. IRMA WEISZ zu ihrer Verlobung mit Herrn JOSEF WEISZ aus Galanta. Suche für mein Schnitt- und Schuhwarenlager einen tüchtigen Verkäufer, der die Landessprache be־ herrscht. Talmudkenner werden bevorzugt. Zuschriften unter Chiffre ״Religiös“ an die Bratisl. Admin. d. Bl. 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Die gefertigte orth.dsr. Gemeinde gibt hiermit be־ kannt, daß sie aus ihrer modernst e i n g e r i c h t e־ t e n ־ מ צ 1 חBäckerei, welche unter strengster Aufsicht des h. o. ehrw. orth. Rabbinates steht, I a מצות und Mazzosgries zu äußerst kalkulierten Preisen abgibt. Der Mazzotgries wird aus unter Haschgochoh durchgesehenen מצות erzeugt und hat eine jede Ge־ meinde das Recht, ihren Vertreter zum Backen der מצות zu entsenden. Aufträge wollen mit vollstem Vertrauen, wegen der Arbeitseinteilung je früher aufgegeben werden. Aut. orth.sisr. Gemeinde Nove Zämky. Konkurs. 111 der aut. orth. aschkenasischen isr. Knltusgemeinde lieh, Jugoslawien, ist ■die Stelle eines שריב ומי״צ מומחה וי״רש מרבים בע״ת ובע״ק ehestens zu besetzen. Bewerber muß van drei anerkannten orth. Rabbinern קבלות והחרות הוראה besitzen. Gehalt laut Uebereinkoimiien. außerdem schöne Wohnung, ganzes Einkommen der מפלה und ganze שחיטה Reisespesen werden nur dem Berufenen vergütet. 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