Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 5 (31.1.1930)
- Date
- 1930-01-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 JÜDISCHE PRESSE Seite 5 @| Nachrichten Eine Ehrung Professor Picks. Der Bundespräsident hat dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemcinde in Wien, Universitäts- Professor Oberstabsarzt Dr. Alois Pick, das große Ehrenreichen für Verdienste um die Republik verliehen. Frauenhilfe der Adas Jisroel. So wie immer in den letzten Jahren treffen sich auch heuer an jedem zweiten Dienstag die Mitglieder obiger Vereinigung im Cafe Deutsch zu geselliger Zusammenkunft. Diese gemütlichen Jausennachmittage erfreuen sich immer mehr lebhaften Zuspruches und auch die letzte Jause am 25. Jänner war sehr gut besucht und verlief in animierfester Stimmung. Die Präsidentiu des Vereines, Frau Rabbiner Fairst,!begrüßte die Erschienenen aufs herzlichste und ganz!besonders die Schriftstellerin Frau Dorothea Eibner, welche durch ihre herrlichen Rezitationen aus •eigenen und fremden Werken das Publikum entzückte, und Frau Rosa Wosncr, deren Gesangs vor träge, wie stets, stürmischen Beifall ernteten. Frau Rabbiner Fürst ergriff die Gelegenheit des Beisainrnenseins, auf die Schamre-Scliaibbos-Bewegung in allen jüdischen Kreisen hinzuweisen, und betonte unter anderem, daß gerade der jüdischen Frau die Möglichkeit gegeben ist, diese Aktion zur Hütung unseres •heiligsten Gutes, des Schabbos, zu unterstützen und zu fördern. Die jüdischen Hausfrauen sollen ausnahmslos bei Schabbos haltenden Geschäftsleuten eiinkanfeu und nur Handwerker, die Schomre Schabbos •sind, beschäftigen. Dadurch erniögliehen sie nicht nur diesen, den Schabbos zu •halten,!sondern auch vielen erwerbsfähigen jungen Menschen helfen sie, bei Schomre Schabbos Stellen zu!׳bekommen, und diese sind nicht gezwungen, •der Not der Zeit gehorchend, wähllos Stellen anzunehmen.,'wo sie, Gott behüte, den■ Schabbos entweihen müßten.. Mit nochmaligem warmen Appell an •ihre Zuhörerinnen schloß die Redncrin ihre ׳kurzen, aber gedaukenreichen und •zu Herzen sprechenden Worte. Von der Wiener Aguda. 'Die ׳'Presseabteihing der agudistischen •Lau des zentrale für Oesterreich teilt mit: Vergangetien Sonntag sprach 1Herr!Markus 1Hornstein, Obmann des •agiustischen׳ Parteirates, im vollbesetzten agudistischen!Heim über politische Fragen. Redner ׳verwies auf die seitens der zionistischen Führer ׳Polens eingesetzte Hetze gegen die Aguda, um das Augenmerk von de׳r ■durch die unglückselige zionistische Politik hervorgerufenen ,Krise in Palästina albzulenken. Nur durch die ׳Stärkung der agudistischen Reihen ׳kann diesen Auslassungen •wirksam ent- .gegengetreten werden. ■ Sonntag, den 2. Februar, um 7 Ulir abends, spricht Hen: Wolf Pappenheim. Obmann der Agudas Jisroel- Ortsgruppe, im agudistischen Heime über: ״Schmiras Schabos“. Die Vereinigung jüdischer Akademiker (V. J. A.), Wien, veranstaltet am Samstag, den 1. Februar 1930, um 8 Uhr abends, im Cafe Arlon, I., Rothgasse 3, einen Vortragsabend (Gedenkfeier). Referent: Herr E>r. Leo Deutschländer. Thema: Franz Rosen zweig als Denker, Dichter und Jude. Rabbinerwahl. 1Herr /Rabbiner ׳Aron Jenu ehern wurde vorige Woche zum 'Rabbiner des Wiedener!Bethaus- ׳Vereines ״Machsike Hadas“ gewählt!. Der Verein besteht schon seit 70 Jahren und ׳wirkt im 4. Bezirk zu!Ehren der Orthodoxie. Herr Rabbiner Jeruchetn hielt vor zwei׳ Wochen eine mit großem Beifall ausgenommene Gastpredigt,!׳worauf er •zum Rabbiner gewählt wurde. Unseren Lesern!ist!Herr Rabbiner Jeruchem ׳durch seine publizistische und literarisehe Tätigkeit wohlbekannt, er ׳ist der •Sohn des berühmten Altstädter Ra׳ws. Wir gratulieren. Die XVI. ordentliche Generalversammlung der ״Einheit“ findet am Sonntag den 9. Februar 1930 im ersten Stock des Verelnshauses (׳Mittelstäudsspeises׳aa:l) statt. Beginn genau 10 Uhr vormittags! Eventuelle Anträge sind bis zum 2. Februar ein zubringen. Generalversammlung des Vereins Talmud-Thora, Prater. Sonntag den 26. Jänner hielt der genannte Talmud-Thora-Vereiu, Wölmutstraße 21, bei ungemein zahlreicher 'Beteiligung der Pratenjudensohaft seine 8. ordentliche Generalversammlung ab. Die 1Kultiusgerneinde war durch Herrn Proif. IM. Rath vertreten. Nachdem der Vorsitzende Herr Rabbiner iMose ■Zuuz •die Versammlung begrüßte, .ging er zu •einem ׳tiefdurchdachten■ ra׳bbinisehen Vortrag •über, in welchem er auf die große Wichtigkeit des Thoraunterrichtes im ,Sinne des wahren orthodoxen Juden׳- tums nach dem Prinzip der iMessorat'h Awoth hiuwies. Landeskonferenz der Schomre Schabbos der Bukowina. Czernowitz, 22. Jänner. (J. T. A.) Iin Festsaale der Jüdischen Hauses wurde die Landeskonferenz der Schomre Schabbos-Vereine der Bukowina im Beisein von mehr als 50 Rabbinern und anderen jüdisch-religiösen Führern abgehnlten. Zur Eröffnungssitzung waren weit mehr als 2000 Personen erschienen. Der Stadt- Präsident Dr. Nicu Sauciuc-Saveanu war mit mehreren Stadträten erschienen. Auch die Jüdische Gemeinde, die Zionistische Organisation und andere große jüdisehe Körperschaften waren vertreten. Oberrabbiner Dr. Mark, der an der Spitze der Schomre Schabbos steht, begrüßte die Gäste, brachte ein Hoch auf den König und die Regentschaft aus und referierte ausführlich über die Probleme der Schomre Schabhos-ßewegung. für meinen 26jährigen Sohn, tüchtiger Buchdrucker, Maschinenmeister in einer Buclidruckerei, oder bei dem, der geneigt wäre, ihm eine solche zu eröffnen. Anträge unter ״Nur streng jüdisch“ an die Bratislavaer Adm. dieses Blattes. Verbreitet die einzige orthodoxe Zeitung Oesterreichs und der Tschechoslowakei! Werbet Abonnenten für die ״Jüdische Presse״. Jeder, der bis 31. Jänner 10 Jahresabonnenten (Abonnementpreis S 16) bringt, erhält ein wertvolles Geschenkbuch. Die Redaktion. Ev appellierte an die Judenheit, sich um die Ovganisation der Schomre Schabbos zu scharen. Rabbiner Benzion Katz sprach Uber die Sabbath-Bewegung in der ganzen Welt. Rabbiner Leiser Hager (Wiznitz) führte aus, daß der Sabbath das Judentum erhalten hat. Stadt- Präsident D1*. Sauciuc-Saveanu begrüßte den Kongreß im Namen der Stadt Czernowitz und versprach, die vorgebrachten Wünsche, die sowohl vom religiösen als auch vom ökonomischen Standpunkt gerecht sind, an die zuständigen Regierungsbehörden weiterzuleiten. Regierungsrat D1*. Karl Gutherz versprach der Bewegnng im Namen der Jüdischen Gemeinde tatkräftigste Förderung. Senator D1*. Mayer Ebner sprach als Präsident der Bukowinaer Zionisten und als Vorsitzender des jüdischen Parlamentsklub. Er wies auf den Zusammenhang zwischen Zionismus und Glauben und auf die im Judentum wegen des Zionismus wachsende Religiösität hin. Nirgends wird der Sabbath inniger gefeiert mul geheilist als in dev jüdischen Stadt Tel- Awiw. Die jüdischen Parlamentarier werden die Sabbathfrage in ihr Programm aufnehmen, schon wiederholt haben sie in Sabbathfragen interveniert. Die Zukunft der Schomre Schabbos-Bewegung liegt in dem Prinzip der Fünftagewoche. Es sprachen noch Rabbiner Rubin (Kimpolung), einer der Führer der Sabbath-Bewegung, D.1*. Benno Straucheif Dr. Kaßner, Stadtrat Dr. Krämer, Kultus Vorsteher!Greis, Rabbiner^ Hager (Kotzmann). Rabbiner Josifof *und Rabbiner Gottlieb. Nach Annahme einer entsprechenden Resolution wurde die Kundgebung geschlossen. Die geschäftlichen Beratungen wurden am Abend fortgesetzt. In der Resolution wird an die Regierung die Forderung gerichtet, jenen, die am Sonnabend ruhen, die Arbeit am Sonntag zu erlauben. Und weiter wurde in der Resolution gegen die vom Völkerbund geplante Kalendcrreform protestiert, weil diese Reform den Sabbath gefährdet. Köln. Am 1. Jänner fand die alljährliche Mitgliederversammlung des Vereines für die jüdischen Interessen Rheinlands statt. Seit Jahren haben sich diese Zusammenkünfte zu Familientagungen gestaltet. Die rührige Verwaltung sorgt für ein zugkräftiges Programm, indem sie stets einen prominenten Redner von auswärts ersucht, den Rheinländern einen Vortrag zu halten. Diesmal war die Wahl auf den Distriksrabbiner von Aschaffenburg, Herrn Rabbiner Dr. Raphael Breuer, gefallen. Dankenswerterweise folgte Herr D1*. Breuer der Einladung. Der geschätzte Rabbiner wußte in glanzvoller Rede die Erwartungen zu übertreffen, die man hegte. Mit gespannter Aufmerksamkeit und wachsender Begeisterung folgte eine nach mehreren Hunderten zählende Zuhörerschaft seiner nach Inhalt und Form packenden Rede. Ein Beifallssturm lohnte seine Ausführungen. Allgemein wurde der Wunsch laut, öfters diesen glänzenden Redner hören zu dürfen, der eine Zierde jeder großen Kanzel wäre. Herr Oberrabbiner Dr. Altmaim, Trier, wandte sich in herzlichen Worten an die Versammlung und wußte in zündender Rede jeden Rheinländer zur eifrigen Mitarbeit an den Zielen des Vereines aufzufordern. ׳ Der Vorsitzende, Herr Nathan Kahn, hatte in großangelegter Rede zur Eröffnung der Sitzung einen Tätigkeitsbericht gegeben, der sich nicht nur auf die ziffernmäßigen Leistungen beschränkte. Der Rendant, Herr Grünsfeld, bat um eifrige Mitarbeit in materiellem und ideellem Wirken, besonders um den Weiterdruck der Diukim al I-Iatauroh zu ermöglichen. Ein ausführlicher Bericht wird noch im Vereinsovgan ״Jüdischer Volksfreund“ erscheinen. ״Araber und Juden müssen sich zu verständigen suchen.“ (J. T. A.) Der Jerusalemer ׳Korrespondent des ״,Berliner Tageblatt“, Dr. A. Reifenberg, ׳bespricht den Verlauf der Verhandlungen vor der, britischen Uintersuohungskommission in Palästina ׳und kommt zu folgenden Schlußfolgerungen: ״Wenn nun auch die gewonnenen Ergebnisse einen starken Einfluß auf die zukünftige Politik •der Eng- 1 ander in •Palästina haben werden, so ist trotz alledem flicht zu erwarten, daß fundamentale Aenderungen eintreten werden. Eines ist allerdings klar:!Beide Völker, Araber und Juden,!müssen za einem Modus vivendi ׳komlnen^und nach Abschluß der Untersuchung dürfte es an der Zeit sein, daß sich beide ׳Völker gemeinsam an einen Verhandlungstisch ׳setzen. Konzessionen werden dabei von beiden Teilen gemacht werden müssen. Juden und!Araber sollen, sich darüber ׳klar sein, daß, wer auch immer die Majorität im!Lande hat, •den anderen nicht majorisieren darf. Vielleicht wird eine kantonale Lösung, ähnlich wie in der Schweiz, wo sogar drei Völker miteinander leben, das Gegebene sein. Die Araber müssen sich dazu bequ einen, •das vom Völkerbund feierlich bestätigte historische jüdische Anrecht auf Palästina anzuerkennen, während es sich ׳die Zionisten!angelegen lassen sein sollten, noch ׳mehr als bisher die 'Araber a׳n den wirtschaftlichen Vorteilen der Kolonisation teilnehmen zu lassen. Eine schwierige Frage dagegen •bleibt die Schaffung einer ,parlamentarischen Volksvertretung, die arabischerseits mit allem Nachdruck gefordert wird. 65.000 ehemalige jüdische Händler in der Ukraine in höchster Not. Moskau, 23. Jänner. (J. T. A.) Die Moskauer jiddische kommunistische Zeitung* ״Emess“ veröffentlicht eine Statistik, aus der hervorgeht, daß es in der Ukraine 65.000 durch die neuen Verhältnisse brotlos gewordene jüdische . Händler gibt, die ־ sofortige Unterstützung brauchen. In diese Zahl sind Handwerker und verschiedene andere Berufskategorien, die der konstruktiven Hilfe bedürftig sind, nicht eingeschlossen. ״Einess“ betont den verschiedenen Charakter der den Handwerkern usw. zu gewährenden produktiven Hilfe und der dringend erforderlichen reinen Unterstützung für die 65.000 deklassierten Händler, denen zunächst einmal die Fristung ihres Lebens ermöglicht werden müsse. ״Emess" warnt aber davor, die Verschiedenheit des Charakters der an diese und jene Kategorie zu gewährenden Hilfe zu verwischen. Wissen Sie schon 1 Kalenderreiorm in Rußland. Wie man uns telegraphiert, droht dem orthodoxen Judentum in Sowjetrußland eine neue Gefahr durch eine von der kiefür eingesetzten Regierungskommission angenommene Kalenderreform. Nach dieser Kalenderreform beginnt das Jahr mit dem Revolutionstag, dem 7. November. Das Jahr zerfällt in zwölf Monate, jeder Monat in sechs Wochen zu je fünf Tagen. Außerdem werden fünf revolutionäre Feiertage eingeführt, die in die betreffenden Monate als A-Tage oder B-Tage eingefügt werden. Die Wochentage behalten ihre Namen, nur werden Samstag und Sonntag gestrichen. (Wir werden noch ausführlicher hierauf zu sprechen kommen. D. R.) Zweierlei Maß. Philipp Halsmann wurde wegen Totschlages an seinem Vater, dem Ostjuden Mordudi Halsmann, angeklagt und gemäß Entscheidung des Obersten Gerichtshofes rechtsgültig zu vierjähriger Kerkerstrafe verurteilt, obwohl er des Mordes nicht. überführt wurde und die breite Oeffentlichkeit von seiner Unschuld überzeugt ist. Der Junker Christian Stolberg, der seinen Vater, den Grafen Stolberg, mit der Flinte erschossen hat, wurde zu viermonatiger Kerkerstrafe verurteilt. Jüdisches Lehen muß eben zwölfmal so schwer gesühnt werden als das Leben eines deutschen Grafen! Aus der Aguda. Warschau: Dieser Tage fand i!1 Warschau die Gründ1u1gsversam׳m1I׳un,g■ einer Zentralbank ׳für die bestehenden Kooperativgenossenschaften ׳unter Teilnahme von 70 iGenossenschafts'banken statt. Die Leitung der Bank!liegt in nänden der!Herren J. :M. •Lewin׳, Jakob Trockemheirn, Wolf Gutgel'b ׳in Warschau, ,׳Minzberg (Lodz), Siedelberg (Lublin) und 'Ehrlich (ßiala). Die Bank wird Voraussichtlieh in ׳den!nächsten Tagen eröffnet. Frankfurt a. M.: Die Pailästinazentraile hat In Herrn! Julius 1Rothschild eine hauptamtliche!Kralft ׳gewonnen, ׳die zunächst propagandistisch in ׳Mitteldeutschland tätig sein wird und späterhin auch England und!Frankreich ׳für •das Schii'hverk in Palästina bereisen wird. Jerusalem: Drei Schüler ■der ag1u׳diistis011rscphardisehen Schule ׳haben ihr Examen bestanden, zwei hievon haben, sofort Anstellungen ׳gefunden, ׳und •zwar •der eine als. Rabbiner in Suez (Aegypten). Diese■ Anfangserfolge ,werden gewiß ein Ansporn für die Eltern sein, ihre Kind er ׳der Aguda s oh ule a n zu v er t ra ue n. Berlin: Während des Winters findet hier eine •Reihe von Vorträgen, statt. Als erster sprach dieser Tage Do-zent Dr. (Moses■•Auerbach •über ״Geschichte un׳d!Bedeutung der Kothel׳ iMaarowii“. Ferner ׳werden sprechen Dozent Doktor Samuel Grünberg über ״Weltkongreß der Schomre Schabbos“, ■Rabbiner Dr. lEsra IMunk ׳über ״Was kann •der ׳Rabbinische;Rat dem gesetzestrenen Judentum ׳bedeuten׳?“ und Dr. Nathan Birnbaum׳ über ״Religiöse!Heiiimkeihr“. Karlsruhe: Hier wurde aus den Kreisen der Israelitischen Religionsgeseiilschaft eine Aguda-Fraiuengrtippe gegründet. Amtliche Verlautbarungen der israelit. Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeindennd Bezirkssynagogen. Freitag, den 31. Jänner 1930 werden bei dem um 5 Uhr beginnenden Abendgottesdienste in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: L, Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. G r u nwald); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwär z). Samstag, den 1. Februar 1930 findet beim Morgengottesdienste (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) im Gemeindetempel, XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feucht wang) ein exegetischer Vortrag statt. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, deii 1. Februar 1930 findet um halb 5 Uhr nachmittags der J u g c 11 d g o 11 e sdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Ji11111u11111u111111111111111uu1111111u11111uu1111111m111111111n1111n111n11111111111111n11111111111111111111111n111111nm»111n1111. Tschechoslowakei. ‘*ווווווו1ווווווווווו1ווווווווווווווווו!ו1ווו1ווווושווו!ווווווווווו!ווווו1וווווווווווווווווווווווווווווו1וווו1וווווווווווווו!ווווו!וווו11ו1וווווו1ון1' Des Präsidenten Masaryk 80. Oebartstag. Der beivorstehende achtzigste Geburtstag des Herrn Präsidenten M a s a r y k hat in allen Gemeinden Anlaß zur Vorbereitung würdiger Feiern gegeben. 1•lil^ffj Die Ausführungen unseres ״Civis Judaeus“ in der vorletzten Nummer haben überall in den ortbodoxen Gemeinden der Slowakei und Po׳dkarpatska Rus einhellige Zustimmung gefunden. Aber auch aus nichtorthodoxen Kreisen •und selbst aus den historisehen Ländern liegen Zuschriften vor, die beweisen, mit welchem Unwillen •die zionistischen Versuche aufgenommen werden, diesen Anlaß, der ׳mit Zionismus und ״Jüdischer Partei“ nicht das geringste zu tun hat, zur Propaganda für ׳den zionistischen ״Nationaifonds“ unter dem Vorwände der Anpflanzung eines!Waldes zugunsten dieses Fonds zu mißbrauchen und dadurch den Plan zur Schaf fungeiner einhei11 ichen würdigen Widmung der gesamten Judenheit hier im Lande mögliehst zu beeinträchtigen. Wie wir von zuständiger ■Seite erfahren, wird den Gemeinden, Institutionen und ׳Einzelpersonen noch rechtzeitig ein positives Programm vorgelegt werden, das in d a u e r n d e r und sichtbarer Weise der Verehrung der gesamten tschechoslowakischen Judenheit gegen unseren Präsiden-