Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 4 (24.1.1930)
- Date
- 1930-01-24
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 JÜDISCHE PRESSE Seite 5 Die Kollektivisierung der Dörfer wischt die jüdische Kleinstadt weg. Eine neue Gesera. (.[. T. A.) Auf der!Konferenz der jüdischen Sektionen Weißrußlands erklärte der Führer der ,Sektionen, Oscherowitsch, in seinem GeneraJbericht, daß die!Kollektivisierung der Dörfer, d. 11. ihre Umwandlung in ‘Produktions־ und Konsumgenossenschaften, der 'jüdischen (Kleinstadt alle Quellen ihrer Einkünfte nehmen wird. 'Die Welle, der Kollektivisierung wird das -Antlitz der Stadt durchgreifend ändern und eine gewisse Zahl ׳von ,Kleinstädtern über- ■haupt von der ׳Erdoberfläche wegwischen.!Dies aber, fuhr Osoberowitsch fort, ist nicht unsere Sorge; mögen sich die Romantiker darüber Sorgen machen. 1Wir werden uns wohl um die arme arbeitende•!Kl-einstadtbevölkcrung kiimmorn müssen, nicht aber um die Kleinstadt als solche. Oscherowitsch schilderte die• 1Widerstände, die der Kollektivisierung' einerseits und der (Verschmelzung von •iidischen und •nichtjüdischen Kollektiven andererseits in den jüdischen :Dörfern Weißrußlands ׳bereitet werden, und forderte schärfste Unterdrückung dieser ׳Widerstände. Oscherowitsch forderte auch schärfste Unterdrückung der national-jüdischen Strömungen, die noch heute unter den jüdischen■!Kormministen Weißrußlands herrschen. Er griff den Moskauer Führer der ,..Jewsekzia“, Tschemerinski, an, weil er für •die jüdische ,Kolonisation ■in IBiro-IBidschan ׳die Losung ״jüdisches Land“ ausgegeben hat. Die ausländisehen jüdischen Boiirgeois-iHilfsgcseMschaften, w:i׳e ׳״Agro- Joint". ״JCA“ und ״OIRT“, sagte Oscherowitsch•, verstärken die rechtsgerichteten Neigungen der ׳jüdischen Massen. Oscherowitsch klagte darüber, daß bei den Eisenbahnen in Weißrußland nur 2 ׳Prozent •der!Arbeiter und Angestellten Juden sind. ■Er teilte mit, ׳daß die (Zahl der ■jüdischen Arbeiter in den •Gewerkschaften 'Weißrußlands 522S beträgt und daß gegenwärtig in ,Weißrußland über 500 •Heimarbeiter-Prcduktivgenossenschaften ■und 277 jiidische Ja nd Wirtschaft liehe Kreditgenossenschaften vor- :!landen sind. Der antireligiöse Kampf in Rußland. (J. T. A.) Abram Bernstein. (Lehrer an der Technisehen ׳Berufsschule in Minsk. Sekretär des Atheistciivcreiues und Mitglied des M'iusker Stadt Sowjets, wurde aus demi Lehrervereme ausgeschlossen, weil er sein Söhnchen* hat bcschneiden lassen. Die Mins-ker Lehrerin Rebekka Dhtgina wurde vom Lehrer verein ausgeschlossen und aus •dein Schuldienst entlassen׳, weil sie ihren alten 'Vater, der Rabbin er ■in ׳Minsk ist unterstützt hat. Kongreßmitgliöd Dickstein erhebt im amerikanischen Kongreß Beschwerde über die Religionsverfolgnng in Sowjetrußlaiid. I.I. T. A.J Samuel׳ Diickstein׳. der jüdische Vertreter von New York im Kongreß der ־Ve׳r einig teil!Staaten׳, erhob in seiner im Kongreß am 15. Jänner gehaltenen Rede schwere Vorwürfe gegen ׳die Sowjetmacht wegen der Verfolgung aller Formen der religiösen U-ebung in ׳den Sowjetländern. Rabbiner und Geistliche werden in die Verbannung geschickt, weil sie religiösen Unterricht erteilen. Solche Vcrhältniss׳e schlagen der Zivilisation ins ׳Gesicht. Amerika,misches Geld ■hat zur Gesundung Rußlands beigetragen, aber Amerika werde in seiner Hilfe ■für Rußland nicht fort fahr cn. wenn die Verfolgung d׳e;r ׳Religion fortgesetzt wird. Im Dezember 21 Synagogen in Rußland beschlagnahmt. {.{. T>. A.) ,vEmess“ berichtet, ׳daß im Verlaufe des Dezember 1929 2,1 Synagogen׳ in Arbeiterklubs usw׳. verwandelt worden sind, davon 5 in •Hornel und 3 in Uman. 14 .neuen Ge׳suc׳hen um Beschlagnahme von S.v11ago׳gen wurde ,vom Zentralexekutivikomiitec der •Sowjets im Laufe des gleichen ,Monats stattgegeiben. ZwangstUrkisierung der Juden. (J. T. 1A.) Die türkische Regierung hat einen ׳Gesetzentwurf •über Erziehung in der Nationalversammlung eingebracht, der zweifellos zum Gesetz erhoben werden wird. Danach werden alle Kinder türkischer ׳Staatsangehörigkeit,!Griechen, ׳Armenier, Juden, ebenso wie ■Türken, gezwungen sein, im Alter von sieben ׳bis zwölf ,Jahren türkische Elementarschulen zu besuchen. Es wird ihnen nicht erlaubt sein׳, eigene Minoritätsschulen zu besuchen, und auch der 'Besuch solcher ‘Schulen, die von ausländischen Stellen eingerichtet sind, wird ihnen verboten sein. Die nichtmoihammedanisc-hen (Minoritäten protestieren gegen die ׳Verfügung auf!Grundder im Vertrag von Lausanne garantierten Rechte!hinsichtlich der An- Wendung ׳von ׳Minoritätssprachen und des (Rechtes der Minoritäten •auf Erziehung. Mau erwartet, daß auch die ausländischen Missionen und andere am Erzieihungswerk in der Türkei beteiligte Institutionen der -Verfügung Widerstand entgegensetzen werden. Mit der ,jetzt ■mitgeteilten Gesetzesyorlage der türkischen Regierung wird, ,sobald sie zum!Gesetz■erhoben wird, eine'Entwicklung abgeschlossen sein, deren Anfänge im Jahre 1924 liegen ׳und ׳die ׳die Türkisierung ׳der hauptsächlich in Konstantinopel: ansässigen Minoritäten durch das 'Schulwesen zum Ziele hat. (Soweit es sich um •die jüdische!Minorität handelt, ׳sind die Stationen der Entwicklung die folgenden:!Im Jahre 1924 wurden die Konstantinop,ler ׳Schulen der Alliance llsraelite!Universelle geschlossen. 1926 ׳kam von •der Zentralregierung in lAngora die (Instruktion an ■die •Konstantinoipler Behörden, daß ׳die Elementarerziehurig von nun an nur In türkischen Schulen und!in ■türkischer Sprache gegeben werden soll. ilm August des gleichen Jahres verzichteten die türkischen Juden in feierlicher Erklärung auf die ihnen im Vertrag von!Lausanne gewährten 'Minderheitsrechte, wofür sie -damals von!Louis Marshall scharf angegriffen wurden.!Im November *1928 gab die türkische Regierung die Erlaubnis für eine neue, in 'Konstantinopel gebildete Organisation zur Förderung der jüdischen Erziehung und zur Einrichtung!jüdischer Schulen und IHandwer kerschulen. Im letzten Monat wurde •die Ver- Wendung der hebräischen Sprache in den Schulen als!Unterrichtssprache verboten■. Die wirtschaftlichen Grundlagen der jüdischen Palästinasiedlung unerschüttert. (J. T. A.) Der Vorsitzende der jüdischen Handelskammer für den Jaffabezirk, der Direktor der Anglo Palestine Company Hoofien, hielt in der letzten Sitzung der Handelskammer eine Rede über den Einfluß der letzten Ereignisse auf die jüdische Wirtschaft im Lande. Einzelne haben gelitten, sagte er, und einige sind ruiniert worden, aber Verluste hat auch eine siegreiche Armee. Die Wirtschaftliehen Grundlagen der jüdischen Siedlung in Palästina sind unerschüttert geblieben. Berufen Sie sich bei ihren Einkäufen auf die ״Jüdische Presse“. Tschechoslowakei Offene Anfrage an das Gewiss! Meine öffentliche Tätigkeit im Dienste der thoratreuen jüdischen Gesamtheit und die Verantwortung, deren icli mir dabei stets vor השי״ת und dem Judentum bewußt bin, nötigt ׳mich heute, die orthodoxe jüdische Oeffentlichkeit auf eine Erscheimmg zu lenken, die meines 'Erachtens die traurigsten Folgen nach sich ׳ziehen und in ihrer ungehemmten weiteren Entwicklung das gesamte jüdische Leben in der Slowakei in die gefährlichsten Bahnen leiten könte. Ich meine ׳damit die furchtbare Situation, in der sich die g e s׳ i n n 11 n g s t r e u e orthodoxe Jugend in unserem Lande seit einigen Jahren befindet. Es sind -deren leider nicht allzuviele, aber ein kleines .Häuflein junger jüdischer Menschen findet sich zum Glück immer noch in fast allen orthodoxen Gemeinden. ׳Ein Teil von ihnen ist ■auf den Jescliiwos und ׳beweist •damit allein schon, daß er vorn besten Willen beseelt ist, sein Sinnen und Trachten nach dem Geheiß der ׳ . חוה״קzu gestalten. Ein anderer Teil hat die Jeschiwoli notgedrungen oder aus welchen Gründen immer bereits verlassen oder konnte sich niemals in dem Maße dem Thoralernen widmen, um eine Jeschiwa aufzusuchen. Man muß diese Jugend ■kennen und mit ihr Umgang pflegen gleich mir, um zu wissen, daß ׳da in dieser ortliodoxen jüdischen Jugend allein die Hoffnung ׳der Orthodoxie in der Slowakei liegt. Ist sich a/ber auch die Gesamtheit der slowakischen Orthodoxie dieser Tatsache bewußt? Ich fürchte; ׳Nein! Manche ׳Ereignisse der letzten Jahre ■erhöhen meine Besorgnisse nach dieser Richtung. Es wird gut sein, die Dinge klar ins Auge zu fassen, bevor es zu spät ist. Wir besitzen liier in der Slowakei eine A g udas J i s r 0 e 1 - Jugendorganisation mit Zweiggruppen in einer Anzahl von orthodoxen ׳Gemeinden in ׳der Westslowa'kei und einigen ׳in der Ost- Slowakei. Diese , Jugendorganisation ist. die einzige interurbane jüdische Jugend Vereinigung in., der tschechoslowakischen -Republik, die sich in ihrer gesamten Tätigkeit u n e i n g e s c 11 r ä 11 k t und v o rb e 11 a :1110 s auf die anerkannten Prinzipien des orthodoxen Judentums festgelegt hat und alle ihre Mitglieder 11 n z w e i d e u ti g b ii n d i g zur Vertretung dieser Prinzipien und zur k0m׳promißlosen Verwirklichung -der 1110 r agemäßenjüdisch-en Ideale v e r -p f 1 i c 111 e t. Diese Aguda-Jugend, wie ich sie kurz nennen will, steht seit einem Jahr-zehnt, •seitdem sie auf den Plan getreten ist, in einem schwören Kampfe für Thora und Mizwos, ׳ für wahre jüdische Weltanschauung und bewußte, positive jüdische Lebens'betätigung im Einzel- und Gemeinschaftsleben gegen eine Menge von anderen Vereinen, Bünden •usw., ׳d׳ie mit •mehr oder!weniger deutlichen Programmen nicht immer ohne Erfolg bestrebt sind, die jüdische Jugend auf Abwege, in Abgründe •zu führen, aus welchen nur selten jemand wieder emporsteigfc . . . Die Aguda- Jugend ist ׳von den ■religiösen Führern des Judentums in die vorderste Kampffront des orthodoxen Judentums gestellt worden ׳und sie hält ihre Stellung mutig ,mit festem •Sinn für ׳die Größe ihrer Aufgabe •und für die Heiligkeit ihres Kampfzieles. Sie ׳kennt •ihren Gegner und sie — unterschätzt ■ihn nicht. Sie weiß, daß er gut gerüstet ׳ist und ausgestattet mit allem, was in unseren Tagen des Zusammen- Schlusses Gleichgesinnter in den geistigen Kämpfen Erfolg verheißt. Aber sie stellt ihm ihren eigenen Willen, ihre eigene unbeugsame Ueberzeugungstreue entgegen und harrt standhaft 0 h11 e Schw äche und Wankelmut auf ihren Posten a 11 s. Die Aguda-Jugend wird eben wegen dieser Festigkeit ׳und der geraden orthodoxen Linie, die sie in allen jüdischen Dingen geht, unausgesetzt verfolgt. Gleich der Agudas Jisroel selber wird sie nicht nur von den eigentlichsten und natürlichsten -Widersachern des historischen Judentums in der Gegenwart, den Zionisten, Nationalisten und ihre!? Fra'ktionen, stark angefeindet. Sie ist vielleicht noch mehr aii ׳denjenigen ein Dorn im Auge, die einem jede n klaren Bekenntnis und namentlich einer •j e d e h ziel- ■böwußteri Züsäm'rriöhfassiihg der thoratreuen Kräfte ׳zürn 'Widetstande gegen die * ׳zerstörenden ,Strömungen jeder Art abhold sind und einer jeden positiveri Arbeit unter dem Vorwand der ״Friedensliebe“ oder irgend einer anderen scheinheiligen Marke entgegenwirken. Die Aguda-Jugend kennt auch diese Gegnerschaft in allen ihren Nuancierungen und Motiven und — überschätzt sie nicht. Sie hält bei den Grundzielen des orthodoxen Judentums aus und weicht nicht vom -Kampfplätze, allsolange das Judentum ihrer jungen Kräfte bedarf. 11 der slowakischen Orthodoxie. Was geschieht jedoch unterdessen hinter der Front? Wird diese Jugend an der Gerechtigkeit ihrer Sache, ihres Wollens und ihres. Strebens, an der Aufrichtigkeit der ihr von den Führern auf ׳den Weg gegebenen Grundsätze nicht Zweifel hegen, wenn sie einen Blick wirft in die Etappen der Kampfliiiie, von wo d e r N a c 11 s c 1111 b ihr folge 11 soll •t׳e? Hier hat eine von langer Hancl in die Wege geleitete und sich nur vorsichtig, sachte, aber immer mehr und näher vorwagende Bewegung eingesetzt, die unsere gesamte Jugend von ׳den großen Aufgaben der Gegenwart ab 1 ulenken, d i e A g u d a ־ J 11 g e n d i 11 r e s •N a c 11- Wuchses zu b er a u be n und i 11 n in ׳die tr üb e n, s e i c 111 e n G e w ä s s e r der ״Neutralität״ gegenüber d e n L e b e n s p r o b1e m e n d e s 0 r>t ho ׳doxen Judentums zu f ü •h ren g eeignet ist. Es werden entgegen den organisatorischen Anregungen der Aguda in zahlreichen ortliodoxen Gemeinden Jtigeiidvereiue mit ״neutralem“ Programm, zum Teil sogar unter Mitwirkung ortliodoxer Rabbiner gegründet und!bestehende solche Vereine in den Mittelpunkt der Jugendinteressen geschoben, die sich ii b er alles, was b i s h e r a I s G ׳e g e n s a t z zum überlieferten J11 d e 11t u 111 g a 11, wie gleichzeitige Mitgliedschaft in zionistischen Vereinen, zuweilen auch die Zugehörigkeit zur offiziellen Neologie usw., als •b e 1 a•ng 1 0s •hinw e g s e t z e n. Im Gegensatz ׳zu den strengen Verpflichtungen, die der Aguda-Jugendorganisation in bezug auf ihr Verhältnis zur Mitgliedschaft in anderen, von der Orthodoxie verpönten, jüdischen Vereinen und Organisationen mit Recht auferlegt unid von ihr willig übernommen wurden, wird der orthodoxen Jugend nunmehr ganz offen und programmatisch ein ganz ׳neues orthodoxes jüdisches . Ideal angepriesen: Die ״N e u t r a 111 ä t“ g e g e n ii b e r d e m A b f a 11 und den Mitarbeitern a n d e׳m A,bf a 11! Zur Verwirklichung dieses Ideals wird in orthodoxen Gemeinden unter den Augen ihrer rabbinischen Führer, wenn nicht unter ihrer ׳persönlichen Mitwirkung, für. Vereine Propaganda gemacht, wie sie -früher einmal vielleicht ihre lokale Bedeutung hatten ׳und unter gewissen Umständen an einzelnen Orten auch heute noch als Vorschule für die Aguda haben könnten, die aber in der Rolle, die ihnen neuerdings zugedacht wird — nämlich als absichtliche Ablenkung von den bewußt und grundsätzlich orthodoxen organisatorischen Bestrebungen der Aguda-Jugendorganisation und als organisierter Widerstand gegen ihre!zielgemäße v •e r e i n igende Arbeit zu dienen — die ernsteste Aufmerksamkeit aller prinzipientreuen Kreise herausfordern. Unsere Jugend hat ein Recht darauf, klare Z i e 1 e zu sehen. Ich nehme mich ihrer furchtbaren iSeelennot an und wende mich hiermit an alle, die Verständnis für die großen Aufgaben einer schweren Zeit haben, mit der Aufforderung: Rettet die prthodoxe. Jugend vor dein Geist einer gesinnungslosen, willenzermürbenden ״Neuträiität“! j a c 0 b J 0 e 1 B r a u n. Amalie Kunstadt ע״ד׳♦ Eitle Frau, geschmückt mit je׳nen edlen Tugenden, ׳die ׳das Idealbild einer wahrhaftigen Ksohieß lOhaijil kennzeichnen, haben ■w׳ir durch den Heimgang -der. am 20. Te- ׳wet׳h im Alter von 81 Jahren :in Bratislava da׳h!i׳ngeschie- -denen Frau Amalie Kunstadt verloren. Tochter des als herragenden Talmid Ghoc'hom ■bekannten Rabbiner Perez >L ö iw y זיל wurde sie in jungen Jahren ׳die!Gattin -des -noch׳ heute i11׳ rühmlicher Erinnerung vieler lebenden ׳״Meisters der Tbefilah“ R. Micboel IK׳u n s t ad t ז״ל. Treü stand sie diesem edlen Manne zur Seite und fand reiChfjc-h Gelegenheit, ׳ihrer unendlich ׳gütigen Wesensart entsprechend. Armen •und Elenden zu helfen, Gebeugte, aufzurichten und Verwaisten Mutter im edelsten und erhabensten!Sinne• ׳des Wortes zu sein. Mit •Einsatz all ihrer!körperlichen ׳und seelischen Kräfte •strebte sie, ihre Kinder und Kindes- 1klnder zu vollkommenen Juden zu erziehen •und ihr!Haus zu einem iMikdasch rneath zu ׳gestalten. M’i׳t Wort iund Tat ׳war sie stets leuchtendes Vorbild׳. Treusorgende!Gattin׳, liebevoll erziehende ■Mutter und 'hilfsbereit mitfühlender Mensch! 1D-as war der Cimt ׳hamschtiloh •ihres reinen (Seelen- und Tateniebens.!Im bewegter Rede schilderte Se. Ehrw. Rabbiner Schill (Bösimg) Im Trauerhause •die (hervorragenden Eigenschaften der iDahingesebiedenen und ermähnte ihre (Kinder ■und Enkel, den so kiar und deutlich ׳vorgezeichneten Weg. den -Mutter und Alme gebahnt, weiter zu «־ebeji׳. (Am Grabe sprach Rabbiner Donath auch als Verwandter •innige Worte des ׳Abschiedes. חנצב״ה Landesaiisscliußsltzung der Agiidas Jisroel-Jugend- Organisation in der Slowakei, Sonntag ׳den 19. Teweth. ׳hielt ׳der Landesausschuß •der iAgudas׳־Jisroel־Jugendorgah‘isätio11 seine ordentliche Sitzung in Trnava ab. Beinahe sämtliche Mitglieder waren