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Jüdische Presse · 1930-01-10 · 2 (10.1.1930) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
16 (1930)
Issue
2 (10.1.1930)
Date
1930-01-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 2 JÜDISCHE PRESSE Seite 5!!«*■■■« taa■■■ Tschechoslowakei MBB■ Der Margulies-Prozeß. An! 8. Jänner fand in Bratislava in dem Prozeß, •den die Herren Oberrabbiner Koloman 'Weber und Simon ■H i r s ch J e r gegen den .Advokaten Dr. Emil 1M ■a r g u 1 i e s in Leitmeritz wegen Verleumdung duroh die Presse angestrengt;haben, die abschließende (Gerichtsverhandlung statt. Als Vorsitzender fungierte Gerichtsrat Pavel IBabos, als 1Richter die Gerichtsräte Josef Pollak und IDr. Frantilek Mazal, als Schriftführer Pr. Rudolf Pospisil. IDer Angeklagte Dr. 'Emil!Margulies erschien .persönlich, verteidigt durch Dr. Arpad 'Kondor.!Die Ankläger vertrat Dr. Wilhelm Wehvart. Geber Aufforderung des!Vorsitzenden gab Doktor Margulies folgende .Erklärung •a׳b: ,E r k 1 ä r u n g. Ich ■habe meinen Artikel geschrieben auf Grund des ■von dem amerikanischen Hilfskomitee ■gedruckten und in den Akten erliegenden Ausweises, ferner auf Grund der in meinem Artikel bezogenen, in der Presse erschienenen Nachrichten, deren Berichtigung ich in der mir zugänglichen Presse ■nicht gefunden habe. Ich habe den Artikel geschrieben auf Grund des Eindruckes, den dieser gedruckte Ausweis in mir erweckt hatte. In der Zeit zwischen der letzten Verhandhing und ׳dieser haben mir ■die Priivatankläger Gelegenheit gegeben, ׳in ihre!Belege!Einblick zu nehmen. Hiebei habe :ich folgendes festgestelilt: Seitens des amerikanischen Hilfskomitees ist dem Verteilu.nigs'komitee ■die Ermächtigung erteilt worden, diese ׳Hilfsgelder nicht nur an ׳die!Institutionen ■der Jeschiwoth und Talmud Thora, sondern auch an Einzel- Personen aus ׳dem Stande ■der Rabbiner zu verteilen. Die ■Quittungen, welche über die ■an Einzelpersonen gegebenen Gelder ausgestellt wurden, sind deutlich •er־ kennbar als Quittungen von Einzelpersonen. Sämtliche Quittungen, und zwar sowohl •die ,von den ׳Institutionen wie die von ׳den Einzelpersonen ausgestellten, sind an das amerikanische!Hilfskomitee in •einem Originalcxemplar eingesandt worden, während ein Duplikat dieser Quittungen hier blieb. In diese Duplikate wurde von meiner!Seite Einblick genommen. Ferner wurde nach Abschluß der Verteilung im Jahre!■924 eine genaue, detaillierte Abrechnung nach Amerika geschickt, in welcher in 1besonderen ׳Rubriken angeführt war, welche Beträge an!Institutionen und welche Beträge an Einzelpersonen ausgezahlt worden sind..״ ........ . , Ich habe auch festgestellt, •daß die Quittungen von ׳verschiedenen Empfängern, aber auch von denselben Empfängern, wenn :sie mehrmals Geld erhalten haben, die Ortsnamen in manchen ׳Fällen in verschiedenen Sprachen anführen. Da der meinem Artikel zugrunde liegende Ausweis aus Amerika zu einer!Zeit gedruckt wurde, wo die Endabrechnung noch nicht nach Amerika geschickt war, ist die ,Veröffentlichung in diesem Ausweis auf Grund dieser ■Quittungen ׳mit den ׳verschiedenen Ortsnamen erfolgt. Die mehrfache .Anführung ■eines und desselben Ortes in ׳verschiedenen Sprachen •ist daher nicht auf die Absicht der ׳Verschleierung der wirklichen Verwendung der Gelder zurückzuführen. Auch die ׳beiden aus ausländischen Orten datierten Quittungen haben ihre ordnungsgemäße Aufklärung gefunden. Aus den mir heute ivorgelegten Schriften habe ich mich auch davon überzeugt, daß ׳seitens der orthodoxen Zentralkanzlei .im Jahre ■1923 eine Berichtigung in der;Wochenschrrft ״Jüdische Presse“ veröffentlicht worden ist und daß von derselben!Stelle ■eine!Berichtigung auch an das tschechoslowakische Telegraphen'bureau übersendet worden ist. Diese Berichtigungen waren mir allerdings bis zum heutigen Tage nicht zur Kenntnis gelangt. Dr. lEmil (Margulies. Der ׳Anklagevertreter nahm diese Erklärung zur ■Kenntnis und zog darauf die Klage zurück. Glossen zur Tagesgeschichte.!Von Eugen Lfebermann, KoSIce. 'Der!jüdische Volkskörper erfährt, wie ׳jeder lebende Organismus, ׳von seiner nächsten Umgebung bedeutende Einflüsse. Die zwei besonderen Eigenschaften der Juden, der empfängliche ׳Geist und ■die handelstiichtigc Regsamkeit, ermöglichen es. daß •diese Einflüsse sich zu lebhaften Ein- Wirkungen gestalten. Kein geistiger Umschwung, keine wirtschaftliche!Krise gleitet spurlos an •ihnen :vorbei, sondern ergreift sie •mächtig und hinterläßt tiefe Furchen in der gesamten!Volksseele. 'So sehen wir zürn (Beispiel — •in der bewegten!Zeit der ,,Aufklärung“ — an der Spitze dieser Geistesrevolution einen Juden stehen, der; der damaligen Anschauung Richtring gebend׳ das Fühlen und Denken seiner Zeitgenossen dauernd. beeinflußt ,hat.!Mendelssohn stand ganz unter dem!Banne der Aufklärung und trachtete mit allen zu Gebote •stehenden (Mitteln diese den Juden beizubringen. Es gelang ihm auch, Bruchteile des Judentums zu ״reformieren“ und, indem er den der Tradition w׳i'derstrebenden ׳Geist seiner Zeit mit dieser zu versöhnen suchte, entfernte er die auf ihn Horchenden von der eigent- Hohen Quelle ■des Judentums. Er beraubte den!jüdischen Glaubensbegriff jedes ׳konkreten!Inhaltes■ und schuf am blühenden Baume der jüdischen Gesamtheit die ersten verdorrten Zweige. Die zeitgenössischen Geistesströmungeni fanden immer!ihren Wegebner zu den '!jüdischen Herzen durch!jüdische Vertreter dieser Gedanken. ,Die schöpferischen Persönlichkeiten des modernen Sozialismus zum Beispiel weisen ־mit ■Stolz auf Ihre ׳jüdische Abstammung hin. In weit größerem Ausmaße als von' den geistigen Inspirationen wird das Judentum von wirtschaftlichen Faktoren beeinflußt. Die Zeit der rationellen Aufklärung ist nun vorbei. Es hat sich erwiesen, daß der überaus hochgepriesenen Vernunft ■das Dogma der Unfehlbarkeit nicht anhaftet und ■die spekulativen Vermutungen, mit denen wir die meisten Dinge zu •erkennen glauben, ׳jeder sicheren Grundlage entbehren. Die Gefahr der Aufklärung droht in unserer!Gegenwart weniger ernst als in der Vergangenheit. Aber ein anderes Uebel hat das Judentum heimgesucht, dessen Ausflüsse ׳vielleicht noch gefahrvoller sind ■als die-!eiligen des!Rationalismus. Der Kampf um die leibliche Existenz bürdet uns ungeheure Lasten auf. Wir leben unter gesitteten Völkern; unsere ,1Bedürfnisse sind — ■durch die ׳Assimilation — den ihrigen gleich. ׳Hier haftet der Fluch der ׳Emanzipation. Der Luxus, ■den wir der Mode zuliehe ,und um zu beweisen, daß auch wir Juden wie unsere nach (!jüdischen (Mitbürger rechtschaffene Leute sind und wie sie Gefallen am Schönen und Ordentlichen haben, stürzt uns in ungeheure Kosten, ■die wir nicht ■erschwingen •können, zwingt uns, unaufhaltsam dem (Erwerb nachzuljagen, beherrscht ■vollständig •unser Trachten und Sinnen. Dazu geseilen sich ■die mißlichen Wirtschaftsverhältnisse, die •einem vor der Zukunft Verzagen •einflößen und die Macht der wirtschaftlichen!Mittel ׳in ׳ihrer eindringlichen Wieiise zu schätzen lehren. Um i׳m internationalen Wettkampf ׳die wirtschaftliche (Hegemonie an sich zu reißen, trachten die Völker ihre eigenen Juden, denen sie ׳rechtliche Gleichheit und (nationale Ebenbürtigkeit proklamierten(, von!ihren wirtschaftlichen Positionen zu verdrängen und ihnen :vielerorts die Gewinnung des täglichen IBrotes zu erschweren. ■Der /jüdische!Geist ■erleidet hiedurch ■eine (Einbuße au seinem hoffnungsvollsten Träger. Die Jugend list ■von zarter (Kindheit an gehalten, die 1Wissenschaften, die mit dem Brot- Verbreitet die einzige orthodoxe Zeitung Oesterreichs und der Tschechoslowakei! Werbet Abonnenten für die ״Jüdische Presse“. Jeder, der bis 31. Jänner 10 Jahresabonnenten (Abonnementpreis S 16) bringt, erhält ein wertvolles Geschenkbuch. Die Redaktion. erwerb Zusammenhängen, zu ihrem :geistigen Eigentum zu machen und die 'Sitten und gesellschaftlichen Gebräuche der Nichtjuden, zu denen sie später in innige!Handelsbeziehungen treten •soll׳, gründlich zu kennen.!Es •ist nun klar, daß unter solchen (Voraussetzungen der (jüdische!Geist nur zu bestimmten Zeiten zum Vorschein kommt. . . Da zeigt sich unsere Ohnmacht ■und Schwäche in ihrem ׳ganzen ׳Umfange. Wir ,hätten erwartet, ■daß nach dem!Gesagten unserer Jugend ein ■Elixier •gereicht wird in der Schule, die sie zu harten Kämpfern des .jüdischen Geistes ׳heranbildet. Aber welche!Enttäuschung! (Der allzu hohe ׳ideale ,Geist, der ׳dort herrscht, stellt zu der rauhen ׳ ׳Außenwelt in' solchem• Gegensatz,׳■daß ■nachteilige Konflikte unvermeidlich •sind. Die ׳jüdische Schüfe ׳hätte eigentlich zu ihrer ,allerersten Aufgabe: •die Vorbereitung ■der Jugend zu •dem sie erwartenden Kampfe ,im Leben, ׳die Darlegung' aller wunderlichen!Erscheinungen ln ■der (Welt im Lichte des Glaubens ,und nicht zuletzt •die Glättung aller Kontraste ihm Rahmen •einer religiösen, Auffassung. Erfüllt unsere Schule ■diese ׳Bedingungen? Die Tatsachen sind Zeugen für das Gegenteil. Der erste Schritt zu ׳jedem gründlichen ׳Heilungs- Prozeß ■ist die richtige Feststellung und Anerkennung der Diagnose. 'So auch in unserem ׳Falle. Wenn wir •erst •durch eingehende Prüfung des Zustandes ■unserer Jugend die Ueberzeügung gewonnen haben, •daß ■ungesunde Einflüsse die wichtigsten Lebensorgane der'Jugend gefährden, können wir auf ■Mittel sinnen, die die schädlichen Einwirkungen zu paralysieren hätten. Als Leitfaden ■der einziileitenden' Untersuchung ■bzw. als Ausgangspunkt unserer Betrachtung ■können uns drei anerkannte Tatsachen •dienen!, an denen man zugleich ■den Prototyp sämtlicher 'Uebelstände,' an denen unsere Jugend krankt, vorführen kann: 1׳.!Unsere Jugend ■hat ,keine festgewurzelte, selbständige!jüdische Lebensauffassung; es ■fehlt ihr der richtige!Maßstab, den sie als sichere Grundlage ihrer Anschauungen verwenden könnte. 2. Die neuzeitlichen wirtschaftlichen Verhältnisse, die ■unserem Zeitalter ■die allgemeine Einstellung auf!Gütererwerb in!höchstem ׳Maße als leitenden Grundgedanken diktieren, drängen ׳die Jugend von ׳ihrer frühesten Kindheit an in ein fremdes Milieu, wobei ■nach einer äußerlichen ׳An- Passung auch die innere Umwandlung zu folgen ׳pflegt. 3. Will sich die jüdische Schule den!neuen Verhältnissen durchaus nicht anpassen. Ihre Erziehungsmethode entspricht nicht den Anforderungen •eines •revolutionären ׳Zeit- ׳alters. Sie kann eine dauernde wahre (jüdische Geberzeugung ■der lernenden׳ Jugend nicht beibringen, weil sie ihre geistige Konstitution nicht zu meistern und zu formen versteht. Im höchsten Gegensatz stehen die Grundsätze, die der!jüdischen Schuljugend eingesohärft ■■werden., zu ihrem späteren Leben. Das ist das!Bild ■der ostslowa- 1c i s c 11 e 11 J u g e n ■d, des!künftigen ostslowakischen Judentums. Es kann, objektiv betrachtet, aus ■einem einzigen düsteren Farbenton gemalt werden. In der West- Slowakei sind diesbezüglich manche Verbesserungen vorhanden. Die Auffindung einer mit Erfolg anwendbaren Therapie ist nach unserer inkompetenten Ansicht nur mit Berücksichtigung der erwähnten •drei Punkte denkbar. Es ist nun hohe Pflicht der orthodoxen •jüdischen ׳Gesamtheit, die im vollen Bewußtsein der!Bedeutung der Jugend für die künftige Orthodoxie ist, das Problem», das unsere Zeit an die Jugend stellt, als Ihre Angelegenheit zu betrachten und nach rascher Abhilfe zu streben. Es wäre dies ein zweiter glänzender Sieg Jakobs über Esaus Genius.; > Suche einen ת״ח ייר״ש TH3, tüchtigen Buch«; ׳ halter, für meine Tochter, intelligent, schön, gut 1 ׳ und. häuslich erzogen, nebst schöner Mitgift. Der«;; selbe wird in meinem größeren Unternehmen als;; Buchhalter mit fixem Gehalt angestellt. Unter ]; ״Glückliche Zukunft“ an die Bratislavaer Admini* j: stration. Chanuka-Veranstaltungen. In der PreBburger Aguda-Frauen- und Mädchengruppe. Das Gesellscbaftsleben der orthodoxen Kreise in Bratislava stand in diesem Jahre abermals im Zeichen der großartig gelungenen Feier der Agudas JisroekFrauen* und Mädchengruppe. Hier hat sich wieder einmal guter Wille mit starkem Können gepaart, um ein herrliches Fest zustandezubringen. Das ernste Versenken in ihre große Aufgabe, das unsere Frauen und Töchter in der Aguda auszeichnet und ihre religiöse, belehrende, selbsterzieheri« sehe und soziabhumanitäre Tätigkeit von Anfang an uner« unterbrochen so segensreich gestaltet, zeigt sich auch in ihren gesellschaftlichen Veranstaltungen als sehr ersprieß« lieh. Echt jüdischer Geist, klare Zielrichtung und uner« müdlicher Arbeitseifer leiteten das Arrangierungskomitee der Damen bei der mühseligen Vorbereitung des Festes und sincr wohldurchdachten Anordnung. Allen, die dabei mitgewirkt haben, gebührt Dank und Anerkennung, nicht zuletzt den jungen Damen, die sich unter Leitung der hingebungsvollen Frau Lazar Kohlmann, die an Stelle der verhinderten bewährten Frau Samuel Sternfeld einspringen mußte, um den Kartenverkauf bemühten. Beide Veranstaltungen am 3. Chanukatag wiesen reiche Programme auf, die es erklärlich machen, daß der Re« doute«Saal bis auf den letzten Platz besetzt und überfüllt war. Das Fest am Nachmittag galt den Kindern. Hunderte fröhlich erregte Kinder tummelten im Saale. Gesänge, Reigen und Spiele, rings um den wahren Chanukage« danken, von Kindern und Kinderfreunden Kindern ge« boten, waren köstliche Gaben, den Kleinen für lange Zeit unvergeßlich. Fräulein Einstein hat mit der Einübung dieser Darbietungen ,Schönes geleistet. Der Abend ver« sammelte die Damen und Mädchen in demselben Saal; sie waren allesamt da wie an den Sabbatnachmittagen bei den ernsten Vorträgen. — Das schöne ״Vorspiel“ am Anfang mit dem Grundgedanken der jüdischen Licht« Symbolik verschaffte dem Lichte, Frl. Ella Pappen« 11 c i m, glänzenden Erfolg. In dem darauffolgenden ״Cha« nuka«Reigen“ kam die vollendete Regie von Frl. Rozsi Kohlmann wie bei allen Veranstaltungen auch jetzt wieder 7.u ausgezeichneter Entfaltung. Der herrliche Ge« sang des Gastes aus Wien, Frau Rozsi Kaldor, verriet ebenso vorzügliche künstlerisch geschulte Stimme wie Frl. Martha Grünwald Meisterschaft am. Klavier be« wies. In der ״Humoreske“ zauberten mit ihrem weit über das gewöhnliche Maß von Dilettanten hinausragenden Spiele die Frl. Ruwka Fischhof, Mädi Rosenbaum, Anny Löb, Picu Pappenheim, Aranka Berger, Estella Herzka, Frieda Weisz und Laura Benedikt sonnige Heiterkeit her« vor Die ״Pantomime“, einstudiert von Frl. Erd ei, be« lebte und umgab mit einem Glorienschein die Chanuka« Menorah und das Trenderl vor der träumenden Nuni. Die Damen Frl. Mädi Rosenbaum, Picu Pappfenheim, Estella Herzka einerseits, Bella und Flora Klein ander« seits und nicht minder Sari Frey, Elsa Frankel, Mimi Singer, Jucy Neustadt, Lea Koß, Ella Poppenheim, Bözsi Glück und Rozsi Löwy hielten dabei die gesamte Zu« schauerschaft im Banne. Und sie blieb bis zuletzt in! rosiger Stimmung, weil sie Frau Isidor Pappenheim in ihrer geulngenen Conference auf alles, was da kom« men sollte, andeutungsvoll vorbereitete und vielleicht auch weil ein reiches Büfett auch für gute Leckerbissen .,Vorsorge getroffen hatte., . ״ ׳ ׳ . Agudas-Jisroel-MädchengTuppe in Nove Zarnky. Im Gegensatz •zu den Män;ne׳rgmppen sorgen. die Frauen- und Mädchenigruppen der Agudas JIsrael für d'ie Regeerhaltung ׳des öffentlic’hen Interesses für die Bedeutung der Aguda. Geber unsere neugegründete Mädchengruppe gibt es!manches Erfreuliche ׳zu •,berichten. Frau ׳Gha1rlott׳e G r osz versammelt ׳jeden (Scbabbos ׳die 1Schulmädchen und! macht ■sie mit der S'idro •bekannt, (belehrt sie, ■wie man als wahres 'jüdisches Mädchen leben soll. Mit;ihren Erzählungen und Vorträgen zieht sie •die Kl einen.■an sich.und prägt ihnen die Liebe zu G-tt ,und zum Judentum ein. (Die kleinen Mädchen ׳'halben■ auch׳ eine Chanu'toavarsteiung ,veranstaltet. Es war ein Vergnügen, zu sehen und׳ zu!hören׳, wie die Mädchen im Beisein von!vielen Frauen deklamierten, sangen ׳und tanzten, was ihnen Süßigkeiten umd Beifall, -dem Frauenverein aber schönes 'Geld einge'bracht hat. Scbabbos וישלח war ■die ■feierliche Eröffnung der ׳Agudas-Jisr0el4Mädchengruppe, welche die 'jüdischen Mädchen über 14 Jahr׳e in ■sich ׳faßt. Zu dieser Feierlichkeit sind׳ außer Frau Giberrabbiner Tiigermanm auch!viele Frauen der orthodoxen /jüdischen!Gemeinde erschienen. Nachdem diese 1begrüßt wurden, hielt d׳i׳e Präsidentin ׳der Gruppe Fräulein Mirijam Lövy die!Eröffnungsrede. Das Programm des Vereines, so sagte •sie. ist eohtiüdiisches' Gesellschaftsleben u,nd die währe jüdische Kultur zu pflegen. הסירו את אלקי הוכר אשר בתוככם sagte J,a!k01b zu seinen iHaasIeuten ibei Beginn eines neuen Lebens, und das ׳sage ich auch:!Entfernet aus eurer Mitte alles;Fremdartige ונקימה ונעלה בית׳ל , wir ,wollen ׳uns erheben und in das ,G-tteshaus zu wahrem Glauben, zmm echten jüdischen Leben gehen. IStümvischer Applaus honorierte die mit Gefühl und Temperament •hergesagte Rede. Die laut Brat'isiaver Vorbild albgehaiteoe ראש חדש Zusammenkunft, welche mit einem C'hanukafest. verbunden war, :ist ׳auch a׳l׳s sehr gelungen zu!bezeichnen. Das 'Programan war reichhaltig: Prolog. Aguda (ein Gedicht), Ghanukä (ein Gelegenlheitsspiel für fünf Personen), ׳Gesang mit Musikbegleitung. Die iMitwirkenden, Fräulein ׳Mirjam Lövy, Erna ׳ Fischer. Jola Goldstern׳. Ilona Adler. Ma!livi׳n Quitt, Margit Silbrmann und Rachel Friedman, haben mit!ihren Leistungen die größte Anerkennung der zahlreich erschienenen Gäste errungen.!Und die Mädchen fühlen sich glücklieh, diesem Verein angeboren zu■ können. Sij umfeier in Vrbove. 1Aus Vrboive wird uns' geschrieben: Am ersten Chanukatag veranstaltete!der hiesige ■Verein ״Titferefh Badumm“ eine gutbesuchte Siijnmfeier:. die für ■den Verein ׳so. wohl moralisch als auch finanziell von gutem Erfolg begleitet war. Herr!Heinrich ■Halle schloß d!׳e zu 'Ende gelernte ׳ מס׳ ראש השנהmit einem beilfällig aufigenommenen 1 11 ו ר. Sodann eröffnet© ■der (Präses des Vereines, Herr Jacques IMoihr, die Feier mit einer schönen. Begrüßungsansprache, in ,welcher er;die erreichten Erfolge des Vereines hervarhclb ■und seiner Freude darüber 'Ausdruck gab, daß die Vereinsmitglieder trotz ihrer ׳beruflich starken Inanspruchnahme Zeit und Willen ■zum Llmud Hathora haben. Hierauf richtete ■unter großem Beifall Herr ■Hilfe 1 Ho fff mahn ■als Gönner und!Förderer des Vereines ermahnende Worte an die Anwesenden und ©mpfahl der!Gesamtgemeinde, dem Beispiel ׳der Jugend zu folgen ׳und tägliche Sc'hiurim ׳eiwzurichten. Aus den Kreisen der Vereinsmitgfieder sprachen herzgewinnende ׳Diwre

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