Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 48 (13.12.1929)
- Date
- 1929-12-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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! Jfeviaovt ▼tfplatn< povoten* rfadlt post a tefegra(0▼ f ▼ Bratislave öl*. 41172-01 -21. יי» Zeltnngen vom Verleger ver$sa4et Joarna] «xp6dla par 1'edJtaar V.kk JÜDISCHE PRESS ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS Ssdaktlon n. Administration׳ Wien, ih,Leopolds־ gMMe 86, 1. Stiege, 1. Stock.-־ Tel.R 459־4־*. Tschechoslowakei! Bratislava, Postfach 1*0. Sncfaeint Jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Mittwoch Mittag. Abounemenfspr clse 1 Ganzjährig 1 Für Oesterreich S 16 Tschechoslowakei tschech. K. 80, Einzelnummer öst. Gr. 50, das übrige Asstand 3 Dollar. Zahlungen auf Konto ,Jüdische Presse", Wien für Oesterreich: PoslsparkassenkontoNr.D-93614; Deutschland!Postscheckkonfo Berlin Nr. 122619; Jugoslawien! Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen! Postspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn! Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schweiz: Post• scheckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ,Jüdische Presse“, Bratislava, Postspk,-Amt Prag Konto Nr. 53386 Nr. 48 Wien-Bratislava, 13. Dezember 1929 rin 15 ב*ה וינא־פרעסבו־מ י״א כסלו. Jahrg. Aguda — ״Phönix״. Der Geschäftsfiihrende Ausschuß der Agudas Jisroel hat beschlossen, mit der Lebensversicherungsgesellschait ״Phönix“ einen Begünstigungsvertrag abzuschließen. Der Vertrag ist vor einigen Tagen unterzeichnet worden. ׳Die Lebciisversicherungsgesellsciiaft• Phönix ist eine der größten internationalen Lebensversichenutgsgese'lischaften mit ihrem Hauptsitz in Wien. ׳Niederlassiiirgsrecht hat sie in folgenden Staaten: Frankreich, Spanien, Deutschland, Belgien, Oesterreich, Italien, Tschechoslowakei, Kleinpolen, Ungarn, Jtigoslawien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Palästina und Aegypten. Laut Rechenschaftsbericht unserer Vertrags- Gesellschaft, der Lebensversicherungsgese'llschaft Phönix, waren bei ihr ׳per Ende 1928 626.433 Personen auf ein Kapital von insgesamt rund 1800 Millionen Schilling versichert. Der Versicherungsbestand ist im Herbst dieses Jahres auf rund 3200 Millionen Schilling angewachsen. Im Jahre 1928 hatte die Ge- Seilschaft eine Prämien- und Zinseneinnahme von fast 98 Millionen Schilling. Die Gewährleistungsfonds der Gesellschaft stellen sich per Ende 1928 auf rund 242 Millionen Schilling und werden mit Ende 1929 wahrscheinlich auf über 300 Millionen Schilling anwachsen. Die Lebensversicherungsgesellschaft Phönix gehört zu den wenigen mitteleuropäischen Versieheruitgsgesellschaften, welche die von amerikanischen Versicherungsgesellschaften inaugurierte Gesundlieitsfürsorge ihrer Versicherten eingeführt hat. Zu der Berechtigung ihrer Versicherten, sich •auf Kosten der Gesellschaft von einem freigewählten Arzt ׳von Zeit zu Zeit untersuchen zu lassen, tritt in der nächsten Zeit eine Operationskostenversicherung, welche gegen eine geringfügige Prämie den ׳Ersatz von Operationskosten und ׳zinsenfreie Darlehen für Kuraufenthalte u. dgl. enthalten wird. Unsere Vertragsgesellschaft gehört auch in ׳bezug auf sonstige Versicherungsbedingungen zu' den fortschrittlichsten■ und ist allgemein durch ihre ganz besondere Kulanz 1bei Versicherungszahlungen bekannt. zugunsten der Schüleiausspeisung an der jüdischen Volks- und Hauptschule, Wien II, Malzgasse 16, Sonntag, den 29, Dezember um 8 Uhr abends im Festsaale des Hotel Continental, H, Taborstraße 4 Hervorragende Künstler werden an diesem Abend zugunsten des jüdischen Schulkindes mitwiiken Karten von S 10.— bjs S 2.— in allen jüdischen Buchhandlungen und in der Schülerausspeisung, II., Malzgasse 16', Tel. R-45-4-94, sowie an derAbenäkasse Sas Dr.-KrUger-Heim in Wien — eine Zentrale JT■■ ■1 י* ■* * ■זי | ■ a In aller Stille vollzog sich dieser Tage in Wien ein Ereignis, das für die geistige und religiöse Ent- Wicklung unserer Gemeinschaft von größter Bedeutung sein kann. Das Dr.-Krüger-Heim, das dem überaus verdienstvollen Wirken des riibmlichst bekannten Obermedizinalrates ׳Dr. Krüger sein Entstehen und seine mehr als dreißigjährige Existenz verdankt, hat j bisher W a i s e n m ä d c h e n und v e r 1 asse 11 e Kinder beherbergt und jugendlichen Arbeiterinnen Obdach und Ernährung geboten. Leider war es trotz aller Anstrengung der Leitung unmöglich, ■die nötigen Mittel für dieses Wohlfahrtswerk zu sichern.; Vor einigen Jahren hat man im Heim eine Ge- ן werbeschule für Mädchen errichtet, die das | staatliche Oeffentlichkeitsrecht genießt.! Die Gründung dieser Gewerbeschule bedeutete den Ueibergang vom Wohlfahrtswesen auf das G׳e b i e t v 0 n E r z i e 11 u 11 g 11 n d Sc h׳u 1 e. Auf diesem Gebiete wird nun rüstig weiter gearbeitet nach Plänen, die. der Generalsekretär des Wiener Talmud-Thora-Sclnilvereines, Herr Ra-bb. Dr. J. Pollak, gemeinsam mit Herrn Öbermedizmalrat Dr. Kriiger entworfen halben. Nach ׳diesen Plänen soll das große :Krüger-Heim In eine große Zentralanstalt für jüdische Mädchenerziehung und Fortbildung umgestaltet werden. Die M ä d c h e 11 v 01 k s s c 11 u 1 e d e r T a 1׳ m 11׳■׳d - T hör a, die heute aus vier Klassen besteht und weiter ausge'baut werden soll, wird in dem großen Hause des Krüger-Heimes׳ untergeibraclit. Hiedurch erhält die Gewerbeschule, an welcher Weißnähen und Kleider m a c 11 e n in einem zweijährigen Jahrgang gelehrt werden, einen organischen Unterbau, der erst eine gesunde Entwicklung dieser überaus wertvollen Anstalt der einzigen ihrer Art in Wien, gewährleistet. F 0 r t a b k ö nnen jüdische Mädchen inj üd i s c h er Um ge!b 1111 g unter E i 1111 altung der S a b b a t g e b 0 t e vor s i 111 i c!1 e n G e f a 11r e 11 b e w a 11 r t, b e t r c u t 1111 d belehrt von j ü d i s c 11 e 11 K r ä f t e n, ein e m B e r u f׳e zug eführt werden. Als wertvolle Ergänzung der Gewerbeschule :besteht• schon heute an der Anstalt eine aut kollektiver Basis organisierte Arbeitsgemeinschaft der aiisgebi'ldeten Zöglinge. Diese Arbeitsgemein־ Schaft der Kleidermacherinnen ist eine soziale lnstitution von ganz besonderer Bedeutung. Sie gibt jüdischen Mädchen, ׳die ilire Ausbildung eben gewonnen haben, und das Gehilfinnenrecht besitzen, die Möglichkeit, sich unter fachkundiger Leitung nicht nur weiterzubilden, sondern gleichzeitig auch unter Ein- 99■ für unsere regelmäßigen Bezieher sind wir in der Lage, allen Abonnenten, die die volle Bezugsgebühr für das Jahr 1930 S 16.—, bezw. Kc 80.—, oder Dollar 3.— bis Ende Dezember 1929 bezahlen, ein Exemplar des auch kulturhistorisch bedeutsamen PRACHTWERKES ״IGROTH SOPHERIM", das bei seinem Erscheinen im gesamten Jadentum als literarische Sensation ersten Ranges begrüßt wurde, als 0S0000000000000000000000000 Unterhaltend! Belehrend! | Schönstes “ ' . ‘ ‘ | ,Igroth Sopherim“ | 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 250 Privatbriefe von Rabb.: Rkiba Eger, Chasant Soffer, Ksaw Soffer, Schewet Söffer, R- Simon Soffer und mit 24 hochi'nteressäiiteh' Bildern. Preis des 420 Seiten starken Buches, auf feinstem Papier gedruckt, in Pracht-Leinenband S 12.—B JOS. SCHLESINGER, Wien, I., Seitenstettengasse Nr« 5 Als besonderes Entgegenkommen Unentgeltliche Prämie franko zuzusenden. Diejenigen, die das Werk in Prachtband wünschen,1 }iahen für den Einband gleichzeitig S 2.— oder Kc 10.— einzusenden. Wir bitten unsere Abonnenten, von dieser seltenen und außerordentlichen Gelegenheit Gebrauch machen zu wollen. Die Redaktion und Administration der ״Jüdischen Presse“. Wissen gnädige Frm fa*#* .1 Cf■ w ImSf V9r™t Jfickt. vom Räumungsverkauf in mar J>ch1\ T 20°\0 Rabatt vom Originalpreis. 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