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Jüdische Presse · 1929-12-06 · 47 (6.12.1929) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
47 (6.12.1929)
Date
1929-12-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Mevlaovt vfplatnt povoieni risdlt post t tele!ra!0* *7 Bratlslavo «i*. 41I72-IH-2I, Zeitangen vom Verleger verseniet, Journal ezpödle par ]'edltear יו. 1י SHE SÜTE8SESSEP PES ORTHODOXEM JUDENTUMS gledafetlon (3. Administration י Wie«, iS., Leopolds■׳ gi&ese 86, 1. Stiege, 1. Stock. — TeLR 4594*4־. ficheciioslowfikeii Bratislava, Postfach l*öt ^scheint Jeden Freitag. — Redaktionsschluss: ״ Mittwoch Mittag. 4b000£111c13i!spr5;l8t21 Ganzjährig:; Für Oesterreich S 16 T8checbo8Jow*kci tsefaeefe. K. 80, Einzelnummer öst, Gr. 50, das übrige Ausland 3 Dollar. Zahlungen auf Konto »Jüdische Presse״, Wien für Oesterreich s PostsparkassenkontoNr. D-93614; Deutschland: Post- Scheckkonto Berlin Nr. 122619; Jugoslawien: Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen: Postspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn: Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schweiz: Postscheckk; Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ״Jüdische Presse“, Btatislava, Postspk.-AmtPrag Konto Nr.53386 Nr. 47 Wien-Bratislava, 6. Dezember 1929?"וינא־פרעסבודנ ד״ כסליו תי 15.Jahrs. Für den Frieden In Palästina. Eine Kundgebung: j. Ch. Rabbi Sonnenfelds. ׳(/Wörtliche Uebersetzung aus ■dem 'hebräischen Text.) Worte der Wahrheit und des Friedens. Es ist jetzt nahe an 60 Jahren, seitdem mich Gott begnadet hat, in das Heilige Land ziehen z« können und dessen Boden und Steine zu umfassen. Die Vorsehung begnadete mich, Augenzeuge dessen zusein, wie die Ruinen Jerusalems aufgebaut werden, wie außerhalb der Mauern die Stadt erweitert wurde,!Häuser gebaut und .Siedlungen gegründet wurden, wiephilantopische Allstallen, Stätten der Thora und -des!G-ttesdienst-es und auch Geschäftshäuser neu entstanden und!Menschen nach Erez jisrocl kamen, die ׳von ihrer Hände Arbeit leben. in der Zeit, -da ich in Erez Jisrocl wohne, hat ׳G-tt auch einzelne begnadet, daß sie die -Mizwoh Jischuw Erez Jisroel erfüllen, indem sie -den!Boden bearbeiten und die Mizwofh erfüllen, die -damit verknüpft sind. Mit der Hilfe des Allmächtigen sind in Jehnda und Galiläa!Kolonien gegründet worden, die ich öfters ׳besuchte, um Danik zu sagen dem ■Maziw Gewul Almonoh. Die Kothel Maarowi, -der Ort, von -dem die Schechina nie gewichen ist, auc-h nicht in der Zeit ihrer Zerstörung, war die Stätte, wo ,alle -Bewohner unseres Heiligen Landes ihr Herz' ausschütteten, zu jeder Stunde, ׳'da -die!jüdische Seele nach der G-ttesnä'he ■dürstete.!Alles, was das jüdische Herz bang erhoffte, trug es im Gebet an ■diesen!heiligen Ort, ׳d-er aber auch in der ganzen jüdischen (Weit!heiligen Charakter hat. Die Zerstreuten!Israels in entfernten Ländern richteten ihr Herz im!Gebet an diese Stätte, ׳undwenn Not sie traf, wandten sie sich an ihre!Brüder in Jerusalem, um für sie bei dieser Köthel Maarowi die Gnade G-ttes ■zu erflehen.!Für dieses!Gebet gab es!keine bestimmte Stunde. Tag und ׳Nacht waren Jüdische (Menschen nicht!von dieser heiligen Stätte gewichen. ■Auch mich;hat G־tt begnadet, oft an diesem Or.te zu sein, ohne -daß ich eine bestimmte Stunde dafür gehabt habe, und oft war ich an diesem heiligen Ort in später -Nachtstunde allein, mir mit dem -Bück zu üemij-enigen, dessen!Namen hier ru'ht. Die ganzen zehn ׳Jahre, nachdem -das •Land unter das Mandat der engliahen ■Regierung gekommen war, herrschten Friede und Ruhe im Lande. Die nichtjüdischen Einwohner sahen mit .gütigem Auge auf das!Aufblühen des Jischuw. Glaubenshaß, der leider so vielfach in der Diaspora herrscht, fand keinen- /Platz in diesem Lande, das von allen Ländern das heiligste •ist. Der, der den Frieden in der Höhe •schafft, hatte auch •die Hütte des Friedens über dieses Land und über die Stadt, die er erwählt, ausgebreitet und keine Klage und kein Jammer war in unseren Straßen zu hören. Die •vornehme ■nichtijüdische!Bevölkerung schätzte -die Juden und die Juden erwarben sich Vertrauen und!Anerkennung ,bei der ganzen!Bevölkerung. Oft halfen sie sich, einer dem, andern, wie ruhige Nachbarn, die gemeinsam das Aufblühen des Landes wünschen. Auch die Araber selbst wußten und; wissen, daß -die Juden nur ihr Bestes wollen und dem ganzen Lande Segen bringen, und alle hofften sie auf den großen Tag G־ttes, an denn er wieder Seine 'Schechina zurückbringen und!Zion ׳die alte HeiJigikeit und den alten 'Glanz verleihen wird, als Lichtbringer für •die •Völker und •die Regierungen. Und nun, wehe uns, daß in unseren Tagen ein U!ngewitter über die Juden -des Heiligen Landes -heraufgezogen ist. ■Haß hat den ׳klaren Blick verdunkelt, lügenhafte Ausstreuungen haben zu /Blutvergießen und Zerstörung heiliger Siedlungen geführt;: äie!Erde des!Heiligen Landes hat das 'Blut reiner, lauterer Menschen in sich aufgenommen, und das -Blut dieser!Brüder schreit zu uns aus dem Erdboden. Zu unserem großen Weh sind falsche ßeschuldigun-gen verbreitet worden, welche diejenigen erfunden -haben, die •die •Zwietracht schüren. Sie haben die Juden I verleumdet, um die niedrigsten!Instinkte aiifzureizen und das friedliche ׳Heilige 'Land zu einem 1Schlachtfeld• und in eine Stätte ׳der Katastrophe umzuwandeln. Die bitteren׳ ( Folgen des Streites bringen dem ■ganzen ׳Lande Schaden, und wenn die Lage weiter so andauert, kann, ׳G-tt verhüte es, Zerstörung und Verheerung über -das ganze Land kommen und Hunderttausende seiner!Einwohner würden davon betroffen werden. 1Ich 'bin heute achtzig Jahre -alt ׳und!G-tt hat mir in niciuem ׳Alter die!Prüfung auferlegt, die Erschütterung der Grundlagen •des Jeschi-wiiw zu sehen, der in Jahrzehnten aufgebaut wurde. ■Mit Hingebung, mit!Schweiß ׳u-nd Tränen von Menschen, die ihr Leben -dafür geopfert!haben, die ihre Kraft schöpften aus dem heiligen Willen,!Erez Jisroel wieder zu zivilisieren. Ich wende mich an alle Einwohner unseres Heiligen Landes, insbesondere an -die nichtjüdische!Bevölkerung, und ans einem wehen, •verwundeten׳!Herzen heraus -flehe ich um Schonung für •das Land, daß •endlich dem (Verderben Einhalt gemacht wird. Entfernt den'!Haß ans euren Herzen! Laßt euch nicht durch lügnerische!Beschuldigungen, welche wissentlich oder unwissentlich unter euch verbreitet werden, veranlassen, unter die!Einwohner des Landes Zwiespalt zu säen! :Schenkt den grundlosen Verleumdungen -kein 1Gehör!!Die ,jüdischen Einwohne!• des Landes haben, 'G-tt behüte, nicht etwas ׳,Uebles ש ו־טי TTEMxrvro כשי (תחת השגחת הרב ד ישעי פורסט שיפשוהה) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbincr Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Ueberall erhältlich! •gegen die anderen (Einwohner im ׳Sinn. Sie wollen einen gemeinsamen Aufstieg aller Einwohner, sie wollen keines- ,falls ׳ihre ׳Nachbarn einschränken.!Das Heilige Land ist ein ׳Land, in ■dem bei einer richtigen!Besiedlung Platz sein wird für alle, ohne daß einer den audejen verdrängen muß. Unter keinen -Umständen wollen -die Juden ihre Hände danach ausstrecken, was nicht ihrer ist, und gewiß nicht die!Rechte der anderen Einwohner an tasten auf diejenigen Plätze, ■die für diese heiligen Charakter tragen, ,und insbesondere entbehrt •das Gerücht, daß die!Juden den Tempelberg erobern wollten, jeder Grundlage. Im!Gegenteil: Seit ׳jener!Zeit, da wir wegen unserer Sünden aus unserem Lande ׳vertrieben sind, unser Heiligtum zerstört wurde ,und wir uns nicht die!nötige ׳Reinheit erwerben •können׳, ist׳ es ■jedem ׳jüdischen Mann verboten, auch nur seinen Fuß auf ■den Tempelberg zu setzen, bis der wahre■ Moschiach kommen wird, dessen Aufgabe •es sein wird, allen Menschen Glück und ׳dann auch uns Jene ׳Reinheit zu bringen, die den Vorschriften •der Thora entspricht. Was wir!jetzt verlangen, ist nur, •daß man uns!jenen einzigen heiligen Ort, der 1ms •geblieben ist, läßt, •den Ort •der Kpthel /Maarowi, -damit ohne /jede äußere Störung die שששפשששששפשששששששששששששפשש Unterhaltend! Belehrend! Schönstes Chanukageschenk ,Bgroth Sopherim" 00« 250 Privatbriefe von Rabb.: Akiba Sger, Chasam Soffer, Ksaw Soffer, Schewet Soffer, R. Simon Soffer und mit 24 hochinteressanten Bildern. Preis des 420 Seiten starken Buches, auf feinstem Papier gedruckt, in Pracht-Leinenband S 12«—■ JOS« SCHLESINGER, Wien, I«, Seäfiensfettengasse Nr. 5 Als besonderes Entgegenkommen für unsere regelmäßigen Bezieher sind wir in der Lage, allen Abonnenten, die die volle Bezugsgebühr für das Jahr 1930 S 16.—, bezw. Kc 80.—, oder Dollar 3.— bis Ende Dezember 1929 bezahlen, ein Exemplar des bedeutsamen und kulturhistorischen PRACHTWERKES ״IGROTH SOPHER1M“, das bei seinem Erscheinen im gesamten Judentum als literarische Sensation ersten Ranges begrüßt wurde, als Unentgeltliche Prämie franko zuzusenden. Diejenigen, die das Werk in Prachtband wünschen, haben für den Einband gleichzeitig S 2.— oder Kc 10.— einzusenden. Wir bitten unsere Abonnenten, von dieser seltenen und außerordentlichen Gelegenheit Gebrauch machen zu wollen. Die Redaktion und Administration der ״Jüdischen Presse“. ש ש ש ש פ ש ש ש ש ש ש ש ש ש ש ש ש ׳שששששששששששש0שששששששוששששששששששששששששששש Wissen gnädige Frau bereits vom Räumungsverkauf in Perücken, Scheiteln, Transformation etc. der bekannten Kuhstwerkstätte Oth mar Schiff Wien 1, Kärntnerring 6 (gegenüber Hotel Bristol) u-iutä So lange der Vorrat reicht. 20\ Rabatt vom Originalpreis. Verlangen gnädige Frau Gratis- Katalog und Preisliste

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