Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1929-11-22 · 44 (22.11.1929) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
44 (22.11.1929)
Date
1929-11-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2629891-2630294-2630336--3466-2635469
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

I Mbt1bot6 povoteni ritdit post a tefetrtlor 1 ▼ BratJilave eit. 41172-10-2#. יי m Zeitungen vom Verleger verteiltet« Journal exp£dle pur!*edlteuio f.lL JODBCHE PRES ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS RUdaktlon n. Administration: Wien, H.,Leopoldifasse 26, 1. Stiege, 1. Stock. - Tel. R 45-494־. Tschechoslowakei! Bratislava, Postlach 140. erscheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Mittwoch Mittag. Aboaöcmentsprdse 1 Qanzjährigi Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tichech. K. 70, Einzelnummer öst. Or. 40, das übrige Aasland t Dollar. Zahlungen auf Konto ,Jüdische Presse“, Wien für Oesterreich: Postsparkassenkonto Nr. D-93614; Deutschland: Postscheckkonto Berlin Nr. 122619; Jugoslawien: Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen: Postspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn: Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schweiz: Postscheckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ״Jü* dlsche Presse“, Bratislava, Postspk.-AmtPrag Konto Nr. 53386 Nr. 44 Wien-Bratislawa, 22. November 1929 •nj!ב*ד! וינא־פרעספויג י־ט חשון 15. lahrg. Mit Rücksicht auf den späten Abschluß der Säulerungsverhandlungen erscheint unsere dieswöchige Nummer etwas verspätet und nur vierseitig. Wir bitten um freundliehe Nachsicht. Die Redaktion. An die Leser. Infolge der vielfach erschwerten Wirtschaftliehen Verhältnisse stieß die Herausgabe unserer Zeitung in den letzten zwei Wochen auf Kindernisse, die überwunden werden mußten, um das regelmäßige Weiterersdieinen zu sichern. Die ״Jüdische Presse‘4 ist eine Zeitung, deren Existenz ausschließlich auf die Eingänge aus Abonnements und Insertionsgebüliren gegründet ist. Zur Sicherung des Erscheinens trifft der Verlag hiemit folgende Maßnahmen, zu deren restloser Durchführung wir das Wohlwollen unserer Leser und Bezieher erbitten müssen. Die Bezugsgebühr wird entsprechend den gegenwärtigen Preisverhältnissen in Oesterreich auf S 16.—, in der Tschechoslowakei auf Kc 80.— und im übrigen Ausland auf Dollar 3 pro Jahr und entsprechend pro Halb- und Vierteljahr erhöht. Wir hoffen, daß diese geringe Erhöhung unsere Abonnenten nicht abhalten wird, unserem Blatte auch fernerhin die Treue zu bewahren, zumal wir bemüht sein werden, die Zeitung in Inhalt und Umfang auszugestalten und zu erweitern. Als besonderes Entgegenkommen für unsere regelmäßigen Bezieher sind wir in der Lage, allen Abonnenten, die die volle Bezugsgebühr für das Jahr 1930 S 16.—, bezw. Kc 80.—, oder Dollar 3 bis Ende Dezember 1929 bezahlen, ein Exemplar des bedeutsamen und kulturhistorischen Pracht- Werkes ״Igroth Sofrim'% das hei seinem Erscheinen im gesamten Judentum als literarische Sensation ersten Ranges begrüßt wurde, als unentgeltliche Prämie franko zuzusenden. Diejenigen, die das Werk in Praditband wünsehen, haben für den Einband gleichzeitig S 2.—, Kc 10.— einzusenden. Der Ladenpreis des Werkes beträgt S 12.—, Kc 60.—. Wir bitten unsere Abonnenten, von dieser seitenen und außerordentlichen Gelegenheit Gebrauch machen zu Wollen. ‘Die Redaktion und Administration der ״Jüdischen Presse“. Die Verteilung der Hilfsgelder für Palästina. Als die furchtbaren Ereignisse in der Nationalen Heimstätte eintraten, sammelte so wie die gesamte jüdische OeifientTidhikeit auch die Orthodoxie Gelder in ihrem Meinen, ihrer finanziellen Position entsprechenden •Umfang — wir durften es aber nicht wagen, die jüdische Welt zu warnen, die Gelder seien nicht an den Waad Leumi zu .schicken, weil dort eine unparteiische •Verteilung 11 ndenkbar ist. Welches Wutgeheul wäre da entstanden: die Orthodoxen müssen auch die größten Katastrophen dazu benützen, um störend ihre Politik zu treiben usw־. usw. Nun!hat die •Sammlung des Waad!Leumi drei Monate gedauert, dank des ungeheuren!Gewichtes der Agencyführer hat die Sammlung Millionen •Dollar ergeben. Ueber deren Verwendung will! ich ■eine■ charakteristisehe Aeußerung des Oberrabbiners IKu'k, des staatlich anerkannten Oberrabbiners von Palästina, also der ersten religiös-politischen׳ Persönlichkeit von ׳Erez •Jisroei, eiligesetzt vom Waad Leumi, wiedergeben. Oberrabbiner 1Kuk telegraphierte an Rabbiner Gfoajim Oser Grodsensky ,irr Wilna, •den Präsidenten ■des iRabbinisehen ■Rates der lAgudäs Jisroei, nachstehendes, das ich nach der Wiedergabe des ״Warschauer Moment“, Nr. 256 vom 5.!November, wiedergebe. ־ Wilna, 4. November 1929 ׳(telephonisch von unserem Korrespondenten). Rabbiner Ghaijim Oser Grodsensky hat dieser Tage einen• (Brief erhalten von Rabbiner Kuk!mitfolgendem Inhalt: Das tVerteilungs'komitee beim Waad Leumi für die Beschädigten bei den!letzten!Unruhen in (Erez >Jisroel. lehnt es entschieden ab, die alten!!Ghalukajjuden und die frömmeren Elemente zu ■unterstützen. Ich habe mich dessenthalben, an die angesehensten 'Rabbiner Amerikas gewendet, welche ■bei׳ ׳War־ bürg interveniert haben. Auf ihre!Intervention erhielt ich ein Telegramm von Warburg, ich solle in das Verteilungskamitee eiritreten. Nachdem aber die Vorsteher •des Verteilüngskomitees heim Waad Leumi auf meine Bedingungen nicht eingehen wollten, mußte ׳ich mich entschließen, die Gelder nach ■meinem Einsehen selbst zu verteilen. Deshalb bitte ich, die gesammelten (Gelder . an meine 'Adresse zu senden. Dieser Brief von Oberrabbiner Kuk hat hier einen sehr starken •Eindruck;hervorgerufen. * Der »Doar Hajom“, das größte hebräische Tagblatt Palästinas, dessen Herausgeber Jabotinslky! ist, schreibt in ׳seiner Nummer vom 18. Oktober 1929 folgendes: ״Scharfer Streit der Ansichten zur Frage der Aufbauhilfe. Das Aufbaukomitee beantragt, den größten Teil der Hills- Von Wolf Pappenheim. fonds zwei Banken zu פה Der Wiener Talmud-Thora-Schuiverein, II., Malzgasse 16, lädt Euer Wohlgeboren zu der am Sonntag, den 21. Marcheschwan (24. November) um 5 Uhr nachmittags im Bethause der Volks- und Hauptschule Talmud Thora, II., Malzgasse 16, stattfindenden Gedenkfeier für seinen verewigten Vizepräsidenten Der Vorstand des israelitischen Bethauses Machsike Hadath, Wien, I., Lazenhof 2, lädt Euer Wohlgeboren zu der am Sonntag, den 21. Marcheschwan (24. November) um 5 Uhr nachmittags im Bethause der Volks- und Hauptschule Talmud Thora, II., Malzgasse 16, stattfindenden Gedenkfeier für seinen verewigten Präsidenten übergeben behufs Erteilung von Darlehen. Gewaltige Entrüstung im Jischuw.;Aus sicherer Quelle erfahren wir, daß ■bei ■der gestrigen Sitzung des Aufbauikomitees bei der zionistischen Leitung endlich ■die Beschlüsse beraten wurden, zu welchen ■das Komitee nach vierwöchigem Bestand ger langte. Der wichtigste Punkt in der gauzen Aufbauarbeit besteht darin, den größeren Teil der Unterstützungsgelder zwei palästinensischen Banken zu überlassen, ■unter ■der Bedingung, daß selbe 'Darlehen erteilen, zu einem niedrigeren Zinsfuß, als im!Lande üblich. Wie wir hören, ■erregt dieser;Beschluß Aufsehen; in den verschiedensten Ländern, die ■sich die ganze ׳Zeit ׳mit der Lage )befassen ■und die glaubten, daß die koöös-׳. salen ׳Mittel, die nach den traurigen!Ereignissen von dernr Hilfskomitee gesammelt wurden, zur Gründung einer großen Schöpfung dienen sollten, die in der Verwaltung des Jischuw stehen und sich mit großen Aufbauarbeiten auf- ׳dem ׳Gebiet der Landwirtschaft, des Ge- ׳ werbes und des Handels befassen sollte. Seit Jahren wird eine solche Gründung erwartet,, und die ■Verwunderung über •die •zionistische Leitung ist ungeheuer, daß diese günstige ׳Gelegenheit1 versäumt wird.. Man teilt uns mit, daß ■diese •Gruppen ■mit aller Macht gegen dieses Projekt auftreten werden, welches• geeignet ist, jeden Weg für eine wirkliche Aufbauarbeit abzuschneiden. Im Namen aller Spender, die in der Stunde der Not rasch und viel gespendet haben, damit der schwerbetroffenen Bevölkerung rasche Hilfe zuteil wird, muß gefordert werden, daß die gesammelten Hilfsgelder restlso und rasch ihrem Zweck zugelührt werden. Attentat auf Dr. Abraham Tycho, Augenarzt in Jerusalem. Man schreibt uns aus Jerusalem: Am 112. November um J0 1Uhr vormittags wurde־ Dr. T iieh o. der!berühmteste Augenarzt Palästinas, als ■er 1m Begriff ■war, seine )Klinik zu betreten, von einem Araber durch einen ׳Dolchstoß ׳in den Rücken schwer verletzt. Aus den Berichten, die ivorliegen, ■ist die ungeheure Aufregung zu erkennen, die dieses Attentat in allen Kreisen der Palästinabevölikerung erregte. Die von Jerusalem eingetroffenen Berichte schildern den Vorfall in folgender Weise• Am 12.!November gegen 10 Uhr vormittags fuhr Dr. Tacho bei seiner Klinik vor. Als er die Tür öffnen wollte, stürzte ein Araber gegen ihn und stieß' ein Dölchmesser in seinen Herrn Bernhard Hofbauer z. I. höflichst ein. Programm: 1. שרחי : Oberlehrer G. Friedländer mit Schülerchor. 2. Gedenkrede: Rabb. S. Neuwirth, Rabb. des israel. Bethauses Machsike Hadath I. und Leiter des Religionsunterrichtes an der Volks- und Hauptschule Talmud Thora II. 3. קל מלא רחמים: Oberkantor Josef Heller. Der Vorstand des Wiener Der Vorstand des israel. Bethauses Talmud -Thora ־ Schuivereines Machsike Hadath I. •שומז $ כשר (תחת השגחת הרב ד ישעי פורמט שיפשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroei) Ueberall erhältlich! Was bietet die führende Weltfirma Othmar Schiff, Wien, I., Kärntnerring Nr. 6 »ד״ in Damenperücken? I. Modernste und individuelle Ausführung1) II. Tadellosen* mustergültigen Sitz III. Nur erste Qualität in Mjaterial und Arbeit su mäßigen Preisen dem Hotel - Tel. U-41-3-62) VeilaüD Sie die kostenlose Min ins neu mMmm Mataies Die Firma Othmar Schill legt allergrößten Wert darauf, jede Kunde unter allen Umständen zufriedenzustellen Setzen Sie sich daher, bevor Sie eine Perücke kaufen in Ihrem ureigensten Interesse mit der Firma Othmar Schill in Verbindung 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.