Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 42 (18.10.1929)
- Date
- 1929-10-18
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 42 JÜDISCHE PRESSE ^Seite 7 wissen, wie die Landwirtschaft in der «Agrarpartei, denn nur die Gewerbepartei, die frei ist von nationalem und reiigiösem Haß» in deren Programm nur wirtschaftliche Probleme zu finden sind, kann die Interessen des Kaufmanns- und •Gewerbestandes verteidigen und fördern. Die jüdische Kaufmannschaft, die in dem heutigen rücksichtslosen Konkurrenzkampf auch nur ein Ziel sieht: das Wirtschaftsleben zu stärken und zu heben, hat das Wirtschaftsprogramm der Gewerbepartei für einzig und richtig erkannt, und es ist freudig zu begrüßen, daß sie nach reiflicher Ueberlegung beschlossen hat, die Politik der Gewerbepartei zu unterstützen, weil sie davon überzeugt ist, daß ln dieser Partei nicht nur die Standesinteressen von Handel und Gewerbe geschützt sind, sondern auch ihre religiösen Interessen, was für die wirtschaftliche Entwicklung der Slowakei von großem Einfluß sein wird. Am12 ׳. Oktober wurde mit der Leitung der tschechoslowakischen Gewerbe, und Handelspartei ein schriftlicher und bindender Pakt geschlossen, in welchem außer der selbstverstündlichen Vertretung der allgemeinen Interessen aller Kaufleute und Gewerbetreibenden dem Judentum im wesentlichen die programmatische Unterstützung in folgenden besonderen Anliegen garantiert wird: 1. Autonomie: Sicherung der konfessionellen und Gemeindeautonomie auf Grund der gesetzlichen Gleichberechtigung, zumindest in dejin bisherigen Ausmaß. 2. Sonntagsruhe: Aufrechterhaltung zumindest der bisherigen gesetzlichen Bestimmungen der Sonntagsruhe zu- הוטפאבריק ליטאל HUTFABRIK LITAL ^. yy ן E N - II., PRATERSTRASSE Nr. 18 VII., MARIAHILFERSTRASSE 88 a SPEZIALHAUS FÜR FEINSTE HERRENHUTE Der kluge Kaufmann kann also nicht einen Moment erwägen, wer sieh «für Ihn am meisten exponieren wird׳: Nur im Lager der Gewerbepartei, in der Partei der Wirtschaft, sind sie ine Interessen am besten geschützt. gunsten der\iüdischen Kaufmannschaft und der jüdtsehen Gewerbetreibenden, die infolge des samstägi• gern Geschlossenhaltens materiell im Nachteil sind. 3. Gewerbegesetz: Milderung der Härten des Gewerbegesetzes durch Verleihung der Gleichberechtigung an die von den Juden zu errichtenden gewerblichen Unterrichtsanstalten (Kursen etc.), mit den Staatliehen Handels- und Gewerbeschulen׳. 4. M a n d a t e a n J u d en: Zuteilung des zweiten Mandates in der Slowakei an dien vom Bevollmächtigten der Vertragschließenden zu bezeichnenden jüdischen Kandidaten. Außerdem soll der Listenführer der Partei in Podkarpatsko-'Ruß ein orthodoxer Jude sein. Spendenausweis zur Aushilfe der Geschädigten in Erez Isroel. Die Lniidesorganistttion der Agudas Jisroei in der Slowakei (Bratislava, Turnergasse 14/16, Geld- Sendungen zu Händen des Kassiers, Herrn Bertliold Donnebaum, Bratislava, Bergigasse 6) quittiert hierdurch die Beträge, die hei ihr zur Aufliilfe der bei den letzten Ereignissen geschädigten Juden in Erez Jisroei eingingen. Die Beträge werden prompt ihrer Bestimmung zugeführt. Allen Spendern Dank im Namen der Empfänger! 2, Ausweis. Marienbad. «durch Sr. Ehrw. «Herrn Oberrab'biner Weber aus ,Piestany, gesammelt durch das HMfskomitee ‘für die Opfer der Ausschreitungen in!Erez!Israel: Geheimrat Arnhaueh aus «Wiesbaden, ,Anton Beck,!Kaufmann, IMarieritbad. Ije tsch. 1K ■1000; Benjamin Citron, ׳Medjas 465; :Dr. Borges, Arzt, Marienbad 300; 1David׳!Leitner, Hotelier, Marienibad 300׳; Josefoiwitz aus Kowno, A. Gut- Wirt aus Antwerpen. Wolf aus!Hamburg ׳je 200; Stadtrat Fritz «Buxbaam, iKnltusvorste'her, IMarienbad, Emil!Barack, Hotelier, (Marienbad, A. iPlnkusfeld, Hotelier, ׳Marienbad, M. Schlesinger aus ,Wien, IM. Deutsch aus iSubotica, Nemety a׳us!Nyiregylhäza, «Miklos •Welsz, Dr. iBaruch, iMarienbad, Joel IKreis'berger, Stingl & Co., ׳Bankhaus, Marienbad, Marie S'kainik. Marienbad; S. Mu'kdan ans Frankfurt, J. •Söhleißner, Marienbad je 100;!Heilborn •aus!Breslau, Wislizky aus •Breslau, O. YVolfner, Louise Leitner,!Marienbad, ,Geldenberger, unleserlich, Licht, Isid.!Leitner,!Marienbad; ilsr. IDasc'huta. Veit Bec'k‘s :Söhne, Marienbad, N. N., Schiff aus London, Dr. Adler ■aus Wien,!K׳ahan &!Rosen- ׳berg, A. Weinreb,!Hugo Stern'berg, Hugo Fleisc'hner, A. «Weil, J. Wurm, Marienibad, Dr. Freiimann, Rabbiner in Berlin, «Dr. Wolfner, •Bruderbund Societd, Marienbad!!je 50; Smlkovits aus ■Warschau 40; M׳ar«ie!SCh'wager, Marienbad 35; •I. L, aus (Berlin 32;!B. 'Danzig aus!Breslau, M. iKohorn, Marienbad, «N. 1K., Kunokersky,!Elitzky, Schaffer, E. Gelber aus Leipzig, S«ami Hirsch.!Otto ׳Biermann. Josef Fantes, Ernst Stingl, iMariatherma «Apoth., N. N. •Marienbad •je 30; W. Schneider aus!Luds'k, Ra'bb.!Morgenstern, Wlodawa, Jul. «Freude-nberg, Th er. Schwär zwaild, «H. aus!Deman, L.!Gutwillig, Armin!Deutsch, Marienbad, 'S. ß., Alexander aus Berlin!je 25; Hugo Winter,!Brüder Schneider,!Marienbad,!N.!N.,!Birnbaum aus :Berlin, Karl Stengil aus!Wien, E. Läppert, (Marienbad׳, Rudi Rindler aus!Karlsbad, Wiifner, Heinr.!Fery, Louis!Hübscher, Marienbad, «Kirschner, W'itkowitz,!Max Heinemann aus!Fürth, Stern aus Siget, N. N., Teitelbaum aus Berlin, A. Benisch, E. H, Weiß, Marienbad, 1K. W., Anni Schöbet •aus!Jasilo, Braun, Josef Kafka, ,Marienbad, Fronowsky, unleserlich,!N. N׳., unleserlieh, N.!N., Nelken,!Hirsch. iDegenstein aus!Lodz, Degenstein aus Lodz,!Klein, N.!N., IN. N., iKräupl,!Marienbad, Sabosky, •Siebuck a׳us Lodz, Kohn, «N. N., «Lichter aus Leipzig, Bris׳ko׳vitz, Rottenberg aus!Lodz, Rosner .aus Berlin, N. N., J.!Battin je 20׳; ,L. Kohs aus Tarnoiw 15;!1; •Reisfe׳ld, ,Marienbad, ,Hoffmann aus!Budapest, Fritz Sa׳mi׳sch, Betty Rosenberg, ׳Marienbad,!Klara «Sdhickler, Lea!Kampf, Lüi «Holländer «aus Oswiecim, ■N. N., Kantor Fischer aus Biala, Sami Grüner aus Wien, 'Leop.!Gerstl, iMarienbad, S.!G. aus Warschau, Abramovitsch aus Lodz,!Bracker, B.!Reisfeld, iMarienbad, unleserlich, Wachsmann, ■neunmal N. N., A. iMandeikorn, ׳Grünfeld, Jakob Neumar, unleserlieh,!Baneth, Goldeberger aus Wien, Gleichgewicht ‘je 10; Jafie Kaspar, N.!N., je 5; ■N. IN. 3; unleserlich 10׳ Zloty; Zusammen; tsch. K 8050 und 0 1׳ Z1 01 y. Bollinger'Eiskasten sind seit 18T0 die besten( XV., STAGLGASSE 10 (BEI MARIARU-FERSTRASSE 143) VII., BURGGASSE 17 Tel. R-30-5-38, B-35-8-47 u. B-32-380 Bratislava: Bertih. Donnebaum, Adolf Kohn je 50; Heinr.!Donnebaum, Moses Weiß je 20;!Rabbiner!Hirschler, M. :Broda, Friedenthal je 10; A. Kaufmann, J. ׳B., R. B. je 5; ■zusammen 185. Schl.-Ostrau: Rabbiner :Dr. B.!Baß 30. Trencin: Josef •Singer 20. Zusammen; tsch. •K 8285־ und 10 Zloty. Früher ausgewiesen: tsch. K 3000. Zusammen: tsch. K 11.285 und 10 Zloty. * Die Sammlung: ׳In «Marienbad wurde auf Initiative der dort •zur Knh WellendeiT• Rabbiner U'hd־• Im-'-^Einvernehmiri^rhit ’־Sri. Ehrw.!Herrn Oberrabbiner Weiber aus Piestany,!Präses der!Orth. Landeskanzlei in!Bratislava, ein ״Hiilfskomitee für die ■Opfer der Ausschreitungen in!Erez Israeli“ gegründet.!Dasselbe bestand aus ׳dem •Vorsitzenden Herrn Benjamin Citron aus Medjas, (Herrn ■David Leitner, Hotelier •in iMarienbad,!Herrn Oberrabbiner Walk in aus Pinsk,!Herrn!A. Gu t wirt aus Antwerpen, Herrn!Doktor Fre'imann aus Berlin und Herrn Adolf «Deutsch aus Wiesbaden. 'Dieses Komitee;veranstaltete vom 4. bsi 6. ׳September eine ■Sammlung, deren Ergebnis oben •ausgewiesen ist. Eine •im Hotel ״Flora-iBristol“ wohnende!Dame begleitete ihre Spende •mit ,folgendem Brief: ,,Flora-Bristol“, Marienbad 5. September 1929 Sehr geehrter!Herr!Stingl! Bitte, wollen Sie «die!Güte• haben, beiliegende ,zehn Kronen als kleine Spende ׳von einer Christin gefälligst zu übermitteln für die armen,«Juden!in Palästina.!Besten •Dank und Gruß von Marie :S'kalnik Berichtigung I!m 1. Ausweis soll es richtig heißen: Piestany: ׳Durch Sr. Ehrw. Herrn Oberrab'biner We:ber, gesammelt durch IHer-rn Alexander Frankl ■11 sw. Jüdische Kreditgenossenschaft in Bratislava. Wir werden um Aufnahme folgender Informationen gebeten: Zur Förderung •der ׳wirtschaftlichen Verhältnisse der hiesigen jüdischen Bevölkerung,!insbesondere Kleinhändler, Handwerker. «Angestellte, wurde nach Muster der bereife in größeren Orten der Ostslowakei ׳und Rusihsko ,(Kosice. MiChalovce,!Preslov, Uzhorod, Beregsas, Mu'kaceco usw.j seit •sechs Jahren «tätigen Kreditanstalten •auch in Bratislava eine •unter Mitwirkung aller «jüdischen •Kreise stehende iftreditgenossenschaft gegründet. :Die Kreditgenossenschaft wird in ׳kürzester Zeit ihre Tätigkeit aufne'hrnen ׳und ist es daher notwendig und er- Dr. Samuel Löwy, Internist und Neurolog, Bratislava, Mickievicgasse 10. forderlich, daß auch diejenigen, die ihre Mitwirkung bis nun nicht angemeldet ■haben, ihre Anteilscheine ׳zeichnen.!Diese Institution wird׳ auf rein ,wirtschaftlicher und sozialer Basis geführt und ,ist von politischen Gruppen ganz!unabhängig.!Die American Joint Reconstruction Foundation 1hat ihre Mitwirkung und Unterstützung •in Aussicht «gestellt, was selbst!Garantie bietet, •daß d'ie :Genossenschaft den Anforderungen vollauf gerecht werden wird. Die Genossenschaft wird sich mit allen: :Zweigen des Bankwesens befassen;!mit Ausnahme von solchen spekulativer Art. Es werden Kredite zu günstigen Bedingungen, Vorschüsse auf Materialien, «Ankauf von!Maschinen und Waren gewährt. Die Genossenschaft wird ׳Einlagen auf Büchel und «Kontokorrent entgegennehmen, wobei ׳auch ganz kleine Einlagen und wöchentliche Einzahlungen mit entsprechender Verzinsung ermöglicht •sein werden. Die Genossenschaft hat sich auch zur Aufgabe gestellt, ihren ■Mitgliedern auch auf anderenrGebieteri des wirtschaftlichen Lebens bei'zustehen.^ Die bereits bestehenden Genossenschaften haben i«m Laufe ihrer Tätigkeit 18.000 Kredite im!Betrag von ׳zirka tsch. K 56,000.000 ausgefolgt und!beweist dies selbst die ersprießliche Tätigkeit dieser Kassen.!Hiebei sind all diese Kassen, die unter der strengen Kontrolle des Zentralverbandes der Jüdischen Kreditgenossenschaften stehen, hoch aktiv und wird auch ■jährlich eine entsprechende Dividende ausgeschüttet. «An Anteil- und Einlagekapital weisen diese!Genossenschaften bis nun die beträchtliche Summe von zirka tsch. K 18,000.000 auf. Das Interesse für diese Genossenschaft in Bratislava ist in allen Kreisen sehr groß und ׳wird auch •das hiesige Judentum diese Institution, die das Wohkde'r gesamten jüdischen Bevölkerung fördern wird, zu schätzen wissen. Informationen werden erteilt! Sattlergasse 9, 11׳. «Stock, Telephon 24-97.!Die Werbeaktion ׳für!Anteilscheine wird fortgesetzt •und werden alle Zeichner ersucht, .im Bureau der Genossenschaft ihre Anteilscheine einzuzahlen. Ab 1. November d. j. beginnt die regelrechte Geschäftstätig- K־eit •Der Verwaitungsrat. Einweihung zweier Thorarollen. Aus Zlate Moravcc wird uns berichtet: Eine seltene Feier fand hier am Sonntag den 15. September statt. Herr Oberrabbiner Ch. S. S c 11 o r aus Bukarest, der als Mitglied des Zentralrates der Agudas Jisroei bei der Kencssioh Gedauloh in Wien sich aufhielt, spendete äuf 'keifter Rückreise ein neues n״D der hiesigen orthodox-israelitischen Gemeinde. Die Gemeinde schaffte sich ebenfalls ein neues n״D an. Der חינוך dieser beiden heiligen n״D fand unter Beteiligung der aus nah und׳ fern herbeigeeilten Gaste in solenner Weise statt. Herr Vizepräses Jakob Schlesinger begrüßte die erschienenen Gäste, worauf beide f־V'D in üblicher Weise ins Beshaknesser getragen wurden. Dort hielt Herr Oberrabbiner S c 11 o r eine tiefempfundene דרשה. Nach מנחה fand das Festbankett statt, bei welchem Sc. Ehrwurden Herr Oberrabbiner Samu Schlesinger!und sein Sohn Herr Mark. Schlesinger formvollendete, begeisternde דרש׳ hielten. Als Ertrag des Benschens wurde ein größerer Betrag der צדקה zugeführt. E. G. Thora-Einweihung des Vereines* ״M6h׳^ksche Thora“ in Bratislava. Am Samstag, den 28. September fand unter sehr großer Beteiligung des orthodoxen Judentums Preßburgs die feierliche Einweihung des Sz.efers;sjatt, welches der Verein Thoralernender Angestellten ' ,,!Mewaiksöhe Thora“ für sich in Erez Israel schreiben ließ. Da. es dem religiösen Juden zur heiligen Pflicht י!gereicht,, eine solche Gesetzesrolle zu ihrer BestimmungsstüttP zu tragen, drängten sich hunderte gesetzestreue Juden in die Juden- «gasse. um ■nur das Szefer selbst zu tragen und ׳dieser erhabenen •und «seltenen Feier wenigstens beiwohnen zu können. Die Thoraroile wurde ׳von-,׳der Wohnung des verehrten Vereinsrabbiners Herrn Sal. Unsdorfer aus der Judengasse ׳in das Vereinslokal Schreibergasse getragen. Der Ordnungsdienst funktionierte tadellos.!Es, ist, daher den gut disziplinierten lernenden Mitgliedern des Vereines zu verdanken, daß die Ordnung überall aufrechterhalten werden konnte. Beim Eiinlangen des . imposanten Zuges sang Herr Oberkantor S. Stern ,in meisterhafter Weise einen Psalm und die Thorarolle wurde sodann; Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Akiba S c׳h r e i b e r zur Aufbewahrung in die heilige Lade des Vereinslokales überreicht. Da die Vereinslokalitäten sich viel zu klein ,׳ erwiesen, um die große 'Festversammlung aufzunehmen. Würde die 'Feier im Garten abgehalten. Die Festrede hielt'* 1•de'ii hochverehrte Herr Vereinsrabbiner S. Un.sdonfer, des.mit vom Herzen kommenden und zu!Herzen gehenden ^Worten die Verdienste der dem Verein angehörenden Jugend herivorhob. Von der Feier und von der. Rede tief ergriffen, gab Sr. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Akiba;Stc41;r e,i:b e r seiner Freude Ausdruck, daß die jüdische werktätige Jugend, so stark an unserer Tradition festhält. Der ',"»Verein Thoralernender Angestellten“ hat sich von einem ׳kleinen Häuflein junger Leute zu einem ansehnlichen Verein emporgearbeitet. Die werktätige Jugend, die ׳dem Verein angehört, steht auf dem Standpunkte des thorätreuen Judentums. Es ist besonders hervorzuheben, daß die!Mitglieder, die tagsüber in ihren'weltlichem ־Berufen• : intensiv tätig sind, ihre freie Zeit dem Thora- «und Talmudstudium widmen, um sich ■zu sittlichen und hochwertigen Juden zu entwickeln. Es ist daher im Interesse ,dfir,..2׳ki!kun׳ft des röligiöseii Judentums, diesen Verein in jeder ■Hinsicht zu fördem und die noch außenstehende •jüdische?Jugend «für ihn zu gewinnen. Josef Gut h. Oberrabbiner-Installation in Bllke,' Aus lB׳i 1 ׳k e wird uns geschrieben: Nachdem der hiet,׳r'1im:• Zusammenhänge mit der Rabbinerfrage entbrannte Kampf in der ׳Gemeinde durch ein Schiedsgericht, an dessen Spitze Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Ouschinsky in Hust stand, infolge der klugen und umsichtigen Geme׳indeführun׳g der «Herren Präses Faavel Weiß und Vorsteher Majer Berge r endgültig beigelegt ist, konnte die Gemeinde nunmehr auch an die Berufung eines neuen Oberrabbiners schreiten. «Die Wähl •fand am 16. September statt und fiel «mit einer 95prozentigen!Mehrheit der Stimmen auf« ׳Herrn Rabbiner N a ■f t a I i Z wi Weiß aus iMukacevo, Sohn des berühmten Rabbi von Se׳pin!ke. Am 24. d. M. fafid auch schon die feierliche Einführung «des nengewählten Oberrabbiners in sein Amt statt. Der Oberrabbiner wurdei:bei der Einfahrt des Autobus in das Dorf von einer hundertköpfigen Menge freudig empfangen und in den prachtvoll geschmückten Tempel geführt. Dort hielt er seine (Antrittsdrosohoh, in der er die Grundsätze darlegte, nach׳ denen er seine Gemeinde bedarke iHathora ׳führen will. Nach ihm •sprach sein ehrw. Vater, der Sepinker Rabbi;־ einige ׳Worte, die großen Eindruck machten. 'Bei dem Festbankett ■am Abend waren auch die Mutikacser Gäste anwesend. 'Der!Bruder des Oberrabbiners, Herr Rabbiner Israel Gha'jim Weiß, sowie die Herren «L. Angermann und Farkas Braun aus Bilke hielten vorzügliche-' Reden. •Alle Teilnehmer blieben lange in bester Stimmung beisammen und wünschten dem neuen Oberrabbiner zu seinem zukünftigen Wirken Glück. . E. St. NANCY FRANKREICH PENSIONAT ISRAEL 7, RUR EMILE GAÜ.& PROSPEKTE REFERENZEN