Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 41 (4.10.1929)
- Date
- 1929-10-04
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 41 Rabb. Josef Baumgarten und Familie Wien, II. Julius Hofbauer Wien. XIX.. Sieveringerstraße 175 Zu Rösch Haschonoh. Fromme Kunde meldet: An dem Tage; der im Bild der Erinnerung das Werden der Welt und das Werden des Menschen wiederbringt, durchschaut Rabb. M. Fleischmann und Frau Wien, IL, Holland,straße 3 Max Hofbauer und Frau. Wien, IL. Taborstraße 31 der Schöpfer alle Verästelungen und Verzweigungen, die dieses Werden genommen hat. um zu erkunden, was jeder einzelne der Welt und was die Welt ihm ist. Es bedeutet den Höhepunkt unseres Rosch Rabb. H. Schenk und Frau Wien, IL. Herminengasse 6 Adolf Hofbauer und Frau Wien. II. Untere Augartenstraße 36 Haschonoh, wenn wir wenigstens im kl'einen Rahmen,!in dem ach so knappen Rahmen unseres eigenen Lebens versuchen, dieses nachzuahmen; des Schofars so mannigfach gestaltete Töne sollen uns Weiser . und Führer dieses Weges sein. David Bischofswerder und Frau Wien. 1.. Neutorgasse 15 Bernhard! Hofbauer Wien, I.. Franz-Josefs.-'Kai 19 Heil dem, dem das Bild ,seiner Vergangenheit einen Akkord zu dem ungebrochenen Ton der ״Tekio“ bietet. Es bedarf zu diesem Glücke nur des einen Entschlusses, den Gedanken des Zufalls aus seinem Leben auszuschalten. Es bietet sicher den Familie Berthoid Friedmann Wien, II.. Leopoldsgasse 6-8 שמואל דוד הלוי אברק״ק טירנוי höchsten Reiz der Beobachtung des eigenen Lebens, wenn man Zusammenhänge sucht und findet. Das ist schließlich der Inhalt dessen, was das jüdische Wort ״Teschuwo“ bedeutet. Nur •dann, wenn dieses Wort das ganze Innenleben widerspiegelt, kann es mit seiner Zauberkraft ewige Jugend verleihen. Zusammenhänge zwischen den Ereignissen und unserem Tun, Zusammenhänge zwischen dem großen Leben der reichen Welt und unserem kümmerlichen kleinen Leben, Zusammenhänge zwischen dem Glück des anderen und unserem Wollen, Zusammenhänge zwischen denen, die waren, und uns, die wir sind, zu alledem!lädt uns •der erste Ruf des Schofars. Aber ertragen unsere Gedanken, ertragen denn unsere Gefühle diese Einheitlichkeit?!Drohen wir nicht zu erliegen dem ׳Bewußtsein unserer Geringfügigkeit? Drohen wir nicht zu erliegen unter der gewaltigen Größe unserer Aufgabe? •Da tobt es und wogt es, da weint es und singt es, da zweifelt und hofftes ׳in den Tiefen unserer Seele. Die gebrochenen Töne des Schofars sind das Echo des Schlages unseres Herzens. Wenn wir'.nach einer innerlichen Einstellung zu uns selbst ringen, so ist es gleichzeitig auch eine Fanfare des Sieges über uns selbst. Wenn wir wirklieh zur Hingabe unseres Seins uns durchringen, dann mögen wir getrost auf unsere Zukunft und unsere lezte Erdenstunde sehen. •Denn wenn es der Sinn des Leben? ist, alles Zerrissene und alles Zerkliiftende, alles Auseinanderstrebende zu einer Einheit.zu gestalten, ,in uns alle Widersprüche des Daseins zu einer Gesamtheit Ües Strebens zum Allmächtigen umzuformen, dann ist unser letzter Atemzug eine ״Tekio-Gedaulu“, ein Bekenntnis der Einheit G-ttes. ’ . . P. K. Familie Jakob Stroh Wien. fl. Restauration Friedmann Wien. IL, Praterstraße 17 Moritz Nagel und Frau IL, Große ׳Mohrengasse 38 Jakob und Käthe Fuchs samt Familie Wien, L. Kai 41 Familie Leopold• Richter Wien. 41.. F!r. iHocbedliingorgasse ■2 Oscher Stroh und Frau IL, Ob. Augartenstraße 64 Siegfried Richter und Frau IL. Nordbabnstraße 32 Rabbiner Dr. Joel Pollak und Frau Wien4 .׳L. Gr. Pfarrg. 3-3 Zahnatelier Egon Brody IL, Sch׳iffa׳m׳ts1gass,e 7 Fiilöp Fleischmann und Familie Wien.!11., Täborstraße 21 Philipp Tachauer und Frau ■Wien. IL. Haasgasse 4 Kalman Pappenheim und Familie ‘ Wien. IL, Obere' Domaust.raße 91 Samuel Stern und Frau IL, Gr. Sperlgasse 6 Rabb. S. Neuwirth u. Frau Wien. IL. Zwerggas!se 5 Rosch Haschonoh am Sabbat. Von Rabbiner Josef Schwarz, Größwardein. Rabbi Jakob Etlinger,;der berühmte Verifas1s׳er •der Werke ,,•Binjon Zion“ u׳n׳d ״Oruch Lauer“, macht •die Be- Martin Bischofswerder und Frau Wien, L, Hegelgasse 13 Samuel W. Schreiber und Frau NyiregyMza. Ungarn mer'ku׳n!g, •daß die epochalem Ereignisse der jüdischen Geschichte, ,gleichviel ob sie g!u׳t oder böse waren, in jenen Jahren sich ereigneten, .in ׳dienen Rosch Haschonoh aui Salbhat fällt. So fand der Ausizug ans Aegyp'ten, die Offenhariing am Sinai, der Ba׳u des ׳Heiligtums ׳in Jahren •statt, Fahtilie Jakob Rabbinowitsch Wien, IL, HoUandstraße 3 שלמה פערל וזוגתו שו״ב וש״ע בק״ק פרעשבירב wo •Rosch Haschonoh an •einem Sabbat war. Wieso der Umstand des Zusammenfalle 11s des Rosch- Hascbono-Fastes mit dem •Sabbat ebenso!Gutes •wie Böses bedeuten kann,!mag durch folgendes Gleichnis •erlkiärt werden׳. Der Minister eines Sultans ׳verging sich gegen׳ seinen Herrn und •sollte sein Vergehen, mit dem Tod ׳büßen. Alle seine Versuche, ihm die!Gnade seines Herrn zurüclkizugewimtieni, •waren• vergebens•. Der Todestag nahte heran, da entschloß sich .seine Frau, unter allen Umständen 2um Siritan selbst zu •gehen, um das Leben •ihres Mannes ׳zu retten. Dr. Samuel Leinberger samt Familie Wien. 4L. Praterstraße 60 Jakob Schaffer und Frau Wien. XX.. 1K10s׳terne11bur:gerst׳raße 18 אברהם אהרן ב״ץ אב״ר רק״י נייטרא Georg Mayer Wien, IL Es gelang ׳ihr,!vonzukomimen. Ihren kniefälligen׳ Bitten konnte der Sa1Itan nicht widerstehen׳. Der Minister wurde begnadigt. Nach Jahren ׳war ein anderer Günstling des Sultans in Ungnade gefallen. Wiederum versuchte dessen Gattin׳, das Josef Herzog und Familie Familie Siegmund Bondi Dawid Schlesinger und Familie Nathan Sonnenschein Wien. IL. ׳Kl. Pfurrgasse 1 IL.!Untere Augartenstraße 1 'Wien. IL. •Helnestraße 20 Wien!. II., Gioclkengasse 9. Franz Neumann und Frau Wien, IL. Untere Augartenstraße 1 Josef Weiß und Familie Wien׳, IL, Gr. Sperlgasse 40 Leo Schotten Wien-iMattersburg הק׳ יודא שאטטעו Michael Sternfeld u. Familie 411., Gr. Sperlgasse 6 Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien, II. Bernhard Hirschler u. Frau I.. Rosenbursenstraße 2 David Ehrenfeld und Frau II., Gr. Sperlgasse 37־a Moritz Kalisch und Frau. Galanta. Familie Eduard Deutsch VII.. 'Neubaugasse 10 Samuel Kohn und Frau Wien. 4L. Haasgasse 4 Rabbiner Jakob Haberfeld Wien. IL, Ob. Donaustraße 75-18 Arthur Weiß, Maler und Graphiker. II., Große Scliiffgasse 19-9. Moritz Felsenbure Wien, V4L. Mariabilferstr. 76 M. Kunstadt Wien, II. Ing. Ludwig Kritzler u. Frau Wien. L. Franz Josefs-Kai 19 Die Redaktion und Administration der ״Jüdischen Presse“ , Wien, IL Schwarze steife Hüte A. SACHSEL Wien, II., Taborstraße 39 Vcrhänginis vom: ,Haupt ihres Gatten abzuiwenden. Auch sie trat vor den. Sultan ,hin, auch sic bat kniefällig um das Leben •ihres Mannes, doch der Sultan •war diesmal unerbittlich, der Mann!mußte seine Strafe •verbüßen. Der Hcif des Sultatis ׳konnte sich über die Inkonsequenz des Fürsten nicht beruhigen und׳ wollte ,Aufklärung, ,was den!Sultan zu diesem zweierlei Maß bestimmt halben mochte. Als nu!n der 'Sultan einmal gut gelaunt »war, wurde er über die •Gründe dieser seine!• 'Ha11׳diu׳n1gsweisc be'fra־gt. Der Fürst sprach: ״ln dom ersten Fall wußte •ich, wie .innig d!ie ׳Liebe zwischen׳ den Gatten,!wie groß •die gegenseitige Achtung und Verehrung war. Diese innige Liebe sprach zu meinem!Herzen aus dem inständigen!Flehen der Gattin!meines ersten Ministers. Im zweiten Falle wußte ■ich aber, ,daß mein Minister .seine Gatti 11 anf die schändlichste Weise mißhandelt. Als sie vor mir erschien, da zeugten •noch blatte Flecken ׳von der!Grausamlkeit, mit der der!M׳a!n11 sein Wei'b behandelt!hat. Mein Grimm ׳gegen׳ den ■Minister ׳wurde durch das ׳Erscheinen seiner ,mißhandelten Frau ׳wohl noch!größer. In diesem Falle konnte ich ׳keine Gnade walten lassen.“ . Nach einem bekannten Midrascbwort ist der Sabbat die Ehehälfte des!jüdischen Volkes. Wlenm der Tag des Gerichtes, wenn RöschHaschonoh au.f Sabbat ׳fällt, .so. ■wird ■für Gnade oder Ungnade das Verhältnis maßgebend, ob Israel miit de.ni Sabbat in!guter Ehe leibt oder ,nicht. Kanu!die Sabbatprinzessiin vor ׳dem Thron!des Allmächtigen ׳in! Glanz •und Strahl, gestärkt von der innigen Liebe Israelis, hin treten, so wird es ihr gelingen!, Gnade ■zu erwirken, ,dann kommt ein Jahr,, das glückliche!Ereignisse in sic fr birgt. Erscheint sie',aber ׳mißhandelt, ge-de-rmitilgt und entweiht ,vor dem׳ Allmächtigen, so kann sie unmöglich .Gnade für ihren ׳Gatten, für Israel, erwirken, in solchen J׳ahren kommt Unglück ■über das -jüdische Volk. , . Juden, hütet den Sabbat! Damit ein gutes Jahi* uns beschicden sein möge. Spendenausweis zur Aushilfe der Geschädigten in Erez Isroel. Die Landesorganisation der Agudas Jisroel in der Slowakei (Bratislava, Turnergasse 14/16, Geld- Sendungen zu Händen des Kassiers. Herrn Berthoid Donnebaum, Bratislava, Bergigasse 6) quittiert hierdurch die Beträge, die bei ihr zur Auihilfe der bei den letzten Ereignissen geschädigten Juden in Erez Jisroel eingingen. Die Beträge werden prompt ihrer Bestimmung zugeführt. Allen Spendern Dank im Namen der Empfänger! 1. Ausweis. Picstauy: durch Se. Ehrw. Herrn 0 b e r r a b- ׳Frankl: Lud. Winter״ •Desid. .Schaimoivits, Dr. Eduard Weiß je tsch. iK 200, Ignatz!Fürst, Alex. Frankl, Dr. Jos. Feuer, Dawid Löwinger, 'Nathan Nagel, Sigmund Urban, Mor Waldapfel. Karl Holzer, Leopold Weinberger, Felix Löwy, N. ׳N. ׳je 100, Heinrich!Drechsler 70,!Villa Herzog, Vojtech Link, Dawid Eisler,!Hermann Blau, Moritz Singer, Dr. Leo Alexander, Dr. M. Weltmann,!Dr. Jul. Havas, Felix Urban, Salamon Poriger,!Brüder Leitner,!Salamoti iHolczcr״ Weißbrunn, W׳we. Wilcsek, Dawvd Winter je 50.!Aron Weldler 40, Josef Vogel, Jul. Herezog, Eugen!Mannheimer je 30, Sal. Großmann 24, Aladär Rsenberg, N. N., Klapp,!Neumann, Kalisch, Sigm. Stern, Wwe. Just, N. N., Beck,!Reis, Jak. Neumann, Samson Vogel, Mano Blau, W׳we. Spitzer je 20, N. N. 14״ Grünfeld, Händler, Schönfeld, ׳Spazier', N. N. je 10, N. 1N. 2, zusammen tsch. K 3000. |||||||||||||||||||||!|||||!II||||I1IIIIIIII1IIIIIIII1IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII1IIIIIIIIIIIIIIII!I1IIIIII!II!I!IIIIIIIIIIIIIII«IIII! Lebensuersicherunss-Gesellschaft ״PHONIX“ Illllllinilllllllllllllllllllllllllllllljlllllllllllllllllllllllllll Gegründet 1882 Gegründet 1882 Versicherungsbestand Ende Mai 1929 . 2000 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1928 . 238 Millionen Schilling Prämienu. Zinseneinnahmen im Jahre 1928 . 97*/״ Millionen Schilling Tätigkeitsfeld der Gesellschaft 8 Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polenjugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten Kinder-Versortont s-Vtrsicherunt ..iimiiiiniin Erziehungsrente für das Kind, Sterbegeld nach dem Tode der Eltern, und prämienfreie Versicherung des Kindes vom 24. Lebensjahre an