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Jüdische Presse · 1929-05-31 · 22 (31.5.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
22 (31.5.1929)
Date
1929-05-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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׳ Novbiovt rlplataö povoleub rladii post * teleiralev v Bratlslave «s. 41572-III-2•. Zeitungen vom Verleger versendet. Journal exptdle Dar l'edltevr F.kh JÜDISCHE PRESSE ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion n. Administration 1 Wien, II.,Leopoldsfasse 26, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel. R 4594־4־. Tschechoslowakei 1 Bratislava, Postfach 140. ■richeint Jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Mittwoch Mittag. Ahoonementspreise 1 Ganzjährig 1 Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschech. EC. 70, Einzelnummer öst. Gr. 40, das übrige Aasland 3 Dollar. Zahlungen auf Konto ״Jüdische Presse“, Wien für Oesterreich: Postsparkassenkonto Nr. D-93614; Deutschland: Post• Scheckkonto Berlin Nr. 122619; Jugoslawien: Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen : Postspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn: Postspk.-Amt Budapest Nr. 50170; Schweiz: Post• scheckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ״Jüdische Presse“, Bratislava, Postspk.-Amt Prag Konto Nr. 53386 Mp. 22 וינה־פרעסבויג כ״א אייר תיפ״ט. 1929 Wien-Bratislava, 31. Mai,; כ*ה 15. Jahrg Die erste Bnndestagung orthodoxer Jugendvereinignngen Oesterreichs. Ein iliangigc-heigter Wamse h ist •endlich •an diesem. Tage Wirklichkeit geworden.!Das Zusammengcliörig;keitsgefiiihl der orthodoxen Jugend wollte sich auch nach außenhin do'karniemtie-ren. Die gemeinsame Idee ׳fordert ׳eine gemeinsam׳e Plattform, von der׳ herab ■säe verteidigt!und: •verikiiindet werden sollte: es war also der ׳G em e i ns di a׳ft׳l i c hk c׳i t der Gedanken der!Gedanke der!Gerne!n sc halttich kcit ■erwach־ sen. Von! diesem Gedanken,!bewegt, sind׳ die 84 Delegierten, aus 12 Orts- und 1Be:zir,ks!gr׳uppe׳n1 Sonntag, den 9. Iljar! 56S9 (19. iMai 1929) au-s ammeng ©treten׳, um den!!Boden׳ für ein ersprießliches Gedeihen!und׳ 'Blühen des agudlstisdhen Ideals in Ihrer Vereinigung!z׳u schaffen. Die Tagung. Schon׳ :lange ,vor!Beginn!konnte׳ ma׳n in .der ־Uimgelbiung der J.u1gen׳dgru׳ppe!11, des Tagungsortes,;beobachten׳, daß unter ׳den Eiußgärigern׳ Träger dies Tagungsabzeichens vor- ׳herrschten. Ueiberall sah man׳ Gruppen stehen׳, die das!bevorstehende, für die Orthodxie so ׳wichtige •Ereignis; besprachen. Mit!!einiger Verspätung eröfifnete endlich! der Präsident ׳der!!Gastgeber, Herr S. Stern׳, die Tagung. Er!begrüßte ׳die erschienenen׳ Vertreter verschiedener jüdischer Organisationen.!u11׳.d .besonders ׳die Delegierten!, die gekom- :mem waren!, ׳m'ltzuhellifen und mitzubaaien׳ am Werke. das sich da •vorbereitete. Ins T׳agespräsidi!um wurden gewählt: ׳Nathan!Herzha, ■David Baamgartem; Samuel Stern ׳(,Wien, hl.), Joel׳ Aschkenazy 1)׳Wien, XX.), Fritz Weiß!(Wien; X!IJ.),!Bernhard Lewinter!(Wien, XVI.), Le׳zer!Rosenberger (Wie- ׳ner-!Ne!ustadt'), ,Moses iKaufmann :(Baden1) und!Josef Lip- •schütz ׳(IDe11׳tsch-׳Kreuz).!Als Schriftführer ,wurden•!bestimmt:!D. Tiürlk.1, Ch. Groß, ■Bermann!und Schreiber dieser Zeilen. Der Vorsitzende verlas (folgende einigel auf en!e ׳Besriiißuingstelegramirnie: Eabib. Dr. iB. iKohn für. den Geschäftsführenden׳ Ausschluß :der Agudas Jisroel׳; Olberrabb. ׳Ehren- Seid׳, Matterislbourg, :für sich ׳und den burgenländ.!Gemeindeibund: Oberrabb. ‘Kohn, Deutsch׳-)Kre1uz: IRabb. Dr.!Lewenstein fair die Schweizer Landesorganiisatioii: Tschecho-;slowakischer Landesjiugendlverband: Deutscher Delegiertentag Leipzig; ׳Orts- :und J.ugen1dgru׳p1pe 'Leipzig. :Die Jugendgnuippc ׳Kobersdorf entschuldigte ■ telegraphisch ihr Fern־ bleiben ■und •erklärte sich mit den! ׳zu׳ fassenden iBeschliissen ׳einverstanden. Nun ׳wird!Herrn!Kom.-R. :Bondi das Wort erteilt. Redner ,begrüßt die Mer Sammlung im Namen des Vorstandes der Adas Jisroel!und führt ungefähr ■folgendes ans: Die!Ziele, die wir verfolgen, •sehen wir in. der׳ Jugend wieder auf leiben, ln׳ der Thauro ■entfaltet sich und gedeiht d!ie orthodoxe Jagend: die Thauro ׳war der Samen, aus dem vor ,zehn Jahren! die Agndas Jisroel-Jagendgruppe hervorging. ■Schon in!Kattow'itiz ließ unser Wolf Pappen'heim den Ruf ׳nach einer solchen; ergehen, da er. in der Jagend! die Gewähr fiiir die Zukunft •der, Agudas Jisroel ׳erblickte. Das •W'eitergedeiben!der Agudas Jisroeli-Juigendgruppe ist für!uns eine •Notwendigkeit,!ziu der wir uns!bekennen ׳müssen Auf unserer Fahne steht dier :’Kampf ׳für die Thauro und für ■die •Herrschaft der Thauro geschrieben. Wir müssen in diesem!Kampfe auch!Kreise gewinnen, die bismun ,der Thauro ferugestandeu •sind:,!und! dies leistet die •Jage nid gruppe in opferfreudiger!Arbeit. Wir׳ blicken ׳zu ninseren׳!Führern auf, wir halten׳ ׳zu ihnen!, ,za diesen Führern ohne ׳Fehl. Die von ihnen׳ geführte Jugend begrüße ich henzlichst. Nun ergreift Herr Wolf!Pjipp e u h e iim, •herzlich alkklamiert. als Vertreter der׳ Ag,uda-Orts1gru,p,pe das Wort. Er ,wliiii, ,zunächst den׳ Irrtum richtigstellen. der seinem Vor- •redner!unterlaufen ist. Nicht ■er׳ ׳habe, die!Gründung •der Jagendgrappe angeregt, sondern sie sei aus dem׳ 'Bedürfnis nach ihr ׳innerhalb der orthodoxen Jugend geboren. Die Tatsache, daß auch der Orthodoxie!fernstehende Kreise der Juigeiidgruippe Hochachtung!zollen, ist nu׳r auf ihre unbe-!irrbare, vom tiefsten Ernst getragene thoratreue Arbeit ,zurückzU'führen. ׳Es ist ein erhebender Anblick, •frühmorge ns׳ vor der Arbeit!und׳ •abends nach dem Tagewerk!junge!Menschen׳ ■beim Lernen anziutreffen. Auch die soziale Tätigikeit der Jugend gruppe steht auf hohem! Niveau. Redner!zeichnet in ,Umrissen die Gesarmlage der Orthodoxie und schildert ihren׳ Kampf gegen Assimilation! ׳und Zionismus. Er •schließt ,mit •dem Wunsche• nach Gedeihen und1 Segen für die■ strenggläubige Jugend. ׳Nachdem•!Herr Raib'b. Zimmer m a n n, Ne u.n!k!'rohen; die Tagung Im ׳Namen des dortigen orthodoxen׳ Jugendvereines!begrüßt ׳hat. erhält!Herr!Inspektor!0 ebler als Vertretcr der lKiu!tu!s,gemeinde das YVort. Er erklärt, sein Erscheinen! ׳wäre ׳nicht!bloß formell׳, auch persönliche Freund- Schaft für den Verein habe ihn• dazu bewogen. Er spricht von der nun einmal in! gewissen!Kreisen!bestehenden׳ Indolenz ■dem! Jaidemtuim gegenüber und von• der!Mission der Jugend. ״L''h!a!z1hir ,Gedaulim al 1Haktamm“ müsse in vielen Fällen•!umgekehrt ׳werden. Das vielgebrauchte Schlagwort von der Not der Jungend׳ hätte i!m Kreise der Jaigeudg rup,pe!keinen :Sinn, weil׳ hier nur die Autorität der Thauro vorherrsche. Redner betont nochmals, seine Anteilnahme an׳ den Vorgängen innerhalb dieser Jugend; die er als Muster hinstelle. Es sprechen dann noch die 1Herren Rosenberger, für!die Jugendgrappe Wie11׳e׳r‘-Neustadt״׳ Lewinter für die, wenn •auch!kleinste, so doch .voller Hingabe arbeitende׳ ׳.lugendgruppe• XVII., Ohaim!Ungar (Deutsch-Kreuz). Steiner!(Frauenkirchen)!und 1Kaufmann׳, der in temperamentvoller Weise die!Grüße und1 Wünsche der׳ Badner orthodoxen Jugend lübenbringt. Als׳ Vertreter der Jugendgruppe XX. fühlt sich! ׳Herr Redakteur S. Scihiöiufeld verpflichtet, im Namen der ׳östlichen Gesinnungs,genossen der׳ Jugendgruppe ׳einen׳ Danlk für ,ihr ■segensreiches Winken׳ •abzustatten. •Der das 'Beth-Humidrasch ׳verlassende ׳junge Mensch, den :Gefahren■ der Großstadt und den Lockungen gewisser Richtungen ausgeset'zt, schuldet seinem Retter׳, unserer ׳Organisation, tausendfältigen Dan'k. Nun folgt ׳unter •a ll!!g ein ein er Spannung das׳ Referat von Dr. Elfe ,Munlk. ׳Berlin. Es wird׳ ■zuerst das Grund- Problem des orthodoxen Jehuidi ׳erörtert: es ist das Höchste, was erreicht werden!!kann:'!ein ,Kodausch zu werden. Darin ist :alles Erstrebenswerte erschöpft, in diesem Zustand, der über׳!jede ׳Situation erhaben .ist.!Und der Wie,g, der zu diesem׳ Ziele ,führt? ■Der läßt sich׳ nacti dem Refereuten ■nur von der Gesamtheit׳ ,finden.!Der einzelne mag gewisse Werte verkörpern, aber sie ׳,kommen dem Judentum nicht •zugute. ״W’mkdasobti ,b’toc'h! ami“. enthält Problern und ׳Lösung.!Und als eine der ׳Hauptaufgaben der Gesamtheit;ist die Jugenderziehung ,zu! betrachten. Redner entwickelt nlun in׳ geistvoller Weise Gedanken über Jugenderziehung ,und׳ schließt ׳unter reichlichem Beifall seine interessante׳!!!Ausführungen. Die Vormlttagsversammiung wird vom •Vorsitzenden geschlossen! und1 die Anwesenden für halb 3 Uhr eingeladen. Die Nachmittagssitzung. Die. wie der Vorsitzende sagt, durch׳ einen -Regiefehler nicht zu Worte gekommenen Vertreter •der Jugendgruppe XU. und' der ׳B-tGruppe Baden erhalten das Wort. Für erstere •spricht ׳Herr. Frit׳z •Weiß, •für׳ die!Kleinen in Baden ׳Manes Wikler,!kindlich und׳ ,doch mit׳ ׳warmer Binpifindung und!Begeisterung. Es erscheint ׳nun Herr Roth- Schild,!Baden, am! Rednerpult. Er entledigt sich zuerst zweier! Aufträge, indem er die •Grüße der Ortsgruppe Baden uud ׳des Sadagoraer Rabbi üibermittelt. Sein Referat, stand, ׳der über ׳jede Situation erhaben ist. •Und der Weg,;mit׳ Spannung •erwartet,!beinhaltete die •die letzten Jahr- ׳zehnte!beherrschende soziale Frage. Es wurde selb st ver- ■stündlich das Problem nur so weit behandelt, als es den orthodoxen Kreis tangiert. Nach, sachlicher Darstellung der Lage und ׳Beiernc׳ht1u1£ ■des Gegenstandes vom׳ Standpunkte unserer Thauro stellt Herr Rothschild den Antrag, in einem Komitee, in!;das sowohl!Unternehmer als auch Angestellte ׳(iz. B. durch ׳je 9 Vertreter) und als unparteiische Mitglieder!Männer der Thauro entsendet׳ werden sollen, das ׳Forum für die Beilegung and Schilichtung aller Differenzen .zwisehen! Arbeitgebern und Arbeitnehmern;zu schaffen. Die Be- Schlüsse des Komitees sollen inappellabel sein!und׳ seine Entscheidungen für beide Teile bindend. Der Referent erörtert ■die Frage!Krankenkasse!und rituelle Kost und!glaubt׳, daß ein tatkräftiges Einschreiten hier Erfolg ׳bringen könnte. Nach׳ ihm spricht Herr Theodor!Klein über׳ die bevorstehende K e ׳n e s s i o Ge da u!1! 0 :h und berichtet aus eigener Anschauung,, wie weit die Vorarbeiten gediehen sind. Seinen Ausführungen folgt ein tiefschürfendes Referat Herrn׳ Sieg. Sterns ׳über ״Jugemd- und Weltorthodoxie“. Er spricht׳ von ■der jüdischen Solidarität in materieller und geistiger Hinsicht and' sicht das Wesen der!Orthodoxie• in eben׳!dem geistigen Arewus und! •der Anerkennung der!Autorität, jenes aber ist ■nur im Zibur ,möglich׳, und daß dessen׳ Rahmen nun •durch den Zusammen Schluß der Jugendverbände erweitert wurde,!macht!diesen Tag so bedeutungsvoll. Herr Stern bringt dann!folgende Resoluti orten •des!Inhaltes ein1 :׳. Schaffung eines Landesverbandes orthodoxer (Rufe: .,Agudas Jisroel-“)1Ju׳gcnd1grup,peu. 2. Gründung einer Wanderbibliothek ■unter Hinweis ■auf die eminente!Bedeutung einer gewählten!Lektüre. 3. Die Agudas Jisroel-Weltorganisation!möge aufgefondert werden: a) :der in Spanien vor sich gehenden!Maranmenbewegung ein Augenmerk ,z!uz!uwe11den und die Rückkehr der •Aniessim •zum: Judentum!zu einer wahren Einkehr in dieses zu gesfalten; ׳b) die geistige und ,materielle׳ 'Not der Juden i.m Jemen! sich!zur Sorge ,zu machen. 4. •E!s soll •der Besuch von Jeschiwaius auf eine breitere •Grundläge ׳gestellt wierden, da nur dort die Spannkraft für dien (Kampf, gegen .die Einflüsse der Großstadt erworben werdenikaan. An die ,überaus beifällig a!uf,gen0immenen׳ Worte!Herrn Sterns schließt! •sich die Debatte, die in ungemein leibhafter Weise die■ Referate׳ und Wesen und: Ziel des ■neuen׳ Verbandes ,behandelt. Aus allen spricht der Wille!zur Arbeit und die Freude an ihr, an!Mekehes Hakodesch.’ Daß im Titel ,der Vereinigung die Verbundenheit!mit. Agudas Jisroel ausgedrüakt ,werde, •wird einstimmig verlangt. An der Debatte beteiligen •sich ,unter •anderen׳ in 11e,rvorragen־ dem! Maße die Herren ■D. Ttirkl. Lewinter, 1M. Schächter, Steiner, Lipschibz. •Rosenberger׳, Kaufmann:, J. Keßler,!Bondi ijun., iRotlhschild, D. ■Baumgarten, J. & ,L. Aschlkenaze. Nach■ Herrn ■D. 'Lanner:, der in!überzeugender Weise klar-!legte, iw-elcih •unermeßliche!!Bedeutung •sich, an! ■den Namen der!Agudas Jisroel knüpfe, ergreift ,1Herr S. Spitzer zu einem inhaltsreichen! Vortjag das ׳Wort und!beantragt, den ersten ordentlichen!Delegiertentag am 12. Ab i11׳ Wiener-Neustadt abzuihalten, was einstiiimmlg angenommen wird. Ueber!Antrag Stern •wird eine Statuteuikoimmlssion gewählt, der!folgende׳ Herren! angeboren: Als Vorsitzender Herr Oberrabbiner Zimmenmaiin (Neunkirohen), Stern. Bondi. •Herzog ׳(Wien, IL), Lewinter ׳(XSVU.), Aschkenaize 1(XX.), Fritz. Weiß 1(X1IL), 'Rothschild■.!Blau (Baden), Rosenberger. Ernst Ko!pipel, Girailber 1(Wiener-Neustadt), Bohenski, Spiegel׳, -Lip- •scihitz!(iDeutschlkreuiz).!Nachdem!Herr ׳He׳rt׳zka gegen das Referat Roth- Schild replizierte und Herr Stroh; den viel diskutierten § 4 besprochen hat. wird die Tagung geschlossen. Die Festversammlung. irn bedrohlich!überfüllten Saal ׳herrscht lautlose Stille, als, ׳Herr Oiberrabbiuer Hirschler1 1(Modern) am Pult erscheint.!In rhetorisch unübertrefflicher Rede feierte der1 ililiustre!Ga-sb ■den ׳zehiiijährigcn!Bestand' unserer Jugendgruppe. 'In ׳weihevoller Stimmung und! i!nr Uelberschwang de׳s •Gefühls, begeistert! •und!begeisternd, würdigte er die!Bedeutung des!Ortes und der Stunde.. Hingerissen lauschten ,die Zuhörer, die; Zeugen eines denkwürdigen׳ Tages, nun auch!Zeugen eines ebenso denkwürdigem •Abends •waren. Es wäre verfehltes ,Unterfangen, in׳ starren Druckzeilen das flammende Pathos;und׳ ׳die Glut der Sprache ׳widerklingen izu lassen. Der Enthusiasmus ,des!Auditoriums war ein getreues 'Echo der ,zündenden! 'Beredsamkeit; die allen <zn einem unvergeßlichen ■Erlebnis ..ward1. Alle ,mußten• als Gesamteindnuck von! diesem Tag und Abend ,nach!!Hanse bringen!: Es war eine große Stunde, und d,u kannst sagen, du warstdabei. Bin. 'G e I dw e r t h. Delegiertentag der deutschen Landes- Organisation der Agudas Jisroel. Der im Künstlerhaus in Leipzig am 19. und 20. d. stattgehabte Delegiertentag der deutschen Agudas Jisroel war zwar, wie bei den herrschenden wirtschaftlichen Verhältnissen nicht verwunderlich, numerisch nicht gerade, stark besucht, stellte aber ein offenbar recht getreues Spiegelbild der in der deutschen Aguda herrschenden geistigen Strömungen dar und zeitigte Verhandlungen, die durchwegs auf einem außerordentlich hohen Niveau standen und die schließlich in der wichtigsten, die ganze! Tagung beherrschenden Frage zu einem die Einheit de» Bewegung sichernden Verständigungsbeschluß führten. Der Delegiertentag wurde Sonntag nachmittags in Anwesenheit eines zahlreichen Publikums aus allen Schichh ten der Leipziger Bevölkerung im großen Saale des Was bietet die führende Weltfinna Othmar Schiff, Wien, I., Kärntnerring Nr, 6 in Damenperücken? I. Modernste und individuelle Ausführung II. Tadellosen» mustergültigen Sitz III. Nur erste Qualität in Material und Arbeit zu mäßigen Preisen tgegenttber dem Hotel Bristol ־־ Tel. U-41-3-62) Die Firma Othmar Schiff legt allergrößten Wert darauf, jede Kunde unter allen Umständen zufriedenzustellen * _Setzen Sie sich_ daher, bevor Sie eine Perücke kaufen in Ihrem ureigensten Interesse mit der Firma Othmar Schiit in Verbindung!

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