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Jüdische Presse · 1929-05-24 · 21 (24.5.1929) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
21 (24.5.1929)
Date
1929-05-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 21 dingnragen, ■so u. a. die, daß das Sohsla011 fcvieüi in erster Linie aus (Liechtenstein umd dem angrenzenden schweizerischen Gebiete!bezogen werden müsse. Da aber diese Gebiete nur einen Teil des Bedarfes des Isr. Gemeindebundes an Schlachtvieh decken können, da. derselbe' beispiel'sweise!im Jahre 1927 •für die gesamte Schweiz 1420 1 Ochsen, 1324 ,Kälber und 566 Schafe!betrug, so ist auch »die übrige schweizerische Landwirtschaft an dieser Ange- Silegenheit stark interessiert. Da׳s schweizerische Volks- 1 Wirtschaftsdepartement steht darum der Schaffung einer 9 Gelegenheit zum Schächten von Vieh;im Fürstentum 1 Liechtenstein sympathisch gegenüber. Nun macht sich die heftige Antischächtpropaganda in Liechtenstein, in der die ,Liechtensteiner Nachrichten“ stark 1hervortreten, störend bemerkbar.!Es ׳wird das ,Moment der ״Tierquälerei“ hervorgehoben, trotzdem schweizerische Autoritäten, wie z. B. die Universitätsprofessoren iBurckhardt 1(Ba׳scl), Kollo!(!Bern), Dhere (Freiburg), Roud (Lausanne), Wyß (Zürich) und;Straßer ׳(!Bern), im iwcihlbeigriindeten׳ Gutachten den gegenteiligen Standpunkt vertreten. Wohl — so schreibt das ״St. 1Galler Tagblatt“ — ׳;ist das Schächten in der Schweiz verboten, doch hat das Schweizervolk, als ] es am 20. August 1893 den betreffenden Verfassungsartikel anmähm, zweifellos nicht ,mit den Verhältnissen ge- | rechnet, wie sie heute bestehen. Dem Vorgehen in der Schweiz 'sind die umliegenden Staaten nicht gefolgt. Das gesohächtete Fleisch wird eingeführt, •wodurch die schweizerische!Metzgerschaft und die Landwirtschaft getroffen werden, Der schweizerischen!Landwirtschaft geht ein nicht zu unterschätzendes Absatzgebiet für Schlachtvieh verloren, und es• wäre daher' nur zu!begrüßen!, ■wenn es ge- Hingen sollte, innerhalb des schiweiizerischen!Zollgebietes, nämlich im Fürstentum Liechtenstein!, durch die'Bewilligung zum Schächten dasselbe zurückzueroberri. Es wäre zu wünschen, daß lim Fürstentum 'Liechtenstein diese Angelegemheit ■nicht auf das politische Geleise verschobep wird'; eine dadurch bedingte;Hintertreibung •eines verrischen und vorab den St.!Gallischen Bauern als ein unmehrten Schl acht vi eh absa tzes müßte von den ,schweizefreundlicher Akt empfunden ׳werden. Ist das noch Polemik? Von Siegmund Forst. Wenin es!auch1 schwer ist, bei!der Polemik — ■wenn Jüdischen״ •man!das, was (Herr Thal aus!Utrecht in!der noch so ■niemraen! kann — sachlich׳ ,Fresse“, ,Nr. 19. 1schreibt Behauptungen,!das Objekt׳ imeine ׳doch׳ zu Ibilieibera.;wülil ich des Angriffes oder!der (Mißdeutung ideim!näheren, Verstandni;s!jenes Herrin Artiikelschreilbers!zuführen und will hoffen, eines ernsten׳ ,daß er das!nächste lM!aI bei,!der Diskussion Problems mehr Sachlichkeit bewahren und!den! Austassiun- Abgesehen .׳Zügel aniegen!!wird׳ gen ,seiner Aufregung!mehr davon, daß!dem. Herrn Artikel schreib er die!ungeheure Volkes höchst ׳jüdischen׳ Tragweite des 'fliir!d.en!Bestand!des der Annahme!od!e!r (Ablehnung S. •R.׳ ׳bedeutsamen Problems Hirschs StelMumiginiabme!zu!r Weit g!ar nicht bewußt gewenig madige-׳ worden ist, scheint er auch!darüber sehr und;!Aus- ־die Einzigkeit׳ dacht!zu!haben, wo-rin eigentlich besteht. Denn aus!der ' ׳des ,jüdischen! Volkes׳ erwählunig fes׳tslbe1grilf׳Statut erlang und Formulierung dieses Ein1zigkei ergibt sich!die iStalihiriginahime und das Verhältnis!des jüdischen Menschen izu idem 1Phänomen der Umwelt. ,Ich habe -׳!nun naohlzuiweisen!versucht. d!aß!der ülberras&enihafto, über Klette ׳nationale Einiziigkeitsbegrililf; ,in!!einer ,unumterbroebemen gan-׳ Gedankens während!des! פרישות von Trägern ides den!Heuti-׳ auf׳ zen! Verlaufes der ijiiild'isc.hen!Geschichte, bis gen Tag, seinen untrüglichen Ausdruck findet. Einer tiefen, Weisen verankertem individiuelilen und ׳i!m men schlichen ׳ egi1n!n1!der׳zufolge halben muin vom Anb׳, kollektiven Duplizität ׳jüdischen! Votlkslexn'sfcemz ,ain imnuer gewisse IKreise ,diesen Eimizijgfceitstbeigri'f.f mehr oder ■miuidar 1 verfälscht und; ,als'' mit der! ׳Folgeerscheinung karmplromißhiafte Fühlungnahme Zeitihitur erstehen lassen,!welche •dann altimähiMch vom he,r.ie ides •jüdisdhen׳eri!p׳P׳ gesunden Voliksiimstipkt an die Gedaifeens gedrängt wurden. Jener Volksi'nstiukt. der •bei ließ ׳r IBiblellmbersie'bzluing!das Volk in Pailäst'iua fasten׳d:e (eine woh,l! nicht im Talmud verkommende, aber historisch feststehende lat,Sache). Vielleicht!darf ich■ auch!dem Herrin rufen,׳, in Erinnernnig ש״ע א״ח סי׳ תהפיב Artikelschreiilber אלו ימים שאירעו בהם צ רות לאבותינו unter ׳dort wird miämioh r-׳e1iii1be׳der Tag der ßi1b! ח׳ טבת auch וראוי להתענות בהן s,ti1sc;111e׳1propaga1n1di־t1isah׳Hs׳aufgezählt. Der ,uniivlersa׳ Setzung , Zug. der!durch die• Septuaginta ins Judentum gebracht der Deutschen Buch-Gemeinschaft, Berlin, SW. 68, Alte Jakobstraße 156/57. Die Tatsache der Sintflut Wissenschaft- Lieh nachgewiesen. (J. T. A.) In den letzten Wochen sind!in englischen Zeitungen Gerüchte über die archäologischen!Arbeiten der vorn 1Fiel׳d-Museum, Oxford, nach Mesopotamien entsandten Expedition veröffentlicht worden. Die wichtigsten Ergebnisse lieferten die ׳Grabungen in den alten, ■in der Nähe des unteren Euphrat gelegenen iRuinenstätten von Ur und Kisch. Der Leiter der Deutschen Zentralasien-Expedition, Dr. Emil Trinkler, teilt hierüber!mit, daß man dm Verlauf der!Grabungen durch das ,genaue!Studium der geologischen Lagerung der verschiedenen alten Kulturschichten auch den Nachweis erbringen konnte, daß große Ueberfkitumgen das Schicksal der alten 'Kulturen grundlegend 'beeinflußt haben müssen. 11 n einem zirka 50 'Meter mächtigen Scbiohtprofil sind zwei Tonlagen gefunden worden, die mit Tonscherben und Fischresten durchsetzt sind. Die Ablagerung dieser Schiahten fällt in die Zeit um 4000 und 3200 v. Ohr. Zwischen diesen Tonschdchten liegen jene Ablagerungen, die die wichtigsten und bedeutendsten Funde der sumerischen K׳u׳lturepoche enthalten. Professor Langdon, der Leiter der Expedition, glaubt, daß ■wir in ׳der jüngeren Tönschicht Ablagerungen ׳vor uns haben, die der Sintflut der!Genesis und ׳der großen Flut der ׳sumerischen und babylonischen •Legenden •zuzuschreiben sind.!SChon seit längerer Zeit ist man davon überzeugt, daß die in alten Überlieferungen׳ enthaltenen׳!Berichte über große Naturereignisse keine Phautasiegebilde sind, sondern daß diese •Naturereignisse wirklich stattgefunden haben; Gerade so, wie man durch geologische!Untersuohungen ׳mit ׳ziemlicher Sicherheit hat nachweisen können, daß Katastrophen, wie sie über den Untergang von Sodom und Gomorrha überliefert sind, sich tatsächlich •am Südrande des Toten!Meeres abgespielt haben, so!können wir auch heute nicht mehr an der seinerzeit wirklich!hereingebrochenen Katastrophe der Sintflut zweifeln. JÜDISCHE PRESSE wurde, ,war!der .Anstoß izur beginnenden־ Versah1mel:z!u׳ngs- und Verbrüderung.stendenz der hdleno-jüdiischen׳ iReliigiams- Philosophie des Phiion und fand ihren ,Ausklang im Christentum (Fleischwerdung des!Lagos). Bezeichnenderweise wurde die 'LXX di!e!Bibel!der altahristillidhem Kirche '(Codex Alexnndriniuis,!Sinaiticus). ebenso!wie die späteren ׳Ueibersetairagen der!Bibel (Aquil'a, Theodotion msw.) ׳sich nur in der christlichen■ Ueberlieferung erhallten haben. Ebenso wie ׳eiin gesunder Körper ihm!schädliche Keime ausscheidiet, hat das ׳jüdische Volk instinktiv alle Bestrebungen der Amalgaimierüng ve rin e i•m«t. Verneint hat ׳es!den aus׳ der arabisch-griechischen Reiliigianisphilosophic des Ibn ׳Sina und lAtlfurabi entstandenen Aristotelisnnis!des מורי נכוחים ebenso ׳wie alle Produkte der Ama'l'- gamierung der (mir als Kriterium dienenden, den wertvollsten Teil des Volkes bildenden) östlichen!Masse fremd geblieben! o!st. Die Aiußeracihtllla'ssuig ׳des פרישות Gedankens (auf ■die unsinnige ״!Beweisführung“ des H. Artlkelschreibers aus der מכילתא Ex. 19׳ erübrigt es!sich, hier einzugehen) hat sich i!n ׳drei Epochen aktiviert׳.!Die Linie!dies Acsthetischeu in der Epoche des ׳Hellenismus ׳(Alexandrien), die Linie des Logischen in der Epoche der maimonidisehen Reli1gio!nsphi!lasophie ׳(!Nordalfrilka,!Spanien) und rnit dem! Beginn des Humanismiuis!die!Linie des E t.11 i seh en, die!ihre Formulierung auf dem Wege über Mendelssohn durch S. 1R. ׳Hirsch fand.!Der 'Uinteüs'dhied.!zwischen all diesen verschiedenen Bestrelbulnigen;ist ״nur ein׳!prozentueller.!kein prinzipieller, nur quantitativ, ׳nicht qualitativ. In ihren Denlklformen; ist •keiini Platz für da's UCbier,zeitliche im Judentum, keim Platz für!den Gedanken׳,!daß Judentum jenseits der ■äst!hetisch 40gi׳sch-et'hischen Linie liegt.!Hirsch זצ״ל!diessen!!Person׳ i׳n Ikeiu'er Weise angetastet werden soll, sieht iiim Judentum ׳einen!moralischethischen!Faktor, es!gibt für!ihn 'keine püimzipieie Beziehuhgsloisiigkeit ■zur Zeitlkultur. Und׳!wenn imain heute in unnmlgäinigilicheir Notwendiiglkieit ׳mit ihr Fühlung •nehmen muß. ׳so so'J'l׳ diese Fühlulnignaihme in! einer bewußten •Ablehiniung 1a1u!skl׳inlg,en, und: nicht wie bei Hirsch׳ ,einen Idealtyp 1)׳Mensdh-Jisraal׳) da!rsteilen׳. Die!Wertung einer ,jüdischen Persönlichkeit ׳und ihrer Idee darf nicht relativ, in ■bezug auf /Zeltiitnd1 Ortsverhältnisse ׳erfolgen,!sondern .nur i.m Vergleich :zmm ,absoliuten, vollwertigen, פרישות Jiud-entiiim. 'Und ■von hier aus betrachtet!ist d.i.e ,Au'ffassuhg Hirschs ,wohl ein auf die Existemzfäihiglkieit des Judentums ahgesitimimtos Ibestmögli oh eis Kompromiß, alber •nicht!metot ׳U׳n׳d es ,bil'cilbt noch die Frage offen, ■0>b wir überhaupt ׳das Recht halben, um die ׳Existenizfähiigikeit des!jüdischen Volkes willen seinen geistigen Inhalt!z׳u׳!verwässern. Und. daß Hirsch!die׳ Aulfnähme nieihtjüdischer geistiger lEnscheiinuugen׳ nicht als notwendiges UiCbek ׳sondern! als ■er s treibe ns wie rtes Ideal auffaßt ׳(ledigich dia rum ,,handelt es sich), wird ans einer Interpretation׳ Hirschs durch!Dr. J. Wohlige!mu׳th im ״Jeschunun“, XIIV. )Jahnganlg, ׳Heft 1-2, erhellt. ,,׳Alles, wa׳s die!Kultur, diese im edelsten Sinne genommen, dien!Menschen an ׳Glücksgütern seelischer!Werte zu׳ bieten•!vermag, •muß!dem Juden: offenstehen׳. Eine ׳kulturfremde, kulturfeindliche Einstellung wäre wid er jiii'd is c;h. Denn alle echte Wissen schaff י alle Kunst,!ailles. ׳was von großen!Geistern g׳escba!fifen. um des!Menschen Heriz!zu erfreuen;,,ist ija nicht minder •Offenbarung des G - t t li c׳h e n*). 'Erfüllung der Verheißung der japhettischen Menschheit im ׳Segen Noas!geworden.!So steigt aus ideirn innersten Kern der Aufifassung Hiirschs vom Wesen ■des Judentums jener alles (beherrschende Satz hervor׳, der zur großen Maxime des igesetzostreuen Judentums geworden ist, überall! ׳dort, wo es iin die moderne KultuTwefllt eingetreten ist. Thora ■i!m DereC'herez! Schön und wertvoll׳!ist 1d׳as Thora- Studium m 11׳ 1%!׳wo ׳es־ einen׳ ׳Biunid׳ ,mit der Kultur ge-!schlossern wo ׳e!s die reichen Schätze der׳ iKmlitur;in sich ,aufniimimt. mm sie in den Dienst׳ der G-tteisle!hre und ihrer praktischen Erfüllung zu stellen.!Die ganze Lebensa rIb e i t*) 1Rabib. 'Hirsch׳s :1s t 11׳u•r au'lf die Du׳r chtf ü'h׳ru ng!dieses Prinzips gerichtet Die Er- Ifiiillilung der g-ttilichera Gebote . . .!die Jugend' (zu erziehen:, daß sie izu profan׳ gebildet e!n׳ fchioratreuen Jüngern heran- (wachse, damit sie, erfüllt!von ׳d e,1m Geiste des H!in im a!111 ׳ s irra 11 s, ar n s ■e r ■e r de ׳11׳ t ׳s c ׳h e n Die :h׳ t u n g, die Schönheit1 ־de׳r der 1g -1 til i c 11 e!n Oiffeinbaru n g e r;f!a׳s!sie1 . . Hirsch •selbst iscihreflbt {!Ges. Sohr,!:fitem, 111׳.. S. 4'56): .Hat!aber!das• Judentum!, für welldhes wir unsere Jugend heranbilden, d,i׳e iBerührung mit den geistigen׳ Ellemeinten!!jeder wahnen anderem!Bildung nicht 1z!u scheuen׳, so ist!eine gieichzieitige Ertüchtigung unserer Jugend' auf!den Gebieten der allgemeinen 1Billidmng!nicht׳ imur!eine, von׳ ׳den Anforderungen,!des einstigen bürgerlichen Berufes geboten'e Notwendilglkeit ׳Und!schon als ׳solche ivon religiöser Pflicht getragen,!ist nicht niunflür das Verständnis der!Zeit-. genas:s׳erasobaft und der Verhältnisse, ,Hinter!denen und ■m'if . welicheh ihr ׳einstiger Lelbensberuf ׳zur Verwiriklichuing kclnumen! wird, ׳eiln1 höchst 'heilbringenides Amgelbindie u׳n!d somit auch■ vom׳ religiösen Standpunkte!wanm!!'zu beifiiirwortendes Desiidenium: sie ist vielmehr izur gleichen Zeit eine sehr wes enfPi c h e B e re iche nun׳g ain! E׳insicht und Um!fa׳n11g ׳für die ׳religiöse!Bildung s e 1 b!s 11u• nid s o׳m i t v 0!n d e׳mij iid,i s c!h'- r el'igd Öseu Momente •selbist 11׳tm seiner selbst wällen in 1hohe im G r ade a in z tu •s t r -e b e in ,u ׳n d!z 1111 ׳p!f 1' e 1g e n.“ (Und wenn Hirsch, um unsere ׳״jüdisclumonschüc'he ' und bürgerliche Pflichtienaulfigabe“ ׳zu lösen, ׳eine ,Brücke der ■Achtung und Liebe“ zu bauen ׳zwischen!Mensch und Mensch!auch (die ״'Sühne ides jüdischen, Volkes zu׳ aktiver Beteiligung ain allen Ihanmaimsozialen und politischen!Be- Strebungen“ ׳eimilädit lind sich Idas Verhältnis des!jüdischem Volkes izur Uimiwe'tt ׳bequem und ׳mit einer dem Ton seiner Zeit angemessenen ödien׳ Phraseologie izurechtsohmeidiert, vergißt ler, wenn er!auch die Religion als ,absolut!Und den ״Fortschritt“ als bedingt stempelt, das grundlegende Wesen des Judentums im Vergleiche!zur Umwelt, nämlich die •tiefe Beziehungslos!•g׳keit zum Logisch-Aesthetisch- Ethischen. (Maßgebend zum Verständnis jüdischer IWesenseigen- ׳tüimilichkeit mögen Hirsah’is Gesammelte Schriften wohl d!er dem östlichen■ Judentum ganz verständnislos!gegenüberstehenden westlichen Orthodoxie sein, aber für!uns sind sie ׳es nicht. ׳,Wir ׳halten 1e!s lieben mit חתם סו8ר der ׳z. B. «m תורת משה!schreibt; ...אין לפרש רברי תורתינו ע״י הקדמות מססרי חכמות חציונות Dies!zur llustration. Es •mangelt m'Lr an Zeit, um ans ׳der riesigen ׳Literatur unserer גדול י ם die unzähligen *) Van!mir gesperrt. Seite 3 "ווו1>ו>>>>>ו>ו>ו>>>ו)1!!!ווו<וו<וו1ו!וווו)1וווווו)וווווווווו!))ווווווווווו)ווווווווווווווו1ווווווו1וו!ווווווווווו1וווווווווווווווווווווווווווווון 1 Lebensuersiclierunss-Gesellschaft!״PHÖNIX“ I lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll - s Gegründet 1882 Gegründet 1882 1 Versicherungsbesiand . . . 1800 Millionen Schilling jg Garantiemittel Ende 1927 . 192 Millionen Schilling 1 Prämienu. Zinseneinnahmen | im Jahre 1927 . 71 Millionen Schilling I Tätigkeitsfeld der Gesellschaft 2 M Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische §j Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, jg H Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griecheng 1 land, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten g 1 KituIef-Uersorfun$s-Uers!cherunS ווווחחווווווווווווווווווווווווווווווווווווחווווווווווווווו | 1 Erziehungsrente für das Kind, Sterbegeld nach dem jg Tode der Eltern, und prämienfreie Versicherung des §§ Kindes vom 24. Lebensjahre an scharfen unld ׳entschiedenen! lAblehnungen ׳der Ei1nlbe!zi!eihuin1g zeitlicher Kultur ,in dc׳n׳!Koimpliex ideis Ijiüdiischen, Geisteisinhaltes hcrausizugrieiifcin׳. Di!e — geliinde 1ge׳sa,gt — naiven ׳״Beweisführungen“ ׳d׳e׳s Herrn Artikels ehre ib׳e1rs sollen!nur zur Ililuistration!seines phänomieualen :Scharfe'inmeis (!mit ׳dem Worten׳ ,jUnsiinm“ und ,jEllödsiiimn“!wollen wir!nicht oper!iereil') dienen. Z>. 1B. ׳das בית המקדש!wurde von nichtjüidiischien 1Kü,nsit!11er1n ausgefiilh׳rt. Es sind zwar!alle Ma'ßie biis ,ims!kleinste Dietail על פי נביא ivorfierlbeistimimt gewesen, so ׳daß Ifiür den michtijitidischon Einschlag 1 wahrlich nliaht viel' •iilbriiglbiliieb, od׳er!z.!B. ח יוחנן בן זכאי der ״ailles gewußt“ ihat, mäimlicb ׳unten anderem auch שיחת שדים שיחת מלאכים usw. (er (dürfte!alfes auf deirselben Universität gelernt haben), doch ,scheint dies bei dieser glläriizend'cn! Argumenta Hon keine Rolle!zu isipielem. Daß auch!z. (B. ■in!den Worten תורה אם דרך ארץ der פשט anders sein könnte, scheint auch (bei Herrn Th. keine lR0H!c zu ispleltem. ׳Hat er doch meinen Hinweis. auf die Namengebung der פרושים aus d'er מכילתא glänzend widerlegt und!umimiögilich!gemacht. Der Loser möge!sich!selbst ׳durch Binßichtn1a)h1m׳e ln Ex. 16 .9׳ ülb'cnz engen. iWiais d׳io alten, eth rem werten Hollämderinnern ivcim Schimpfen!sagten, ׳ha'bie ׳ich!wohl׳ nicht gewußt, aber aus A׳n׳stan׳d!sgef,üht gehail'te!!׳. Herr Thai dagegen scheint!sieh mit seinem Wissen ■zu begnügen, darum hoffen wir für!die Zukunft rniehr Tlhora!und mehr D'ereeheretz! _ VON TAGE Ein bewährtes Mittel des Gewissens- Zwanges: den Brotkorb höher hängen. Wiir (bringen nachstehenden '׳Bericht der J. T. A. über die. 1M1i״s r achi t a׳g,1u;n׳g in Pittsiburg. ■Es i׳st erfreulich!, daß: der ׳unerhörte Antrag ׳des Rabbi Silber, der 1Gewiissein'Siz'wang ärgster Sorte gegen Kranke!,!Hilflose und W׳aisen bedeuten!würde, bei der, Majorität!der Tagung die ihm 1ge!b1ü1hrend!e!Abfuhr erhiettit.!(!Die׳ /R׳cd.) Im׳ ׳Mittelpunkt der in .Pittsburg stat׳t׳ge1fu׳ndenen■ Taguug!des amerikanischen׳ :Misrachi stand die Erörterung über ׳den Separatismus der Agudas Jisroel. Rabbiner ׳Ellas Inselbuch, einer der Organisatoren! der ׳Misracihiiiweltbewegutng, erstatt׳ete den!Bericht über die gegenwärtige Lage!in Palästina ihm Zusammenhang mit der!Bildung der Kemesseth Israel ׳und ׳verweilte insbesondere ibel der Haftung der extrein-en Orthodoxie in!Palästina׳, die unter der Führung von Rabbi So׳n,n׳enjfekl> eine eigene Gemeinde außerhalb des Rahmens ׳der Kemesseth Israel ,gebildet hat. dm ■Anschluß an ■diesen!Bericht richtete ׳Rabbi Paul!Slfber, Präsident des jüdischen tbealogiscihen ■Seminars Sn Ghikago, einen Appell an ׳die orthodoxe Juden'heit der׳ Vereinigtem Staaten, in Paläst.ina ׳zu!intervenieren׳, um ׳dem!Separatismus ■der Agudah ein Ende ׳zu ׳maaheni. ׳Die Korafereniz, ׳sagte Rabbi Silber, solle ׳eine Wärmung an ׳die palästinensischem Chalukkahjuden ׳(orthodoxe ׳jüdische!Kreise Palästinas, ■die .aus den Meir-,ibaa׳l־!ne'ß-JBüchsenspeu׳den ■der verschiedenen Länder unterstützt• werden) sowie an alle ׳alten! orthodoxen Instiitut'ioiienj, die aus Auslandsibeiträgen erhalten ■werden׳ ,׳erlassen und ihnen sagen, •daß ihnen ifimamizielle Hilfe .aus Arneri׳ka solange ׳entzogen;werden׳ wird, als sie die ׳Agudas Jisroel in ihrer Politik gegen die Zionistische: Organisation unterstützen). In der ׳darauffolgenden! erregten .Aussprache wandten! ■sich ׳mehrere Delegierte gegen Rabbi Silber und forderten׳ mehr Toleranz ׳und■ ׳WieithenziigkeiL!Mehrere andere!Delegierte ■schlossen sich der ׳Forderung ׳von Rabbi Silber an.!Zu einem!Beschluß kam es nicht. Dem bisherigen Präsidenten׳ des a1m׳eriha1n!isehen!Misrachi Gedalialh Publik und ׳der!bisherigen Verwaltung wurde ■das Vertrauen ausgesprochen׳. Verhandlungen des Misrachi mit Agudas Jisroel zwecks Erhöhung der orthodoxen Vertretung in der Jewish Agency. ׳(J. T. A.) Die Leitung der :Miisracliiorgamisation ׳führt gegenwärtig in Jerusalem mit ׳der;Leitung der Agudas-Jisroel-,Organisation und mit Vertretern anderer orthodoxer jüdischer ׳Richtungen sin Europa und Amerika ׳Vorhand- Innigen mit dem Ziel, die Vertretung der Orthodoxie in der erweiterten Jawis'h Agency aulf eine möglichste Höhe!zu bringen. Das Budget der Hebräischen Universität, Die Hebräische Universität hat soeben ein Jahrbuch für das Jahr 5688/89 veröffentlicht, das eine Uebersicht über die Entwicklung der Universitätsinstitute, sowie über die finanzielle Lage der Universität in dem Berichtsjahr enthält. Der Bericht gibt ■u. a. folgende Einzelheiten: Das Budget hat sich von Pf. 40-243 im Jahre 5687 auf Pfund 5L&53 im Jahre 5689 erhöht. Das größte Budget weist das Judavstische Institut auf, dessen Ausgaben mehr als!Pfund 8000 pro Jahr betragen. Einen ebenso großen Betrag erforderte die National-BibJiothek, — Die Haupteinnahmen

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