Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1929-04-24 · 17-18 (24.4.1929) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
17-18 (24.4.1929)
Date
1929-04-24
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2629891-2630294-2630311--3303-2635281
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 17/18 JÜDISCHE PRESSE -Seite 11 Adas Jisroel (Schlffscbnl), Wien, II., Gr. Schiffgasse 8. Kanzlei: Wien, II., Gr. Schiffgasse 1 Die Firma S. & G. Pisk bringt aus der. unter Aufsicht der Adas Jisroel stehenden Meierei für Pessach Milch כשר של פסח in den Verkehr. Dieselbe wird an die Verbraucher um 62 Groschen per Liter bei allen Verschleißstellen, die von der genannten Firma beliefert werden, abgegeben. Wien, am 12. Nissan 5689 (22. April 1929). Der Vorstand. ״Frauenhilfe der Adas Jisroel“ und ihre Pessachaktion 1929. ,Es 1M> idletr Firawienihi'ltfc g!eil!u׳n1g!e!n,' iroiiz!dar Zielt׳!der scltwerlen ־wfilrltfschialfltlfitdhl&ii• Not eilroe g.roißzaigüige Pessacha ■k t'i0 ׳ ti!eünzu'leßten•!umld1 .mliit Ibeistümi Knfallgie dlutrohzufliilhlreu•. ALIleiiidirJns^s av׳ar kJriles Ikeiiln Liefi'clhlteis׳. *Onfd! mir ׳dter igiaimz a 11!ß e.r oirdieinül’iicäi'e n ifflfcble'ricüit'scihialft u>n}d$ den•!eldelmiÄscin• Bte- ,tmiihiuinigen .id'elr .MteMteir• g.einiaimiite'r ־MelPefinUgung .i:slt) eb -z!u ve׳rdä!tWe1n jdaß 1a׳ucih ihleluleir idCle Finaiuenilhlilc helfe md ׳ciihiigmetilfeii koninJt'e. arm m lenrni'ägilibhcn, Idlaiß mich d'e r Aermstle!!das Pies־ sadh'feLsii 1w!1«ridli!g befehlen könne. , Und ־wenn all die Frauen, welche sich in den Dienst dtrcs’er g!ultte(n Sacihlc glelsItlcMIt,!am Ii1hr!c!m!eigenen fetllidhlen Scdblrtiilsdhic dla!s ■Feslf! Idfer Bofneßunig .feilem, —* ׳s'o möge dlas erliüeibcinldlc!Bewußtsein isrila! eirifirlilem, Idlaiß aihir!Piesisiaah10!plSe.r, das sic in edler •Menschenliebe gebracht, Gott gefällig!und ■den Manschen zum Segen ward. Es lhäb!e!n!sfilclh an ■dtile's'etim iSialmlmelrwIeirike bieltieiiilliigltS idlile Daiiuicn: Roisia ,Afd!'k o r 45 6, Firäniz'c B filis c bo ffsfwenn'd er 41־ S. Er1n!e1s!t!i!me 0o|1n;!d!li .120 S, IHKTdte .׳Bo n!ldly 40 S, Hermiftne B!r־ecu) c!!r 25 iS, iRieidhia ID)׳a iiniz ו .nig/e r!27 S, IBrna IDieant sch 20 S. Hiild'a Dii'a m,a wt1 10 6. Olly Eilig!eil!sbai t'h66 ׳ S, B'elritla Fel1 igcLs dock 30׳ IS:, ׳Gilselllia ,F e li/ g c! I ׳s׳ :t• 0' c 'k 120 S, Roi'sa iFieiiigiei« tiocik 30 S, iRlablb. F;l!1e׳i!3׳clh.!m,ann1 32 S, Ediitlh ■Fl rlr eidima׳.t1'1n 5 'S, Lola G r iinwald S 'S,!Mlamgilt GiriiimWia lid 15 S,!Seiimia G׳r ii 1mv׳!ail;d45 ׳ S, Paula G Hi ck iS'C'l ,iwg!10 S, iHÜÜlda 1H1 ö c!H b 1c ■r g 30 iS״ M'iltlzi 'Hei.rz!0 .g 132 iS, iRo'Sia ■H ö 81 li1 ׳g Is lb| e e׳. r 30 S,!Hellenc iH 10 r 1z 1k a •3 S, KairoL'ilnic 1H oTizienr 47 :S, iBrnielsItlilne ■K.r a kialaiieir 25 S, ■Mal•־ v/inc ■K aufm a n n 20 S, Therese K o h n 20 S, ■N. Kam p- I c; r 10 S, Jeniny L ö<wün1g,c ׳r ■23 S, Frli'edla :L c■׳>i tivic!,r 70 S., Natalie L e m >b c r g e r 47 S, Gisi M ii 11 c r 27.50 S. lRech׳a N.a.u ׳r(1a: t׳h '10 iS, ,Ghäirffoltltle Nia si olh, 45 iS, 'Hanna Pappe! 11־ II e i m 36 S, Paula P a p p c 11 h e i m 10 S, Sophie (Pappenli e i m!130 . S, Po stsparkassenspe ■11 ׳d e 11 120 S, Miiwva JPrps1®«1(15ffliz 55־ S, •vAnmffiia Re ו ch n c!r 7 S,. ■Sani- S t e ir in ff id 1 Id! 10!S, J!ul!i(c-: R 0 :siemblc'r g 5 S, Lea Sltl eii' n- 11 0 f 5 S, Luise Spitzer .60 'S, Rosa Spitz 10 S. Rechel S;t e iiiiiii'.olf 10 .!S, Grete S terri 5 S, Johanna ׳Söhiiillfff 26 S, Lola S qh illSff 35 S, iSitleillla. 19cIh'.li 1fif 68 S, Hcpny 'S c hr.iciiher 80 S, Tih!en־e1$e S ah1־me1ii'be־r 37 S, Bella S c.hlille's iiin־,, ■gen20 ־ S,■!Olgia ß.clli'l 1c׳:sd11n1.gie r. 24 S,,E׳fea iS c'fhiPcuk 5 ־S, Riabb. S c One111! ׳k 46 S1, lMli|n,ma S c ihl w a; 135 .17־ S, Glrieit.'e T iic liio 25 S, Berta T o nina sicliii of 15 S, Jenmy ■W'eiiill 25 S. •lientia ■W c'iine'ir 21.05 S, (Herimfiane AV,e|li 11|׳dn 22׳ S, IHiellemc VV'er t!!h a.mune 129 ־ S, iGeirlhnuld1 Wfi.111!ki;*h o l'׳z 5 S; zwsammen 2029 6 60 g. Plenarsitzung des Wiener Knltusvqrstandes. Montag, den 221 April, fand eine öffentliche Plenar,- Sitzung . des Kultusvorstajides statt, in welcher die Budgetdebatte fortgesetzt ■ wurde. Vor Eingang in die Tagesordnung r ti g t e Präs. Prof. Dr. Pick in scharfen Worten die. Vorgangsweise des Vorstehers Mendel - S i n־ g e r, der .schwere Verdächtigungen gegen den ״K.e ren H a j i s c h 11 b“ ausgesprochen ־ bat und als er vom P 1־ äs i d L׳u;m ■ a u f gef o־r d e r t wurde : ־.. seine Behauptungen zu belegen» da blieb er den Be- י weis schuldig. Nachdem noch Herr Singer und Herr Pappenheim Erklärungen in dieser Sache abgegeben haben, ging man. zur Tagesordnung über. Zunächst polemisierte der Finanz-, referenty ־ Herr Regier.ungsrat Dr.;'O p pp n h e i m, gegen: die oppositiphellen:. Redner,gegen pr.: Frje^lrriann; und Mendel Singer lind trat'lioclimals für die ׳unveränderliche Annahme des Budgetts ein. ln der darauf folgenden S p cz i a 1 d.e־b a tt e sprachen die Kultusräte B a u m i n g e r und G 1 ii c k zum Kapitel K u 11 u s, das unverändert an־ genommen wurde. Zum ' Kapitel Unterricht sprach Kultusvorsteher M. Rath in sehr ausführlicher Weise. Er trat warm־ für eine aktivere und־ energischere1' Schul- Politik seitens der Wiener Kultusgemeinde eiii. In später Nachtstunde wurde dann die Debatte auf Montag, den 20. d, M. vertagt, ' . Tschechoslowakei. Aus der Bratislavaer orth. .Gemeinde. fn Angelegenheit des Ehrenbc'leidig'iuigs- ■und Ver-• lciiindungsproizesses. den Herr Ja!kob Joel Braun׳ beim Besdin gegen ■c.en Geineindevorstaiid ׳anhängig gemacht!liat, ist am S. Nissan eine Wiendung ein ge treten, die eine neue Sachlage schafft. ■Bas!Besdin gab ■Herrn Braun bc-! ׳l«imit. daß .es entschlossen sei, die Austragung dieser Angc׳lege!:׳heit n i e 11 t v 0 ׳r z 11 ■11 e h rn e n. iBesglcic'iien wurde dem weiteren Wunsche des Klägers um Erteiilung der Erlaubnis, sein Recht ini ׳Notfalle בערכאותיהם zu suchen, nicht entsprochen. Die Mitteilung in Nr. 15 der ״Jüdischen Presse“, wonach beim Besdin eine Ge ge 11kJa ge gegen Herrn Braun .mit unbekanntem Rlagcgegenstaiid avisiert worden! sein soll, erweist sich als uuriohtig. Nach einem Bericht in der jüngsten 1Nummer der über die internen׳ Vorgänge und Absichten ׳in der Gemeindeleituug begreifMcherweise genauer unterrichteten ״Jüdischen Vciikszeiiltiuig“ ging eine solche ׳Ankündigung nicht von dem allein augeklagten Gemeindevorstand, ,sondern von sechs ׳Repräsentanten aus, die yM einer ״Gegenklage“ nicht c!ualitä2<i׳ert sind. Wie die von uns jn Nr. 15 wiedergegebene Notiz aus der Prager ״Selbstwelir“ beweist neuerdings eine Glosse, die in der ״Jüdischen׳ Volkszeitung“ ׳erschienen ist, besser als spaftenlange Schilderungen, mit welchen Mitteln •auf der anderen Seite gegen eine Behandlung der Angelegenheit על פי דין תורה angekämpft wird. Diese Glosse über den Din Tihora ist in sehr charakteristischer Weise mit dem Titel1 ״D a s abgesagte Purims pilel“ überschrieben. Die Erlebnisse der Orthodoxie während der letzten Jahre haben• das beschämendste Kapitel der neuzeitlichen jüdischen .Geschichte, das einst mit der Ueberschrift ״Lm IGoIns־ bei Juden“ versehen' sein ■wird, überreich vermehrt. Als!Beitrag zu diesem Ka,pitel׳ geben wir auch diese Glosse unverändert (׳mit einigen Unterstreichungen) wieder: ״Für vergangenen Montag war in: der ׳Rahbinats- Stube z!u (Bratislava ׳ein• n o ch nie d a g ewcsencs iS c h a!11; s!p i e!1 ׳,angesagt.!Wie bekannt, hat die ״Jüdische Presse“ S ch1:׳rräih,a r tiikel' gegen die 81 enge wählte Gemeindelei tun« veröffentlicht.!Der Vorstand und die!Reptäsentanz hat ׳demgegenüber eine!Erklärung veröffentlicht, die!weder eine Beleidigung noch c'i'ne Ver- 1011׳ mdu,11g enthielt, worauf Herr Joel Braun eine!Klage bei!m IRabbihat einreichte. Das Rabbinat hätte jedem anderen, der eine solche Anklage vorgeibrächt, die Türe gewiesen. Da aber ,־der Angriff auf das Ansehen der iGemeiudeleitung von : der g efatl 1 e 11 e .11 Opposition! ׳ausgeht, und ■da ein iMä11 :g.l'i e.d dies IR abib im a te s mit dieser ei'ncs Sinnes ist, wurde ׳eine ■Verhandlung ungeordnet. IMittlerweile haben aber sechs Repräsentanten eine Gegenklage gegen Herrn Braun beim Rabbinat einigereicht, legten dagegen Verwahrung ein» ׳daß ׳d e r V e rt r an e 11 sma 11 n d e r O p p 0s i t i 011 an der Rab- 'b <i •11׳ a t s s i t ,z .u 11׳ g als R i c h ,t e r t •e 1'!1;11 ׳e ׳h m!e ׳.iwnd! endilith 1wurden von seiten der 'Gcmeiudeleitung •vier!Männer!mit der Vertretung!betraut. Daraufhin!hat ■das Rabbinat die Verhandlung — wir wissen ■nicht genau — aufgehoben׳ oder ׳anfgeschoben. So lustig ■siah! diese (Begebenheiten! lesen, so ׳traurig sind selbe für unsere Gemeinde. ‘ Nachdem das erste Attentat auf ■d׳ic!Au to 11 ornri c ■der ׳G׳e- ,nie in de kläglich׳!mißglückt ׳ist, ׳versudht die gefallene Partei!mit IHäffe des Rabbi maLes dem Vorstand U.nanuehmliohkeiten und Schwierigkeiten ׳zu ,bereiten. Der!Vorstand und die ׳Repräsentanz ■sollten aber!mit diesem s c h im a c Ih v o 111 ,׳& u׳ Tre i!b ■c 11׳■ e •11 d g!ii 111׳ g ,a 'b- •r e c׳hu e׳n und die!Zeit und (Arbeit zur Rekonstruierung der Gemeinde verwenden. In den Wintermonaten■ ist soviel wie nichts geschehen. Eine (Kommission arbeitet fleißig mit großem! Eifer: das!ist die Steuerkamimisisiou.!Nebst!der ihöhen1 ׳FJieischgabella, die ׳noch ein Nachlaß 1Pap p■einbeim s ■ist, nebst einer SOprozentigen IMazzessteuer — die IM:azzen kosten׳ dreimal so v׳iel! als ׳Ohomez — ■nebst verschiedenen! anderen Abgaben1, wird :!noch ׳eine besondere Umlage ausgeworfem Diese Umlage, wurde seinerzeit ■nur!zur A11 s t e׳l׳־hw1!g eines IMa gg.i-4 bewilligt. Die!Umlage wind1 seit 40 Jahren •eingehoben, der'Posten wurde!n och imm c r■ n i׳eh t besetzt. Für!das ■viele 10014 hätten־־ doch ׳die ,'G'e-!rn1einde1m!itgl׳i׳eder das Recht, zu verlangen, ■daß in!allen Gebieten1 des■ Gemein dewesensi Ordnung geschaffen werde.!Statt dessen־' haben1!wir niahtentsipreclhendc Schulen, •eine׳ ׳sohmuttzige IMikVeh, (kalte,!nicht geheizte ־ Tempel, 1Uneinigkeit ׳im Rabbinat, (Hetzereien auf den Schlachtibrücken! u׳sw. ’ ■Wie wir hören, beabsichtigen einige!hervor-, ragende Mitglieder der Gemeinde 1a!m Ohole (Moed ■Pessach. •eine öffentliche Pr׳o׳t e s t ve׳r s׳n■ mm Tu ■n g •eihziiberufen, uiinzu verlangen׳, daß .endlieh diese Geb eist än de; aibgestellt'tVcrden. Alle jene Beamten, ׳die ■gegen! die iGeineindeleitung konspirieren, zu p׳e n s i on i e- , .'r e n od c r.zu e n■t■1 :a s s-׳em!und mit Ruhe und Ordnung ׳die!Regenerierung der!Gemeinde und die ■Umarbeitung der Statuten vorzitnehmen.“ Soweit die ״Jüdische.Volkszeitimg“. In den! ,Kreisen der .'Jereim!wird die (Situation in der Preßburger ortliodoxen Gemeinde, über den gegebenen Einzelfall hinaus, mit dem. g r ö ß t e 11 E r 11 s t. betrachtet. •' ׳ " ' _ " Für den Schabbos! Ist euch derx siebente. Tag ■der Woche noch der alte, geh eiligte" Schabbos, ׳wollt ihr־ ■diesen Tag in seinem alten 'Glanz, in seiner tiefen religiösen (Innigkeit erhalten und wollt!ihr, daß die Außenwelt euer gutes Recht auf diesen Tag;in Gesetzgebung und. Wirtschafts- leben r e s ■p e k t i e r e, so bewahret ihm vor allem ihr selber die Achtung, die ihr für ihn von anderen fordert! Wollt Ihr, ■daß ׳euer eigener!Idealismus, den ihr 'mit der .allwöchentlichen. Heiligung ■des Schabbostages!bekündet,' nicht den ׳Ruin ■eü r e r wirtschaftlichen Existenz bedeute, so" / ' ' trachtet danach, daß auch euer Bruder und Gesinnungsgenösse wegen seiner unbeugsamen Treue zum Schabbos nicht br.otlos werde! W'ird i!1 eurem Geschärte, eurem gewerblichen Betriebe, eurer W e 1׳־k s t ä 11 0 eine Stelle frei oder habt ,ihr welchen Posten immer oder welche Arbeit immer .zu vergeben, so gedenket der hunderte jüdischer Stellen- und Arbeitsuchender, denen der Schabbos genau so teuer ist wie euch und die das Stückchen Brot zum Leben genau so benötigen wie ihr! ׳־ 'In allen Fällen wendet euch an uns. Wir vermitteln kostenlos Stellen , und Arbeit jeder Art an solide, a r- ׳b e i t s w i 11 i g e und . s c 11׳ u ,b 'b 0 s ׳h ii t e n d e Stellensuchende! Schomre-Schabbos-Sektlon der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Bratislava, Turnergasse 14-16. Oberrabbinerinstallation in Irsava. Dienstag, den 16. April wurde Herr O'berratobiner Levi Jizchok Grünwald, bisher in Vyskov, in sein neues Rabbinat in Irsava feierlich eingeführt. Der Einzug vollzog sich in durchaus imposanter Weise und du der ganzen Gemeinde zeigte ,sich!Freude und Genugtuung über die gute Wahl, die ei,ne .Mehrheit von 80 Prozent aller Gemeindemitglieder getroffen!hat. 'Ein Sonderzug brachte ׳den neuen geistigen Führer der Gemeinde in Begleitung ■von einigen 1hundert Festteilnehmern ■aus der Umgegend nach ,Irsava. Auch die Vertreter aller!Behörden ■waren zum feierlichen (Empfang erschienen. An ■der!Bahnstation begrüßte Herr Dr. Simon Kardos den Oberrabbiner mit einer herzlichen und!markigen ׳Ansprache. Von ■dort 'bewegte sich ■der Zug zur schön geschmückten Synagoge, wo der Oberrabbiner nach dem Minchagebet seine Antrittsderosoho'h hielt. In einer eiiidriioksvollen ׳Rede legte er ■die Grundsätze ׳fest, nach ■denen er als Rabbiner ■seine Gemeinde bedarke (Hathora wchajiroh ׳zu führen gedenke. Er!hoffe, sein ׳hohes Ziel irn Sechus seines Vaters» 1 צ ״ ל (des Rabbi Mosche Griinwald,׳ ׳ .1 צ " לOberräbbiner von ,Hüst, Verfasser des ״Arügas Habossem“) zu erreichen.!Mit Worten des Dankes!au die Gememdemitgliedcr, die ihn ihres Vertrauens würdigten, und einer Begrüßung an ■die Regierung schloß er seine' wohldurchdachte ׳Deroschoh unter allgemeinem Beifall der, tausendköpfigeii Versammlung. Nach dem G-ttcsdienst fand . im Hotel Klein ein Festbankett statt. ׳Während ■der (Mahlzeit hielten ■der!junge Oberräbbiner Griinwald aus Tlacevo (Neffe •und!Schwager des neuen Oberrabbiners), der Rabbiner aus Rewjard und Rabbinatsassessor •Werzberger aus 'Irsava schöne Ansprachen. Die Mahlzeit verlief ungemein!fröhlich und hielt die Tischgesellschaft bis iMitternacht ׳beisammen. E. S. Gemeindewahl in Uzhorod. Sonntag, ׳den 14. April, fand in Uzhorod die Neuwahl der Gemeindeleitung . statt, die alle Gemeindemitglieder seit Wochen in Erregung!hielt. Die Wahl ergab einen vollen Sieg der bisherigen Gemcindeleitung, deren Partei von den.60 Sitzen 44 errang. Gemeindewahl in Ung.-Brod.!Die jahrelangen Zwistigkeiten ln ■der Ung.-Broder Kultusgeineiiide sind — , wie uns ,berichtet wird — ׳durch die am 14. April stattgefundene Wahl ׳zu einem vorläufigen ,Abschluß gelangt. Die Wahl wurde nach •dem proportionalen Wahlrecht vorgenommen. Um die Stimmen bewarben sich vier Parteien, von denen die ״Jüdische Wirtsohaftspartci“, die bisherige Kahalpartei, 166 Stimmen (8 Mandate), die ״Zionistische Friedenspartei“ 98 Stimmen (5 ׳M׳a.ndate), die ״Nationaljüdische Partei und Orthodoxen“ 98׳ Stimmen (4 Mandate) und die ״!Mittelstands- und ,Kleingewcrblerpartei“ 23 Stirnmen ,(1 ,Mandat) erhielt. Diese letztere Partei wird vielleicht gegen die Wahl Protest einreichen. Aufruf. Seit jeher war איץ ישראל der Mittelpunkt des jüdischen Volkes und war es daher eine Einrichtung; der Größen ישראל׳ם aller Zeiten, bei freudigen und sonstigen Anlässen ארץ ישראל zu bedenken. Entsprechend diesen alten Einrichtungen gab es in jedem jüdischen Hause eine Sammelbüchse — קופת ר, מאיר בעל הנם genannt, in die jede jüdische Hausfrau vor Ausübung ihrer Pflichten, wie Chalohnehmen, Lichtzünden u. a., ihre Spende gegeben hat. Durch die Entwertung der österreichischen Währung wurden in der Kriegs- und Nachkriegszeit die Sammlungen vernachlässigt. Da nun wieder stabile Verhältnisse eingetreten sind, erlauben wir uns, auf die eminente Wichtigkeit, dieser größten und erhabensten Einrichtung aller Zeiten hinzuweisen und jedes für ארץ ישריאל warm; schlagende Herz aufzufordern, nicht nur eine Büchse für sich zu verlangen, sondern solche auch in Bekanntenkreisen unterzubringen und so für die heilige Sache zu werben. Zentralkomitee der vereinigten Kollelin. Büchsen werden über telephonischen Aufruf; zugesteilt: ■; .. . ■,.׳•••':'■ _־_־ ' .Ignaz Klein, II., Schiffamtsgasse 17, Tel. A-47-8-68. : B. S c h i f f S ö h 11 e, I., Neutorgasse 5, Tel. U-22-0-17. , Leopold Ledere r, 11״ Nestrqyg. 11, Tel. R-43-5-83. ' Möchte meine beiden Töchter!im'Alter voii 15 u'ti'd' \ IS Jalhren bei ifeiiiicr, ist ren«'•: orthodoxer iFamilie?wiödks 1 «rün-d'Hdher Erdoriuui« der deutschen; 1:Sprache u1*terbrih«err ■' und. würde 1hingegen• z\v.ei ׳Baclnirim, die die; hiesige Jesebiwa besuchen׳ ■möchten,!beste Verpflegung tind Unterkunff gewähren. ,Muß nicht bei! einer Fam׳ii׳i,c sein. Näheres bei Leopold ,Strauß, Malko, Ungarn. ' ■ ־ ־־! Zu eiiner älteren, kränklioben Dame ־ w!i׳rd•; •yerlaß-־,; liehe 40- bis 45jähfi«e ׳Frau sofort äiifgcnörnmeh'. ■Köehen־. nicht erwünscht. Ausführliche Offerte sind an E׳hrepfeldv Nitr'a, Mostna uhea 7. Slowakei,, m- •riohten'.,■•' Efnziige ' verläßlich streng orth. כ ש ר Pension , in der Hohen Tatra. Dolny Smokovec (Unter-Schmecks). Erst-' , ' klasS'igc Küche iihd Bediicnnng.' Mastkuren.'' ־Efwaclisene-" .Mädchen werden dline ,Beglieitung aufgenotnimen.!Ganzes.•■ Jahr offen. ■Mor Schreiber, Pächter, Dolny Smokovec»• Vill'la Läzär. א •v;L־ Junger Mann aus der Kolonial waren- oder Oel-־ bnancihe!wSnd als Magazineur p'er sofort a.uf«en׳ommen־..׳Anträge!unter ׳״Streng religiös•“־ au die Bratislavaer Admiiristratian dieses Blattes. Ferienheim, 'besonders geeignet für Kinder, denen auch Piestanyer Badekur izuträgl'ioh, Auto ■ •zum ■Bade. Schöne Lage.!Normaler,, mäßiger Landaufenthaltspreis. Zid.-Internat Vrbove, pri Picstany. Amtliche Verlautbarungen der israelitische Kultusgemeinde. Ignaz Blumenfeld-Widmung für Maler, Bildhauer und Musiker. (Bcwerbungsausschreibiing.)' Anzahl der Plätze: 3 im. Betrage von je S 200, hievon je einer für einen Maler,, beziehungsweise einen Bildbau er •und einen Musiker. Bewerbungsberechtigt sind: Der Malerei oder der Skulptur oder der Musik ״sich widmende israelitische Jünglinge (junge Männer) mit besonderen Anlagen und bereits bewährten Leistungen. Gesuchsbeilageu: Geburtsschein, Heimatschein. Mittello'Sigkeitszcugnis, Fachzeugnissc: K u!1 s t b e i 1 a g e u sind erst über Verlangen des Vorstan-. des z 1t י e r b r i 11 g e 11.; Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1929. Einreichsteile: I.. Seitenstettengassc 4 (3. Stock. Amtsdirektion). Wien, 23. April 1929. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der E i 11 r e i c ■h s t e 11 e unentgeltlich zu beziehen sind: die Gesuchsbogen enthalten auch "nähere fiir die Einschreiter wichtige Bestimmungen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.