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Jüdische Presse · 1929-04-19 · 16 (19.4.1929) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Kr. 16 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 KUNEROL Ist verbargt reines Fett aas Kokosnüssen. Die Erwägung steht unter streng ritueller Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S. Bhrenfeid tu Mattersburg. KUNEROL kann daher von allen U NACHRICHTEN Airf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab זמן הדלקת הנר עמיצש״ק nach den מנהג וחיקוי nach welchem unsere ostländischen Brüder sich richten, veröfefntlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithachduth Jereim“ zur Vertiigung gestellt. * "" ״התאחדות יראים״ ווינה ״Hitachdui Jereim“ Vereinigung Thoragesetzec-treuer Juden in Wien II., Heihestraße 30 T. 15. ב״ה פ׳ מצורע זמן הדלקה הנר עש״ק שעה 6 עם 4° מיניט זמן שקיעת החמה עש ״ק שעה 6 ע□ 53 מינוט זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 7 עם 42 מיניט Rabbinat der Adas Jisroel in Wien. Verschiedene!Händler ׳mit!Leibens־־ •und Genußniitteln veröffenlichen m!Rekliamezwedken,!daß sie ihre Waren a!t1!s!Betrieben beziehen, die der -Amfsicht des Rabbinates der Adas lisroel unterstehen. Diese Mitteilung ׳beinhaltet •durchaus nicht, daß;die betreffende Verkaufsstelle ebenfalls die Aufsicht genief.lt. Das Rabbinat übernimmt keinerlei Verantwortung dafür. Insbeso'ndl&re aber lehnt das Unterzeichnete Rabbinat unter allen Umständen auf das entschiedenste jede Verantwortung für die Zulässigkeit von allen Genuß- und Nahrungsmitteln ab, die hierorts einer anderen Haschgacha als der des Rabbinates der Adas Jisroel unterstehen. Ebenso betont das gefertigte Rabbinat nachdrücklichstüp^Dt להסיר מבשול מהדובים von יראי השס!von nah ,und fern, daß nur die in der jeweils von der Adas׳ Jisroel veröffentlichten Liste der Verkaufs- und iBetriebsstätten, den Einzelhaushaltiungen und Verkäufern, die anf die השגחה der Adas Jisroel reflektieren, als verläßlich empfohlen werden können. ,Das Rabbinat der Adas Jisroel. Wien, ain, 26. Schiwat 5689.. .;Gesellschaftsreise nach Palästina. Unter der ■bewährten 'Führung des 'be^niuitcn ׳Redakteurs Josef Patai, der 'bereits mehrmals Palästina bereist hat, fahrt eine kleinere Gesellschaft über Triest-Aegypten nach Palästina. lns Programm sind sämtliche ׳Sehenswürdigkeiten des heiligen Landes aufgenammen. ׳Anmeldungen werden noch bis zum 24. April :bei der Redaktion Mult es Jövo Budapest, VI., Revai u. 14, oder bei ■Dr. Josef Patai, Budapest. VI.. Podmanicky 11. 6, entgegengenommen. Periickenkiinstler Othmar Schiff — Kommerzialrat. Wie wir erfahren, wurde ,vom Bundespräsidenten dein unseren Lesern bestens (bekannten weltberühmten Perückenkünstlet־ O thtnar S c h i f •f, Wie״. I., ׳Kärtitnerring 6, wegen seiner vielseitigen hervorragenden Verdienste der Titel eines (Kommerzialrates verliehen. Wir beglück wünschen '!Herrn Kommerzialrat Othmar Schirr zu dieser Auszeichnung aut das herzlichste. Agudas Jisroel, Ortsgruppe Baden. 1Der gewählte Vorstand trat am 14. d. M. zur!Konstituierung zusammen. Es wurden •gewählt: Herr Oberrabbiner Wl!Reich zum Ehrenpräsidenten, die Herren 1M. ■Faißmarui ,zum Obmann, Max Deutsch zu׳m Obmannstellvertreter. lEnnö Ehrenstein ztnn Schriftführer und D. Scbey zum Kassier. Herr M. Rothschild wurde •dank seiner ,bisherigen Tätigkeit für die!Badener Orthodoxie in der! Vorstand kooptiert. Der Homeler Rabbi Schueeursohn gestorben. ,(J, T. A.) Aus ,Hornel wird gemeldet, daß dort der Raw und berühmte Chassidini-Rabbi Schneenr Sa Im an Schnceursohii im Alter von 68 Jahren verstorben ist. ,Er gehörte der berühmten!Rabbincriamüie Schueeursohn an, der auch der ״Lubawitischer Rebbe“ entstammt. Er war ein Sohn des Retschitzer Rchbe und ein!Enkel!von Rabbi Jehuda Leib ■Kotester, dem ältesten Sohne von Rabbi Wendete Lubawitscher. Der Verstorbene hinterläßt zwei Söhne: den Erziehnngspsyehologen Prof.!F• Schueeursohn, der früher in Berlin gelebt hat und sich jetzt in Amerika befindet, ,und den jetzt •in Paris lebenden früheren Tscherrugower Raw. Frau Oberrabibner Elleser Deutsch ע״ה!Dienstag, den 28. •Adar II verschied in Großwardein int ׳Alter von 84 Jahren die׳ Witwe nach dem berühmten ßonyha der Oberrabbiner Elieser Deutsch זצ״ל. Die würdige Matrone wohnte in den'letzten Jahren bei ihrem Schwiegersohn Rabib. Josef Schwarz ׳in Großwardein, Bei der Bestattung, die!unter ■riesiger Teilnahme •stattiand, würdigten Oberrabbiiier ׳Moses D e u t s.c h:, Subotica, ein Sohn der 1Verblichenen, Oberrahbiner Benjamin Fuchs, Großtwardein, und1!Rabbiner Josef S eh w a׳r z die fromme und vornehme Persönlichkeit ׳der Verstorbenen. Der Pilawer Rebbe gestorben. ׳(J. T. A.) Im Alter von: 66 Jahren starb der ׳Rabbi von Pilaw, tMoische Mordechai!Morgenstern, überall bekannt als der ,JPilawer Rebbe“. Er war ein Enkel des in den Legenden der Ghassidtm fortlebenden ״Kotzker;Rebbe“. £MBBHHHBHanR»MBnanHKHnB(flHBnnnHBnBflfflRR58K!MKKS!&!8R«83!!RHB(ffl!aHmBH*RBBfli1n1IHMHR1nW!SHM2 ffi ■ 1 Tschechoslowakei : H H?1«B1aaBnHBnBBBBBaa!e1BBaRHBBaHans1nH1BBss89Htg»1si0saa1aBBainBBBHBasisa8aaBSBinBHflBBBBHB1BHBBi? Zur Misrachi-Konferenz in Kosice. Zu den offiziellen!Berichten über die vor einigen Tagen in!Kosice abgehaltene Misrachisten-JKonfercnz ersucht uns Herr Obe r r a b ׳b i n e r Moses Sc h vv a r t z in Hlohovec um Veröffentlichung folgender Erklärung: Zu meine!• größten Verwunderung vernahm ich ans der jüngsten Nummer der ״Jüd. Volkszeitung“. daß ich in Kosice zum!Mitgliedc des iLandcsausschusses der Misrachi- .Organisation gewählt wurde. (Es geschah dies gegen nieinen a 11 s g e s׳p r 0 c h e 11 c 11 Willen, der •dem Vorsitzenden der Organisation sehr gut bekannt war. Ich verwahre mich dagegen, daß meine Person — von welcher Seite immer — gegen meinen Willen als Waffe zu politischen Zielen verwendet ,werde. Moses Schwartz, ■Oberrahbiner. Sijjunifeier an der Jeschiwa in Nove Zamky. Aus Nove Zamky schreibt ׳inan uns: An der hiesigen Jeschiwa lernten im Wintersemester 40 Bnchurim. Sie zeichneten sieh durch •besonderen Fleiß aus. Alle Schüler waren gleichermaßen■ verpflichtet, Hauptlind ־Nebensrfiiur und Pos,sek (6 Sugjotli •mit Meforschim. 65 Bl, Nebetischiur und 32 Simon Orach Chajim) zu lernen. ,Außerdem lernten 24 •Bachurim die 7 Masscchtos ,תענית, ברכות, ביצה, יומא ר״ה, ב׳ מצועא, מכוח unter sich .und wie die Prüfling erwies, mit gutem Erfolg. Letzten מיש״ק fand der gemeinsame Sijum ׳auf diese Traktate statt. Die Jeschiwa war bei reichen דברי חידה mit ihren!Lehrern fröhlich ׳vereint und zahlreiche!13aale ■Batim ,nahmen an׳ •der Freude teil. Chewra-Kadischa-Neuwahl in Sala n. V. Am I. Roschchodeschtage Adar M •fand, wie üblich, die Neuwahl in die Chewra ■Kadischa zu Sala,11. V. statt. Es!wurden gewählt die Herren Isaak König (Präses). Moritz P o 1 1׳ a k (Kassier), Wilhelm!Goldstein (Kontrollor), ■Sal. Weiß, J1111. K 011 in a n 11, 1D, D oin a 111 lind Jakob!K 0 1 m a n 11 jun. (Beisitzer). Chewra-Kadispha-Wahl in Nitra. ,Aus N i t r a berichtet '1m.au!uns:!Die Vor st and »wähl!in unsere Chewra Kadischa .spielte ,sich am 3. April gleich der leßzte.11 Gemeindewähl ׳unter heftigen iPartcikäm/pferi ab. Der bisheri'gen ■be!währten■ Leituriig stand eine Oppositionspartei jüngerer׳ Menschen• gegenüber, ,di.e alle Mittel an wandte, tun einen ,Wahlsieg «!11 erringen, /Doch!auch diesmal :mißlang jeder Versuch, die alten erfahre ne 11 Jereim aus!dem Felde zu schlagen und nun auch ■die Chewra Kadischa zum Tummelplatz neuer Schlag warte zu!machen, ■die dom Frieden in 1d!er Gemeinde■ nicht förderlich sein können.!Der Wahlerfolg fiel ׳mit, 86 gegen;26 .Stimmen■ der alten Chewraleitlung!zu, ■so ■daß (für die nächsten Jahre in der Chewra der Frieden und die Ordnung iirn Geiste der alten. Traditionen! des orthodoxen Judentums gesichert erscheint. Talmud-Thora-Priifnng in Nove Zainky. Unter lebhafter!Beteiligung ■der ■Interessenten .!fand! aim 13. April!in der Talmud Thora ■zu Nove Zamky die!Prüfung statt. Se. (Ehrw. Herr Gberrabbiner Josef. T i g e rm a n n prüfte persönlich jeden Schüler eingehend /und äußerte;sich über das ■Resultat sehr cmmeiden. Der!Melamed!,!Herr Chajim D 11 x ii e r erzielte■!in diesem Semester besonders gute Erfolge. Neben der Talmud Thora ׳unterrichtete er in drei Klassen der Volksschule חנ״ד< גמרא ורש״י lernte allaben/dlich mit d׳er kaufmännischen Jugend ׳und hält jeden Schahbos Vorträge für die Jagend. Sijum im ״Ez Chajim“ von Topolcany. Sonntag יום א׳ פ׳ שמיני veranstaltete das ׳vom unvergeßlichen ׳Räbb. Mosche Berufe ׳ld זצ״ל gegründete ׳Beshamidrasch ״Ez Chajim“ in Topalcany ein schönes Stimmest auf מס׳ שבועות welche zum Andenken an Herrn Adolf ,Bernfeld gelernt wurde. Dem Feste wurde ein schöner ׳Rahmen gegeben, wie es der כבוד התורה erfordert. ׳Daran ■nahmen ,die Bne Thora und ein großer Teil der 1Gemeindemitglieder teil. Der ,Vortragende,!Herr Markus Z a r׳k 0׳w e r, trug das Schlußlerneti vor und knüpfte daran sinnreiche Erklärtingen.!Bei ■der ■Festmahlzeit sprachen ■Se. Ehrw. :Herr Oberräbbiner Weisz and Herr Rabbiner H ab e r i el ■d eindrucksvolle דברי חורה über die ׳Bedeutung, des Thoralerneiis. Allgemeine Aufmerksamkeit erregte der scharfsinnige und gutaufge'baute Oharrfus-Vortrag •des Herrn Samuel ■Bernfel-d (Sohnes des Herrn Josef M. Bernfeld), der gegebenenfalls den Vortragenden im Bes Hamidrasch vertritt. Das ganze Fest verlief in bester Stimmung and stärkte die Begeisterung für das Thoralernen in der Gemeinde and im ׳Herzen der Jugend. Das Benschen wurde zugunsten der Machasike Thora-Schule versteigert. Pessachfiijrsorge in Nove Zamky. Wie uns aus Nove Zam'ky berichtet wird, ׳beschloß die ■dortige Chewra Kadischa •iai ihrer jüngsten Sitzung, in Anbetracht des diesjährigen strengen Wintere, durch welchen die ge- ׳wohnliche Arme nun terstütz1׳mg zur .Linderung der Not nicht hinreichte, zu ■Pessach einen jeden־ Armen der Gemeinde mit einem ,namhaften.Betrag ,zu unterstützen. Wtfr verweisen unsere Leser auf das heutige Inserat der Fabrik Heinrich Franck Söhne, Kaschau. Zwangsversteigerung eines orthodoxen Tempels und Friedhofes. Wie ״!Kassai Ujsa!g“ /berichtet, wurden vor einigen Taigen sämtliche ׳der jüdischen Gemeindle S a ׳b inov gehörenden Immobilien (Tempeiigrund, Friedhof, Beamtenwohnhaus) iai öffentlicher Versteigerung verkauft. Ein• AdVokat namens Dr. Bela P rak 0 ׳p o v i t s hat dieselben!erworben. In der Gemeinde erregt ■die Zwangsver- Steigerung des Gemeindebesitzes starke Erregung. Sijumfefer in Hanusovce. Aus Haausovce berichtet mau uns: Dienstag לס׳ סקודי •veranstaltete die hiesige Jeschiwa ein großzügiges Sljnmfcst ־auf ביצה 'OD an welchem außer den Jcschrwa-Baclnirini fast alle ßaalebatim teilnahmen. Se. ,Ehrw. ■Herr Oberrabbiiier Eugen Adler schloß den Hadron aloch mit einer sehr schönen Rede. Darauf ,folgten die Vorträge einiger Bachurim und erst ■in später Abends tun de verließ man sehr vergnügt •das Bethaus, wo das ,Fest abgehalten wurde. 1L. 1R. Sefer-Thotra-Einweihung in Sobotiste. Aus S o b 0t i s t e ,wird berichtet: ,Herr Jakob Lau g e r in Bratislava widmete seiner ,Heimatsgemeiiide!Sobotiste ein sehr ■schön geschriebenes und prachtvoll ausgestattetes Sefer Thora. Am צו 'S עש״ק vor!Kabbolas Scliabbos wurde das Sefer seiner ׳Bestinmitmg übergeben. Von der Vorhalle geleiteten die Herren 'Rabbiner!Putz und Geineiudcpräscs Jakob Ehren treu mit Silre Thora am Arm das neue Sefer unter ׳Reziticnmg des בואו בשלום עטרת בעלה an das ארון הקודש Am nächsten Morgen vor קריאת התורה wurden הקפות gemacht und ׳beim Leinen die meisten Baalebatim und Gäste mit Alijos •beehrt. ,Nachmittags versammelten sich alle Gemeindemitglieder im Hause des geehrten Spenders. Herr ׳Rabbiner;Putz und!Präses Herr Eiirentreu ׳verdolmetschten im .Rahmen sinniger דברי תורה den Dank der Gemeinde. Herr Samuel Lang er ■aus Bratislava. ein ׳Kmsin des Spenders, hielt eine schöne Gelegenheitsrede, die großen Beifall fand. Dem edlen Spender sei auch auf •diesem Wege im ■Namen der Gemeinde Dank gesagt. Josef L ö w y. Aguda-Versammlung in Trnava. Samstag, '6 ש״ק תזריע nachmittags 'hält Rabbiner Dr. •Pinchas K 0h 11, Präses des G. A. ■der Agudas Jisroel. aus Wien ■in Trnava einen Vortrag. Arn מוצש״ק' findet darauf die Gencralver- Sammlung der Orts- und Jugendgruppc statt, zu der auch Gäste aus!Bratislava erwartet werden. Nach Blattschtuß Chancellor dementiert. Der mi'srachistische ״Hator“ ■hat :bekanntlich berichtet, daß slcih der!High Commissi011 er 1■Lord Chancellor gegenüber einer Delegation des Misrachi ,ungünstig über die. ״separatistischen Bestrebungen“ der Aguda geäußert hätte. Auf eine Anfrage •der Zentrale der Aguda In Jerusalem erhielt sie von dem Actiug cliief secretary des High ,CommisSteuer ■folgende Antwort: 1״ c h b 1 n b e a u ,f t r a g t, I h ,11 e n ׳in ’ b e z!11■ g a u f Ihre iZiirs ch rl:f t vom 29.!März, ׳betreffend einen ,Beric 11 ,t in de •r Z ■e i!t •u 11 g ״H a t 0 r“!ii b c r eine Unterredung, welche vom! dem ■High Com .m I s s i 0 n er einer V c r t r e t ■u 11 g ■des 1M1 sr a c 11 i 1b e w i 11׳ i g t w a r, z u a 111׳ vv 0 r t ■e n n n d Sie z u i 11 fo 1־;m i e r en, d;a ß der Bericht irrt, wenn er Sr. Excellenz einen solchen Ausdruck wie ״destruction forces“ (zerstörende Kräfte) zuschreibt. Se. Exzellenz hat nicht Im entferntesten auf die Agudas Jisroel in der ganzen Unterredung angespielt.“ Molorbootunfall führender Zionisten i;n Toten Meer. In den letzten Tagen war ganz Palästina in großer Aufregung. Eine Gesellschaft, darunter' der Vorsitzende der zionistischen Palästinaexekutive, Advokat Harry Sacher, Dr. Sorovvitsch, einer der' hervorragendsten An־ walte Jerusalems, die/politischen Sekretäre der Palästina- Regierung Nurock und Edwards Samuel, letzterer der Sohn Sir Herbert Samuels, unternahm Samstag einen, Autoausflug zum Toten Meer und nahm dort ein Motor-' boot. Seither fehlte jede Spur von der Gesellschaft. Die Regierung hatte Flugzeuge entsandt, deren Suchen jedoch ergebnislos geblieben war. Heute um 4 Uhr nachmittags ist nun die vermißte Gesellschaft in erschöpftem Zustande an der Nordküste des Toten Meeres gelandet. Das Boot hatte einen Motordefekt. Oeffentliche Plenarsitzung des Wiener Kultusvor- Standes. ׳Montag, den 15. April fand e’ine öffentliche iPJenar• sitzuiiig des Wiener 1K׳ultusvors׳ta!nd׳es statt. Da mit ■einer Erledigung des Budgets in dieser Sitzung nicht gerechnet werden konnte, wurde ■das /Buidgetp'rovisoiiium bis Ende April verlängert.’ Nach einer sachlichen Budgetrede des Führers der Zionisten, des Herrn Dr. Desider Friedrnamn sprach Itn!Namen!der Partei der werktätigen Juden Herr Mendel Singer, der es sich nicht versagen kannte, eitier ׳unerhörten Verdächtigung gegenüber der Aguda Ausdruck zu geben.' Er richtete ׳an das Präsidium die Bitte, die Verwendung der für ,Palästina' bestimmten ׳Subventionen mit größter Aufmerksamkeit zu׳ verfolgen, da die für den Keren Bajlschuw ■bestimmte vorjährige Subvention angedieh einem in Schwierigkeit geratenen (Kaufmann. aul Zinsen verliehen wurde. Herr Pappenhelm protestierte energisch gegen diese Insinuation , und stellte an das Präsidium das Verlangen.!Herrn Mendel Singer •zum Nachweis der von ihirh ausgesprochenen Verdächtigung zu veraulassen. ■Der ׳Präsident Dmv.-Prof. Dr. Pick!gab ■in ■diesem Sinne eine Erklärung ab ׳und vertagte die!Budgetdebatte auf Montag, den 22. April

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