Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 15 (12.4.1929)
- Date
- 1929-04-12
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 15 JÜDISCHE PRESSE ״ Seite, 5 ־^יי^יייייוייייייי8ווווווונוווו<ווונווו8ווווו1ווווו8וווו88ווג0ווווווווווווווו>!«ו! Tschechoslowakei! ■ ■ Anregungen. Bratislava. תעניח אסחר תרפ״ט Sehr'.geehrter ׳Herr Redakteur!!(Unlieb verspätet.) Ais Abonnent׳ Ihres geschätzten Blattes erlaube •ich mir ,hi-8mit, Sie höfl. u:m Aufnahme folgenden Artikels in d׳ie Spalten Ihres werten Blattes zu ersuchen•: 0 r 11h 0 d 0 x i e u 11׳ d S c 11׳a b b o s. Bei der Lektüre dej; ׳jüngsten Nummer Ihres werten Blattes drängte sich mir die Frage der Inkonsequenz des löblichen Vorstandes ■auf, indem selber dem לא חסור eine so große Rolle ■emräumt, jedoch andererseits den kardiaalsten׳ Satzungen der הוה״לן. wie es שמירת שבת darstellt, leider ■keine solche Wichtigkeit beigelegt wird. •Ich ׳bin nämlich begierig, zu wissen, welchen Stand- Punkt! unsere orthodoxe!Gemeinde lei t׳u n׳g in puncto 'חילול שבת בפרהסי einnimmt, resp. ob der Usus, auch solchen Leuten öffentliche Ehren׳, wie es das Aufrufen zur Thora daristelit, zuteil werden zu lassen, ohne •jede Be- ׳denken praktiziert' werden darf? ׳Anläßlich eines Jomtows wurde mir von verläßlicher Seite berichtet, daß vom Geschäfte weg der große Tempel besucht u׳n׳d ׳Betreffender zur Thora aufgerufen wurde, was auch bei Amrazim berechtigtes Aufsehen erregte. ,Ich glaube, daß. doch Vor- Schriften ■und •Kardinalsatzungen unserer חוה״ק zumindest auf ׳eine solche Aufmerksamkeit und rigorose 'Befolgung Anspruch erheben können, als das ■Gebot von לא תס1ר. Ad 111 erlaube ich mir den ersten Vers in Tehillim zu ׳kommentieren, daß אשרי האיש אשר לא הלך בעצת רשעים man auch ■au ■einem ■gelegentlichen Zusammengehen ׳mit רשעים 'kein׳ Wohlgefallen finden ׳darf, weil dann ובדרך חטאים לא אמד ■es mehr keinen Halt, resp. :kein Stehenbleiben auf halbem Wege ,gibt und nur in diesem ׳Fernhalten die sicherste Gewähr liegt, daß ובמושב לצים לא ישב. :Das צר ■dieser Woche אינו אלא זירוז מיד ולדורות nur dann gewährleistet, wenn man eingangs erwähnte פושעים! mit Ehren überhäuft, um dadurch größerer ,Geldspendem teilhaftig zu werden, ■dann •gerät das ganze Fundament der חוה״ק ins Wanken ביותר צריך לזריז ״במקום״ — .ח״ו שיש חסרוו כיס. Sam 11 e 1 R ■e •i c ,h f e 1 d. Aus der Bratislavaer orth. Gemeinde. ־ Wie bereits berichtet wurde, ist die Verhandlung des Din Thora, den Herr Jacob Joel ■Braun am 8. A)da!1! II ׳beim Besdin gegen den Vorstand der Preßburger Gemeinde wegen Beleidigung ■und Verleumdung verlangt hat, auf!Ersuchen der Gemeindeleitung auf kurze Zeih vertagt *worden. ־Sfeithfer'erfiffir ׳der־'Din Ttiora?4mj 23. Atdair ׳und dann wieder am 27. einen ,kleinen Aufschub. •Wie wir erfahren•, werden die Herren Isidor Engel, Lazar ■Katz, Julius Fischer und Josef Aron Frankel in Vertretung des Gemeindevorstandes vor ׳dem Besdin ,erscheinen. Inzwischen hat die Gemeindeleitung am 26. Adar beim. Besdin die Einreichung einer Gegen k l a g e gegen -Herrn ׳Braun, ׳avisiert. Uebe’r ■den ׳Gegenständ d,i׳e׳ser Gegen- 'klage ist :zur ׳Stunde noch nichts, bekannt. ü'::, , ., ... "■.־* ־ •Nunmehr ergreift auch •die Prager ״S e l b s t w e'h 'r“ <Nr. 13) in einer allen Zeichen־ nach aus den :Kreisen der gegenwärtigen Gemeindeleitung eingegebeiien Notiz das Wort zu den Vorgängen in der Preßburger orthodoxen Gemeinde. Es dürfte' die Leser interessieren, in welcher Welse, aus welchem Geiste heraus und vor allem, ׳mit welcher Wahrheitsliebe dieses führende zionistisch-offizielte Organ die Angelegenheiten •der Orthodoxie darstellt. Wir geben diese Notiz ohne jede Bemerkung wörtlich ׳wieder (nur ׳die׳ Sperrungen! stammen Von ׳uns): Die orthodox-jüdische Kultusgemeinde in Bratislava. Die im Dezember vergangenen■ Jahres durchge- •führten ׳Kähalwahlen erbrachten einen glatten Sieg in der Repräsentanz als auch ■im Vorstand für die Gem e i n d e 0 r t h 0 d.0 x i c - G r 11 p p c. Der trennungs־ 0 r־t ho doxe Fl ügel, welcher gleichzeitig Exponent "und Filiale der Wiener A g 11 d a z e n t r a 1׳ e ist, blieb ■in ■Minderheit und bequemte sich mit der Stellung der ״splendid Isolation“, indem• zwei dieser Gruppe zuzuzählenden Repräsentanzmitglieder zur Demission ׳bewogen wurden. Der Repräsentanz gehören drei Misrachisten als ׳Mitglieder an. Die Entwicklung, die die Dinge iti der hiesigen Gemeinde genommen haben, sind schon aus dem Grunde besonders interessant, daß hier am Sitze der L a n d e s k a n z 1 e i und ׳der A g u d azentrale, diese Faktoren, eine ihrer ganzen Ideologie entgegengesetzte •und sie negierende Tatsache entgegen stehen. Es steht außer Zweifel, daß das Treiben, welches die Agudatruppe führt, nicht zum Ziele hat, einen entsprechenden ׳Anteil an ׳demokratischer Verwaltung der Gemeinde zu erhalten, ■denn diese ׳Möglichkeit war ja jederweise gegeben, sondern hemmungsloser Partei.kampf ist die Losung. Durch Anwendung unwürdiger Mittel, Machenschaften wird versucht, ■dem Gegner die Führung der Gemeinde zu entwinden. Diese Gruppe ist so geblendet von ׳ihrem Haß gegen alle, die ihr vermeintliches R e 1 i g;i 0 n׳s1m׳ o 11 o p o 1 nicht akzeptieren, daß ihr ■das Gefühl, für ׳das Schicksal ider gesamten ׳Gemeinde mitverantwortlich zu sein, längst verloren gegangen ist. Bekanntlich ׳in ■der Zeit des starken Kampfes zwischen ׳Aguda, respektive ihrer ׳Vertreterin, ׳der Landeskanzlei und der n a t i 0 n a Lj ü di s c h e n Bewegung, wurde auf einer Konferenz der ׳slow. Rabbanim der sattsam bekannte ״Poprader ׳Issur“ erlassen, wonach M׳israchisten, ■Zionisten nicht vollgültige Mitglieder einer orthodoxen Gemeinde sein können. Dieser Beschluß konnte allerdings, ׳infolge ״besonderer technischer Schwierigkeiten“, welche zu beheben die Landeskanzlei zu schwach war, nicht durcligefiihrt werden. Nun versucht diese Agudatruppe, unter Zuhilfenahme dieses Issurs und Sukkurses seitens der Wiener 1A g u d a z e n t r a 1 e und der Landeskanzlei auf das R a b b 1 n a t eine Pression in der Form auszuüben, um die Abdiizierung der Misnachisten zu erzwingen und dann weiter ausholend die Sprengung des legal gewählten Vorstandes und Repräsentanz zu erreichen. Es ׳ist jedenfalls zu erwarten, daß dieser umjüd'ische und un-demokratische, jeder gesetzlichen׳ und!moralischen ׳Grundlage entbehrende Versuch zunichte •wird. ׳Daß dieser Gruppe bei der Erreichung ihres Zieles wirklich kein Mittel zu schlecht ist, beweist auch der Umstand, ■daß ׳man •über ׳Mäglichkeiten des!Boykotts der Gemeindeschechfta sprach, um die ׳Ein,nähme,subst-aniä der Gemeinde zu schwächen und so dev gegenwäHlgen Leitung f i n a trz i e 11 e Schwierigkeiten zu ׳bereiten. ׳Ein weiteres Projekt besteht darin, für diesen Preis überhaupt' eine separate S c h e c 11 1 t a einzufiihren und so die Grundlage einer beginnenden ׳Verselbständigung zu legen. Vielsprechend ist auch die Tatsache, daß anläßlich der Zweiteilung ׳der!Bratislavaer evangelischen ■Kultusgern-ein de die A׳rt und Weise •dieser Teilung liim fiih- •renden Kreise der A g 11 d a t r 11 p pe aufs lebhafteste kommentiert wurde. Dieser Kreis, welcher öffentlieh ׳seine zerstörende Tätigkeit nicht entfalten kann, ׳versucht jetzt bei K 0 n 1z i p i e r!u n .g d e׳r L ׳a n -d •e׳ s- Statuten für die orthodox-israelitische Konfession die möglichst radikale Anwendung von Erschwernissen und Rechtsbeschränkungen. Das Gros der ■Mitglieder wird von dem führenden Klüngel immer durch, Breittref'ung 11׳ n׳!d A׳u s s c h r 0 t u 11g diverser A.ng e 1 egeii11׳ e i t e n -in ständigem, brodelndem׳ Zustand gehallten. Es!ist daher nicht erstaunlich, daß bei ׳dieser 'Sachlage nichts ׳Produktives für die A11 g em e 1 n h e i t geschaffen werden kann. Die Entwicklung ׳der Verhältnisse beweist es am besten, daß. insolangc dieser Geist der militant e n A g 11 d ä in den Kreisen der Orthodoxie vorherrschend bleibt, die Zeit für Schaffung von produktiven Arbeiten, deren die Judenheit in Slovensko so dringend benötigt, noch nicht gekommen ist. Ynncy. Purim in der Preßburger Mädchen-Aguda. :Unsere Aguda-Mädchengrupp’e :unter der :tatkräftigen und verständigen Leitung von •Fri. Janka Soffer bewährt sich andauernd als Vereinigung aller ׳jüdischen Mädchen unserer ,Gemeinde, ■denen das ■Judentum in a 111 ׳ e n Lebenslagen a11 ׳ e s . bedeutet. Selten genug :kann ■ein orthodoxer ׳Mädche1we>rein ׳seinen!Mitgliedern über ■den alltäglichen Arbeitsrähmen tiefer religiöser Arbeit hinaus Frohmut und helle Freude bereiten. Das Purimfest ■gab aber gute Gelegenheit ■dazu׳,,,■die -יwie ׳der nachfolgende Bericht unserer geschätzten Mitarbeiterin beweist — ■auch .vollauf ausgenützt wurde,.-. Wieder blicken wir auf eine durch, die verdienstvolle -Zu sam menarbeit ■der Frauenbund Mädchep-recht ,gelungene Veranstaltung z׳u.r;ück,t ’■« V!7.-, •:;. י:;;• ־1- -.•.<־- Die Veranstaltaingen,׳ ■der Agudas-Jisroel-Frauen- und -MädchengrnP'Pe steigern sich 111 ihren Qualitäten und haben auch diesmal ׳nicht enttäuscht»■ um so ׳mehr,• ׳als uns ganz vorzügliche Hilfskräfte zu-Diensten standen. ׳Nach der üblichen Conference ■der Frau Sidonie Benedikt sprach ׳Frau Trude Domiebaum in erhabenen Worten über das ׳Erleben ■der׳ Purimfreuden in der jiidisehen gedrückten und geknechteten Seele. Und nun •gebührt vor allem Erwähnung und besonderer Dank dem Fräulein Arauka Friedenthal, die .:nicht nur mit ■Rat und Tat unsere Arbeit ׳unterstützte, sondern durch ihren regen Geist ■die Grundlage zu allem Schaffen bot. Sie war es, ■die in schlichten, •aber eindrucksvollen Worten den Text zu׳ den fünf lebenden .Bildern, die kurz gehaltene 'Veranschaulichung der Megillah, •schrieb. Zu dieser Seele schuf;Rozsy Kohlmann die ׳Form der Ge- Stallung, die ihr auch■ ebenso gut gelang. Hierauf folgte •der g-ttvolle Gesangsvortrag der Frau ׳Kahn, ■der für ihre große 'Mithilfe, die •sie ׳un׳s■ ׳durch׳ iihr selbstloses •Mitwirken bietet, mit den wenn auch reichliehen Blume ns penden ■und stürmischem Beifall nicht genug Dank gesagt ist. ,• Martha .Grühwakl, deren׳ Name, nur ausgesrochen, seinen ׳Klang schon selbst schafft, erfreute ■das Publikum mit einem S010-1Klavi;erv0rtrag•. und mußte, dem ,nicht endenwc'llendön• Beifall entsiprechend, ■noch eine zweite Nummer bringen. ׳Nach der Pause brachten Fräulein Rozsy iKohlmann, die. wie vorerwähnt, ■sich stets um das Gelingen unserer Abende sehr ■bemüht, und ihre Partnerin Frieda ׳Kaufmann eine vollendete Tanz-Duos zene׳ ,׳die auf •alle ■Anwesenden sehr erfrischend und ■entzückend •wirkte. Der schöne Abschluß des Abends wurde durch ■den heiteren Einakter ״Die *Brautwähl“ gebildet. Und hier sei nochmals ,Aranka Friedenthal,hervorgehabenr die, viel-zu bescheiden, ihrem Wesen die richtige!Note zu geben,' sich stets in •den Hintergrund verliert. Sie ist die Autorin ׳anseres Stückes und verrät •die ungemein ausdrucksvolle Art ihrer Worte, die verständige Zeichnung jeder .einzelnen Figur ihr tiefsinniges Verstehen für ׳Lebens anscha nun gen, die •auch nicht die ihren sind. , ■Ais junger Ehemann und überdrüssiger Junggeselle standen sich Flora Klein und ׳Regln■© Fischhof gegenüber; Flora Klein gab ihrem Ehemann •die richtige Würde, während ׳Regine Fischhofs Junggeselle treffend erheiterte. Die Phantasie gab ihrer Rolle vor allem d׳as, was man von einer Phantasie eben verlangt: ■die schöne ,Erscheinung. Und min' al'l ihre Vasalien, von denen in erster!Reihe das Tänzerkiud entzückte. Mädy Rosehbaum brachte uns eine schön einstudierte Tanzeinlage mit Grazie und formvollendeter Geschmeidigkeit. Nach ihr in reizender ׳Natürlichkeit. ganz Frische und Lebenslust, das Sportmädel ■der Ilomka Donnebaum. Aranka Friedenthal, ■die ■als Salondame elegant und blasiert spielte, gab Ihrer ■Rolle eben die Seele, die sie schuf, Iby Grünwald war ׳in;der übertriebenen Getragenbeit der wissensdurstigen Studentin viel zu herzig, als •daß man ihr den Staub der dicken Folianten :hätte glauben ׳können. Ungemeinen Beifall erwarb sich schließlieh unsere entsprechend kräftige und nachdrucksvoll'e Marei (Aranka Berger), •die die ׳lustige Seite unseres Stückes brachte, •für welche ihr das Publikum ■auch ebenso 'kräftig und nachdrucksvoll dankte. Der Phantasie stand■ die Vermmft (Hedy ׳Richter) als Gegner im Spiel gegenüber, die streng, ernst und würdig prüfte und. wog und schließlich dem schlichten, einfachen Gretc’hen (Manci Popper) ■den Sieg erfocht. Das kleine couragierte Symbol der Liebe ^niiMniiiiiniiHiinniiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilHliiiuilillllimimiliniUlUUIg | Jeder Tag § | festigt die Überzeugung | | den delikaten, würzigen, gleich guten § | Geschmack, das feine Aroma, die volle | | goldbraune Farbe erhalt Ihr alltägliches | | Kaffeegetränk bei der Verwendung von | S " 3 | , au* verläßlichkoscherem | ySrf aechi Franck mit der | I Kaffeemühle | 1 in Schachteln und Packeln. jjf 1 Deshalb empfehlen wir ihn auch heuer für 1 Pessach! ll₪llllllllllllj|||||||1n1llllllllllllll|||||||||||₪||||||||||W^ (Evi Donnebaum׳) beschloß das Stück mit den Worten einer alten, ewig neuen Weisheit. Ein herziger Reigen unserer Allerkleinsten, nach der bekannten Weise ■des Lobengrinsehen Brautchors — von ׳Rozsy Kohimann meisterhaft einstudiert — ■beschloß ■das Stück :und der dankbare;Beifall des Publikums rief •die talentierte Autorin vor ■die Rampe, die so das Debüt .ihrer schriftstellerischen ׳Laufbahn feierte. Die Agudah •aber dankte ihr und der gelungenen :Regie der Fr an Trude Donnebaum durch 'Ueberreichutig von iBlumenspenden. Die Frauen- ■und ׳Mädchengruppe der Agudah aber freut sich, der jüdischen ■gedrückten Seele einige sorglose Stunden reine,r Pnr.imfreude geschenkt :zu ■haben•. T. ׳D. Purimfest in der Dun. Stredaer Agudas-Jisroel- Mädchengruppe. ■Aus Dun. Stre-da ׳berichtet man uns: Neben ׳dem ernsten Streben, ■das unsere .Agudas- Jisroel-!Mädchen gruppe in ihren religiösen belehrenden Vorträgen und Veranstaltungen auszeichnet und sie zu einem ■unschätzbar wichtigen Faktor in der jüdischen Erziehung der weiblichen Jugend ׳macht, :kam am letzten Purim auch die gemütliche Seite ihrer Tätigkeit zur Gelt'ung. Die ׳Purimunterhaltun'g, ■die sie veranstaltete, fand allgemeinen ,Beifall und trug viel!zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhanges bei. Die Darbietungen waren schön und weckten freudige Stimmung.!Alle Mitwirkenden verdienen die ■höchste Anerkennung. ׳Namentlich zeichneten sich aus die Damen: Feri Porgesz, Cipi Griinbaum, Esti Porjesz, Ella ׳Porjesz, Esti Müller, 011 a ' ׳Wetzler, Edith Wetzler,!Ilona Fischer, .ßözsi!Porgesz, Paula ■Katz, Gizi Leichner, Bözsi Horowitz, Janka Lederer, Flora ׳Porgesz,!Bözsiv Porjesz,!Magda Stadler. , Sari ׳Neusatz und ■Irma Wblsiz.־■ ־" יי ׳ ' V'' ■* .י :' י ’ Rabbinerwahl in Humenn&. Man meldet uns ans Humennö: Durch das Hinscheiden des unvergeßlichen Rabbi :Isak Friedrich זצ״ל wurde die Oberrabbinerstelle, in ■unserer ׳Gemeinde vakant. ׳Seit dieser Zeit versah der vor!kurzem ■znm Oberrabbiner in.!Kolta, ge wählte Dajan Rabbiner A.!R e i c h a r d .die rabbinischeri Funktionen in der :Gemeinde. Bei ■der am 26. Adar I׳I stattgefundenen Generalversammlung wurde nun mit großer Mehrheit beschlossen, an diese Stelle Herrn Oberrabbiner Alexander Weisz aus Rete zu 1berufen. Es ist ■zu erhoffen,■ daß unsere angesehene Gemeinde in Herrn Oberrabbiner Weis!z aus Rete —_ er •ist Schwiegersohn ■des Herrn Oberrabbiners Aron Katz in iNitra — einen Mann ifiir sich gewonnen hat, der bei seinem ׳vorzüglichen Charakter .in gediegener, friedlicher Arbeit eine Tätigkeit entfalten ׳wird, •die der ■gesamten ,Gemeinde zum Segen gereichen wird. (Wir wünschen ׳Herrn Oberrabbiner Weisz zu seinem neuen Amte inniglich צלח ורכב! Die Red.) Oberrabbinerwahl in Irsava. Oberrabbiner Levi Izchok Grünwald aus Wisk,!jüngster '׳Sohn des Rabbi Mosche 1Griinwäld זצוק״ל Verfasser des ״Arugas Habösem“, wurde'•vor einigen Tagen •z׳um Oberrabbiner von I r s a v a gewählt. Dem lieugewählten Oberrabbiner von Irsava •geht ein guter R׳uf •voraus und ■die Gemeinde knüpft an seine rabbinische Tätigkeit mit Recht große Hoffnungen. Vermählung im Hause des orthodoxen Landespräses, Dienstag, •den 21. Adar 11׳. verheiratete Se. Ehrw. •Herr Oberrabbiner Weber ans (Piestany, ׳Präses ■der orthodoxen Landeskanzlei, seine zweite Tochter Fräulein Dora mit Herrn Simon Felsenlb-urg aus Wien. Die Vermäkln 11 gsfeier ׳fand ■in Wien ׳statt in Gegenwart zahlreicher Gäste aus nah und fern; der Trauung, die in ■der ״Schiffschul“ abgehalten ׳wurde, wohnten ■die 'Vertreter der Wiener Adass Jisroel, ■der Piestanyer orthodoxen Gemeinde, der orthodoxen ,Landeskanzlei, der Agudas Jisroel, zahlreicher Vereine und ein ■großer Kreis von Freunden beider angesehenen Familien ah. Da׳s Sidur iKiduschin vollzogen die Herren Oberrabbiner Akiba Schreiber aus Preßburg, Oberrabbiner 'S. D. Ungar aus Tyrnau ■und Rabbiner Simon S c 11 r e i b e r aus Tyrnau. An dem im Hotel Central unter der ■vorzüglichen Leitung des Restaurants ״Wienea“ arrangierten und bis gegen Mitternacht dauernden Hochzeitsmähle herrschte eine gehobene und fröhliche Festes- Stimmung. Selbstverständlich standen •die schönen Festreden im IMittelpunkte, die von •den •illustren ■Gästen gehalten wurden. Tiefen Eindruck machten besonders die דברי חורה ומוסר des Brautvaters Oberrabbiner Weber und ■der ׳Herren :Oberrabbiner ■U11 g a r, Rabbiner Dr. Pinchas K 0 h n, Rabbiner Simon ׳Schreibe r. •Moritz Fels e n b u r g (Wien), ■Karl H 01 :z e r (Piestany), Steinm e tz •(׳Budapest), 'Siegfr. Stern u. a. m. (Auch unsere Redaktion schließt •sich den zahlreichen Gratulanten an.) Hochzeitsfeier. Am 7. Adar ■wu׳rd!e in Galanta die Hüch'zeit'sfeicr ■dies Herrin :Heinrich׳ Koh׳n aus ׳Baraoka mi׳t Frll. Sari Bock ׳aus Klatnowejsa .befähigen. Die Verwandten1 tiU'd' der Kreis der Freunde• ׳nahmen׳ ׳an-dem Fest׳e teil. Die Hieirreni Oberrabbiner ׳B u! xb a ׳u im, Rabbiner S. Kalisch und' Rabbiner Samuel ׳Dona t h hielten schöne Ansprachen. Tiefen Eindruck machte besonders die Rede des Bruders der Braut., Herrn Isidor Bock, der bei ihr Viaiterstelle vertrat.