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Jüdische Presse · 1929-03-15 · 11 (15.3.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
11 (15.3.1929)
Date
1929-03-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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NoyIso▼* vtfptatnß povolenä rladit post* a tefegrafov v Bratlslave Öls.41572-111-29י. Zeitungen vom Verleger versendet Journal expOdie par Tedlteir. V.h.b DBCHE PRES imnsx fuh mm Interesse» des orthodoxem Judentums.! Äfsdaktion n. AdmltditraHoa! UPien, li.. Leopoldsffasae 86, 1. Stiege, 4. Stock. ~ Tel. R 45-4-94. Tschechoslowakei; Bratislava, Postfach 140. Erscheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Mittwoch Mittag. Äbomnsmentspreise! Ganzjährig! Für . Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschech. K. 70, Einzelnummer öst Or. 40, das ßbrige Ausland a Dollar. Zahlungen auf Konto .Jüdische Presse“, Wien für Oesterreich: Postsparkassenkonto Nr. D-P3614; Deutschland: Post- Scheckkonto Berlin Nr. 122619;. Jugoslawien: Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen : Postspk.-Amt Warschau Nr. 1S0409; Ungarn: Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schweiz: Postschcckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ״Jüdische Presse“, Bratislava, Postspk.-Amt Prag Konto Nr.53386 Nr>. II Wien-Bratislava, is. üfiärz 1929 ,ב*ה וינזדיפדעסבורג־ג׳ ואדר תיפ״ט, 154 Jahrg. 50.000 Seelen. Aus Jerusalem;kommt: frolrc Botschaft! Ueber 20.000 *wahlberechtigte!männliche Perso*1ffc׳n, ■das bedeutet bei vorsichtiger Schätzung mindestens 50.000 Seelen, ha'ben die bündige Erklärung abgegeben, daß sie mit der unter der Führung des zionistischen Waad Leumi stehenden offiziellen Gemeindekonstruktion ״Kenesseth Jisroel“ nichts Gemeinsames haben wollen, haben also, um ein Schlagwort zu gebrauchen, ihren Austritt kundgegeben. Dieses Wort ist ׳!nur ■ein Schlagwort, denn tatsächlich liegt in diesem Schratt ein wirklicher .Mut sondergleichen, eine fast beispiellose T reaic!zum alt en h i s t 0 r isehen Judentum. In einzelnen Siedlungen des alten Jischuw, wie zum Beispiel *Zefas, Liberias und Chebron, bilden die Ausgetretenen die überwiegende Majorität. Wer noch an der sieghaften Kraft dieser Treue zweifeit, der mag besonders hoch *bewerten die ׳Be!gle*iterscheinungen, diaß angesichts der Bedeutung der Stunde alle sonstigeru Differenzen zum Schweigen gebracht, alle .,persönliehen Fragen .beiseite gestellt wurden find Schulter an Schulter Polen׳, ■Ungarn, Litauen, Anhänger des Chassidismus und solche, die dieser *Einstellung ■fernstehen, Mitglieder des alten und des neuen JiSehuw, sich in eine Front stellen.!Darunter sind׳ Männer, •die durch׳ diese mann- *hafte Tat . ihre ganzeExistenz aufs Spiel setzen,,, so inshesönclere die!bisherigen Mitglieder des offiziellen Misrad Haräbhomith, •die .Herren •Rabbiner *Frank und Bernstein. Heil ihnen, ■daß sie in historischer Stunde den rechten Weg *gefunden haben und׳ daß die lebens-, gestaltende'׳Kraft der Thora, die *in: so reicher Fülle ihrem Geiste.innewohnt, sich •so glänzend׳ in ihnen bewährt hat! Wir wollen angesichts dieser ׳verheißungsvollen׳ Wendüng von all dem!Häßlichen, •unsagbar!Häßlichen nicht sprechen, das in den Versuchen des Waad Leiftmi •gegen diese Austrittsbewegung zutage tritt, denn, wir wiederholen es, wer ׳die Verhältnisse in Palästina *kennt, der weiß, welch wunderbarer Opfermut für diesen Schritt notwendig war. Alle ׳diejenigen, die vom ersten •Augenbliake an diese Tat vorbereiten •geholfen haben, vor allen!Dingen •der. Waad hoir Hoaschkenasi und die •Agudas Jisroel, ■mögen׳ *in diesem Augenblick dithyrambisch Jubeln, denn der •Erfolg mag ihre Mühe löhnen und1 die nötige Beruhigung *geben, daß sie einerseits das Richtige erkannt, andererseits ihr Vertrauen auf •den gesunden Sinn der palästinensischen Gesinnungsgenossen! wohlbegründet ׳war. * 50.000 Seelen, das *bedeutet ein gutes ׳Drittel •aller jüdischen *Einwohner Palästinas. Und wapum es leugnen? Uns beschleicht ein *wehmütiges Gefühl ob de,s Unrechtes, das parteimäßig informierende jüdische Kreise gegen die Mandatmacht England verübt haben. Gerade England!, in der ganzen Welt der Hort •der •Freiheit, muß'te in Palästina auf Drängen •jüdischer Kreise eine Verfassung ׳geben, welche die treuen Kämpen der Bibel *und Tradition* in solche Lage brachte. Das ist ein .so himmelschreiendes *Unrecht gegen England, ein solch himmelschreiender Undank gegen diese Macht, daß man diese veranlaßt hat, ihre g>rovldentielle Mission als Mandatar in ein mittelalterlich anmaitendes Gewand zu hüllen. Aber wir sind übenzeugt,* daß dank dem Umstande, daß die offizielle Kenesseth Jisroel in vielen Orten .infolge des!massenhaften Austrittes di e Min de rh e i t geblieben ist, wie mit Rücksicht auf die Gepflogenheit der englischen Regierung, die überall gewillt ist, der Billigkeit freie Bahn zu sohatffen, dieser glückliche Anfang der Begründung einer selbständige!] Orthodoxie in Eroz Israel ein vielvcrheißender ist. Jetzt gilt es für die Orthodoxie, d a s *B r 111־ n g enc f e s t z u 11 a 11 e n, jetzt gilt es, die Ausgetret c 111 e 11 zu 0 r g a!n ,i s i e f e 11׳, damit sic mit des Allmächtigert Hilfe die Zersplitterung endlich glücklich ■überwinden. Sie können einen ,machtvollen.■ Faktor in Palästina darstellen, wenn sic in kraftvoller Orgaüisatipu sich zusammenfassen u 11 d d ö n Gr u n d g e d a n 1k c •n des alte n J i s c h ■n w m i tden E r f 0 r d ■e r nissen de ■s neue 11 J i s c h u vv 11 a r .m 0 n i s e h v e r e i!11 e n. Schon ist der erste Schritt!zu ■ einer organisatorischen Zusammenfassung aller Ausgetretenen in Palästina erfolgt, was insbesondere nötig erscheint für solche Kreise, die in ׳ihren Siedlungen die Minorität bilden und infolgedessen vielen Anfeindungen und• Verfolgungen ausgesetzt sind. *Wir haben das obige miedergcsc'hrieben unter •dein Eindruck der Wucht d e:r!Zahl. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn ma!n erfährt, daß fast alle wirklichen Größen des Wissens tfM Glaubens sich in den Reihen der Ausgetretenen befinden; man darf m|fc Ljug ih$1 Repftf. an'nehmen, daßman weder in Lond0׳bia Wö'chri11!G'edl•slcS^er'i^dleiitmig ׳dieser Tat- Sache verschließen wird. Es ergeht aber * an alle Gesinnungsgenossen außerhalb Palästinas d i e s e h r, sehr e r m s t e F r a g e, ob sic s;i c 1h״n i ch t d 0 c h au f r af ff eu •rnö c׳h׳ t e n, um nun ■in jeder Welse •den Brüder n i ai 1P a 1 ä׳s t i n a zu helfe n, •die Kummer und Leid ertragen, die, ha bi 05 u n d a r •m, ihren letzten Piaster gegeben haben 11-11 d d i e nun v 011 •der i n 11 e r e!11 E r k e n n tnis d u r c h d r 11 ■11 g c n ■sind, daß der Ausbau einer Organisation' der T ,h 0 r a t r e •11׳ e il w e it e r e Mittel erfordert. Ist es denn nicht unser Kampf, den sie führen müssen, י ist nicht auch ihr Sieg'der unsrlge? Menschen׳ der Aguda, Menschen $er Thora, Menschen der Treue ■mögen sich nicht vergebens bitten lassen, doch was heißt das Wort ״bitten“? ״mahnen“ wäre der richtige Ausdruck.. Viele Schekel werden gezahlt für *unheiliige Zwecke. Endlich ist auch nach Zeit und Zweck das Bild der שומץ TSnWITWÄ JÜL # ׳ כשי (החח השגחת הרב ח ישעי פורסט שיפשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Uebcrall erhältlich! Möglichkeit eines Schekel Hakaudesali, eines heiligen Seitekels, gegeben. Alle thoratreuen!Kreise stehen vor der ernsten! Frage, ob sic ,Schuld au.f ihre Sedc laden oder mit Schekel Hakaudesch ihre Seele saihnen wollen, denn Pek׳udim, das heißt •Auslese, ist das, was sich jetzt im heiligen Laude vollzogen hat, der eine Auslese allüberall■ in der ganzen Welt zu entsprechen hat. Wer da glaubt, daß es auch heute noch eine terumoh lasohcm •gibt, eine Gabe zu Ehren G-ttes, möge rasch zuhilfe kommen den Helden zu Ehren G-ttcs. * " * P. K. * Die Zahl der Ausgetretenen beträgt in Jerusalem 10.922. in T i b e r i a s 1766, in J a f f a - T e 1 - Aw iw 1195, in S a f e t h 823, •ilt Petach- Tikva 533, in!Haifa 490, in Hebron 290, in *Bne Brak 102, •in den sonstigen Siedlungen 89, hiezu die zu Recht bestehenden früheren Austrittsaimncldiuigcn •nach der Zahl 5000 insgesamt 21.210, •was einer Seelenzahi von über 56.000 entspricht. Erfolgreiche Arbeit der Keren Hathora Zentrale Wien. ׳Die Keren Ha thora-Zentrale׳. Wien trat am 24. Februar d. J. zu einer Sitzung zusammen, an welcher teilnahmen die Herren: Rabbiner Dr. P. Kohn,n Rabbi B. Friedmann, Wien-Czortkow, Wolf Pappenheim, * .; Dr. L. Deutsohländer, * , Prof. Dr. Max Eisler (als Sachverständiger), A. Spira (als Vertreter •des Baukomitees, Krakau). Zur Vorlage gelangt durch den Direktor der Kecen Hathora-Zentrale der Finanzbericht für das Jahr 1928 inkl. Dezember 1927 (die letzte Rechnungsa!blegu1\g wurde am 1. Dezember 1927 anläßlich der Zentralratstagung erstattet). Sensationelle Neuerscheinung 1 ״Igroth Sopherim“ 250 Privatbriefe von Rabb. : Alciba Eger, Chasam Sofer, Ksaw Sofer, Schewet Sofer, ,R. Simon Sofer und mit 24 hochinteressanten Bilderp. Unterhaltend! Belehrend! Preis des 420 Seiten starken Buches,, auf feinstem Papier gedruckt, in Pracht- Leinenband S12.— Jos. Schlesinger, Wien, 1. Seitenstetteng. 5. Große Sensation ist der Räumung$verkauf in Scheiteln9 Perücken etc. bei Othmar Schiff Perücken-Großerzeugung Wien, I. Kärntnerring. 6, gegenüber Hotel Bristol. Tel. U-41-3-62 Tief reduzierte Preise Solange der Vorrat reicht

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