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Jüdische Presse · 1929-01-25 · 4 (25.1.1929) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
4 (25.1.1929)
Date
1929-01-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 4 JÜDISCHE PRESSE Seite I Griechische Wellte. Wir veröffentlichten vor kurzem abermals die Be- Schlüsse des Rabbinerkomitees bezüglich der unter der Marke ״Griechische Weine“ in Verkehr gebrachten Weinsörten. Diese Weine und ihre Mischungen sind nun וזז ehr in der Slowakei als Koscherweine nicht mehr verwendbar. Das Rabbinerkomitee macht die jüdische Oeffentliclikeit ■daraui aufmerksam, daß außerhalb der Slowakei, in Podkarpatska Ru׳ss, nur ein Teil der Wein- 11 ä n d 1 e r sich dem Beschiß freiwillig uuterordnet hat. Ein anderer Teil bezieht weiter solche Weine und ׳bringt sie verschnitten mit anderen Weinen als koscher in Verkehr. Die jüdischen Weinhändler und die Konsumenten in der Slowakei werden deshalb im Interesse der religiöseil Zuverlässigkeit des Weinverschleißes dringend darauf aufmerksam gemacht, beim Einkauf von Koscherwein bei k a r p a t h 0 r u s :s i s c h e n W e i n 11׳ ä n dlern and Produzenten die gebotene Vorsicht walten zu lasse 11. Die Wahl in der Nitraer orthodoxen Gemeinde. Aus Nitra erhalten wir folgenden Bericht: Bei der am 15. und 16• Jänner stattgefundeneu Wahl in der hiesigen orthodoxen Gemeinde hat die konservative Partei einen großen Sieg errungen. Neunzig Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme für diese Partei abgegcbeiu die für die Souveränität der Thora lind der Tradition im Gemeindclcben in den Kampf getreten ist. Seit Jahren versuchte eine kleine Gruppe von Gcmeindemit* gliedern den Frieden in der Gemeinde zu untergraben, nur um ihren Ehrgeiz und ihre Machtgelüste zu sättigen; jetzt ist endlich mit ihnen, aufgeräumt worden. Diese Gruppe hat auch mit den ״Beglückern des Judentums“, mit 1u1seren ״Zionisten“, gemeinsame Sache gemacht, um mit vereinten Kräften den altcrerbten Traditionen beizukommen. Jetzt haben* sich alle besonnenen Gcmeindemitglieder aufgerafft und diesem Treiben energisch ein Ende bereitet., Es muß dabei anerkennend hervorgehoben werden, daß sieh hier!lieht etwa bloß die ״Hyperorthodoxen“ um den ehnv. Herrn Oberrabbiner geschart haben, um für die Tradition einzutreten, sondern auch Anhänger der moderneu und modernsten Richtungen haben gern ihre Hand geboten, um den Glauben der Väter zu wahren und den ortliodokcn Charakter der üemcindestube vor Eindring־ lingcn zu schützen. Dieser glänzende Sieg der Traditionstrcucn in der Gemeinde ist von großer Tragweite für die weitere Gcstaitung der Gemeindcvcrhältnissc. Zu rechnen .ist allerdings auch damit, daß »s־ an Versuchen nicht fehlen wird, auch jetzt noch mit der besonderen ״Wahrheitsliebe“, die diese Herren auszcichnel, den Sieg des konservativen Geistes möglichst zu verkleinern. Das wird ihnen aber nicht gelingen, zumal die Wahl unter Leitung des allgemein verehrten Herrn Samu Taussig absolut korrekt vor sich ging und, jeden Zweifel ausschließend, nur den freien Willen der Wähler zur Geltung kommen ließ. Nachdem nun die überwiegende Mehrheit der Gemeindemitgliedcr deutlich genug gezeigt hat, daß sie sich zu egoistischen Zwecken nicht mehr mißbrauchen lasse, scheint diese Wald eine Glanzperiode der Gemeinde einzuleiten. Das Wahlergebnis ist ein glänzendes Zeugnis für die nüchlerne Denkart unserer Gcmeindemitglieder. Ki lo almon Jisroel! Der Wahl folgte die Konstituierung der neuen Repräsentanz. Sonntag, den 20. Jänner wurde die erste, konstituierende Sitzung der neugewählten Repräsentanz abgehalten. Wahlpräses Herr Samu T a u s i g eröffnet die Sitzung mit einem Dank an alle Mitglieder des Wahlkomitees für ihre tüchtige Mitarbeit bei der Durchführung der Wahl, für deren Korrektheit er jederzeit erhobenen Hauptes die Verantwortung tragen könne. Bei der nun vorgenommenen Wahl der Funktionäre durch die Reprasentanz Avurde Herr Kobi Adler mit begeisterter Akkiamation zum Gemeindepräses gewählt. Als der neuggwählte Präses von einer Deputation in den Sitzungssaal geleitet Avurde, empfingen ihn die Repräsentanten mit nicht ende» Avolienden ״Jechi!“־Rufen. Gerührt von diesen! Empfang und den warmen BegrüßungsAvorten des Wahlpräses, ent- Avickelte Gemeindepräses Herr Adler, den Vorsitz übernehmend, sein neues Arbeitsprogramm.• Er hofft, im Vereine mit der ganzen Repräsentanz zum Wohle der Gemeinde• zur Stärkung des unverfälschten orthodoxen Geistes in der Kehilloh nunmehr ungestört arbeiten und in der Gemeindestube Höheres und Erhabenes schaffen zu können, zumal sie jetzt Avieder ihrer Bestimmung dienen kann und von Elementen frei ist, die sie zu einer Wirtshausstube degradieren Avollten. Rauschender Beifall begleitete seine Schlußausführungen, als er mit erhobener Stimme konstatierte, daß nunmehr die Nitraer Kehillohstube allen anderen orthodoxen Gemeinden in der Slowakei mit G־ttes Hilfe beispielgebend zurufen könne; ,,Wir sind zionistenfrei; der Wunsch unseres verewigten großen Rüavs s. z. I. ist erfüllt!“ Nach Schluß dieser denkwürdigen Sitzung machte die gesamte Repräsentanz korporativ ihre Aufwartung bei Sr. EhrugHerrn Oberrabbiner Katz, um seine guten Wünsche zur zukünftigen Arbeit zu empfangen. Seine Ehrwürden Avitlfahrte diesen! Verlangen mit tränenerstickter Stimme als Sohn seines großen Vaters in Form einer schö- 11 en Ansprache. Der Eindruck dieser spontanen Huldigung Avird allen Anwesenden in Erinnerung bleiben, um mit verdoppelter Kraft sein Bestes für den Aufstieg der Gemeinde einzusetzen. Einem anderen Berichte zur Gemeindewahl in,Nitra entnehmen Avir folgende Einzelheiten: Der Sieg der Konservativen in unserer Gemeinde über die Bestrebungen jener Gruppe, die auch hier unter dem unberechtigten Namen ״Friedenspartei“ seit Jahren den Frieden in der Gemeinde aufwühlt, ist die natürliche Folge der Aufklärungsarbeit und des friedlichen Einvernehmens unter sämtlichen בני תורה ויראים ‘n unserer Gemeinde, die sich vereint um unseren ehrw. Herrn Oberrabbiner scharen und ihn in seinem agilen Kampfe für die Interessen der Orthodoxie unterstützen. Die neue Repräsentanz, die sich der Pflichten und Aufgaben einer orthodoxen Gemeinde vollkommen beAVußt ist, wird unserer Gemeinde ihr früheres Ansehen als musterhafte und beispielgebende zurückverleihen. Ein offizielles Programm wurde noch nicht verlautbart, wie Avir jedoch von kompetenter Seite vernehmen, wird die Gemeindeleitung daran sein, sämtlichen religiösen und sozialen Bedürfnissen vollkommen zu entsprechen. Der Bau eines großen Tempels, ׳ Errichtung eines Armenhauses, Bau eines Schlachtplatzes im Zentrum der Stadt, ferner Förderung des jüdischen Spitalbaues, die von der hiesigen CheAvra^ Kadischa vorbereitet wird, sowie der Ausbau aller Gemeindeinstitutionen stehen auf der Tagesordnung. Die Wahl ergab folgendes Resultat: Jakob Adler, Nathan Braun, Herrn. Glück, Mor־ Goldsteiu, Israel Dirnfeld, Simon Herzl, Josef Hönigsber, Bern. Herzog, Israel Holländer, Lipm. Kohn, Adolf Kolm, Sign!. Link, Simon! Löw, Julius Neuwalder, Juda Offenberg, Simon Roth, Bern. Steiner, Abr. Steinberger, Alex. Rosenthal, Jul. Schick, Alex Spitzer, Adolf Stark, Ign. Schulz, Jul. Schlesinger, Adolf Ungar, S. Tausig, Isor Vajda, Wilh. Weiß sei!., Herrn. I. Weiß, Leopold Weiß. Ersatzmitglicdcr: Jakob Reichenthal, N. Gratzingcr, A. Großmann, Ad. Silberstein, Raf. Roth. * Rabbi Elieser Katz זצ״ל Eine Patriarchengestait der Preßburger jüdischen Gemeinde ist Mittwoch, den 12. Sehwat a׳Us dem irdischen Leben geschieden. Rabbi Eil ese-r •Kat.2, der seit Gene- ■rationell von der gesamten jüdischen Bevölkerung Avic ein Heiliger verehrt wurde, weil er einem Heiligen gleich in Reinheit und Frömmigkeit der Thora, dem Judentum und der Menschenliebe gelebt und gedient hat. wurde in! Greiseüaltcr von 85 Jahren ins Jenseits abberufen. Es gibt hl der Preßburger Judcnschait sicherlich nicht einen Menschen, der nicht von der tiefsten Ehrfurcht vor diesem wahren Zaddik Lonim erfüllt wäre. Alles, was 1111׳ jüdischen Schrifttum au menschlichen Eigenschaften als edel und g־ittgefäJlig;gilt, war in der Person Rabbi Eliesor Katz’ zur abgerundeten Einheit znsammctigesclimoizen. Grenzenlose Liebe zur Thora ׳und Opferbcreitscihaft für sie, rastloses Forschen in der Thora und restlose Hingabe an sie, vorbehaltlose Unterordnung unter ׳das Diktat der Thora und uneingeschränkte Lebensbetiitigimg in ■ihrem Geiste. Pflichttreue Im Amte, ■kindliche Sanftmut und ■demütige Beschcidenheit ■im Verkehr rnit Menschen, gelenkt von miuutiöscr Ehrlichkeit. peinlichster Gewissenhaftigkeit und strenger Wahrhaftigkeit gegen sich selber waren die Grundziigc seines vornehmen Charakters. Güte und Milde •beherrschten sein Wollen und leiteten sein Urteil über Dinge und Menschen, aber er ■blieb gerade und fest, so oft cs ■galt, für Rechtschaffenheit und Thorafreuc im öffentliehen Leben eine Lanze zu brechen. Er gehörte zeitlebens •zu den Talmide Ghachomim, die sich ׳immer im Hintergründe ,halten, wenn die Thora Achtung genießt, ■aber er trat furchtlos hervor, wenn die öffentlichen Verhältnisse es erforderten, der Menge Respekt vor der Thora zu gebieten. Er beugte sein Haupt vor einem Kinde, ■das sieh ״mit der Thora beschäftigte“, lind wandte ihm selbstlos und treu seine ganze Liebe zu, er war jedoch unerbittlich ■und unbeugsam, wo er Abkehr von •der jüdischen Tradition wahr-. nahm. Jüdische Midos und jüdische Moral gingen ihm über alles, sie pflegte er, sie lehrte er überall und zu jeder Zeit. Selbst in der nicht jüdischen Bevölkerung war dieser zurück'gezogcn lebende Greis als Sinnbild vatfkontmetter Güte ■und Rechtschaffenheit allbekannt und all verehrt. Noch jetzt spricht man davon, mit welcher Selbstverständlichkeit ■dieser materiell unbemittelte Mann nach ■der Feucrshrunst im Jahre 1913 von den reichlich vorhandenen Hilfsgekicrn auch nur einen Heller mehr anzunchmen sich weigerte, als sein tatsächlicher Schaden betrug. Während des Krieges ging er von■ Laden zu Laden und forderte die •Mec'haliale Scihab'bos auf, ׳ihre Geschäfte am Sohabbos zu ■schließen. Manche von ■diesen haften auch heute noch ihr damaliges Versprechen a!11 Rabbi Elieser Katz treuer als das ״Naasch wenischma“. das ihre Väter für ■sic am Siuaj •ausriefen. So •bezwingend und überzeugendwirkte Rabbi Elieser Katz ׳auch auf ■die Un frommen .mit seiner beispiellosen, ungekü 11ste-ltca Beschcidenheit. Rabbi Elieser Katz s. z. 1. entstammte ■einer U:rpreßburger Familie. Die Familie trug früher den Namen ..Sturm“: seit einigen Generationen nannte sie sich Kolm. Von Jugend auf widmete ■er •sich dem Lehrberuf in der Thora. Vor etwa 50 Jahren war er schon als Melamed tätig und zählte auch zu den ersten Lehrern der Jessode- Hathora-Schuie. Dort ha:t er vielen tausenden Kindern aus Preßbur״ und ■den anderen jüdischen Gemeinden des Landes Thora und Jiras Haschern ins Herz gepflanzt, und selbst ältere Leute gedenken heule noch mit warmen Gefühlen jener Zeit, da sie als Kinder an dem Beispiel ■iilires Lehrers gelernt haben, strenge'■religiöse Pflichttreue mit gütiger Milde zu vereinen. Noch ganz zuletzt als gebrochener, scihwäcihiidier Greis ■ließ er sich trotz ■des kalten Wintertages von den besorgten Verwandten nicht abliaiteu, an der Wahlurne ,zum Äus׳harren aueifernd seine Pflicht zu erfüllen. Von seiner Bescheidenheit legt auch sein Testament Zeugnis ab, das er schriftlich zu Händen seines Neffen Herrn Aron Goldstein zurückließ. Darin verlangt er, von jedem Hesped und von übermäßigen Lobreden, die ihn (wie er meinte) ,,beschämen könnten“, Abstand zu nehmen. Auch auf seinem Grabstein solle nur ■erwähnt sein, daß er ״Melamed der Jessode-Hathora-Schule“ war. Und er hatte — allerdings ׳in anderem Sinne — recht. Rabbi Elieser Katz brauchte man ׳keinem Hesped zu halten. Ein jeder von ׳den vielen hunderten, ■die ■in endlosem Zuge seiner M־i׳toh, die ohne Wagen zum Bes Hacihajiin getragen wurde, folgten, wußte, wer und was er dem Judentume und der Preßburger Judensöliaft war. und fühlte die Beklommenheit, die auf allen Herzen ■lastete. Seit. Jahren sah man ׳in Preßburg eine solche allgemeine aufrichtige Teilnahme ׳bei einer Halwojoh au einem Gesohäftstage nicht. W׳er die Trauerbotschaft nur rechtzeitig erfuhr, war zugegen. Er war kinderlos. Aber ein großer Kreis von Verwandten, die ganze Gemeinde Preßburgs und die tausende Schüler, denen er sein Bestes gab, betrachteten sich als seine Kinder hi ■der wehmütigen Trauer um seinen Heimgang und alle segnen dankerfüllt sein Andenken זכר צרילן לברכה Frau Betty Katz ע״ה Tiefe Trauer herrschte letzten Freitag, den 29. TeWes in weiten Kreisen der Preßburger Gemeinde. ׳ Der 1111• erforsch’iiche Wille des Allmächtigen hat einem ׳blühenden Leben mitten im rüstigsten, edlen Schaffen hlnieden ein jähes Ende ,bereitet «nd eine reine, fromme, g-tbzugowandte Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, 11., Nestroyjjasse 11 Seele empor in die Höhen, in das Reich der Ewigkeit ziehen lassen, avo sic vordem Throne des Allvaters für das Wohlergehen ihrer Lieben auf Erden und der ganzen Menschheit beten Avird. Frau Betty Katz, die Gattin des Herrn Jakob Katz in Preßburg, verschied plötzlich und ihr unerwarteter Tod ,breitete unsäglichen Kummer über eine Familie, die sich allgemeiner Achtung und Wert- Schätzung erfreut. Getreu den guten Traditionen ־ ihres Elternhauses und ihrer großen Vorfahren als Tochter d’es Herrn Simon Herzt und Enkelin ,des unvergeßlichen Nitraer Obcrrabbiners Rabbi Mosche Katz צ״ל? waren jüdische Gesinnung, jüdische Lebensbetätigung und unverwüstliches jüdisches G-ttvertraueii in ausgeglichener Harmonie mit menschertbegliickcnder Lebensfreude Leitsterne Ihres ganzen Wolfens und Strebens. Sie war ihrem Gatten in unwandelbarer Treue Gefährtin, Mitarbeiterin ■und Ansporn zu allem Guten, Edlen und Jüdischen. Ihren Kindern war sie fürsorgende Mutter und ‘unermüdliche Pflegerin von grenzenloser Opfcribereitschaft und Vorbild!im Aufstieg und in!bewußter Sel'bstcrziehung zu wirksamer Thorabeflisscii'hcit in Leben und Lehre. Armen, Kranken und Bekümmerten spendete sie Beistand, Trost, Rat, an IM üblendes Herz und alles, was ■sic zu geben vermochte. Mit Vcrwandten und Freunden ihres Hauses jubelte sie ■bei jedem freudigen Anlaß und war stets ׳die erste, ׳zu helfen und zu trösten, wenn ihnen Leid widerfahren isL Ihr religiös durchhauchtcs, kindlich reines Gemüt fand vornehme Befnedignug in der Ausübung der ■schönsten .jüdischen Frauentugenden, die den! אשת חיל naoh׳ge rühmt werden. Ihre Gastfreundschaft war von bestrickender Schlichtheit und herzlicher Selbstverständlichkeih Wo orthodoxe jüdisclie Frauen für Judentum eintraton, war sic dabei, und wo junge Mädchen sich in ■der Ausübung guter Taten üben wollten, •fandet! sic in ihr eine gesinnungsverwandte Leiterin. So war dieses ■leider allzu ■kurze Fraucnlebeu ausgcfüilt von kleinen und großen Werken,• wie sie■ stets die edelmütigste■» •Jüdinnen auszeiclincten. Und Weil dieses gute jüdische Herz mit einem Male zu schlagen aufhörte, traf die Trauerkunde überall erschütternd wie ein ■Donnerschlag aus heiterem Himmel. Trotz des Winterfreitags versammelte sich eine sehr zahlreiche Traiucrgescllschaft, um der Verblichenen das letzte Geleite zu geben. Vor dem Wegzug aus ihrem Heime, das!ihr ein heiliger Tempel war, gab Herr Rabbiner ■Hirse hl er wegen des herannahenden Schabbos nur in wenigen Worten dem allgemeinen Schmerze tiefempfundenen Ausdruck. Möge השי'ת den schwergeprüften Gatten und ■die. schmcrzgebeiugtei? Söhne und Verwandten trösten und möge das Andenken der Heimgegangenen immerdar zu׳m Segen fortleben! ■ v. 1 חנצב״ה Verlegung eines Rabbinatssitzes, Aus Jelsava berichtet ווו an uns: Au׳f Beschluß ■des RaibbiiiatsiboziPkes Revnca wurde vorige Woche der Sitz'des Raöbinates von Revaca nach Jelsava verlegt. Die Gemeinde Jelsava empfing Se. Ehrw. Herrn Gberralbbhicr Sch. A. Atlas mit׳ großer Begeisterung und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, ■daß er nunmehr in ihrer Mitte wirken werde. Herr Öberraibbiner Atlas dankte für die Ehrung, die ihm erwiesen wurde, und für alle Zeichen ׳der Anhänglichkeit, deren er von seiten ■der Mitglieder seines Rabblnatsbezirlkcs einhellig und unausgesetzt teilhaftig Avird. Vom Schomre-Thora-Verein in Trnava. Aus Trnava erhalten wir folgenden ׳Bericht: Unser Schomre- Thora-Verein entfaltet unausgesetzt eine ■rege Tätigkeit, A111 Chanuka veranstaltete er eii! avoItIgelungenes Fest. Dienstag, den 25. Dezember hielt er unter großer Beteilt־ gung seine Generalversammlung ab. Der Präses gedachte zunächst in Avarmen Worten der während des Jahres verstorbetien Mitglieder, namentlich der Herren GeZa SchAvarz und Josef Adler s. A. Nach Verlesung des Protokolls der vorangegangenen Versammlung erstattete Morr Bela Beck den ausführlichen und nachher einstimmig zur Kenntnis genommenen Tätigkeitsbericht. Er beschäftigte sich mit der derzeitigen Vereinslage ,und zeichnete auch das zukünftige Tätigkeitsprogramm, das eine rege Debatte auslöste. Am 30. Dezember Avurde dann die Wahl der Vereinsleitung vorgenommen. Es gingen folgende Herren als gewählt hervor: Bela Bcck ('Präses), Herrn. Weiß (Vizepräses und Kassier), Eugen Deutsch (Kontrolle), Samu Stern (Sekretär), Alexander Adler (Schriftführer), Eugen Maityn (Sch.־S.־Leiter), Otto Langer (Bibliothekar),. Armin Herzog, Armin Deutsch. Bela Weiß. Jena Veit, Emmerich Oc'hsenbeng, Albert Koth und Lajos Rosenak (Ausschußmitglieder). Aus der Tätigkeit des Vereines soll auch bervorgehoben werden, daß es der Vereinsleititng gelungen ist, Herrn Rabbiner Simon Schreiber als ständigen Vortragenden!zu gewinnen, wodurch die erziehcrische Tätigkeit in die besten Hände gelegt wurde. A. A. Neuwahl des Vorstandes der Agudas - JisroeJ- Jugendgruppe Topolcany. Den 29. Dezember hielt die AgUda-Jugendgruppe Topolcany unter reger Teilnahme ihrer Mitglieder ihre VIII. ordentliche Generralversammlung ab. Präses Herr Paal Fink begrüßt die Anwesenden und Avidmet dem im verflossenen Jahre leider hingeschiedenen Mitgliede Herrn E. L ö w y einen überaus Avarmen Nachruf, indem er besonders an dessen so oft im Vereine gehaltene schöne uud gediegene Vorträge erinnert und sein rastloses Arbeiten zur Hebung und Förderung des Vereines hervorhebt. Zur Tagesordnung übergehend, hält Präses den Tätigkeitsbericht und konstatiert mit Genugtuung, daß der Verein heuer noch in erhöhtem Maße aut allen Gebieten seines Schaffens, zur Freude aller, segensreich gewirkt hat. Er hat cs zustande gebracht, trotz der heuer allgemein herrschenden Avirtschaftlichen Krise eine Gesamtbilanz von über tsch. K 30.000 auszuweisen. Besonders die Jahresbilanz des ״Seman Tefilo-Arizeigers“, die bisher mit namhaftem Defizit geschlossen, hat heuer dank der unermüdlichen Arbeit dieser Sektion nicht nur ihre Aktivität 0 Hängt, vielmehr mit einem Reingewinn von tsch. K 2000 ihre Bilanz sprunghaft in die Höhe getrieben. Beim Referate der Schiurim appelliert Präses eindringlichst an das Pflichtgefühl eines jeden Mitgliedes, seiner hehren und heiligen Aufgabe eingedenk, die täglichen Lehrvorträge weitmöglichst zu besuchen. Besonderen Beifall ernten

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