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Jüdische Presse · 1928-12-14 · 48 (14.12.1928) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
48 (14.12.1928)
Date
1928-12-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Novtaov6 vtfplatnö povolen6 riadit post a telegrafov t Britlslave Cis. 41572-III-20. m m Zeitungen vom Verleger versende?. Journal expddie par 1‘edltesr. '.Afc PflHk HHH äBSStk iCÖ I atGbi^ IlfeaW ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redftktlon a. Administration: Wien, IL. Leopolds• fasse 86, 1. Stiege, 1. Stock.־־ Tel.R 4594*4־.!Tschechoslowakei 2 Bratislava, Postfach 140. erscheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Pir Artikel Sonntag, fflr Nachrichten Montag. Abonnementspreisei Ganzjährig! Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschecb. K. 70, Einzelnummer öst Gr. 40, das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen für Oesterreich: PostsparkassenamtWien, Koste Nr. 13.458; für Polen: Postsparkassen albt Warschau, Konto Nr. 190.409; für Ungarn: Postsparkaasenamt Budapest, Konto Nr. 50.170; für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Frag, Konto Nr. 53,386; für Jugoslawien: Postsp.-Amt Agram, Ko, N. <9.217; für die Schweiz! Postscheckkonto Zflrlch VIII. 4117! für Devtschland! Postscheckkonto Berlin Nr. 122.619 Mp. 48 Wien-Bratislava (4. Dezember 1928 .ביי וינה־פרעסבויג א׳ טבת תיפ״ט 14• Jahrg■ Eine Sehenswürdigkeit Wiens sind die neuei öffneten fall- Vll.f Neubaugasse 10 ■ Enorme Auswahl. Erstklassige Qualitäten. Billigste Preise. Sensationeller Restenverkauf. Auftakt zur II. Kenessio Gedaulo. Eine Artikelserie von P. K. II. L MÖBELFABRIK Afi Wien V. Schönbrunnerstr. dSO Kunsttischlerarbelten im neuenGeschäftslokaie bei Duldner & Deutsch שומז TIBRrVO כשר (תחת השגחת הרב ר ישעי פורסט שיסשוהס Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroelj Ueberall erhältlich! Enterocleaner, Intestin Bath, Bain intestinat subaqueur Wien, BX., Borschkegasse 8 Tel. A 83-4-16 Klinisch erprobt — verlängert das Leben. X ‘®otfls ■u.2ßaupts<£11&fiirJmale/L ■und ,PlädAen. mdOfent&fikatsrecfil tt.Hlatzgasse/6 Eine erschöpfende und ausreichende Beantwortung dieser Fragen wird sich freilich erst ergeben, wenn die internen Verhältnisse durch die Kenessio Gedaulo einer vollkommenen Klärung zugefuhrt sein werden. Allerdings zeigt sich unverhüllt die Notvyen,digkeit der Erwägttng, ob die Zeit für eine solche Klärung bereits geko'mmen ist. Auch hier ist ein geschichtlicher Rückblick notwendig. Im Laufe der Jahrhunderte hatte sich die Kulturfrage innerhalb der traditionstreuen Kreise zu einer Art Schibolet ausgewachsen. Es hat sich jede Nuance, in den meisten Fällen nach Ländern abgegrenzt, ihr eigenes Prinpdp geschaffen und w,ar und ist ängli'ch bemüht, ihren Besitzstand zu wahren. Natürlich kann man nirgends von Kulturfeindlichkeit sprechen, sondern das Ganze hat. sich eingeengt auf die Frage der Erziehung. Nun schwebte und schwebt in vielen Kreisen die Besorgnis, daß eine Annäherung an einen Kreis mit anderen Er- 1 ziehungsidealen das eigene Erziehungsidcat empfindlich stören und treffen könnte. Aus dieser Besorgnis heraus erwuchs die geradezu ängstliche Betonung der Autonomie der einzelnen Aguda-Provinzen, erwuchs ferner die offene ׳ode'ti verhüllte Opposition aus, traditionstreues t e n Kreisen gegen d K^ .^'g u d a. Dazu kommt noch ein Zweites: Die demokratische Entwicklung fast aller Länder zwang die Jugend, eher als bisher in das staats^politische Leben einzutreten;; in Ländern mit großen jüdischen Siedlungen ergeben sieh ,dabei komplizierte Fragen, weiche zur selbstverständlichen Folge haben, daß auch in politischer Beziehung die Autonomie der Landesorganisation absolut unberührt bleiben mußte. Nun ist es psychologisch klar, daß, wenn in zwei so wichtigen Punkten — der Gegenwartsfrage in bezug auf!Politik und der Zukunftsfrage in bezug auf Erziehung — die einzelnen Aguda-Provinzen in unantastbarer Selbstän־ digkeit arbeiten, der zentrale Gedanke Not leidet. Darin haben es al'le anderen Organisationen leichter, die a'|l diese Hemmungen nicht kennen und auch für diese beiden Fragen mehr oder weniger bindende WeF sringen von zentraler Seite aus hinausgehen, freilich auch zum größten Teil die finanziellen Bedürfnisse von einer gemeinsamen Stelle aus decken. In der zweiten Kenessio Gedaulo wird in Beratung darüber einzutreten sein, welche Maßregeln ergriffen werden können, I um einen strafferen Zusammenhang zwischen dem . von der Kenessio Gedaulo geschaffenen Mittelpunkt der Bewegung und den einzelnen Gliedern herzustellen, sowohl in ideeller wie in materieller Beziehung. Die etliischeii Grundlagen hierfür stehen fest. Es ist die Tatsache der gegenseitigen Verantwortlichkeit aller Glieder der jüdischen Gesamtheit, die sieh auswirken muß. Dabei wisslen die einzelnen Länder ganz genau, daß d i e Stoßkraft der Orthodoxie wesentlich davon a b h ä 11 g t, daß s i e w i r k l i c h als Teil einer Welta 11 sc hauungs gemein, schaft sich fühlt und betrachtet wird. Heutzutage, da die politischen Niederlagen und Siege irgend eines Gedankens bedingt werden von dem Machtinhalt der Träger dieses Geda.1kens, werden die Länder nicht umhin können, s'ich um? dem Mittelpunkt der Aguda darüber Rechenschaft abzuliegen, was sie zur Stärkung dies es.Mac ■htr (inhaltes geleistet haben. Nun. kann es ja sein, daß' an der Lockerung des Verhältnisses auch die Verfassung der Aguda schuld ist. An und für sich war der Gedankt sehr plausibel, daß die Führung der Aguda möglichst aus Vertretern aller größeren Aguda-Provinzen zusammen־ gesetzt ist, so daß der Geschäftsführende Ausschuß aus Herren von Polen, Litauen, Slowakei, Rumänien, Schweiz, Frankreich, England, Deutschland, Oesterreich besteht• Außerdem ist Amerika mit einer eigenen Expositur ausgestattet. Auf dies;e Weise stellt sich die verfassungs־; mäßige Konstruktion der Aguda dar als eine. Dreizahl von Parlamenten, der Kenessio Gedaulo, bestehend aus gewählten Delegierten der Länder, dem Zentralrat (etwa 100 Mitglieder aus allen Ländern, gewählt von der Kenessio Gedaulo), dem Geschäftsausschuß (gewählt von der Kenessio Gedaulo, bestehend aus etwa 30 Herren). Es ist klar, daß es bei diesem Aufbau eine eigentliche Regierung nicht gibt. Nun. hat man zwar den Ausweg! gesucht, daß die drei Vorsitzenden der großen Gruppen! des Geschäftsführenden Ausschusses, Frankfurt, Warschau, Wien, eine Art Exekutive bilden und daß der Vorsitzende des Vorortes diese Exekutive leitet. Allein bei der geographischen Entfernung dieser drei großen Gruppen hat sich niemals eine reibungslose Führung ermöglichen lassen. (Meint man es mit der Aguda gut, so wird man nicht umhin können, die parlamentarische Form auf die beiden Organe Kenessio Gedaulo und Zentralrat zu be־ schränken, dem Geschäftsführenden Ausschuß hingegen eine Form־ zu gehen, welche denselben aktions- Und regierungsfähig macht. Hierbei darf allerdings folgendes nicht aus dem Auge gelassen werden; um die Bedeutung des Rab־' b i 11 i s c h e n Rates als der wirklich souveränen Spitze der Aguda zu betonen un,d zu unterstreichen, hat das provisorische Komitee der Agudas Jisroel im Jahre 1923, trotz entsprechender Anträge und Forderungen, sich nicht ent־ schließen können, der Aguda einen wirklichen Präsidenten oder auch nur ein Präsidium zu geben. Das ist ein Gesichtspunkt, den auch die zweite Kenessio Gedaulo nicht aus dem Auge verlieren darf. Es' könnte unseres Erachtens nur der eine Aujsweg gefunden werden, daß die Kenessio Gedaulo das Vorschlagsrecht, der Rabbinische Rat das Bestimmungsrecht für die Wahl eines! exekutiven Präsidiums der Aguda erhält. ,Dieses Präsidium, wie wir es nun einmal nennen wollen, .müßte auch unbeschadet der Zulässigkeit und Notwendigik,1eit einer Ressjorteinteilung für die Betreuung der ein־ zelnen Geschäftszweige mehr als bisher im Zusammen־ hang mit diesen Departements stehen. Die bisherigen Ressorts sind: P'a 1 ü s t i n a - Z e 111 r a 1 e, deren Inhalt und Bedeutung wohl einer Erklärung nicht bedarf, die aber!!bisher sich nur mit der ökonomischen Seite der Fürsorge für Palästina zu befassen hat, Keren. Hathora, welcher schon mehr als eine Synthese zwischen mate- Aufnahme von Kindern ohne Begleitung. Verlangen Sie Prospekte! Winter in Engelberg zirka i 100 ui Seehöhe, für Wintersport un*ä Pension REISLER in idealer Sonneiilnge, Zimmer m. fließend. Wasser, Zentialhe zun«, Radiokonzerie. Beste Verpflegung.Wrener K>!che. Volle Pension von 0 Scliw. Francs aufwiirts. [;!!,. ^ssmssssssssäte. Was bietet die führende Othmar Schiff. Wien, I., (gegenüber dem Notel Bristol — Tel. U-41-3-62) 1י Modernste und individuelle Ausführung, IX* Tadellosen, mustergültigen Sitz, III* Hur erste Qualität in Material u» Arbeit zu massigen Preisen Die Firma Othmar Schiff legt allergrößten Wert darauf, jede Kunde unter allen Umständen zufriedenzustellen. 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