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Jüdische Presse · 1928-09-07 · 35 (7.9.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
35 (7.9.1928)
Date
1928-09-07
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 35 JÜDISCHE PRESSE «• In dieser Arbeit möge ihnen ש״י und das וכוח אבות das Verdienst der Alhnen von der heute so entfremdeten Jugend ,beistehen und auch alle jüdischen Parteien und Instanzen der!genannten Länder müssen darin einig werden. R a b ib i n e r D r. E. ß a ß, Mähr-Ostrau. Das zionistische Bethaus in Nitra. Eine wichtige prinzipielle Entscheidung des Landesamtes. Wir berichteten über die Umtriebe in der Nitrae r orth. Gemeinde. Eine Gruppe von Zionisten unternahm es, ein zionistisches Trutzbefhaus mit Umgehung der Gemeinde und aller 1konfessionellen Instanzen zu eröffnen. Die Gemeinde beschützte ihre statutarischen und im Gesetze gewährleisteten autonomen Rechte, unterstützt von der orthodoxen Zentrallcanzlei. Jetzt ist die Entscheidung in dieser Sache gefallen. Das Landesamt hat die im folgenden zum Abdruck gelangende. auch für andere Gemeinden des Landes b edeufun-g-s volle Entscheidung getroffen: Landesamt in Bratislava. Zahl: 20.927/7 Mai 1928. Bratislava, den 16. August 1928. Gegenstand: Moritz Jung und Konsorten in Neutra, Gründung eines isr. Bethauses, Berufung. Infolge der■ in gesetzlicher Frist eingelaufenen Berufung des M. Jung und Konsorten, Nitraer Inwohner, vertreten durch Dr. J. Stransky, Advokaten in Nitra, hat das Landesamt •in Bratislava die Entscheidung des Bezirksamtes in Neutra vom 11. Juli 1928, Z. 11.783/28, durch welche Moritz Jung und Konsorten in Nitra das Verrichten religiöser Funktionen im erwähnten Bethause in Nitra, Skalnägasse Nr. 3, untersagt und die Sperrung dieses Bethauses angeordnet wurde, überprüft und nachstehende zweitinstanzliche Entscheidung gefällt: Es wird die angefochtene Entscheidung des Bezirksamtes in Nitra vom, 11. Juli 1928, Z. 11.783/28 mit der Hinzufügung bestätigt, daß gleichzeitig die Entscheidung der erwähnten Behörde vom 18. Juni 1928, Z. 10.657/1928 hinsichtlich der genannten Angelegenheit aufgehoben wird. B c g r ü n d u n g: Bestätigt wurde die erwähnte Entscheidung des Bezirksamtes in Nitra •aus Gründen, die in derselben angeführt sind, weiters auch deshalb, weil •die auch jetzt ׳noch gültige Verordnung •des ׳gew. ung. Kultusministeriums vom 27. Oktober 1905, Z. 4249 Präs, ausdrücklich und. imperativ vorschreibt, daß Streitfälle, die unter Gläubigen derselben jüdischen Religionsgemeinde auftauchen, ähnlich wie es im gegebenen Falle ist, interne Sache der betreffenden Gemeinde bleiben und als solche •in •die Kompetenz des autonomen konfessionellen Schiedsgerichtes •gehören. Als Folge dessen, •daß ׳das Bezirksamt in Nitra mit seiner späteren Entscheidung Z. 11.783/28 die Sperrung des fraglichen Bethauses angeordnet hat, mußte •die frühere Entscheidung der genannten Behörde aufgehoben werden. Was die Ausführungen der Berufung des Moritz Jung und Konsorten betrifft, konnten diese nicht berücksichtigt werden, weil sie jeder gesetzlichen Grundlage entbehren. Die Genannten begründen ihre Berufung eigentlich mit der ״Verfa'ssungsurku׳nde“, behauptend, daß sie infolge der dort gewährten persönlichen •Religionsfreiheit das Recht hätten, wann immer •und wo immer ein eigenes •Bethaus zu gründen und dies ohne jedwede Bewilligung. Diese Auffassung ist irrig, da die Bestimmungen der Verfassungsurkunde ׳der tschechoslowakischen Republik bloß den allgemeinen •Rahmen bestimmen, in welchem die gesetzgebenden Körperschaften Gesetze zu erbringen haben. Die Verfassungsurkunde hat die Gesetze und Ver- Ordnungen der gew. ung. •Regierung keinesfalls außer Kraft gesetzt, soweit diese •die Autonomie und die •internen Angelegenbeiten der jüdischen Konfession •betreffen, respektive die der jüdischen Gemeinden, und deshalb sind die heute noch in Kraft. Wovon zwecks weiteren regelrechten Einschreitens, respektive der regelrechten Verständigung aller interessierten Parteien das Bezirksamt in Nitra verständigt wird mit dem Bemerken, daß hiegegen ,keine weitere Appellation zulässig ist. Für den Landespräsidenten: Dr. Tenczer m. p. Synagogeneinweihung: in Torna. Sonntag den 10. Elul fand in Torna die .Einweihung des neuerbautenבית הכנסת in feierlicher Weise statt. Am Nachmittag hielt Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Tannenbaum in Gegenwart der ganzen Gemeinde •und zahlreicher Gäste eine wirku.ngsvolle Elnweihungsdroschoh. Bei der am Abend stattgefundenen gemütlichen סעודה של מצלה •hielten die Herren Ober- Rabbiner Moses T annenbaum (Moldova), Rabbiner Sam. Tannenbaum, Jakob Faber (!Bratislava), David G u 11- בת n n n, David Roth, M. K r e m e r und Ch. Kaufmann (sämtliche aus Torna) schöne Gelegenheitsreden zur Ehre des Tages. Im besonderen wurden die Verdienste des Herrn Ch. Kaufmann hervorgehoben, der sich ein ganzes Jr!hr hindurch selbstlos in den Dienst des Tempelbaus׳ gestellt hatte. Dankbar anerkannt wurde auch die Tätigkeit des Herrn David Roth, der sich um die Aufbringung der finanziellen Mittel mit gutem Erfolg bemüht hatte und dessen Söhne den erforderlichen Betrag zum ארון הלן71ש und zu einem großen Leuchter spendeten. Jose! Müller ז״ל. Aus Podolinec erhielten wir die folgende Trauernachricht: Am 23. d. M. wurde hier Herr Josef Müller, langjähriger Präses der jüdischen Gemeinde, unter großer Teilnahme der Bevölkerung im Alter von 74 Jahren zu Grabe getragen. Der Heimgegangene zeichnete sich durch jüdische Gelehrsamkeit, Frömmigkeit, Redlichkeit in Handel •und Wandel aus •und war wegen seiner großen Menschenfreundlichkeit und seiner erhabenen Wohltätigkeit, die er. ja edler,!vornehmer. Weise!betätigte, in allen Kreisen der Bevölkerung beliebt und ׳hochgeschätzt. Die Familie Müller beklagt einen großen Verlust mit seinem Heimgänge. Das Bewußtsein jedoch, daß der Verblichene im Andenken seiner zahlreichen Freunde als das Musterbild eines איש חשוב ובעל צדקה fortleben wird, gibt ihr Kraft, den Schmerz in Ergebenheit zu tragen. Nachrufe hielten auf Wunsch der Familie die Herren Oberrabbiner G r ii n b u r g und Rabbiner Glück aus Kesmark, Oberrabbiner Fried mann aus Stara Lubowna und der Sohn des Dahingeschiedenen Adolf Müller ans Levoca. Ihre Worte hinterließen bei der nach Hunderten zählenden Trauerschar einen tiefen Eindruck.תנצב״ה J. Z. Dringende Bitte. Tm Dorfe S 7. ö g y 6 n ist vor kurzem die ärmliche Habe eines dort ansässigen mittellosen Mannes das Opfer einer Feuersbrunst geworden. Der Betreffende ist ein sehr würdiger Jelutdi, aus angcsehener rabbinischer Familie, Vater von acht unversorgten Kindern und infolge der Feuersbrunst •in einer so furchtbar beklagenswerten Lage, daß die öffentliche Wohltätigkeit fiir ihn und seine Familie in Anspruch genommen werden muß. Wir wenden uns hiemit an alle unsere Leser mit der Bitte um reichliche Spenden, die wir gern ihrer Be- Stimmung zufiilircn wollen. Geldsendungen erbitten wir an die Adresse unserer Administration: ,Jüdische Press e“, Bratislava. Turnergasse 14-16, oder Postscheckkonto Prag Nr. 53.386, unter gleichzeitiger Angabe des Zweckes. Orthodoxer Schulbau in Nove Zamky. Aus N 0 v 6 Zamky wird uns!berichtet: Nach vielen Hindernissen schreitet der Schulbau s>eiiner Verwirklichung entgegen. Vergangenc Woche schloß die Baukommission den Vertrag!1 it •demßauunternchmer ab,nach welchem ervernflichtct wurde, mit dem Bau sofort zu beginnen. Der Bauplan der Schule ist auf die Entwicklung der Gemeinde bedacht. Wenn es die Verhältnisse erwünschen werden, soll an die Schule ein Kindergarten und eine Lchrerwohnung ungegliedert werden. Die Schule, welche heute bloß filnfklassig ist, soll nächsten sechsklassig und• dann zu einer vollkommenen acht- Massigen Schule erweitert werden. Der Schulstubl will diese Schule mit den Vorzügen der Bes-Jakob-Schulen au׳sstatten. Die Bcs-Jakob-Schule bietet auf weltlichem Gebiete mindestens soviel wie die ähnlichen Staatsschulen, nur wird in ihr auf die j ii d i s c h - r e 1׳ i g׳i ö s c Erziehung der Zöglinge das Hauptgewicht gelegt. Daher werden in ihr die jüdischen Fächer wie תיירה נביאים nid. Geschichte, jiid. Schreiben und Lesen intensiv •unterrichtet. Der Stundenplan der Schule wird jm jetzigen Schuljahre schon in diesem Sinne zusammengestelit. Sijumfeler In Topolczany. Man berichtet uns aus Topolczany: Die hiesige חברה שיעיר דף יומי welche größtenteils aus jungen Leuten und einigen תלמידי חכמים besteht und ein intensives Lernen entfaltet, hielt Sonntag, יום א׳ לס׳ כי תבא ein Sijumfest auf מס׳ בבא בתרא Nachdem der Vortragende dieser Woche — es wird jede Woche gewechselt — die מסכת beendet und die erste Mischna von מס׳ סנהדרין vorgetragen hatte, begann die סעודת מצוה welche von Frau Max Eckstein in vorzüglicher Weise zubereitet wurde. Bei der Festmahlzeit hielt zunächst Herr Moriz Link einen Charlfiiis-Vortrag über die סוג' שיעבלדא דאורייתא mit welcher die מסכת endet und brachte die letzte und erste Mischna der מס׳ in Zusammenhang. Herr Oberrabbiner Jungreiß■ aus Vamosmikula, der hier zu Gaste weilt, hielt eine schöne דרשה und spornte mit begeisterten Warten alle Anwesenden zu fleißigem Thoralernen an. Auch die schönen Reden der Herren Mark Zarko wer und Salomon Katzburg wurden beifällig aufgenommen. Eine schwierige Stelle zuבבא בתרא wurde von Herrn Samuel Bernfeld treffend erklärt. Zur Hebung der Stimmung trugen wesentlich die schönen Gesänge des Herrn Oberkantors Klein und die bewunderten Darbietungen des Herrn Reif bei. Erst kurz vor Mitternacht nahm das erhebende Fest sein Ende. Zuschriften au die Redaktion. Ich möchte mir eine kleine Bemerkung bezüglich des Artikels erlauben, in welchem ein Zionist wegen unrichtiger Auslegung des Wortes קושט א in der Kesuboh sehr richtig gegciselt wird. Die beiden Herren haben eine Stelle in der גמרא סנהדחן צ״ז)! wo erzählt wird, daß es einen Ort mit Namen קושטא gegeben habe, in welchem die Unwahrheit nicht geduldet wurde. Ein Amora bezahlte ein unaufrichtiges Wort mit dem Leben seiner zwei Kinder. Es scheint, daß wahrheitsliebende Männer eine Ehe aus! ״Kuschta“ sehr angestrebt haben. Nathan Klein, Hust. Das Sabbat-Problem, Verehrte Redaktion! Mit unermüdlichem Eifer setzt sich Ihr geschätztes Blatt seit Jahren für die Lösung der Sabbatfrage der Angestellten und Arbeiter ein. Trotzdem verebbten die wärmsten Appells und die seriösesten Anregungen wie ein Ruf in der Wüste. Die ״Jüdische Presse“ verfügt über einen genügend guten Resonanzboden, so daß die Ursachen daß die sozialen Verhältnisse in dieser Beziehung so trostlos sind, zweifellos auf Mängel in der Erfassung des Pro!- blems zurückzuführen sind. Der Zufall will, daß ich vor einigen Wochen von dem Chef einer befreundeten Firma erfuhr, daß er schabboshaltende Beame — Stenotypistinnen und männliches Personal — suche. Da seine Bemühungen vergeblich waren, erbat ich mir noch eine achttägige Frist, um im Interesse der schabboshaltenden Angestellten meine samtliehen Protektionen zu den diversen Kategorien Stellenloser aufzubieten. Als die Wartezeit verstrich, mußte ich einsehen, daß meine persönlichen Verbindungen zu schwach waren, um die geeigneten Kräfte ausfindig zu machen und mußte zusehen, wie die Firma nicht auf Sabbat reflektierendes Personal engagierte. Nachher erfuhr ich allmählich von einer erschrecklich großen Masse vollwertiger Stellensuchender, zu welchen meine Protektion! ursprünglich nicht reichte. Es waren also Arbeitslose hier, nur fand sich keine geeignete Stelle, die die Vermittlung der Posten übernahm. Es ist somit klar, daß sich noch niemand gefunden hat, der die Lösung der Stellenvermittlung mit modernen organisatorischen Mitteln versucht hat. Heute, im Zeitalter aer Massenorganisationen, läßt sich auch diese Frage nicht von oben herab, d. h. durch die Chefs, bereinigen, sondem ausschließlish durch die arbeitende Klasse. Sp lange Seft© 225 &eder Strenggläubige kann ohne Bedenken zur Zubereitung der Speisen Kunerol verwenden. Die KuneroLErzeugung steht bis zur Verpackung des gebrauchsfertigen Natur* fettes unter strengster Aufsicht des Herrn Bezirks* rabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. 100% REINES KOKOSNUSSFETT diese ihr Schicksal nicht in die eigene Hand nehmen wird, bleibt das Problem als solches bestehen. Nicht bloß die Arbeitslosen geht cs an, sondern auch deren glücklichere Kollegen, die mehr oder minder gute Positionen innehaben. Sämtliche Schabboshaltende Arbeiter und Angestellten haben sich zu organisieren. Sie müssen dem Fonds 10 oder 20 Groschen pro Woche abfiihren. Von diesen Beträgen, welche eventuell durch Pauschalgebühren bei den einzelnen vermittelten Posten vergrößert werden können, ist ein Sekretariat zu erhalten. Auf Grund eines telephonisehen Anrufes muß es möglich gemacht werden, innerhalb 24 Stunden eine entsprechende Anzahl Stellenbewerber zur Auswahl vorzustellen. Das Sekretariat hat weiters die Propaganda zur Benützung seiner Vermittlungsstelle, beziehungsweise zur Anstellung von Leuten, welche Schabbos'frcibekommen, zu übernehmen. Das Geheimnis aller Macht ist die Organisation •Wird das sabbatheiligende Personal endlich seine Indolenz aufgeben, den Solidaritätsgedanken hochhalten und sich nicht bloß automatisch als Mitglied eintragen lassen, sondern am Aufbau der Organisation in seinen freien Stunden mit Ernst und Zielbewußtheit mitarbeiten, wird es seine Organisation• haben, was die Lösung des Problems schlechthin bedeutet. Sie kann in Anlehnung an bestehende größere Organisationen politisch mit Erfolg tätig ■sein. ־ Sie . kann! ähnlich wie etwa die sozialdemokratische Organisation ■der Gastwirte für ihre Mitglieder bei den verschiedensten Anlässen, wie Arbeitslosenunterstützung ,und Stellenvermittlang uw., Großartige wirken. Solche Zweckorganiationen haben, wie die Erfahrungen in ähnlichen Fällen dutzendweise lehren, mit der politisch-kulturellen Seite •nichts zu tun. Die in letzter Zeit in der Oeffentlichkeit vielfach gerügte schlechte Besoldung der'Schabboshaltenden könnte auf diese Weise ebenfalls in erträglichere B^uen gelenkt werden. Sache des Sekretariates ist es auch, Berufsberatungen zu pflegen und für die fachliche Weiterausbildung der *Mitglieder zu sorgen. Wenn die Oeffentlichkeit einmal erfahren wird, daß diese Organisation verläßliches und arbeitswilliges Personal vermittelt, wird sie viel mehr in Anspruch genommen werden, als die kühnste Phantasie zu hoffen glaubt. Mit bestem Dank für die Veröffentlichung dieser Zeilen und der Bitte, weitere Zuschriften ebenfalls abzudrucken, zeichnet in gebührender Hochachtung Alfred Stroh. _ Berichtigung, Sehr!geehrter Herr Redakteur! In dem Feuilleton •der letzten Nummer der ״'Jüdischen Presse“ wird Rabbiner Samuel Halevi, der Verfasser des מחצית השקל als Rabbiner in Köln bezeichnet. Dies ,beruht' auf •einem Irrtum. Der Verfasser des מחצית השקל Samuel Halevi Kelin (| ל י V p) wie er sich schreibt, war niemals •Rabbiner, weder ln Köln noch anderswo. Er ist als Sohn des •Privatgelehrten N!athe in Kolin in Böhmen geboren, lebte •in Boskovitz in Mähren als Privatmann und stand •einer großen Jeschibah vor. Er hatte einen Eisenhandel, den seine Gattin leitete. Die Rabbiner^ würde, die Ihm wiederholt von angesehenen •Gemeinden angeboten wurde, lehnte er stets ab, M!it vorzüglicher Hochachtung der Sohn einer Urenkelin des Mndiazdth Hasdheked. Briefkasten. L. G. Poprad: 1. Es handelt sich nicht im entferntesten darum, ob Sie als einzelner Zionist das ׳״zionistische Eindringen in die Orthodoxie“ •und all das, was unser Bericht bemängelte, fiir ״unbedeutende Dinge“, ״dumme Dinge“ oder ״sowohl vom philanthropischen, wie auch vom religiösen Standpunkte als gar keinen Fehler betrachten“. Diese zionistische Ansicht ist bekannt. Es handelt sich •aber darum, daß nach der einstimmigen und auch der Poprader Gemeinde offiziell bekanntgegebenen, von sämtlichen Rabbinern des Landes Unterzeichneten felerliehen Deklaration, die überdies noch in P o p r a d beschlossen wurde, jede wie immer geartete Förderung des Zionismus und seiner Institutionen den orthodoxen Gemeinden strengstens untersagt ist. Ihre persönliche zionistisehe Meinung ist dabei — Sie verzeihen schon — ganz unmaßgebend. Für •die Gemeinde, solange sie eine orthodoxe Gemeinde ist, muß aber der Beschluß der Rabbiner- Versammlung unbedingt verpflichtend sein. Darauf lag der Schwerpunkt des Berichtes und der darin enthaltenen Beschwerden gegen die Poprader Gemeindeleitung. Wir haben es loya'lerweise der offiziellen G e m e ׳i n d e I e i t u 11 g und nicht einem einzelnen Gemeindemitglied, das nicht angeklagt war, freigestellt, sich •in •unserer Zeitung vor der jüdischen Oeffentlichkeit zu rechtfertigen. Wir wenden die ׳Rechtfertigung der Gemeindeleitung, sobald wir sie in Händen haben, gern veröffentliehen. — 2. Auch der ehrw. Oberrabbiner von Poprad hat die betreffende Rabbinererkiänmg eigenhändig unterzeichnet. — 3. Abonnements auf einen Monat werden •nicht angenommen. F. B. In P.: Besten Dank. Bereits von anderer Seite berichtet. *

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