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Jüdische Presse · 1928-08-10 · 31 (10.8.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
31 (10.8.1928)
Date
1928-08-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 31 JÜDISCHE PRESSE Seite 201 Juden ein klein wenig Einigkeit und■ dazu noch ein bißchen Einsicht vorhanden wäre. Wie aber die Dinge während der . letzten Jahre bei uns lagen, konnten sie .sieh beinahe ohne jede Schwierigkeit sehr wichtiger Positionen ׳im öffentlichen Leben bemächtigen. Sie zogen aus unserem Unglück ihren Nutzen •und genossen auch diesen Nutzen ungestört sehr vorteilhaft. W •i r ließen unsere orthodoxen Gemeinden verfallen, um so besser für sie; ■denn sie reden heute in alle Gemeindesachen drein, als Ob sie auch dafür in der Balfour-IDeklaration eine Z-usicherung hätten. Wir verhielten uns der Agud a gegenüber gleichgültig und stumpfsinnig — wiederum ein Vorteil •für die Zionisten;!denn wo •die orthodoxen Prinzipien . dlurch die Aguda gestartet sind, findet der Zionismus ,keinen Boden. Wir kümmerten uns nicht um die Jugend', um unsere eigenen Söhne und T ö c 111 e r, un'd müssen jetzt mit verbissenen Zähnen tränenden Auges; zmsohauen, wie unsere Kinder mit den Zionisten singen, springen und tanzen und uns höhnend überlegen ins Gesicht grinsen. Unsere amerikanischen Brüder erkannten u n s e r wirtschaftliches Elend, das zum Himmel schreit, und stellten recht beträchtliche .Mittel1!für uns zur Verfügung, und sie, die Zionisten, unsere, die. mit unseren Interessen nur Bäll spielen, halten ihre einwhmende Hiand über diesen Geldern und beglücken־ uns als Entgelt dafür mit einer ״,Kultur“ und mit ״kulturellen“ Institutionen, für die s i c selber nicht einmal am Ercw Jom Kippur Verwendung hätten, nota bene, wenn ihr : hebräisches Wissen ausreichen würde, um aiis einem; Lu ach fcst'zustellen, wann W i, r Jomki-ppur haben. Der Staat hat u 11 s allgemeines Stimmrecht gegeben, um bei ,Parlaments- und Sta'dt'wahlen für innsere Interessen nach unserer Ansicht ׳ ein treten zu können, und da kommen s i e,!unsere .glitten, lieben, menschenfreundlichen zionistischen Advokaten, denen kein Opfer aus unserer Tasche für das Judentum zu groß ist, und entzweien uus geflissentlich mit •allen einflußreichen politischen Parteien, weil sie urplötzlich ihr nationalistisches Judentum ent- ,deckten und es ,ihnen in den Sinn ge'kotnm'en ist, auf unserem Rücken nationalpolitische Tänze aufzii'führen und unsere Stimmen als i 11 r ererbtes jüdisch-nationales Eigentum zu betrachten, Wir bewahrten unter •allen Nöten der ,Zeit die ,Seele u.nd das Gemüt unserer Frauen und Töchter rein und heilig, weit, sehr weit abgewandt von Jedem Gedanken der Untreue gegen ,G-tt und' •seine Thora,;meilenweit entfernt von jeder Sehnsucht nach einem!neuen unfüidischen, religionsfremden ,..nationalen“ Judentum, und ,glaubten in. unserer übertriebenen Seibstsicherheit, von jeder Schutzmaßnahme, von 'jeder rechtzeitigen Verpanizerung des jüdischen Herzens unserer heutigen und zukünftigen jüdischen Mütter gegen •die tausendfältigen׳ zionistischen ,Abl'enMmgsversuche absehen zu dürfen. Und wem!kommt diese unsere sträfliche!Nachlässigkeit ,zugute? Wiem ,anders als i h n en, unseren zur Abwechslung nur nach ״Wohltatigkeit“ lechzenden zionistischen ״Politikern“, dlie erst neuerdings 'im Wege ihrer zionistischen •Fnauenorgani- •sation, ,״Wlizo“ genannt, speziell die unerfahrenen orthodoxen ,Frauen und Mädchen mit hoblen Phrasen heranlocken und' die zionistisch-politische nationalistische Propaganda mit ihren so e hg el r ein - u ns c h u l!d ig!scheinenden ״Jausenveransta'ltungen“. bis ins Innerste der glaube nstreuen jiüdischen Häuser vorzutr׳ei'ben versuchen. Diese traurige Wechselwirkung von unseren Fehlern und zionistischen Vorteilen zu unserem Schaden ,könnte ,noch־ an sehr ־ zahlreichen• Beispielen demonstriert werden, ohne etwas andieres bewiesen zu ,haben, als ׳d'aß es die höchste Z e i ■t wäre, uns endlich anfzuraffen •und mit reifer U elb e rl׳e gu ng und ernster Entschlossenheit in ,geschlossener Einheit' •an Taiten heränzu treten, wie sie d' i e ׳Z ׳e i t u n d die jetzigen Verhältnisse erfordern, an T ,a t e n i ü r G-tt' und seine T h 0 r ,a, für unser Wohletgelien und1 •für die j iid i s c■h e Zu:ku:11 ft unserer Kinder.. 1Es scheint aber, daß uns ein besonderes!Glück hold ist. Es •scheint, daß nicht wir, ,sondern gerade •sie, nämlieh unsere Zionisten selber, uns die Augen ölfifnen und uns ihr wahres Gesicht deutlich׳ zeigen werden, ohne daß wir auch nur ,einen Finger zu unserer Rettung von ihrem verderblichen Einfluß zu rühren brauchen. Oder glauben urts •die Herren Zionistenführer schon s0׳ unrettbar sicher in ihrer Macht, daß sie ganz ungeniert sich gegenseitig •dlie Maislke vom Gesicht reißen dürfen? .Oder halten sie die orthodoxen Jüfdlen, die sie seit Jahren als •gefügige ,politische Reitpferde benützen, schon für so minderwertig, daß sie sich vor ihnen vollständig /entblößen können, ohne d'aß ihnen die Schamröte ins Gelsicht steigt? Möglich ist ,alles; .wir haben es •nicht besser verdient. Verdienen wir etwa :nicht den Spott der ganzen Welt, wenn wir ,es erleben mußten, daß vor ׳einigen Monaten der große englische Journalist ״'S k o t u's V1 ator“ hier zürn Studium!der LandeisverhäÜnisse umherreiste und der oberste Führer der hiesigen Zionisten Dr. J u skovics vor ihm über die Jiudfen nichts ■anderes vorntbringen wußte, :als daß di'e Orthodoxen im Auftrag der Regierung auf die. politische Lahmlegung des Judentums ׳hinarbeiten, und dabei ihm die famosen ״)Beweisstücke“ des bekannten MarguÜes-Prozesses im Original vortegte? Auf ganz!bestimmte, in bester ,Ordnung gesammelt aufbewahrte Daten und Beweisstücke über den ״Erweib“ nicht'jüld'ischer ruisslnischer Sympathiekundgebungen in Form von Stim.mz'etteln .für die zionistischen Kandidaten vergaß der .zionistische Voiksadvolkat sich1 zu berufen, wie ihm alles im Judentum egal ist, .wenn es nicht geeignet ist, ihm öder einem anderen Zionisten zu irgend einem einträglichen Mandat au verhelfen.. Nicht alle Zionisten bei uns denken freilich so; denn es gibt vereinzelte Zionisten bei uns, •die nicht Advakaten von Beruf sind oder wenn ,sie es ,zufällig auch sind, aus irgend einemanderen Gnunde ,zur Ueber'zeugung kommen, daß sie keine Aussicht haben, jfemla'ls :mit Hilfe der Zionisten• ein Mandat zu erlangen. Für diese erölfifnete sich ■nach dem beinahe historisch gewordenen politischen Katzensprung :der zionistischen ״Jüdischen Partei“ auf der Kosicer Versammlung eine ganz neue Aussicht. Gleich dem derzeitigen׳ rechtmäßigen PriVateigentümer der Hü'llenreste der ehemaligen ״Jüdischen Partei“ in der Slowakei, dem Advokaten Dr. R e i s z, unternahmen es bei uns einige zionistische ,״Führer“, aus der karpathorussischen ״Jüdischen Plante!“ auch! noch ״etwas“ heraus- ,zuschlagen. •Sie machten .einer großen politischen Partei׳ wie Karl Baum auf Grund einer Unterredung mit dem jetzigen Landespräsidienten Rozipal der J. T. A. sensationeil zu berichten Wußte — das Angebot, für den Betrag von zirka einer VierteTmülion Kronen dieser Partei die jüdischen Stim'raen zuzuführen. 'Der Betrag sollte angeblich zugunsten der aus den zionistischen Kassen aller Länder reichlich versorgten einzig dastehenden ״hebräischen“!Nationalschulen gezahlt werden. (Selig, wer’s glaubt!) Der Versuch scheiterte; ״,we’en ’kone'h“ heißt es im Bibelvers. Nun brachen aide Wetter כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשר des orth. Rabbinatsassessors, KoSice, erzeugt ״POLIO׳■ FRIEDMAHN & CO. flHHHHH Seifen- und Kerzenfabrik, ko^ice mtmm los. Dr. Reis-z kam dann hi eher. Oh, er ist ,hier guter ״,Käufer“ von anno dazumal. Ihm kommt es nicht darauf an. Er weiß ,auch, w׳cm und was er bieten ,soll, aber allen Zionisten alle-s bieten, vermag auch er nicht. Das vorläufige Ende vom Spiel ist ein recht schöner Kladderadatsch. Soviel Zionisten,!soviel1 Sonderparteien, und soviel Sonderparteien, soviel politische Programme, und soviel Programme, soviel! Bereitschaft, gegen gewisse •Zusicherungen die Programme ,zu verraten. Einstweilen wurde die bisherige ■zio 11 i s t i s c h c L a nd e' s 1 e i t u n g auf einer Versammlung in Beregsas abgesetzt und andere Personen ■an die Spitze gestellt.!Einstweilen wurde ,der hervorragendste Zionist •des Landes, •der frühe ne .Bürgermeister und jetzige iSyndiku® der Stadt )Munkacs Dr. S p i e g el, der sich;seine Sporen bekanntlich in dem% zionistischen Kampfe gegen die Orthodoxie geholt hat," auf Beschluß ,der Prag-tMährisch-Ostrauer zionistischen Oberbefehlshaber aus der Zionistischen Partei au s'g cs toß eil. Und einstweilen — und da muß dies ״einstweilen“ sehr unterstrichen werden — erzählt dieser aus ’deim Paradies ,der MandatKascher verjagte Dr. Spiegel recht erquickliche Dinge ■aius der Partei, für die er sich nicht ,mehr verantwortlich!fühlt. Freilich erzählt er noch .nicht Einzelheiten über die Verwendung der Gelder, recht ansehnliche Summen, die anläßlich ,der Propagandatournee eines gewissen Dr. Geyer, den sie hier des Woh'liklanges wegen zutn Gemeindepräses von Lemberg ernannt hatten, in •ganz Podkarpatskä Rus gesammelt wurden, wie ,er ja überhaupt von der Längstvergangenheit unseres-ihierländaschen Zionismus den Schleier der Unschuld nicht gern lüften möchte. Was er aber aius der Jüngstvergangenbeit und aus der gewordenen und werdenden ,Gegen1 wart enthüllt, ist auch schon interessant genug •und — lehrreich zugleich. AW die Frage, weshalb er aus der Partei ausgeschlossen wurde, gibt Dr. Spiegel in der größten Geimiitsruhe von der Weit folgende Antwort; ״|W eil ich nicht Geschäfte machen, s o 11 d e r n d a s Wohldes J fid e n t u •m s u nd s e i n e 'Anpassung au 'die heutigen Verhältnisse selbst Jos fördern wollte.!Das ge-fiiel deu Kaie n'de r g e s c h äf t■e■m a c h e r n u n'd' e i ge n- ,w i' 1:1 i ,g e n M ׳a n Id' •a t h a s c h c r n n!i c h t.“ (״Uj Közlöny vom 3. Aug-ust.) Das sagt einer, der’s wissen •muß! An den Münlkacser Arzt Dr. S t e r׳nb a ch richtet sein ׳,bisheriger Gesinnung«- und Parteigenosse Dr. S pi eg e 1 folgenden in den .Zeitun'gen veröffentlichten au-fschliußreichen Brief vom 27. Juli 1928: ״-Ichbin so frei, mich an (Sie als den Generalsekretär des Waisenffürsorgevereines zu wenden in Anbetracht dessen, daß ■meine 25jährig׳e Vergangenheit im öffentlichen Leben mir hiezu das ,Recht gibt, auch wenn man mich aus der Zionistischen Partei ausgeschlossen hat. Unser Strafgesetzbuch kennt nicht nur den § 69, sondern auch den § 374, 1un׳d) bevor ich alle• Angelegenheiten des Joint unter Benutzung aller Mittel mit energischer H׳and anfasse, ersuche ich Sie, die Ihnen ,wohlbekannten Aeriderungen innerhalb 24 ,Stunden durebzutführen iinid .mich davon zu verständigen, weil ■meiae mit mir fühlenden (jüdischen FreUude nicht geneigt sind, den Dingen weiter untätig zuzuscihiaueh und' von allen 'Seiten ,uns wahrlich imangenehme Sachen zu hören.“ Die gesamte Presse von Podkarpatskä Rus — mit Ausnahme •der Zionistischen natürlich — fordert nun von Dr. Spiegel Einzelheiten über die zionistische »Wirtschaft mit den J'oint-Geldern. Dr. Spiegel gibt bekannt, daß er sich •diese Einzelheiten für die (Gerichtsverhandlung :vorbehält. Wir werden da — wenn Dr. Spiegel inzwischen nicht wieder als •vollgültiger Zionist ■zu Ehren und Würden gelangt — .voraussichtlich ׳recht ׳schöne Dinge hören, aber freuen werden wir uns des Sturzes unserer Gegner durchaus!nicht. Denn ׳wir, wir allein tragen׳ an dieser Schmach des Judentums die Schuld. Wären wir Männer von -selbstbewußtem orthodoxen Willen, hätte •es nicht geschehen dürfen, daß s i e, unsere Zionisten, ׳sich solch lange Zeit ׳als unsere Vormünder a.u!f spielen! ״Fürwahr wir sind die Schuldigen!“ Nächstens hören Sie hoffentlich Erfreulicheres von ׳Ihrem •Mitarbeiter. Haus Weberei und die Hälfte der Einwohner waren Juden. Der (jüdische Friedhof ist zirka 1000׳ Jahre alt. IMäti findet dort die iFiamil-ien Möller, Mautner, 'Löw und manche andere ׳Namen ,vertreten. Diese blühende Industrie ging dann aller־ dings zugrunde. Aus den ,früheren frommen Hausweb.ern wurden entweder angesehene Textilfabrikanten oder sie mehrten auf -andere Weise die Zahl derer, denen ihr Judenturn -mit der ׳Zeit ,belanglos wurde. Nun stieg auch der älteste ׳Zeuge -ihres Judentums in einer ׳Rauchwolke zum Himmel empor... Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Stellenausschreibung. Bei der israelitischen Kültusgemeinde Wien gelangen Bassistenstellen in den Tempelchören zur Besetzung. In Betracht kommen nur des Blattlesens kundige, musikalische lind hebräisch entsprechend vorgebildete Bewerber mit sehr schönen Stimmitteln. Nähere Auskünfte im Kultus־ und. Schulamte der israelitischen Kuitusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, von 8 bis12 ׳ Uhr vormittags• Vorbeter für die hohen Feiertage. F׳ür die vom Vorstände der israelitischen Kultusgemeinde anläßlich der hohen Feiertage im Jahre 1928 zu veranstaltenden temporären Gottesdienste -werden V 0 r b e t e r, welche in der Lage sind, -mit Chor au fungieren, aufgenommen. Nähere Auskünfte im Kultus- und Schulrate der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, von 8 bis 12 Uhr vormittags. Edithke Rebenwurtzl Gustav Feigelstock Budapest D. Kreuz Verlobte Jözsa Paskusz Simon Neuhaus Csorna . Fajkürth Verlobte Juliska Grünsfeld Simon Geldzähler Bratislava Antwerpen Verlobte Die Agudas Jisroel-Frauen- und Mädöherigruppe, Bratislava, gratuliert herzlichst ihrer. Vizepräsi-derifcin Fräitlein Ida Ungar zu ,ihrer Verlobung mit!Herrn Leopold Fellner aus Sätoraljäujhely. Wir gratulieren herzlichst •unserem •langjährigen 'gewesenen ׳Kassier,!Herrn Adolf Rosinger, Nove Zämky.!zu seiner Verloibugn mit Fräulein Rozsi Seiiiwel, Keztiiarok. Gelegenheitsheirat. Welche sympathische, •fesche, intcll.!Dame, nicht über 50, ohne!Kinder, möchte heiraten einen Witwer* orth., .Mitte 50, sehr sympathisch und -rüstig, von sehr adeliger Familie. Damen, ׳die!Interesse -haben nach!Amerika, werden bevorzugt.!Briefe erbeten ,unter Chiffre ״Cleveland“ an die Br.atislaväer Adm. -d. 1B1. Suche für meine Schwester .(iDeutschländerin), -schön, groß, :schlank, gebildetes Mädchen aus sehr frömmer achtbarer Familie, Mitgift 50.000 t-schech. Kronen, einen streng orthodoxen!Mann, selbständiger ,Kaufmann oder ■in sicherer!Position. Offerten׳ •an!die ,Bratislava er!Expedition •unter ״N׳r. 613“. •Für Mädchen aus gutem, streng frommerh iHaüse, intelligent, hübsch und im!Haushalte tüchtig, mit entsprechender!Mitgift, wird passender!Mann, womöglich diplomierter Lehrer, gesucht.!Zuschriften •unter ״Trautes -Heim“ ah die iBratislavaer Adm. Suche eine -brave!jüdische Person, die neben einem Dienstboten •die!Küche selbständig versieht und ׳die Wirtschaft beaufsichtigt, zu möglichst sofortigem Eintritt. Familienanschluß -und gute Behandlung versichert. Däv|d Kohn, iHölzhändler, Nitra. Der Prager jüdische Friedhof bleibt erhalten. Die durch das tschechoslowakische Preßbüro vor kurzem verbreite Nachricht, -daß der weltberühmte Prager alt-jüdische Friedhof in Verbindung mit dem Assanier-ungswerk der Stadt Prag verschwinden muß, da die Denkmalskommission ihn nicht in den Denkmalschutz mit einbezogen hatte, entspricht nicht den Tatsachen. Die Stadtregulierungskommission hat in dem der Oeff-entiichkeit Übergebelien Dekret einen Au-slässungsfehlef begangen, de׳r, wie verlautet, inzwischen gutgemacht wurde. Der Friedhof steht unter Denkmalsschutz und wird erhalten bleiben. Von der Trnavaer orthodoxen Gemeinde. Die orthodox-dsraelitische!Kailtusgemeinde ׳i׳n Trn-ava 'hat aber- ,mals •einen schönen Fortschritt in1 ihrer Entwicklung zu ,verzeichnen. Nach einem •eindringlichen Mahnwort, das Se. Ehr würden ,Herr lOberr abbin er lUngiar!vor einigen Wochen ,in einem Vortrag an seine Gemeinde richtete, beschloß am 5. August die außerordentliche!Generalver- Sammlung der Gemeinde den Neubau •einer Mikwah ,mit einem Kostenaufwand von 250.000!Kronen. U-m das Zustandekommen ideses bedeutungsvollen Beschlusses, der der Opferfreudigkeit 1d׳er Gemeindemitglieder ,zur Ehre gereicht, ׳haben sich besonders die Herren iSalomon ׳Groß, Wilhelm;Reich, Israel Abel es und!Leopold Schick ׳bemüht. I Zerstörung einer alten Synagoge. In der ,Gemeinde Oli-schan bei Teltsch 1(Westmäh׳ren) brach vor einigen Tagen eine Feuerbrunst aus,-die dias ׳halbe Dorf vernichtete. Hiebei wurden auch alle wertvollen Teile der -etwa achthundert Jahre ■alten hölzernen 'Synagoge, die •ein sehr interessantes!jüdisches!Baudenkmal bildete, ein Opfer der Flammen. Die heute ganz vergessene 'Gemeinde!Olisöhan• war noch vor etwa hundert Jahren sehr bekannt. Der Ort war das!Zentrum der mährischen und ׳böhmischen In achtbarem, streng frorrtmem, intell. ,1Hause in Bratislava, wohnhaft in einem ,gesunden!Neubau, werden zwei •Kinder aus guter Familie in Kost und Quartier aufgenommen. Anfragen unter ׳Chiffre ״Erstklassig“ an die Bratislavaer ■Administration. Drei Schulkinder aus feinem!Hause finden bei vornehmer, streng orth. Familie im eZn.trum der ,Stadt!Bratislava, Schulnähe, erstklassige Verpflegung. Separates ׳Zimmer. •Anfragen unter Chiffre ״Vornehm“ an die IBratislavaer Administration. Am 1. d. M. wurde auf •der!Strecke Zvolert—Lucenec Talis und zwei Paar Tefilin (Monogramm •der Beutel: J*K1) gestohlen. Wenn!jemandem davon etwas bekannt ist* bitte es un-ter Chiffre ״השבת אכירה״ bekanntziigeben. Streng orth. Köchin sucht ab 15. September Posten bei kleiner Familie als Wirtschafterin. — Unter ״Tüchtig״ an die Wiener Admlnistratlon dieses Blattes. _ älllllllllllllllllJIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIjIllllllllllllllillllllU sfreng religiös, schöne E Wohnung in Beamten^ E familie, unter ״Mäßi- E S ger Preis״ an die Wiener Administr. d Blattes E TiiiiiiJimminiiiiiimimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniumiiiiumi

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