Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 29 (27.7.1928)
- Date
- 1928-07-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 190 JÜDISCHE PRESSE Nr. 29 Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack 50 kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons K JULIUS HABER Kohlen- und Koksgroflhandlung Nordbahnrutschen 3. Kohlenhof Nr. 372-376 Wien, II., Taborstraße 9 | Fernsprecher Nr. 41-0-22 | Bekenntnis zu seinem Volke, dem ihn nichts entfremden kann — ״nicht einmal Intoleranz“ — erhöbt unsere Achtung׳ vor ihm noch mehr, wenn auch der Vorwurf ״Intoleranz“ zurückgewiesen werden soll. Nein, sehr geehrter Herr Salten, wir wollen Sie nach Ihrem aufschlußreichen Briefe nicht mehr als einen ״Entfremdeten“ bezeichnen, aber beheimatet sind Ihre Ansichten im Judenturne, G. s. D. nicht. Oder vielleicht doch? Es gab und gibt noch eine höchst uuhistorischc ■zionistische Ideologie, nach welcher das heute lebende jüdische Volk, ungesund, entwurzelt, im innersten Wesen verdorben, von 20 Jahrhuuderten Gallith verkrümmt, in Dogmen und Ritualien erstarrt, auf dem Boden Palästinas von dieser Kruste befreit, wiederum ״menschlich“ werden — oder wie *Sie cs sagen ״alle verschütteten Urtricbe wieder wachrufen“ soll. So mechanisch-materialistisch denken wir nicht. Nicht aus der Erde, nicht einmal aus der heiligen palästinensischen, wuchs der Geist Israels empor, vom ׳Himmel ward ihm die Lehre, die ihre volle Entfaltung in Erez Jisroel erreichen, aber überall in der Welt ihre heilsame Wirkung ausii'ben so>ll. •Diese himmlische Lehre schützt auch das Tier -- es darf ihm kein Leid zugefügt, es darf nicht gequält werden. Der höheren Notwendigkeit, der!Ernährung des Menschen wurde ciiie Ausnahme gemacht und eine kleine Gruppe von Tieren zum menschlichen Genuß, nach vorhergehendem Schlachten, freigegeben. Dieses Schlachten ist bei uns Juden ein Akt, der so umständlich!und minutiös präzisiert ist, daß er nie tierquälerisch und verrohend wirken kann. Da Blutgenuß überhaupt verpönt ist, wird das unvermeidliche ,Bin tvergießen durch die Schlachtung — eine Vorscnrift,. eine religiöse ׳Handlung, aber nie die triebhafte, also wilde, unkontrollierte Tat der!Bestie im Menschen. Soviel vom theoretischen Standpunkt aus. Es soll hier aber auch ■eines .praktischen und aktuellen ׳Momentes Erwähnung getan werden. Unsere nicht jüdische Umwelt, auf eigener Scholle also nach Salten mit unvcrschüttetcn Urtrieben lebend, hält die J a g d ff iir wer t v 01!1 1111 d ׳h u m a n. ׳Hingegen das Schlachten nach jüdischer Art!für eine b a rb a r i s c ■h e T i e r q u ä 1 e r c i. In ganz Europa wird zurzeit׳ die Hetzjagd gegen das rituelle Schlachten mit!allen!Mitteln der )Kunst betrieben. •In solchen kritischen Zeiten sollte unseres Erachtens selbst jener Jude in seinen literarischen Acußerungen zurückhaltend sein, der das Schächten ■für ein nebensächliches!Rituale hält. Tatsächlich ist er es aber .nicht. Das Schlachten und ■die Schlachtweise der Tiere sind bei uns Juden eine religiöse Vorschrift, die ■seit dreitausend Jahren auch praktisch nachweisbar ist. ■Für diesen religiösen ■A k t, ׳f ii r!diesen uralten jüdischen Brauch v e rlangen wir Duldung. Herr Salten! Sie!halten uns Intoleranz vor, mag sein, daß Sie recht haben, vielleicht sind wir intolerant. Wir, die glauben, daß das jüdische Volk nicht so sehr aus der palästinensischen Erde, denn aus dem Born der in der Thora niedergelegten Gesetze 'seinen Lebenssaft zieht, wir halten jeden ׳jüdischen!Menschen für einen Ungetreuen am seinem Volke, wenn er diese Gesetze verläßt und verletzt. Wir sind •daher nach Ihrer Ansicht intolerant. Dies schließt aber nicht Kleiderstoffe, doppeltbreit . S 1.90 Kostümstoffe, 140 breit S 2.90 Rips-Fa$on6, alle Farben . . S 3.90 Kleider-Rips, doppeltbreit. . S 4.90 Wipcord für Herrenanzüge . S 14.90 Ihr Vertrauen, sondern überzeugen Sie sich durch einen unverbindlichen Besuch von der reellen und ungewöhnlichen Billigkeit unserer Angebote in Kasha für Kleider. S 2.90 Schotten und Pepita, dpplbrt. . S 2.50 Mantel-Covercoats, 130 breit S 8.90 Kasha, für Mäntel, 140 breit S 9.80 Herren-Anzugstoffe, 140 breit S 12.50 nicht blindlings FRÜHJAHRS- STOFFEN Herrenhemden, weiß und färbig . S 2.90 Herrenhemden mit Seidendamastbrust. S 3.90 Damenwäschegarnituren, ajourlert u. gestickt, Hemd oder Hose.S 1.98 Hemdhose, ajourlert und gestickt. . . S 2.90 Batist-Taschentücher, gestickt . . . nur 20 g Warenhaus Brüder Oesterreichische Spezialbettwäsche bekannte Schutzmarke mit herrl. Toledo- Stickereien zu staunend billigen Preisen II., Tabor- Straße 48 Billiger Sonder-Verkauf auch in allen anderen Abteilungen aus, daß wir von jenen, die Toleranz — also alles Verstehen und alles Verzeihen — auf ihre Fahne schreiben, auch den Vorschriften und uralten Bräuchen des Judentums gegenüber — Toleranz verlangen, auch dann Toicranz verlangen, wenn man glaubt, daß das neue Palästina nur im Gegensatz zum alten Erez Israel aufgebaut werden kann. Herr Salten, freudig verzeichnen wir Ihr frohes •Bekenntnis zu der nach Palästina wiederkehrenden Jugend, wenn wir ׳auch hoffen, daß Sie sich in dieser Jugend täuschen werden — nicht die verschütteten Urtriebe wird die palästinensische Erde in ihr wachrufen, sondern d e n in •der jüdischen Jugend vielfach yerschütteten Urtricb nach G-tt und seinem Gesetz. Gerne hoffen wir, daß Sie, Herr Salten, trotz ■dieser Enttäuschung sich freudig zu dieser jüdischen Jugend bekennen werden. ■P. Rabbi^Lebele Braude/der Oberrabbiner von Lemberg,'*gestorben. ,Sabbat, den 26. Tamus, verschied im Alter von SS Jahren Rabbi Arjc Leb Brande, der langjährige Oberrabbiner von Lemberg. In dem Verblichenen verlor das galizischc Judentum den Repräsentanten einer großen Zeit, auf die ■man!heute im Zeitalter des Epigonentums schmerzerfüllt zuriickiblickt. Rabbi Lebele Brande ist am 1. Kislcw 5601 (1840) in Grodno als Sohn einer Familie, in der jüdische 'Gelehrsamkeit!und Frömmigkeit Jahrhunderte ■hindurch heimisch waren, geboren. Rabbi Lebele war schon in jungen Jahren als Illuj bekannt und als er die Tochter ■des vielberühmten ,Lemberger Rabbiners .Zwi Hcrsch;Hornstein, Enkel des berühmten Joschuat Jakob heiratete, richteten sieh die Augen der jüdischen . Welt auf den jungen Gaon. Zunächst lehnte aber ■Rabbi Lebele ab. rabbinische Stellen, die ihm vielfach angeboten wurden, zu bekleiden. Erst als seine geschäftlichen ■Spekulationen fehlschlugen, folgte er der •Berufung der ■Lemberger Gemeinde, dort eine Rabbinerstelle anzuuehmen. Im Laufe der Zeit wurde er dann der iO.berrab'biner dieser größten ׳jüdischen Gemeinde in Galizien. Rabbi Lebele Brande spielte anläßlich der Rabbinerkonferenz im Jahre 5639 eine große Rolle. Ihm war cs hauptsächlich zu verdanken, ■daß diese Konferenz, in welcher die Begründung eines Machsike Hadaß-Vereines für Galizien beschlossen wurde, zu einem erfreulichen Resultat gelangte. Anläßlich des Weltkrieges konnte es Rabbi Lebele nicht über sich bringen, seine Gemeinde zu verlassen, er!hat den Schrecken mehrerer russischer Invasionen erleben müssen. ■Besonders denkwürdig war der Jom, Kippur im Jahre 19114, an welchem der jüdischen!Bevölkerung ein!Pogrom angedroht wurde.!Nur der Intervention des greisen ׳Rabbiners war es zu verdanken, daß der russische Befehlshaber energische!Maßnahmen zur Unterdrückung juden^ feindlicher!Kundgebungen getroffen hat. Das Wirken Rabbi •Lebeles war hauptsächlich aber nach innen gerichtet. Er lernte!und lehrte bis an sein )Lebensende. Am letzten Sabbat früh ■rief er seinen treuen Diener, dem er in ruhigem Tone mitteilte, daß •in der verflossen ׳Nacht seine Frau und sein Schwiegervater ihm im Traume ׳erschienen'waren,, die ihm mitteilten, daß er noch im!Laufe dieses Tages werde •ihnen folgen müssen. Also geschah es auch. Die Bestattung fand•!Montag, •den 28. Tamus unter grandioser ,׳Beteiligung ■der ganzen galizischen Judenschaft statt. Man bestattete ihn. der die. Lemberger Judenschaft irn Jahre 1914 vor einem Pogrom bewahrt hatte, neben den Thorarollen, die als Opfer des berüchtigten Pogroms ■im Jahre 191S geschändet wurden. Hindenburg über jüdische Fragen.!Vor wenigen Wochen erschien ■in der amerikanischjüdischen Presse ein äußerst aufschlußreicher Artikel, in welchem authentische Auslassungen Hindenbu.rgs über die Juden wiedergegeben sind.!Eine junge amerikanische Jour-!nahstin, Miriam Sterner, die erfahren hatte, daß man ׳in deutsch-ijüdischen Kreisen Hindenburg!bestenfalls als 111 jüdischen Fragen desinteressiert ansehe, erbat׳ kürzlich vom Reichspräsidenten ein Interview,!nicht ohne ehrlicherweise von Anfang an!zu betonen, daß sie als!Korrespondentin eines amerikanisch-ljiidischen iZeitungssyndikats komme. ׳Schon am folgenden Tage wurde ihr diese Unter- .redung gewährt. Wir ,übergehen die begeisterte Schilderung, welche die!junge Dame ■von diesem ,״Riesen!von langsamen Ge-!bärden, langsamer Sprechweise, langsamen Bewegungen“ gibt, und fahren mit ihren eigenen Worten!fort: ״Ew. Exzellenz“, sagte ich, ״Sie mögen es nicht bemerkt ׳haben, aber es ׳ist ein allgemeiner Eindruck, der bei!vielen Juden!in verschiedenen!Ländern!vorherrscht, daß die Juden als Rasse nicht viel Gunst in!Ihren Augen finden.“ Hindenburg schien überrascht, aber er machte keinen hastigen Versuch, zu antworten. Er wartete ׳erst, ■11m sich zu vergewissern, daß ׳ich!meine!Frage beendet hatte. Dann erwiderte er, ■in bedächtigem Ton, augenscheinlich sich ■der Tatsache!bewußt, daß das, was ■er ■sagte, durch die ganze Welt widerhallen werde: ״Es schmerzt mich wirklieh, ■dies zu hören, ich kann es ■nicht verstehen. Es gibt absolut nichts in meiner ׳Vergangenheit, weder 111 meinem militärischen, noch ־in meinem Privatleben, das diese Ansicht!Ihrer Glaubensgenossen ■rechtfertigen würde. Die kaiserlichen militärischen Regeln und■ Bestimmungen, die für ■die Juden unseres Landes ungünstig waren, sind nicht von mir aufgestellt worden. Als ein!Mann, der dem militärischen Oberbefehl unterstand, hatte ■ich mich natürlich nach diesen Gesetzen ׳zu richten. Aber seien Sie versichert, daß ich niemals irgendwelche Ausnahmegesetze ■gegen irgend ein Element ■unserer Bevölkerung gebilligt habe. Das Vorurteil gegen die Juden, das während des 1K als erreich es!allgemein in militärischen Kreisen herrschte, ,ist wahrscheinlich ,verantwortlich für den Eindruck, den!man von ■mir hat. Dieser!Eindruck ־ist unberechtigt und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie dazu beitragen könnten, dies!Mißverständnis zu zerstreuen.“!Er erhob sich langsam und ■wiederholte noch einmal feierlich: ״Ich erkläre, daß!meine ganze Vergangenheit jeder derartigen ׳Ansicht, ,die mich für vorurteilsvoll gegen die Juden erklärt, widerspricht.“!Hindenburg setzte sich wieder, augenscheinlich fühlend, daß er meine Frage zu seiner und meiner Zufriedenheit ,beantwortet hatte. Ich fuhr fort: ״Ew. Exzellenz, die!jüdische Bevölkerung der ganzen Welt wird glücklich sein, ■diese Worte zu )hören. Ohne Rücksicht darauf, auf welcher Seite wir während •des Weltkrieges gekämpft haben, haben die Juden שוווווווווששןווווווןןןון1ןו!! I Lloyd Sabaudo, Genua | ן Expreßverkehr nach Nord- und ן | Südamerika. J | Nach Südamerika auch El (da mp Fe r | | nur für 111■ Klasse. §§ §§ Eilverkehr nach Australien. | I Repr.: (Dien 1״ Kolowratrin$ L 1 ■immer Evv. Exzellenz ׳meisterhafte ׳militärische Führung bewundert. Deshalb konnten wir Ihre Persönlichkeit nicht ׳mit irgend einer unduldsamen Haltung gegen irgend eine Rasse oder!Religion in Einklang bringen.“ *1״Lassen Sic uns nicht ■vom!Kriege sprechen“, meinte Hindenburg nach einer!Pause, ״ich kenne die guten Eigenschäften Ihrer Rasse. Erst vor wenigen Tagen unterhielt ׳ich mich!mit ׳jenem ausgezeichneten Engländer, einem Ihrer Glaubensgenossen,־ Lord •Rcading. Er ist ein großer Geist und er verdient all die Ehren, rni׳t denen die Engländer ihn überhäuft haben. Die Juden haben der (Menschheit einige ihrer größten Geister geschenkt. Deutschland ist stolz darauf, einen Gelehrten von dem ׳Format Professor Einsteins ׳zu seinen Bürgern zu zählen;;Ich brauche Ihnen!nicht zu erzählen, daß Ihre Stammesgenossen ׳in Deutschland einen bedeutenden ■Anteil an der Entwicklung der. deutschen Kultur haben. Man bestreitet die!Makellosigkeit!meines Charakters, wenn ■inan ־mich einer gegnerischen Ansicht gegen irgend eine ■rassische oder religiöse Gemcjnschaft verdächtigt.“ Hindenburg kam nun auf den Palästina-Aufbau zu sprechen und meinte, daß die jüdische Begeisterungsfähigkeit der Chaluzirn, gepaart!mit •deutscher!Gründlichkeit, den besten Erfolg verspreche. Darauf bemerkte er: ,!Wollt unterrichtet ■über die vielfachen Fähigkeiten der jüdischen Rasse, vertraut mit ihrer!Geschichte und ständig in Kontakt mit ihren hervorragenden Vertretern, würdige ■ich vollauf die Rolle, welche die Juden in!Deutschland und auf der ganzen Erde spielen im Dienste des Eortschrittes der Menschheit auf dem Wege zu einer ,besseren Welt.“ Nachdem er dann noch über die Beziehungen Deutschlands zu Amerika gesprochen hatte, griff er das eigentliche Thema wieder auf: ״Nein“, sagte er, ״es ׳ist kein Platz für ׳Unduldsamkeit und!Vorurteile mehr, wenn ein dauernder Friede in der Welt hergcstellt werden soll. Darum gewährte'ich Ihnen dieses Interview, trotz meiner Abneigung, zur Presse zu sprechen, um cs einfür allemal und allen klar zu machen, daß das •demokratische Deutsch- ■land kein Vorurteil gegen irgend eine Rasse oder Religion dulden wird.“ Und wir stimmen nach diesem völlig mit der Verfasserin überein, wenn sie am Schluß ׳ihrer Ausführungen sagt: ״Da verstand ich, warum ■d׳as ׳deutsche Volk, ohne Unterschied der -politischen ■Anschauungen, Paul v. Hindcn- •bürg achtet und •verehrt.“ Lord Melchetts Judentum. Anläßlich der Erhebung Sir Alfred Monds in die Peerschaft bringt die Londoner ״Jewish World“ einen Artikel, aus dem hervorgeht, daß es mit dem Judentum des neuen Lords so eine eigene Sache ist. Sqine aktive Verbindung mit dem Judentum datierte erst seit der Zeit der Balfour-Deklaration. ״Seine Erziehung war in keinem Sinne jüdisch,“ sagt die ״Jewish World“, ״und als er vor einigen Jahren in einem Prozeß als Zeuge auftrat, erklärte er, er sei ,kein Sohn des Alten Bundes’. Er heiratete eine Christin, war, nicht Mitglied einer jüdischen Gemeinde, und seine Kinder, von denen eine dem Viscount Erleigh, dem Sohn Lord Readings, in der Kirche angetraut wurde, wurden als Christen erzogen. Es gab einige Ueberrascluing,, als Sir Alfred Mond 25.000 Pfund für den jüdischen Nationalfonds stiftete,־ mehr als einmal nach Palästina reiste, dort Grundeigentum erwarb und ein Haus erbaute. Sein Zionismus war aber immer Zweifelhafter Natur. Es ist, meine ich, fraglich, ob die jüdische nationale Bewegung ihn so stark beeinflußte, wie das z. B. t>'e־i anderen, die sich \ve!it vom Judentuni entfernt hatten und die der Zionismus zurückführte, bei Männern wie Herzl und Nordau der Fall war. Es schien mir immer, als ob Lord Melchett in einem Palästina unter britischer Kontrolle nur ,eine gute Sache‘ sah und sich daher entschloß, ,dabeizusein‘. Ich glaube, ich irre mich nicht, wenn ich annehme, daß dies das Motiv seiner Annäherung an die zionistische Bewegung ist — viel mehr als irgendein Gemeinschaftsgefühl mit den jüdischen nationalen Be- Strebungen. Die neue Peerschaft wird wahrscheinlich nicht (Kauernd — selbst wenn man dies Wort in dem sehr begrenzten Sinne gebraucht, in welchem es in diesem Zusammenhang mit einigem Recht allein angewandt werden kann — eine jüdische bleiben, noch weniger als das Marquisat Reading־, dessen Erbe Viscount Erleigh ist .. Nachrichten Zur Beachtung! Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab הרלפח הנר עומצ״ש IDT nach den מנהג יתיקי nach welchem unsere ostländischen Brüder sich •richten, veröffentlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithacbduth Jereim“ zur Verfügung gestellt. "התאחדות יראים" ווינה ״Hstachdut Jereim“ Vereinigung Thoragesetzestreuer Juden in Wien II., Heinestraße 30 T. 15. ב״ה פ׳ ואתחנן זמן הדלקת הנר עש״ק שעה 7 ע□ 26 מעוט זמן שקיעת החמה עשיק שעה י עם 39 מעוט זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 8 ע□ 38 מעוט Generalversammlung der Jessod-Hathora. ׳Sonntag, den 12. Aw (29. Juli a. c.) präzise 10 Uh׳r vorm, ■wird die Generalversammlung der ״Jessod Hathora“ ■im Schulgebäude, II.,!Nestroygasse 11, stattfinden. Oberkantor Josef Rosenblatt wieder in Wien, Ober- ׳kantor Josef Rasenblatt aus New York ist gestern aus Wilna eingetroffen, um wie bereits verkündet שבת נחמו