Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 26 (6.7.1928)
- Date
- 1928-07-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 26 JÜDISCHE PRESSE Seite 179 Die Warburf-Flexner-Gruppe erwirbt 25.000 Dunant Boden von der Haifa Bay Company• (J. T. A.) Zwischen Herrn Mohl, dem palästinensischen Vertreter der von Felix M. »Warburg und Bernhard Flexner geführten amerikauischen Palastina,־Gruppe, und der Haifa Bay Development Company wurde ein Vertrag abgeschlossen, laut welchem die amerikanische Gruppe von der Haifa Bay Company ein Areal von 25000 Dunam; Boden im Gebiete der Haifa- Bucht zu Zwecken der Entwicklung käuflich an sich bringt., Wie die Jüdische Telegraphen Agentur erfährt, haben die Amerikaner dem Angebot der Haifa Bay Development Company zugestimmt. Herr Bernhard Flexner wird zwecks Finälisierung der Angelegenheit nach London kommen« Die Jeschhvah von Hebron soll nach Haifa übersiedeln. Von unterrichteter Seite wird uns •mitgeteilt, daß die Uebersiedlung der in Hebron (Palästina) bestehenden Jeschiwa, einer Tochteranstalt der berühmten Jeschiwa zu Slobodka in Litauen, nach Haifa in!Erwägung gezogen wird. Leiter der Hebron-Jeschiwa ist der Gaon Mosche Mordechai Eppstein, das ׳frühere Oberhaupt der Slobodkaer Jeschiwa!h, Rabbi Israel' Hurwitz aus Polen begibt sich demnächst nach Amerika zur Durchführung einer Sammelaktion für die Jeschiwa. Die Einwanderung in Palästina im April. (J. T. A.) ׳Im Verlauf des!Monates April sind außer Touristen im. ganzen 54 Juden zu ständigem Aufenthalt nach!Palästina gekommen. Im März betrug die Zahl solcher jüdischer Einwanderer rund 200, im Februar zählte man 170, im Jänner 176 jüdische Einwanderer. Die Erträgnisse des Hausbesitzes in Tel Awiw. Gemaß einer statistischen Aufstellung zählte Tel Awiw Ende 5687 3340 Häuser im Schätzungswert von L. 3,343.000, die an Mietzins einen Ertrag von L 350.000 oder rund 10.5 Prozent abwarfen. Dies bedeutet einen starken Rückgang gegen die früheren Jahre, wo Ende 5684 in der Zeit des! größten Baufiebers 1760 Häuser im Wert von L 1,355.000 L 219.0ש oder 15.4 Prozent und Ende 5685 2312 Häuser im Wert von L 2,357.000 L 478.000 öder 20.3 Prozent abwarfen. Von den Häusern Tel-Awiws werden zwei Drittel als Wohnungen und ein Drittel als Geschäfte, Bureaus usw. benützt. (Ziko.) Orthodoxe Führer nach Paris eingeladen. Wie uns aus Riga gemeldet wird, wiurde der Lub awixzer ■Rebbe von Louis M.arscha 11, dem Präsidenten des american. Jewjsh Comlttees, der gegenwärtig 1״ Paris weilt, wo er über das jüdische 1Kolonisationswerk in Ruß-!and Besprechungen pflegt, nach Paris eingeladen, um mit ihm über die Lage der Orthodoxie In Rußland zu kohferleren. Der Lubawiczer Rebbe hat telegraphisch auch den WHnaer Rabbi Chalm Oder G r o d z e n s k 1 zu der Konferenz eingeladen. In der orthodoxen Welt sieht man mit großer Spannung diesem Ereignis entgegen. Gründung einer internationalen Organisation der Schomre-Schabbos. (Die wachsenden!Schwierigkeiten der Sabbathlheiligung kalben eine!Aimzahll :jüdischer Persönlichkeifen!veranlaßt, •zur. Grünldu-ng -einer Organisation der Sehomre-iSchab'bos; auf imitertemtoriiiailer Grundlage •zuisam־ menzutreten. ,Neben der!intensiven Förderung der bestehenden Schomre-Schabbos-iVereine so# es die!Aufgabe der geplanten Organisation sein, a) den SabbaljbgedanJken in den weitesten!Kreisen der Judenihe-it neu!zu -belieben, 1und izu vertiefen, ib) praktische Wiege!zu suchen, um die Vier ein- -bäiikeit der Saibba-thJhieiliigu-ng!mit den sozialen Einrichtun׳־ geh!unserer Zeit, -eventuell!durch die Beeinflussung legislativer!Maßnahmen sicher zu st eilen, c), sabbatihtreue wlirt־' schuftiiehe Unternehmungen zu!schaffen!und bestehende' zu fördern, id) in Verbindung!mit den saibibatbt-reuen Gnu!p!pen de!s Auslandes den Schamre-iSchablbos-fVereiinen : weitere •Betätigungismö.glichlkeiten!zu eröffnen und durch Aiinäiherung der religiösen ׳Gruppen des •In- •und Auslandes diese wirtschaftlich zu fändern. 1Die Arbeit soll -in Gemeinsamkeit י mit den ßchomre-Schabibos-Verei-nen ׳geleistet werden. Zur Verwirklichung dieser Ziietle 'ist die!Einberufung eines internationalen Kongresses geplant. Das vorbereitende Komitee besteht -aus den!Herren: Semimiardoizent Dr. Grimberg, Dr. Werner Siiberstein, ׳H. Abra-mczyik, James Golldschmidt, Hans Goslar. Dr.!Paul Sulzberger, Ralbb. :Dr. •Klein, R.-A. Dr. Alfred Wiener, Moritz Merabach, Raphael Giradenwite, Alfred Marcus. Das 10-Mülionen-Budget der!Berliner jüdischen Gemeinde. 'Die Repräsentantenversamm'lung der Berliner Jüdisehen Gemeinde beriet am 28. Juni abends den Etat für das Jahr 1928, der — wie schon einmal mitgeteilt — in einer Höhe von ungefähr 10 Millionen Mark balanziert. Den stärksten Anteil am ־ Gesamtetat hat das Wohlfahrtsamt. Die Deckung, welche durch Steuern eingebracht werden soll, beträgt etwa 6 Millionen Mark. Die Steüerquote für das -laufende Jahr’y'st wie im Vorjahre mit 10 •Prozent der Reichseinkommensteuer festgesetzt worden. Der E׳tat,, der schließlich in beiden , Lesungen mit Einstimmigkeit zur Annähme gelangte, sieht unter anderem die folgenden Hauptausgabenposten vor: Kultus und Ritual 2,763.815 Mark, Unterrichts- und. Bibliothekswesen 1,126.639 Mark, Wohlfahrtswesen 3,886.090 Mark, allgemeine jüdische Angelegenheiten 415.000 Mark, Verwaltung 1,787.943 Mark, Vermögensverwaltung 779.258 Mark. Bemerkenswert ist, daß zürn erstenmal ein Posten für Jugendpflege, und zwar in Höhe von30.000־ Mark, eingesetzt wurde, , Führertag des Esra. (J. U.) Am 27. und 28. -Mai fand!in Fulda ein Führertrag der Esra statt. Erschienen waren etwa 85 Führer und Führerinnen.!Das Bildwar das übliche iju-gendfrdsche und judentumsfrohe, schon am ׳Begrüßungsmorgen, wo nach dem ׳Bundesweiter für die Fuldaer!Gemeinde ׳Rabbiner Dr. Leo Cahn, Rabbiner Assessor^Kunstacüt und Mendel Wfcrtheim herzlich sprachen. Mehr wie, auf früheren Tagungen •kam diesmal das .Bewußtsein der Verpflichtung des Esra gegenüber der jüdischen Wirklichkeit zum Ausdruck.!Dieser ״Wieg in die Wirklichkeit“ zeigte sich erstens in der ׳Besprechung der!Möglich- ׳keiten, wie der Esra und der •Esraer die •Erziehungsideie seiner Gemeinschaft in der Oeffentlichkeit verwirklichen könne. Man dachte -diesbezüglich auch an Einwirkung auf die :im Leben stehenden Esraer.!Hauptsächlich aber konzentrierte ■sich der Wille des •Esra in Stellungnahme und fruchtbarer Kritik zum Aulim-Gedanken Nathan Birnbaums im Anschluß an ein großangelegtes!Referat von Dr. -Isi Grünfeld (Wiiürzbur.g) und über ״Nathan Birnbaum und der Esra“ und eine 'historisierende!Diskussionsrede von Jakob Landau (Frankfurt a. M.) am Montag vormittags.!Besonderem Interesse begegnete in diesem Zusammenhang auch die Palästina-Bewegung des •Esra, die auf Basis der Er-•־• fahrungen der Esra-Chaluzim in Machaneh Jisroel und Rodges die weitere Gestellung und Erhaltung von Chaluzim vorbereiten will. Ferner wurden auch die ׳pädagogischen ׳ Wege ׳praktischer Esra-Arbeit innerhalb der Gruppen besprachen. Als Grundlage diente ein Referat von Jochanan Boschwitz (Berlin) über ״'Die Arbeit bei Aelteren“. Diesen ׳starken, gesunden Tendenzen gegenüber mußte die vom bisherigen!Bundesweiter Felix Munk bezüglich des inneren Verhältnisses der!Führer zum!Bund vorgelegte theoretisierende!Fragestellung, ob der ■Bund sich weiterhin in Richtung ein'er Ueberindlividua-lisierung zu entwickeln habe oder ob er wieder mehr durch Betonung von!Gemeinschaft und!':Milieu einer gewissen Mechanisierung verfallen solle, im Wesentlichen verhallen. Man hörte:• ״Debatten über Probleme dürfen nicht ׳Grundlage der Arbeit sein“, ״!Unzu־׳ friedehheit •mit dem Geleisteten,;braucht ׳nicht gleich auf dem Rücken von Ideologen ausgekämpft zu werden.“ ׳In der •geistigen Tendenz unverbindlich, ׳beschloß man lediglich einen engeren .geistigen Zusammenschluß um die ׳Führerschaft-s-blätter als A-u-sspracheorgan, deren Herausgabe Dr. Arnold Merzbach (wi׳e bisher) ׳und Jakob!Landau (neu) anvertraut wurde: ein neu zu schaffender hebräischer Teil soll einem weitgehenden Bedürfnis ׳nach Hebraisier.ung entgegenkommen. Für dieses Bestreben der Esra-iFührer nach geistiger Fortentwicklung bedeutete ein intelligentes. Referat von ׳Albert ■Neuberger ׳(Würzburg) •am Sonntag nachmittag über ׳dlie Möglichkeiten einer Synthese zwischen wissenschaftlicher Einstellung •und jüdischem Traditionswillen •mit seiner anschließenden Diskussion ein hohes geistiges ׳Niveau als Ausgangspunkt, um so mehr als auch im einzelnen• die!Richtungen der wissenschaftlichen Zeitentv/icklung gu׳t herausgearbeitet wurden. Die Bundesleitung wurde in W!ürzbut׳g!konzentriert: ihr -gehören zukünftig an ׳Albert!Neuberger als Bundesleiter, Dr. ׳Isi .Grünfeld, Walter ׳Riesenfeld und Theo Ullmann. Sie wird '; zunächst dien ׳in diesem Sommer noch stattfindenden Bundestag voraiibereiten :haben. Eine Sondersitzung der Mädchen!beschäftigte sich ebenfalls mit der geistigen Konzentratian und beschloß -eine Gaueinteilun-g ׳der Mädchengruppen. Anna Großwirth (München) ■und Judith Rosen- , ׳bäum (!Frankfurt) sind hier führend. An dien Führertag ‘ schloß sich e!in׳e Rhön Wanderung an.- (Sabbatarier.) Diese christliche Sekte, die auch in Europa sehr!verbreitet ist, nimmt in Amerika eine be> .deutende Stellung ein. In der Stadt Lancaster im Staate Massachusetts ist das Hauptzentrum dieser immer wachsen- " den Sekte,, die sich offiziell, ״Seventh day Adventists!“ •; nennt. Von diesem Zentrum aus wird große Propaganda-; arbeit für die Sabbätweihe unter , den Christen der ganzen 1 Welt geleistet. ׳ - ’ ׳ Ein Mitarbeiter einer amerikanischen Zeitung stattete; vor kurzem diesem Zentrum der christlichen Sabbatyer- > ehrer einen Besuch ab. lind erzählt nun in seinem Blatte sehr interessante Beobachtungen. Er kam an einem Freitag morgens in Lancaster an> als die Sabbatarier bereits begannen, ihre Vorbereitungen für den Empfang des Sabbat zu treffen. In dem •großen Volkshaus, wo die Schüler und Schülerinnen der Volks-; Mittel- und Hochschulen sowie viele andere Bewohnen der Stadt versammelt waren, hielt einer der Hochschul!- Professoren einen Vortrag über den Sabbat der Juden und .die Bedeutung seiner Heiligung. Zum. Schlüsse - gab er bekannt, daß der Sabbäteingang mit dem Untergehen der Sonne an jenem Tag um fünf Uhr und einige Minuten׳ ‘ nachmittags eintretej und er mahnte die' Zuhörer,, rechtzeitig die Vorbereitungen , für den heiligen Sabbat zu beenden• Der Journalist nahm dann an einer Konferenz des Lehrkörpers teil, im Verlaufe deren die Professoren mit Stolz darauf hinwiesen, daß sie die einzige Gruppe unter ׳ den ׳ Christen1 seien, die die zehn Gebote ,,und gänz besonders das vierte Gebot über die. Sabbatheiligung ganaü einhatten. Sie tun .das Menschenmögliche, um sich an die Lehre Moses zu halten, denn sie betrachten dein Sonntag als einen Ruhetag, den die Christen von den heidnischen Götzendienern übernommen haben. Vom Vorabend am Freitag bis zum Abend des Sabbats verrichten die Sabbatarier keinerlei Arbeit. Sie besuche^ weder ein Theater noch ein Kino. Den Studenten und' Studentinnen von Lancaster ist übrigens auch an Wo(- chentagen der Besuch von Theatern, Tanzsälen und Un!־ , terhaltungen verboten. Ueberhaupt führen die Sabbataf rier ein durch strenge Gesetze und Verordnungen geregeltes Leben der Reinheit und Enthaltsamkeit. , Am Sabbat halfen sie sich streng an die biblische Vorschrift, daß keiner seinen Ort verlasse. An diesem Tage werden nutt religiöse Bücher gelesen. Sie sind auch. durchwegs Vegetarier und genießen nichts von einem Lebewesen. In Lancaster gibt es — so erklärt der Journalist — kein einziges Restaurant öder Hotel, in dem Fleischspeisen zu bekommen wären. Sehr interessant ist, was einer der Führer der Sabbatarier über die Haltung der' Juden zum Gesetz der Sabbatweihe sagte: ״Es tut uns Sabbatariem besonders! weh, wenn wir sehen, wie die Juden am Sabbat inihren Geschäften und Werkstätten arbeiten. Die Juden hätten uns als Beispiel nehmen müssen für die Sabbat;־ Heiligung, in- Wirklichkeit aber betrachten sie uns als absonderliche Menschen, die um, ihren Verstand ge(- kommen sind.“ Die Sabbatarier unterhalten in der ganzen Wett!eine sehr ausgedehnte Propaganda ihrer Ideen• Sie haben in י Amerika fünf eigene Hochschulen mit über 5000 Hörern und Hörerinnen, einige medizinische Fakulltäten, Spitäler und Sanatorien und auch eine Miissions!- Organisation. Viele, hunderte junger Missionäre werden nach Asien und Afrika geschickt, um dort die Lehre zu verkünden. Zuschriften an die Redaktion. Der Eid. Vor יום טוב erhielt ich eine Vorladung zum Untersuchungsrichter des -Preßburger Gerichtshofes in einer ganz unbedeutenden, mich eigentlich gar nichts angehenden Angelegenheit. Zu meiner größten Ueberrascihung forderte mich dei Untersuchungsrichter ■auf, .meine vor zirka einem Jahr gemachte ,umbedeutende Aussage •mit einem Eid zu ׳bekräftigen. •Ich tat nun alles,!um vom Eid enthoben zu werden. •Leider gelang es mir ׳nicht, einerseits da mir der Untersuchungsrichter die Folgen einer Eidesverweiger’ing mit •sechs Wochen Arrest schilderte, •andererseits weil er sich darauf ׳berief, daß doch die Herren Rabbiner auch schwören ... Ich schwor nun. Die Sache!ließ mich aber nicht ruhen. Ich besprach den Fall mit Rechtsanwälten!und1 erfuhr zu meinem Erstaunen von den Herren Dr. Eugen Stein •und Dr. Siegfried Steiner übereinstimmend, daß § 310 des un-garischen Zivilrechtes, •beziehungsweise § 219 des. ungarischen Strafrechtes ausdrücklich sagt: ,;Derjenige, der aus religiösen Bedenken ׳keinen• Schwur!leisten will, sagt: ״Nach bestem Wissen und Gewissen;lobe!ich -usw.“, was auch;heute noch gültig •ist, ■da in der Slowakei die ungarischen ׳Gesetze in Kraft s-in-d. Man •braucht •also nicht zu schwören un׳a unnütz den •Namen הקב״ה auszusprechen, sondern man gelobt, was das Gericht als vollwertigen Eid anerkennen׳ muß, und ׳man verbleibt ohne Gewissenszwang., lim Rahmen seiner Ueberzeugimg( Wie unendlich ,traurig ist es nun, daß die oiben zitierten, sicherlich von .חסידי אי׳ה verfaßten Paragraphen aus Unkenntnis •auch seitens , Tiharagelehrter nicht in Anspruch genommen werden. Ich . hielt es daher für eine etrfi׳nen׳te!Pflicht, meine Erfahrung zunächst :i!n einer ,trenjüdischen orthodoxen Zeitung zu ver-׳r öffentlichen ■mit der Bitte an alle jüdischen Zeitungen, dies nachdracken zu ׳wollen-, ,um Viele unserer Brüder vor -einem Gewissenszwang ׳ersten Ranges zu '׳bewahren. •Ben Jeussef. N׳ac hfb em-e r ׳k׳u n g d ex Redaktion: ...... Die obige Zuschrift ist zweifellos von der Uöberzeu- ׳gung der a.!b s o!l!u׳t e n H.ei liigikei-t •t11׳n!d• u nte׳r.,;Unnjs/t äjnd'em v)e'rifle/׳t z b a׳re n Wahrhaftigkeit ׳ des Eides vor Gericht eingegeben. Dem Einsender ist auch bekannt, daß nach dem. ■jüdischen- Religionsgesetz; eine jede Aussage, ■auch ohne formale ׳Eidesleistung,':; die ipeinliahste 'Gewissenhaftigkeit ׳und Wahrhaftigkeit er- : fordert, wie ׳die׳ Eidesleistung selber. Es -erhöht:!nur deji; inneren Wtert und die Heiligkeit •des Eides, wenn ׳ihn ׳rel׳igitöse Menschen hur für -die äußersten!und schwerwiegendsiten Fälle Vorbehalten wissen möchten- und ׳ihn bei Aussagen •von untergeordneter und geringfügiger Bedeutung . näch Möglichkeit :meiden. Diesem Bestreben' Will 'der Eln^ J sender dienen. Trotzdem •möchten wir empfehlen, in j,'e־f' i ■d e m-!E i;n z e 1׳ f a i 1 -sich beim Rechtsanwalt Rat tu ihoien.,! ׳, Denn es ist ׳nicht unbestritten sicher, daß die ängezogeueti ־! Paragraphen׳ des g׳er, ungarischen Zivil- •und Strafgesetzbuches sich auch auf ■solche -Fälle •beziehen, w6',;d'er Eid aus 1r eFiigri ö s<e r 1G e Wiiss-e nsha^ tjigkei t möglichst v e rmii-eden und nicht wegen religiöser ׳Grundsätze,, (wie!bei!den Nazarenern oder den Atheisten) ׳überhaupt; aibgelehnt wind. Di׳e Entscheidung hangt,da zumeist,! vön der Auffassung ׳des Richters ab.. . ~ »eira« ' (1nte101igente׳r Kaufmann כחור ח״ח 1יר״ש ממשפחה מיוחסת der an einem!gutgehenden (Geschäfte •in einer;Großstadt .der Slowakei, beteiligt .ist,; sucht .passenden * Schiduoh, mit entsprechender!Mitgift.!Zuschriften unter•;;Chiffre ״Sichere Existenz“ an die Bratiislavaer Admlniskä:־ tion des Blattes: Für junge, hochintelligente Witwe mit kaufmännischen Kehntnfesen, Ende 20, kinderlos, aus erstklassiger Familie, Mitgift 100.000 cK, wird Ehegatte, womöglich Kaufmann, gesucht. Anträge unter ״Eheglück“ ,!an die Administration Bratislava. : El MH El RÄT ■ בחור ב״ת וי״ש aus achtbarer משפחה, Kaufmann, Spezereibranche, besitzt ׳tsch. K 25.000, 38 Jahre alt, ׳sucht Einheirat. Anträge unter ״Nur streng orthodox“ an ׳die;׳ Bratislavaer Administration dieses Blattes. Der Schomre Thora-Verein lin Senec gratuliert henzliehst seinem verdienstvollen Mitglied :!Herrn. Siegautnd •Weisz ׳zu seiner ׳Verlobung ׳mit׳ Frl. Aranka Porjesz. .'WH׳r danlken auf diesem .Wege allen ׳Verwandten und׳ ׳Bekannten für d׳i׳e־.u׳ns anläßlich unserer am Dienstag,; 1. Tarnus!gleich 19. Juni I. J. istattgefunidenen ׳Venmählunig erwiiesenen Gliücklwünische. Alexander!Beck und Frau geh. Steiner. Trnavai Inteiigentes (jüd. Mädchen sucht Posten 1pe׳r sofort zu Kindern und möchte auch im Haushalt böh-ilfilioh sein. Zuischriften an Sari Vogeh Bratislava, Nonnenbahn 7. Zachrama. Junger Mann, 24 Ja'hre alt, sucht ׳Pasten! .mit Meinem ־!!Gehalt in der Holzbranche, wo ׳Samst-ag nicht!gearbeitet wind. W׳ar. in einem Detailholzgeschäft drei Jahre tätig, 'beherrscht die slowakische, deutsche und ■ungarische..- Sprache *in Wart und Schrift und ׳ist ׳sowohl, im den aus-; wärtigen wie in iden /Bureauarbeiten versiert. Zuschriften I unter ׳״Holizbearater“ an die Bratislavaer Administration ’ des (Blattes. .. .' . . . . .. Heu- und Kartoffelverlader zur jetzt beginnenden Raison. Eilofferte an Hax H von der LQhe, Berlin-Wilmersdorf, | Wilhelmsaue16 ׳f Feinruf Uhland 5888 =5