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Jüdische Presse · 1928-06-08 · 22 (8.6.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
22 (8.6.1928)
Date
1928-06-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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ttf. 22 JÜDISCHE PRESSE .Seite ,155 Das bestbekannte verschiedenen Körperschaften ■der orth. jüdischen Konfession statt. Die Sitzung der orthodoxen Landesrcpräscntanz wurde auf den 13. und 14. Juni cinberufen. Auf der ragesordnung stehen folgende Gegenstände zur Beratung: 1. Bericht des Landcspräses. 2. Ergänzung der Landesorganisationsstatuten. 3. Wtahl der Rcchnuugsrevisiouskomimission. 4. Eventuelle Anträge. M;i,t besonderem Interesse sicht man der Verhandlung über!dien zweiten Punkt der Tagesordnung entgegen. Der Landesrepräsentanz wird der Entwurf zu einem neuen Statut der Konfession, der die •bisherigen Statuten den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechend ergänzt, vorliegen. Der Landesrepräsentanzsitzung vorangehend wird sich am 11. Juni das R a b b i n c r k o m i t c c und am 12. Juni die V c r wal tu n gs k o in tni s s i 0 n mit den Gegenständen der Tagesordnung beschäftigen. Der Entwurf zum neuen Statut ist sämtlichen Mitgliedern der Repräsentanz bereits zugegangen, damit sie die Möglichkeit haben, ׳ihre eventuellen Bemerkungen!und Abänderungsvorschläge zur Vereinfachung der Beratung noch vor der Tagung dem Zentralbiirean bekanntzugeben. Aguda-Tätigkeit in den Kleingemeinden. Welche Fülle von Möglichkeiten selbst in den kleineren und kleinsten slowakischen jüdischen Gemeinden zur Entfaltung einer regen Tätigkeit zur Stärkung des orthodoxen Judentums und der Agudas Jisrocl sich noch bieten, beweist der nachfolgende, verspätete, aber trotzdem lesenswerte Bericht, den wir aus Bo׳saca, also aus einer kleinen Gemeinde, in der von seiten der zentralen Körperschaften, noch niemals eine Propaganda entfaltet wurde, erhielten. Anläßlich seiner letzten דרשה am שכח הגדול heschäftigte sich Se. Ehrwiirden Herr Oberrabbiticr S. Singer unter anderem auch mit ■dem Stand der Agudas Jisroel in unserer Gemeinde. Es herrschte nämlich bis dahin in der Gemeinde eine Inkcne-ssenlosigkeit gegenüber d;cr Verwirklichung dieser lÜec. Der Herr Ober• rabbincr forderte in seiner Rede die Gemeiiulemitgliedcr auf, mit der Glichgiiltigkeit zu brechen, endlich zu einer festen Uebcrzeugung zu gelangen und an der Lösung der Gcsamtheitsaufgaben des jüdischen Volkes im Sinne des orthodoxen Judentums teilzmiehmen. Redner verstand es vorzüglich, die Idee des Agudisnius in wenigen Worten klarzulegen. Er betonte den Agndismus zunächst als ״geistige Bewegung“, ln der Hand eines joden Einzelnen, führte er aus, liege cs, durch seine Lebensführung •das Golusende näher zu bringen. Jeder Jude trägt die volle Verantwortung für die Fortdauer des Golus. Denn die sittliche Bereitstellung der eigenen Person sowie die Unterordnung des eigenen Willens unter das g-ttliche Gesetz ist Voraussetzung und Bedingung der Geulah. Der materiellen Not der Judenheit, wenn sie auf tritt, sei auch deshalb die größte Aufmerksamkeit zu schenken, weil eine geistige Bewegung, wie sic die Anhänglichkeit an das g-ttliche Gesetz erfordert, nie voll und ganz gedeihen kann, wenn einzelnen Teilen d׳er Gesamtheit die notwendigsten Irdischen Befrledigiiugsmittcl fehlen. In diesem Zusammenhang erläuterte der Redner 111 seiner דרשה das Programm der Agudas Jisroel mit der Wirkung, ■daß die Gcmcindemitglieder von einem neuen Geiste beseelt wurden. Aile traten sie der Agnda bei! Bei der ersten Gelegenheit schon, als nämlich der כופר נפש cingesammclt wurde, erfreuten wir uns des gewünschten Resultates. Keiner hat sich von der Sammlung ausgeschlossen, obgleich die meisten Gemeindemitgliecler verhältnismäßig nicht allzu sehr begütert sind. Wir •sind leider nicht die letzten, die erst jetzt zur Einsicht gelangt sind und so spät zu arbeiten beginnen. Unzählige Kleingemeinden sind noch vom Geistesstrom der Aguda unberührt geblieben. Wir hegen die starke Hoffnung, daß alle diese Kleingemeiiiden unserem Beispiel folgen werden. Die Hunsdorfer Jahrzeit. Achthundert Teilnehmer fanden sich zur Jahrzeit des נאון וקדוש ד׳ל voll Hunsdorf und Errichtung der Mazewoh auf dein Grabe seiner jüngst verschiedenen Gattin ע״ה ein. Sehr eindrucksvolle Reden wurden aus diesem Anlässe gehalten vom Enkel des Heimgegangenen, dem gegenwärtigen Oberrabbiuer von Hunsdorf, und von den Herren O'berrabbincrn Spitzer (Sp. Podbradie), Hirse hier (Modra) und G r ii 11 b u r g (Kestnarok). mw—■—anw—awwa—1*mm—r1—mnu waunruwriwiauB——«■*—1 w■■—■m— Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nasiroygasse 11 1. Tucniauoen m* & bringt zur Frühjabrasaison die allerneueston Seiden- Stoffe in größter Auswahl zu fauelhalt billigen Preisen zum Verkauf Gröpe de Chine impiimg, neueste Dessins ..S 15.—, 12.—, 9.— Cröpe Georgette imprimS, neueste Dessins.S 18. , 15. —, 12.— Seidentoulard, fraruös. Muster . . S 9,80, 7.50, 6.— Mongol, älle Modefarben ..... 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M. nach Mähren begleitete, wieder nach Frankfurt das. Geleite geben wollte, befahl R. Nathan Adler seinem Lieblingsschüler, ihn nicht weiter zu begleiten, sondern sichmvdoder nach Mähren zu begeben, um dort Tauroh zu verbreiten. Von dem mährischen Städtchen Proßnitz, woselbst R. Moschcli Sofer einige glückliche Jahre lehrend verbrachte, ging er nach Dresnitz, um dort sein erstes Rabbinat anzutreten. Nach fünfjährigem, überaus segensreichem Werken in Dresuitz übernahm R. Moseheh Sofer ■das berühmte Rabbinat in Mabtersdorf. Viele große Gemeinden waren bestrebt, den berühmten Gelehrten und Lehrer als Rabbiner zu gewännen, aber R. Moseheh Sofer lieämte stets ab, trotzdein sein Einkommen in Wattersdorf ein sehr kärgliches war. Erst als er im Jahre JSOSי’den ehrenvollen Ruf nach Preßburg erhielt, leistete er diesem Folge': ■in der Hauptsache mit Rücksicht darauf, daß sich ihm dort ein grobes Arbeitsfeld cröffncte. 111 Preßburg begann der סופר זצ״ל □m eine Lelirtätigkeit, deren segensreiche Erfolge •bis zum heutigen. Tag, nicht mir kn vorkricgliiohen Oesterreich-Ungarn,., sondern auch in ■Deutschland und1 im übrigen Ausland nicht _ geschwänden sind. Er verstand es, Tausende von Schülern heran zu bilden, die die Tauroh nach allen Himmelsrichtungen hinaustrugen. Rabb. S. R. Hirsch זצ״ל dessen Gutachten'sich jetzt wieder Chofez CliajTm anschließt, schilderte den חתם סופר (Ges. Schriften Bd. IV, 401) als .'״des größten unter allen im zeitgenössischen Andenken lebenden Größen, des Mannes mit dem hellen Au״c\ mit dem müden Sinn, mit dein scharfen Geist, mit dem. u inf a s s e 11 ■d ■s 11c n Wisse 11, ■mit dem gradesteii. Urteil, vor dessen Namen Sie und ich und die 400, wie alle •lebende Rabbincn tief und willig ihr Haupt neigen ..... •den wahrlieh nicht als Floskel die jüdische Well רבן של כל בני המלה׳ der Lehrer •der ganzen .Judenheit nennt“. Dieser große R. Moseheh Sofer זצ״ל hat' einen ״Dercch halimud“ der jüdischen Welt gebracht, ein Lehr- System, welches bis heute noch kein gleiches hat. Dieser durch und rfürcii sieh bewährte ׳״Derech halimud“ wurde von seinen großen Nachfolgern gepflegt und findet heute noch Anwendung in der Preßburger Chassarn-Saufer'sohcu Jeschi woh. Auch wir •in Deutschland besaßen und besitzen G. s. D. noch eine ganze Reihe Rabbiner, .welche.ihr-■bedeutendes׳ tahrmdisches YVissen dem ״C11assam-Saufc׳r‘schen' .Derccli halimud“ verdanken, sei es, daß sie sich dieses an der Preßburger Rabbinatshochschulc direkt aneigneten, oder es ihnen von den gewesenen Preßburger Zöglingen indirekt übermittelt wurde. Erst •in letzter Zeit machen sich Zeichen bemerkbar,• die darauf hinweiseu, daß mau dem mehr östlich eingestellt teil ״Dcrcch halimud“ auch im Westen zum Siege verhelfen möchte. Das für hiesige Verhältnisse Neuartige mag wohl seine Reize haben, aber weshalb •soll •das sich über ein Jahrhundert so sehr bewährte ״Chussam .Sa-ufer‘•sehe Leljrsystem“ dem litauischen ״Derech halimud“ weichen? ־־ Meiner Ansicht nach •ist ■die •Beantwortung dieser Frage nur in der überaus großen Bescheidenheit ■ des Leiters •der Preßburger Jeschiwoh zu suchen, der es stets abgclchnt hat, Reklame, zu machen. Ob zur Neubelcbung . dieser bewährten Jeschiwoh, ähnlich wie fiir die neueren und neu gegründeten Jcschiwaus, die Werbetrommel gerührt werden soll, oder was sonst zu geschehen hätte, um der Preßburger Rabbinatshochschule im Ausland wieder ihr altes Ansehen z 11 geben, die Beantwortung dieser für das gesamte orthodoxe Judentüm so wichtigen Lebensfrage' möchte ich hierdurch zur Diskussion stellen. __ Ein Verein, den man gründen sollte. Vorn Verein zur Förderung ritueller Speisehänscr e. V., Sitz 111 Hamburg, erhalten wir ■nachfolgendes Schreiben, das wir 111 der Hoffnung unseren Lesern vorlegen, daß diese überaus wichtige Angelegenheit., auch, ln unseren Kreisen endlich Annehmer •finden wird; ׳ An die vercbrÜcho Reduktion der ״Jüdischen Presse“', Wien. Mit großem Interesse haben wir die mit ״Ein Familienvater“ Unterzeichnete Notiz iti Nr. 15 ihres geschätzten Blattes gelesen. Wir dürfen in •diesem Zusammen1• hang daran erinnern, daß Sie selbst vor längerer Zeit bereits auf die Notwendigkeit׳ hingewiesen haben, daß . sieh; die jüdische Oeffenflichkcit in Oesterreich und den Üngrenzeliden Ländern mehr als bisher mit dem Kaschruth. 111 den Spcischäusern, sowie mit der Errichtung Von ' •rituellen Speisehäusern befaßt. Wir dürfen des ferneren darauf hinweisen, daß wir schon vor mehreren■ Jahren •mit Hilfe •uns befreundeter Herren versucht haben, in Wien ein Lokal- oder Landcskomitee zu begründen. .Unsere■damaligen. Bemühuugen waren leider nicht von Erfolg _begleitet. Um,, so mehr freut es uns, aus •der erwähnten Zeitungsnotiz •zu ersehen, daß auch in der dortigen Gegend •die . Einsicht dämmert, •daß auf dem Gebiete, das wir seit .28 Jahren bearbeiten, auch in Oesterreich' etwas zu ' tu 11 nötig Und auch •möglich;ist. ־ .Wir halten uns nach wie vor gern bereit;• an'solchen Bestrebungen ׳tcilzuuehrricn, wobei wir, ־wie in1 ähnlichen Fällen, die Beurteilung ■des Kaschruth : selbstverständlich den örtlichen. Autoritäten■ überlassen würden: . ־ -; m ״ Wir wären Ihnen zu Dank verpflichtet,., wenn,Sic der Anregung des Einsenders• und der unseren' näcligClien 'w.ürden, •und sehen Ihrer diesbezüglichen Mitteilung •mit, 1)1leresse entgegen. . . Wir zeichnen!in•' ■ ' ■■■׳. •׳' . .. .vorzüglicher Hochachtung ' . *' Verein zur Förderung ritueller Speisehüüser, e. V., ׳ Hamburg 1. Stella Richter Wien .To p 01 c any Verlobte : ‘ Die Agudas - Jisroel - Jugendgruppe, Topölcäny, gratuliert herzlich^t ,ihrem sehr geehrten, verdienstvollen Vizepräses, Herrn Ludwig Weill, anläßlich ..seiner Ver- ׳ 1.•־׳;10Innig mit Frl. Stellä Richter_ פ׳ה ’ '.; ..'v . ישפיע הקל חיום ושלום ומזלא טבא לכבוד חברני ידיר ה׳ ה״ה. הב׳ הח׳.המום׳ בהגי. שתים, תוי״ש, .כה׳ צבי משה האאסיג״י ממאלרוי, אשר הי׳ גבאי בישיבתנו, להתקשרותו בקשר השידוכין עם בת הרבני ה׳.סו״ח'ח שלמה אליעזר בלאיער נ״י ממונקאאטש. י י בשם חברת בחורים דל!״מ גערניצא י הק׳ יצחס בירנבוים h tim<׳rft רי ■ , יתברך׳' ידידנו הב׳ החתן המיט׳ כתוי״ש כ״ה שלמה אבערלענרער ניי ■לעת ארוסיו בברכת טז״ט מאת אהוביו הנאמנים. ה״ק מנחם זאב ודעזעל, נפתלי דור בינדער. יוסף בערנפעלך; י גבאים והכרת בחורים. דק״ק טירנייא יע״א._ S U CHE LEHRLING ■ aus ‘ahständigem ..Hause für Galanterie- und •Spielwarengeschäft. Unter ,״Tüchtig‘'1 an ■die Bratislavaer Admiuistr. aa ßst VORMALS IGNAZ STEINMANN STRASSE 6»8 / FERNRUF Z5-Z-S1 Übernimmt Druckaufträge . aller Ari> auch in fremden Sprachen: Geschäftsdrucksorten, wie Zirkulare / Prospekte / Karten / Briefe Reklameartikel / Fakturen / Memoranden / Durchschreibebücher TAGESZEITUNGEN / WOCHENSCHRIFTEN Fachblätter für alle Branchen / Rechenschaftsberichte / Kataloge ROTAT10NS־, FLACH- UND MEHRFARBENDRUCKE Eigene Stereotypie und Buchbinderei f Herstellung von Massenauf״ lagen in kürzesten Terminen / Prompte Bedienung /. Kostenvöräiischlage auch schriftlich /

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