Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1928-03-16 · 11 (16.3.1928) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
11 (16.3.1928)
Date
1928-03-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2629891-2630244-2630255--2909-2634833
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr.!1 Seite 79 JÜDISCHE PRESSE rechte in bezug auf die Mazzosversorgung. Sie hat folger.Jen Wortlaut: Slovakische Abteilung des Ministeriums für Industrie, Handel und Gewerbe. Zahl: 1959. V. Bratislava, den 10. März 1928 Gegenstand: Verkauf von Mazzos der Israeliten. An das Zentralbureau der aut. orth. isr. Gemeinden in Bratislava. Wir teilen Ihnen mit, daß wir alle Zupanatsämter in der Slowakei auf das Zurechtbestehen der Verordnung des gew. 1mg. Ministeriums für Ackerbau, Industrie und Gewerbe. Zahl 14.040/1889, aufmerksam gemacht haben, wonach die Versorgung der Gemcindemitglieder der isr. Gemeinden mit Mazzos ausschließliches Recht der isr. Gemeinde sei. Infolgedessen ist zur Erzeugung und zum Verkauf dieser Mazzos wie zu deren Einfuhr aus einem außerhalb des Kreises der Gemeinde Hegenden Orte nur derjenige berechtigt, der hiezu eine Bewilligung der israelitischen Gemeinde erhält, die auf dem Gebiet der betreffenden Gemeinde existiert, und dies auch in d e m Fall, als es sic h u 111 die Erzeug u n g 11 n d die Einfuhr! ii r d e 11 e •i g e ״ e 11 G e b 1־ a 11 e h h a 11- ■dein sollte. Die israelitische Gemeinde kann, dem Rahmen ihres autonomen Rechts'kreises angemessen, bezüglich ' der Verabreichung der Mazzos der Kultusgenieinde selbständig und in einer ihren Interessen entsprechenden Weise Vorkehrungen treffen. Sie kann den Verschleiß der Mazzos beliebig entweder selbst handhaben oder diesen verpachten oder die Bedingungen festlcgen, unter weldien sic diesen den sich meldenden Kaufleiiten oder Unlernehmern gestattet. Zum Verschleiß der Mazzos ist eine gewerbehördliehe Bewilligung nicht erforderlich. Laut § 3 der zitierten Verordnung begeht derjenige, der, ohne hiezu von der ,kompetenten ׳israelitischen Gemeinde ermächtigt zu sein. Mazzos erzeugt, verkauft oder aus einem außerhalb der Gemeinde gelegenen Ort einführt, ein Vergehen und hat durch die polizeilichen Obrigkeiten hiefiir bis zur Höhe von 50 Gulden Geldstrafe bestraft zu werden, wobei ihm überdies noch die aufgcfundenen Mazzos zu konfiszieren sind. (Unterschrift.) Dementi. Das ״Jüd. FamiltenbkiU“ bringt in seiner Nununer vom 9. März «iaen sensationellen!Bericht aus Nove Zamky, der den Hesped, den der in der gesamten Judenheit hodliverohrte orthodoxe Führer, Herr Oberrabbiner Tiger manu, am 7. Adar hielt, znm Gegenstand hat. Nach diesem Bericht soll es mit wahrer erlösender Freude bemerkt‘־ worden sein, daß ״der aMverehrte greise Oberrabbittcr der orthodoxen Gemeinde,!Herr j. Tigerrnaiiii, der au eilt Mitglied des orthodoxen׳ rabbiniselten Rates der Slowakei ist“, ״in der Reihe der lim letzten Jahre verstorbenen Führer des heutigen Judentums auch solche ׳Persönlichkeiten ,nannte, 41 e׳ sich dem orth0d 0 x e u Pa r t eidik t!a t c nicht unterwarfen, sondern ihr w a 11׳ r e s, . re 1 i g •i ö ■s e s J 11׳ d e 11 t 11׳ •in 11 n b es c 11 w e r t v 0 u p a r t e i 1 i c 111 e 11, Interessen eh r- 1!ן c b ׳u 11 d s t o 1 z 1 e ■b t e 11 u 11 d propagiert e n“. Unter diesen führenden Persönlichkeiten des heutigen Judentums, die sich nur nicht dem ״orthodoxen Parteidiktat“ unterwarfen, sonst aber ihr ״wahres r e 1 ig i ö s e s j u d e 11 t u ,in“ (!!!) ״ehrlich und stolz ׳lebten und propagierten“ ,soll nach dem ׳Bericht dieser Zeitung der greise orthodoxe 0!be,rr!abb!iner der orthodoxen Gemeinde in Nove ׳Zamky!unter anderem auch den — wie die Zeitung wörtlich schreibt —■ ״O b c 1־ a b b!i 11 e r D o.־k to r Percz Z ׳w i C h ■a j es, d 011 b e r;ii h m t e 11 u 11 Id v ii e 1v erkannten 1z1 o 11 i!s t i s c 11 e ׳11׳ V o •r k ä ׳m p f e r“ geiianin haben. Die Zeitung macht aus ihrem Herzen• keine Mördergrube und verschweigt auch d!;e ״Moral“ von der Sache durchaus nicht. Sie gibt vielmehr folgende :Lehre an die Adresse der Orthodoxie: ״Unser M. P.-,Berichterstatter fügt ׳seinen! Bericht den iWiunsch hinzu, daß dieses Beispiel ׳edler Toleranz ׳ba׳kl Nachahmung finden möge. Wir möchten den Wunsch erweitern •und sagen׳, die .Toleranz sollte sich auch auf die Leb enden erstrecken.“ Dazu werden wir von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Tigermann ersucht, festzustellen, daß ׳dieser g a n z e B e r i c 111 •in unverantwortlicher W e ,i ■s e von Anfang fbiis zu Ende glatt erfunden ist. ׳Herr Oberrabbiner Tigermann hat in seinem Hesped ii b e r h׳ a u p t keine N a m e n 1g e n a 11 111. D es verstorbenen z 1i 0 11 i s t i s c 11 c n V o rk ä ui p f e r s O b e r r a b b i n e r D r. C ׳h a ׳j e s wurde währ׳e׳n׳d des G-11 es di en s t e s ,s e 1 ׳b s t v e rs t ä n d 1 i c h weder I m •H e ■s p e d 11 0 c h i 11 dem a 11schließ e11׳ d a 11 de 11 Hesped v 0m Cliasan vorgetragenen קל מלא רחמים" Gebet•e, a 1 s 0 i n keiner Weise u n d in k e I ner Form u n׳d sei es a u c 11 11 u r a 11 d e 11 t u n g s weise E r w ä h 111111 g getan.!Diese ganze Geschichte äst in tendenziöser Absicht einfach aus der Luft gegriffen. Das Urteil über diese Unterstellung und über die ganze Art״ die ehrwürdige Person eines im Dienste der ת ו ר ח ויראה ergrauten, in allgemeiner Achtung stehenden orthodoxen Thorafürsten zur Zielscheibe einer tendeliziösen Falschmeldung zu machen, wird der jüdischen Oefientlichkeit überlassen, Hochzeitsfeier. Am 8.!Adar wurde in ׳Galanta eine Hochzeit gefeiert, die es ■verdient, ׳in diesen!Blättern erwähnt ׳zu werden. Selten kommt eine Vermählungsfeier vor, die aus dem Rahmen eines, bloßen!Familienfestes so sehr־־hinausragt und ihrer ganzen Zusammensetzung nach den Charakter eines Festes der Thora und ihrer Träger annimmt, wie die Hochzeit von Frl. Rachel Wessely, Tochter des!Herrn Rabbiners David Wessely aus Preßburg, mit!Herrn Jakob Snyiers, Sohn des ׳Herrn Oberrabbiners Benzion Snyders in!Raab. Der Verehrerkreis dieser beiden!Koryphäen des orthodoxen Judentums vereinigten sich zu einer großen Familie aus Anlaß dieser Vermählungsfeier und!gestalteten das 'Fest zu einer wunderschönen, unvergeßlichen Kundgebung des כבוד התורה und der אהבת התורה. Aus nah lind fern •waren Rabbiner und hunderte בני תורה und מבכרי תירה nach Galanta gekommen, um dem Brautpaar und seinen Eltern ■zu diesem Bunde Gutes zu ׳wünschen und Zeichen der Ver- ■ehrung und der Dankbarkeit ׳zu!beweisen. Stark vertreten waren besonders die יראים aus Preßburg. Außer der offiziellen ׳Gemeiudedeputation unter Führung des Präses. Herrn David K r a 11 s z, waren annähernd hundert der hervorragendsten □בעלי בתי zugegen. Vor der Trauung hielt der Bräutigam einen großangelegten und scharfsinnigen Chanifusvortrag. Den תר קדושין D vollzog Seine Ehrwürden Herr ׳Oiberrabbiner T i g e r m a n n aus Nove Zamky. Ein großer Teil der Gäste aus Galanta und auswärts blieb auch zur Mahlzeit. Diese סעידה שלמצוה hot schon äußerlich ein Bild von außergewöhnlicher Schönheit trotz des Platzmangel, der sich sehr fühlbar machte. Daß bei dieser ׳Mahlzeit neben schmackhaften Speisen auch auserlesene geistige Genüsse geboten wurden,!braucht wahrlich nicht erst erwähnt zu werden. •Die Väter der. Braut und des!Bräutigams gaben ihrer Freude und Genugtiuing über ׳die Anhänglichkeit ihrer Gemeinden, die sich aus diesem Anlaß kuudtat, adäquaten Ausdruck. Von tiefer Wirkung war besonders ׳die ׳Rede Seiner!Ehrwiirden des HernL-.Oberrabbiners ßuxbaum, der sich ,zahlreiche Reden mit einer ׳Fülle von דברי תורה bis spät ia die Nacht hinein ansehlossen. Im Zeichen des Frohsinns. Dem Umstand vorgreifend, daß wieder unbefugte und unverständige Leute kritisicren, wollen •wir selbst unsere Purimfeier besprechen und uns so selbst vor Augen führen, wie Schönes wir zu leisten vermögen: Wenn wir wollen! (Ein hübscher Prolog leitet das Festspiel ein (Araiika Friedenthal), schlichte Worte, vom Herzen zum Herzen. Daran schließt sich, die Worte ins Leben übertragend, ein lebendes Bild ׳der Puriingeschichte. Lebend i11׳ seiner stummen Sprache, dem finsteren!Blick des Königs Achasvcros und der demütig bittenden Haltung unserer schönen Königin Esther. (Manzy Weiß, ׳Bella Klein, Mädy Goldberger, Tilde •Kohn, Regine Griin.) Dann der weibliche Conferencier (Frau Pappenheitn) mit seiner ,ironischen Kritik, zurcchtweisend und lobend, immer eine heitere Einleitung zu jeder Nummer. Und!dann die eigentlichen Nummern unseres Programms. Heiter, einfach .und natürlich. Echt jüdische Pttrimstimmung. Lustig, sich aber immer seiner Würde bewußt. Unsere Mädchen spielen so-ganz ungezwungen, natürlich, ׳denn •sie ״spielen“ nicht, sondern geben sich selbst in ihrer ׳fesselfreien Purimheiterkeit. Die!Einzelnummern der •Fräulein Monku Domiebaum, Rachel Fischhof, Ida Ungar fanden regen Applaus. Das Singspiel, ■das ■mit seinen lebensechten fünf Szenen eigentlich der Hauptinhalt des Abends •ist, ׳findet lebhaftesten Beifall, ׳und hatten die Mädchen •die Freude, zur Wiederholung ■jedes einzelnen Bildes herausgerufen worden zu sein. Unsere jungen ,Künstlerinnen, selbst so froh, konnten ja nur Freude geben. ■Es war der ungezwungene -Frohsinn der Jugend, die, sich 'ihrer Reize selbst nicht bewußt, gerade dadurch so reizend •wirkt. •Sie gaben die originellen Figuren des Stückes mit so!junger •Frische, Freude und Frohsinn, so •fern der affektierten ׳Blasiertheit der ׳modernen Welt, von ׳ihr unberührt und ungeschädigt. Und ,das war es, was so lebhaft zum Publikum sprach. •Es wirkten verdienstvoll mit: Iby Griiiiwiald, Rozsi Kohl׳ma׳nt1, Frieda •Kaufmann, Ilonka Donnebamm, ׳Manzy Popper, Ada Rosenbaum, Rcgine Fischhof, Aranka!Friedenthal,!Manzy W!eiß. ׳Unsere drei Vorstellungen waren voll besucht, jedes Mal ganz ausverkauft. Das ׳ist ein schöner ■Ansporn für 1111sere ׳jungen!Kräfte, ׳die mit ihrem Spiel mehr sagen wollten, als Purim fröhlich zu sein und fröhlich zu machen: die damit auch ׳den gerümpften Näschen vorurtcilsvoller Kritik zeigen konnte: Ja, auch wir können, wenn wir wollen. Und daß wir wollen, haben wir längst .gesagt, und daß wir können, bewiesen wir stets aufs neue, vorwärtsschreitend Schritt für Schritt, durch G-tt, mit G-tt und für G-tt. Als Anschluß an obige Worte nimmt die Frauen- und Müdchemgruppe der Agudas Jisroel Bratislava Gelegenheit, ihren! verdienstvollen Vorstandsmitglied, der Arrangeurin Frau Isidor Pappenheim, für ihre große ׳Mühe zu danken, und spricht in besonders anerkennungsvollen Worten Fräulein Martha Grünwald ihren ׳Dank ׳für ihre mühevolle Binstudierung ,und *den kunstvollen Klaviervortrag aus; T. D. Agudas Jisroel-Mädchengruppe in Nitra. Aus N i t r a berichtet!man ums: Die P;11 r ׳i!m v e r a n ■s t a 11 u 11 g unserer Mädchen-Aga du bedeutet abermals ׳einen schönen Erfolg. Es wurden zwei vorzüglich vorbereitete Var- Stellungen ׳gegeben, ׳beide!im Prachtsaale der orthodoxen- Gemeinde. Der Saal war überfällt and die anwesenden Frauen und!Mädchen׳ hatten einen köstlichen׳!Genuß Im Rahmen! religiös •einwandfreier •Geselligkeit. Es war •ein jüdischer!Purim im besten Sinne, denn es wurde das ״Allerbeste •und Schönste geboten. Die Veranstalteriuiien und •die :mitwiirkenden׳ ׳Mädchen■ wurden!von allen Seiten für diese!Leistung •beglückwünscht und auch au dieser״ Stelle soll! ihnen allen, ohne ihre "Namen im einzelnen aufzuzählen', ׳Dank gesagt werden.!Abschied in der Frauen- und Mädchen-Aguda, Nitra, Eine erhebende׳ ־Feier fand let/zten! Schabos im Anschluß an den Sidrohvortrag in der ׳Nitraer!Agudas Jisroel-Fraiuen- und!Mädchenigruppe statt. Fräulein Bianka Neuwalder, die bisherige Präsidentin der Mädchengruppe, gab!;in einer schönen Rede ihre Demission und verabschiedete sicli ■von der ׳Gruppe ׳wegen!ihrer bevorstehenden Vermählung. Sie dankte der Vereinsleftung!in!herzlichen Worten1 für die tatkräftige •Unterstützung in ihremi •bisherigen׳ Wirken. Die Ehrenpräsidentin.!F r a u 0׳ b e ־1׳ r a b b ii 11 e r Kat z, dankte Fril. •Neuwalder ■in einer groß und herrlich angelegten Rede für ihre vorzüglichen!Leistungen und 'überreichte ihr i׳m Namen der Frauen und •Mädchen einen schönen großen, silbernen Becher zum Hochzeltsgesdhenk. ,Gerührt dankte die!Gefeierte und versprach,!auch ferner ihr ganzes Können in den Dienst des •Vereines ziu ,stellen. Agudas Jisroel-Frauen, und Mädchengruppe Preßbürg. Aus 1P׳iestany 1meldet m׳an uns: Schöner und erfolgreicher, als wi׳r .zu ׳hoffen' den Mut hatten׳, entwickelt sich unsere erst vor ganz kurzem gegründete Frauen- und Mädcliemgruippe. Schon bei unseren ersten •Gehversuchen erlebten wir zu unserer eigenen freudigen׳ Ueberrasohnnig etwas!Unverhofftes. Siehe da, w!,r ■können, wlir gehen 1u1n1d dazu noch recht ׳mutig und kräftig! Wlir halten!jeden Sabboth Vorträge. Eine Frau und!zwei Mädchen tragen nach gründlicher Vorbereitung Dinlm, Wochensidroh und eventuell1{ über andere religiös-jüdische Themata vor. Die Vorträge sind unausgesetzt sehr gut 1 mim כשר א שפ"—זנ^■ Speisefett CERES und RADIOL koscher für Ostern כשל לפטה wird bei der Georg Schicht A. G., Aussig, vom Pressen der Kokosnüsse bis zum Verpacken unter Aufsicht Sr. Ehrwürden, Herrn Simche Fränkel, Rabbiner zu Skawlna in Podgörze bei Krakau, erzeugt. Ceres und Radio! kann daher von den strengsten orthodoxen Juden zu Ostern |כשר לפםד genössen werden. Die Fabrik der Georg Schicht A. G., Aussig, ist die einzige in der Tschechoslowakei, die Kokosnüsse selbst zu Öl pre$t und auf fremde Öle nidif angewiesen ist. Außerdem wird die ganze Erzeugung von zwei hervorragenden füdlschen Gelehrten beaufsichtigt. besucht und das Interesse für alles, was •mit .Aguda und orthodoxem Judentum zuisainrnenlhäiiigt, ׳ist sehr rege. Wir zählen bereits 100 Mitglieder. Die Leitung unter Vorsitz der Ehrenpräslidentiu Brau 10 •b e r ,r!a b b i ,11 e r W׳eber, der Präsidentin •Frau W!w׳e.!Herzog und der Vizepräsideritin IFraiu Salo ׳HoLzer ■ist bemüht, das iWjirkiungs־ gebiet der Vereine stets zu erweitern. Jetzt w׳ir׳d die allinähilige Anschaffung einer ׳kleinen Bibliothek guter lesen!swerter orthodoxer Blücher!vorbereitet. Auch für jüdische Geselligkeit wird in schönster Weise gesorgt. Da leistet die Präsidentin der Mädchensektion, ■Frl. Dora Weber, Hervorragendes. Die!Piirlmunterhaltung war vorzüglich gelungen. Es wurde zur Freude aller!Anwesenden eine schöne Veranstaltung gegeben, die unser •aller!Dankbarkeit auslöste. Die!Mädchen• haben da gezeigt, daß •eine orthodoxe Unterhaltung wohil freudige Stimmiuig zu wecken vermag, wenn der׳ (Gedanke der Zusammengehörigkeit begeisternd die Herzen erwärmt. Deii Darstellerinnen gebührt aufrichtig Dank, ׳insbesondere den rastlosen Arrangeurinnen Frau ■Herzog, Frau Salo Holzer, Frl. Dora Weber,־ Ffiaii Gniinwald und vielen anderen, die mit Herz und Seele an dem Gelingen 1mitwirkten. Israelitischer Frauenverein Stupava. Aus S t;11 p a v a erhalten wir ■folgenden!Bericht: •Da ,sich bei jeder!jüdischen שמחה das gute, jüdische Herz meldet, benützte ein reges ,Komitee unter Vorsitz von Frau Jeanette Wieber den Purimabend zu einer ׳ Wählt ä t i gk e i t׳s;vors t׳c'1111111׳g. Schülerinnen der ■jüdischen Volksschule, meist noch!!rri zartesten!Alter,, leisteten ganz Erstaunliches ■unter (der trefflichen Spielleitung der Frau Marie ׳Stern und Frl. Rosa iPiisk!sowie durch die unermüdliche Bereitschaft von Frau Gisela!Quastler. Der Abend wurde eingeleitet mit Worten d!e!s Gedenkens unseres!verehrten P r äs 1 d e n t e n Th. G. Masary 1k, dessen Geburtstag gerade gefeiert wurde, von Frl. Frida!G e i,r׳i mg c r ׳eintlruoksvoll gesprochen. Sodann folgte ein schöner Prolog, von Frl. Etel Grtinwald vorgetragen. Die •Schlüterinnen Sari Fischer, Piri Geiringer, Piri und Magdus Erzmann, Sara und Gold! :Müller,!Alice Weihs;,!Melitta ■lind Anini Herzog sowie Aranka und Trude Nasch entzückten abwechselnd •in Reigen,!Gesang und Spiel das zahlreich erschienene •Plublikum. Eine ganz ■vorzüglich gegebene Gerichteverhandlung, •dessen Hellid •in dem Schüler ׳Ali ׳Quastller in seiner ganzen Komik verkörpert war. nnd ,hernach ein entzückendes lebendes!Biild ״Jacobs T.rauim“ von Frau Rozi ,Kohn arrangiert, bildeten den reizvollen Abschluß des Abends, Büfett und Tombola leiteten in unermüdlicher Wei׳se Frl. Dora W; e b 0 r nnd Frl. iPlrli F e i g e n b a u m. Sie sandten ihre unwiderstehlichen Stafetten überall aus, so daß ■auch in dieser ׳Hinsicht der wohltätige »Zweck erfüllt wurde. '__ Mitteilung: Gebe höfl. bekannt, daß ich mit Ausnahme von Samstag täglich von 9 bis 6 Uhr ordiniere, Zahnatelier Egon B r 0 d i, Wien, II., Schiffamtsgasse 7, I, Stock, Tür 9, ___ Briefkasten, ״Treuer!Leser.“ iWemi Sie unter der falschen Be- Zeichnung ״Wunder,rabbi“ die ׳Führer der :Ghasslldlim vor-, stehen, so gibt es in Polen deren eine ganze ׳Reihe, zum Beisipiiel Beiz. Gora, •Sochatscihew, Sandec, Alexander, Sokolow, iRadam u!sw. Schreiben!Sie uns, von welchem Sie die Adresse wünschen. —! E. K., Galanta, Die erste, fünfte und achte Frage ׳nicht richtig gelöst. — J. S. C״ Teschen. ■Die erste und!letzte Frage nicht •gut gelöst. —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.