Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 7 (17.2.1928)
- Date
- 1928-02-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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- Lučenec 1× ep/1045095
- Nitra 1× ep/1048039
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Nr.ד JÜDISCHE PRESSE Säfte 51 zeitige organisatorische Arbeit Im Rahmen der sich jetzt stark ausbreitenden Agudas Jferoel-Fraucn- und Mädchengruppen würde hier vielleicht mit noch größerer Sicherheit als anderwärts Gewähr dafür bieten» daß der traditionelle Geist der altjüdischen Frauentugenden auch den heranwachsenden Mädchen» den zukünftigen jüdischen Müttern, nicht aus Mangel an Interesse und an 7.weckmäßiger Anregung entschwindet. Die Opferbereitschaft für die Bedürfnisse der Gemeinde und — bis zu einem gewissen Maße — auch für die der weiteren treujüdischen Gemeinschaft ist hier nicht erkaltet. Die sehr geachtete J eschiwoh findet die weitestgehende Förderung und ihre Mensa erfreut sich eifriger und fürsorglicher Sachwalter. Die schulentwachsene männliche Jugend wiederum sucht sich in Agudas Jisroei- Jugendgruppe und ״Tiferes Bachurim“ dem לימור התוהיק zu erhalten. Das Schulwesen (Talmud Thora, erweiterte Volksschule und Jesside Hathora) blüht und entwickelt sich, ln der ״Schass Chewroli“ erweilern die Bjje Thora und in anderen Lernvereinen und Vorträgen die weniger Gelehrten ihr Wissen in Thora und Mizwoth. Die W o h 11 ä t i g k e i t s v e r e i n e umfasse״ die mannigfaltigsten Gebiete und erfüllen die Aufgaben, die sie sich gestellt haben» in gutjüdischem Sinne. Das g cs e 11s c h a f 11 i c h e Leben ist hier seit altershcr in ganz eigenartiger Weise mit dem Vcreinslcbcti aufs engste verknüpft und bietet in sehr ansprechenden Formen — in schöneren und besseren als anderwärts das »,Klubleben" — vorzügliche Gelegenheit zur Pflege der Zusammengehörigkeit und zum zwanglosen» gemütlichen Meinungsaustausch über alle Angelegenheiten» die die Gesamtheit angehen. Diese gesellschaftlichen Zusammenkünfte, die — wie erwähnt — hier schon seit sehr alter Zeit eingeführt sind, verdienen zur Nachahmung für andere Gemeinden empfohlen zu werden. Während des Winters, an jedem נ?וצאי שבת קידש angefangen von פרשת בא bis ש ב ת vor ראש חודש אךך kommen die Gemeindemitgliedcr im Gemeindesaal zusammen, wo bei schwarzem Kaffee in freundschaftlichster Aussprache über die wichtigsten Gemeinde- und Vereinsangelegenheiten beraten wird. Ihre Elmv. Herr Oberrabbiner Buxbaum steht natürlich im Mittelpunkte dieser Zusammenkünfte. An jedem dieser gescllschaftlichen Abende wird über die Tätigkeit und die Angelegenheiten eines der wichtigsten Vereine, die im SclioßU der Gemeinde wirken, beraten und zugleich auch die Neuwahl der Vereiuslcitungen vorgenommen. Auch die Neu \v a h 1 geschieht nach althergebrachter Sitte. Es kommen hiefür folgende Vereine in Betracht: 1. der Krankcnpflegevcrein ״Bikur Cholim“, 2. der Herbergeverein ״Linas Hazcdek“, 3. Holzvcrteilungsverein ״Mcchalke Ez“, I. ״Jessode Hathora“-Schulvcrein, 5. der Lernverein ״Schass- Uhewra“ und zum Schluß, au dem 1 ש ״ ק D vor 1׳ א ל ר (). die ״Cliewra Kadischa“. Besonderes Interesse wurde in diesem Jahre, am letzten מוש׳י־ק פרשת יתרו » dem Verein ״Je sso de Hathora" gewidmet. Etwa drei Viertel der Gemeindetnitglieder, mit Oberrabbiner Buxbaum an der Spitze, waren anwesend. Mit großer Aufmerksamkeit wurde der Berieht, den der Vereinsleiter Herr Isidor S 11 ß m a n 11 im Rahmen einer großzügigen Rede erstattet hat, angehört׳. Der Verein sorgt für die Erhaltung, der sich allgemeinoji Beliebtheit erfreuenden ״Jessode Hathora“-Scht11e, die von heimischen und auswärtigen Kindern gut besucht wird. Das Budget des Vereins beträgt zirka 50.000 tsch. K• Seit zwei bis drei Jahren ist der Schule ein Kursus zum Unterrichte in den Fächern der oberen Klassen einer achtklassigen Volksschule, also im Wesentlichen den Lehrzielen einer Bürgerschule gleich, unter Aufsicht des Staatliehen Schuiinspektors ungegliedert. Die Kosten dieses U11tcrrichtskurses sind bedeutend geringer als die eines Bürgersclmlkurses. Die Prüfungen werden in der Galantacr jüdischen Volksschule absolviert. Die Kinder sind ununterbrochen unter Aufsicht ihrer religiösen Lehrer und die Vereinsleitung achtet strenge darauf, daß sic harmonisch zu tüchtigen Menschen und frommen Juden erzogen werden. An den Bericht knüpfte sich eine sehr lebhafte Debatte, die davon zeugte, daß die Gemeindemitgliedcr sich dessen bewußt sind, welche Bedeutung dem Erziehuugswesen, heute mehr denn je, im jüdischen Leben zufällt. 111 der Neuwahl wurden die Herren Isidor Sußmann, zum leitenden Gabbaj, und Armin Ka lisch und Ignaz M a i t i n zu Vizegabboim gewählt. Auf gleich "hohem Niveau bewegen sich auch die Beratungen über die anderen Vereine und tragen dazu bei, das jüdische üemcindclcben in Galanta schön, würdig und harmonisch zu gestalten. Rabbinerwahl in Volley PaUkl. In Vclky Pa lad wurde Herr Samuel Jediiel Moseh kowitsc h, Sohn des Herrn Bczirksrabbiners M. G. Mosehkowitsch in Secovce, als Nachfolger des Rabbiners Mordchaj Reinitz צ״ל| zum Rabbiner gewählt. Der junge Rabbiner verlobte sich zugleich unter freudiger Teilnahme dev Gemeinde und zahlreichen Verwandten mit der Tochter seines verewigten Vorgängers. Agudas Jisroei Frauen- und Mädchengruppe in Nitra. Aus Nitra erhalten wir folgenden Bericht: Unsere Aguda-Frauen- und Mädchengruppe, die erst vor kurzem gegründet wurde, entwickelt sich zur Freude aller •orthodoxen Juden und Jüdinnen sehr schön. Sie steht bei den Mitgliedern in solch hohem Ansehen, daß dieselben sich schon im Voraus auf den Schabbos-Nachmittag freuen, da ihnen über die Wochensidroh und jüdische Literatur vorgetragen und vorgeleseu wird. Der große Prunksaal ׳ der orthodoxen Gemeinde, in dem die Vorträge stattfinden, ist jedesmal voll besetzt. Die Leitung ist sehr agil und läßt keine Gelegenheit vorübergehen, ohne die jüdischen Frauen und ״Mädchen im Sinne des orthodoxen Judentums zu belehren. Vorigen Sonntag Abend wurde eine schöne Chamischoh Ossor-Feier veranstaltet. Tische ware!1 schön geschmückt und reichlich mit herrlichem Obst und sonstigen Leckerbissen gedeckt. Präsidentin Fräulein ülanka Neuwalder begrüßte die Anwesenden in einer schönen Ansprache. Sodann schilderte die Ehrenpräsiden־ tin Frau Oberrabbiner Kaiz die Bedeutung des Tages und eiferte die Mitglieder an, treue Anhänger der Aguda zu sein. Deklamationen und Gesänge von Fräulein Manzi Weisz und anderen hielten die Versammelten in gemiitlieber Stimmung beisammen. Sijumteier in Hlohovec. Aus Hlohovcc berichtet man uns: Am Abend des ר״ה לאילנות feierten unsere Chewroth ״Talmud Thora“ und ״Lomdc Thora“ ihren dritten □סין» und zwar diesmal auf ׳ מגלרזCD• Diese Feste sind erfreuliche Zeidien des Geistes, der sich in unsere!• Gemeinde einzu* bürgern beginnt, iin herrlich geschmückten Beshamidrasch vereinigte das Fest um den mit köstlichem Chamischoh Ossor-Obst wohlversorgten weißgedeckten Tisch außer den Lernenden über hundert Baaiebatim und junge Leute aus allen Schichten als Gäste in erhebender Stimmung. Mit größter Aufmerksamkeit lauschten die Versammelten den kernigen דרשות unseres Herrn Oberrabbiners M. Schwarz und seines als Gast anwesenden Bruders, des Herrn Oberrabbiners von Urmiu. Ihnen schlossen sich die gehaltvollen Reden der Herren Ede Brau n, Sigm. W c in e r, Dr. Eisler, Gemeindepräses Dr. H erzog, Herrn- S e s s 1 e r, Ign. Freund, M. G a 11 s und der Lehrer M c 11• c z e!־ und G 1 ii c k. Zum Schlüsse wurde das Benschen für 2000 tsch. K ״amerikanisch“ versteigert. Das wohlgelungene, im traditionell jüdischen Geiste gehaltene Arrangement ist das dankenswerte Verdienst eines Damenkomitees, bestehend aus den Damen: Frauen Sigm. Werner, Ludw. Rudolfcr, Alex. Griinwald-Gerö, Heinr. Eisler und Dr. Rosenfeld. Als Aufträger bewährten sich die Schüler der Jeschiwoh. Aus Anlaß des Sijums wurde auch über die fruchtbare Tätigkeit der Talmud Thora Bericht erstattet und besonders dem Lehrer Herrn Mcnczer Anerkennung gezollt. Die Leitung liegt unter Vorsitz des Herrn Obcrrabbiticrs in den Händen der Herren: Ede Braun•» L. Rudolfcr und Alex. P o 11 a k. Chewra Kadisetui in Kosiee. Am מוש״ה פ׳ יתרן fand eine Generalversammlung der orthodoxen Chewra Kadischa statt, in der mit Zwei- Cdrittclmehrheit die längst vorbereitete strengere Fassung der Statuten angenommen wurde. In den neuen Statuten werden für den orthodoxen Charakter des Vereins neue Sicherungen geschaffen. Bar Mizwoh in Lucenec. Im Hause des Herrn Caspar G a 11 s e 1 in Lucenec wurde letzten ש *פ *"die Bar Mizwoh seines Sohnes Awroliom in Gegenwart der Großeltern, Verwandten und zahlreichen Gäste feierlich ■begangen. Die als Gäste anwesenden Herren Oberrabbiner R c i c 11־Vrborc und Rabbiner S c 11 w a r z-Miskolcz hielten im בית הכנסת eindrucksvolle דרשות und sprachen bei der Festmalilzcit gemeinsam mit unserem Herrn Oberrabbiner U.nsdorfer schöne דברי תורה zur Ehre des Tages und beglückwünschten die Eltern zu diesem Fest. Jahresfeier des Schass-Chcwrah in Kosicc. Aus K 0־ sice berichtet man uns: Wlie alljährlich, war auch in diesem Jahr ■der ׳ ט ״ ו בשבטder Jahresversammlung der Schass-Chcwrah und dem üblichen הש״ס □FD gewidmet, ln der Generalversammlung wurde die Neuwahl des Vorstandes vorgeuommen. Es wurden folgende Herren gewählt: Simon Scharmann (Präses). Mor Haas (Vizepräses). Abraham Hartstein (erster Kassier), Josef Schreiber (zweiter Kassier) und Ludwig Wiesenb c r g (Schriftführer). Nach der Wahl wurde der große □ ס י ן mit besonderer Feierlichkeit begangen. Außer den Mitgliedern der Schass-Chcwrah waren auch Gäste aus der Umgebung und aus Preßburg anwesend. Im neuen Tempel begann ■ die Feier zunächst mit einer H a 1 o c 11 o h-Erörtemag des Präses Herrn Simon S c 11 a r ma n. die sich •durch Scharfsinn auszeichnete und großen Beifall fand. Hierauf hielt Se. Elirw. Herr Obe:rrab'bhier Saul ״Bra c 11 während zwei Stunden eine aus Halochoh, Agodoh und דברי מיסר meisterhaft zusainmengcnigte Rede, die den Zweck verfolgte, die Anwesenden zu לימיד התורה und ח 1 ה ת H ה ת 1 ה " ק anzucifern. Die eindringlichen Worte des Herrn Obcrrabbiucrs übten einen tiefen Eindruck aus. Bei der סעודה של מצוה sprachen die Herren Rabbiner und mehrere בני תורה von hier und auswärts beifällig mitgenommene דברי תולה und die Kantoren der Ge• meinde 1 ragen zur Freude aller Anwesenden mit Mir3■ו schönen!שירות וחשבהו.״ zur angcnc*’־men Gestaltung des geschmackvoll arrangierten Festes bei. St. Bm. Süumfeier in Topolcatiy. Aus T 0 p 0 I c a 11 y schreibt mau. uns: Sonntag יום א' לסי יתרו am Abend fand im Rosenthalschcn בית המדרש das gemeinsame Sijumfcst der הכרות ש״ס׳ מהדרי הש״ס טהרת רעים bei großer Beteiligung der Mitglieder und auch fremder Gäste, in imposant jüdischer Weise statt. Es war mit Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner A. Weisz an der Spitze, der Großteil der בני תולה , sowie der בחורי חמד anwesend. Die weitere Umgebung vertraten die Herren: Harry Ullmanri, Kultusprüses in Zabokrcky; Ludwig Müller, Direktor der Baron Sturnrnerschen Güter zu Tovamiky; Vorsteher der Kuitusgemeinde Jacovcc, und Ignaz Bock; Vorsteher der Kuitusgemeinde Klatsovejsa. Nach Verrichtung der תפלת מו״מ wurden die מס׳ ערכין ונדה beendigt. Sodann stritt mail zur Mahlzeit, bei der es weder an wohlschmeckenden Speisen, noch au schönen דברי חורה ואגרה mangelte. Es sprachen die Herren: Obcrrabbiner Weiß, Rabbiner 11־ a b c r f e I d, Gemcindepräscs G e 11 c y, Reh Chaijim F ii r s t und Herr Müller. Herr Oberkantor Klein und Herr David Braun, der gern gehörte Kantor des Rosentiiaischen Tempels, rezitierten mit ihren klangvollen Stimmen, bei Geigenbegleitung des Herrn Kantor Schwarz und Grarnophonauffiihrung des Herrn Reif, erhabenen jüdische Arie», was die feeierliclie Stimmung der Anwesenden noch steigerte, jedes jüdische Herz mußte diese wahre סעודת מצוה erfreuen, denn es war der äußere Beweis dafür, daß in dieser altehrwürdigen Gemein de לימיד תורה ויראת שמים in Würdiger Weise gepflegt werden. Am Schlüsse ergriff der bekannte Gelehrte R. Benzion Braun das Wort, um anschließend an die meisterhafte Rode des Herrn Oberrabbiners im Rahmen geistreiche דברי אנדה an die Gäst zu weitrem לימוד חיה״ק anzueifern. Herr Müller spendete während des Banketts 500 bis 600 Kronen zu wohltätigen Zwecken und löste schließlich das Benschen um K 500 ab. Das besondere Geiingen des Sijunifcstes, welches alle Erwartungen übertraf, ist dem agilen Arrangement des Herrn M. B r o d y, Vorsteher des Rosentiiaischen Tempels, und B. Weinberjser zu verdanken. Die Teilnehmer blieben lange Zeit in vergnügter, echt jüdischen Stimmung beisammen. Bitte an unsere Freunde! Berufet!Such hei Eueren Einkäufen auf die Inserate der ״Jüdischen Presse4‘. Agudas-jisroei-jugendgruppe in topoScany. Am מוש״ק פ׳ בשלח hielt die Agudas Jisroei- Jugendgruppe in Topolcany ihre siebente ordentliehe Generalversammlung. Präseö Paul Link erstattete den Tätigkeitsbericht. Die einzelnen Sektionen haben auch in diesem Jahre ,בע״ף eine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Die ״Keren Jeschiwa“ schließt mit einer Bilanz von tsch. K 6000, di csic ihrem Zwecke — arme Thoralernende בחורים zu unterstützen — zugeführt hat. So wurde die Bibliothek, ausschließlich aus Werken gesetzestreuer Geistesrichtung bestehend, durch Anschaffung neuer Bücher ausgebaut. Die tägliche» Lehrvorträge — der eigentliche Zweck des Vereines, seinen Mitgliedern Kenntnis in jüdischer Lebensführung zu geben — waren dank der unermüdlichen Arbeit der Herren M. H. K o r n f e i n. H. Friedmann und H. T r u t z c r ב״ן־ן fruchtbringend. Ebenso die geschichtlichen Vorträge ausschließlich von jungen Leuten vorgetragen. Nachdem Herr Präses die Versammelten mit schönen דברי חידה ermahnte, auch künftighin im Dienste des Vereines tätig zu sein, schritt man zur Wahl, welche folgendes Resultat ergab: Paul Link (Präses), Ludwig W e i 11 (Vizepräscs), Eugen Nagel (Kassier), Eugen Friedman« (Kontrolle), Arnold Weinrcb (Schriftführer); ״Keren Jeschiwoh“: Alexander B c r n f e 1 d (Kassier), Aladar D i a in a 111 (Kontrolle); ״Keren Ercz Jisroei“: Julius Weill (Kassier), Bela Sehröther (Kontrolle); Bibliothek: Alfred Löwy, Bela Gellis, Semmel; Ausschuß: Samu Bernfeld, David W o h I s t e i n» Ladislaus Steiner, David Weis, Martin K 0.11 f e i n und Weingarten. Scmatt-Tcfiloh-Anzciger: Jakob Gros i n g e r. Aguda-Vorträgc in Nove Zamky. Uebcr die Voranstaltimgen der Aguda in Nove Zamky erhielten wir folgenden Bericht: Letzten ש hatten wir den erlesenen Genuß, Herrn C11. J. Weisz aus Bratislava bei uns ■am Vortragstiseh zu sehen. Herr Weis z kam auf Einladung der hiesigen Orts- und Jugendgruppe!lieber, um den Reigen der Vorträge, den die Agudas Jisroei zu veranstalten gedenkt, zu eröffnen. Diese Veranstaltung gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung fiir Aguda und kann in propagandistischer Beziehung als durchschlagender Erfolg bezeichnet werden. Während des שבת besprach Herr Weisz mit der Gruppenleitung die aktuellen Augelegenheiten eingehend und gab für die Ausgestaltung der weiteren Tätigkeit sehr wertvolle Instruktionen, die — ins Praktische umgesetzt — eine Erhöhung der agudistischen Betätigung bedeuten würden. Bei zielbcwußter Fortent- Wicklung werde die Aguda berufen und berechtigt sein, das gesamte jüdische Leben mit ihrem Geiste zu erfüllen. Der öffentliche Vortrag, dem das größte Interesse entgegengebracht wurde, faud מוש״ק im dich!gefüllten Gemeindesaale in Anwesenheit des Gemcindevors'taiides 'inן Rahmen einer מלוה דמלכא statt. Herr Nathan T c 11 s c 1) eröffnete den Abend und begrüßte d!ie Anwesenden, insbesondere den lieben Gast. Stürmisch applaudiert, begann sodann Herr W e i siz seinen Vortrag über das Thema: ״Aguda in Idee lind Wi r k 1 i c 11 s e i t“, der eine volle Stunde das Publikum in atemloser• Spannung hielt. An Hand geschichtlicher Tatsachen schildert Redner diu Lage der Orthodoxie vor Agudas Jisroei, die die Gründung׳ der Aguda als geschichtliche Notwendigkeit erkennen lasse. Besonders hebt er den □קדוש ״ש-Moment hervor, 1den Aguda bedeutet und in dessen Sinn Aguda unausgesetzt wirkt. Mit der Aufforderung, die nächstens durchzuführende כופר נפש-Aktion erfolgreich zu gestalten, und mit einem zündenden Appell an die Jugend zur Erhöhung der Aktivilät und zur Verinnerlichung des Aguda g eist cs schloß der Redner seine Ausführungen, denen die Zuhörer mit stürmischen Beifallskundgebungen zustimmten. Darauf ergriff Herr Hermann Löwy das Wort, um in gewohnter Weise in gediegene לברי תורה Ernstes und Heiteres einzuflechten, ,riefen Eindruck machten die von warmer Aguda-Bcgeistcrmig und echtem Jiras Schomaijim getragenen Worte des Gemcindepräscs und Vorsitzenden der Aguda-Ortsgruppe Herrn Rafael K o 11 ri, die den Wert des ת״ח שממנין אוחו פרנס על הצבור deutlich bewiese״. Geistreich war die Ansprache des Herrn Krojnik und als angenehme Uebcrraschung wirkte auch die ״Rede“ des jugendlichen Josef Herzog auf die Versammelten. Der Abend wird der praktischen Arbeit der Aguda sicherlich zum Nutzen sein. Jüdischer Humor. Auf der Börse. Börsianer Nr. 1: ״Es •gibt hundert Wege, um au der Börse ein reicher Mann zu werden.“ Börsianer Nr. 2: ״Aber nur einen anständigen.“ Börsianer Nr. 1: ״Welcher!ist das?“ Börsianer Nr. 2: ״Ich habe mir gleich gedacht, ■daß Sie den nicht kennen.‘* ׳ > Wehleidig. Frau Jcttclieu, welche bei jeder Kleinigkeit zum Hausarzt schickt, und sich nicht wohl fühlt, wenn sie Wicht irgendein Leiden empfindet, ruft eiligst ihren Manu .herbei: ״Du, Moritz, fühl‘ mir bloß doch mal an den Puls, geht er nicht auffallend langsam?“ Moritz: ״Nu, was hat er denn zu versäumen?“ ^UIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIllIllumillllllllillllllUllllllllllllllL. 1 ביה E 5 Einzig in Mitteleuropa unübertrotlen מיט אללע □עלות E E מצות sind die | Vortrefflich-Mazzoth § •־ der bestrenommierten 1. Wr. orthodoxen Mazzothfabrik, ~ welche unter streng orthodoxer Aufsicht des ehrw. E E Rabben der isr. Kuitusgemeinde Wien erzeugt werden. 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