Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 4 (27.1.1928)
- Date
- 1928-01-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Umi^rsalblbltothaic, W 1 0 H . Novliiovd vyp/atne povotend riadit post a telegrafov v Bratlslave eis. 41572-111-20. ORGAN FÜR DIE INTERESSE* DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion n. Administration!Wien,!!.,Leopoldsgasse 26, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel. 459־4־*. Tschechoslowakei! Bratislava, Postfach 140. Erscheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss:.?Br Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreisei Ganzjährig 1 Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschecb. K. 70, Einzelnummer ösi Gr. 40, das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen für Oesterreich t Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 13.45S; fflr Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr. 190.409; für Ungarn! Postsparkassenamt Budapest, Konto Nr. 50.170; für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 53.38Ö; fflr Jugoslawien: Postsp.-Am». Agram, Ko, N. 40.217; -fflr die Schweiz: Postscheckkonto Zflrlcb VIII. 4117: fflr Deutschland! Postscheckkonto Berlin Nr. 122.619 « «11% 4 . Wien-Bratislava, 27. länner 1928 ביףויוינףדפד^מרי הי שבט תר&״ח 84>Jahrg• Illlllllllll!lll!lllllllll!!!lllllllllllll!lllllllllllllllll!lllllll Unter diesem Titel halten d׳e Schulärzte der Talmud• Thora, die Herren Dr. Josef Bondi, Dr. Richard K a w e r, Dr. Isidor R e i n i g e r und Zahnarzt Doktor U. Schächter allmonatlich einen Vortrag ״Mund' und Zahnhygiene des Schulkindes“ findet Samstag, den 28. Jänner, 8 Uhr abends, fm Vortragssaal des Elisabethheims, II., Malzgasse 7, statt Den Vortrag hält Herr Zahnarzt Dr. U. Schächter / Elternrat der Talmud-Thora- Volks-Haupt- und BOrgerschule Wien II שרמז MO כשר (תחת השנחח הרב ר׳ ישעי פורסט שיסשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. EbrwüTden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroelj Uebcrall''erhältlich! tür die Dame Julius Krupnik Wien, VII,, Kaisersfrafje 11!-113-115׳ Telephone 32-4-62, 34-4-29 1.1t, 111 Das Gemeindegesetz in Palästina. Neuerliche Palästinareise von Rabbiner Dr. P. Kohn. — Konferenzen in Budapest und Bratislava. Am 1. Jänner 1928 Hat das Amtsblatt der!palästi- 11 eusi sehen Regierung das Gesetz über die jüdische Gemeindeordming in Palästina yerlautbart. Somit ist dieses Gesetz vo-ni•1.־ Jänner •d. J. an in Rechtsg eit;11 n Eine richtige Freude .an diesem Gesetze hat keine . einzige Gruppe der jüdischen Bevölkerung in Erez Jisroet empfinden können. Die rabbinischen ‘Autoritäten des Landes Laben in Erinnerung an den 8. Tebeth, an welchem, durch die״ erste Hebertragung der heiligen Schrift ins Griechische, das jüdische -Licht verdunkelt ׳wurde, auch den Tag'der Verlautbarung dieses Gesetzes, der gleichfalls auf den 8. Tebeth fiel, für einen der d 11 n׳kel s׳ten amserer. an dunklen Tagen! wahrlich nicht armen Gegenwart erklärt. Viele Tausende thoraglänbiger Juden in Jerusalem versammelten sich an diesem Tage, an der Klagemauer, um mit Tränen und Gebeten gegen das tragische Geschick zu. protestiere1■״^das mit :diesem Gesetz teils durch jüdische \Mensct©. teils bdurch die gesetzgeberische Maschine englischen־ ,Regierung über das heilige Land ,heraufbeschworen wurde. Wohl hatten Ag.udas JisrocI und der W ■a a d >H 01־ r :H a a s c h k e n a ■s i ■in Jerusalem in den letzten sieben Jahren, d?a die Bestrebungen der Zionisten in bezug aut Schaffung einer alle Juden umfassenden Z w a irgsor g ani־s a׳t i 0 n in Palästina bekannt wurden, ־alles angewendet, ־um d a s G r 1111׳ d r e c h t d e r T h 0 r a zumindest ׳i,m!heiligen Lande zu rette 11, sie konnten bloß Teilerfolge erzielen, Teilerfolge, die. wenn einmal die durch das neue Gesetz geschaffene Lage •gegeben ■ist, überaus wertvoll sind, diese Teüenrolge können aber nicht darüber hinwegtäinschen, daß > da» Geineindegesetz als solches dem thoraireuen! Judentum geradezu Hohn spricht. Wie istdieses Gesetz zustandegekommen? Die zionistischen Führer, geleitet von dem an und für sich respektablen!Motiv, eine Gesamt- Vertretung des jüdischen Jischuw in Palästina, und somit eine repräsentative Körperschaft der Regierung, der arabischen Bevölkerung und der Außen!- weit gegenüber zu schaffen, dachten zunächst an eine sogenannte n a t i 0 n a 1 p 0 1 i t i s c h e Organisation, bei der die r e 1 i g i ö s e n Belange die N ebe nr o .11 e entnehmen, welche!nach :zionistischer Tradition den religiösen!Fragen innerhalb des jüclischeu Volkstums zuko.mmt. Der englischen Regierung war eine!nationalpolitische Organisation nicht angenehm; wozu noch eine ,Reibungsfläche den ohnedies gereizten Arabern bieten? Also wurde von der Verfassungs-Urkunde ,der nationalpolitiseh'en Organisation •der ,palästinensischen jüdischen' Bevölkerung eine — O r d 0 n n anz über die Or du u n g i n, d e r ׳R e 1 i g i o n s gerne i n ■d e; nicht einmal der Name des jüdischen Nationalrates — ״N •a t i 0 n a 1 Council“ — durfte bleiben, ״General Council“ soll fortab der Name dieser obersten jüdischen Instanz sein. Der Inhalt des Gesetzes entspricht keineswegs der ,U e b ersc :11 r i f t, welche das Gesetz trägt. Auf r e 1 igiöse Prinzipien wird in dem •Gesetz sehr wenig geachtet und das ist der große Sc hm e r z des t h 0 r a ,t r e u e n J 11 d e n ׳tu m s. Daß in der ersten gesetzlich anerkannten Organisation der jüdischen Bevölkerung in Palästina, die noch dazu das Wesentlichste des jüdischen Volkes, die jüdische Gemeinde, umschließt,— die jüdische Gemeinde, die nach der Titelüberschrilt des Gesetzes eine religiöse Gemeinde sein soll, — nirgends positiv zum Ausdruck kommt, daß die jüdische R e I i g i 0 n ihre unverrückbaren; Normen besitzt, die 111 Thora und Tradition eindeutig präzisiert sind, ist eine ’ Ungeheuer lic hke t, die ein t h0ratreuer Jude nicht verschmerze,« kann. Die ,jüdische Gemeinde, ihre .Institirtiotien, auch die ,!Rnbb.inate in ׳de*1 .,einzelnen Gemeinden,.<s wie das durch 4as ■neue :Gemeindegebetz Scpiktionferte Oberrabbinat kommen durch mehr oder minder demokratische Wahlen, ■bei aktivem und ■passivem Wahlrecht der ,Frauen,!zustande. D i e ■j ■ii d i s c ■J1 ,e Gemeinde in Erez Jisroel o r ga 11 i.s ie 1׳־t sich nach den europä i s chen B e g r i ff e n der m 0 d e rn e n Demokratie, v 0 r der •sich die Autor itä t der Tho r a .11n d i 111־ er strikten Vor- Schriften beugen muß. Ueber ■die historische Ewigkeit des heiligen, jüdischen G-ttesvolkes siegte einstweilen auch im Heiligen Lande das in dem modernen Europäismus heraiisgebildete demokratische Prinzip. ,Dieser Sieg des Modernismus erfüllt ,mit Trauer all jene thoratreuen Juden, die erhofft habe», daß Erez Israel durch die Wiederbelebung ׳seiner Scholle, durch die Wiederkehr seiner Kinder auch ein Wieder a u f 1 e b e 11 seiner Heiligkeit feiern wird. ־ Die Träger unserer heiligen jüdischen Traditio» müssen heute in Erez Israel, wie in manchem anderen Galuthiande als Dissidenten, in Sonderkongregaüonen für diese Tradition Heimstätte« schaffen, die zunächst einer öffentlich-recht* liehen Stellung ermangeln. Wohl sind für diese Sünderkongregatio.nen in hartem, zähem, jahrelangem Kampfe wertvolle Zugeständnisse der englischen Regierung abgerungen worde» — noch die letzten sechs Monate seit der erste» Verlautbarung des Gesetzes haben einige!beachtenswerte Erfolge gebracht, aber eine öffentlichrechtliche S t e 11 11׳ n g. also die Ebenbürtigke.it dieser Kongregationen, ihre g l e i c-h e ß e- Wertung mit den ,Hauptgemeinden, ist bisher noch nicht erreicht worden. Wird eine öffentlich-rechtliche Stellung dieser Sonderkongregationen erreicht werden können? Beror Sio eine P6rücke kaufen, wollen Sie a über Perücken verlangen. Das Perückenhaus OTKMäR S624IFT liefert seit Jahrzehnten in Material die besten, in Mode die geschmackvollsten und im Preise der Qualität und Ausföhrungentspreebend billigsten Perücken. Die vornehmsten und elegantesten orthodoxen jüdischen Damen aller Weltteile gehören zu den anhänglichsten Kunden Othmar Schiffs. 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