Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 3 (20.1.1928)
- Date
- 1928-01-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 JÜDISCHE PRESSE Seite 23 Mascligichim und dergleichen),!deren religiöse!Qualifikation von der Zustimmung des Rabbinats abhängt. Im Differenzfalle zwischen dem Oberrabbiner und dem Rosch-Besdin!bezüglich einer Angelegenheit der erwähnten Kategorie ist die Entscheidung einer religiösen Autorität, über die sich!beide einigen, einzuholen. In Fragen, die den großen Tempel betreffen, hat nur der Oberrabbiner zu entscheiden. Der Schächter Lichtmann, bezüglich dessen das Schiedsgericht feststelit, daß ein religiöses Verbot — איסור — nicht!besteht, geht laut seinen Aufnahmsbedingungen ■in den Beamtenstand der Gemeinde über und schächtet im Auftrag der Gemeinde!Geflügel für die Mitglieder des Bethauses ״Adas Jisroel“. Ueberträgt!ihm der , Gemeindevorstand das Schächten für die Gemeinde, so ist er verpflichtet, sich der Prüfung und der Aufsicht des Oberrabbiners zu unterstellen. 10. Die Aufsicht über •die Talmud •Thora übt sowohl der Oberrabbiner als!auch der Rosch-Besdin aus. 11־. Die Mitglieder des Bethauses ״Adas Jisroel“ haben bei!E h e s c h!1 i e ß u n g e n ׳auch Anmeldung der Trauung in der Gemeindekanzlei und Entrichtung des ר " ח " ש das Recht, die Vornahme der Trauung durch den Rosch-Scsdin zu beanspruchen. 12. Das Schiedsgericht erklärt es für unstatthaft und mit der Würde des Rabbinerstandes unvereinbar, für W cschet-Paskenen, selbst für Exportgänse, •in der bis* herigen Form Sondergebühren zu erheben.!Diese müssen unter ׳allen Umständen abgeschafft werden. Oer Gemeinde bleibt es unbenommen, für Exportgänse eine entsprechende Paskengebühr zu erhöben. Aus diesen ^Eingängen ist den Rabbinern ein Ersatz für entgangene Einkünfte in gleichen Quoten zu geben. Die Paskemstund,e n werden vom Vorstand im Einvernehmen mit dem Rabbinat den Bedürfnissen entsprechend festgesetzt, die eingehalten werden müssen. 13. Den!Mitgliedern des Bethauses ״Adas Jisroel“ ist von der Gemeinde ein M .a z z 0 s b ׳a c k h a u s für die Dauer des Backens ihrer!Mazzoth unter Aufsicht des Rosch-Besdin zur Verfügung zu stellen. 14. Das Schiedsgericht beschließt angesichts der Rechtszustände, die damals in der Gemeinde •geherrscht haben, dem!Protest des Josef Büschitz und Genossen vom 2. Juni 1927 gegen die Vorstands wähl, die von dem durch •das Kuratorium!gewählten Wahlkomitee durchgeführt wurde, keine Folge zu geben. Dagegen ordnet das Schiedsgericht an, daß das Mandat der mit •der Wahl vom 2. Juni 1927 gewählten Gemeindeleitung mit Ende des Jahres 1928 abläuft und eine Neuwahl bis 15. Jänner 1929 stattzufinden hat. 15. In den Statuten der Gemeinde muß die Wahl einer aus בני חורה יראי ד׳מרבים!bestehenden zehngliedrigen R •i t u a 1 k 0 m m׳i s s׳i 0 n festgesetzt sein. ׳Die Wahl der!Ritualkommission geschieht auf die Weise, daß der Oberrabbiner und •der Rosch-Besdin je zehn Gemeinäemitgliieder nominiert, aus denen ׳je fünf von der Repräsentanz gewählt werden. Bei eintretenden Vakanzen!in der!Ritualkommission ergänzen sich die zurückbleibenden Mitglieder in Gruppen, je nachdem sie vom Oberrabbiner oder vom Rosch-Besdin nominiert waren, durch Kooptation. 16. Die Forderung von Josef Büschitz und Genossen zur Rücksendung •der •neuen eingereichten Statuten zur Ueberprüfung!durch die Ritualkommission verweist das Schiedsgericht in die Kompetenz der Verwaltungskommission laut § 37 •der Organisationsstatuten. 17. ' Die vom Bethaus ״Adas Jisroel“ erhobenen Gab e 11 a- oder •Sch ■ächtgebühren sind ׳mit Abzug der effektiven Ausgaben •für Regie an die Gemeinde abzuführen. 18. Die ״S 0 n d e r e r h ö h 11 n g der Kultus- Steuer pro 1926 fällt weg. Die rückständige קמחא ופסחא. ist von den Gemeindemitgliedern in der Höhe von 15 Prozent zu entrichten. Die Forderung von Josef Büschitz und Genossen zur Zahlung eines Schadenersatzes für entstandene Spesen;im Betrage von tsch. K 6300 wird abgewiesen. 19. Die Gemeinde ist verpflichtet, die Subvention ati die Talmud Thora sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft zu •bezahlen, 20. Der Vorstand!ist auf Verlangen gehalten, zwei Vertretern des Josef Büschitz und Genossen Einsicht!i n ׳die B ii eher zu gewähren. Für die Zukunft ist ein ׳Mitglied des Bethauses ״Adas Jisroel“ als Kontrollor von der Repräsentanz zu •ernennen für den!Fall, daß die Mitglieder des Bethauses im Vorstand nicht vertreten sein sollten. 21. Die •Repräsentanz hat bei der Wahl der Steuer- und R e kl a m a t 1.0 n s ׳kommission mindestens zwei Fünftel aus den Mitgliedern des Bethauses ״Adas Jisroel“ zu wählen. 22. Das Schiedsgericht erkennt die Berechtigung der Ansprüche des Rabbiners A11 s c h e 1 1K a t z auf Ersatz der Bade- und Krankenzulage sowie der Wohmmgsrenovierungskosten an. Der Gemeinde steht das Recht zu, den Nachweis der faktischen Ausgaben zu verlangen. 23. Bezüglich der Forderung der Frau Fleisch mann nimmt das Schiedsgericht die Erklärung der Gemeindevertreter zur Kenntnis, ׳daß diese Angelegenheit ׳im Gemeindeevorstand verhandelt und erledigt wird. 24. Die Forderung des Geflügelhändlers Baume! wegen Schadenersatzes von tsch. K 25.000 erklärt das Schiedsgericht als außerhalb der •strittigen Gemeindefragen stehend. 25. Die' Forderung des Josef Büschitz und Genossen zum Ersatz ihrer P r 0 z e ß k 0 ׳s t e n wird abgewiesen. Ebenso wird der Vorstand nicht verantwortlich gemacht für die Kosten der von ihm im Interesse der Gemeinde geführten Prozesse. 26. Sämtliche von der Gemeinde gegen die Mitglieder des Bethauses ״Adas Jisroel“ und vice versa bei den Behörden angestrengten Prozesse und erstatteten A n- 12 e £ e n sind unverzüglich und endgültig zurüokzuziehen. Ebenso sind sämtliche bei Behörden und Organisafcionsinstanzen eingebrachten Proteste und B eseih werden, sofern sie der konfessionellen Gerichts- •barkeit unterliegen, als zurückgezogen zu betrachten. Wegen Austragung der Prozesse betreffend die Ent- Wendung von Thoraro'Wen werden die Parteien an das nächstliegende auswärtige Rab'biinat, Oberrabbiner Bux-!bäum in Galanta, ge׳w׳iesen. 27. Die Proteste der Gemeindevertreter gegen die Kompetenz des Schiedsgerichtes, in adrninistrativen und finanziellen Angelegenheiten zu entscheiden, werden mit Berufung auf d e Erklärung des Obmannes bei Beginn der Verhandlung׳ und auf den Beschluß der Verwaltungskommission voi. . Juli 1927 laut § 34 der Organisationsstatuten •verwr 28. An Diäten, Spesen ad sonstigen Kosten dieses Schiedsgerichtes hat die Gemeinde in Anwendung der vom AppeMationsschied'Sgeriaht ׳vom 13. März 1927 ׳zur Grundläge genommenen Verordnung des gew. königl. ung. Kultusministeriums vom 9. Jänner 1906,!Zahl 102.284^1906 für Barauslagen tsch. K 2258, für Diäten tsch. K 12.400, zusammen tsch. K 14.658, nicht inbegriffen die Diäten und Spesen des Laienbeisitzers Lazar Porgesz. der darauf ׳zugunsteu der Gemeinde venzichtet hat, zu Händen des orthodoxen israelitischen Zentralbureaus in Bratislava ,zu entrichten. Die Entscheidungen dieses Schiedsgerichtes sind für beide Parteien unbedingt verpfliiöhteend. Bei eventueller Weigerung treten die im Organisationsstatute vorgesehenen Maßnahmen in Anwendung. Bei ׳weiterem Widerstand hat die formelle Ausschließung der Gemeinde!aus der orthodoxisraelitischen Konfession durch die!kompetenten Foren in Erwägung gezogen 55u werden. Eine Weiterung!von seiten der Mitglieder des Bethauses ״Adas Jisroel“ zur Einhaltung dieser Entscheidungen!zieht den Verlust sämtlicher Rechte ׳ und Begünstigungen nach sich. Von den Beschlüssen dieses Schiedsgerichtes sind die §§ 1, 2, 4, 5, 6. 7. 8, 9. 10, 11. 12, 13. 15. 19 und 26 religiöser, respektive ritueller ׳Natur und ist laut § 18 der;.Organisationsstatuten!gegen sie .eine Appellation mnz׳u- 'lässig. Die §§ 3, 14, 16, 17, 18, 20, 211, 22, 23, 24, 25, 27 und 28 sind administrativer, respektive finanzieller Natur und laut § 17 der Organisationsstatuten rechtskräftig, wenn keine der Parteien binnen 8 Tagen eine Appellation vorlegt. 1Die Entscheidungen des ׳Schiedsgerichtes treten am Tage der Einhändigung an die Parteien in Kraft. Bratislava, den 19. Teweth 5688 (12. Jänner 1928). Öberrabbiner Josef Tigermaan im. p״ Obmann. Markus G r ü n f e 1 d m. .p. öberrabbiner Aron K a 11z ׳m. p. Lazar Porgesz m. p. Raiblbiner David Vessely m. p. Weihestimmung und Stimmungsentweihung. Aus den Kreisen der Agudas Jisroel- 'Fnauengruppe in Preßburg erhalten wir folgende Antwort einer Dame auf den ׳lächerlichen Angriff der /zionistischen Zeitung: Unter obigem Titel bringt die vorwöchige!Nummer der ״Jüdischen Vo'llkszeitang“ einen Artikel, der Weihe- Stimmung!verlangt ■und Stimmungsentweihung kritisiert —;b e li u n s. Vorsichtig jedenfalls sind die Leute: ״!Man erzählt •und weiß nicht, was daran wahr ist . . .“ Damit haben sie sich hinter ein Schild gestellt!und glauben sich!jeder Entgegmmg Immun. Wer ist aber jener ״m a n“, der erzählt? Auch einer •von euch, denn ein!anderer vermag unmöglich so ־wenig ,Verständnis für Schönes zeigen, ,daß er unser Stück ein Purlimspiel nennt. .!Nun!ja, man 'bleibt unverletzt,!man hat ja gleich gesagt, daß man ״nicht weiß, was daran wahr ist“, denn; ״m a n erizählt“ j!a nur. •Die Frau Maier der Frau Ko'hn. Grund ■und Basis genug,• über eine Vorstellung zu rezensieren. ■ ־ -t. . ... .. . . Warum hat jene■ Dame, die erzählt, •nicht selbst den Bericht ,geschrieben, warum!braucht sie dazu einen Vormund? Oder kann־ ihre Federfertigkeit mit ihrer IMund- •fertigkeit nicht konkurrieren?!Ein altes ,Sprichwort heißt: ״Die schlechten Früchte sind es nicht, •an ׳denen die Wespen nagen.“ Wir sind stolz, schon soweit zu halten. Man erachtet es schon als nötig, uns lügenhaft anßugreifen, um gegen!uns Stimmung zu machen. Es war!aber!unvorsichtig von!Ihnen,!meine Herren׳. Es!zeigt wenig Verständnis für Weihe,!bei dem, der unser Stück, das so herrlich die Bedeutung ,׳jedes einzelnen unserer Feste schildert — das Puriinifes't 'kam, nebstbei bemerkt, selbstverständlich •auch vor —, als ׳״Purimspliel“ :kritisiert. Außerdem möge es den Herren zur Aufklärung dienen,!daß das Ohanukafest nicht am 9., sondern am 8. Tage stattfand und daß wir wegen des ■lebhaften ZuspruChes genötigt waren, die Vorstellung am Montag zu wiederholen.!Es steht uns ferne, uns zu •verteidigen, ■wir wollen nur hervorheben, wie :lächerlich es wirkt, wenn man 'durch falsche Berichte Wein zu Wasser machen will, selbst den ׳heiligen Wein heilig zu trinken ׳nicht verstehend. _ 1Wallt Ihr uns wirklich lehren, wie!man mit Weihe die Clhanuka'lichteT zündet? Ihr, bei denen •all diese Heiligkeit nur ein Erinnern an die Kinderstube ist, an Eure Väter, die sie vielleicht wirklich noch empfanden, an Eure Mütter, ■die sie Euch einst ׳lehrten, Euch, denen diese ׳Heiligkeit als schöne Worte nur mehr in die ׳Feder fließt, weil schöne Worte weiche Herzen fangen. ׳Im Leiben ,selbst alb er findet Ihr längst (keine Zeit imehr dafür. Wo liegt •die Geschmacksrichtung, die Ihr denn Publikum •für unsere hohen Feste ׳gelehrt? Dort, bei den Makkabäerfeiern, wo Mädchen und junge!Burschen, unsere Zukunft, die Jugend des jüdischen Volkes, Leib an Leib gedrängt, Charleston arbeiten? Meine sehr verehrten Herren de׳r zionistischen Geistesnahrung, Ist das die Achtung vor dem Namen der Makkabäer, ist das der Respekt vor dem heiligen Schein der Chanukalichter? ׳Wir haben Euch ׳nicht angegriffen, haben niemals in ׳langen Zeitungsartikeln Eure Feste kritisiert, trotzdem n. ,. ן• sich an Ihrem, Geld, o>1e versündigen wenn Sie Pelze einkaufen, ohne sich von unseren billigen Preisen zu überzeugen / Riesige Auswahl in allen Pelzgattungen Verkauf: en gros, en detail! Reparaturen werden schnell und billigst durchgeführt! Parisienne Pelzwarenhaus Bratialawa, Kristinengasse Nr. I Kolben-Palais Samstag gesperrt! wir das Recht dazu hätten, denn wir dürfen von Weihe sprechen, /weil wir selbst sprechen und nücht im übertragenen Sinn die Worte unseres Vaters, unserer Mutter neu (beleben müssen. ,Wir stehen aber erhaben über Euren Angriffen. Denn wer unser Spiel, das jedes Fest einzeln hervorhöbt, das jedes Fest!mit seinen trauten Melodien, deren Klängen unsere Väter und Urväter noch gelauscht, selbst für slich sprechen läßt, •wer dieses Festspiel ein ״Purimspiel“ nennt, dem fehlt das Verständnis für die Höhe unserer Worte, •der weiß nichts arizufangen mit alten Melodien, der glaubt, es muß Purim sein,!wenn man Kinder Religen tanzen sieht. Das ist wahrscheinlich nicht in der Geschmacksrichtung gelegen, die Sie, meine Herren, dem hiesigen Publikum beigebracht haben. Merken Sie ■auf: Wir verstehen unsere Feste zu f e i e r 11׳, denn wir verstehen sie auch z •u 11;a 11 e n.!Unser Ohanukafest!war, wie es seiin soll: Weihe u nd Feier . . . Die Juden im Munkacser Stadtrat. Wir berichteten über das Resultat der Wahlen in die Vertretung der Stadt Munkacs. Die Wahlen hatten ein günstiges Resultat für alle Fälle gebracht. Sie zeigten, daß die ׳jüdischen Wählermassen auch jetzt noch — trotz der unverzeihlichen Fehler, die doch von orthodoxer Seite gemacht wurden — imstunde sind, den demagogischen Phrasen1 einer Verhältnismäßig kleinen Gruppe terroristischer Zionisten zu widerstehen, wenn die orthodoxen Führer ׳mit ׳kluger politischer Einsicht die Züge; ergreifen. Als erste erfreuliche Folge der Wahl wurde es — so wird uns von Munkacs berichtet — in •der ganzen Stadt ׳jubelnd ׳begrüßt, daß der frühere zionistische Vizebürgermeister Dr, ׳Spiegel, der nur dem zionistischen Haß gegen die Führer des glaubenstreuen Judentums seinen unerhofften!Aufstieg zu verdanken hatte und erst vor wenigen Wochen wegen Verleumdung der orthodoxen׳ Führer gerichtlich verurteilt wurde, in die Versenkung ׳zurückfiel. Darüber äußern die Intelligenteren׳ selbst unter den Zionisten und ׳״Nationaiisten“, die ihrem!Kampfe für die zionistischen ׳Ideale andere Formen .geben, möchten, ׳unverhohlene!Genugtuung. An Stelle Dr. Spiegels wurde ■der ׳in ׳allen Kreisen •in!höchster Achtung stehende, auch als ׳Larndon unerkannte, ׳agudistisch gesinnte orthodoxe Kaufmann R. ׳Oser Fried von den jüdischen Stadtvertretern übereinstimmend zum Vizebürgermeister empfohlen. Diese Wahl wurde aber im letzten! Augenblick dadurch vereitelt, daß zwei ׳zionistische Stadt- Vertreter wortbrüchig geworden waren!und ׳auf!Beschluß des zionistischen Ausschusses, der ■entgegen der getroffenen Vereinbarung •bei dem Standpunkte ibe'harrte, lieber kein Jude als •ein t׳h 0 r a t r ein e r Jude, ihre Stimmen• ,auf die •ungarische Minderheitspartci la/bgaben. So wurde denn die zweite Bürgermeisterstelle ׳mit einem Ab- ׳geordneten׳ der ׳ungarischen ׳Partei besetzt.!Herr •Oser Fried wurde dann ׳als einziger Jude in das Stadtpräsidium gewählt.!Dort harren seiner große und wichtige Aufgaben im!Interesse der Ehre und des wi r ■t s c׳h׳af 111 che n Gedeihens des Judentums. Von •den ikul 111 r e׳l 1 en Aufgaben wird er sich 'dafür einzusetzen1 haben, daß die finanziellen Mittel, die von der Stadt!aus. den Steuerleistungen der orthodoxen Einwohner *jüdischen U :n t e r •r i c;h ׳t s a n s t •a •11 e n ׳zur Verfügung .gestellt werden, wirklich jüdischen Institutionen 'zugute- ׳kommen und nicht etwa auch künftig ׳zu ab ent euerliehen u,n religio s eti IKjiul t׳u r experi menten, wie' dem unter dem Namen ׳״Hebräisches Gymnasium“ bekanntgewordenen pädagogischen Unding, verwendet werden. Herr Fried •ist als Mann von Tatkraft und weitem Blick!bekannt und die gesamte Judenschaft der Stadt Munkacs erw׳artet von Ihm Taten, die dem Juden- •tum z׳ur E׳hre ׳gereichen sollen. Vorstandswahl in Sered n. V. Aus Ser ed n. V. wird uns berichtet: ׳In ׳der •am 15. Jänner 1. J. stattgehabten!konstituierenden Sitzung der SCreder!Gemeinderepräsentanz wurde Herr Geiza Friedländer, Mitglied der orthodoxen Landesrepräsentanz, mit Akklamation zum Präses der iKultusgemeinde gewählt.!Herr Göza Friied- 1 ä n d e r •betonte!in seiner Antrittsrede, daß er im Interesse des Gedeihens unserer 1Kultusgemeinde das mühevolle Amt gerne annimmt, damit er in diesem Amts- •und Wirkitngskreise der traditionstreuen Orthodoxie im allgemeinen nützlich sei ׳und ׳den bisherigen Frieden in unserer Kultusgemeinde auch fernerhin erhalte. Die Worte •des Herrn Gemeindevorstehers wurden mit lebhafter Begeisterung aufgenommen. Zum Vizepräses ׳wurde Herr Ignaz •Müller, zum Gemeindekassier Herr Ferd. Wollner gewählt. In ׳den Gemeindevorstand wurden die ׳Herren Oskar Frommer und Karl Müller gewählt. Mitglieder ׳der 'Repräsentanz sind die Herren: Direktor S. Politzer, Samu •Guttmann, Karl Reichmann, Salamon Ehrenfeld, Miiihaly Glück, Fi'Iip Grosz, Direktor Friedrich ׳Roth, Simon Weinberger, Ferdinand Braun, Hermann Hecht,!Direktor Emil Steiner, Sandor Gutmann, Simon Seidl er, Adolf Wetzler, ‘Sandor Schönhauser, Natan Beek, Dezsö -Müller, Josef Fleischer, 'Alfred Friedländer. Frau Julie Stark ע״ה. Am 8. Teves verschied im Alter von 80 Jahren in Presov Frau Julie Stark, ׳wo sie bei!ihrem Schwiegersöhne Herrn Mör Engländer, orthodoxer Lehrer in Presov, weilte. Die sterblichen Reste wurden ihrem Wunsche •gemäß nach D 0 1 n y ־ K u b f n überführt, wo sie an der Seite!ihres •seligen Gatten 'beigesetzt wurden. Die לוי׳ fand am 10. Tewes unter großer Beteiligung der Vorstände der Chevra ׳Kadisoha und der Gemeinde wie der Bevölkerung ohne Unterschied der Konfessiion ׳statt. ׳Wegen der .vorgeschrittenen Zeit hielt nur der Schwiegersohn, Herr Mör Engländer ׳im ׳Namen der Familie einen tiefempfundenen ׳הספד Er würdigte ■in gebührender Weise die Verdienste •der Verstorbenen־, die eine יאשה חשובה וכשרה eine mustergültige Gattin und Er׳zieherin ihres Kindes •im Geilste der תוה״ק war. Ihr ganzes Leben füllte sie mit מצוח ומ״ט aus, den Armen war sie eine stützende Hand und sie wurden von ׳ihr reichlich bedacht. In ihr betrauern ׳Herr Adolf!Stark, ׳Nitra, Herr Edmund Stark, Dolny-Kubin, ihre Mutter, Herr Mor Engländer und Frau, Presov, die Schwiegermutter und Mutter und eine Schar Enkel und Urenkel. ה ש י״ ת möge der heimgesuohten Familie Trost spenden. תנצבה. 40jähriges Jubiläum des Schomre-Thora-Verelnes in Trnava. Der Verein ׳״Sohomre Thora“ in Trnava feiert am ט״ו שבס seinen vierzigjährigen Bestand. Alle früheren Mitglieder werden zur Teilnahme an dieser ׳Feier dingeladen und gebeten, ihre gegenwärtige Adresse dem. Vereinspräses B e 1 a Beck, Trna v a, Hviesdoslavova 16, bekanntzugeben.