Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 43 (25.11.1927)
- Date
- 1927-11-25
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 43 JÜDISCHE PRESSE Seite 269 Tschechoslowakei I Samstag besorgen müssen. Für die sabbathaltenden Kaufieute bedeutet •dies eine ,große Erleichterung, zumal zu hoffen ist, daß diese Regelung nicht nur auf!Budapest allein beschränkt bleiben wird. Auch •auf dem Gebiete des Schulwesens konnte die Budapester orthodoxe Gemeinde vorige Woche auf ,eine glücklich zurückgelegte Etappe 11 in weisen. ,Das neue Gebäude der Thora Emes Schule wurde unter ■imposanten!Feierlichkeiten, an welchen das Rabbinat, die Vorsteher der Gemeinde und des Schul- Stuhles sowie ein zahlreiches Publikum teilnahmen. seiner Bestimmung, jüdische ■Kinder zur Thora zu erziehen, übergeben. Im!Namen der Gemeinde sprachen der Präses Abraharn von Freudiger, und Herr Markus 1K 1 e i n. Beide hoben die segensreiche Wirksamkeit des Direktors des gesamten Schulwerkes der orthodoxen ■Gemeinde. Herrn;Dir. Dr. Adolf Deutsch, rühmend hervor. Herr iDr. Deutsch erwiderte in einer großangelcgten!Rede auf die Ausführungen der Vorsteher und wies in klaren Worten auf die Schwierigkeiten einer thoratreuen Erziehung der Jugend in der Großstadt hin. In dem neuen Schulhaus werden unsere Kinder lernen, diese Schwierigkeiten ׳zu überwinden. Im •Anschluß an diese Feierlichkeit ׳fand im Festsaal der Kultusgemeinde ein •Siijum auf den Traktat lErubim statt. Bei der darauffolgenden Sudath-Mizwoh sprachen Rabbiner Jonathan Steif, Rabbiner Sußmaun und!Rabbiner Groß. Der Vizepräsident der iKultusgemeinde •Herr Geza Deutsch bemühte sich in hervorragender Weise um das Gelingen des großen Werkes. Budapest, 18. November. Am vergangenen Montag verschied, kaum 50 Jahre alt, Frau Wilhelm Gecsovitz u׳y Schwer ist der Verlust, ■ den die hiesige Gemeinde durch den Heimgang dieser seltenen צורח zu beklagen hat. Das Haus, das die edle Frau mit ihrem braven Gatten begründet hatte, bildete den Mittelpunkt großzügiger ־ גמילת הסד •und eine Stätte reinster יראה und קדושה, In diesem Sinne hatte die verdienstvolle Frau mit ihrem Gatten alle ihre Kinder erzogen. Sie war ein Muster wahrer Herzensgute und echter Frömmigkeit und hatte stets einen bescheidenen, anspruchslosen Lebenswandel vor הש״ית geführt. Eine große, nach Hunderten zählende Trauerversammlung hatte sich eingebunden, um der Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen. Kein Auge blieb trocken, als Rabbiner Süßmann (Budapest) und nachher die Rabbiner Groß (Ofen) und Dr. Abrahamsohn (Sarbogard) in beredten Worten die Bedeutung des schweren Verlustes schilderten. Möge הש״יח den vor Gram gebeugten Gatten lind ihre verwaisten יתומים, trösten. , , A. D. Szombathely. Sonntag den 25. Cheschwan wurde hier der als עושה צדקות בבל עת bekannte ד יוסף Adler •im Alter von 75 Jahren, unter allgemeiner Teilnahme zu Grabe getragen. Im Trauerhause sprach einer seiner Söhne rührende Worte des Abschiedes. Draußen im □בית החיי schilderte 'Oberrabbiner W. K 0 h n. Csorna, und Rabbiner Eihorn, Szombathely, sein unermüdliches Wirken auf •dem Gebiete von Gemilath Chassodim. Um den Verblichenen trauert eine zahlreiche Familie, darunter seine in Wien wohnenden Söhne, Herren Sandor ■und Mano Adler. Bevorstehende Müderung des amerikanischen Einwanderungsgesetzes. (JTA.) Der Arbeitsminister James J: Davis brachte im Repräsentantenhaus einen Gesetzes- Vorschlag ein, demzufolge Ehemänner von Frauen, die die ׳amerikanische Bürgerschaft besitzen, sowie Kinder unter 21 Jahren, deren Eltern amerikanische Bürger sind, ungeachtet der bestehenden Quote jederzeit in •die Vereinigten Staaten einwandern dürfen. Nachdem •das Re- ,präsentantenhaus diesem Vorschlag mit der Erweiterung zugestimmt hat, daß auch Ehegatten und Kinder bis 21 Jahre von ״Deklaranten“ (anspruchsberechtigte Bewerber um die Staatsbürgerschaft) dem Quotengesetz nicht unterworfen sind, ging der Entwurf an den Senat, der ihn aber in dieser Session wegen des Einspruches eines Senatsmitgl'iedes nicht erledigen konnte. Es steht aiber 1fest, daß der Senat bei seinem Wiederzusammentreten die Bill annehmen wird. Spendet für den Kindergarten und lessode Hathora Mann, als עשוי zur Welt kam. Weswegen aber ist diese Feststellung von solch großer Bedeutung? Weil damit der Grund gelegt ist für den spenteren geistigen• Lebensweg Essows. Seine körperliche Entwicklung hat ihm •gestattet, sich •dem Einflüsse seiner Eltern zu entziehen, da er ihrer Fürsorge und •Pflege frühzeitig entraten konnte. Die Weisheit und die Frömmigkeit der Väter haben sich auf Jakob dem יושב אהלים der im •Zelte seines Vaters wohnte, vererbt. Er lebte •und atmete in dem Geiste Awroho*1s und Jizchoks. Essow hingegen schöpfte seine!Lebensgrundsätze •draußen איש שדה aus dem rohen •unveredelten Leben. Er riß sich von der Tradition los und ging später so weit, daß er, gestützt auf seine •körperliche und rnaterieile Stärke, auf seinen Vater Einfluß nehmen wollte Was für den einzelnen gilt, hat für das Leben der Gesamtheit gesteigerte Bedeutung. Solange Jlsroel in Glück und Freiheit G-tt als Spender •und Geber geschaut, in Not •und Bedrängnis Ihn als alleinigen Retter, •Helfer und Beschützer angefleht hat, ׳wo also G-tt nicht nur als Gesetzgeber, sondern auch als Erhalter des Volkskörpers, als der fürsorgende Vater der •Nation, im Volksgeiste gelebt hat, war jeder Gedanke der Abkehr von den Wegen des G-ttesgesetzes von vorneherein ausgeschlossen. Das Bewußtsein der Abhängigkeit, das •innige Verhältnis zwischen Vater und Kind Heß einen selbsteigenen Willen nicht aufkommen und den •Gedanken, den G-ttesgesetzen zu widerstreben, ׳nicht erwachen. Das von so vieleu verachtete und verspottete ״Schwächebewußtsein“ des jüdischen Volkes, der Mangel an ״Selbstbewußtsein“, wurde ■zum mächtigen Hebel seiner seelischen Stärke, seines •inneren Reichtums. Wenn aber das!jüdische Volk, von der nationalistischen Ideologie erfaßt, sich als selbsterhaltenden, aui die eigenen äußeren Volkskräfte stützenden Volkskörper betrachtete, .wenn es seine Erhaltung und Behauptung nur auf seinem Nationalinstinkt begründet sehen wollte, wäre das Gefühl der Abhängigkeit von G-tt in seinem Grunde erschüttert •und das wunderwirkende Band zwischen Vater und Sohn בני בכורי ישראל zerrissen. Das Bestreben, auf diese!Weise den jüdischen Volkskörper zu stärken, würde unbedingt seine geistige Stärke zerstören und das weitere Festhalten an den G-tttichen •Gesetzen zweifelhaft machen. ■■■■■יוווייי■■■■■■■■■■■«■■■■■■■!■•■■■■” Das erste jüdische Museum in der Slowakei. Vor kurzem wurde in Puesov (Eperies) eine interessante und kulturhistorisch wertvolle Entdeckung ge- •macht. Bei Renovierungsarbeiten •att einem Hause in der Schloßstraße, dort, wo früher eine Burg stand, wurde eine alte Synagoge aus dem 18. Jahrhundert entdeckt. Das Haus befindet sich in der Bastei, dicht an der nunmehr geschiehten Befestigung. An den Wänden eines Raumes •in diesem Hause bemerkte mau unter der Tünche verschiedene (Bilder mit hebräischen Inschriften; Der Eigentümer des Hauses stellte sofort •die Räumungsarbeiten ein und berief den Museumsdirektor •Dr. Polak aus Kosice zur Begutachtung des Fundes. Dieser stellte fest, daß ׳hier eine in Vergessenheit geratene Synagoge aus dem 18. Jahrhundert zum Vorschein kam.Es ist bekannt, daß im 18. Jahrhundert den Juden gesetzlich untersagt war, unter der ■nichtjüdischen 'Bevölkerung vermengt zu wohnen. Sic mußten in eigenen! Stadtvierteln, den Ghcttis, wohnen oder außerhalb ■der Mauer dicht an der Befestigung. Als das einschränkende Judengesetz von Presov im vorigen Jahrhundert •aufgehoben wurde, verließen die Juden ihre alten׳ Wohnhäuser, übersiedelten in die Stadt und bauten dort einen neuen Tempel. •Das alte ßethaus ■an der Bastei verkauften sie als Wolmhaus, bis seine ,Existenz völlig ■der Vergessenheit verfiel und erst!jetzt durch diesen Fund wieder in Erinnerung ge- •bracht wurde. Durch diesen Fund ist ein gewisses musealisches Interesse für die Denkmäler der jüdischen Vergangenheit in!jüdischen und nichtijüdischen Kre'isen erwacht. In der tschechoslowakischen Republik gibt es bisher nur ein jüdisches (Museum, ■nämlich 'in P r ag, das noch vor dem Kriege errichtet wurde und •unter der sachkundigen Leitung des Prof. Dr. Sal. (Hugo Lieben steht. Jetzt beabsichtigt!Dr. •Polak, wie berichtet wird, ein spezielles Museum tf ii r •das s 1 o w alki s c h e Judentum zu errichten, und zwiar in Presov i׳n dem •jetzt entdeckten alten Synagogenr.aum. Die schönen■ Wandmalereien und Inschriften sollen von Fachmännern w.ieder hergestellt werden :und dort dann aus der Sammlung des Kosicer Museums — als Abteilung dieses Museums — alle Gegenstände ausgestellt werden, die auf die Kultur :und die G e s ch•i c 111 e de s .1 u de 111:u m s Bezug haben. Ein besonderes Komitee soll die Aufgabe •übernehmen, solche •Denkmäler der •jüdischen :Vergangenheit zu sammeln und sie •diesem Museum zuzuführen. (Wir verweisen aus diesem Anlaß auf ein Rundschreiben, das vor zwei Jahren vo-11 der orth. Landeskanzlei in Bratislava an sämtliche Gemeinden versandt wurde. Darum wurden die Gemeinden aufgefordert, auf die Verwahrung ׳und Erhaltung historisch wertvoller (Dokumente und Gegenstände zu achten. •Unserer Ansicht nach sollte sich die jüdische Gesellschaft der Pflege und der ,sachkundigen Sammlung solcher archivalischer o. 7• szc/1an Ihrem Geld, o>1e versündigen .wenn Sie Pelze einkaufen, ohne sich von unseren billigen Preisen zu überzeugen! Riesige Auswahl in allen Pelzgattungen Verkauf: en grosy en detail! Reparaturen werden schnell und billigst durchgeführt! Parisienne Pelzwarenhaus Brafiglawa, Kpistinengasse Nr. I Kolben-Palais Samstag gesperrt! Jüdischer Humor. Ein junger Rabbiner wird eingeladen, eine Gas^ droschoh zu halten. Er bedingt sich׳ einen Vorschuß von 500 Schilling, den er nachher sich rückzuzahlen verpflichtet. Der Vorstand erklärt sich damit einverstanden. Die Droschoh findet statt!und am •nächsten Tag wird der Betrag rückgezahlt. — Auf die Frage■ des Vorstandes, wozu der Probekandidat dieses kurzfristige Darlehen benötigte, erfolgt das offenmütige Bekenntnis: ״Es redet sich ganz anders mit Geld in der Tasche.“ * ״ Ein Schwiegersohn offenbart seinem Schwiegervater seine pekuniäre Situation, ״ln einem Jahr kannst du doch nicht die ganze Nedau aufgezehrt haben!“ ״Und Geschäfte h abe ich keine gemacht?“ meinte der Schwiegersdhn selbstsicher. * Lehrer: Was ist Hohngelächter? — Schüler: Kikeriki. — Lehrer: Was heißt das? — Schüler: Wenn ä Hohn lacht. * Lehrer: Was ist das Esperanto? — Schüler: Die Allerweltssprache. — Lehrer: Wo wird diese gesprochen? — Schüler: Nirgends. י י' J י־ Passant: Ist das eine Art mich auf der Straße anzusprechen? — Bettler: Wollen Sie mich schnorren lehren? * Die enge Stube. Zum .Rabbi kommt ein Dorfbauer und klagt ihm sein Leid. Die Stube der Hütte, •darin er wohnt, sei zu eng, und er wisse sich nicht mehr zu helfen. Was er tun müsse, um es mit den Seinen ein klein wenig bequemer zu haben? Der Rabbi denkt lange nach. Endlich fragt er: . ״Sag‘ mir, wer wohnt in der Stube, die dir zu eng geworden ist?“ Der Bauer erwidert: ״Ich und mein Weib . . . sind zwei. Mein alter Vater und meine Schwiegermutter... sind viere. Meine fünf Kinder . . . sind neune. Platz haben nur drei Betten, es sind aber sechs da . . .“ ״Schön,“ meint der •Rabbi, ״der Fehler ist, daß ihrer zu wenig sind in der Stube . . . verstehst du?“ Glücksuchenden empfiehlt sich Geschäitstelfe der Klassenlotterie I. M. NEUFELD Wien, II., Vorgartenstraße 20920־, Telephon 4587־8־. Ziehung 1. Klasse am 28. und 30.!Dezember 1927. 1/8 Los S 4 1U Los S 8 lh!Los S 12 1/1 Los S 16 ehemaliger Rcligionslehrcr, vorzüglicher Tatmudist, erteilt Unterricht billigst in חומש רש״י 1ג׳ Adresse zu erfragen in der Wiener Redaktion des •Blattes od’er bei Herrn David Weinstock, 111., •Lilienbninngasse!8, Tür 19. Schätze annehmen und nach dem Vorbild anderer Länder danach trachten, daß sie in •jüdischem Besitz bleiben. Die Redaktion.) Zum Gemeindezwist in Dun. Strada. Seit etwa zwei Jahren tobt unter •den!Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in!Dunajska ■Streda ein Kampf. Die jüdischen und vielfach auch die nichtijüdischen! Zeitungen beschäftigten sich zuweilen mit dieser Angelegenheit und trugen ,ihr Teil •dazu bei, den!Hader zu schüren und den Zwist der!Parteien zu• verschärfen. Die ״Jüdische •P ress e“ hat es grundsätzlich vermieden, diesem rein lokalen Gemeindestreit •eine Bedeutung zu geben, die über den Rahmen der daran beteiligten Gcmcindeparteien hinausreichte, und unterließ ■jede Stellungnahme zu ׳den Fragen, die in Dunajska •Streda die Gemüter erregten. Wir waren und sind auch ׳jetzt noch fest überzeugt, daß der gute Wille der kompetenten ,Instanzen der orthodoxen jüdischen Konfession ׳in unserem •Lande schließlich einen W,eg finden werde, den Frieden in der Gemeinde herzustellen. Wir haben auch in dem gegenwärtigen —• hoffentlieh letzten — Stadium dieses unseligen ׳Gemeindestreites Reine Veranlassung, unsere absolut reservierte ■Haltung, zu ändern und wollen erst nach dem Urteilsspruch des vora׳us sicht lieh in einigen Tagen zusainmentretenden ב*ת דין über den; Stand des Streitfalles auf Grund •zuverlässiger Daten objektiv ■berichten. Diese unsere vom •innigen Wiimschc nach Frieden und Eintracht in den Kultusgemeinden eingegebene ■und der Sensationsgier der ׳Leser in keiner Wieise entgegenkommende Haltung im Dunajska Stredaer Flader •soll ׳auch ■dadurch nicht im geringsten beeinträchtigt werden, daß im Inseratenteile •der vorigen ׳Nummer der Gemeindevorstand eine Kundmachung veröffentlichte und in der heutigen Nummer eine Gegenerklärung der angegriffenen Firma erscheint. Wir bitten unsere Leser, diese Inserate der einander •befehdenden Gemeindeparteien nicht etwa als Meinungsäußerung unserer Zeitung zu ׳betrachten. Beshamidrasch-Elnwelhung und Sljumfeier in Neded. Aus Neded •berichtet man uns: Am 7. November •feierte die;hiesige orthodoxe •Gemeinde die Einweihung ihrer ueuerbauten בית המדרש. •Freudig rufen wir aus כי לא אלמו;ישראל und es gereicht uns zur großen •Genugtuung,1 daß unsere sehr ■kleine Gemeinde sich aus eigenen Mitteln ein solch prachtvolles בית המדרש erbauen!konnte. Wir müssen dabei das Verdienst des Präses!unserer Gemeinde, des •Herrn Sandor Läufer, hervorheben, der weder •Mühe noch Zeit und ׳auch kein Geld schonte, um dieses heilige Werk zu vollbringen. Die Einweihung war mit einem ם ז ו ם auf מסכת יומא verbunden;!Nachdem die ססכחא beendet wurde, hielt Se. Ehrw. Herr Ober- ׳Der andere versteht zwar nicht, aber da es der!Rabbi sagt, wird es schon stimmen.'!Der 'aber fährt fort: ״Wen und was hast du noch in deinem Haus?“ ,Da ist die ■Magd, die die Kuh melkt . . .“ ,Die •Magd soll auch •in der. Stube wohnen“, entscheidet der Rabbi. ׳״Nimm sie rein!“ ״Dann ist da die Kuh . . .“ ״Nimm sie in die Stube rein!“ ״Dann sind da die zwei Ziegen . . .“ ,Rein in die Stube!“ ruft der Rabbi, ״und komm morgen wieder her.“ Der Bauer geht sehr nachdenklich von dannen, tröstet sich aber mit dem Gedanken:, Wenn der weise Rabbi so sagt, wie er gesagt hat, wird •Gott die Sache schon in Ordnung bringen. ׳Und tut, wie ihm aufgetragen. Am nächsten Tag begrüßt ihn der Rabbi mit der Frage: ״Na, ist es besser geworden?“ Da beginnt der Aermste bitterlich zu klagen, daß es jetzt noch schlimmer sei. Jetzt könnten sie ✓ sich überhaupt nicht mehr rühren :in dem Stübchen, und es wäre geradezu entsetzlich. Wieder denkt der Rabbi nach. ״Gut,“ sagt er, “tu‘ die Kuh raus aus deiner Stube und laß‘ sie ,im Stall wohnen. •Und komm morgen wieder.“ ,Ra, wie ist es jetzt?“ forscht der ׳Rabbi am folgen־ den Tage. ״Etwas besser ist‘s schon“, erwidert der Bauer. ״Siehst du . . . nun geh‘ nach Haus und tu‘ die zwei Ziegen aus deiner Stube raus . . . Und komm morgen wieder.“ Zur bestimmten Zeit meldet er vergnügt: ״Rabbi, jetzt ist schon viel besser . . .!Man kann sich schon rühren in der Stube . . .“ ״Schön . . . mm geh‘ und wirf die Magd aus deiner Stube heraus ... Sie soll aufm Stallboden schlafen wie früher . . . Und komm morgen wider.“ Am nächsten Tag kommt der arme Bauer mit verklärt strahlendem Gesicht: ,Rabbi, Rabhi,“ ruft er, ״was seid Ihr für ein weiser, . heiliger •Mann, daß Ihr mir geholfen habt! jetzt ist meine Stube ein Vergnügen . . .“